Sonderveröffentlichung: Die Renaissance der Experience Economy

Die Renaissance des „echten Erlebnis“ beginnt: Statt in Statussymbole investieren die Millenials lieber in die Experience Economy. Kehrt die Generation Y der digitalen vollvernetzten Welt den Rücken? Das “Look up” Video von Gary Turk hat im April vergangenen Jahres, wenn auch ziemlich überspitzt, ein vages Gefühl auf den Punkt gebracht: Die Furcht, dass wir allzuviel Zeit vor Bildschirmen verbringen, vor allem Smartphones, und darüber vielleicht das echte Leben verpassen. Und knapp 50 Millionen mal haben sich das Video Menschen in aller Welt angeschaut. Ironischerweise an einem Bildschirm.

Kann gut sein, dass dieser technologie- und zu guten Teilen selbstkritische Grundtenor hinter der Renaissance vom “echten Erlebnis” steckt. Für die Generation der heute 18-35 Jährigen (gerne als “Millennials” oder “Generation Y” bezeichnet) haben Momente und positive Erfahrungen im echten Leben jedenfalls einen erstaunlich hohen Stellenwert, der ganz deutlich über Dingen rangiert. Drei von vier Millennials, eine überwältigende Mehrheit, gaben in einer vom Online-Ticketing Anbieter Eventbrite durchgeführten Studie an, dass sie generell lieber Geld für Erfahrungen ausgeben als für Dinge, die sie gerne hätten, wie z.B. Autos. Diese scheinen übrigens als das deutsche Statussymbol ausgedient zu haben und werden durch soziales Kapital in Form von Selfies ersetzt, z.B. vom letzten Xletix Extrem-Hindernislauf, dem Holi Festival of Colours oder vom Bierfestival.

Diese neue Priorisierung von Erlebnissen über Dinge (auch Experientialismus genannt), hat einen ganzen Wirtschaftszweig im Schlepptau: die Experience Economy. In den USA geben Konsumenten seit Beginn der 80er immer mehr Geld für Live Events aus. Unter anderem deswegen sind so viele Altstars wieder auf Tour und können für Ihre Tickets teilweise richtig viel Geld verlangen.

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Man könnte jetzt annehmen, dass dieser Drang hin zu “echten” Erlebnissen mit einer Abkehr von unserer digital vollvernetzten Welt einhergeht, aber das Gegenteil ist der Fall: Online Angebote sind mit die stärksten Treiber der rasant wachsenden Experience Economy. Wir können uns zu jeder Tages- und Nachtzeit Videos von Konzerten, Turnieren und verrückten Red Bull und Go Pro Stunts anschauen und davon träumen, dabei zu sein.

Wir posten Bilder auf Social Networks, die unseren Freunden zeigen sollen, wie wir das Leben gerade so richtig auskosten. All das verstärkt in unserer Netzgesellschaft ein ominöses Gefühl, das in den USA als FoMo schon ein fester Begriff ist: the Fear of Missing Out. Eine Mehrheit der Millennials gibt dort an, dass sie das Gefühl haben, etwas zu verpassen, wenn sie von Veranstaltungen erfahren, die ihre Freunde ohne sie besucht haben.

Auf der anderen Seite machen es neue Online-Angebote leichter, interessante Veranstaltungen zu finden und selbst zu organisieren. Mit einer Online-Plattform wie Eventbrite können auch unerfahrene Veranstalter Eventmanagement, Marketing, Online-Ticketing und -Anmeldungen sowie den Check-in vor Ort in wenigen Minuten selbst einrichten, ohne Vertragsbindung und Grundgebühren. Man zahlt erst dann Gebühren, wenn man auch wirklich Tickets verkauft (im Umkehrschluss heißt das übrigens, dass Veranstaltungen mit kostenlosem Eintritt auch kostenlos über Eventbrite organisiert werden können). Mit den zahlreichen Integrationen anderer Anbieter wie z.B. Mailchimp, Surveymonkey oder EventKingdom lässt sich die Funktionalität von Eventbrite zudem fast beliebig erweitern, wenn man seine Events professioneller und im großem Stil aufziehen will.

Veranstalter von Events aller Art, vor allem, wenn sie außergewöhnlich und mit einer echten Erfahrung gepaart sind, könnten die großen Gewinner der digitalen Revolution sein. Erlebnisse sind gefragt, und mit den passenden Tools ist es einfacher als je zuvor, eine Veranstaltung zu organisieren und dafür Tickets zu verkaufen, weil sie online leichter gefunden werden. Das sind gute Nachrichten für jeden, der Erfahrungen anbietet, also Konzertveranstalter, Anbieter von Sportevents, Supper Clubs, Modenschauen, usw. Aber auch für alle Marketing Manager und Netzwerker, die versuchen, die ansonsten schwer erreichbare Gruppe der Millennials emotional anzusprechen und enger an die eigene Marke zu binden.

Du hast eine Idee für eine Veranstaltung, aber keine Ahnung, wie du das Ganze organisieren kannst? Schau bei Eventbrite vorbei; noch bis zum 16. Mai zahlst du als Neukunde keine Servicegebühren für deine Events (weitere Infos dazu hier).


Teaser & Image: „digital native“ (adapted) by Maurizio Pesce (CC BY 2.0) via Flickr

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