Smartphone Teaser (Bild: Phil Roeder [CC BY 2.0], via Flickr)

Das Smartphone ist tot, es lebe das Smartphone

Das Smartphone hat stark dazu beigetragen eine digitale Revolution in Gang zu setzen, deren Ausgang es, zumindest in dieser Form, nicht mehr erleben wird // von Daniel Kuhn

Smartphone Sony (Bild: Vernon Chan [CC BY 2.0], via Flickr)

Heutzutage hat der Großteil der Gesellschaft ein Smartphone und ist damit nahezu immer und überall Online. Der technische Fortschritt wird allerdings die mobilen Endgeräte, wie wir sie heute kennen bald überholen. Den sogenannten Wearable Devices gehört die Zukunft, vorausgesetzt die Gesellschaft wandelt sich und stellt sich den Herausforderungen, die aus der mobilen Revolution erwachsen.


  • Smartphones in jetziger Form werden trotz immer stärkerer Verbreitung bald wieder aussterben.
  • Wearable Devices werden unser Hauptkommunikationswerkzeug, mit dem wir uns vernetzen.
  • Die Gesellschaft muss sich den Technologien gegenüber noch stärker öffnen und einen Diskurs führen.

Ein typisches Smartphone zu beschreiben ist nicht schwer – ein flaches, rechteckiges Gerät mit abgerundeten Ecken und einem Touchscreen. In Zukunft wird dies allerdings deutlich schwerer, denn die technische Entwicklung geht immer stärker zu Wearable Devices. Smartwatches und Datenbrillen wie Google Glass sind dabei lediglich die ersten Vertreter ihrer Art. Künftig werden sie das Hauptkommunikationswerkzeug sein, über das wir Informationen beziehen und uns mit der Welt austauschen. Die verbleibende Rechenzentrale, die ohnehin immer kleiner wird, tragen wir dann irgendwo am Körper oder in der Kleidung, vorausgesetzt natürlich, dass das Problem der Stromversorgung gelöst wird.

Aus dieser Entwicklung erwachsen aber natürlich auch Probleme. Wie werden wir damit umgehen, dass wir immer online sind und unsere Privatsphäre durch uns umgebende vernetzte Menschen sich radikal verändert? Zunächst einmal müssen die Deutschen sich von dem Posten der Bedenkenträger lösen und den neuen Technologien aufgeschlossener gegenübertreten, wie Heike Scholz von Mobile­Zeitgeist in einem Interview mit Digitalmediawomen erläutert. Es ist nötig, dass diese Entwicklungen in einem gesellschaftlichen Diskurs offen behandelt werden und dadurch geklärt wird, was diese Technologien für den einzelnen aber auch die Gesellschaft bedeuten.

Die Entwicklung wird natürlich nicht von heute auf morgen von Statten gehen, aber sie ist bereits in vollem Gange. Sich ihr gegenüber zu sperren und das Digitale generell als schlecht abzulehnen hat also keinen Sinn mehr, es geht vielmehr darum die Entwicklung in eine allgemeinverträgliche Form zu führen.


Teaser by Phil Roeder (CC BY 2.0)

Image by Vernon Chan (CC BY 2.0)


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Daniel Kuhn

Daniel Kuhn

ist Wahl-Berliner mit Leib und Seele und arbeitet von dort aus seit 2010 als Tech-Redakteur. Anfangs noch vollkommen Googles Android OS verfallen, geht der Quereinsteiger und notorische Autodidakt immer stärker den Fragen nach, was wir mit den schicken Mobile-Geräten warum anstellen und wie sicher unsere Daten eigentlich sind.

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