Startup-Interview: Florian Meissner von EyeEm

EyeEm ist zu einer der beliebtesten Apps seit 2011 geworden. Die Foto-Sharing-App wurde von Florian Meissner und drei weiteren Entwicklern programmiert. Die Idee dazu kam ihm, als seine SLR-Kamera in der New Yorker U-Bahn gestohlen wurde und er daraufhin nur noch Bilder mit seinem Smartphone schoss.

Jennifer Collins (JC): Heute treffe ich Florian in der EyeEM-Firmenzentrale. Er ist einer der Gründer der App. Danke, dass du uns Netzpiloten heute empfängst.

Florian Meissner (FM): Hi Jennifer. Gerne doch.

JC: Florian, erzähl mir doch einmal, wie es zur Zusammenarbeit von dir und deinen drei Kollegen kam und was der ausschlaggebende Punkt war, dieses Projekt zu entwickeln. Und was ist eigentlich genau dein Background?

FM: Das ist eine komische Geschichte. Aber ich fang mal an, das zu erzählen. Also mein Background liegt eigentlich in der kommerziellen Fotografie und als ich meinen Studienabschluss erhielt, ging ich nach New York,  um für ein Magazin zu arbeiten. Dort wurde mir dann in der ersten Woche mein komplettes Kamera-Equipment in der U-Bahn gestohlen. Das war wie ein Schlag ins Gesicht, der mir von der Stadt zur Begrüßung gegeben wurde, da ich so gut wie kein Geld hatte, um mir eine neue Ausrüstung zu kaufen. Ein Freund hat mir dann ein iPhone 3G gegeben, womit ich erst einmal meine Fotos geschossen habe. Ich war total aufgeregt, in New York zu sein. Das war immer mein größter Traum. Ich hatte so viele Projektideen, die ich umsetzen wollte und nun endete ich mit einer heruntergekommenen iPhone-Kamera. Und wenn ich heruntergekommen sage, dann übertreibe ich nicht.

Außerdem war ich nie einer dieser sogenannten “Digital Natives”. Ich hatte immer richtig schlechte Nokia-Telefone und mein technisches Know-How beschränkte sich ausschließlich auf die Fotografie. Was dann aber passierte, änderte im Grunde alles. Ich wurde von einer Nerd-Community in den Bann gezogen, die sich Fotos via Flickr und Twitter ihre kreativen Fotos teilten, sie kommentierten und sie tauschten sich untereinander aus. Das war wirklich aufregend für mich, weil diese Community nicht ausschließlich aus den USA kamen, sondern auch aus Asien, Südamerika und in einigen Teilen auch aus Europa. Das war halt eine globale Community…

Das alles geschah 2009 und als Folge meiner neuen Leidenschaft veröffentlichte ich dann auch ein kleines Buch über meine iPhone-Fotos. Es heißt “Inside New York”. Mein früherer Boss und jetziger Partner und Designer, Gen, war dann tatsächlich so verrückt eines dieser Bücher zu kaufen (lacht). So kamen wir allerdings thematisch zusammen und dachten uns: “Wie cool ist das denn?”.

Menschen begannen, sich über Ihre Smartphones auszudrücken. Und zur dieser Zeit waren wir ziemlich froh, dass wir uns so früh getroffen haben – Gen, Lorenz, unser Projektmanager, und Ramzi, meiner Meinung nach einer der besten Coding-Fotografen auf dem Planeten. So etwas ist selten. Wir kamen nun also zusammen und überlegten, was zu tun ist und wie es zu tun ist… Was fangen wir an mit dieser wachsenden Bewegung? Wir starteten 2010 erstmal einen Blog. Dieser hieß auch schon EyeEm und wir gaben Menschen eine Plattform, um ihre eigenen Arbeiten zu präsentieren. Das lief schon sehr gut. Im Anschluss kamen wir dann an einen Punkt, an dem wir den “EyeEm Mobile Photography Award” starteten. Und es schien zuerst wie ein Joke… jedoch war es keiner. Aber es war tatsächlich auch erst eine Art Spaßprojekt. Außerdem wollten wir eine Ausstellung im Zentrum Berlins organisieren und dort dann die Gewinner präsentieren.

