KOLUMNEN

Kolumne

GastpilotKultur 2.0 – Buch zur st.ART 09

Kultur 2.0, der Tagungsband der stART09 Natürlich bin ich bei diesem Buch nicht objektiv, denn einerseits sind darin Texte von mir zu finden, andererseits handelt es sich bei Kultur 2.0: Neue Web-Strategien für das Kulturmanagement im Zeitalter von Social Media, so der vollständige Titel, um den Tagungsband der letztjährigen stARTconference. Vor allem dieser Hinweis scheint mir wichtig zu sein, denn für mich suggeriert der Titel, dass es sich hier um so etwas wie ein Lehrbuch handelt. Darüber bin ich nicht so ganz glücklich, denn einerseits werden so unter Umständen falsche Erwartungen geweckt, andererseits hätte ich es nicht schlecht gefunden, wenn die stARTconference kurz  vor ihrer zweiten Auflage Anfang September etwas mehr Aufmerksamkeit erfährt. ;-) Unabhängig davon: „Kultur 2.0″ ist ein lesenswertes Buch geworden, das man gerne in die Hand nimmt und sich gerne anschaut, weil erstens die Beiträge von den beiden Herausgebern Hans Scheurer und Ralf Spiller schön und stimmig zusammengestellt worden sind und das Buch zweitens von Christof Breidenich ein tolles Layout verpasst bekommen hat. Die Einteilung des Buches (Theorie/Grundlagen, Praxis/Anwendungen und Case Studies) gibt den LeserInnen die Chance, sich in das Thema einzulesen, sich mit den Tools vertraut zu machen und dann zu erfahren, wie sich diese einsetzen lassen… [Mehr]

Walter BeutlerDie Zivilgesellschaft als dritte globale Kraft

Seit dem Scheitern der WTO-Konferenz des Jahres 1999 in Seattle ist deutlich, dass die Zivilgesellschaft eine globale Kraft geworden ist, die von den Mächtigen in Wirtschaft und Politik nicht mehr ignoriert werden kann. Die Bedeutung dieser dritten, korrigierenden Macht kann kaum überbewertet werden. Eine Würdigung. Die Frage nach der gerechten Verteilung von Gütern und nach einem faktischen Lebensrecht in Würde für alle Menschen dieser Erde ist nach wie vor unbeantwortet. Sind wir diesem Ziel in den letzen Jahren – global gesehen – näher gekommen oder haben wir uns nicht vielmehr in Riesenschritten davon entfernt? Bis in die Achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurde die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit im Wesentlichen zwischen Kapitalisten und Kommunisten ausgefochten. Was sich wie zwei Gegenpole in Szene setzte, schuf allerdings auf je eigene Art nur mehr Ungerechtigkeit und trug wenig zur Lösung bei. Auf beiden Seiten blieben grosse Teile der Bevölkerung auf der Verliererseite und büssten ihre Würde ein. Allerdings milderte in den westlichen Ländern der enorme wirtschaftliche Aufschwung diese Tatsache – weniger im Sinne einer umfassenden Emanzipation der Menschen, sondern eher indem ihnen grosszügig Zugang zu den Fleischtöpfen gewährt wurde… [Mehr]

Jörg WittkewitzLesetipps für den 3. August

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht. Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Jörg WittkewitzKlassiker: Sherry Turkle

Sherry Turkle (Wikipedia)Im Rausch der zumeist halbgebildeten Web-Experten dieser Tage, die von einem Kongress zum anderen gereicht und bewundert werden, ist leider eine „frühe“ Denkerin rund um das Verhältnis Computer/Mensch in Vergessenheit geraten: die Soziologin Sherry Turkle. Dabei hat sie schon in dem im Jahr 1995 in Deutschland erschienenen Werk „Leben im Netz“ sehr viel von dem vorweggenommen, was heute in Trivialform immer wieder diskutiert wird:
Aber ist es wirklich vernünftig anzunehmen, wir könnten den Gemeinschaftsgedanken dadurch neues Leben einhauchen, dass wir allein in unseren Zimmern sitzen, Botschaften in unsere vernetzten Computer eingeben und unser Leben mit virtuellen Freunden füllen?

Das Internet ist zu einem wichtigen Soziallabor für Experimente mit jenen Ich-Konstruktionen und -Rekonstruktionen geworden, die für das postmoderne Leben charakteristisch sind.

