Amicella

KOLUMNEN

Jörg WittkewitzLesetipps für den 12. April

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.
  • Useless artificial divisions – The Social Enterprise: I’m increasingly of the belief that trying to split social media into internal and external uses is a totally pointless waste of time. Equally I hear people talking about B2B and B2C social media case studies as if they are somehow different, but they really aren’t. These are shallow, superficial divisions that have no basis in reality.
  • Why I Never Let Employees Negotiate a Raise, Corporate Culture Article: What would happen if you got to work one day, went into the kitchen, and saw a list of your employees#039; salaries taped to the fridge? Would you freak out?
  • Breitband – Privatsphäre = geistiges Eigentum = Absurd?: Achja, so macht man also heute Selbst-Marketing: “Ist Privatsphäre für sie, für uns überhaupt noch relevant? Darüber haben wir vor der Sendung gesprochen mit Frank Rieger, Sprecher des Chaos-Computer Clubs und überzeugter Datenschützer – und mit Christian Heller, der jüngst mit einer steilen These aufgefallen ist: Schutz von Privatsphäre sei ein ähnlich absurdes Konstrukt wie der Schutz von geistigem Eigentum.” Danah Boyd, übernehmen Sie bitte, ich bin derangiert…
  • How Does Your Government Website Stack Up?: So here is my 10-point checklist – the 10 best practices that I look for when I review a government website. How does your government website stack up? 10 Best Practices for Government Websites
  • It’s Official: Google Now Counts Site Speed As A Ranking Factor: Google has kept a promise it made last year: Site speed is now a ranking factor in Google’s algorithm, and is already in place for U.S. searchers. But Google also cautions web site owners not to sacrifice relevance in the name of faster web pages, and even says this new ranking factor will impact very few queries
  • Community Impact Newspaper makes hyperlocal news profitable: Hyperlocal news blogs and websites have become an emerging trend and a potential moneymaker for struggling newspapers, but one man in Texas is making hyperlocal print publications profitable. John P. Garrett, owner and founder of a monthly hyperlocal newspaper with eight local editions in the Austin, Texas area called Community Impact Newspaper, has managed to turn a profit since the foundation of his newspaper and thinks he#039;s found the business plan to make it work. (via @spielkamp)
  • Corporate TV – Audio-Visualisierung von Unternehmenskommunikation: Manche kennen dieses Thema ja noch nicht. Dann mal ran und durchgelesen!
  • Apple’s iAd Not Game-Changing, but Will Move Market: Ein tieferer Blick in iAd, wobei ich denke, bis Schirrmacher und diverse Verbände das hier überhaupt wahrnehmen, ist es schon abgehoben und wieder ein böser Monopolist…
  • Getting Real: Das ultimative Handbuch zur Gründung einer Firma von 37signals
  • AK Zensur: Save the Children Finnland in Verteilung von „Kinderpornografie“ verstrickt: Dieses Dokument beschreibt die Erkenntnisse, zu denen ich gelangte, als ich einen Fall von Schadsoftwareausbreitung auf den Save the Children-Seiten untersuchte. Während ich herauszufinden versuchte, wie die Seiten auf Googles Sperrliste für Schadsoftware gelandet waren, fand ich statt dessen im Google-Cache Hinweise darauf, dass sich auf den Seiten von August bis September 2009 in großem Umfang Kinderporno-Links befunden hatten.
  • Why Ad Agencies will Lose the Social CRM Battle.: Social CRM is about as hyped as tulip bulbs in 1630’s Holland. Everyone is doing it, even if there is no ‘it’ to ‘it.’
  • The New Rules of Business from 37signals: It#039;s the kind of outcome most entrepreneurs only dream of. Last September, the financial-planning startup Mint.com was acquired by Intuit for $170 million—earning its founder a reported $20 million. As the kudos poured in, another Web entrepreneur, Jason Fried, assailed Mint in a blog post for selling out to a corporation it could have taken down. “Is that the best [we] can do?” Fried wrote. “Become part of the old generation? How about kicking the s–t out of the old guys?”
  • What Social Media Will Look Like in 2012 – Advertising Age – DigitalNext: 11 Predictions That Will Affect Marketers and the Way They Do Business
Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.

