StudiVZ unter Feuer

Noch vor wenigen Wochen wurde die StudiVZ der Liebling der Blogwelt: Ein kleines StartUp aus Deutschland macht sich auf, den Studierenden ein social network im Format eines OpenBC zu bringen. Und dann wächst es auch noch außergewöhnlich schnell.

Doch jetzt gerät das 32 Mitarbeiter große Unternehmen zunehmend in die Kritik.
Man muss sich vorhalten lassen, das erfolgreiche facebook frech kopiert zu haben, was noch der harmloseste aller Vorwürfe ist, wenn auch ein peinlicher.
Vor allem in Sachen Kommunikation tritt man bei StudiVZ seit einer Woche ins Fettnäpfchen. Erst watscht man einen Journalisten im eigenen Weblog ab, jetzt will man im Firmenblog gnadenlos alles löschen, was nicht gefällt. Die feine Art ist das sicherlich nicht.
Und nebenbei klaut man der direkten Konkurrenz die Domains in anderen Ländern weg. Zumindest in dieser Sache allerdings streut man sich Asche auf das eigene Haupt.

Derweil muss man auch mit der Satire auf das eigene Projekt leben: Mit „PennerVz“ gibt es ein nicht ganz ernst gemeintes Verzeichnis der Armen und Ärmsten.

Unternehmen, vor allem solche, die nur im Netz unterwegs sind, müssen aufpassen: Hat man auch heute noch ein geliebtes Projekt, kann schon ein kleiner Fehler die Ursache dafür sein, morgen zum viel gehassten Objekt zu werden. Ähnliche Probleme hat derzeit auch YouTube. Und: Was heißt im Netz schon Treue?

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Thomas Gigold

Thomas Gigold

ist Journalist und Berufsblogger. Blogger ist Gigold bereits seit den letzten Dezembertagen des Jahres 2000, seit 2005 verdient er sein Geld mit Blogs und arbeitete u.a. für BMW, Auto.de und die Leipziger Messe. Selbst bloggt Gigold unter medienrauschen.de über Medienthemen.

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