Mary Huang arbeitet an der Schnittstelle zwischen Mode- und Software-Design. Sie gründete Continuum Fashion mit ihrer Partnerin und besten Freundin Jenna Fizel. Das Projekt ist ein experimentales Label, das Marys Interesse an der Mode und ihrem Hintergrund aus der Software- und Medienbranche vereinen soll. Das Label produziert u.a. LED-Kleider, User-generated Couture und 3D-Printing-Mode. Im Rahmen der NEXT12 habe ich Mary Huang einmal zu Continuum Fashion interviewt. Den englischen Originalton des Interviews lest Ihr hier.


Hi Mary, thanks for talking to Netzpiloten today

Hello, nice to meet you!

So, you're at this intersection between fashion and software design. How did that come about personally for you?

Mary HuangI mean, personally, I actually have a background in more like media and interaction design and so does my partner. I mean, she does a lot of installations, design work, she has a background in architecture, so neither of us studied fashion design. I'd always done a lot of experimental fashion design, but in a way it's nice to have an outside perspective; especially since if you look at fashion design how the training and how the industry is built up, most fashion designers don't work digitally at all even and it's an industry that is very well grounded in craft which is great. I mean, there's a lot of beautiful craftsmanship, but there's not necessarily the kind of, like, tradition of using computers at all.

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Ich habe im Rahmen der NEXT12, die Co-Gründerin und Direktorin von MindGames, Deepa Iyengar, einmal zu dem Projekt interviewt. MindGames hat die ersten gedanken-kontrollierten iPhone- und iPad-Spiele wie z.B. 28 Spoons Later und W.I.L.D entwickelt. Wie die Spielhandhabung funktioniert und wie die Idee zu dem Projekt entstanden ist, erzählt uns Deepa in diesem Gespräch, welches wir heute einmal im Originalton in englischer Sprache veröffentlichen.


So, Deepa, you tell me a little bit about your background in cognitive neuroscience and how MindGames started.

Well, I took a masters degree some years back at MIT in their brain and cognitive sciences department. That's a good department if you have a wide interest in the area because they've got people all the way from psychology to going into monkey's brains. My field was cognitive neuroscience, which is interdisciplinary. But what I worked on was habit learning and trying to understand how habit learning works in the brains of rats. Not how the learning process works, but where is the brain activity that has correlates with habit learning.

How did MindGames start?

Deepa IyengarWell after MIT I went to art school (laughing) for a little while. I think that might have something to do with it. About three years back I first heard about these kind of technologies that were becoming commercial for ordinary people and these brain-controlling technologies. And it was really just a vision that happened. I thought, well, I'd really love to play a video game, maybe like Myst or something, but where I have to solve some of the puzzles say by relaxing to open up a new path or something. And that's really how I got the idea. It just came in sort of a vision after hearing about this technology. Then when I looked back I said, ok, but the idea of playing a game to learn something is about trying to learn a habit in a fun. And maybe that really connects back to school.

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Felix Petersen ist der Gründer der erfolgreichen Plattformen Amen und Plazes. Ich habe ihn vor einigen Tagen im Rahmen der NEXT12, zu der Berliner Startup-Szene interviewt, über die er dort mit Mike Butcher von TechCrunch, Edial Dekker von Gidsy und David Nöel von Soundcloud eine Podiumsdiskussion geführt hat. Felix beleuchtet unter anderem einmal, was die Berliner Szene heut, von der Anfangszeit unterscheidet. Und was Politiker tun können, um Innovationen zu fördern. Auf ein Wort.


Es gab dieser Tage eine Menge Gerede darüber, dass die Berliner Start-up-Szene zwar eine sehr kleine, aber dennoch sehr aufgeschlossene und inzwischen sehr aufbauende Branche geworden ist. Ist das tatsächlich der Fall? Wie macht sich das deutlich?

felix petersenJa, es ist immer noch eine sehr kleine Szene. Sie startete aber aus dem nichts. Ich glaube so in etwa 2004… und hat seitdem viele Phasen durchlebt. 1999/2000 war da nur so etwas wie eine Community, als z.B. auch die Netzpiloten starteten. Aber es war auch eine andere Ära. Sie war weniger produktorientiert. Da waren nur einige Entrepreneure von Business Schools, Geschäftsleute die ein wenig Geld mit Internet-Dingen machten, aber dann auch recht schnell mit ihren Firmen pleitegingen oder deren Geschäftsmodelle änderten und dann irgendwann verschwunden waren.

