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Kolumne

Jörg WittkewitzVideo: Das WePad könnte doch irgendwann kommen

Diesmal keine Videodemo sondern ein echtes Hands On WePad. Naja fast. Sagen wir es so: Wenn es innerhalb von 8 Monaten erhältlich ist und bezahlbar, dann könnte es sein, dass der brand neofonie ein für alle mal weg von der Assoziation glückloser Suchmaschinenhersteller hin zu so etwas wie einem Maxfield-Wunder werden könnte. Oder der Besitzer wird in einem Jahr Milliardär. Falls nicht, sollte er eine starke Werbepartnerin brauchen.


Jörg WittkewitzLesetipps für den 27. April

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.
  • Local Media in a Postmodern World: The Trouble With Twitter: The 140 character world is many things to its denizens. I agree with Dave Winer that Twitter is an efficient notification system, and I believe, as he does, that this is its ultimate strength. Notification of what? Just about anything, including commercial messages. Twitter is unbundled media in the wild, and the money will go to those who figure out how to sort, filter, curate, aggregate and present all of those bits and pieces to help users get maximum use out of it all.
  • Like Button – the phattest Aggregator in Web2.0-town: Klicken und staunen, wie der quot;hyper personalized news streamquot; geht.
  • Sind die guten Zeiten bald vorbei? » netzwertig.com: Lange war Google die unangefochtene Königin des Internets. Doch wie lange wird sich das sorgenlose Wirtschaften mit sprudelnden Gewinnen noch fortsetzen lassen?
  • Kosten für die Patentanmeldung: Kurze Übersicht über den Vorgang und die Kosten.
  • So trickst man mit Statistik: Umfragen sind eine feine Sache: Wenn man die richtigen Fragen stellt und eine repräsentative Stichprobe hat, kann man seine Finger auf den Puls der Zeit legen und wertvolle Erkenntnisse gewinnen.
  • Content for the Masses -Spannende Diskussionen zwischen Publikum und Netzprominenz: Content for the Masses“ lautete das Motto des 3. Cologne Web Content Forums (CWCF) am 22. April auf dem Vulkangelände Köln. Mehr als 120 Teilnehmer waren in die Domstadt gekommen, um über die Zukunft der Internetinhalte und die Bedeutung des Internets als weiteres Massenmedium zu diskutieren: vor Ort und im Netz via Twitter. „Die aktive Beteiligung der Teilnehmer und das außerordentlich positive Feedback freut uns sehr und spornen uns an, die jetzt hohen Erwartungen auch nächstes Jahr zu erfüllen“, sagt Marc C. Schmidt, eco Arbeitskreisleiter Content und Organisator der Veranstaltung.
  • Die Weisheit der Blassen: Das Web (2.0) fängt an, langweilig zu werden. Seit ein paar Wochen habe ich so ein unbestimmtes Bauchgefühl. Dass diejenigen, mit denen man bis vor Jahresfrist im Web und über das Web überaus spannende Debatten führen konnte, nicht mehr oder nur noch deutlich weniger präsent sind. Und dass auf der anderen Seite der mediale Mainstream kommt. Die Oberflächen-Surfer, die gerne mit vielen wohlklingenden Schlagworten um sich werfen, es aber an inhaltlicher Substanz weitgehend vermissen lassen.
  • Horst von Buttlar – Der Apfel ist kein Strohhalm: Na sowas, ein Verlag schert aus den Lobeshymnen aus. Technik rettet also doch nicht das überkommene Geschäftsmodell? Oder ist es gar nicht überkommen?: “Voller Freude erhielt ich unlängst Nachricht von meiner bevorstehenden Rettung: Dank iPad würden sich die Verlage wieder trauen, Geld für ihr Produkt zu verlangen. Die papierlose Zeitung, aktuell, schnell, unter einem glänzenden Display und vor allem – bezahlt. Doch bald wurde ich von Tech-Freaks aus meinen Träumen gerissen, dass es mit der Rettung nichts wird: Erstens würden die Geräte wohl kaum die Alles-ist-umsonst-Seuche im Netz kurieren können. Und zweitens sei die Darstellung der Homepage einer Zeitung auf dem iPad so gut, dass fraglich sei, wer dann für eine kostenpflichtige Tablet-Zeitung bezahlen würde. Schöne Scheiße.” Achso, Apps sind nur proprietäre Websites mit Funktion. Das ist wohl neu für Experten…
  • Informationsfreiheitsbeauftragter kritisiert Geheimniskrämerei der Regierung: Der Bundesbeauftragte für Informationsfreiheit, Peter Schaar, hat sich mehr als vier Jahre nach Inkrafttreten des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) enttäuscht gezeigt über dessen Nutzbarkeit. Der freie Informationszugang gegenüber öffentlichen Stellen wird hierzulande noch nicht als Beitrag zur Stärkung demokratischer Entscheidungsprozesse angesehen, heißt es im 2. Tätigkeitsbericht des Kontrolleurs
  • The Lean Startup Meetup Lessons: The Lean Startup Meetup last night was a blast. The KissMetrics team did a wonderful job outlining the central tenets of lean methodology and tied it to examples their startup careers. Three concepts were presented… I was particularly intrigued by three concepts that emerged during the conversation:
  • Sparen bis zum Bürgerkrieg: Ein Kommentar zu Hans- Werner Sinn, dem größten Ökonomen seit Wirtschaftsminister Brüderle
  • An inch closer to the end of privacy (thanks Facebook!): If the end of privacy is so evil, so awful, so unthinkable, then why am I liking the new Pandora so much? See, in the past three days since Facebook announced major new changes to its social contract with all of us, I’ve been able to study my friends’ personal musical tastes in a way I couldn’t just four days ago.
  • Mit Gehirnjogging bleibt man doof! Wie intelligente Menschen für dumm verkauft werden: Programme und Videospiele, die angeblich das Gehirn trainieren, machen nicht klüger. Zu diesem Ergebnis ist eine von der BBC initiierte Studie gekommen. Die größte bisher durchgeführte Untersuchung begleitete 11.430 Menschen sechs Wochen lang, um herauszufinden, welche Auswirkungen – wenn überhaupt – das Spielen von Trainingsprogrammen am Computer haben kan
  • Mac Developer Program Update: Mac OS X lernt von der iPhone Entwicklerplattform…
  • The State of Online Word of Mouth Marketing: In a session yesterday at Forrester’s Marketing Forum, Forrester analysts Josh Bernoff and Augie Ray presented research findings on peer influence and word of mouth marketing. Some of the statistics were surprising, and the presentation was rife with practical tips for marketers we thought worth sharing.
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Julia MalzEchtzeit oder Instant-Ich?