Was dann passierte, konnte ich erst gar nicht glauben: Wir bekamen tatsächlich tausende von Fotos aus der ganzen Welt eingeschickt. Wir waren scheinbar die ersten, die solch ein Event organisiert haben, und die Menschen waren extrem aufgeregt, dass es so etwas gab. Sie begannen alle zu voten. Du musst dir vorstellen, wir bauten diese einfache Web-Plattform, auf der Menschen einfach nur ihre Bilder hochluden. Die Kontraste auf dem Medium waren geradezu lächerlich und doch haben all diese Menschen tausende Fotos hochgeladen und offensichtlich wurde auch die Ausstellung zum großen Erfolg!

Wir wurden dann in verschiedenen coolen Magazinen erwähnt. Wir waren beispielsweise auch in der Vogue und bekamen anschließend ein Angebot, die Ausstellung auch in New York zu veranstalten. Was wir auch taten. Wir gingen also zurück und organisierten eine noch größere Ausstellung. An diesem Punkt realisierten wir: “Hey Jungs.. das ist alles so cool. Lasst uns ein Produkt rundum das Thema entwickeln.” Und wir bauten unsere App, mit der es Leuten gelingen sollte ihre Smartphone-Fotos aufzunehmen und sie gleichzeitig teilen zu können. Und ja. So fing das alles einmal an.

Es entwickelten sich dann aber auch viele andere Foto-Apps, wie Hipstamatic und Instagram, die ähnlich gut waren. Wir verstanden also, dass unser Problem zukünftig nicht in der Erstellung von Inhalten liegen könnte, sondern eher darin, wie diese Inhalte erstellt werden und wie sie zum Beispiel mit den Freunden auf Facebook geteilt werden und wie man den Konsum intelligent gestalten könnte. Wie kann man Inhalte und Bilder konsumieren, die mich interessieren oder die einen großen Eindruck auf mich machen?

Und wie du dir sicher vorstellen kannst, wird das Jahr 2012 jetzt ein Jahr werden, indem wir mehr Bilder erstellen als in der gesamten Geschichte der Fotografie. Das ist auch ein Teil des Problems. Es werden so viele Bilder zukünftig entstehen und die meisten werden im Web einfach wieder untergehen. Unsere Vision ist nun, eine Technologie zu entwickeln, um die Bilder sowohl teilbar wie auch auffindbar zu machen.

JC: Das ist auch eine meiner Fragen. Es gibt eine Fülle an Photo-Sharing-Apps. Du hast selber gerade ein paar Beispiele genannt. Was macht eure App im Vergleich zu den anderen zur besseren Alternative?

FM: Genau. Bei uns geht es hauptsächlich um die Entdeckung von Bildern. Unsere Vision ist eine Photo-Entdeckungs-Plattform. Das ist es, was wir sein wollen. Es verschwinden beispielsweise bei anderen Photo-Apps bis zu 80 Prozent der Inhalte, weil sie Müll sind und nicht genug Daten mit sich bringen. Zum Beispiel Angaben wie Ort und Zeit der Aufnahme. Wir versuchen, verschiedene Wege zu finden, wie wir den Fundus an Bildern einerseits vergrößern, sie außerdem nachhaltig auffindbar machen können und somit den Menschen eine größere Möglichkeit zu bieten, sie in deren Feeds zu entdecken. Das ist unser Anliegen. Wir möchten DIE Photo-Discovery-Plattform weltweit sein.

JC: Wie soll das genau funktionieren?

FM: Am einfachsten ist es, sich EyeEm wie eine automatische visuelle Foto-Entdeckungsmaschine in Echtzeit vorzustellen. Während du einfach nur ein Foto hochlädst, versuchen wir die Empfehlungen zu geben, in welches Album, zu welchem Thema oder aber auch zu welchen deiner Interessen es passen könnte. Das ergibt dann eine differenziertere Art der Suche.

JC: War es schwierig für euch Jungs, in dem Markt Fuß zu fassen und User für euch zu gewinnen? Ich weiß, dass Ihr eine zweite Versionen gestartet habt und euer Fokus jetzt mehr auf die Benutzeroberfläche sowie auf die Usability legt.

