Alle Beiträge zu Andrea Voßhoff

5 Lesetipps für den 29. August

In unseren Lesetipps geht es um vernetzte Roboter, Datenschutz, Startups in Deutschland, Misogynie in Computerspielen und Googles Desinteresse an Blogs. Ergänzungen erwünscht.

  • ROBOTER Medium: Robots With Their Heads in the Clouds: In einem Blogpost auf Medium schreibt der Berkely-Professor Ken Goldberg über unsere Wahrnehmung und Vorstellungen von Robotern und erklärt, dass die wahre Stärke von Robotern sich dann zeigen wird, wenn sich diese miteinander vernetzen, effizient Rechenleitung teilen und miteinander Daten austauschen. Und nebenbei bemerkt, dass Ergebnis wäre zwar nicht ganz so beeindruckend, aber dies können übrigens auch alles jetzt schon Menschen miteinander machen, wenn da nicht Angst und Kontrollverlust so bestimmende Faktoren wären.

  • DATENSCHUTZ Handelsblatt: Bundesdatenschutzbeauftragte wird oberste Bundesbehörde: In den gestrigen Lesetipps haben wir uns schon darüber gewundert, dass Andrea Voßhoff nicht nur die inaktivste Besetzung des Amtes aller Zeiten ist, dafür aber bald auch die unabhängigste Datenschützerin, die es je gab, denn das Amt sollte aus dem Bundesinnenministerium heraus geholt werden. Ergebnis ist wohl, dass Voßhoff nicht mehr Kompetenzen bekommt, sondern nur mehr Gehalt, denn das Amt wird zu einer obersten Bundesbehörde aufgewertet. Mein Blick in die Zukunft verrät mir schon, außer Spesen (wird) nichts gewesen (sein).

  • STARTUPS Deutsche-Startups.de: Über Neid, Missgunst und ganz viel Schadenfreude: Auf Deutsche-Startups.de schreibt Alexander Hüsing über die harte Realtität von Startups in Deutschland. Obwohl der Ruf nach einer Innovationen fördernden Fehlerkultur schon so oft von Podien gerufen wurde, dass es langweilte, haben es Gründer hierzulande noch schwer respektiert zu werden, wenn sie nicht erfolgreich sind oder etwas machen, dass die Menschen noch aus der Zeit vor dem Internet kannten. Neid, Missgunst, Schadenfreude, Unverständnis und Unwissen über Startups sind an der Tagesordnung, wie Hüsing schreibt und wünscht sich mehr Aufklärungsarbeit im Rest der Gesellschaft.

  • MISOGYNIE Ars Technica: The death of the “gamers” and the women who “killed” them: Gewalt in Videospielen ist hierzulande stets ein großes Aufregerthema gewesen, aber meiner Meinung nach ist die Darstellung von Frauen und vor allem Gewalt gegen Frauen in Computerspielen schlimmer. Casey Johnston schildert dazu einen Fall in den USA, der die schlimmste Seite der Gaming-Kultur darstellt. Im Artikel wird auch ein Video der Vloggerin Anita Sarkeesian vorgestellt, deren Videopodcasts über Misogynie in Computerspielen mit zu den besten Medien gehören, die sich mit dem Thema beschäftigen und mir jedesmal eine Gänsehaut verpassen, wenn ich sie, wie schlimm es wirklich um die Rolle von Frauen in unserer Gesellschaft steht.

  • BLOGOSPHÄRE Schneeschmelze: Google schaltet seine Blogsuche ab: Es scheint so, als ob Google seine Blogsuche abgestellt hat und das in Zeiten, in denen die Blogosphäre weltweit an Bedeutung gewinnt. Das dahinter System steckt, erklärt Jürgen Fenn auf seinem Blog Schneeschmelze: „Google entwickelt eine Technik als Clouddienst zur Marktreife, besetzt den Markt, weil die Technik gut ist, verdrängt die Wettbewerber, die daneben kaum noch einen Ort finden, zieht sich dann plötzlich aus dem Geschehen zurück und hinterläßt eine Lücke, so daß das Jammern groß ist.“ Dieser weitere Vorgang unterstreicht noch einmal die Notwendigkeit von nichtkommerziellen Plattformen, denn Privatunternehmen wie Google können machen, was sie wollen und nicht, was für uns alle praktisch und gut ist.

