Rekordjahr bei Apple dank Cook und dem iPhone

Für Apple war es das Jahr! In seinem dritten Jahr als Vorstandschef setzte Tim Cook zum Sprint an – mit Erfolg! In nur 12 Monaten hat sich viel getan, vom fallenden Helden zurück auf die Pole-Position. Noch im letzten Jahr war die Zukunft von Apple und Tim Cooks Vorstandsposition ungewiss: Der Gewinntreiber, das iPhone, schwächelte und die Konkurrenz übernahm langsam aber sicher die einst so sichere Marktmacht. Doch das Jahr 2014 sollte alles ändern, in den letzten 12 Monaten holte Apple sich alles zurück und baute seinen Vorsprung überraschenderweise sogar noch aus!

12 ungewisse Monate

Das ein Jahr oder 12 Monate große Unterschiede machen können, lässt sich am besten am Beispiel Apple erkennen, so Curved. In das 38. Lebensjahr sei Apple recht angeschlagen gegangen: Man wusste nicht, wie man sich weiter verbessern und den Wert der Firma sowohl als auch der Marke Apple erhöhen könnte – es schien als hätte Apple die beste Zeit bereits hinter sich gelassen.

Sogar über den Verbleib von Tim Cook sei spekuliert worden nachdem viele Beobachter meinten, dass Apple mit dem größten Gewinntreiber, dem iPhone, den Anschluss verpasst hätte. Mit gerade einmal 4 Zoll schien das iPhone 5S für viele als Witz gegenüber den gefragten Phablets und der daraus resultierenden Übermacht aus Asien.

Das Wachstum von Apple schien ausgereizt, Jahr für Jahr wurde zwar mehr Geld umgesetzt, doch am Gewinn änderte sich nichts. Die schwindenden Gewinnmargen setzten sogar dem hochpreisigen Konzept von Apple zu.

Börsenwunder im April

Mit Schritten mit denen wohl kein Aktionär gerechnet hätte, schoss die Apple Aktie im April um 15% in die Höhe. Es waren die exzellenten Quartalszahlen gepaart mit der Ankündigung einer Dividendenerhöhung, der Erhöhung des Aktienrückkaufprogramms um weitere 30 Milliarden Dollar und einem überraschenden 7:1 Aktiensplit die das Börsenwunder von 2014 ermöglichten. Bei Apple tat sich so einiges im April und dies hatte auch noch auf die folgenden Monate Einfluss. Tim Cook führte seinen Sprint von 80 Dollar auf 120 Dollar pro Aktie im November fort.

Push durch das iPhone 6

Einer der Gründe für das anhaltende Wachstum waren die iPhone 6 Modelle. Bereits im Sommer erhielt Apple Unmengen an kostenlosem Marketing, durch zahlreiche Gerüchte und Insider-News war das Gerät quasi vor Release schon ausverkauft. Plötzlich wollten es alle, alle wollten sie das noch unbekannte, jedoch wahrscheinlich größere iPhone 6.

Die Lücke zwischen den Modellen wurde somit geschlossen, denn nur wenige Leute entschlossen sich für das iPhone 5S, der Unterschied zum iPhone 5 war einfach zu marginal. Doch auch im Vergleich zum iPhone 4 tat sich bis auf die Technik nicht viel, das Design blieb, bis auf die Rückseite, ähnlich und der Unterschied von 0,5 Zoll (von 3,5 Zoll auf 4 Zoll) brachte nur kurzzeitig Freude auf.

Indessen boten das iPhone 6 und das iPhone 6 Plus genau das wonach die Leute sich sehnten: einem großen Phablet. Und der Ansturm war riesig, bereits am ersten Verkaufswochenende wurden über zehn Millionen Geräte verkauft. Seither können sich die Analysten kaum noch bremsen, aus ursprünglich 61 Millionen prognostizierten Verkäufen zwischen Oktober und Dezember wurden nun knapp 70 Millionen.

Die Macs und iPads

Differenzierter sieht es hingegen bei den größeren Geräten aus, während 21% mehr Macs verkauft wurden als im Jahr zuvor (insgesamt 5,52 Millionen), laufen das iPhone 6 Plus, andere Phablet- und Tablet-Anbieter dem iPad den Rang ab. Jedoch sind die iPad Zahlen die bisher einzig negative Entwicklung im sonst so perfekten Apple-Jahr 2014. Zuletzt brachen die Verkäufe um knapp 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein, doch das iPad könnte vor einem baldigen Comeback stehen.

Man plane eine Zusammenarbeit zwischen IBM und Apple im nächsten Jahr ließen Insider verlauten. Damit könnte das iPad in einer Maxi-, Plus-, oder Pro-Variante zum Businessgerät werden. Hauptaugenmerk soll 2015 jedoch ganz klar die neue Apple Watch werden. Damit löse Tim Cook auch sein Versprechen ein, eine neue Produktkategorie zu eröffnen.

Es geht voran für Apple

Das Jahr 2014 war durchzogen mit Überraschungen und Sprints die dank Cook zum Erfolg wurden. Die Schritte an der Börse verhalfen zum Sprung und das iPhone 6 zum erhofften Langzeitwachstum. Man hat ein neues Produkt in der Pipeline und beweist mal wieder, dass auch große Unternehmen weiterhin vor Innovation sprühen können.

Apple ist ein Paradebeispiel für Unternehmen weltweit, wie man trotz Unsummen an Rücklagen und innovationslosen Jahren zurück auf den Pfad der Neuerungen finden kann, mit neuen Produkten den Markt begeistert und die Mengen für sich gewinnt.

Dieser Artikel ist ein Ergebnis der Kooperation von Netzpiloten.de mit dem renommierten Apple-Watchblog Appleunity.de. Appleunity ist auch auf FacebookYouTube, Google+ und Twitter zu finden.


Image (adapted) „iPhone 4’s Retina Display v.s. iPhone 3G“ via Yutaka Tsutano (CC BY 2.0)


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Philipp Biel

Philipp Biel

war Geschäftsführer vom Apple Online Magazin appleunity.de, ist nun Geschäftsführer einer Videoberatung für klein und mittelständische Unternehmen und schließt gerade seinen Bachelor an der WHU - Otto Beisheim School of Management ab. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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