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Kolumne

Andreas WeckBrowser Add-on: YouTube und Amazon entrümpeln mit Clea.nr

Stell dir einmal vor dein TV-Programm wäre ständig gestört durch blinkende Werbebanner, anderen Shows, die in kleinen Fenstern aufleuchten, Statistiken oder Kommentarfelder. Du würdest wahrscheinlich irrewerden und womöglich öfter den Fernseher auslassen.

Browser Add-on: YouTube und Amazon entrümpeln mit Cleaner InternetWas uns im TV stört, ist auf YouTube normal. Dabei will auch YouTube zum Broadcaster werden und unternahm vor einigen Monaten ebenfalls erste Schritte zusammen mit Disney in diese Richtung. Ganze Filme im kostenlosen Stream konnte man da auf dem Disney-Channel sehen. Aber das nur mal am Rande.

Ein neues Plugin namens „Clea.nr – A Cleaner Internet“ zielt darauf ab YouTube mal ordentlich aufzuräumen und sämtliche oben genannte Ablenkungen auf dem Bildschirm auszusperren. Ähnlich wie zum Beispiel der Adblocker. Das Ergebnis ist optisch wirklich sehr ansprechend.

Installiere dir einfach das Browser Add-on, welches für Chrome, Firefox und Safari entwickelt wurde und probiere es aus. Durch ein einfaches Opt-in/Opt-out im oberen Bildschirmbereich, kannst du es jederzeit ein- und ausschalten.

Gleiches funktioniert übrigens auch mit Amazon. Der Effekt ist sogar noch atemberaubender. Soviel kann ich schon einmal verraten.

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Andreas WeckLesetipps für den 20. April

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

  • FLUGGASTDATEN EU-Parlament segnet Fluggastdaten-Transfer in die USA ab: Das EU-Parlament hat am Donnerstag mit klarer Mehrheit für das umstrittene neue transatlantische Abkommen zum Transfer von Flugpassagierdaten gestimmt. 409 Abgeordnete votierten für das Vorhaben, 226 dagegen. Die USA dürfen damit Passenger Name Records (PNR) weiterhin zunächst 15 Jahre speichern.
  • PAID CONTENT Machtkampf beim Spiegel: Steife Brise an der Ericusspitze: In der Spiegel-Chefredaktion ist offenbar ein erbitterter Streit um die Print-Online-Strategie entbrannt. Nach MEEDIA-Informationen fordert Blattmacher Georg Mascolo vehement eine Bezahlschranke für das überaus erfolgreiche Nachrichten-Portal.
  • FUTURE JOURNALISM Sind Roboter die Journalisten der Zukunft?: Können Roboter gute Texte schreiben und in Zukunft gar Journalisten ersetzen? Das US-Startup Narrative Science zeigt, dass das Generieren von lesbaren Artikeln funktioniert – wenn auch bisher nur in Nischenbereichen wie Finanzen, Immobilien oder Sport. Die Computer müssen nur mit ausreichend Daten gefüttert werden. Der Vorteil: Roboterjournalisten sind billig, immer zuverlässig, schnell, objektiv und sie besitzen keinerlei Ego, das zur Räson gebracht werden müsste.
  • DATEN-ARCHÄOLOGIE Quellcode von "Prince of Persia" ausgegraben: Der Entwickler von "Prince of Persia" hat den Originalcode von 1989 retten können – und warnt vor dem digitalen Vergessen. Denn Speicher altern und verlieren ihre Daten.
  • INSTAGRAM It’s Not About Instagram — It’s About Mobile: It has been more than a week now, but Techmeme today is dominated by Instagram related headlines. Was the Board involved? Did Marc Andreessen know? Did Instagram take the $50m from Sequoia and others before agreeing to be acquired? Was $2bn the right ask? Was $1 billion cheap or is it a bubble?
  • SYNCHRONE KOMMUNIKATION Die Echtzeit braucht bessere Puffer: Ist es nicht faszinierend, daß wir etwas twittern und sofort Antworten darauf bekommen? Daß wir ein Foto auf Facebook mit den Freunden teilen und sofort die ersten Likes eintrudeln oder die Freunde kommentieren? Daß wir sofort alles diskutieren können, egal wo wir gerade sind, so lange wir halbwegs online sind?
  • BÜCHER & LESEVERHALTEN The Next Time Someone Says the Internet Killed Reading Books, Show Them This Chart: Remember the good old days when everyone read really good books, like, maybe in the post-war years when everyone appreciated a good use of the semi-colon? Everyone's favorite book was by Faulkner or Woolf or Roth. We were a civilized civilization. This was before the Internet and cable television, and so people had these, like, wholly different desires and attention spans. They just craved, craved, craved the erudition and cultivation of our literary kings and queens.
Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Gunnar SohnWarum die Blockade von Union und Musikindustrie nicht überrascht

