„Internetseiten haben ihr Aussehen in den vergangenen Jahren so stark verändert, wie die Möglichkeiten der Technik gewachsen sind.“ Das schreibt Stefan Plöchinger in seinem Artikel „Wie Blattmachen online funktioniert“. Zu lesen ist dieser im von Christian Jakubetz initiierten Lehrbuch Universalcode, aber auch online in Plöchingers Blog.

Wie seine Thesen in der Praxis aussehen können, kann man derzeit bei sueddeutsche.de beobachten. Denn dort ist Plöchinger seit letztem Jahr Online-Chef. Das Meiste, was in seinem Universalcode-Kapitel beschrieben wird, ist handwerkliches Grundrüstzeug. Wie soll ein Teaser aussehen, wie ein Text? Wie das gelingt, ist logischer Weise auch bei sueddeutsche.de immer eine Momentaufnahme.

Diese Sachen nennt Plöchinger aber auch die „Pflicht“. Der Rest, neben dem Themenmix sind das vor allem Design und Funktionalität, seien die „Kür“. Die sticht besonders hervor: Die Seite wirkt deutlich aufgeräumter als noch vor einem Jahr. Der sparsame Einsatz von Farbe macht die Seite angenehm schlicht. In „Wie Blattmachen online funktioniert“ sagt Plöchinger dazu, man solle „Seitenkopf, Navigation und Randspalte dezent halten“ und elegant sein. So können auch die Bilder besser wirken. Das Aufmacher-Bild soll zudem überraschen und ein Hingucker sein. „Wenn Sie sie richtig machen, bekommen Sie einen tollen First Screen, eine auffällige Eröffnung für Ihre Seite.“

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The Last Mortician ist ein hochkarätiger Webcomic, der aus der Feder des gefeierten Schriftstellers Tim Hall und dem Karikaturisten Dean Haspiel stammt. Haspiel ist ein Meister seines Faches und hat bereits einige Nominierungen für den Eisner Award und sogar einen gewonnenen Emmy Award in der Kategorie "TV design work" aufzuweisen. Bei unserem Streifzug durch das Web sind wir auf diese Perle gestoßen:

Acclaimed writer Tim Hall and Eisner-nominated and Emmy-winning cartoonist Dean Haspiel bring us a stark vision of a future in which one of humanity’s oldest professions is no longer essential. What might bring about such a world, and what might happen to the practitioners of this ancient art?

What kind of world no longer needs someone to tend to their dead?

Sobald Ihr auf die Grafik klickt, werdet Ihr zum Webcomic weitergeleitet. Gute Unterhaltung!The Last Mortician

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ContagionIn Steven Soderberghs neuestem Streifen widmet sich der Regisseur passend zur Geburt des sieben Milliardsten Menschen der Thematik des Contagion-Effekts und wie schnell und undurchsichtig sich Bakterien oder Viren zunehmend in unseren Alltag drängen, denen nicht mal eben abgeholfen werden kann. Ein beängstigendes Beispiel wie EHEC, H1N1 und noch unentdeckte Kombinationen im Virenalphabet eine ernste Bedrohung darstellen können, trotz moderner Medizin.

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Vietnam, Anfang 2010, ein Morgen im Mekong-Delta: Tropisches Flimmern legt sich über die Ufer des mächtigen Stroms, dieser Lebensader Südostasiens, gespeist aus zahlreichen Quellen. Inmitten dieser mythischen Landschaft, die seit Urzeiten vom Fluss, seinen Hochwassertiden und dem steten Wechsel des Monsuns geprägt ist, wandert ein junger Mann entlang des mäandernden Wassers: Stefan Fak.

