Christian PorschPalo Altonale – Internet of Things (Veranstaltung)

Palo AltonaleDie Banalität von Alltagsgegenständen und ihre intelligente Interaktion mit unserer Umwelt, kurz gesagt „Internet of Things“, wurde für mich bei der diesjährigen „Palo Altonale“ zur spannenden Wirklichkeit. Zunächst einmal hatte ich keine Ahnung was ein Arduino- und Breadboard ist, doch am Ende des zweitägigen Workshops bin ich nun stolzer Besitzer eines twitternden Briefkastens!

Vom 26. bis 27. August fand das zweite Mal die „Palo Altonale“ in der Good School statt, ein von der amerikanischen Stadt Palo Alto (Stanford University) inspirierter Workshop zur Schaffung von kommunikativen physischen Gegenständen. Computer fallen immer kleiner aus und wachsen in allerlei Alltagsgegenstände hinein. Dieses sogenannte „pervasive computing“ sollten die Teilnehmer mittels des Arduino-Boards verstehen lernen (eine erfolgreiche DIY-Plattform aus Hard- und Software). Nach ein paar einführenden Videoinspirationen, von Mülleimern die bei Benutzung ein langes Fallgeräusch simulieren, oder dem kleinen Plastikhäschen, welches über IDs an Beispielsweise Regenschirmen dem Benutzer mitteilt, ob es sich laut Wetterbericht überhaupt lohnt, einen mitzunehmen, begann schon die erste Lektion: „Sensorkunde“.

Alexander Weber, eingefleischter Arduinoexperte und freier Softwareentwickler, erklärte zuerst was das Arduino-Board überhaupt ist und wie es zum Einsatz kommt. Arduino ist eine Open-Source-Physical-Computing-Plattform, die Hardware und Software in einer Entwicklungsumgebung zusammenführt. Step-by-step lernte man seine ersten Erfolge zu verbuchen, wie S.O.S. blinkende LEDs, Lichtsensoren die bei Dunkelheit LEDs einschalteten, oder sogar Töne mittels piezoelektrische Sensoren erzeugen konnten, sodass der eine oder andere Jubelschrei durchs Klassenzimmer der Good School schalte. Doch damit nicht genug, denn mit dem Abschließen eines Projektes wollte man gleich in das nächste starten, also zeigte uns Markus Nowotny, dass ein Arduino auch „mit dem Netz sprechen“ kann.

arduino boardDas Arduino-Board kann mit den vielfältigsten Zusätzen ausgestattet werden, den sogenannten „Shields“. Um mit dem Internet eine Verbindung aufnehmen zu können wurde das Arduino mit dem Ethernet-Shield bestückt und konnte nun via Netzwerkkabel mit der Reise durchs World Wide Web starten. Zum Beispiel das automatische Versenden von Tweets, Mails und das Aufrufen von Websites.

Am Ende des ersten Tages gab Fabian Hemmert, Designforscher in den T-Labs der Telekom, noch einen inspirierenden Blick in seine aktuellen Forschungsarbeiten, die darin bestehen Mobiltelefone empathisch werden zu lassen oder das Gewicht der Seiten in E-Books spürbar zu machen. Fabian Hemmerts Arbeiten gaben uns Teilnehmern des Workshops, dann den richtigen Impuls für unsere eigenen Projekte.

Der zweite Tag bestand nun daraus sein eigenes Projekt in die Tat umzusetzen, oder besser gesagt „Tinkern“ wie es im Arduinofachjargon heißt. So war jeder mit einem Tunnelblick bis in den Abend darauf versessen seinen Prototypen als genialste Erfindung zu präsentieren und als Sieger der Palo Altonale 2011 nach Hause zu gehen. Mein twitternder Briefkasten schnitt eher mit mäßigem Erfolg ab, aber das Wichtigste war für mich sowieso eher die spannenden Inhalte dieses Workshops und wie sich andere Teilnehmer von Alltagsgegenständen inspirieren ließen.


Christians twitternder Briefkasten

Christian twitternder Briefkasten
im Entwicklungsprozess


Mein Fazit ist, dass man auch mit zwei linken Händen und wenig technischem Verständnis durch die Hilfe des Palo Altonale Teams schnell zu einem beflügelnden Erfolgserlebnis kommt und jeder einmal in den Genuss des „Tinkerns“ kommen sollte!


Über den Autor / die Autorin
ist Student des Informationsmanagements und beschäftigt sich für die Netzpiloten mit allem was in der Gamer-Szene passiert! Desweiteren interessiert er sich gleichermaßen für Film und Kino.

 

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