Warum mich die Blockadepolitik von Union und Musikindustrie nicht überraschtRechtsanwälte, Wettbewerbs- und Abmahnvereine machen seit Ewigkeiten richtig dicke Kohle mit dem Abmahngeschäft. Das Ganze ist ein reiner Papierkrieg mit richtig schöner Rendite. Ohne viel Aufwand wird eine Software im Internet eingesetzt, um Verstöße gegen Urheberrecht oder gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb zu erforschen. Das Standardschreiben ist immer gleich, nur Name und Adresse des „Rechercheopfers“ und den Sachverhalt eintragen, frankieren, eine eklig kurze Frist für die Unterlassungserklärung setzen und raus das Ding mit einer Kostenberechnung, die pro Abmahnung mehrere hundert Euro beträgt – natürlich wird der Streitwert richtig hoch angesetzt, damit man die Abmahnsummen nach oben treiben kann.

Diese Abmahnfabriken können mit der Angst der Empfänger kalkulieren. Lieber eine Unterlassungserklärung außergerichtlich akzeptieren, als den unkalkulierbaren Fortgang der Geschehnisse abwarten und noch auf eigene Rechnung einen Rechtsanwalt einschalten. Es könnte ja vor Gericht gehen mit der Gefahr, den Prozess zu verlieren.

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Andreas Weckununi.tv: „Wir wollen eine offene Plattform sein“

Gumpelmaier (by Alexander Kühn)Vor einigen Monaten startete die Plattform ununi.tv, die von Wolfgang Gumpelmaier, Anja C. Wagner, Fabian Topfstedt und Bertram Gugel ins Leben gerufen wurde. Mit dem Projekt möchten die Entwickler versuchen die BarCamp-Idee ins Web zu manövrieren.

Wolfgang Gumpelmaier hat sich mit mir einmal über die Idee hinter dem Projekt unterhalten und uns ein paar Einblicke in mögliche zukünftige Entwicklungen und Entscheidungen gegeben. Viel Spaß mit dem Interview.





Hallo Wolfgang, schön dass du heute Zeit für uns gefunden hast.

Hey Andreas. Gerne doch.

Du hast im November letzten Jahres, unter anderem auch auf Netzpiloten.de, das Projekt ununi.tv angekündigt, welches du mit Anja C. Wagner, Fabian Topfstedt und Bertram Gugel entwickelt hast. Beschrieben habt Ihr es kurz und knapp mit den Worten „Unkonferenz am Unort zur Unzeit“. Erkläre unseren Lesern doch bitte noch einmal was genau Ihr damit meint.

ununi.tv-Interview: Ununi.tv ist als virtuelle Hochschule für Film, TV und Web konzipiert, die allen Interessierten, MedienmacherInnen und QuereinsteigerInnen auf Basis von Google+ Hangouts eine Möglichkeit bietet, sich umfassend an der Schnittstelle von Internet und Bewegtbild weiterzubilden. Wir haben versucht die Barcamp-Idee ins Internet zu übertragen und stellen mit unserer Plattform eine Infrastruktur für alle Netzarbeiter/innen zur Verfügung, die bereit sind, eine neue Form des Live-Online-Lernens und kontinuierlichen Diskurses zu erfahren. Jeder kann also auf ununi.tv aktiv werden. Wir sind Publikum und Macher/innen in Einem!

Also eine Art Forum zum Austausch von Informationen via Hangouts, ja? Das heißt man muss auch ein Google+ Profil haben?