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5 Lesetipps für den 28. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die Kommunikation von Ai Weiwei, Debatten über Netzkonzerne, unabhängigeren Datenschutz, Journalismus und Selbstzensur in sozialen Netzwerken. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZPOLITIK Spiegel Online: Sascha Lobo über die Dämonisierung der Netzkonzerne: Die SPON-Kolumne von Sascha Lobo als Lesetipp zu verlinken ist irgendwie zu sehr stating the obvious, da das sowieso eine Form von Pflichtlektüre ist, aber der Mann schreibt mir heute mal wirklich Wort für Wort von der Seele: „Die Dämonisierung der Netzkonzerne erschwert die notwendige differenzierte Kritik und damit auch die wirksame politische Regulierung.“ So ist es. Wer sich netzpolitisch engagiert, bei Themen wie das Leistungsschutzrecht für Presseverlage oder populistische Monopolkritik (Ja, ich meine Sie, Sigmar Gabriel!), ist nicht automatisch auf der Seite von Google, Amazon, Facebook & Co., denn in anderen Punkten, sagen wir mal dem Datenschutz, sind diese Unternehmen wirklich zu kritisieren. Und dem Internet würden konstruktivere Debatten als politische Schwarzweißmalerei wirklich gut tun.

  • DATENSCHUTZ Zeit Online: Datenschutzbeauftragte wird unabhängig vom Innenressort: Es ist ein Beispiel für die in der Politik oft typische Ironie: die seit einem Jahr kaum in Erscheinung tretende Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff (CDU) wird künftig wohl auch die unabhängigste Vertreterin ihres Amtes werden. Das Bundeskabinett hat beschlossen, dass das Amt ab 1. Januar 2016 eigenständig und weisungsfrei agieren wird. Diese Unabhängigkeit vom Bundesinnenministerium hat ihr Vorgänger Peter Schaar lange gefordert, er hätte sie auch zu nutzen gewusst. Bei Voßhoff wirkt das wie ein schlechter Witz.

  • SOCIAL MEDIA ReadWrite: Why We Self-Censor On Social Media: Wir hatten zwar erst gestern einen Artikel von Selena Larson in unseren Lesetipps, aber die Frau hat gerade einen kreativen Lauf oder so, zumindest ist sie wieder einmal sehr informativ: Social Media spielt in unserer Kommunikation eine größere Rolle, aber wer etwas ins Internet schreibt, sollte gut überlegen, was er da tut. Oft wird in diesem Moment die Schere im Kopf aktiv und wir zensieren uns selber. Kontroverse Aussagen führen oft zu heftigen Gegenreaktionen, über unbehagliche Themen wird seltener diskutiert und wenn, dann meist nur mit Leuten, die die gleiche Meinung haben. Das sind gefährliche Muster in unserer Kommunikation, die wir gerade bei den Vorteilen von sozialen Netzwerken überwinden sollten.

  • JOURNALISMUS Gigaom: Journalism is doing just fine, thanks — it’s mass-media business models that are ailing: Auf Gigaom geht Mathew Ingram lesenswert der Frage nach, ob Massenmedien denn den Journalismus zerstört haben, also noch vor dem Internet, aber beides ist nach kurzer Überlegung wirklicher Unsinn. Gerade das Internet ermöglicht Journalismus in den unterschiedlichsten Formen und das oft mit nur wenigen Ressourcen. Aber was wirklich kaputt ging sind Geschäftsmodelle und dadurch traditionelle Arbeitsplätze. Trotzdem geht es, Leser und Leserinnen von Netzpiloten.de können das seit 16 Jahren beobachten, der Journalismus nicht kaputt. Se einen Gedanken muss man heutzutage klar und deutlich formulieren.