Es ist offensichtlich kurz vor zwölf. Wir schauen auf die Uhr und schreien „SOFORT!“. Wir sind drängelnde, schubsende Groupies der Gleichzeitigkeit. Wir streben nicht mehr nach dem „Carpe Diem“, wir wollen es in unseren Schoß segeln sehen.
Wir ziehen Fertighaus-Türen hinter uns zu, rufen unseren Instant Messenger auf und schlürfen eine Instant-Noodle-Soup. Casting-Shows küren die neuen Instant-Stars, die wir vorgestern schon vergessen haben. Zwischendurch noch schnell ein Blick auf unsere neue Armbanduhr, die Twitter- und Facebook Updates neben der aktuellen Stunde erscheinen lässt. Und wenn das Abendprogramm eines kultivierten Updates bedarf, besuchen wir noch schnell ein Improvisationstheater. Wer möchte schon den endlosen Monologen eines lebensmüden Hamlets im Morgenmantel lauschen, wenn er nicht eben mal schnell reinbrüllen darf, dass es jetzt mal reicht, mit dem Sein oder Nicht-Sein. Unsere tägliche Instant-Dosis verdirbt auf Dauer auch den diszipliniertesten Charakter. Wer ist schon noch bereit, auf lange Sicht etwas zu „er“warten, zu „er“hoffen?
[Mehr]

Jörg WittkewitzDas Internet ist neutral ist neutral ist neutral?