Richtig, um selbst Hangouts durchführen zu können braucht man einen Google+ Account. Viele Sessions werden jedoch live gestreamt, man kann also auch dabei sein, ohne sich bei Google registrieren zu müssen. Über Twitter, Facebook und Co. hat man die Möglichkeit, sich aktiv in die Diskussion einzubringen. Eigene Social Media Moderatoren greifen die Fragen aus den Netzwerken auf und stellen sie den Personen im Hangout. Sie sind als Crowd-Vertreter gedacht, das ist Teil unseres Konzepts.

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Andreas WeckVideo-Interviews mit VertreterInnen einer neuen globalen Bewegung

Die Berliner Gazette-Redakteurin Leonie Geiger hat zwei anonyme Künstler getroffen, die eine Reihe von spontanen Videointerviews mit dem Namen Systemfrage 2011+ gefertigt haben und zukünftig weiterführen werden. Es ist interessant und immer wieder erfrischend von solchen Projekten zu lesen und deshalb bekommt Ihr hier, liebe Leser, noch einmal einen gesonderten Lesetipp nachgeschoben. Um was es bei dem Projekt genau geht, lest Ihr im Folgenden.

videoatonaleDer Arabische Frühling, die Bewegung Occupy Wallstreet und die weltweiten Anti-AKW-Demonstrationen – 2011 war das Jahr des politischen Protests. Zwei Künstler haben ihn seit vergangenem Sommer begleitet. Bislang haben sie rund 80 Videoclips gemacht: Interviews mit Demonstranten, die die Geschehnisse in der Politik hinterfragen. Sie alle kommen zu Wort, ohne unterbrochen oder geschnitten zu werden. Berliner Gazette-Gastredakteurin Leonie Geiger hat die beiden Künstler getroffen, die anonym bleiben wollen, damit nicht sie, sondern das Projekt im Vordergrund steht. Ein Interview…

Das ganze Interview weiterlesen auf berlinergazette.de [Mehr]


Jörg WittkewitzIch nutze digital und Du?

WelleIBM hat sich eine Studie geleistet. Klar. Die müssen das. Denn sie verkaufen nur Digitales. Nein. Ihre Kunden sollen damit Geld verdienen. Denn die IBM verdient mit den Dienstleistungen für Firmen, die auf das papierlose Büro setzen, die die Lagerverwaltung digital regeln und die via Web Geld verdienen und daher ihre Prozesse digital abbilden bzw. gestalten.

In der Studie aber geht es um die Kunden dieser Kunden und das goldene Kalb des dritten Jahrtausends: Digitalien. Also geht es um uns und die Welt der Computer bzw. Software. Klar ist schon lange, dass nicht nur die jungen Leute ihre Zeit mit digitalen Diensten und Werkzeugen verplempern. Die Studie hat einen beeindruckenden Umfang: Fast 4000 Leute in China, Frankreich, Deutschland, Japan, Großbritannien und den USA wurden befragt. Holla die Waldfee. Das sind zufällig die Länder in denen das Web seit Jahren boomt. Eigentlich hat IBM also die Leute danach befragt, was für einen Einfluß das Web auf ihren Konsum hat. Zerstreuung wäre die Antwort. Neu ist, dass das auch für die Älteren gilt: Rund 65 Prozent der Befragten zwischen 55 und 64 Jahren gaben häufiger zeitgleich das Fernsehen anzuschalten und im Internet surfen oder mit Freunden zu chatten. Chatten! Kennt das noch jemand? ICQ? Macht nix.

Durch die Medien geistern aktuell jedoch die Enkel der Digital Natives und Digital Immigrants und sollen schon bald die Powerpoint-Folien von 1001 Berater bevölkern:

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Andreas WeckIch bin Journalist, ähm Blogger.. oder doch beides…?

typewriter

Der Pulitzer-Preis, den die Huffington Post für eine Serie über verletzte Soldaten erhalten hat, wird als großer Sieg der Blogger über die Journalisten gefeiert. Zumindest von Einigen. Doch warum so zänkisch? Die Tatsache, dass traditionelle Online-Medien zu Blogs werden und Blogs zunehmend den traditionellen Online-Medien ähneln, liegt doch auf der Hand. Was herauskommt sind nämlich die neuen Medien und nur dieser Begriff ist es, der heute noch Gewicht haben sollte.