Nach Jahren intensiver und verantwortungsvoller Tätigkeit im Tourismus-Management beschloss der studierte Ökonom, seinem Leben eine neue Bedeutung zu geben und brach im wahrsten Sinne des Wortes zu neuen Ufern auf. Er reiste nach Südostasien, um sich Raum für klare Gedanken zu schaffen: „Im Mekong- Delta schließlich öffnete sich mein Herz“, so Fak, „und mein Blick glitt über die grenzenlosen Reisfelder. Mein Verstand begriff plötzlich diesen reichen und Leben spendenden Wert dieser Pflanze. So bedeutend – und in Europa gleichsam so unterschätzt.“ Am Abend desselben Tages begegnete Stefan Fak einer Vietnamesin, die ihm ein leuchtend grünes, schimmerndes Reisfeld zeigte. Er war von dem Anblick, mehr noch vom Stolz dieser Frau und ihrer Liebe, die sie ihrer schweren Arbeit auf dem Reisfeld schenkte, beeindruckt. „Ähnliche Situationen erlebte ich im Verlauf meiner Reise häufiger“, führt Fak weiter aus: „Menschen, die mir ihre Geschichten über die Reispflanze schilderten, die für mich kochten und mir so ihre Geheimnisse rund um den Reis preisgaben.“ Diese Erfahrungen weckten sein Interesse, mehr über Herkunft, Anbau und Kultivierung von Reis kennen zu lernen. Bald erwuchs daraus eine regelrechte Leidenschaft, die Stefan Fak heute zu einem Kenner des Reis machen, der Köchen, Gastronomen und Produzenten beratend zu Seite steht...

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Eine neue Studie bestätigt Zweifel an der Relevanz des Web für die mentale Ausbildung. Die Junge Generation, oft als digital native missverstanden, ist gar nicht so klug und kritisch im Umgang mit ihren Alltagsgegenständen. Die Studie an der Northwestern University zeigt vor allem, dass den jungen Leuten das Ranking bei Google am wichtigsten ist, wenn es um das Einschätzen von Relevanz von Texten geht. Da es sich vornehmlich um Studenten handelt, dürfte das böse Ängste schüren. Denn die leicht verderbliche Ware Information im Web wird in 90% der Fälle von Google angeliefert. Nur 10 Prozent der Befragten kamen auf die Idee, dass auch der Autor einen wichtigen Hinweis auf Relevanz liefern könnte. Dessen Ausbildung war dann schon wieder zu exotisch als potentieller Nachweis für so eine Einschätzung. Aber wir müssen uns keine Sorgen machen, denn nicht jeder ist total abhängig von Google. Einige haben die Texte nicht gegoogled sondern bei Yahoo nach dem Ranking geschaut. Das ist natürlich etwas total Anderes und das humanistische Abendland scheint gerettet.

"Am Schönsten" ist die Erkenntnis am Rande, dass Lehrer erfolreich waren in Sachen Medienkompetenz. Sie hatten jahrelang ihren Schülern eingebläut, dass Wikipedia eigentlich nicht kontrollierbar sei und man nie wisse, wer nun die Artikel schreibe. So gaben fast alle Studenten an, dass sie Wikipedia nicht für eine Quelle relevanter Texte halten. Zum Glück benutzen sie jetzt Google und Yahoo, denn da ist ja alles viel besser kontrollierbar für die Gesesllschaft. Im Gegensatz zu einer früheren Studie im Jahr 2007 wo noch über 45 Prozent der Befragten Wikipedia als Informationsquelle nutzten, tun das nun kaum mehr als ein Drittel.

Ach ja. Lehrer. Im Zweifel sagt die Berufsbezeichnung mehr über jemanden aus als seitenlange Ausführungen.

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ROLLING STONE-AppEines der bekanntesten Musikmagazine feiert sein Debüt auf dem iPad - das ROLLING STONE Magazin! Seit 1967 versorgt es Musikfans mit den neuesten News und Trends rundum die Musikbranche und hat schon Stars wie Brian Warner (Marylin Manson), Janet Jackson, Jay-Z und Kurt Cobain auf dem Titel gehabt. Seit 1994 ist das Magazin auch in Deutschland erhältlich. Vergleichsweise spät! Umso interessanter, dass nun gerade die deutsche Version, die erste weltweit ist, die digitale Wege geht. Da will wohl jemand etwas gut machen denkt man sich? Nein - tatsächlich hat der First-Time-Release wohl eher damit was zu tun, dass der deutsche Musikmarkt der drittgrößte Markt der Welt ist. Davor rangieren nur noch die USA auf Platz 1 und Japan auf Platz 2. Wie auch immer. Wir freuen uns darüber und hoffen, dass das Magazin in Form einer App genauso erfolgreich wird. Einen ersten Einblick, wollen auch wir Netzpiloten euch nicht verwehren.