  • AI WEIWEI NZZ.ch: Ein Versuch, sich dem Phänomen Ai Weiwei zu nähern: Auf der Website der Neuen Zürcher Zeitung hat Minh An Szabó de Bucs einen lesenswertes Porträt über den chinesischen Künstler Ai Weiwei geschrieben, der zwar ein politischer Verfolgter in China ist, aber alles andere als ein Opfer zu seien scheint. Deinn Ai kennt, wie kaum ein anderer Künstler oder politischer Aktivist, die Macht von Bildern und des Internets, die er beide wirkungsvoll für seine Sache einsetzt. Letzteres ist ein Spielfeld, dass nicht nur die chinesische Regierung fürchtet, Bilder die viralste Art der Kommunikation. Von Ai kann man eine Menge über moderne Kommunikation lernen, was ihn auch außerhalb der Kunstszene zu einer interessanten Figur machen.

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5 Lesetipps für den 26. Juni

In unseren Lesetipps geht es um die Kreativität von Netflix, Pressefreiheit. Andrea Voßhoff im Interview, die Google I/O und das Leistungsschutzrecht. Ergänzungen erwünscht.

  • NETFLIX Variety: Beau Willimon on Netflix’s Rule-Breaking Creativity: Im Interview mit Laura Prudom auf Variety.com gibt Beau Willimon, Drehbuchautor der Netflix-Serie „House Of Cards“, einen interessanten Einblick in die viel beachtete Revolution des Unterhaltungsfernsehen.
  • PRESSEFREIHEIT Zeit Online: Ermittler erzwingen von Zeitung Herausgabe von Nutzerdaten: Wegen eines Online-Kommentars haben Ermittler einen Durchsuchungsbeschluss gegen die „Echo“-Zeitung erwirkt. Die Redaktion sollte den Namen eines Nutzers preisgeben. Die Daten seien übergeben worden, alles andere hätte die Tageszeitung und den Onlineauftritt gefährdet, hieß es am Mittwoch auf Echo Online.
  • ANDREA VOßHOFF Medienpolitik.net: Interview mit Andrea Voßhoff: Im Interview mit Medienpolitik.net spricht die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff über das jüngste Urteil des Europäischen Gerichtshofs gegen Suchmaschinen. Sie glaubt, dass eine gesetzliche Definition eines Abwägungsrahmens, ob ein Link gelöscht werden müsse oder nicht, diskussionswürdig ist.
  • GOOGLE ReadWrite: 10 Things Google Didn’t Talk About At I/O 2014: Auf ReadWrite stellt Dan Rowinski 10 Dinge vor, die Google auf seiner Entwicklerkonferenz nicht vorgestellt hat. Eine interessante Änderung des Blickwinkels, die vielleicht mehr über das Ergebnis der Konferenz aussagt als die Auflistung der Ankündigungen.
  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Golem.de: Heiko Maas stützt Verlage im Kampf gegen Google: Im Bundestagswahlkampf lehnte die SPD das Leistungsschutzrecht noch ab, bevor die SPD-regierten Länder es dann zusammen mit CDU/CSU und FDP im Bundesrat beschlossen. Nun stellt sich SPD-Justizminister Maas mit markigen Worten vollkommen auf die Seite der Verlage und will das Gesetz sogar noch verschärfen, wie Friedhelm Greis auf Golem.de schreibt.

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5 Lesetipps für den 7. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Kritik an Datenschutz-Beauftragte Andrea Voßhoff, das neue Vox.com von Ezra Klein, Engagement im Internet, Startups im Journalismus und der Medienwandel des Fernsehen. Ergänzungen erwünscht.