Seit einiger Zeit verfolge ich die engagierten Diskussionen rund um das Web als Mittel um zu (der Leser setze hier eine große Idee ein). Da die Gesellschaft, in der wir leben, einem ständigen Wandel unterliegt, fallen damit schon mal die Experten aus dem Raster meiner Anerkennung, die sich nicht zu schade sind, diese ewigen sozialen Veränderungen auf das Netz als Ursache zu beziehen. Noch weitaus größere Probleme habe ich, wenn der Begriff der Kultur in diesem Zusammenhang fällt. Denn Kultur kommt nicht nur aus dem Lateinischen cultura (Pflege und Ausbilden), sondern hängt auch eng mit Kolonie zusammen. Die Wissenschaft ist sich nicht einig darüber, ob damit eher das gemeint ist, was allen Menschen zu kommt oder eher das, was bestimmten Gruppen oder Epochen aus einer distanzierten Perspektiven als einheitliche Eigenschaften von außen zugesprochen wird. Da wir als aktive Netznutzer keine Außenperspektive haben und das Netz sowieso nur 5-10% der Weltbevölkerung zur gewünschten Nutzung zur Verfügung steht, ist dieser Begriff im Kern ein Fehlgriff. Denn weder ist das Web eine strukturelle anthropologische Konstante bei den Menschen wie etwa der Nahrungsspeicher oder die Erziehung der Kinder, noch könnten wir von außen auf die Epoche des Web oder Eingeborenen von Webistan schauen. Diese Selbstdistanzierung oder historische Rückschau steht uns gar nicht zur Verfügung.
Ähnlich verhält es sich ja mit dem Begriff der Intelligenz, der sich bis heute einer verständlichen und vor allem weitgehend übereinstimmenden Definition entzogen hat. Leider ist das für einige Zeitgenossen kein Grund, diesen kaum wissenschaftlich bezwingbaren Gedanken der Intelligenz nicht als Basis für andere Erklärungen zu nutzen. Kuntstück, wer wüßte, was Intelligenz ist, der könnte auch das Hören hören oder das Sehen sehen.

Mit dem Mikroskop auf die Bevölkerung zielen


Aber kommen wir zurück zu der Gesellschaft. Diese Zusammenfassung von rund 80 Millionen Deutschen zu einem Untersuchungsgegenstand ist in bezug auf das Web eine meistens unzulässige Verallgemeinerung, denn rund 40 Millionen, also rund die Hälfte nutzen das Web kaum bis gar nicht. Trotzdem finden sich immer wieder seriöse Wissenschaftler, die ihren Werkzeugkoffer mit Messinstrumenten aufschlagen, ein wenig an der Bevölkerung herum messen und dann eine Diagnose stellen, die verblüffend oft auch von einer Diagnose begleitet wird. Diese ungefragten Anamnesehelden und Sozial-Therapeuten verfolgen Ziele, die selten über das Profilieren als Berater oder Experte hinaus gehen.
Das ist insoweit nett, da auf diese Weise die Entscheider aus Politik und Wirtschaft jeglicher Verantwortung enthoben sind, da sie bei Nichtgefallen oder Fehleinschätzung einfach auf den Kreis der Experten verweisen (Ausschuß, Kommission oder Arbeitskreis) und schulterzuckend und mit vollem Ernst darlegen können, dass man die besten Köpfe eingekauft hatte. Was sind nun aber diese besten Köpfe? [Mehr]

Meike Laaffrepublica10 Video: Jarvis – Kontrolle über Information

Netzpiloten-Interview mit Jeff Jarvis. Er ist Journalist und Blogger, er war früher auch TV-Kritiker und berät einige amerikanische Medienhäuser rund um den Medienwandel online. Er ist regelmäßiger Kolumnist beim britischen Guardian und seit 2006 Dozent im Fachbereich Journalismus an der CUNY, New York. Seine Karriere als Blogger begann als direkte Auswirkung der Anschläge auf die Twin Towers, von deren Einsturz er im September 2001 direkt vor Ort berichtete.
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