Google Patent erklärt die Lesegeschwindigkeit zum Rankingfaktor
Google versucht seine Rankingkriterien schon länger „menschlicher“ zu gestalten. Ein neues Patent könnte den Algorithmus erweitern.

Das United States Patent 8271865, welches Google zugesprochen wurde soll den Suchmaschinen-Algorithmus um einen weiteren menschlichen Faktor ergänzen. Das Patent sieht vor, dass die Geschwindigkeit, mit der ein Text gelesen werden kann, gemessen und analysiert wird. Ob die Methode Anwendung finden wird, steht jedoch noch aus.
Dass die Google-Suche menschlicher werden soll, ist ein Ziel, welches die Google Inc. schon länger ins Visier genommen hat. Der größte Schritt dahin ist die sogenannte Social Search, die die Relevanz der Texte anhand von „+1“ und „Shares“ unter Lesern analysiert und entsprechend einstuft. Das neue Google Patent 8271865 soll nun auch die Lesegeschwindigkeit mit einbeziehen.
Funktionieren soll das Ganze, indem an bestimmten Stellen des Textes Marker eingesetzt werden. Der Text wird anschließend gerendert und so ausgeben, wie er in dem Browser des Lesers erscheint. Aus den Positionen der Marker wird dann errechnet, mit welcher Lesegeschwindigkeit der Text gelesen wurde. Alles klar? Nein? Macht nichts. So richtig verstehen tut dies nämlich keiner. Der Antwort, wie genau sich daraus die Lesegeschwindigkeit ergibt, bleibt das Patent nämlich schuldig. Erklärungsversuche werden in dem Kommentarfeld dankend angenommen.
Sollte dieser Faktor tatsächlich Anwendung finden in der Suche, kann man von ausgehen, dass dieser sicherlich nicht die höchste Priorität haben wird. Denn klar ist auch, dass die Lesegeschwindigkeit natürlich nur ein ergänzendes Kriterium sein kann, aber sicherlich nicht den Informationsgehalt und die Relevanz bestimmt. Insofern werden viele die zusätzliche Variable sicherlich traditionsgemäß verfluchen, sollte es eingeführt werden.
Was haltet Ihr von diesem Patent? Nützlich oder sinnlos?
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Über den Autor
Andreas Weck ist seit Februar 2011 an Bord der Netzpiloten. Zuerst als Redakteur und seit April 2012 als Projektleiter für das Online-Magazin. Neben den Netzpiloten hat er zudem auch auf anderen Online-Medien wie jetzt.de, Politik-Digital und t3n Beiträge veröffentlicht. Anzutreffen ist Andreas regelmäßig auf Google Plus, Facebook und seit kurzer Zeit auch auf Twitter.