  • DATENSCHUTZ Donaukurier.de: Kritik am Fehlstart der neuen Bundesdatenschutzbeauftragten Andrea Voßhoff: Auf Donaukurier.de schreibt Rasmus Buchsteiner über die wachsende Kritik an der Bundesdatenschutzbeauftragten Andrea Voßhoff. Als „völlige Fehlbesetzung“ wird sie bereits in politischen Berlin abgetan, auch von Abgeordneten der Großen Koalition. Nach einem halben Jahr soll sich sich demnächst sogar den für Datenschutz zuständigen Mitgliedern des Innenausschusses vorstellen.
  • VOX.COM Daily Intelligencer: Understanding the Newly-Launched Vox.com: Nur drei Monate nach dem Ezra Klein die Washington Post verlassen hat ist der von ihm geleitete Relaunch von Vox.com fertig. Margaret Hartmann erklärt das Neue an Vox.com, dass an sich gar nicht so neu ist: erklärender Journalismus. Dazu nutzt Klein Karten, ähnlich den mobilen Karten der Nachrichten-App Circa, aber wesentlich informativer. So wird ein Thema stückchenweise erklärt.
  • ENGAGEMENT Hyperland: 6 Wege im Web, die Welt besser zu machen: Verschwörungstheorien, Digitalpiraterie, Abmahnwahn, Cybermobbing, Kinderpornografie, Vorratsdatenspeicherung – das Internet erscheint gelegentlich als Sündenpfuhl aus dem siebten Kreis der Hölle. Doch es gibt auch zahlreiche virtuelle Orte, an denen sich alles nur um eine bessere reale Welt dreht. Andreas Winterer stellt sechs solcher Orte im Hyperland-Blog des ZDF vor.
  • STARTUPS Carta: Hinschauen und lernen – was US-Startups im Journalismus besser machen: Christian Fahrenbach ist 2014 Fellow im Tow-Knight Entrepreneurial Journalism-Programm an der CUNY Graduate School for Journalism. Auf Carta stellt er drei Dinge vor, die bei neuen Medien-Projekten in den USA auffallend anders laufen als bei uns: Mehr Service, größere Personenbezogenheit, bessere Kennzahlen.
  • MEDIENWANDEL G! gutjahrs blog: Brauchen wir noch TV-Sender?: Nach dem Ende von „Wetten, dass…?“ und dem Fakt, dass einstige DVD-Versandhäuser erstklassige Serien drehen, steht für Richard Gutjahr die Frage im Raum, wozu wir noch Zwischenhändler wie das Fernsehen brauchen, wenn wir doch in Zukunft auch direkt vom Produzenten kaufen können? Das einstige Leitmedium steht vor einer radikalen Neuausrichtung.

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5 Lesetipps für den 17. März

In unseren Lesetipps geht es heute darum, wie ein Hashtag entsteht, Nostalgie für 8-Bit, Auswirkungen von Social Media im Bundesrat, das Internet der Dinge und die Agenda von Andrea Voßhoff. Ergänzungen erwünscht.

  • HASHTAG Hildwin’s Blog: Wie entsteht ein Hashtag?: Frank Bergmann leitet die Internet-Redaktion der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und in seiner täglichen Arbeit mit einem Problem konfrontiert, dass viele Menschen aus den Bereich der Online-Medien kennen: Wie lautet der „richtige“ Hashtag? In seinem privaten Blog erklärt Bergmann am Beispiel #wp18 und #btAdA die Entstehung eines Hashtags.
  • NOSTALGIE Hyperland: Die 8-Bit-Nostalgie: Wer mit den legendären Home-Computern von Commodore und Atari digital sozialisiert wurde, ist heute zwischen 30 und 55 Jahr alt – und damit genau in dem Alter, in dem Nostalgie und Einkommen zusammentreffen. Kein Wunder, dass es einen regelrechten 8-Bit-Boom gibt, wie Giesbert Damaschke im ZDF-Blog Hyperland schreibt.
  • BUNDESRAT Zeit Online: Multimedia-Website treibt Minister ans Rednerpult: Der Bundesrat veröffentlicht jetzt auch die Videos der Debattenbeiträge, was laut Beobachtungen des Journalisten Tilmann Steffen vor allem zu längeren Redebeiträgen der Politiker führt, die die neuen Social Media-Aktivitäten gerne für die eigene Öffentlichkeitsarbeit nutzen. Doch die „neue Eitelkeit“ sprengt die Tagesordnung, was störend auffällt – bei aller Wertschätzung für den direkten politischen Austausch.
  • INTERNET DER DINGE Blog von Heike Simmet: Wie verändert das Internet der Dinge den Service?: Durch das Internet der Dinge erlangt der Service einen völlig neuen Stellenwert für die Erzielung von Wertschöpfung von Unternehmen. Nicht mehr der nur begleitende Pre-Sales oder After-Sales Service eines Produktes, sondern der integrierte Service innerhalb neuer Ökosysteme wird zum zentralen Erfolgsfaktor, wie Heike Simmet auf ihrem Blog erklärt.
  • ANDREA VOßHOFF Hyperland: Die Agenda der Andrea Voßhoff: Fürs ZDF-Blog Hyperland hat Christiane Schulzki-Haddouti die nach drei Monaten noch kaum in Erscheinung getretene Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff interviewt. Di bisherige Inaktivität hat aber laut Voßhoff einen Grund. Sie arbeitet zur Zeit intensiv an „einem umfassenden Relaunch des Internet-Auftritts“, sagt dann aber doch noch was zu dem nachstehenden Themen wie Vorratsdatenspeicherung, Informationsfreiheitsgesetz und Datenschutz in sozialen Netzwerken.