Als ich, sagen wir mal 2004 mein erstes Unternehmen in Berlin startete, war da nicht viel. Dieser Tage ist es hier sehr pulsierend, doch immer noch klein. Ich meine alle reden davon, dass Berlin, dass neue Silicon Valley ist, aber wenn du auf die Zahlen schaust, im Vergleich zu London, sind hier nicht so viele Firmen aktiv, und dennoch wächst die Zahl ständig. Ich meine hier sind inzwischen 11.000 Jobs rundum die Start-up-Szene in Berlin entstanden. Da sind über 1.000 neue Unternehmen, ich glaube überwiegend Tech-Start-ups, entstanden. Aber es gibt auch andere Branchen. Die Musik-Branche ist eine dieser. Da sind eine Menge Leute, die sich um sich herum bewegen, sich anziehen und die gleiche Idee davon haben, was für ein Unternehmen sie aufbauen und welche sie gerne erfolgreich sehen wollen. Was ich also sagen will ist, dass da heute eine mehr international-denkende Welle entstanden ist, die auch mehr produktorientiert agiert. So wie z.B. auch Amen.

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Das Urheberrecht ist derzeit mal wieder Thema Nummer Eins. Es streiten sich Urheber, Verwerter und Nutzer zugleich. Dabei reden viele auch einfach aneinander vorbei und für einige ist es derzeit nur noch schwer nachvollziehbar, wer eigentlich welche Positionen vertritt. Ich habe unter all den vielen Künstlern, die Buchautorin des Romans „Suna“, Pia Ziefle, einmal für ein Interview begeistern können und wollte nunmehr Ihre Sicht der Dinge zu der aktuellen Debatte erfahren sowie einen Einblick ihrer persönlichen Erfahrungen bekommen. Heraus kam ein sehr interessantes Gespräch.


Hallo Pia, schön dass du heute Zeit für mich gefunden hast.

Hi Andreas, sehr gerne!

Die Debatte um das Urheberrecht unterliegt derzeit einer ziemlich heftigen Diskussion, die weit über das Handeln von Politikern und Rechtsexperten hinausgeht. Der Spiegel zählte jüngst mehr als 1.500 prominente Autoren, Künstler und Schauspieler, die vor der Abschaffung des Urheberrechts warnen. Müssen sich Kreative tatsächlich vor dem Ende des Urheberrechts fürchten? Oder glaubst du da werden mehr Ängste geschürt, als tatsächlich notwendig sind? Welchen Standpunkt vertrittst du selber, als Buchautorin, in dieser Debatte?

Pia ZiefleEs wird kein Ende des Urheberrechtes geben - am Ende des Tages werden alle ums Lagerfeuer sitzen und sich einig geworden sein. Es schwirren viele Kampfbegriffe herum, und noch mehr Halbwissen aus einem einfachen Grund: Das Urheberrecht in seiner bestehenden Form gibt einen Handlungsrahmen vor, innerhalb dessen Urheber, Verwerter und Nutzer agieren können. Dieser Rahmen ist sehr weit gesteckt und lässt sehr sehr viel Spielraum für individuelle vertragliche Regelungen. Das hat unter anderem zur Folge, dass wir unglaublich viele Gruppen von Urhebern haben, die unter dem Dach des Urheberrechtes vereint, die ganze Zeit aneinander vorbei reden. Die einen sind Sachbuchautoren, die zweiten Musiker, die dritten Wissenschaftler, Fotografen etc. Dazu kommt, dass alle Urheber ihre Werke in verschiedenen Arbeitssituationen schaffen: die einen sind angestellt, die anderen frei, sie schaffen im Auftrag, oder sie schaffen ein Werk und verkaufen es dann. Jede dieser Situationen benötigt andere vertragliche Regelungen, um Sicherheit zu schaffen für Auftraggeber, Nutzer und Urheber.

Mein Standpunkt ist der des autonomen Urhebers, der seinen Markt und dessen Gesetze kennt, für den die Verträge die er unterschreibt keine Bücher mit sieben Siegeln sind, und der mit den Verwertern seiner Werke auf Augenhöhe agieren kann.

