Destination Check: Wie war’s @ SUMMIT OF NEWTHINKING?

Im neuen Format Destination Check fragen wir Gäste, Redner und Organisatoren verschiedener Veranstaltungen: „Wie war’s eigentlich @ … ?

summit of newthinking

Veranstaltung verpasst, verworfen oder vorgemerkt fürs nächste Mal? Die Netzpiloten fragen Gäste, Mitwirkende und Macher wie es diesmal für sie gelaufen ist. Heute im Netzpiloten Destination Check: Der erste SUMMIT OF NEWTHINKING, vom 15. – 16.11.2012 in der STATION Berlin.

Heute im Gespräch, Tobias Schwarz, Sprecher der LAG Netzpolitik bei Bündnis 90/Die Grünen, der auf der SON zu Gast war.


Destination Check: Wie war’s @ SUMMIT OF NEWTHINKING - Tobias SchwarzWie ist dein Gesamteindruck?

Es ist sehr schwer in Berlin ein aus der Masse der Veranstaltungen herausragendes Event zu organisieren. Newthinking selbst hat dafür die Messlatte stets hoch gesetzt. Mit dem Summit Of Newthinking (SON) hat die hippe Agentur aus dem Prenzlauer Berg die eigene Herausforderung erfolgreich gemeistert. Aus einem der außergewöhnlichsten Orte dieser Stadt wurde für zwei Tage ein Ort des Lernens und Vernetzen, in dem Wissen geteilt und damit verbreitet wurde und der neue Wege eröffnete.

Haben Programm / Inhalte deine Erwartungen erfüllt?

Ziel war es, mit dem SON eine Plattform zum Austausch über die Anwendung von offenen Strategien in verschiedene Einsatzbereichen anzubieten. In fünf thematischen Tracks beschäftigten sich die Gäste mit allerlei Offenheit: open innovation, open reality, open business, open data und einem flexiblen open track. Schon vom Thema her eine interessante Veranstaltung und die Auswahl der SprecherInnen ermöglichte einen breiten und vor allem internationalen Blick auf das Thema. Genauso wie das Publikum – jung, international und meist beruflich wie auch privat im Bereich Technologie und Medien sowie Kultur & Gesellschaft aktiv – waren auch die SprecherInnen.

Gefiel dir das Rahmenprogramm?

Persönlich besuchte ich u.a. den Track ?Open City Lab? von Yannick Haan. VertreterInnen von der SPD, den Grünen und der Piratenpartei tauschten sich über Möglichkeiten der digitalen Bürgerbeteiligung auf der Berliner Bezirksebene aus. Im Workshop ?Urban Mining? konnten wir Gäste unter Anleitung von Miquel Ballester Salva von der FairPhone-Initiative alte Handys auseinander bauen und lernten viel über die recycelbaren Metalle, die Produktion von Smartphones und was unternehmerische wie auch persönliche Verantwortung sein sollte. Markus Beckedahl von Netzpolitik.org erklärte den interessierten Anwesenden die Geschichte und Funktionsweise von Creative Commons, einem gemeinnützigen Verein, der verschiedene Standard-Lizenzverträge entwickelt, mit denen AutorInnen der Öffentlichkeit auf einfache Weise Nutzungsrechte an ihren Werken einräumen können.

Wie würdest du die Teilnehmer einordnen?

Die Nutzung von Open Source-Software und freien Online-Lexika ist das Ideal in einer freien Wissensgesellschaft. Von gemeinsam zu nutzenden Werken profitiert auch Sam Muirhead, der seit August ein Jahr lang nach dem ?Open Source-Prinzip? in Berlin leben möchte. Als Mitglieder der modernen Konsumgesellschaft wissen wir immer weniger, wie Dinge hergestellt werden. Muirhead will mit seinem Projekt ein Bewusstsein dafür schaffen und Alternativen aufzeigen. Auf dem SON berichtete er von den ersten 100 Tagen und stellte verschiedene Probleme und Erfahrungen vor, die er bis jetzt gemacht hat. Seine wöchentlichen Kurzfilme hat Muirhead leider bereits eingestellt, dafür wird es den geplanten Film über das Projekt Ende 2012 wirklich geben.

Gehst du nächstes Mal wieder hin bzw. wem empfiehlst du die nächste Veranstaltung?

Wie eigentlich jede Veranstaltung von Newthinking, kann ich den SON nur empfehlen. Es ist nicht nur das Engagement und der Verstand, den die Agentur in die Organisation ihrer Veranstaltungen steckt, vor allem das Konzept der verschiedenen Tracks hat mich überzeugt. Newthinking hat sich zu einem wichtigen Impulsgeber der digitalen Szene entwickelt und ist gerade wegen Events wie dem SON ein wichtiger Teil der digitalen Kultur Berlins.


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Bild:
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Andreas Weck

Andreas Weck

schreibt seit 2011 für die Netzpiloten und war von 2012 bis 2013 Projektleiter des Online-Magazins. Zur Zeit ist er Redakteur beim t3n-Magazin und war zuletzt als Silicon-Valley-Korrespondent in den USA tätig.

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