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KOLUMNEN

Kolumne

Jörg WittkewitzLesetipps für den 18. Februar

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht. Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.

Jörg WittkewitzBotnet entdeckt: Kneber


Über 74.000 PCs waren durch Schadsoftware zu einem riesigen Angriffsnetzwerk zusammengeschaltet (botnet) namens “Kneber”, das jetzt entdeckt wurde. Damit wurden Firmen wie Merck, die Filmfirma Paramount Picures und auch Netzwerkspezialist Juniper Network angegriffen. Kriminelle aus Osteuropa hatten in Deutschland einen Server gekapert und nutzen diesen als Kommandoeinheit um von all diesen Zehntausenden Rechner Angriffe zu starten. Der Sicherheitsdienstleister NetWitness stellte mehr als 75GB gestohlene Daten sicher. Das Ganze flog auf, als das Unternehmen in einem Kundennetzwerk Ende Januar einen Routinecheck durchführte. Die Angreifer hatten den Zeus Trojaner im Netz versandt und so die nötigen Programmroutinen verteilt, um über ein derartiges “PC-Imperium” zu gebieten. Zusätzlich war mehr als die Hälfte der Rechner mit einer P2P-Malware namens Waledac verseucht. Die infizierten Rechner waren über 200 Länder verteilt. Auf der Basis von Waledac soll auch die vermutlich aus China geleitete “Operation Aurora” gegen Google funktioniert haben.

Interessant ist die Vorgehensweise, wie der Kommando-Rechner in Deutschland gekapert wurde: Die Cracker kamen in das interne Netz der deutschen Firma, weil sie die Angestellten ständig mit Werbung, Hinweismails und Alertmeldungen zu aktuellen Viren bombardierten und zum Klicken auf bestimmte Seiten für Hilfsprogramme bzw. Virenscanner aufforderten. In vielen Fällen hatten sie offenbar Erfolg.

Bildnachweis: Wikipedia (Public Domain)

Jörg WittkewitzOuternet: Wikitude 4.0

Seit einiger Zeit können die Bilder aus der direkten Umgebung im Internet eine echte Hilfe sein. Wer Waren, Sehenswürdigkeiten oder andere spannende Sachen per Mobiltelefon ansieht und dann bei Wikitude oder Google Goggles die Suchfunktion anschmeisst, findet die nächsten Händler um die Ecke, allerlei Erbauliches zum Gebäude gegenüber oder noch weitergehende Informationen. Am weitesten fortgeschritten und am längsten auf dem Markt der Augmented-Reality Browser ist nicht etwas Layar sondern wikitude.

Wie das alles geht? Wikitude ermittelt über das GPS-Signal des Handy den Standort des Nutzers. Zeigt man auf einen bestimmten Punkt, werden zusätzliche Informationen über Objekte, die im Kamerabild zu sehen sind, angezeigt. So bekommt man zu jedem wichtigen Gebäude oder Produkt einen Wikipedia-Eintrag oder eben Kaufmöglichkeiten zu sehen, wenn man mit dem darauf zeigt und das entsprechende Symbol anklickt.

Die Macher hinter wikitude haben nun die Version 4.0 anläßlich der WMC in Barcelona vorgestellt. iPhone, Android- und Symbian Handys können also die Welt im Web abgleichen. Man hat Großes vor, wenn der Mobilizy-CEO Philipp Breuss-Schneeweis etwa ankündigt: “”Da Augmented Reality ein essenzieller Bereich für unsere künftige Wahrnehmung der Realität sein wird, arbeiten wir innerhalb des World Wide Web Consortiums an Standards, welche die AR definieren. Dazu gehört auch, eine eigene Augmented Reality Markup-Language zu entwickeln.”
Was ist neu in Version 4.0? Geocodierte Informationen von Flickr, Qype, Wikipedia, YouTube, Twitter, von Nutzern erstellter Content sowie laut Pressemitteilung noch 50 weitere “Worlds” sollen den Blick auf die Realität erweitern. Nutzer sollen diese Worlds eigenhändig konfigurieren und ein- oder ausblenden können. Damit erstellt jeder User seine individuell angepasste Augmented Reality.