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5 Lesetipps für den 5. Februar

In unseren Lesetipps geht es um die neue Datenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff, Journalismus à la Vice, wieso Facebook sich verändert, der Trend zu guten Nachrichten und ein Interview mit einem Coyoten. Ergänzungen erwünscht.

  • DATENSCHUTZ Zeit Online: Daenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff will Behörde umbauen: Wie die neue Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff (CDU) zu ihrem Amt kam, gehört zu den unschönen Seite in einer Parteiendemokratie, in der es um Länderproporze und Gefälligkeiten geht und weniger um Fachwissen und Engagement für die Sache. Ihre Berufung wurde aus guten Gründen wenig erfreut aufgenommen, doch mit ihrem ersten Anliegen beweist sie zumindest Gespür für Notwendigkeiten: Voßhoff will ihre Behörde umstrukturieren und über die Rechtsaufsicht der Bundesregierung und der Dienstaufsicht des Innenministeriums nachzudenken.
  • JOURNALISMUS Berliner Gazette: Wie funktioniert die wichtigste Informationsquelle der Digital Natives?: Immer mittendrin im Geschehen! Stets die krasseste Story erhaschen! So lautet das Motto vom “Vice-Magazin”. Und das kommt an: Wohl kaum ein anderes Medium stößt auf so viel Interesse bei jungen Leuten zwischen 15 und 25 – den Digital Natives. Print- und Onlineversion sind gleichermaßen erfolgreich. Handelt es sich um neuen, aufregenden Journalismus? Oder um geschmacklose Effekthascherei? Die Kulturwissenschaftlerin Hannah Schraven erkundet die meistgelesenste Informationsquelle ihrer WG.
  • FACEBOOK Ars Technica: How we ruin social networks, Facebook specifically: In einem sehr interessanten Longread setzt sich Casey Johnston auf Ars Technica mit dem Wandel von Facebook auseinander, dass sich von einem spannenden sozialen Experiment im Internet zu einem Unternehmen wandelt, dass sich neue Beschäftigungsfelder erschließen muss. Wenn jemand dafür etwas kann, dass Facebook etwas uncooler wird und ein bisschen mehr Business, dann sind das ihrer Meinung nach vor allem die Nutzer, die sich ebenso verändert haben. Facebook reagiert mit dem eigenen Wandel nur konsequent auf diese Entwicklung. Wie auch andere soziale Netzwerke.
  • MEDIENWANDEL Netzwertig.com: Netznutzer entdecken ihre Liebe zu den guten Nachrichten: Kann man die Nachricht von einer Katastrophe liken? Martin Weigert schreibt auf Netzwertig.com über BuzzFeed und Upworthy, die seiner Meinung genau aus dem oben genannten Problem vor allem auf Optimismus versprühende, inspirierende und Mut machende Inhalte setzen, die sich einfach besser „verkaufen“ lassen als Skandale, Mord und Totschlag. Mit dem Bedeutungszuwachs der viralen Inhalteverbreitung ändert sich die Stimmung im Netz ins Positive, doch der Alltag und die Wirklichkeit bleibt den weniger hippen Medien überlassen.
  • MENSCHENHANDEL Blogrebellen: “Eine Kiste Tomaten steht für einen Menschen”: Daniel Köhler war in San Salvador und hat einen sogenannten Coyoten interviewt, einen professionellen Menschenschmuggler, der andere Menschen in die USA schmuggelt. Sehr persönlich und detailliert gibt der Coyote Marlon im Interview bei den Blogrebellen Auskunft über das Geschäft, die Probleme und seine Motivation.