Dabei hat die Huffington Post zweifelsohne mal als Blog angefangen. Oder besser gesagt als loses Netzwerk von Bloggern, die einfach eine Plattform gesucht haben, um deren Artikel zu bündeln. Bis heute werden die meisten Autoren und Kolumnisten nicht bezahlt, was schon zu solch starker Kritik führte, dass dem Gebaren ein Rechtsstreit anhängt. Dieser Punkt alleine macht für viele Leser und auch Blogger aus, dass die Huffington Post also ein Polit-Blog ist, jedoch gibt es da draußen auch genug Zeitungsverlage, die Ihre Autoren kostenfrei arbeiten lassen. Prestige und Reichweite durch die Zeitung für den Autor gilt heutzutage scheinbar ebenfalls als Zahlungsmittel. Ebenso gibt es Blogger, die bezahlt werden für Ihre Texte. Das Paradebeispiel dafür ist Brain Stelter, der sogar vom Blogger zum Redakteur der New York Times aufstieg.

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Andreas WeckBild.Macht.Politik – Wie BILD Politik beeinflußt (Doku)

bild.macht.politikGestern noch im TV-Tipp, ist die Doku „Bild.Macht.Politik“ inzwischen bereits auf YouTube online. Im Rahmen der Reihe „Die Story“ haben sich Christiane Meier, Sascha Adamek und Ulrike Schweitzer mal mit der BILD beschäftigt. Ob die BILD-Zeitung seriös oder nach wie vor ein Gossenblatt ist, ist die Frage, die im Zentrum steht. Mit viel Augenmerk ist man dabei auf den ein oder anderen Skandal eingegangen, den die Boulevardzeitung oftmals auch unbewiesen losgetreten hat, jedoch ohne ausreichend Kritik an die Springer-Leute selbst.

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Björn RohlesStudie von Google-Ergebnissen: SEO durch die Augen der Nutzer

The droids we’re googling forSuchmaschinenoptimierung, tägliches Brot und mit Vorurteilen gespicktes Hassobjekt, spielt täglich in unserem Netzleben eine große Rolle. Hendrik Terbeck hat nun unter dem Titel „Der Einfluss sozialer Empfehlungen auf das Selektionsverhalten in Suchmaschinen“ eine Bachelorarbeit vorgelegt, die mittels Blickaufzeichnung und problemzentrierter Nutzerbefragung Antworten auf brennende SEO-Fragen geben möchte.

Suche: keine Muster mehr, sondern heterogene Strategien

Zunächst einmal widmet er sich bekannten und oft gestellten Fragen: Wonach selektieren Nutzerinnen Inhalte bei der Suche? Welche Elemente animieren sie zum Klick? Gibt es Muster in der Ergebnisselektion?

Wenig Bedeutung kommt der Studie zufolge älteren Modellen wie dem F-Muster oder dem goldenen Dreieck zu, da Suchende angesichts der immer vielfältiger werdenden Ergebnisdarstellungen heterogene Strategien wählen – wenn Suchmaschinen von reinen Textlinks zur Darstellung von Bildern, Anzeigen, lokalen Ergebnisse, sozialen Empfehlungen und vielem mehr übergehen, haben alte Selektionsmuster wenig Bestand. Wichtig sind vielmehr neben der Position der Ergebnisse (Hypothese 5, wenngleich nicht uneingeschränkt, wie in den Hypothesen 12 bis 14 gezeigt wird) die Bekanntheit der Marke (Hypothese 6) und besonders Titel (Hypothese 4) und URL (Hypothese 7) – ein Grund mehr für ein flexibles Content-Management-System wie etwa WordPress, das die freie Anpassung dieser Elemente erlaubt.

Bis zu diesem Punkt ist die Studie ein interessante Beleg für bereits bekannte oder stark vermutete Erkenntnisse. Richtig spannend werden jedoch die folgenden Fragen zu den sozialen Empfehlungen.

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