Compuert Camp (Bild: Computer Camp)

Kleine Nerds und große Programmierer

Das Computer Camp bietet den Nerds von heute und Programmierern von morgen ein Ferienprogramm der etwas anderen Art.

Compuert Camp (Bild: Computer Camp)

Das Technikferienlager fängt da an, wo die Schule aufhört: In Kursen lernen die Kinder, die von Gerstgrasser und seinem Team liebevoll Nerds genannt werden, alles über Webdesign, Gamedesign, Webentwicklung, Softwareentwicklung und seit diesem Jahr im „Experts Special“ alles über die Oculus Rift. Neben den IT-Angeboten gibt es allerdings auch ein vielfältiges Freizeitangebot für Draußen, denn auch die soziale Komponente soll im Camp nicht zu kurz kommen.

Wir bieten Module für Beginner, Fortgeschrittene und Experten im EDV-Bereich“, sagt Christian Gerstgrasser, leitender Geschäftsführer des Computer Camps, was nach eigenen Angaben der größte Technikferienlageranbieter im deutschsprachigen Raum ist. Angesprochen werden sollen Digital Natives, Nerds, technikbegeisterte und technikaffine Kinder zwischen 10 und 17 Jahren. „Wir versuchen hier eine Förderung anzubieten, die ihren Interessen im Fokus ganz stark entspricht“, sagt Gerstgrasser.

Am stärksten nachgefragt sind die Programmier-Workshops, bei denen von Anfänger- bis Experten-Kursen alles dabei ist. Außerdem kann man sich in Kursen wie App-Entwicklung noch mehr spezialisieren. Bei den Einsteiger Workshops müssen keine hohen Kenntnisse vorhanden sein. Spielerisch wird hier an das Thema herangeführt und anschließend zu richtiger Programmiersprache übergeleitet. Bei den Fortgeschrittenen gibt es nach Gerstgrasser aber auch Kinder, welche mit 12 Jahren schon vollständig programmieren können, die sich „hier zusätzlichen Input erhoffen“, wie er erklärt. Meist lernen diese Kinder ihre Fähigkeiten aus dem Internet und sind mit ihrem speziellen Hobby sehr allein in ihren Schulklassen. Dementsprechend können sie, so der Geschäftsführer, nicht richtig von ihren Lehrern gefördert werden. 15 bis 20 Prozent der Kinder im Camp sind in der Regel hochbegabt, „im Sinne von, die sind sehr spezifisch auf den EDV-Bereich ausgerichtet“, wie es Gerstgrasser beschreibt. In Kleingruppen wird man ihrer deutlich schnelleren Lerngeschwindigkeit und dem Wunsch nach mehr Input gerecht.

Gerstgrasser Christian (Bild: Computer Camp)

Allerdings ist das Computer Camp „kein reiner EDV-Kurs, sondern auch ein Ferienlager“, in dem die soziale Komponente großgeschrieben wird, berichtet Gerstgrasser. „Es gibt immer den Wechsel zwischen EDV- und Freizeitmodulen“. Nach Möglichkeit geht es in der Freizeit raus, draußen werden dann Spiele wie „Capture the Flag“ oder Ultimate Frisbee mit den Kindern gespielt. Viele haben bisher keine großen Erfolge im Schulsport verzeichnen können und stehen diesem auch eher kritisch gegenüber. Aber Gerstgrasser erzählt, dass sie die Nerds „im Laufe der Woche sehr gut dazu bekommen, auch tatsächlich mal einen Ball anzufassen“. Das wird erleichtert, da sich oft Gleichgesinnte finden, welche alle auf dem selben Level sind.

1992 fand das erste Computer Camp statt. Damals noch mit dem Schwerpunkt der Aufbauarbeit, auch wurde das 10-Finger-System vermittelt, erst einige Jahre später kam das Internet hinzu. Heutzutage ist das der Standard in der Schule. Die Arbeit des Camps beginnt in dem Bereich, den die Schulen nicht mehr abdecken können, wie zum Beispiel die Vertiefung in den Bereich der Programmierung. Aber auch neue technische Möglichkeiten werden ausgeschöpft, wie dieses Jahr im speziellen Kurs zur immersiven 3D-Umgebungsbrille Oculus Rift.

Im Camp kann den Kindern die Frage beantwortet werden, wohin sie sich mit den Fähigkeiten, in denen sie wirklich gut sind, noch entwickeln können. Aber auch die soziale Komponente wird betont, denn „es ist nicht nur wichtig, dass du ein guter Programmierer bist und gut programmieren kannst, es ist nämlich auch super wichtig, dass du im Team programmieren kannst, dass du dich mit anderen Menschen im wesentlichen austauschen und zusammenarbeiten kannst“, so Gerstgrasser. Die Social Skills sind für ihn ein wichtiger Bestandteil von dem, was die Kinder mit nach Hause nehmen können.


Teaser & Image (adapted) by Computer Camp


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Alexandra von Heyl

Alexandra von Heyl

ist Management Studentin und immer auf der Suche nach Herausforderungen! In ihrem Leben dreht sich alles um Marketing, besonders POS & Online. Ehemalige Praktikantin bei den Netzpiloten und Hobby-Photographin. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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