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Kolumne

Jörg WittkewitzLesetipps für den 17. Februar

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht. Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.

Jörg WittkewitzWindows Mobile 7 – Konsole oder Handy?

Auf der World Mobile Conference in Barcelona hat Microsoft gestern zum Generalangriff gegen Googles Android und das heiß ersehnte iPhone OS 4 geblasen. Es erinnert sehr an die Oberfläche des MP3/Video-Players namens Zune HD, der den iPod vom Thron stoßen sollte. Das Schöne daran ist, dass man sich seine Startseite künftig völlig frei selbst zusammenstellen kann – mithilfe sogenannter tiles, die man mit beliebigen Inhalten und Links zu Applikationen bestückt.
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Jörg WittkewitzNeue Smartphones von Sony Ericsson


Auf dem heute beginnenden Mobile World Congress in Barcelona stellt Sony weitere Smartphones mit touchscreen und mit dem Xperia X10 mini pro und dem Vivaz pro sogar zwei mit Tastatur vor. Ein Konzept, das wir es schon vom Palm Pre und dem Mororola Milestone/Droid kennen. Allerdings kommt bei beiden Geräten Googles Android 1.6 Betriebssystem und Sonys eigene Oberfläche UXP zum Einsatz. Das X10 Mini liest und schreibt auf microSDTM-Karten mit einer Größe bis 16 GByte. Eine 2 GByte Karte ist bereits enthalten. Mit Assisted GPS, 5-Megapixel-Kamera, sowie Web und Messaging verfügt es über die erwarteten Funktionen -allerdings auf kleiner Fläche denn bei einer Größe von 83 x 50 x 16 mm und eine Gwicht von 88 Gramm verfügt es nur über einen 2,5″ Screen.

Laut dem Marktingchef Lennart Hornik von Sony Ericsson werde der Markt für Smartphones mit Tastatur bis 2013 alleine in Europa um 250 Prozent wachsen, wie heise.de berichtet. Wahrscheinlich kann man hier jede beliebige Zahl einsetzen, denn bisher haben es die stromhungrigen Smartphones nur in die Hände und Taschen der Geeks und Nerds geschafft – abgesehen vom iPhone. Das bereits erhältliche Sony Viva bekommt auch einen Tastatur-Bruder namens Vivaz Pro (microSDHC, 3,2″Screen, GPS [Google Maps und WisePilot], Web und Messaging) . Beide Typen verfügen über einen Qualcomm Prozessor mit 600Mhz Taktung und sollen bis zum Sommer erhältlich.

Bildnachweis: Sony Ericsson

Regine HeidornMauerführung mobil


Am 8. Februar 1950 wird das Ministerium für Staatssicherheit gegründet. Auf den Tag genau 60 Jahre später laufe ich durch die Niederkirchnerstrasse. “Hier in der Niederkirchnerstrasse ist eines der längsten zusammenhängenden Mauerstücke am originalen Standort erhalten.”, erklärt eine männliche Stimme im Kopfhörer. “Ein in das Strassenpflaster eingelassenes Kupferband verdeutlicht den einstigen Verlauf dieser Mauer hier. … Der Grenzstreifen war in der Niederkirchnerstrasse nur wenige Meter breit und füllte fast vollständig den Strassenraum zwischen den angrenzenden Häusern aus, dem Martin-Gropius-Bau auf Westberliner Seite und dem heutigen Abgeordnetenhaus auf Ostberliner Seite. … Auf Westberliner Seite stand der Martin-Gropius-Bau so nah an der Mauer, daß dessen Haupteingang nicht mehr benutzbar war und nach dem Wiederaufbau der Ruine 1981 auf die andere Seite des Hauses verlegt werden musste.” (Hörprobe)
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Jörg WittkewitzSelbstenthauptung eines Verlages

Im besten Wissen um die eigene Enthauptung à la Acéphale, gibt sich der Ullstein-Verlag kämpferisch und presst kopflos sein skandalisiertes Buch an die Spitze der Buchcharts. Die Folge ist, dass man sich mittlerweile wohl schämen muss, in die Listen des Spiegel oder die amazon-Bestseller-Liste aufgenommen zu werden. Aber, wenn Du denkst, es geht nicht schlimmer, kommt daher ein Kinderzimmer:


