Ist der Ruf erst ruiniert… – dann helfen diese 10 Tools

Entgegen dem Sprichwort lebt es sich häufig gar nicht ungeniert, wenn der Ruft erst ruiniert ist. Denn dann hat der potenzielle Chef – der eben noch ganz begeistert vom Bewerber war – vermutlich die peinlichen Fotos von der letzten Kegelfahrt im Netz entdeckt. Oder die Traumfrau, die eben noch zum Greifen nahe schien, ist plötzlich wieder weg. Vielleicht hat sie die bissigen Kommentare der Exfreundin im Forum der Verlassenen gelesen. An diesem Punkt hilft nur noch: Versuchen zu retten, was noch zu retten ist. Zahlreiche Angebote haben sich darauf spezialisiert, gegen Bezahlung negative Berichte zu suchen und zu entfernen. Mit kostenlosen Testversionen kann man häufig probieren, ob die Online-Dienste wirklich mehr finden als kostenlose Suchmaschinen – und somit ihr Geld wert sind.

Wer eines der genannten Angebote bereits getestet hat, kann seine Erfahrungen gerne in den Kommentaren wiedergeben.

Attenalert
attenalert.jpgDer amerikanische Dienst Attenalert bietet die Möglichkeit, Online-Diskussionen über die eigene Person oder ein bestimmtes Produkt zu verfolgen. Durchsucht werden Websites, News, Blogs und auch Videos. Alle Ergebnisse kann man per E-Mail abonnieren. Mit der kostenlosen 7-Tage-Testversion kann man das Netz schon einmal ausführlich durchsuchen. Anschließend ist der Dienst für rund 4,89 Euro monatlich zu haben. Um das Löschen gefundener Daten muss man sich allerdings selbst kümmern.

Online Reputation Manager
reputationmonitor.jpgAuch der Online Reputation Manager aus Großbritannien bietet die Suche nach gewählten Stichwörtern und Personen an und stellt zudem die Ergebnisse per RSS Feed bereit. Für Privatpersonen kostet das Angebot rund sechs Euro pro Monat. Zuvor kann man aber die einmonatige Testversion nutzen. Die Inhalte werden jedoch nicht gelöscht.

Reputation Defender
reputationdefender.jpgEin deutsches Angebot ist der Reputation Defender. Dieser sucht für 14,95 Euro im Monat nicht nur nach Inhalten und präsentiert die Ergebnisse in einem monatlichen Report zusammengestellt, sondern bietet dem Kunden auch eine Beratung zu den gefundenen Inhalten an. Auf Wunsch werden Inhalte aus dem Netz entfernt. Das kostet 29,95 pro „Destroy“.

ReputationHQ
reputationhq.jpgEine 30-Tage Testversion gibt es auch bei ReputationHQ. Das Angebot durchsucht nach eigenen Angaben einfach alles, was irgendwie durchs Netz schwirrt: Von A wie Amazon-Produktbeurteilungen bis W wie Wikipedia. Suchergebnisse können gespeichert, kommentiert und bewertet werden.

Dein Guter Ruf
guterruf.jpgEin Name, der für sich spricht: Dein Guter Ruf sorgt sich um den Leumund der Internetnutzer. Für 9,95 Euro monatlich wird gesucht, auf Wunsch werden Beiträge für 24,95 Euro pro Stück entfernt. Darüber hinaus berät der Dienst gegen Gebühr auch Eltern zum Thema „Kinder und Internet“ und erstellt Online-Identitätsprofile für die lieben Kleinen, die unvorsichtig im Netz surfen.

Datenwachschutz
datenwachschutz.jpgUnter dem etwas merkwürdigen Namen Datenwachschutz.de wird auch hier das Auffinden und Löschen von Daten angeboten (einmalig 19,95 Euro für die Recherche, derselbe Betrag wird für die Löschung eines Beitrages fällig). Zudem können auf Wunsch Beweise für gerichtliche Auseinandersetzungen gesichert werden. Auch der Google-Cache wird durchsucht und entsprechende Daten werden entfernt.

trackur
trackur.jpgMehr für Unternehmen als für den Privatgebrauch geeignet ist trackur. Ab rund 14 Euro monatlich (oder 14-Tage Testversion) erstellt der Dienst ein Suchprofil für gewählte Stichwörter. Wird beispielsweise über ein Produkt des Kunden negativ berichtet, erhält dieser von trackur sofort eine Benachrichtigung und kann Abhilfe schaffen. In der Eigenwerbung rühmt man sich vor allem mit Schnelligkeit, die eine sofortige Reaktion möglich macht.

Saubere Weste
saubereweste.jpgEine Saubere Weste verspricht der gleichnamige Dienst aus Berlin. Insbesondere Rufschädigungen und Rechtverletzungen sollen mit Hilfe des Angebotes gefunden und bekämpft werden. Monatliche Berichte informieren über die Suchergebnisse. Preise gibt es nur auf Anfrage.

Webreputationwebreputation.jpg
Das deutsche Angebot webreputation richtet sich in erster Linie an gewerbliche Kunden. Anhand von Stichwörtern wird das Netz durchsucht und Änderungen ständig überwacht. Zudem ist man dabei behilflich, den Ruf der Kunden gezielt zu verbessern und negative Berichte möglichst zu entfernen. Preise auch hier nur auf Anfrage.

StartPR
startpr.jpgAls Social Media Management bezeichnet sich StartPR. Anhand von Schlagworten wird das Netz durchsucht. Ergebnisse können vom Nutzer verwaltet, kommentiert und bewertet werden. User können sich darüber hinaus auch miteinander vernetzen. Und das Beste ist: Das Ganze ist kostenlos!

In der dritten Topliste wird es noch mehr solcher Beispiele für aktive Arbeit am eigenen Online-Ruf geben. Bis dahin darf diskutiert werden: Lohnt sich die Investition in diese „Rufverteidiger“? Erfahrungen bitte!

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Meike Ullrich

Meike Ullrich

Meike hat während des Studiums der Politikwissenschaft die digiatlen Potenziale für die Demokratie entdeckt und das Ganze u.a. mehrere Jahre in einer Public Affairs und PR-Agentur erprobt. Mittlerweile arbeitet sie im Kommunikationsbereich der Stiftung der Deutschen Wirtschaft und setzt dort Maßnahmen für verschiedene Bildungsprogramme um – digital und auch ganz klassisch, aber immer auf der Suche nach neuen Ideen und Entwicklungen.

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