Von Anfang an war der Begriff der wissenschaftlichen Objektivität nicht zu trennen von der Vorstellung einer aggressiven Beziehung des Forschers zur Natur. Und von Anfang an war das Streben nach wissenschaftlicher Objektivität mit der Metaphorik männlicher Herrschaft und weiblicher Unterwerfung verknüpft. Francis Bacon benutzte das Bild vom männlichen Wissenschaftler, der die weibliche Natur auf die Folter spannt.

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Jörg WittkewitzZPYZ – eine Pop-CD

Achtziger Jahre Pop, der sich bei mir mit dem Namen „ein Muh, ein Mäh“ in der Rhythmbox anmeldet ist schon mal per se ne gute Sache. Der Text der Agentur nimmt den Mund voll. Und tatsächlich ist das wirklich eine Mischung aus Alphaville, Pet Shop Boys und den unvermeidlichen Depeche Mode. Der zweite Testsong hat sogar bei New Order, Alien Sex Fiend und Bauhaus was abgeschaut. „In den Achtzigern spuckte die Subkultur zukünftige Stars am Fließband aus. Dann wurde das Reisbrett zum Planungsbüro für die Popkarriere. Nun schlägt die Subkultur zurück. Und das mit ZPYZ, einer Band deren Spezialität die Massenhypnose ist.“ Soso, Massenhypnose ist im Moment schlecht, aber die Musik ist mal ein Revival der besseren Art. Lesen wir weiter:“Großer Pop meint es stets ernst, selbst wenn er sich nicht in jedem Moment ernst anhört. Großer Pop bleibt unwiderruflich im Ohr kleben und wird dort langfristig sesshaft. Großer Pop weiß, was er tut und klingt trotzdem so als wäre nichts geplant. ZPYZ stehen auf großen Pop und haben deshalb ein abwechslungsreich bewegendes Album produziert, dessen Songs nur einen gemeinsamen Nenner haben: sie machen süchtig!“ Artwork und Name sind etwas sperrig, die Musik nicht. Lohnt sich sicher mal reinzuhören, wenn man auf den Sound der Achtziger steht. Mehr gibt es hier zu sehen/hören/erforschen. Am 20.08 erscheint dann also die neue CD namens 2080. Könnte klappen mit der Karriere.

Jörg WittkewitzMarken: Firma, Social Media und die Mitarbeiter

Seien wir doch ehrlich. In den frühen Tagen von Social Media gab es auf beiden Seiten der Medaille arge Anpassungsprobleme, die nicht selten durch persönliche Schwächen begründet waren, die es auch schon vor dem Web gab. Mitarbeiter plauderten Geheimnisse über ihren Chef aus oder demütigten ihn öffentlich und Firmen haben das Web benutzt um eine Art Freundlichkeit und Menschlichkeit zu simulieren, die nie existierte. Damit sind ihnen dann Informationen zugespielt worden, die nicht selten zu Entlassungen führten. Die Markenführung, noch immer der heilige Gral der BWL-Kreuzritter aus Mannheim und von anderswo, ist zu einem Instrument des Kontrollzwangs verkommen. Das Web 2.0 hat diese Tendenz eher forciert als abgeschwächt. Bei mashable hat man sich so seine Gedanken gemacht, wie man sowohl marken- als auch menschenfreundlich im Web agieren kann…

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GastpilotBlogvorstellung: ScienceBlogs PLANETEN

www.scienceblogs.de/PLANETEN

Wie heißt du? Ludmila Carone

Seit wann bloggst du? Seit Anfang 2007 und seit November 2007 bei den scienceblogs. Drei Bloggerinnen mit weißen  
Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan -  
Feminists of the WWW: unite
(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com
Warum hast du damit angefangen? Weil die meisten Leute nur vage und meist eher Hollywood-Klischee- Vorstellungen davon haben, was ein Wissenschaftler so den lieben langen Tag macht. Ach und weil ich zeigen wollte, dass Wissenschaftler nicht nur alte humorlose Männer in weißen Kitteln sein müssen. Ich hab noch nie in meinem Leben einen Kittel getragen… [Mehr]