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Es wird oft derzeit darüber diskutiert wie Radio oder Fernsehen der Zukunft aussieht. Welche Chancen sich ergeben, welch ein Wandel vollzogen wird und wer davon womöglich profitiert. Die Zukunft hängt, und da sind sich alle sicher, ganz eng mit dem Netz zusammen. Christian Bollert ist Geschäftsführer des Onlineradio-Senders detektor.fm und hat mir dahingehend einmal ein paar Fragen beantwortet.


Ich habe heute Christian Bollert, Geschäftsführer des Internetradio-Senders detektor.fm im Interview. Lieber Christian, danke erst einmal für dein Interesse an diesem Interview.

Hallo Andreas, sehr gerne.

Ich erinnere mich, dass der Ex-Geschäftsführer der MOIRA Rundfunk GmbH Steffen Müller auf den Medientagen 2007 einmal beanstandete, dass zu wenig getan wird um Radio wieder hip und trendy zu machen. Er spielte auf das "Dudelfunk-Image" an, welches vielen Sendern ja auch heute noch nachgesagt wird. Glaubst du die Aussage trifft heute noch zu? Oder hat sich das Medium Radio seit dem verändert?

christian bollertLeider nein, Radio gilt bei vielen Menschen immer noch als uncool und langweilig. Viele verbinden mit Radio nervige Morningshows mit übermäßig gut gelaunten Moderatoren und immer wieder die gleiche Musik aus den 70er, 80er, 90ern und "das Beste von heute".

Das Netz bietet nun erstmals die Möglichkeit das Radio wieder attraktiv zu machen. Dafür gibt es zwei Ebenen. Zum einen ist mit dem Netz die lokale und regionale Verbreitung kein Paradigma mehr. Deutschlandweite Formate wie hoerbuchfm.de, byte.fm oder 90elf.de zeigen, dass es für bestimmte Zielgruppen interessant sein kann, ein deutschlandweites Radio zu machen. Für das deutsche Radio ist das fast schon eine revolutionäre Erkenntnis.

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Der Second Screen und Social TV sind zwei brandheiße Eisen in der Welt des Fernsehens. Einige ehrgeizige Projekte wurden bereits in den USA und auch in Großbritannien erfolgreich umgesetzt. Anders als ausländische Kanäle haben jedoch deutsche Sender bisher wenig Engagement in diese innovativen Formate gesteckt. Bis jetzt. Vom 14. Mai an wird der Bayrische Rundfunk nämlich ein vierwöchiges Social-TV-Format, namens „Die Rundshow“ präsentieren, welches in dieser Form einzigartig ist. Mit im Entwickler-Team und außerdem Moderator der Rundshow ist Richard Gutjahr, der mir trotz einem vollem Terminkalender ein paar Fragen zu dem Projekt beantwortet hat.


Ich habe heute Richard Gutjahr im Interview, der dieser Tage an dem ziemlich revolutionären Projekt "Rundshow" arbeitet. Die Rundshow ist ein Social TV-Projekt vom Bayrischen Rundfunk, dass es den Zuschauern erlaubt, aktiv an der Programmgestaltung mitzuwirken. Lieber Richard, erst einmal vielen Dank für deine Zeit!

Gerne doch.

Richard GutjahrDass Zuschauer das Fernsehprogramm aktiv mitbestimmen können, ist für viele Menschen, die sich nicht gerade im Twitterdunst bewegen und mit Echtzeitkommunikation etc. umzugehen wissen, so revolutionär, dass sie es sich eigentlich gar nicht vorstellen können. Erkläre unseren Lesern doch bitte einmal, wie genau es den Menschen möglich sein soll, live zu bestimmen, was geschaut wird.

Wir wollen einen Hauch Webkultur ins lineare Fernsehen bringen und die dort überwiegend vorherrschende Einbahnstraßenkommunikation durchbrechen. Zum Beispiel dadurch, dass wir vor und nach der Show im Fernsehen erreichbar sind, dass wir nicht nur senden, sondern auch auf Empfang stellen. Uns kann man über Twitter, Facebook, Google Plus und eine App erreichen, die wir eigens für dieses Projekt programmiert haben. Diese App trägt den Namen "Die Macht" und ist so etwas wie die Fernbedienung zur Sendung. Außerdem streamen wir unsere tägliche Redaktionskonferenz live im Blog und via Facebook. Dort kann auch jeder Zuschauer Themenvorschläge machen. Dort wollen wir die User auch mitunter bitten, uns bei der Recherche zu unterstützen. Zum Beispiel bei der Suche nach glaubwürdigen Quellen oder einem passenden Studiogast.

