#DPDHLinspires: Nachhaltigkeit als Innovationstreiber

Sich etwas direkt nach Hause schicken zu lassen, wird nicht nur bei der jüngeren Generation immer beliebter. Besonders im Winter ist es angenehmer, etwas bequem online zu bestellen, als das Haus zu verlassen. Bei Lieferando findet man essbares Glück, bei Amazon einfach alles – und das nur einen Mausklick entfernt.

Aber an den dahinterstehenden Aufwand, der betrieben wird, um die Kundenherzen höher schlagen zu lassen, wird dabei nur selten gedacht: neben den logistischen und koordinativen Aspekten muss auch die komplexe Transportkette von dem jeweiligen Unternehmen gründlich geplant werden. Gedanken um die Nachhaltigkeit machen sich die meisten Menschen leider auch nicht allzu oft. Wie wichtig eine ökologisch nachhaltige Unternehmensführung ist, hat Deutsche Post DHL erkannt und nun ambitionierte Klimaschutzziele formuliert: Bis 2020 soll die CO2-Effizienz des Konzerns pro verschicktem Brief, transportiertem Container und genutztem Quadratmeter Fläche inklusive der Transport-Subunternehmer im Vergleich zu 2007 um 30 Prozent verbessert werden.

Gutes für Gesellschaft und Umwelt tun

Katharina Tomoff, Vice President des Programms Shared Value/GoGreen, das von Deutsche Post DHL ins Leben gerufen wurde, hat sich gefragt, wie ein Unternehmen etwas Gutes für Gesellschaft und Umwelt tun kann. Die Lösung zu diesem Thema stellte sie bei der Veranstaltung #DPDHLinspires Mitte November in Troisdorf  bei Köln im DHL Innovation Center vor. Das Thema ihrer Präsentation lautete: „Nachhaltigkeit als Innovationstreiber“.

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Katharina Tomoff, Image by Charlotte Diekmann

Sie ist überzeugt, dass die Anforderungen an ein Produkt durch den schnellen Wandel unserer Zeit nicht mehr stabil sind. Als Beispiel wird aufgelistet, wie sich die Ansprüche an ein Handy vom Markteintritt bis heute verändert haben.

„Als Unternehmen muss man immer wieder kontrollieren, ob die Kriterien, die an das eigene Produkt angelegt wurden, überhaupt noch relevant sind. Bisher waren Schnelligkeit, ein guter Preis, Zuverlässigkeit und idealerweise auch Transparenz die Devise in unserer Branche. Nun ist die neue Währung in der Logistik, die es früher noch nicht so ausgeprägt gab, die Nachhaltigkeit.  Neun von zehn  Großkunden haben selbst Klimaschutzziele, was das Kooperieren natürlich stark vereinfacht.“

Der Fokus auf den großen und einfachen Themen

Im Rahmen von GoGreen modernisiert Deutsche Post DHL große Teile der Fahrzeugflotte: Von den rund 80.000 Straßenfahrzeugen, die der Konzern weltweit betreibt, nutzen bereits 8.500 innovative Technologien und Antriebe – Tendenz steigend, so heißt es auf der Website der Deutschen Post DHL Group.

Des Weiteren wünscht sich Katharina Tomoff den Einbau intelligenter Sensorik in die Lagerhallen. Eine Vollausstattung hält sie in der Lagerhaltung für überflüssig. Es soll nun nur noch dort beheizt und beleuchtet werden, wo es auch wirklich nötig ist. „Durch das Nachdenken über Nachhaltigkeit lassen sich Innovationen finden, die simpel sind. Wenn es intelligente Gegenstände gibt, die melden, dass ihre Batterie ausgetauscht werden muss oder eine besonders gute Vernetzung manche Auslieferungsfahrten überflüssig macht, ist das ein erster Schritt in die richtige Richtung.“

Die Zukunft der Transport- und Logistikbranche

Die zentralen Elemente des GoGreen-Programms lassen sich natürlich auch auf der DPDHL Website finden: Die Flotten- und Netzwerkoptimierung, die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden, die Einführung innovativer Technologien, die Mobilisierung der Mitarbeiter und die Einbeziehung von Subunternehmern und Kunden.

Deutsche Post DHL geht mit GoGreen mit gutem Beispiel im Bereich Innovation und Logistik voran. Ob all diese von DPDHL gesteckten Ziele erreicht werden, wird die Zukunft zeigen. Katharina Tomoff  jedenfalls wirkt nicht nur ehrgeizig, sondern scheint für dieses Thema zu brennen.

Um ökologisch nachhaltiger ausliefern zu können, wurde nicht nur in viele Richtungen gedacht,  auch die geplante Umsetzung ist vielversprechend und scheint realistisch zu sein.  Was bei der Durchführung des Projekts zu hoffen bleibt, ist neben der Einhaltung der geplanten Dauer auch, dass sie wirklich mit so viel Herzblut verrichtet wird, wie Tomoff es in ihrem Vortrag vorgelebt hat. 


Image “airplane” by skeeze (CC0 Public Domain)


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Charlotte Diekmann

Charlotte Diekmann

kommt aus Münster und studiert Angewandte Medien- und Kommunikationswissenschaft an der TU Ilmenau. Sie hat ein Praktikum in der Netzpiloten-Redaktion absolviert.

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