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5 Lesetipps für den 19. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Datenjournalismus, die neue Bundesdatenschutzbeauftragte, wie das Urheberrecht freie Fankulturen bedroht, eine Woche offline sein und die Etymologie von Unternehmensnamen. Ergänzungen erwünscht.

  • DATENJOURNALISMUS Carta: Datenvisualisierung ist noch lange kein Datenjournalismus: Daten werden häufig in simplen Linien-, Balken- oder Tortengrafiken dargestellt. Dabei kann man mit ihnen sogar Geschichten erzählen. Der Alltag in Redaktionen sieht leider oft noch immer anders aus. Egal, ob Arbeitslosenstatistiken, Exportdaten oder Sterbetabellen: Wenn überhaupt, werden die aktuellsten Daten als Diagramm dargestellt, vielleicht findet noch ein Vergleich zum Vorjahr statt. Datenjournalismus ist das nicht, sondern Datenvisualisierung. Der freie Medienjournalist Andreas Griess findet, es wird Zeit, das zu ändern.
  • BUNDESDATENSCHUTZBEAUFTRAGTE Internet-Law: Was qualifiziert die neue Bundesdatenschutzbeauftragte?: Andrea Voßhoff wird neue Bundesdatenschutzbeauftragte. Eine seltsame Personalentscheidung, denn die Frau ist der größtmöglichste Kontrast zu ihrem Vorgänger Peter Schaar. Als Abgeordnete hat sie alle bürgerrechtsfeindlichen Gesetzesvorhaben der letzten 15 Jahre mitgetragen. Das Spektrum reicht von den Antiterrorgesetzen über die Vorratsdatenspeicherung bis hin zum Zugangserschwerungsgesetz. Der Rechtsanwalt Thomas Stadler fragt sich, was also Voßhoff für dieses Amt qualifiziert.
  • FANKULTUR Berliner Gazette: Wie lange noch wird es im Netz freie Fan-Communities geben?: Die Kreativität von Fans blüht im Netz neu auf. Hier schreiben und veröffentlichen sie eigene Geschichten, hier vernetzen sie sich in ungekannter Weise. Doch es ziehen dunkle Wolken auf: Die Rechteinhaber und Inhalte-Ersteller, die einst Angst um ihre schönen Werke hatten, nutzen die lebendige Fankultur im Netz um noch mehr Geld zu machen. Die Journalistin Valie Djordjevic taucht ein in eine Welt, in der ständig neue Fronten entstehen.
  • OFFLINE Daniel Rehn’s Blog: No Internet Week: Im Blog von Daniel Rehn habe ich die Kurzdokumentation “No Internet Week” gefunden, die fünf Hardcore-Nutzer bei einem Experiment begleitet: eine Woche ohne Netz. Keine Mails. Keine Community. Keine Streams mit Infos, die normalerweise Dopamin ausgeschüttet haben und suchtähnliche Zustände bedeuten können. Was passiert mit ihnen bei ihrem kalten Entzug?
  • ETYMOLOGIE Kroker’s Look @ IT: Wo die Namen von Amazon, Google, Yahoo & Co. herkommen: In seinem WiWo-Blog gibt Michael Kroker einen etymologischen Blick auf die Herkunft prominenter Firmen-Namen. Die hat das amerikanische Hightech-Blog “Business Insider” kürzlich zusammengetragen. Yahoo ist zum Beispiel ein Akronym für „Yet Another Hierarchical Officious Oracle“.

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