Jörg WittkewitzKlassiker: Vannevar Bush

Mehr als 6000 Forscher hatte Vannevar Bush in den 40er Jahren koordiniert, um einen wissenschaftlichen Beitrag zur modernen Kriegs- und Militärführung zu liefern. Nach dem 2. Weltkrieg forderte er sie 1945 in der Zeitung The Atlantic Monthly unter dem Titel “as we may think” auf, auch zu Friedenszeiten weiterhin zusammenzuarbeiten. Das Ziel sollte ein allgemeines Zugänglichmachen des gesamten Wissens und der Forschung sein:
Es gibt einen wachsenden Berg von Forschungen. Aber gleichzeitig wird zunehmend klar, daß wir uns in einer immer stärkeren Spezialisierung festfahren. Der Forschende ist überwältigt durch die Ergebnisse und Schlußfolgerungen tausender anderer Arbeitender – Schlußfolgerungen, die aufzufassen er keine Zeit findet, geschweige denn sie zu erinnern, wie sie erscheinen. Dennoch wird die Spezialisierung zunehmend wichtig für den Fortschritt, und die Bemühung zwischen den Disziplinen Brücken zu schlagen, ist entsprechend oberflächlich. Im professionellen Bereich sind unsere Methoden der Übermittlung und Durchsicht von Forschungsergebnissen Generationen alt und den gegenwärtigen Aufgaben in keiner Weise angemessen…
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Jörg WittkewitzWindows Mobile 7 – Konsole oder Handy?

Auf der World Mobile Conference in Barcelona hat Microsoft gestern zum Generalangriff gegen Googles Android und das heiß ersehnte iPhone OS 4 geblasen. Es erinnert sehr an die Oberfläche des MP3/Video-Players namens Zune HD, der den iPod vom Thron stoßen sollte. Das Schöne daran ist, dass man sich seine Startseite künftig völlig frei selbst zusammenstellen kann – mithilfe sogenannter tiles, die man mit beliebigen Inhalten und Links zu Applikationen bestückt.
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Jörg WittkewitzNeue Smartphones von Sony Ericsson


Auf dem heute beginnenden Mobile World Congress in Barcelona stellt Sony weitere Smartphones mit touchscreen und mit dem Xperia X10 mini pro und dem Vivaz pro sogar zwei mit Tastatur vor. Ein Konzept, das wir es schon vom Palm Pre und dem Mororola Milestone/Droid kennen. Allerdings kommt bei beiden Geräten Googles Android 1.6 Betriebssystem und Sonys eigene Oberfläche UXP zum Einsatz. Das X10 Mini liest und schreibt auf microSDTM-Karten mit einer Größe bis 16 GByte. Eine 2 GByte Karte ist bereits enthalten. Mit Assisted GPS, 5-Megapixel-Kamera, sowie Web und Messaging verfügt es über die erwarteten Funktionen -allerdings auf kleiner Fläche denn bei einer Größe von 83 x 50 x 16 mm und eine Gwicht von 88 Gramm verfügt es nur über einen 2,5″ Screen.

Laut dem Marktingchef Lennart Hornik von Sony Ericsson werde der Markt für Smartphones mit Tastatur bis 2013 alleine in Europa um 250 Prozent wachsen, wie heise.de berichtet. Wahrscheinlich kann man hier jede beliebige Zahl einsetzen, denn bisher haben es die stromhungrigen Smartphones nur in die Hände und Taschen der Geeks und Nerds geschafft – abgesehen vom iPhone. Das bereits erhältliche Sony Viva bekommt auch einen Tastatur-Bruder namens Vivaz Pro (microSDHC, 3,2″Screen, GPS [Google Maps und WisePilot], Web und Messaging) . Beide Typen verfügen über einen Qualcomm Prozessor mit 600Mhz Taktung und sollen bis zum Sommer erhältlich.

Bildnachweis: Sony Ericsson

Regine HeidornMauerführung mobil


Am 8. Februar 1950 wird das Ministerium für Staatssicherheit gegründet. Auf den Tag genau 60 Jahre später laufe ich durch die Niederkirchnerstrasse. “Hier in der Niederkirchnerstrasse ist eines der längsten zusammenhängenden Mauerstücke am originalen Standort erhalten.”, erklärt eine männliche Stimme im Kopfhörer. “Ein in das Strassenpflaster eingelassenes Kupferband verdeutlicht den einstigen Verlauf dieser Mauer hier. … Der Grenzstreifen war in der Niederkirchnerstrasse nur wenige Meter breit und füllte fast vollständig den Strassenraum zwischen den angrenzenden Häusern aus, dem Martin-Gropius-Bau auf Westberliner Seite und dem heutigen Abgeordnetenhaus auf Ostberliner Seite. … Auf Westberliner Seite stand der Martin-Gropius-Bau so nah an der Mauer, daß dessen Haupteingang nicht mehr benutzbar war und nach dem Wiederaufbau der Ruine 1981 auf die andere Seite des Hauses verlegt werden musste.” (Hörprobe)
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