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Dirk Dresselhaus by Christian ObermaierNachdem Dirk Dresselhaus vor allem durch Indiebands wie "Hip Young Things" und "Locust Fudge" bekannt wurde und sich später als "Schneider TM" einen Namen in der Elektronik-Szene gemacht hat, arbeitet der Musiker in letzter Zeit auch immer häufiger an Soundtracks. An welche Projekte Dirk derzeit arbeitet und welchen Blick er auf die Musikindustrie hat, erzählt er uns in diesem Interview.


Deine erste Filmmusik war zu "1.Mai- Helden bei der Arbeit" (2008)?

Da habe ich einen Teil der Filmmusik gemacht. Das war ja ein Film von drei Regisseuren und ich hab mit Carsten Ludwig und Jan-Christoph Glaser zusammengearbeitet, die eine von den drei Episoden gemacht haben. Das ist ein Regieteam, Carsten Ludwig schreibt eher die Drehbücher und Jan-Christoph Glaser ist eher der Regisseur, aber sie arbeiten auch an beidem zusammen. Wir kannten uns indirekt schon länger. Die haben vorher einen Film gemacht mit Christoph Bach in der Hauptrolle, der hieß "Detroit" und war absolut genial. Christoph Bach kannte ich wiederum schon einige Zeit privat und ein gemeinsamer Freund hat ihm mal unveröffentlichte Stücke von Kptmichigan und mir zukommen lassen, die auch bis heute noch unveröffentlicht sind. Und die haben diese Tracks die ganze Zeit gehört, als sie „Detroit“ gemacht haben, sich aber irgendwie nicht getraut zu fragen, ob wir die Filmmusik machen könnten, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Jahre später sind sie dann bei mir auf einer Geburtstagsparty aufgetaucht und haben mich gefragt, ob ich die Musik zu "1.Mai" machen würde. Und ich habe 'Ja' gesagt, weil ich immer schon mal Filmmusik machen wollte. So hat sich das ergeben. Das war die erste Musik, die ich direkt für einen Kinofilm aufgenommen habe.

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tweek tvTweek TV ist das TV-Pendant zu Musikdiensten wie Spotify oder Last.FM und hat in den vergangenen Wochen einen rasanten Start in der Berliner Internet-Gründerszene hingelegt. Ich habe mich einmal mit dem Founder Marcel Dües über das Start-up, die Funktionen ihres Dienstes Tweek TV, deren zukünftige Pläne und ein wenig über deren Background unterhalten. Herausgekommen ist ein interessantes Interview, in dem an manchen Stellen auch einfach mal Klartext gesprochen wurde.


J: Ok, also heute bin ich hier bei Marcel, einem der Gründer von Tweek TV. Danke, dass du heute mit uns Netzpiloten sprichst.

M: Danke dir, dass du vorbei gekommen bist.

J: Erzähl unseren Lesern doch als erst einmal, worum es bei Tweek TV geht. Welche Funktionen und Features vereint Ihr auf eurer Plattform?

M: Du möchtest etwas über die Idee hinter dem Projekt wissen?

J: Genau!

tweek tv ipad appM: Also Tweek TV verbindet soziale Netzwerke mit dem TV. Was wir versuchen aufzubauen, ist eine neue Form Filme und TV-Shows zu entdecken. Wir glauben nämlich, dass es problematisch ist für viele Konsumenten gute Videoinhalte zu finden, die außerdem auch unterhaltend sind. Wir haben zum Beispiel jede Menge Freunde, die abends nach Hause kommen und sagen: „Hey, jedes Mal, wenn ich den Fernseher anmache, kommt da nur Mist. Ich zappe durch die Programme und ich bin echt enttäuscht, weil ich mich eigentlich nur zurücklehnen möchte und mich beim Fernsehen entspannen will. Aber da ist nichts“.

