Bloggen mit Jimdo aus Hamburg

Hamburger Startup Jimdo präsentiert neues Design

Jimdo überrascht mit einem neuen Design, das es für Nutzer, besonders für die ohne große Vorkenntnis, noch einfacher macht Webseiten zu erstellen. // von Felicitas Hackmann

Startup Jimdo aus Hamburg

Jimdo präsentiert das größte Update seit seiner Entstehung 2007. Der Webseiten-Baukasten hat damit technisch, aber vorallen Dingen optisch einen großen Sprung nach vorne gemacht.

Aus Nutzersicht

Fangen wir von vorne an: Ein Nutzer wählt ein Template, loggt sich ein. Danach steht er vor halb vollendeten Tatsachen: Das gewählte Template mit Blindtext und Beispielbildern.

Klickt der Nutzer auf die Elemente (z. B. den Titel), kann er sie sofort bearbeiten. Somit wird „in Echtzeit“ sichtbar, ob Texte oder Bilder farblich, in der Größe, im Stil oder weiteres verändert werden sollten, sogenanntes „Inline Editing“.

Das Neue und das Ungewohnte

Der Trend zu intuitiven Design ist zuletzt bei Blogging-Plattform Medium.com aufgefallen. Als einfachere Alternative zu WordPress präsentierte diese inline-editing für Blogs. Wer es einfach mag, ist bei Medium auf jeden Fall richtig aufgehoben: Vorgegebenes Design, neben dem Autorenprofil kann man fast nichts individualisieren. Text schreiben und los.

Ähnlich ist es auch bei Jimdo: Da Nutzer auf einfach Weise Module verschieben und Inhalte ändern können, fühlt es sich weniger aufwendig an. Das Design ist allerdings wesentlich flexibeler als bei Medium. Der entscheidende Vorteil zu den älteren Systemen ist, dass Nutzer nicht (wie bei Tumblr oder WordPress) ständig Verschiebungen von Bildern im Text zwischen Bearbeitungs- und Vorschaumodus finden, weil es diese Unterteilung nicht mehr gibt.

Ungewohnt war eine Unterscheidung zwischen Inhalt und Style. Obwohl es eigentlich sinnvoll erscheint die beiden Optionen zu trennen, stockte ich immer wieder bei dem Versuch den Text inhaltlich zu verändern, wenn ich im „Style“ Modus war. Wie der Name vermuten lässt, kann man in diesem Moment nur die Farbe, Schrift, usw, nicht aber den Text an sich ändern. Geht man in den „Template“ Modus, kann man den Text, nicht aber den ‘Style’ ändern. An diese Änderung gewöhnt man sich allerdings schnell, wenn man es einmal verstanden hat.

Auch wenn das Video beim ersten Ansehen etwas schnell und hektisch erscheint, kommt es der finalen Version sehr nah, da es verdeutlicht, dass mit anklicken und verschieben im Prinzip die ganze Webseite gestaltet werden kann.

Die Konkurrenz

Die Konkurrenz, z.B. das Webseitenbaukastensystem wix, bietet ein ähnliches Modell an. Auch hier wird in der Webseitengestaltung mit anklicken und verschieben gearbeitet. Am Ende bieten beide jedoch unterschiedliche Pakete für unterschiedliche Spezifikationen an, sodass man nicht verallgemeinernd sagen kann, welches Angebot grundsätzlich das bessere ist.

Die Aussicht

Im vergangenen Jahr brachte Jimdo die iOS App auf den Markt, die bisher über 400.000 heruntergeladen wurde und 4,5 Sterne im App Store hat. Der nächste Schritt ist logischer Weise eine Android App – da aktuell (siehe Jimdos Job-Seite) Android Entwickler gesucht werden, ist der Schritt wohl klar.

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Felicitas Hackmann

Felicitas Hackmann

studierte Medienwissenschaft in Siegen und arbeitete zwischendurch und danach in Startups wie z.B. Airbnb und Stuffle. Nach San Francisco und Hamburg, ging es 2014 nach Berlin, wo sie als freie Reporterin, für z.B. VentureVillage, schreibt. Ohne Twitter, Foursquare und Spotify geht es nicht! Alles weitere gerne in 140 Zeichen an @frau_feli.

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