Amicella

KOLUMNEN

Jörg WittkewitzLesetipps für den 19. April

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht. Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.

Jörg WittkewitzCHIRP 2010: Offizielle twitter-Statistiken

  • Twitter hat nun 105.779.710 registrierte Nutzeraccounts und täglich kommen ungefähr 300.000 dazu.
  • Die Website hat circa 180.000.000 unique visitors pro Monat.
  • 75% des Traffics kommen von außerhalb, also über Drittanbieter wie seesmic und tweetdeck etc.
  • 600 Millionen Suchanfragen pro Tag.
  • Täglich werden 55 Millionen tweets versandt.
  • 37% der Nutzer tweeten über ihr Handy.
  • In einem Jahr ist die Belegschaft von 25 auf 175 gewachsen.
Mehr von der CHIRP2010 hier bei der HuffPost

Julia MalzGENERATION TRASH

Es ist soweit. Wir bringen den Müll nicht mehr vor die Tür, wir holen ihn uns direkt ins Haus. Wir leben ihn, feiern ihn, kleiden uns darin ein. Eine ganze Generation huldigt dem Trash. Trash-TV, Trash-Musik, Trash-Literatur, Trash-Design, Trash-Talk, Trash-Fashion Party-Trash, Trash-Kultur.

Trash ist nicht Vintage, Used oder Second-Hand. Trash ist nicht Punk, Schlager oder Pop. Trash ist Trash.

Der Trash hat nicht nur als blaue, grüne und gelbe Tonne den Sprung in die Postmoderne geschafft. Er steht ebenfalls für ein geistloses, kulturelles Produkt, das sich in (un)gewollte, niveaulose Komik hüllt.

Sein Markenzeichen: hauptsache billig, absurd und ordinär. Und quasi über Nacht allgegenwärtig. Wir versinken im Trash.
Bei einer so extraordinären Präsenz stellt sich die Frage: Warum jetzt? Warum in dieser Intensität?
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Jörg WittkewitzBlogpiloten ist Netzpiloten

And now for something completely different

Neuer Wein in alten Schläuchen!
Wir haben uns 3,76 Gedanken gemacht, was man machen kann.
Jetzt wo Blogger von der Fachbehörde für Amtlichen Zeitungsqualitätsjournalismus (FAZ) in den Junk-Bond Status CCC abgestuft wurden, ist es offiziell. Blogger sind sowas von out. Denn in einem lustig verfassten Fanal der FAZ über einige deutsche Blogger steckte eine wahre Einsicht: Das Bloggen ist zunehmend eine Sache der reiferen Semester zwischen 30 und 50 Jahren. Zugegeben, der holprig geschriebene Text von Marcus Jauer erfüllt auf über 20.000 Zeichen nur ein einziges Vorurteil: Ihr seid lächerlich! Das hätte man kürzer haben können. Es hätte auch weniger sprachliche und grammatikalische Fehler geben können. Auch ein Fact-Checking hätte nichts verschlimmert. Aber geschenkt, der Autor ist noch ganz jung, die FAZ zu arm für eine Schlussredaktion und musste sich zügig des unbeliebten Themas unabhängige Blogger entledigen.

So bot es sich an, das Thema einfach über ein argumentum ad hominem mit sechs Durchschlägen vom Tisch zu bekommen. Aber die vom Ressortleiter vorgegebene Linie ist trotz der handwerkliche Unreife nicht von der Hand zu weisen. Das deutsche Bloggen ist ein Thema von gestern. Ich füge hinzu, dass es sich auf eine andere Weise und in anderen Ländern enorm weiterentwickelt. Es wird reifer. Aber das weiß man nur, wenn man die internationale Entwicklung des Web im Auge behält. Aber wer hat auch behauptet, die Holzmedien seien ein Hort der Heterogenität.
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Jörg WittkewitzBuchverlosung: Das Tomatensaft-Mysterium

“Wie wäre es, wenn wir alle gleichzeitig unsere angesparten Bonusmeilen spenden und zum Beispiel 700 Milliarden Dollar in Afrika investieren würden?” Wer Thomas Herrmanns’ Buch über die Irrungen und Wirrungen im alltäglichen Flugverkehr liest, wird nicht selten wissend schmunzeln, zuweilen laut auflachen oder – bei zarten Gemütern – auch mal eine Kloß im Hals schlucken müssen. Denn die Beobachtung der professionellen Flieger, der Passagiere und der Zustände drumherum ist nicht nur brüllend komisch – sondern sehr realistisch. Insofern könnte auch mal der eine oder andere Kundenbeauftragte reinschauen und sehen, was man noch verbessern könnte.
Wir verlosen 15 Bücher an 15 Kommentatoren/innen bis Sonntag – per Zufallsgenerator, die eine funktionierende E-Mail angeben über die man ihre Adresse erfahren kann. Mit persönlicher Widmung von Thomas Herrmans!

Meike LaaffFlattr: “Geld verdienen ist kein Recht, sondern eine Möglichkeit”

Früher war Peter Sunde Sprecher der Bittorrent-Tracker-Seite thepiratebay.org. Nach dem spektakulär verlorenen Prozess gegen die Granden der US-Unterhaltungsindustrie zog Sunde sich von dem Projekt zurück und startete nun mit flattr.com einen Micropayment-Dienst für Kulturgüter im Netz. Was ist da los? Ein Gespräch.
Warum hast Du einen Dienst wie flattr.com gestartet?
Peter Sunde: Da gab es immer diese lange Diskussion: “Wie werden wir die Künstler für die Verluste kompensieren, die sie durch das Internet haben?” Nie wurde sich Gedanken darüber gemacht, was die veranschlagen Einbußen sind oder ob sie überhaupt eine Rolle spielen. Wir würden Öl-Konzerne doch auch nicht Abfindungen zahlen, wenn wir eine Methode entwickeln würden, dank der Autos mit Wasser fahren, oder? Ich wollte die gesamte Frage umdrehen: Wie können wir ein System schaffen, dass es den Leuten erlaubt, Geld im Internet zu teilen – auf eine Art und Weise, die dazu passt, wie wir uns im Internet verhalten. Und daraus wurde flattr.
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Jörg WittkewitzePetition: OpenACTA unterzeichnen

Drüben bei carta ist die Übersetzung der OpenACTA Petitio mit direktem Link zur englischen Petition zum “unterzeichnen”. Bitte Lesen, Nachdenken und dann ggflls. weiterklicken zum Mitmachen oder Weiterleiten. “Bis Dienstag kann die globale Petition “OpenACTA” unterzeichnet werden, die die verhandelnden Staaten u.a. dazu auffordert, ACTA auf die ursprünglichen Ziele zu beschränken und Transparenz und Teilhabe herzustellen.”

Jörg WittkewitzGeschichte des Internet und Ursprung des Web

Anläßlich der Diskussion um das Web und dessen Auswirkungen nicht zuletzt im öffentlichen Fernsehen, ist es offenbar an der Zeit, einige Vorurteile und Legenden zu beleuchten. Denn um eine profunde Diskussion darüber zu führen, was es kann das weltweite Datennetz, wäre es hilfreich, seine Anfänge und Vorhaben in den Blick zu nehmen, da die primäre Gestaltung dieses Netzes Folgen hatte, die wir heute zumindest teilweise in den Menschen oder die Gesellschaft verlegen.
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