FM: Anfangs, als wir die App starteten, empfanden die Leute sie als ein wenig komisch, weil wir versuchten – wie du es schon sagst – im Bezug auf die Benutzeroberfläche alles komplett anders zu machen. Aber ich glaube, wir hatten nie wirklich Probleme, Nutzer zu gewinnen. Wir sind dieses komische Fotografie-Ding, welches zwar etwas seltsam ist, aber auch als erstes da war. Im Grunde sind wir eine Foto-Community mit starken Werten, die nun versucht, auch ein mobiles Produkt für sich zu entwickeln. Wir haben unsere Gemeinschaft, die uns immer vertraute, da wir nicht mit deren Daten rumspielten. Das war immer das Grundgerüst unserer Community und darauf bauen wir auch weiter auf.

JC: Ok, das bringt mich direkt zu meiner nächsten Frage. Welche Politik im Umgang mit den Nutzer-Daten, den Bildrechten und der Privatsphäre verfolgt ihr? Einige ähnliche App-Anbieter sind derzeit diesbezüglich stark ins Kreuzfeuer geraten.

FM: Ja, beispielsweise Path. Es ist für uns, genauso wie für diese Jungs, wichtig zu lernen, wie wir damit umzugehen haben. Wir haben diese Grundüberzeugung von Anfang an, sicherlich auch weil wir diesen künstlerischen Hintergrund haben und wissen, wie diese Menschen über ihre Urheberrechte und andere Sachen denken, somit versuchen wir, das auch auf die Nutzung unserer Daten zu übertragen. Wenn du eine Community aufbauen willst, dann darfst du mit diesen Dingen nicht spielerisch umgehen. Da darf es keine Zweifel geben und man sollte diesen Grundgedanken nicht vergessen.

JC: Und was ist nun der große Unterschied der ersten Version zur zweiten Version der App? Was genau habt Ihr verändert?

FM: Ja, das ist eine sehr gute Frage (lacht). Da gibt es einen riesigen Unterschied. Als erstes muss ich sagen, als wir diese Wettbewerbe machten – die Ausstellungen – hatten wir nur einige einfache iPhone-Bootstraps und einfach iPhone- und Android-Apps. Wenn ich zurück schaue, dann war das ziemlich lächerlich. Es war eigentlich nur eine erste Spielerei. Wir hatten nicht wirklich Erfahrung in solchen Dingen. Als wir im August 2011 die erste Version für Android und iPhone veröffentlichten, versuchten wir tatsächlich, alles extrem einfach zu machen. Es gab im Grunde nur zwei Tasten. Du konntest ein Foto machen, einen Filter wählen und das Bild dann teilen. Und dann gab es noch einen Entdeckungs-Button. Das war echt cool. Es half uns, das zu kommunizieren, was wir aktuell tun wollten: teilen und entdecken. Aber wir bekamen damals auch zum ersten Mal Feedback von den Kunden. Sie hatten weitere Bedürfnisse. Das war dann ein Schlüsselerlebnis in den ersten Wochen, welches uns viel beibrachte. Die Leute wollten schon beim Öffnen der App einen größeren Mehrwert. Also nicht dieses… “öffne die App und mache einen weiteren Klick”. Wir machten uns also daran, ihnen diesen Mehrwert zu geben. Was wir grundlegend veränderten, war, dass sie jetzt beim Öffnen der App auf der rechten Seite Alben und anderen Content zu sehen bekamen. Wir zeigen jetzt Bilder von dem Ort, an dem du dich befindest oder, insofern das möglich ist, Bilder von einem Event, dass in deiner Nähe ist sowie Bilder von Trend-Themen etc.

JC: Also war da ein riesiger Lernprozess zwischen der ersten und der zweiten Version..

FM: Auf jeden Fall riesig!

JC: Das muss ein umfangreicher kreativer Prozess für Euch gewesen sein.

