Safer Internet Day: Tipps beim Verlust von Daten und Datenträgern


Jedes Jahr am zweiten Tag der zweiten Woche des zweiten Monats findet der Safer Internet Day (SID) statt, in diesem Jahr am 7. Februar. Der Safer Internet Day ist ein von der Europäischen Union initiierter jährlich veranstalteter weltweiter Aktionstag für mehr Sicherheit im Internet. Dieser Artikel befasst sich mit dem Thema Verlust von Daten.


Wenn Dritte sensible Informationen durch die Infizierung eines Computers mit Schadsoftware stehlen, nennt man das Phishing. Die dafür genutzte Schadsoftware attackiert Geräte meist über E-Mails, die Links zu Angeboten von beispielsweise Banken, Online-Händlern oder Lieferdiensten enthalten. Vertrauenswürdige Nutzer, die diese Links anklicken, installieren somit unbemerkt die Schadsoftware auf dem eigenen Gerät.

Mit den auf diese Art gesammelten persönlichen Daten, geben sich Kriminelle dann als ihre Opfer aus. Durch die gestohlene Identität versuchen sie unter Umständen auf das Bankkonto ihres Opfers online zuzugreifen oder mit der Identität ihres Opfers teure Wertgegenstände zu bestellen. Die Ware bekommen dann die Täter, ihre Opfer erhalten nur noch die Rechnung. Derartige Vorkommnisse sollten stets der Polizei gemeldet werden.

Es ist deshalb äußerst wichtig, dass Angebote und Aufforderungen in Mails erst einmal geprüft werden. Ist es üblich, dass die eigene Bank einem solche Mails zuschickt? Bin ich überhaupt Kunde bei dem Versandhändler, der mir ein Angebot macht? Andere Hinweise können grammatikalisch falsche Formulierungen oder logische Schwächen in den Ausführungen sein. Verdächtige Mails sollten als Spam markiert und gelöscht werden.

Verlust sensibler Daten durch Cyberangriffe

Viele Phishing-Attacken bleiben trotz guter Anti-Virensoftware unbemerkt. Wenn Betroffene allerdings Unregelmäßigkeiten auf ihren Konten feststellen, sollten sie die Polizei und ihr Bankinstitut sofort darüber informiert und die Sperrung der eigenen Karten beantragt werden. Der genaue Vorgang kann von Bank zu Bank unterschiedlich sein.

Für ein Benutzerkonto oder das eigene E-Mail-Konto, kann ein neues Passwort beantragt werden. Zusätzlich sollten die Dienstanbieter über den Vorfall informiert werden. Viele Plattformen bieten auch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen an, wie beispielsweise das Versenden eines Login-Codes per SMS oder an eine hinterlegte, zweite E-Mail-Adresse.

Sollten Kriminelle mit den persönlichen Informationen eines Opfers weitere Online-Profile angelegt haben, sollten Betroffene die Plattformen sofort über das falsche Profil und den Identitätsdiebstahl informieren. Auf Facebook hilft es auch schon, wenn viele Menschen ein Profil melden. Betroffene könnten ihre Freunde in den sozialen Netzwerken um Hilfe bitten.

Verlust physischer Datenträger mit sensiblen Informationen

Gegen den Diebstahl des Laptops oder des eigenen Smartphones kann man sich natürlich nicht schützen, man kann aber versuchen den Schaden gering zu halten. Von allen Geräten lassen sich Sicherheitskopien erstellen und extern oder online speichern, so dass man bei einem Verlust dann mit einem neuen Gerät auf die eigenen Daten wieder zugreifen kann.

Zugleich sollte man versuchen, den Zugriff von Dritten auf die eigenen Daten zu unterbinden. Beim Verlust des Smartphones sollte umgehend die SIM-Karte gesperrt werden. Im Idealfall hat man den Zugriff auf das eigene Smartphone sowieso schwergehalten, indem man das Gerät nur mit einer PIN entsperren kann.

Es lassen sich auch durch sogenannte „Remote Wipe“-Funktionen nachträglich noch Daten von Computern und Smartphones, die noch online sind, sichern und löschen. Solche Programme müssen aber vorab installiert und eingerichtet worden sein. Des Weiteren lassen sich Festplatten in Computern auch verschlüsseln. Dies ist ein zusätzlicher Schutz neben der üblichen Passwortabfrage gegen Zugriff durch Dritte, nicht nur bei Diebstahl.


Image (adapted) “broken window“ by skeeze (CC0 Public Domain)


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Tobias Schwarz

Tobias Schwarz

ist Coworking Manager des St. Oberholz und als Editor-at-Large für Netzpiloten.de tätig. Von 2013 bis 2016 leitete er Netzpiloten.de und unternahm verschiedene Blogger-Reisen. Zusammen mit Ansgar Oberholz hat er den Think Tank "Institut für Neue Arbeit" gegründet und berät Unternehmen zu Fragen der Transformation von Arbeit.

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