Jörg WittkewitzDatenschutz vs. Google buzz #2

Das Google mit seiner automatisierten, öffentlichen Followerliste bei buzz kein besonders glückliches Händchen bewiesen hat, dürfte heute hinlänglich bekannt sein. Noch immer gibt es keine opt-in Funktion für neue Benutzer sondern nur ein umständliches Opt-Out, wenn man einmal “drinnen” ist – wie Google in seinem GMail-Blog ausführlich erklärt. Die Kollegen von techcrunch haben aber eine bestehende Lücke entdeckt, die peinlicherweise genau diejenigen email-accounts der eigenen Kontakte veröffentlicht, die diese gar nicht jedem geben würden. Und das geht so:
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Björn RohlesOpen Source Filme: Freie Werke fürs Auge

Das Netz ändert unser Leben, und es ändert auch unsere Kunst. Ein Beispiel dafür ist der Open Source Film, der den Ansatz der Open Source Software auf die Herstellung und Distribution von Filmen überträgt. Open Source Filme stehen unter einer freien Lizenz, etwa unter Creative Commons. Die Rohmaterialien der Filme können von jedem heruntergeladen werden. Die Dateien müssen dabei in einem Format zur Verfügung gestellt werden, das eine Bearbeitung mit freier Software erlaubt. Somit wird es möglich, dass jeder die Werke bearbeiten und neue Versionen zur Verfügung stellen kann. Die bisher erschienenen Filme kann man IMHO in drei Kategorien einteilen.
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Jörg WittkewitzPrivacy: Fehler in Google Buzz – mit Update

Wie der Silicon Alley Insider gestern berichtete, ist eine große Schwachstelle in Google buzz. Wer buzz einrichtet, bekommt zunächst die Follower automatisiert zugeordnet anhand seiner Chatpartner und derjenigen, mit denen er oder sie am häufigsten E-Mails austauscht. Soweit, so gut. Das Problem besteht allerdings darin, dass per Voreinstellung alle diese Listen öffentlich im Profil einsehbar sind. Man könnte sich also genau ansehen, wer einem folgt und wem derjenige folgt. Man kann also sehen, mit wem Ihr am meisten chattet und mit wem ihr Euch am meisten E-Mails per Gmail schreibt.

Wer seine erste Nachricht in buzz schreibt, bekommt eine Dialogbox zu sehen, in der folgendes erklärt wird: “Before participating in Buzz, you need a public profile with your name and photo.” Und im Kleingedruckten steht dann noch “Your profile includes your name, photo, people you follow, and people who follow you.”

Es ist also tunlichst die Voreinstellung, dass andere diese Liste einsehen dürfen, in den Settings abzuändern. Aber wer weiß das vorher? Und wer will überhaupt, dass ein Algorithmus die Leute in eine öffentlich einsehbare Liste packt?. (OK, 10 € ins Schirrmacher-Schwein für den Begriff Algorithmus).
Aber mal im Ernst: Silicon Alley weist auf ein grundsätzliches Problem mit Webservices hin, dass Schule machen sollte: Alle Informationen, die man teilen will (Sharing) müssen per default (Voreinstellung) einer Zustimmung unterliegen. Das bedeutet, dass jemand, der nicht extra in die Settings geht – weil er/sie den Dienst vielleicht erst mal probieren will – alle Informationen privat hält und zum Sharing bestimmte Inhalte erst freischalten muss (opt-in).

Der Pressesprecher von Google erklärte gegenüber dem Silicon Alley Insider, dass der Sinn der öffentlichen Listen darin bestehe, dass man sofort eine Menge von Freunden und Bekannten zur Verfügung hätte, und daher sofort mit seinen Kontakten loslegen können und sich nicht mühsam erst seine Follower zusammen suchen müsse. Klingt nicht besonders überzeugend. Aber so sind sie die Algorithmen, sie lösen Probleme, die manche Menschen lieber selber lösen möchten. Wir kennen das ja schon von anderen Firmen und Branchen, dass uns geholfen wird, wo wir es ehrlich gesagt weder brauchen noch wünschen…
UPDATE:
Wie Matt unten im Kommentar schreibt, hat Google schnell reagiert und das Ausfüllen der Follower-Liste per Algorithmus gestoppt und nutzt nun eine opt-in Funktion. Schnell. Löblich. Danke für den Hinweis!
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