Julia MalzGaffer-Küken

Ka|ta|stro|phe, die: unerwartet eintretendes, viele Menschen betreffendes, verhängnisvolles Geschehen. gaffen: mit weit geöffneten Augen und offenem Mund in als aufdringlich empfundener Weise auf jmdn., etwas blicken. Nein – richtige Gaffer im herkömmlichen Sinne sind wir wirklich nicht mehr. Dank Apple, Blackberry & Co. tragen wir unser handliches Gaffer-Monokel nun griffbereit in der Hosentasche. Einfach draufhalten, aufnehmen, hochladen. Mit unseren mobilen Kameras können auch wir bei diversen Katastophen eine Live-Schaltung starten. Denn von einer Katastrophe erwartet man auch katastrophale Bilder. Und zwar pronto… [Mehr]

Silke LambersDie Besten Skybars der Welt: Rare Bar and Grill in New York

Zum vierten Mal besuchen wir diese Woche eine der besten Sky Bars der Welt. Nachdem wir zuletzt im (ein)heimischen Berlin die Aussicht über die Hauptstadt genossen haben, führt uns unsere Reise heute wieder über den Ozean, diesmal in die schillernde Metropole New York. In der Skyline dieser Metropole vereinen sich unzählige Wolkenkratzer. Viele zum Staunen schön und beeindruckend. Viele auch mit flachen Dächern, die sich nahezu anbieten, um darauf eine Bar zu installieren. Da wundert es nicht, dass gerade hier sehr viele Skybars zu finden sind. Unser Favorit ist eine eher unbekannte Bar, das Rare View, ein Geheimtipp.

Diese romantische Bar liegt wie ein städtischer Garten auf dem Dach des Shelburne Murray Hill Hotels. Hier kann man zwischen Zitronenbäumen, Palmen und Lichterketten auf dem 16. Stock des Hotels den Blick über Manhattan genießen. Über tiefen Häuserschluchten mit ihrem glitzernden Taxistrom und die geschäftige Grand Central Station. Eine Oase mit Gartenparty-Atmosphäre hoch über der turbulenten Großstadt. Der Blick auf das Chrysler und Empire State Building, zwei Höhepunkte im wahrsten Sinne des Wortes, ist spektakulär. Da beide in unmittelbarer Nachbarschaft stehen, braucht man auch kein Fernglas um die einzigartige Architektur zu bewundern. Besonders schön ist der Blick in der Dämmerung, wenn die Skyscraper schon angestrahlt sind und der Himmel in dunkles Blau getaucht ist. Auf bequemen roten Liegen und an gemütlichen kleinen Tischen genießt man ganz entspannt seinen Besuch im Rare View sowie fruchtige Cocktails oder kühles Bier. Wer bei soviel Aussichten ein leichtes oder stärkeres Hungergefühl verspürt, der findet eine Etage tiefer, im angeschlossenen Rare Grill, eine Auswahl saftiger Burger.

Rare VIEW

Im Affinia Shelburne Hotel

303 Lexington Avenue
(at 37th Street.)

New York, NY 10016

Tel.: 001-212 4811999

Björn RohlesHörtipp: Heute Abend Chaosradio zu De-Mail

Wer in den letzten Tagen im Web unterwegs war, kennt die Diskussionen um den E-Postbrief, einer Art bezahlter E-Mail, die dafür rechtssicher sein soll. Ganz ähnlich soll De-Mail werden, mit der sich rechtsverbindliche Kommunikation am Rechner erledigen lassen soll. Jedenfalls werde ich bei diversen E-Mail-Konten ständig gefragt, ob ich mir nicht schnell einen De-Mail-Namen sichern wolle, schließlich seien ja sonst die Besten weg. Gegenvorschlag zum schnellen Sichern des Namens: Erst mal hören, was Leute dazu sagen, die sich mit sowas auskennen. Wer das genauso sieht, sollte heute Abend das Chaosradio von 22:00 bis 00:00 auf Fritz hören, bei dem es um E-Postbrief und De-Mail geht. Ab morgen dann als Podcast und Download.

Björn RohlesWeTransfer: Einfache Übertragung großer Dateien

Was ist der größte Nachteil von E-Mails? Wenn ihr mich fragt: die Größe der Anhänge. Irgendwann läuft einfach nichts mehr. Klar gibt es Alternativen: direkte Übertragung per Skype beispielsweise. Das funktioniert sehr gut bei Menschen, die eine gewisse Affinität zum Web haben – und einen Skype-Account. Alle anderen wollen eine gebrannte CD oder – wie gesagt – eine E-Mail.

WeTransfer ist ein Dienst, der die Einfachheit von E-Mails auf große Dateien übertragen möchte. Wir schauen uns den Beta-Dienst an und erklären euch, ob er was taugt. [Mehr]


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