Auf der anderen Seite wissen wir aber auch, dass da eine Menge cooler Inhalte draußen sind, die bisher nur ziemlich schlecht zu finden sind. Nehmen wir doch einmal das Beispiel iPad. Darauf findest du auf dem Startbildschirm jede Menge App-Icons, hinter denen sich vermutlich genauso viele gute Inhalte verstecken. Dahinter steckt wiederum iTunes. In Deutschland könnte man sich darüber im Grunde sein Programm selber aussuchen. So ziemlich jeder Fernsehsender hat eine App. Aber wie kann man die Inhalte nun einfach finden? Du möchtest natürlich nicht in jede App gehen und dich fragen: „Oh, was für Shows könnten hier sein? Mh.. nee. Ich guck mal in die nächste App“.

Was wir also versuchen, ist ein Discovery-Layout anzubieten. Dein persönlicher TV-Guide, so zusagen. Du öffnest ihn, wenn du fernsehen möchtest. Auf dem iPad ist das dann quasi dasselbe. Du schaltest es ein. Du siehst was gerade erreichbar ist und was deine Freunde gerade sehen oder was sie mögen. Wir geben dir dann eine Empfehlung dieser ganzen Inhalte und kreieren somit diesen persönlichen TV-Guide. Dann bekommst du noch einen Zugang dazu und kannst dir die Inhalte per Click direkt anschauen. Du bekommst also neben den Empfehlungen auch einen direkten Anschluss zu den Inhalten und den Quellen.

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Gumpelmaier (by Alexander Kühn)Vor einigen Monaten startete die Plattform ununi.tv, die von Wolfgang Gumpelmaier, Anja C. Wagner, Fabian Topfstedt und Bertram Gugel ins Leben gerufen wurde. Mit dem Projekt möchten die Entwickler versuchen die BarCamp-Idee ins Web zu manövrieren.

Wolfgang Gumpelmaier hat sich mit mir einmal über die Idee hinter dem Projekt unterhalten und uns ein paar Einblicke in mögliche zukünftige Entwicklungen und Entscheidungen gegeben. Viel Spaß mit dem Interview.





Hallo Wolfgang, schön dass du heute Zeit für uns gefunden hast.

Hey Andreas. Gerne doch.

Du hast im November letzten Jahres, unter anderem auch auf Netzpiloten.de, das Projekt ununi.tv angekündigt, welches du mit Anja C. Wagner, Fabian Topfstedt und Bertram Gugel entwickelt hast. Beschrieben habt Ihr es kurz und knapp mit den Worten "Unkonferenz am Unort zur Unzeit". Erkläre unseren Lesern doch bitte noch einmal was genau Ihr damit meint.

ununi.tv-Interview: Ununi.tv ist als virtuelle Hochschule für Film, TV und Web konzipiert, die allen Interessierten, MedienmacherInnen und QuereinsteigerInnen auf Basis von Google+ Hangouts eine Möglichkeit bietet, sich umfassend an der Schnittstelle von Internet und Bewegtbild weiterzubilden. Wir haben versucht die Barcamp-Idee ins Internet zu übertragen und stellen mit unserer Plattform eine Infrastruktur für alle Netzarbeiter/innen zur Verfügung, die bereit sind, eine neue Form des Live-Online-Lernens und kontinuierlichen Diskurses zu erfahren. Jeder kann also auf ununi.tv aktiv werden. Wir sind Publikum und Macher/innen in Einem!

Also eine Art Forum zum Austausch von Informationen via Hangouts, ja? Das heißt man muss auch ein Google+ Profil haben?

Richtig, um selbst Hangouts durchführen zu können braucht man einen Google+ Account. Viele Sessions werden jedoch live gestreamt, man kann also auch dabei sein, ohne sich bei Google registrieren zu müssen. Über Twitter, Facebook und Co. hat man die Möglichkeit, sich aktiv in die Diskussion einzubringen. Eigene Social Media Moderatoren greifen die Fragen aus den Netzwerken auf und stellen sie den Personen im Hangout. Sie sind als Crowd-Vertreter gedacht, das ist Teil unseres Konzepts.

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Blogs, Wikis und Foren gelten als die drei großen Genres des Web 2.0. Während es mit Wikipedia zumindest einen extrem prominenten Wiki-Vertreter gibt und große Medien immer öfters über Blogs berichten, bleiben Foren größtenteils unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung. Die pfälzische Firma ForumHome betreibt an die hundert Foren zu verschiedensten Themen, wie Abnehmen, Esoterik oder Schach. Carsten Grentrup und Tanja Krystof erklären das Foren-Geschäft und die deutsche Foren-Landschaft.

