Destination Check: Wie war es auf der „hy! demo“?

Am 18. Januar fand die erste hy!-Konferenz im Jahr 2014 statt. Die beiden Gewinner unserer Ticketverlosung berichten im Destination Check, wie es war. // von Tobias Schwarz

hy! demo

Auch in diesem Jahr erwarte hy! Berlin die Pioniere der digital economy und Technologieszene. Am vergangenen Samstag eröffnete der erste gemeinsame Demo Day europäischer Top‐Accelerator im Berliner Stattbad Wedding die diesjährige hy! demo. Wir haben zwei Karten für den hy! Demo Day verlost und die beiden Gewinner, Peter Schlecht und Linda Dertinger, berichten uns nun im Destination Check, wie es auf der Konferenz war.

Peter Schlecht, Business Developer und Future Entrepreneur


Peter SchlechtWie ist dein Gesamteindruck?

Mein Gesamteindruck war durchweg positiv. Einzig das vegane Essen hat den sehr guten Gesamteindruck etwas getrübt. Alles verlief weitestgehend reibungslos und war gut organisiert. Sowohl die Konferenz als auch die Party danach war meiner Meinung nach mehr als gelungen. Die Hy! ist für mich definitiv eine der besten Startup-Konferenzen in Berlin.

Haben Redner und Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Mein Fazit ist vor allem auf Grund der durchweg hochklassigen Teilnehmer zustande gekommen. Alle Leute mit denen ich das Glück hatte zu sprechen hatten eine nach meiner Meinung relevante Position im Startup Ökosystem inne.

Was war dein persönliches Highlight der Veranstaltung?

Für mich gab es nicht das eine Highlight. Wenn, dann war es das gute Gefühl auf einer Konferenz zu sein, die zwischen Business- und Klassentreffen steht.

Gehst du nächstes Mal wieder hin?

Ich werde das nächste Mal auf jeden Fall wieder auf der Hy! dabei sein. Nochmal vielen Dank an Netzpiloten für das Ticket!


Linda Dertinger, Studium der Architektur in Kopenhagen und Leipzig


Linda DertingerWie ist dein Gesamteindruck?

Die hy!demo ist ein Durchlauferhitzer, hier wurden Konzepte ausgetauscht – zwischen den Menschen, nicht nur von der Bühne abwärts – in einer von Inspiration getragene Atmosphäre. Ein geselliges Get-Together und ein bisschen davon, was ganz! früher Mustermessen waren.

Mein erster und schließlich bleibender Eindruck war: Gut durch organisiert. Es ist ein absolutes Qualitätsmerkmal, wenn die kleinen Krisen die immer mal Hinter den Kulissen stattfinden für die Gäste und Besucher*innen unsichtbar bleiben. Dass wir Hin und Wieder hinter den Zeitplan gerieten, ist auch eher positiv zu vermerken. Der Grund waren schließlich die immer neuen interessierten Nachfragen des Publikums.

Haben Redner und Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Die Pitches hielten klar, was sie versprachen. Ganz verschiedene Ideen und Grundhaltungen. Allerdings hätte ich mir noch ein bisschen mehr Hardware-Startups gewünscht, was sich vielleicht mehr durch meinen persönlichen Hintergrund ergibt. Eher enttäuscht war ich von den zwei Paneldiskussionen, die ich mitbekam. Beide nahmen erst im allerletzten Teil wirklich Fahrt mit neuen konstruktiven und nicht altbekannten Statements auf. Eigentlich hätte es hier noch weiter gehen müssen, schade. Auch die Beteiligten haben sich hier unwillentlich leider immer an den falschen Stellen abgebrochen.

Noch ein letztes kleines Minus: Zu wenige Frauen. Da geht noch mehr, wie hy! auf vorherigen Veranstaltungen gezeigt hat.

Trotzdem, meine Erwatungen wurden übertroffen. Goderma beispielsweise ist ein Mobile Health Startup, dessen Nutzen und Nutzung im Markt absolut offensichtlich war. Hier habe ich mich gefragt, welchen Mehrwert ein solches System vielleicht auch in Ländern des Globalen Südens haben könnte. Aber auch viele andere haben sich ihren Platz auf der hy!demo verdient.

Was war dein persönliches Highlight des Veranstaltung?

Das hy!light war der Umgang der Menschen miteinander – ob Gäste, Besucher_innen, Presse. Das Team von hy! hat es gut vermocht, eine Atmosphäre zu schaffen, die keine Hierarchien aufkommen und Gespräche sich unglaublich leicht und natürlich entwickeln ließ.

Mich hat es sehr gefreut Atte Hujanen mal leibhaftig zu hören. Das war cool – weil er es ist.

Gehst du nächstes Mal wieder hin?

Die Veranstaltung ist für Leute gedacht, die ein entrepreneurial mindset haben. Das müssen nicht nur Menschen mit Tech-Hintergrund sein; allerdings: wer noch nie von USP oder VCs gehört hat oder Schwierigkeiten hat, den englisch-sprachigen Debatten zu folgen, wird auf der Veranstaltung wenig Freude haben.

Gründer*innen/Aspirant*innen, die ihr Netzwerk in Berlin und darüber hinaus erweitern möchten, handverlesene junge Start-ups sehen wollen, sind hier mehr als richtig. Für alle, die noch ein fehlendes Teammitglied suchen oder den entscheidenden Tweak ihres Produktes mit potentiellen Investor*innen besprechen wollen, hat die hy! ebenso was zu bieten. Ich würde wieder kommen.

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Tobias Kremkau

Tobias Kremkau

ist Coworking Manager des St. Oberholz und als Editor-at-Large für Netzpiloten.de tätig. Von 2013 bis 2016 leitete er Netzpiloten.de und unternahm verschiedene Blogger-Reisen. Zusammen mit Ansgar Oberholz hat er den Think Tank "Institut für Neue Arbeit" gegründet und berät Unternehmen zu Fragen der Transformation von Arbeit. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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