Andreas WeckDie Smartphone-Obsession – nicht ohne mein Handy

Die Smartphone-Obsession – nicht ohne mein HandyImage by Phil Campbell (Some rights reserved)

Das kennen wir gut. Menschen die ständig auf Ihr Smartphone sehen. In der Bahn, im Unterricht oder gar im Meeting. Wir empfinden das teilweise als unhöflich. Gerade wenn die Person, die dies tut, sich eigentlich mit einem selbst im Gespräch befindet. „Smartphone ist in und Knigge ist out, oder was?“, hallt es dann durch die Gedanken. Eine amerikanische Studie hat dieser Smartphone-Obsession jetzt einmal auf den Zahn gefühlt.

Dass Smartphones den Alltag ihrer Nutzer prägen sollte unbestritten sein. Die Vermutung kann man schon anhand der oben genannten Beispiele aufstellen. Der Experte für Smartphone-Sicherheit, Lookout, hat nun einmal genauer nachgefragt, wie oft und wo User ihre Handys am meisten benutzen und vor allem wie die Beziehung zu dem Gadget genau aussieht. Dazu hat das Unternehmen, das Marktforschungsinstitut Harris Interactive beauftragt eine Umfrage zu starten, bei der 2097 Smartphone-Nutzer befragt worden. Zwar handelt es sich dabei ausschließlich um US-Amerikaner, doch werfen die Ergebnisse einen interessanten Blick auf die allgegenwärtige Handynutzung und lassen sich angesichts des Booms von Smartphones, sozialen Netzwerken & Co. hierzulande grundsätzlich auch auf Deutschland übertragen.

Die Umfrage bestätigt, was sich viele schon gedacht haben dürften: Smartphones sind zur Obsession geworden. Fast 60 Prozent der Nutzer checken den Status wenigstens einmal in der Stunde. Auch im Bett greifen mehr als die Hälfte (54 Prozent) zum Smartphone. Dieser Zwang geht sogar so weit, dass 39 Prozent der Nutzer zugegeben haben, ihr Handy auch auf der Toilette zu benutzen.

Wie oft der Status per Smartphone wird

Smartphones sind in, Knigge ist out

Um immer auf dem Laufenden zu sein, werden auch Konventionen und Regeln gebrochen. So verzichten 30 Prozent selbst während Mahlzeiten mit anderen nicht darauf, und 24 Prozent nehmen ihre Smartphones sogar beim Autofahren zur Hand. Die Romantik mit Smartphones ist ebenfalls begrenzt: Jeder Fünfte greift nach dem Sex als erstes dazu. Was da wohl kommuniziert wird?

Wo Nutzer ihre Geräte benutzen

Die wohl größte Sorge, die ein Smartphone-Nutzer hat, zeigt sich in deren Verlust. 94 Prozent der Befragten sorgen sich, ihr Handy zu verlieren. Und fast drei Viertel der Befragten (73 Prozent) werden panisch, wenn sie es tatsächlich tun.

Sorgen bei einem Smartphone-Verlust


Über den Autor
ist seit Februar 2011 an Bord der Netzpiloten. Zuerst als Redakteur und seit April 2012 als Projektleiter für das Online-Magazin. Neben den Netzpiloten hat er zudem auch auf anderen Online-Medien wie jetzt.de, Politik-Digital und t3n Beiträge veröffentlicht. Anzutreffen ist Andreas regelmäßig auf Google Plus, Facebook und seit kurzer Zeit auch auf Twitter.

 

Kommentar verfassen

kostenloser CounterCapcom

Diese Artikel aus der Kategorie Mobile könnten Dich auch interessieren:

Weitere Artikel zum Thema Mobile.