KOLUMNEN

Kolumne

Andreas WeckWerden Passwörter und PINs bald überflüssig sein?

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Passwörter und PINs sind ja ganz nett. Aber seien wir doch mal ehrlich. Für jeden halbwegs talentierten Hacker ist es ein leichtes sie auszulesen und zu nutzen. Etwas sicherer wird es da schon mit biometrischen Daten. Der Fingerabdruck-Scan beispielsweise ist inzwischen in weiten Teilen der Informationstechnologie gang und gäbe. Es gibt ihn bekanntlich auch bereits als Hardware-Komponente an vielen PCs und Laptops für den privaten Gebrauch. Weitere Möglichkeiten, wie z.B. die Iris-Erkennung sind ebenfalls schon lange erforscht und entwickelt, aber haben es bisher eher auf Systeme im unternehmerischen Umfeld geschafft. Diese Möglichkeiten, so einzigartig sie auch sind, haben allerdings einen Makel: die Informationen werden sich nie ändern, da sich sowohl der Fingerabdruck sowie auch die Iris von der Geburt an nicht weiterentwickeln.

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Jörg WittkewitzLesetipps für den 20. Februar

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

  • UK & VORRATSDATEN Großbritannien will Vorratsdatenspeicherung doppelplusgut › netzpolitik.org: Im Vereinigten Königreich gibt es bisher, trotz Ruf als Vorreiter staatlicher Überwachung, keine offizielle Vorratsdatenspeicherung, stattdessen speichern viele Provider freiwillig. Wie die konservative britische Tageszeitung Daily Telegraph berichtet, soll die Vorratsdatenspeicherung nun verpflichtend werden und gleichzeitig drastisch ausgebaut werden.
  • SPIONAGE Phone and email records to be stored in new spy plan: Details of every phone call and text message, email traffic and websites visited online are to be stored in a series of vast databases under new Government anti-terror plans.
  • TROJANER-LEAKS CCC: Bericht des Bundesdatenschutzbeauftragten zum Staatstrojaner geleakt: In den bisher vierzig Fällen des Einsatzes von Spionagesoftware durch polizeiliche Bundesbehörden wurden in einem Bericht des Bundesdatenschutzbeauftragten schwere Verstöße gegen geltendes Recht beanstandet. Die Ermittler schreckten auch nicht vor dem Aufzeichnen und einer Verschriftlichung von Telefonsex-Dialogen zurück.
  • ACTA & LOBBY Konvergenz, Konsistenz, Inkontinenz: Die „Deutsche Content Allianz“ « Stefan Niggemeier: In der »Deutschen Content Allianz« haben sich die Dieter Gornys dieses Landes zusammengeschlossen. Sie versuchen, sich vor dem Ertrinken zu bewahren, indem sie sich gegenseitig umklammern und das Wasser beschimpfen.
  • FACEBOOK & CO. Beyond Facebook: The Rise Of Interest-Based Social Networks | TechCrunch: With the pending public offering of Facebook anticipated to be the largest tech IPO in history, it’s an interesting time to think about where we go from here. Some say “social is done,” Facebook is all the social media anyone would ever want or need.
  • COST OF KNOWLEDGE Academic publisher Elsevier hit with growing boycott: To publish or not to publish? That is the question medical and science academics are asking after 6,000 of their colleagues boycotted one of the world's largest publishers.
  • SOCIAL MEDIA MONITORING Friday Five: Five Thoughts on Running a Real-Time Command Center | Edelman Digital: Social media “command centers”—dedicated physical spaces for setting up conversation monitoring tools and the teams that operate them— are growing in popularity thanks to the likes of Dell, Gatorade*, and Intel at CES. Most recently, the Raidious Social Media Command Center (SMCC) at Super Bowl XLVI garnered attention as an on-site listening lab, which Edelman visited two days prior to the event.
  • ACTA & LOBBY Helft dem Nutzer: ACTA, die Deutsche Content Allianz und der falsche Ansatz – ein Kommentar eines öffentlich-rechtlichen Journalisten zum Umgang mit Inhalten im Netz. Warum man den Nutzern helfen muss und warum nur das am Ende die Inhaltsindustrie retten wird.
  • MOBILE VS. DESKTOP 5 Paradoxes Shaping the Future of Mobile Commerce: Remember when it took 23 clicks to find movie showtimes on your mobile phone? While that may seem like an eon ago, in reality it’s just been a few short years. The mobile evolution has been advancing at a break-neck pace.