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Mein-Tagwerk ist eines der neuen Hamburger Perlen am Startup-Himmel und versteht sich darauf Freelancern ein geeignetes Tool zur Verfügung zu stellen, mit dem die Selbständigen sich organisieren können. Seit Februar dieses Jahres ist www.mein-tagwerk.de nun aus der Betaphase getreten. Grund genug, den Machern mal ein paar Fragen zu stellen und euch das Projekt mal vorzustellen.


Ich habe heute Gerald Moll, von www.mein-tagwerk.de, im Gespräch. Gerald ist einer der Geschäftsführer des Hamburger Start-ups und außerdem Leiter des Bereichs Marketing und Kommunikation. Hallo Gerald. Schön das du Zeit für uns gefunden hast.

Hi Andreas, ja freut mich sehr dass wir uns heute sprechen!

Mein-Tagwerk.de versteht sich als Tool, das es sich zum Ziel macht mit einzelnen buchbaren Modulen seinen Arbeitsalltag zu organisieren. Ferner sagt Ihr: "Von Freelancern für Freelancer". Welche Module bietet Ihr denn an, die Freelancer unbedingt brauchen um sich zu organisieren?

Wir bieten im einzelnen Projekt- und Kundenverwaltung, Zeiterfassung, Reisekostenabrechnung, Kostenerfassung und Rechnungsstellung an. Ergänzt wird das Angebot durch die Möglichkeit einen Steuerberaterexport in PDF Form oder direkt in das DATEV-System des Steuerberaters.

Das klingt sehr umfassend. Und das alles zum Nulltarif? Zeitlich unbegrenzt und für mehrere Projekte? Wo darf ich unterschreiben?

Ja und nein (lacht). Umfassend ist es, eben alles was für den Freelancer wichtig ist. Wir haben es aber geschafft die Software trotzdem einfach und transparent zu gestalten. Wir haben es eben aus unserer Sicht entworfen, als Freiberufler und nicht aus Sicht eines Buchhalters, ich glaube das ist ein entscheidender Unterschied. Zum Nulltarif gibt es eine Testversion, ein Projekt ein Kunde zum ausprobieren. Danach kann man sich entscheiden zwischen dem Paket Freelancer für 9 € monatlich und dem Paket Freelancer im Team für 18 €. Dort hat man die Möglichkeit Mitarbeiter und Partner anzulegen und so viele Projekte wie man will. Unterschrieben wird gleich hier und jetzt unter www.mein-tagwerk.de!

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In unserer Startup-Interview-Reihe geht es heute um Couture Society, einer Plattform, die sich darauf versteht Mode zu demokratisieren. Was das genau bedeutet, erzählt uns Alexander Schimkat, einer der Gründer von Couture Society. Interessante Einblicke in die Modewelt, in den Wirtschaftsstandort Deutschland sowie zum Background der Gründer erwarten euch.


Ich treffe heute Alexander Schimkat, einen der Gründer von Couture Society. Eine Pre-Order-Plattform für Haute Couture. Hey Alex! Danke, dass du dir die Zeit genommen hast.

Hallo. Sehr gern!

Ja, Alex. Erzähle uns doch erstmal ein wenig über Couture Society. Wie funktioniert eure Plattform? Ihr habt z.B. auf eurer Webseite betont, dass Ihr die Mode demokratisieren wollt. Wie kann man sich das denn vorstellen?

Couture-SocietyDer Demokratisierungsgedanke entspringt eigentlich im Wesentlichen dem Punkt, dass in der Regel sehr sehr viele Teile, die im Rahmen einer Modenschau gezeigt werden, nicht produziert werden. Sprich es gibt zwar eine große Aufmerksamkeit in den Medien und damit auch bei den Endkonsumenten, also den Modeliebhabern, aber diese Leute haben oftmals nicht die Chance diese Klamotten zu kaufen, weil es eben Risikoaverse Händler gibt, die bestimmte Nachfragen im regionalen Kontext berücksichtigen und die in der Regel dann Sachen ordern bei den Designer, die leichter über die Ladentische gehen. Das führt natürlich dazu, dass es gewisse Bevormundung gibt, ein Diktat des Geschmacks des Händels im Endeffekt, und genau hier wollten wir modeaffinen Menschen, die Möglichkeit geben selbst zu entscheiden was sie in Zukunft tragen wollen. Sprich wir sammeln die Orders nach so einer Fashion-Show von den Leuten ein und geben diese dann gesammelt an die Designer weiter.