FM: Also um ehrlich zu sein, hat es lange gedauert, um… ja… um zu lernen. Man denkt immer, wenn man so etwas zum ersten Mal macht, dann startet so ein Projekt und es geht sofort durch die Decke und alles wird explodieren – aber nein! Dein erstes Produkt ist immer Mist, weißt Du. Und das muss auch jeder lernen. Und wir lernten es gerade eben auch – auf die harte Tour. Nicht, dass wir keine User eingeladen hätten, aber unsere Leute sagten uns, was schief ging und daran muss man sich dann auch halten. Es ist immer besser, mit deinen Nutzern zu sprechen. Man muss rausgehen in die Welt. Ein kleines Beispiel, das bei uns neulich startete: Wir nutzen Google+ Hangouts als Feedback-Kanal. Also laden wir die gesamte Community zum Hangout ein. So haben wir jeden Monat Gespräche per Videokonferenz und fragen dort, was wir wissen wollen und hören dem zu, was die Nutzer uns zurückgeben. Es macht Spaß und es ist super interessant.

JC: Also gibt es schon eine breite Form von Zusammenarbeit?

FM: Wir sitzen hier einfach im Konferenzraum rum und auf der anderen Seite sind zufällig irgendwelche Leute, die dazu stoßen – sie sind alle sehr motiviert und begierig, uns Fragen zu stellen und uns kennen zu lernen.

JC: Wie fühlst Du Dich als professioneller Fotograf…

FM: Oh, das würde ich niemals sagen, dass ich professioneller Fotograf bin.

JC: Na gut, also wie geht es Dir mit all dem steigenden Überfluss an Smartphones und Filter?

FM: Ich habe damit absolut kein Problem. Ich glaube, dass es eben genau jetzt passiert als Liberalisierung der Fotografie und das ist eigentlich das Schöne daran. Jeder kann sowas machen und das ist unser Ziel. Ich meine, denk doch mal daran, dass ich ja auch gesagt habe, dass die Nutzerzahlen durch die Decke gehen – das ist das Tolle daran. Da wird es auch einige geben, die das wirklich richtig gut finden und dann mit ihrem kreativen Potenzial Fotograf werden könnten. Das ist doch super! Das ist auch eine Art Ziel: die Fotografie zu befreien und gleichzeitig Teil dieser Entwicklung zu sein in den nächsten Jahren. Wir wissen alle noch nicht, wie es in Zukunft werden oder aussehen wird…

JC: Es ist wirklich aufregend. Du erwähntest, dass Du einen Photo-Hack-Day organisieren wirst…

FM: Ja, genau und das ist auch solch ein Punkt. Wir haben immer versucht, bei all den Community-Events, die wir so veranstalten haben, die Grenzen wieder ein Stückchen weiter zu verschieben. Und genau darum geht es auch beim Photo-Hack-Day. Die Idee ist eigentlich, 50 Entwickler und 50 Designer zusammenzubringen an einem Ort, um die Zukunft der Fotografie zu hacken. Ohne Einschränkungen und ohne Grenzen. Schnelles Prototyping von Produkten über Nacht und das Ganze dann am nächsten Tag der Jury präsentieren und damit dann natürlich auch Preise und Ruhm einheimsen. Es geht da aber eigentlich nicht um uns. Wir öffnen da einfach nur die API…

JC: Was erhofft Ihr Euch davon? Habt ihr da was im Hinterkopf oder geht es einfach nur ums Durchblasen der Köpfe für neue Ideen und sehen, was kommt?

FM: Klar habe ich auch eigene Ideen. Hier ein Beispiel, was da so möglich ist: Weißt Du, was Shazam beim Super Bowl gemacht hat? Madonna spielte ja in der Halbzeit und wer den Auftritt per Shazam aufgezeichnet hatte, der konnte sich den performten Song danach kostenlos offiziell runterladen. Man könnte diese Idee aufgreifen. Einen Songtitel abkoppeln, der vielleicht mit Street Art in Verbindung steht und mit Street Art-Bildern aus Berlin zusammen beispielsweise in eine Slideshow packen, die dann abläuft, wenn du dir den Song anhörst. Oder eine Karte mit all deinen liebsten Cafés weltweit und man sieht all die Fotos von Leuten, die sie dort gemacht haben – sowas in der Art eben.

JC: Cool! Und was wird es für die Entwickler geben, damit sie Zugriff auf die APIs haben?