Martin LindnerSelbst-Marketing 2.0 in der Flat World

Bereits an anderen Stellen wurde versucht, die positiven Aspekte von “Marketing 2.0” herauszuarbeiten, aber machen wir uns nichts vor: Das bleibt ein ebenso zwiespältiger und ungemütlicher Begriff wie die untergründig verwandte “Ich AG” (“Unwort des Jahres 2002”). Es stimmt ja: Im Web 2.0 muss ich im doppelten Sinn Stücke von mir selbst preisgeben, um auf diesem neuen Markt mitspielen zu können. Das gilt nicht nur bei “Selbst-Vermarktung” im engeren Sinn, sondern auch dann, wenn ich im Web ein unpersönliches Produkt “vermarkten” will. Im Web muss ich dem Produkt dazu meine persönliche Stimme leihen, also ein Stück von mir selbst.
Die alte Trennlinie zwischen Privatperson und Profession gibt es nicht mehr. Das ist dann nicht so problematisch, wenn ich mich voll und ganz mit dem identifiziere, was ich anbiete. Das ist das untergründige Ziel in der Web-Ökonomie. Aber wie oft ist das in der Realität wirklich hundertprozentig der Fall? Die Krawatte und das Siezen waren in der alten Wirtschaft ja auch ein Schutz vor zu viel Vereinnahmung.
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Julia MalzOnline-Reputation: Defective Appearance

Die A-Z-Prominenz hat die Yellow Press. Wir haben Facebook. Unser Popularitätsbarometer, unser Walk of Shame. Wir werden eingeladen oder ausgeschlossen. Bestätigt oder ignoriert. New Checks and Balances.
Wir sind Präventiv-Poster. Denn wir wissen, vor dem ersten Date kommt der Profilcheck, vor dem Einstellungsgespräch der Google- Befehl. Und so lassen wir alle Fremden, Unbekannten, flüchtigen Bekanntschaften via Selbstportrait wissen, was wir sind. Oder sein wollen. Oder zu sein glauben. Rocker, Denker, Dichter, Luder, Cowboy, Weltenbummler, oder auch eine wundersame Symbiose völliger Gegensätze. Wir rufen uns beständig neu aus. In der Hoffnung, dass uns kein Fehltritt um die Ohren gepostet wird. Sollte der Profilschuh doch mal drücken, kann man den Reputations-Manager seines Vertrauens durchs Netz kriechen lassen…
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Jörg WittkewitzVerantwortung 2.0: eSpenden für Bildung

Wer seit einigen Jahrzehnten auf dieser Welt ist, der hat das Paralleluniversum der Parteienpolitik schnell als Interessenvertreter der einflußreichen Branchen- und Industrieverbände entlarvt. Dass die Parteien die Steuergelder nach wenig nachhaltigen, kaum gerechten und selten sinnvollen Aspekten verteilen, ist eine Binsenweiheit. Die Kanzlerin hat Hunderte Milliarden ohne jede Bedingung in die Banken geschenkt. Ihr Vorgänger öffnete unser Land für Derivathandel und Hedge-Fonds. Es besteht kein Anlaß zur Hoffnung, dass von den Parteien humane Handlungen ausgehen, die das Zusammenleben auf Erden ausgleichend fördern. Aber wir können selbst etwas tun. Nehmen wir doch die Radikalliberalen ernst und handeln einfach selbstbestimmt und stolz ohne Betrachtung der mediokren Personen, die sich für ein Amt in diversen Aufsichtsräten einschleimen müssen, weil sie es nicht anders schaffen, dorthin zu kommen.

Ein tolle Beispiel wie man nicht die Bildung der Banken sondern die der Kinder untertützen kann, machen uns die Amerikaner vor. Auf donorschoose.org geben Lehrer ihre Vorhaben, ihren Bedarf und ihren Standort ein. Man kann sogar angeben, wie bedürftig die jeweilige Gemeinde ist, in der sich die Schule befindet, was bei den stolzen Datenschützern in Deutschland sicher einen Ansturm der Entrüstung bedeuten würde, weil die Kinder bei der Veröffentlichung stigmatisiert würden.

