Weblogs erleben in diesem Jahr in der öffentlichen Wahrnehmung den wahrscheinlich größten Schub seit ihrem ersten Auftauchen 2000 in Deutschland. Das bringt nicht nur mit sich, dass man für Firmen interessant wird, sondern auch, dass man schnell was auf die Finger bekommt, schreibt man etwas Ungefälliges.
So erhalten in den letzten Monaten
Blogger zunehmend Abmahnungen von Firmen und öffentlichen Persönlichkeiten, finden sich diese ungerecht dargestellt. Statt auf Kommunikation zu setzen, geht die URL direkt in die Rechtsabteilung.
So mahnte
Heidi Klum den Werbeblogger,
Veronica Ferres den Soapbox-Blogger oder
Sigmar Gabriel den Parteibuch-Blogger (inkl. spätere
Kostenübernahme für den Anwalt). Und
Joachim Steinhöfel macht Ähnliches auch gern.
Jetzt
schlägt die DaimlerChrysler Bank zu und
verklagt den Blogger Dirk Ploss.
Der vom "
Keule statt Mail"-Verfahren erzeugte Wind schlägt dabei nicht nur den betroffenen Bloggern hart entgegen, sondern auch den Unternehmen. Die Vernetzung der Weblog-Welt kann schnell dazu führen, dass die Firmen das Gegenteil dessen erreichen, was sie eigentlich wollten: Statt die negative Meinung des Bloggers aus dem Netz zu bekommen, wird diese plötzlich von einem Dutzend Bloggern veröffentlicht... Man suche die Abmahner nur einmal bei
Technorati oder der
Google Blogsuche.
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