Crowdfunding-Festival One Spark in Berlin (Bild: Tobias Schwarz-Netzpiloten, CC BY 4.0)

One Spark: Ideen können Realität werden

Das internationale Crowdfunding-Festival One Spark fand am Samstag in Berlin statt und zeigte das enorme Potenzial der Schwarmfinanzierung auf. // von Tobias Schwarz

Crowdfunding-Festival One Spark in Berlin (Bild: Tobias Schwarz-Netzpiloten, CC BY 4.0)

Am Samstag waren 5000 Menschen bei „One Spark START: Berlin“, dem ersten Crowdfunding-Festival das außerhalb der USA stattfand, in und um die Berliner PLATOON KUNSTHALLE mit dabei. 50 kreative Köpfe aus ganz Deutschland, Polen, Schweden, Chile, Italien, Israel und den USA haben sich und ihre Ideen einem bunt-gemixtem Publikum aus Interessierten, Investoren und Neugierigen präsentiert. Wir waren vor Ort dabei.

In den letzten Wochen haben wir auf Netzpiloten.de in Interviews verschiedene Menschen zur Bedeutung von Crowdfunding in ihrem Fachgebot zu Wort kommen lassen. Am Samstag haben wir uns dann auf dem Crowdfunding-Festival „One Spark START: Berlin“ selber einen Eindruck davon machen können. Über 50 Projekte stellten sich dem Publikum und den verschiedenen Fachjurys vor. Wer seine Idee überzeugend verkaufen konnte, hat direkt vor Ort Anteile des garantierten Crowdfunds bekommen. Über diesen haben die Gäste per App, auf der Webseite und persönlich bestimmt.


Travis Todd erzählte im Interview auf radioeins, was es mit dem Festival auf sich hat:

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Ideen können Realität werden

Die beliebtesten Projekte beim Publikum waren die Band Somebody Else, mobile Möbel von Room in a Box, die Lernplattform für unerfahrene Internetnutzer Webreife (Klick-Tipp: Kurzinterview mit Webreife-Mitgründer Mario Kunze), ökologische Toiletten für Festivals und ein Abenteuer-Labyrinth in Berlin. Sie erhielten im Laufe des Samstags die meisten Stimmen. Neben dem garantierten Crowdfund zeichnete eine Jury fünf Projekte aus den Bereichen Innovation, Kunst, Musik, Technologie und Wissenschaft mit Preisen im Wert von 3.000 Euro aus. Die Preise beinhalten eine Reise der Jury-Preisträger auf Kosten von One Spark zur großen Ausgabe des Festivals nach Jacksonville. Folgende fünf Creator der insgesamt 50 Teilnehmer überzeugten die Jury mit ihren Ideen:

  • Innovation – mobile Möbel von Room in a Box

  • Kunst – ein Dokumentarfilm über technologische Innovation in Afrika namens Made in Africa

  • Musik –Berlin Music Campus, ein Ort für die Umsetzung von musikalischen Projektideen (Klicktipp: Was ist der Berlin Music Campus?)

  • Technologie – Talkitt, Technologie für sprachbehinderten Menschen (Klicktipp: Maren Lesche hat uns erklärt, was Talkitt macht)

  • Wissenschaft – das Magazin für Autisten, N#MMER


Q&A-Runde mit "One Spark"-Gründer Elton Rivas und Travis Todd (Bild: Tobias Schwarz/Netzpiloten, CC BY 4.0)
Q&A-Runde mit „One Spark“-Gründer Elton Rivas und Travis Todd (Bild: Tobias Schwarz/Netzpiloten, CC BY 4.0)

Es hat Spaß gemacht dabei zuzusehen, wie ehrgeizig die Creators waren, ihre Ideen richtig in Szene zu setzen, um das Publikum zu überzeugen“ sagt Travis Todd, Geschäftsführer von One Spark Event Management GmbH. „Einigen ist das besser gelungen als anderen, aber genau darum geht es uns. Die Leute sollen sich austauschen und Feedback einholen, an ihren Ideen basteln und schrauben, um sie Realität werden lassen zu können. Und dafür brauchen sie Geld – Geld, das sie gut über Crowdfunding gewinnen können.“

Wird die nächste Revolution von der Crowd finanziert?

Einige Projekte haben mir persönlich besonders gut gefallen, denn sie offenbarten einen Wunsch zur Veränderungen von bestehenden Konventionen und dem Versuch, etwas Neues zu schaffen. Hier zwei Beispiele:

Céline Keller will mit „Amazing Women Of History“ den Fokus auf besonderen Frauen richten, die bisher wenig Beachtung finden:

David Streit stellte sein Masterarbeitsprojekt „Shelfd“ vor, dass unsere digitalen Medien zurück in unsere analogen Wohnzimmer holen könnte:


Teaser & Image by Tobias Schwarz/Netzpiloten (CC BY 4.0)


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Tobias Kremkau

Tobias Kremkau

ist Coworking Manager des St. Oberholz und als Editor-at-Large für Netzpiloten.de tätig. Von 2013 bis 2016 leitete er Netzpiloten.de und unternahm verschiedene Blogger-Reisen. Zusammen mit Ansgar Oberholz hat er den Think Tank "Institut für Neue Arbeit" gegründet und berät Unternehmen zu Fragen der Transformation von Arbeit. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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