Pinterest – das soziale Netzwerk der Zukunft?

Pinterest ist kein soziales Netzwerk wie jedes andere. Und genau darin liegt die Stärke des amerikanischen Startups mit derzeit ungefähr 70 Millionen Nutzern weltweit. Obwohl Pinterest bereits seit fast fünf Jahren aktiv ist, wurde dem Netzwerk erst vor kurzem eine Funktion hinzugefügt, die es Nutzern ermöglicht, sich untereinander Nachrichten zu senden. Das verdeutlicht bereits, dass Pinterest sich von der Konkurrenz um Facebook, Twitter und Instagram abhebt. Es dreht sich nicht in erster Linie um die Kommunikation untereinander, sondern dieses Netzwerk erfüllt einen anderen Zweck. Der Name verrät es schon: Pinterest setzt sich aus den englischen Begriffen (to) pin = anheften und interest = Interesse zusammen. Das Ganze ist wie eine Art digitale Pinnwand zu verstehen, die die Interessen seiner Nutzer widerspiegelt.


Was ist eigentlich Pinterest? Im verlinkten Artikel erklären wir es und im Video erzählt es uns Pinterest-Mitgründer und Geschäftsführer Ben Silbermann


Das Entscheidende aus wirtschaftlicher Sicht: Jedes Bild wird immer mit einem Link zur Originalquelle angezeigt. Pinterest dient also nicht bloß als soziales Netzwerk, sondern fungiert zeitgleich als ein Einkaufsbegleiter. Besonders für die Werbewirtschaft ist dies interessant, weil Nutzer gezielt zu einzelnen Produkten geführt werden können. Auch deshalb ist es wenig verwunderlich, dass das Unternehmen derzeit auf Platz 9 der wertvollsten Startups der Welt liegt: mit einem Wert von 5 Milliarden US-Dollar. Das ist zwar noch weit entfernt von den Dimensionen von Facebook, das laut den Branchenexperten von Bloomberg über 200 Milliarden US-Dollar wert ist, wenn man aber die kurze Zeit bedenkt, die Pinterest erst aktiv ist, dann ist der Wert sehr beachtlich.

Pinterest expandiert auch nach Deutschland

Da von den 70 Millionen Nutzern aktuell etwa 80 Prozent aus den USA stammen, ist es ein Anliegen des Unternehmens, seine internationalen Kunden in der Zukunft besser zu erreichen. Zu diesem Zweck wurde vor kurzem unter anderem ein Büro in Deutschland in Berlin eröffnet. Der ehemalige Gruner + Jahr Mitarbeiter Jan Honsel wurde zum Chef des aus drei Personen bestehenden Teams, das aus der Hauptstadt die deutschen Nutzer besser betreuen soll und außerdem die Aufgabe erhält, geschäftliche Partnerschaften abzuschließen. Und das Unterfangen scheint aufzugehen, wie das Marktforschungsunternehmen Comscore ausgerechnet hat. Von Sommer 2013 an bis August 2014 hat sich die Zahl der Website-Besucher in Deutschland von 600.000 auf über 2,1 Millionen erhöht. Das Unternehmen hat ehrgeizige Ziele. Auf Dauer will man die Nummer zwei unter den sozialen Netzwerken in Deutschland werden, direkt hinter Facebook.

Seit kurzem gibt es für das soziale Netzwerk Pinterest auch ein Workbook, welches Anfängern einen Leitfaden für das soziale Netzwerk bietet, um die einzelnen Funktionen richtig zu verwenden.


Image (adapted) „Pretty Pinterest“ by mkhmarketing (CC BY 2.0)


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Niklas Möller

Niklas Möller

hat in Hamburg Informationsmanagement studiert. Zur Zeit ist er Praktikant bei den Netzpiloten.

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