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Jörg WittkewitzDie 7. Woche im Web


Mobiles Web ist der Burner. 2011 seien erstmals mehr als 100 Millionen Gigabyte an Daten übertragen worden, heißt es in Branchenkreisen. Wahrscheinlich hat sogar der eine oder andere Politiker mittlerweile verstanden, dass es ganz schlau ist, das Internet immer dabei zu haben. Sogar Marktforscher Gartner hat erkannt, dass der Anteil der Smartphones am Handymarkt unvorstellbare Ausmaße einnimmt und ständig weiter steigt. 5 Milliarden Euro wollen die Firmen mit Smartphones 2012 umsetzen. Aber: Parallel zum Aufstieg von Apples iOS und Googles Android verlieren Nokia und RIM (Blackberry) an Boden. Kennt jemand Windows Phone?

Und wer sein eBook verschenkt, der gehört sowieso verboten; wo kommen wir da hin, wenn das jeder…

Mächtiger Badabum letztes Wochenende in Sachen ACTA. Deutschland sowie mittlerweile auch Bulgarien und die Niederlande legen die Ratifizierung des industrienahen weltweiten Paktes zum Schutz des Geistigen Eigentums auf Eis. Wieviele Nachfolgeabkommen nun unter dem Siegel der völligen Verschwiegenheit weiter verhandelt werden steht in Sternen. Sicher ist nur, dass es jetzt noch geheimniskrämerischer zugehen wird. Wie zu erwarten war, wird die Gegenbewegung zur Transparenz ein verschrecktes Häuflein Lobbyisten sein, dass nur noch in privaten Clubs und unter Vorlage von Non-Disclosure-Vereinbarungen mit empfindlichen Strafen verhandeln wird…

Cisco, der Netzwerkausrüster, will sich Anteile in einem toten Markt sichern und klagt nun gegen die EU-Entscheidung, den Skype-Deal von Microsoft zu genehmigen. Die Begründung der Amis klingt speziell: Man wolle Videokonferenzen zu etwas ähnlich weltumspannenden machen wie die E-Mail. Wenn die wüssten, dass nur 15% der 15-25jährigen überhaupt E-Mail mehr als ein Mal pro Woche nutzen… [Mehr]


Andreas WeckEin Pinterest für Musikfans – THIS IS MY JAM

Ein Pinterest für Musikliebhaber - THIS IS MY JAMEs gibt ja so einige Wege seinen Lieblingssong im Social Web zu pushen und diesen bestimmten Leuten zu zeigen. Der gängigste Weg hierzulande ist es sicherlich einfach einen YouTube-Link via Facebook an seine Freunde bzw. Follower zu schicken. Andere Möglichkeiten bieten Anbieter wie Spotify oder im deutschsprachigen Raum eher weniger bekannte Plattformen wie Rdio. Diese machen es möglich ganze Playlists mit der Community zu teilen. Ein neuer Dienst, der das Pinterest-System aufgreift, ist seit letzter Woche hinzugekommen und teilt keine ellenlangen Playlists, sondern nur einzelne Songs. Der Dienst feiert nun sein Debüt und tritt hervor aus seinem Beta-Schatten-Dasein. Die Rede ist von „This is my Jam“. Einem neuen möglichen Star im Social Web.

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Katrin ViertelEinfach unbegreiflich: Die TV-Vorlieben der Jüngsten

medienlotseKatrin Viertel von medienlotse.com beantwortet Fragen rund ums Thema Erziehung und digitale Medien. Heute geht es um SpongeBob und andere Lieblingsfiguren im Fernsehen.

Meine Söhne (6 und 8 Jahre) dürfen sich ihr Fernsehprogramm selbst zusammenstellen, so lange sie sich ans Kinderprogramm halten. Ich schlage immer wieder Sendungen vor, die mir gefallen, aber am Ende gucken wir doch meist SpongeBob. Ich begreife dieses Entzücken einfach nicht und würde gern auch mal etwas anderes schauen. Sollte ich – als geschmacksbildende Maßnahme – auch mal eine Sendung durchsetzen?