FM: Im Moment ist es eine Read-Only-API, das ist eben unser Kern. Bei unserer API ist der Hauptunterschied, dass es nicht nur um den Social-Teil geht. Es geht dabei eben auch um unsere einzigartige Datenarchitektur rund um Themen, Orte und Events in den Städten und Ländern. Wir haben auch Pläne, dass noch viel weiter zu öffnen. Und ja, es ist das erste Mal, dass wir Feedback von den Entwicklern bekommen, darum geht es erst einmal primär.

JC: Das führt direkt zur nächsten Frage: Was für konkrete Pläne habt ihr für den Photo-Hack-Day?

FM: Mit EyeEm im Allgemeinen?

JC: Ja.

FM: Also im Grunde denke ich, wenn wir uns als Entdeckungsplattform sehen, insbesondere als Fotografie-Plattform, müssen wir uns auch für Neues öffnen und dürfen uns nicht beschränken. EyeEm ist daher zunächst eine Cross-Plattform-Geschichte. Wir wollen, dass alle mitmachen können und nicht nur diejenigen, die schicke iPhones haben. So fokussieren wir das Cross-Plattform-Erlebnis und einen dazu passenden Designansatz.

JC: Und digitale Kameras?

FM: Es geht echt um alles dabei, besonders eben um mobile Geräte. Da könnte ich noch weiter einsteigen (lacht). Aber für die nächsten Monate sind sehr konkrete Pläne auf dem Weg, das Licht der Welt zu erblicken. Wir sind auch sehr gespannt, wie das wird.

JC: OK, cool. Ihr seid im Sommer gestartet und hattet eine Launch-Party mit SoundCloud. Wo ist die Verbindung zwischen Euch?

FM: Was meinst Du damit?

JC: Wie kam es dazu? Seid ihr Jungs direkt verbandelt?

FM: SoundCloud spielt eine überragende Rolle in der Berliner Community und ist daher auch sowas wie ein Vorbild für viele Leute, das macht es so toll. Und natürlich kennen wir uns auch alle untereinander. Ich weiß, dass Du mit Henrik gesprochen hast, der ein enger Freund ist. Ich kenne ihn gut. Wir teilten uns früher unsere Büros. So hat er praktisch neben mir gearbeitet und da ist dann natürlich eine Verbindung entstanden. So ist das eben hier in Berlin, das macht es so schön. Wir helfen uns gegenseitig auf so vielen Ebenen.

JC: Das wollte ich auch gerade fragen, warum ihr in Berlin seid. Es geht also um diese Laboratmosphäre. Jeder kennt jeden…

FM: Absolut. Genau das ist es. Offensichtlich kam ich aus New York zurück, um genau deswegen hier in Berlin zu sein. Ich hatte schon dort das Gefühl, das hier was im Busch ist und es ging dabei genau um dieses spezielle Ökosystem, das im Begriff war, zu entstehen. Und klar muss ich dir nicht erst erzählen, wie billig hier die Büroräume sind und auch der Wohnraum. Aber die eigentliche Schönheit von Berlin ist die Mischung von Leuten. In Berlin gibt es kein Klischee. Es ist nicht wie San Francisco – nur Tech-Community und sonst nichts. Berlin steckt voller Kreativer aus allen Gattungen, Leute, die schreiben, über Fotos reden, gestalten, rumcoden oder auf der Bühne stehen. Das ist das Eigentümliche, das wir hier sehr mögen. Unsere Freunde kommen aus allen Richtungen, das zeigt sich auf den Veranstaltungen, auf denen wir rumhängen und das alles ist für uns Motivation und Ansporn.

JC: Danke für das Gespräch!

FM: Danke für’s Vorbeischauen.


Image “EyeEm” by Jochen Spalding (CC BY 2.0)


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Jennifer Collins

Jennifer Collins

kommt aus Irland und studierte Journalistik, Deutsch und Politikwissenschaft in Dublin, Berlin und Leipzig.Sie wohnt seit 3 Jahren in Berlin wo sie als freie Journalistin arbeitet. Sie schreibt derzeit für NPR Berlin u.a. und podcastet und twittet gern über die Städte, Politik, Technologie, Journalismus und digitale Medien.

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