Steffen BüffelReview: Aupeo! Die Highquality-Lieblingsmusikstreamer

picture-4Bei Aupeo! kann man sich sein eigenes Lieblingsmusikprogramm zusammenstellen oder sich Musik empfehlen lassen, die dann als linearer Audio-Stream zu hören ist. Aupeo! ähnelt damit mehr einem persönlichen Radiosender. Hinter dem Empfehlungssystem von Aupeo! steckt ein Algorithmus des Fraunhofer-Instituts. Das Besondere: Der Algorithmus findet nicht nur ähnliche Künstler, sondern kann auch bestimmte Stimmungen aus Liedern herauslesen und eine entsprechende Playlist anlegen. aupeo_neu Das Userinterface ist übersichtlich gestaltet; nach dem üblichen Anmeldeprozedere kann man nach wenigen Minuten mit dem Anlegen einer eigenen Playlist bzw. mit dem Abspielen der eigenen Lieblingsmusik loslegen. Zwar kann man Aupeo! auch ohne Anmeldung nutzen. Nachteil: Aupeo! merkt sich dann nicht, was man bisher schon gehört hat. mood_neu Bei dem so genannten Mood-Chooser handelt es sich um eine Matrix, auf der man einstellen kann, in welcher Stimmung man sich gerade befindet bzw. zu welcher Stimmung passende Musik vorgeschlagen und abgespielt werden soll. In der Datenbank befinden sich derzeit rund 500.000 Musikstücke, sodass hier für die allermeisten Geschmäcker mehr als nur ein Titel dabei sein dürfte. :-) mood-aupeo Leider wurde der alte Mood-Chooser offenbar aufgegeben. Dieser bot noch weitere Möglichkeiten, die Musikauswahl einzuschränken. So konnte man z.B. den Tempo-Bereich der Musik einschränken oder den Zeitraum der Erscheinungsjahre begrenzen. hardware_aupeo Das Spezielle an Aupeo! ist, dass hier nicht nur via Webbrowser gestreamt wird, sondern der Dienst auch mit zahlreichen internettauglichen Endgeräten im Bundle vertrieben wird. Bestechend ist bei beiden Empfangswegen die Qualität der Musikstücke, da diese mit bis zu 320 kpbs ausgegeben werden. Eine weitere Besonderheit von Aupeo! gegenüber anderen Musikstreaming-Plattformen sind die Aupeo!-Stations. Hier werden genrespezifische Channels von Musikexperten redaktionell zusammengestellt. In Teilen sind die Channels frei verfügbar, die volle Bandbreite ist jedoch zahlenden Kunden des Premium-Accounts vorbehalten. Dieser kostet 49,95 Euro pro Jahr bzw. 4,95 Euro im Monat. Fazit Beim Testen drängte sich für mich als alter Last.fm-User natürlich ein Vergleich zwischen den beiden Diensten auf, wenngleich sie eigentlich an vielen Stellen gar nicht vergleichbar sind. Bei der Musikauswahl hat sich allerdings gezeigt, dass mir Aupeo! mehr gute Stücke in die Playlist legt als Last.fm und sich Musikstücke nicht so häufig (gar nicht?) wiederholen, wie es bei Last.fm manchmal der Fall ist. Demgegenüber hat mir Aupeo! bestimmte Künstler gar nicht angeboten. Schade finde ich, dass der grafische Mood-Chooser nicht mehr angeboten wird. Demnächst werden die Blogpiloten auch mal ein Hardwaregerät testen. Bei den WLAN-Radios gibt es ja inzwischen eine breite Auswahl, so dass auch hier ein testender Blick lohnt.
Über den Autor / die Autorin
ist freiberuflich als Medien- & Verlagsberater, Trainer und Medienwissenschaftler tätig. Schwerpunkte: Crossmedia, Social Media und E-Learning. Seine Blogheimat ist der media-ocean. Außerdem ist er einer der Gründer der hardbloggingscientists.
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