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Startup-Interview: Florian Meissner von EyeEmEyeEm ist zu einer der TopTen-Apps seit 2011 geworden. Die Foto-Sharing-App wurde von Florian Meissner und drei weiteren Entwicklern programmiert. Die Idee dazu kam ihm, als seine SLR-Cam in der New Yorker U-Bahn gestohlen wurde und er daraufhin nur noch Bilder mit seinem Smartphone schoss.

Jennifer: Heute treffe ich Florian in der EyeEM-Firmenzentrale. Er ist einer der Gründer der App. Danke, dass du uns Netzpiloten heute empfängst.

Florian: Hi Jennifer. Gerne doch.

Jennifer: Florian, erzähl mir doch einmal, wie es zur Zusammenarbeit von dir und deinen drei Kollegen kam und was der ausschlaggebende Punkt war dieses Projekt zu entwickeln. Ferner, was ist eigentlich genau dein Background?

Florian: Das ist eine komische Geschichte. Aber ich fang mal an das zu erzählen. Also mein Background liegt eigentlich in der kommerziellen Fotografie und als ich meinen Studienabschluss erhielt ging ich nach New York um für ein Magazin zu arbeiten. Dort wurde mir dann in der ersten Woche mein komplettes Kamera-Equipment in der U-Bahn gestohlen. Das war wie ein Schlag ins Gesicht, der mir von der Stadt zur Begrüßung gegeben wurde, da ich so gut wie kein Geld hatte um mir eine neue Ausrüstung zu kaufen. Ein Freund hat mir dann ein iPhone 3G gegeben, womit ich erst einmal meine Fotos geschossen habe. Ich war total aufgeregt in New York zu sein. Das war immer mein größter Traum. Ich hatte so viele Projekt-Ideen die ich umsetzen wollte und nun endete ich mit einer heruntergekommenen iPhone-Kamera. Und wenn ich heruntergekommen sage, dann übertreibe ich nicht.

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BLN.FM

Zehdenicker Straße im Januar. Der Berliner Winter paralysiert die Stadt. Kaum Jemand ist im Eisesdunkel unterwegs. Wenig Verkehr. Kerzen schimmern aus Küchenfenstern. Eine fast ländliche Stille am frühen Abend.
Fast scheint es, als hätten ein paar hundert Quadratmeter Wendezeit den Sanierungswahn überlebt. Und tatsächlich, hier, in einem unverputzten Mitte-Altbau nahe des Prenzlauer Berges findet sich das Studio des Internetradios BLN.FM: Die Produktionsstätte und deren Macher verströmen Aufbruchsstimmung und Pioniergeist.

Der Ort erinnert an die Experimentierfreude der Berliner Clubszene zur Zeit des Mauerfalls. In jener Umbruchphase begannen Tim Thaler und Alexander Koenitz, die heutigen Geschäftsführer bzw. Vorstandsvorsitzenden von Bln.Fm, bereits die Berliner Musiklandschaft zu erkunden. Diese Erfahrungen bildeten bis heute das Rüstzeug, aus welchem Thaler, Koenitz und das BLN.FM - Team ihren Innovationsgeist speisen.

Im Folgenden Interview spricht Tim Thaler (TT) über die ereignisreiche Geschichte, Gründung und Positionierung von BLN.FM, Musik + Kultur im Netz und die Zukunft des Radios...

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Martin WeigertEiner meiner Lieblingsblogs, die ich regelmäßig verfolge, ist netzwertig.com. Nicht zuletzt durch die sehr guten Artikel, die aus Martin Weigerts Feder stammen. Aus persönlichem Interesse an der Person und für euch, liebe Leser, habe ich Martin nun einmal für ein Interview gewinnen können und ihn mal ein wenig über seine Arbeit und seine Person befragt.

Dabei habe ich ein paar interessante Einblicke gewonnen. Warum z.B. Sascha Lobo sein Wunschkandidat wäre als Autor für netzwertig.com und was er jungen Bloggern so mit auf den Weg gibt, um erfolgreich zu bloggen, erfahrt Ihr in dieser kleinen Gesprächsaufzeichnung.

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