Aber angenommen das könnte man anonymisieren, dann würde so jeder, der will, die Schule in seinem Ort, in seinem Viertel oder irgendwo weit weg ein schönes Projekt unterstützen. Die Kindern könnten so die teuren Bahnreisen (warum sind die noch immer nicht kostenlos für Klassenfahrten? Wo leben wir eigentlich?), Eintrittskarten für Weltraumcenter oder Wissenschaftsausstellungen bezahlt bekommen. Ich brauche bei genauer Betrachtung zunächst kein betterplace, dass die großen Projekte in der weiten Welt unterstützt. Ich bräuchte im Gegenteil ein hyperlokales Spendenportal, in dem ich etwas unterstützte, dass ich möglicherweise bei Überzahlung/Überspendung sogar zu einem Spendenfest besuchen könnte. Es wird langsam Zeit, dass wir das Jammern und die ewigen Talkshows als Profilneurosenküche einfach kommentarlos beiseite legen und anfangen…
Aber wo sind die Lehrer, die sich tolle Projekte ausdenken, die online beschreiben und ein Konto dafür einrichten? Und wo sind die Software-Firmen, die sich so ein Projekt ausdenken und es als bestmögliche CSR-Maßnahme auch noch in die Gazetten dieser Welt bringen, damit viele mitmachen.

Jörg Wittkewitzushahidi: Kriseninformation in Echtzeit

Journalismus 2.1
Der aufmerksame Leser hat hier schon ein Interview mit Juliana Rotich von der letzten LIFT Conference gesehen. Aber es gibt noch viel mehr Leute, die ushahidi zu dem machen, was es ist: Ein revolutionäres Echtzeit-System für Kriseninformation, das im Fall von Haiti die Helfer als einziges Tool hatten, um ihre Hilfe per geolocation mit den Hilfesuchenden zu koordinieren. Patrick Meier ist in jedem Fall ein spannender Interviewpartner für Robert Scoble(izer):


Peter BihrWelche Rolle spielen Web-Konferenzen?

Kürzlich war ich bei der SXSW, einer Konferenz, die sich aus einem Musikfestival heraus entwickelt hat. (SXSW steht kurz für “south by south west”, also süd-südwest, in Anspielung an den Veranstaltungsort Austin, Texas.) Die SXSW gilt in der Welt der Web 2.0-Startups und Social Media Dienste als Mischung aus Trendindikator (Twitter und Foursquare haben hier ihren Durchbruch geschafft), Networkingtreff und Riesenparty. Die Besucherzahlen sind dieses Jahr auf Rekordhöhen geklettert. Die SXSW hat also in einschlägigen Kreisen einen gewissen Stellenwert.
Aber was bedeutet das heute noch? Wie relevant sind Konferenzen im Internetbereich wirklich?
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Jörg WittkewitzPalmöl: Greenpeace vs. Nestlé

Da waren sie wieder meine drei Probleme: Konsum, Aufklärung, Kommunikation (KAK). Was war passiert? Nestlé hatte beobachtet, wie Greenpeace andere Großkonzerne (Unilever oder Kraft) an den Pranger stellte wegen deren lascher Einkaufspolitik in Bezug auf Palmöl. Beide haben reagiert. Denn die letzten Regenwaldreste in Indonesien werden aktuell von einem Konzern namens Sinar Mas gerodet, um dort Palmölplantagen für den unstillbaren westlichen Hunger zu stillen (Biodiesel, Kosmetika, Seifen, Margarine, Süßigkeiten etc.). Und dass dort mitnichten mit lokal verantwortlichen, nachhaltigen und biologisch wertvollen Bandagen gearbeitet wird, haben einige von uns schon in dem einen oder anderen Bericht im TV gesehen. Was ist also anders im neuen Fall?
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