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Amy Shackelton malt ihre Bilder ohne Pinsel oder Stifte... nur die Schwerkraft hilft ihr dabei. Schaut selbst, wie es gemacht wird: [MEHR]

weblift betaAls Kreativer steht man bei einem Website-Relaunch vor einem riesigen Berg Arbeit: Briefing, Brainstorming, erste Entwürfe - und schließlich zahlreiche Überarbeitungsphasen bis man dem Kunden endlich das finale Design präsentieren kann. So mancher träumt von einem einfacheren, schnelleren Weg. Wie schön wäre es, wenn man seine Ideen und Vorstellungen ganz mühelos per Knopfdruck umgesetzt sehen könnte? Wenn man dem Kunden innerhalb von Minuten mehrere innovative Designvorschläge liefern könnte – ohne wochenlange, arbeitsreiche Vorbereitung? Das würde sehr viel Zeit und damit auch Kosten sparen. Ein wahrer Traum…

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Where to put the husband while going shopping at IKEA. Well, here's the ultimate solution: MANLAND. Watch the Video!

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Eine gelungene Visualisierung des Sexualverhaltens der britischen Bevölkerung. Wer schon immer einmal wissen wollte, welche Position britische iPhone-Nutzer beim Sex bevorzugen oder ob "country music lovers" über 55 es nur im Dunkeln machen, kommt an dieser Seite nicht vorbei. Hoher Spaß- und Infofaktor.

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real scenes berlinBunte Bilder und pulsierende Sounds begleiten die Macher von Real Scenes Berlin, die sich in dem 18-minütigem Video durch die Geschichte Berlins der 90er Jahre, bis in die heutige Gegenwart bewegen. Die Dokumenation ist der dritte Teil der Real Scenes-Reihe von Resident Advisor und thematisiert die Entwicklung und die Kommerzialisierung der Musik und ihrer Bewegung seit dem Mauerfall.

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In aller Munde ist aktuell die Ankündigung des schleswig-holsteinischen Datenschützers Thilo Weichert sich all diejenigen zur Brust zu nehmen, die Like-Buttons einbinden und mit Fanpages ihre Firmenpräsentation im Web aufpeppen. Die Artikel dazu sind Legion, viele haben sich wenig mit der Substanz auseinandergesetzt. Dazu empfehle ich nachdrücklich unseren Beitrag direkt unter diesem von Stefan Mey: Schleswig-Holstein vs. Facebook.

Herausgreifen möchte ich eine kurze Stellungnahme der selbsternannten Lobbyorganisation rund um Markus Beckedahl von Digitale Gesellschaft. Sie wirft der Politik den Fehdehandschuh hin. Denn Weichert will über die Nutzer von Facebook auf den amerikanischen Konzern durchgreifen, der sich ihm gegenüber bisher in Schweigen hüllt. Der Datenschützer hat offenbar keine ladungsfähige Adresse in Deutschland, oder keine direkte Handhabe, da Art und Umfang der Daten sowie deren Verabeitungs- und Speicherort wohl keiner außer Facebook und seinem Dienstleister Akamai kennt...

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Das neue Album der Foo Fighters "Wasting Light" wurde komplett in der Garage des Leadsängers Dave Grohl eingespielt. Eine Selbstvertändlichkeit, dass man dann auch ein paar Konzerte in den Garagen der Fans spielt. Die gerade frisch erschienene Dokumentation "Garage Tour" zeigt einige Auftritte in den verschiedenen Garagen. Es wurde laut, es wurde rockig, es wurde typisch Foo Fighters. Aus einem riesigen Fundus an Material wurde am Schluß diese sehenswerte 40-minütige Doku zusammen geschnitten. Viel Spaß beim Gucken!

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Wer kennt nicht Justin Bieber? Hier nun ein Blick in die wirkliche Substanz des Popstars: [MEHR]

Ein Film von einem meiner Lieblingskanäle auf vimeo (Institut für Musik und Medien). Diese Arbeit entstand ausschließlich aus digitalen Fotos, teilweise wurden nachträglich Sounds zu den Bildern gestaltet, oder der Schnitt folgte der Musik. Ein Film von Maurice Braun, der für diese Ton- und Bildkomposition mit dem Visual Music Award 2007 ausgezeichnet wurde...

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