"Wir verabschieden uns flüchtig, und als ich durch das Loft gehe, schauen die Mädels mich mit großen Augen an, als wollten sie in meinem Gesicht ablesen, wie es gelaufen ist, aber ich bleib cool. Undurchsichtig bleiben, Mädels. Das A und O in diesem Metier. Als ich endlich draußen stehe, in den Straßen von Köln, bin ich heilfroh. Einerseits. Andererseits verdient man kaum Geld damit, dass man andauernd heilfroh ist, weil es nicht geklappt hat."

Wer wirklich lesen will. Wer wirklich eine Stimme hören will, der landet früher oder später beim Glumm. Als die Dinosaurier noch herumwankten, hatte er mal einen Literaturpreis gewonnen. Doch irgendwas kam dazwischen. Zwischen ihn und die große Schriftstellerkarriere. Ein Glück. Vielleicht hätte er dann nie seine beiden Blogs 500beine und seit einiger Zeit das Studio Glumm begonnen. So können wir lesen, schmunzeln, uns ertappt fühlen, in schallendes Gelächter ausbrechen und mitleiden. Ach ja, das Thema. Es geht um das Leben an sich - also echte Literatur. Prosa.
Einer der Besten! [MEHR]
Fast schon ein Klassiker ist USA Erklärt, immerhin hat das Blog schon gut vier Jahre auf dem Buckel. Und es bleibt trotzdem frisch! Ganz gemäß seines Mottos "Der faktische Hintergrund, freundlich erklärt" betrachtet Scot Stevenson hier kulturelle Unterschiede zwischen USA und Deutschland und erläutert quasi nebenbei amerikanische Redewendungen. Als Amerikaner in Berlin - Stevenson arbeitet als Redakteur bei der Nachrichtenagentur Reuters und ist mit einer Deutschen verheiratet - kennt er bei Welten bestens und nimmt keine der beiden so richtig ernst. Bei seinen augenzwinkernden Berichten bleibt kein Auge trocken. Aus gegebenem Anlass seien zwei Artikel mit Fußballbezug empfohlen: Flaggenprobleme zur WM, das aufrechte Sternenbanner sowie Die Game Faces der Republikaner. Aber Vorsicht: USA Erklärt ist ein wahres Zeitgrab. Stöbern auf eigene Gefahr. [MEHR]
Eines meiner liebsten Blogs ist „Geht´s noch...?!“ und wird geschrieben von  zwei tollen Kulturjournalistinnen - die eine, Susan Vahabzadeh, ist seit vielen Jahren führende Filmkritikerin, die andere, Christine Dössel, eine der prominentesten Theaterkritiker Deutschlands. Beide arbeiten als Redakteurinnen im Feuilleton der Süddeutschen  Zeitung. Und als hätten sie dort nicht schon genug zu schreiben, nehmen sie uns in ihrem Blog regelmäßig mit auf ihre wirklich lesenswerten Backstage-Erlebnisse hinter die deutschen und internationalen Kulturstätten. Den Damen widerfährt viel Skurriles, Beeindruckendes und manchmal Rührendes von Cannes bis Oberammergau. Kürzlich hat sich Christine in einem langen persönlichen Stück den Frust von der Seele geschrieben, den ihr die Arbeit in der Jury zum Heidelberger Stückemarkt bereitet hat. Das war Blogging at it´s best: tagebuchartig persönlich und gleichzeitig hintergrundreich und leidenschaftlich. [MEHR]
 später
[1][2]