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Gunnar Sohn“Beunruhigende” Thesen zur Netzwerkgesellschaft…

“Navigieren in Unsicherheit” – unter diesem Motto behandelte die “x-mess-Konferenz zur [nächsten] Gesellschaft” ein wichtiges Thema und stellte in einem Konferenzbericht für die Zeitschrift “Führung und Organisation” den “aufrüttelnden” Vortrag des niederländischen Soziologen Jan van Dijk von der Universität Twente.

“Seine Thesen zur Netzwerkgesellschaft laufen dem optimistischen Mainstream diametral entgegen:

Das Internet führt nicht zu mehr Demokratie und Gerechtigkeit. Vielmehr verstärkt die global vernetzte Gesellschaft die Ungleichheit auf allen Ebenen – zwischen Staaten ebenso ie zwischen Organisationen und Individuen. Immer weniger Firmen/Menschen werden immer größer/mächtiger (die ‘Knoten’ im Netzwerk), während gleichzeitig immer mehr Firmen/Menschen immer unbedeutender werden (der ‘Long Tail’). Die Mitte verschwindet – und damit der Kitt zwischen den beiden Polen.

Das Internet wird nicht von den Nutzern gestaltet, sondern von den mächtigen Intermediären wie Facebook, Google, Microsoft und Apple. Doch wer kontrolliert diese Giganten? Die enorm hohe Zahl an Akteuren führt in der globalen Netzwerkgesellschaft zu großer Instabilität. Trends werden verstärkt und breiten sich schneller aus als bisher. Gegensätze prallen in ungekannter Heftigkeit aufeinander – und schwappen in die reale Welt über. Anschauungsbeispiele dafür bieten die Schuldenkrise, Straßenschlachten in Athen oder der sogenannte arabische Frühling. Die ‘Risikogesellschaft’ ist bereits Realität geworden.

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Jörg WittkewitzLive-Sendungen und TV-Serien via Torrent anschauen

TV

Bram Cohen ist einer der wenigen, der wirklich was gerissen hat im Web. Auf seinem Mist ist das Protokoll für den hierarchiefreien Austausch von Daten via BitTorrent gewachsen. Dieser Erfinder des populärsten P2P-Netzwerks will nun den Fernsehmarkt aufmischen. Auf dem SF Music Tech Summit in San Francisco hatte er vorgestern BitTorrent Live vorgestellt. Damit kann jeder Nutzer gleichzeitig TV-Sendungen empfangen und an andere Nutzer weiter übertragen. Und selbstverständlich wird auf diese Weise auch jeder zu einem potentiellen Fernsehsender.

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TV-Serie: Black Mirror

blackmirror

Was passiert, wenn eine spektakuläre Entführungsgeschichte in die Hände von Youtube und Twitter gerät? In welches Setting wird uns einmal unsere Obsession nach medialer Trash-Zerstreuung führen und wozu sind wir fähig, wenn wir unsere Erinnerungen mittels eines Memory-Chips digital speichern und jederzeit abrufen könnten? Charlie Brooker gibt darauf eine Antwort: Black Mirror heißt seine neue Science-Fiction-Miniserie, die vor wenigen Wochen in Großbritannien auf Channel 4 über die Bildschirme flimmerte und hierzulande bislang nur über Youtube zu empfangen ist. Jede der drei knapp 60minütigen Episoden weist mit einer anderen Besetzung, einem anderen Schauplatz und einer anderen Realität auf. Im Kern geht es aber immer um die gleiche Frage: in welcher Form beeinflussen Technologien zukünftig unser Leben? Und hat der Wahnsinn wohlmöglich schon längst begonnen..?

If technology is a drug – and it does feel like a drug – then what are the side-effects?

Um welchen schwarzen Spiegel es sich bei seiner Serie genau handelt, weiß Produzent und Autor Charlie Brooker ganz genau: “In every home; on every desk; in every palm – a plasma screen; a monitor; a Smartphone – a black mirror of our 21st Century existence.” Nachdem sich der in England auch als scharfzüngiger Moderator und Comedian bekannte Brooker mit Serien wie Dead Set oder der TV-Dokumentation How TV ruined your life einen Namen als bissiger TV-Satiriker gemacht hat, knöpft er sich mit Black Mirror den Einfluss von sozialen Netzwerken im durchdigitalisierten Zeitalter vor. Seine orwell´schen Szenarien, die in einer nicht näher bestimmten Zukunft spielen, sind dabei nicht nur äußerst spannend, sondern auch haarsträubend echt erzählt… [Mehr]


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