Alle Beiträge zu Testflug Web 2.0

Die Verdammten – ein ungewöhnliches Browserspiel

…Langsam öffne ich die Augen. Die warme Sonne scheint mir ins Gesicht. Ich blicke mich um. Staub und Sand überall. In der flimmernden Luft zeichnen sich einige Umrisse von Gebäuden ab. Ich wanke auf sie zu, mich fragend, warum ich hier bin und was ich hier soll. Plötzlich fasst jemand meine Schulter. “ Bau dir ein Zelt, schnell. Wir brauchen mehr Verteidigung für die kommende Nacht. Die Zombies werden diese Stadt überfallen…” Da fällt es mir wieder ein: ich muss überleben, mit meinen 39 Mitbürgern. Der Kampf beginnt von vorn. Wie viele Tage werden wir diesmal überstehen… Weiterlesen »

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Etsy vs. DaWanda: Kampf der Titanen

Etsy und DaWanda – die beiden Anbieter stehen für Social Commerce: Während andere nur hier und da Elemente in ihre Shops einfügen, setzen sie voll auf die Kraft des sozialen Kaufens und Verkaufens. Das Konzept ist schnell erklärt: DaWanda und Etsy wollen dem Handwerker oder der Bastlerin von nebenan ihren eigenen Shop geben. Zugelassen sind ausschließlich selbstgemachte Produkte, Materialien oder Dinge aus der guten alten Zeit. Finanzieren tut sich dieser Service zum einen durch die Einstellgebühr: Jeder Verkäufer muss pro eingestelltem Artikel einen Betrag bezahlen. Etsy verlangt derzeit 20 (US-)Cents, DaWanda setzt auf ein abgestuftes System zwischen 10 und 30 (Euro-)Cents. Zum anderen gibt es eine Verkaufsprovision: 3,5 % des Verkaufspreises gehen an Etsy, DaWanda verlangt 5 %. Wer sein Produkt gerne auf der Startseite anpreisen möchte, findet dafür verschiedene weitere Preismodelle.

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Kostenfreies Screen Sharing mit Mikogo

Es gibt ja so Gelegenheiten, da fragt man immer seinen Alpha-Nerd. Oder seine Alpha-Nerdin. Der oder die wird’s schon richten, denkt man sich dann. Ganz so einfach ist das aber doch nicht, denn wie erklärt man jemandem übers Telefon, was er wo zu klicken hat, um endlich … (hier bitte ein beliebiges Problem eintragen) zu können?

An dieser Stelle setzt Mikogo an. Der Dienst schreibt sich „free screen sharing for people and businesses“ auf die Fahne und wartet sogar mit Fernbedienbarkeit des Rechners auf. Im Rahmen der (mittlerweile beigelegten) Auseinandersetzung um den Twitter-Account @mannheim hat Mikogo einige Publicity bekommen. Es wird also Zeit, den Dienst genau unter die Lupe zu nehmen. Weiterlesen »

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Was ist eigentlich Gowalla?

Der Pl0g–Screencast geht in die sechste Runde. Diesmal erklären uns Marco (aka emzo) und Florian (aka dotdean) Gowalla, ein sogenanntes location–based game, in anderen Worten: Ein Spiel, das weiß, wo du dich befindest und diese Information ins Spielgeschehen einbezieht. So wird der öffentliche Raum zum Spielfeld. Warum das wirklich Spaß machen kann und hilft, deine Stadt neu zu entdecken, erklärt die Pl0g–Crew im Podcast …
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MyOnId – Wie ist mein Ruf im Netz?

MyOnId-LogoNicht nur im realen Leben, auch im Internet kann man sich durch diverse Aktionen einen Ruf aufbauen. Natürlich geht es im Netz ebenfalls darum, einen möglichst guten Ruf zu bekommen und diesen auch dauerhaft zu behalten. Wer sich einmal selbst gegoogelt hat, der kann ungefähr sehen, wie es um seinen Ruf im Internet bestellt ist. Aber wie soll man eigentlich einen guten Ruf erlangen? Diese Frage will MyOnId beantworten. Weiterlesen »

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Twuffer: Das Twittern nach dem Tod

twuffer.pngDie Twitter-Urfrage: „What are you doing?“ scheint den Machern von Twuffer zu langweilig, zu gegenwartsbezogen zu sein, weswegen sie die grandiose Idee hatten, dass man ja auch heute schon beantworten kann, was man morgen, übermorgen, nächsten Monat oder im kommenden Jahr tun wird. Wieso also auf morgen warten, wenn man schon heute weiß, was morgen ist? Mit Twuffer kann man seine Twitteridentität in die Unendlichkeit verlängern. Wie das geht? Indem man alle Tweets, die man während seiner Lebenszeit – und darüber hinaus – noch zu machen gedenkt, vorfertigt und dann geplant von Twuffer twittern lässt. Weiterlesen »

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AppVee: Der iPhone- & Android App-Berater

appveelogo1.pngappveelogo2.pngDie Idee, 3rd Party Apps auf den iPhones und iPods dieser Welt zu ermöglichen ist so genial wie einfach, führt aber auch dazu, dass eine regelrechte Schwemme an Entwicklern meinen, eine noch größere Schwemme von teilweise recht sinnbefreiten Apps für die Apfelgeräte zu programmieren. Da fällt es schwer, die Spreu vom Weizen zu trennen. Bei Android ist diese Entwicklung zwar noch am Anfang, aber verspricht ebenso ausufernd zu werden wie bei den i-Geräten. AppVee ist eine neue Bewertungs- und Tutorialplattform die versucht, Ordnung ins Chaos und Beratung ins App-Dickicht zu bringen. Weiterlesen »

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Mufin – Finde Musik nach Deinem Geschmack

mufin-logo.jpgMusik verbindet die Menschen, das steht schon seit langer Zeit fest. Und genau aus diesem Grund können Menschen auch anderen Menschen helfen, Musik nach deren Geschmack zu finden. Last.fm verfolgt beispielsweise diesen Ansatz. Einen neuen bzw. anderen Weg beschreitet Mufin. Hier wird unabhängig von einer Community, Musik auf Basis von musikalischer Ähnlichkeit empfohlen, über Genre- und Sprachgrenzen hinweg.

Wie funktioniert Mufin?
Mufin hat verschiedene Eigenschaften von Musikstücken in seiner Datenbank gespeichert, zum Beispiel Tempo, Harmonie oder Klangdichte. Durch die Aufnahme von vielen Millionen Musikstücken in die Datenbank, lassen sich Stücke, die auf einen ähnlichen Geschmack abzielen, einfach finden.
Über die integrierte Suche kann man einfach Künstler- und Liednamen eingeben. Prompt bekommt man die Suchergebnisse angezeigt, mit Links zu einem Online-Shop zum Erwerb der Stücke und Alben und zum Einfügen des Liedes in die eigene Wiedergabeliste.

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Des Weiteren kann man sich unter jedem gefundenen Lied eine Vorschau ähnlicher Titel anzeigen lassen. Dort wird mit Hilfe einer Anzeige und einer Prozentangabe dargestellt, wie gut der Track zu dem Suchbegriff passt. Die ähnlichen Titel kann man auch gleich im selben Fenster abspielen und entscheiden, ob sie tatsächlich zum eigenen Musikgeschmack passen. Wem die drei passendsten Ergebnisse nicht zusagen, der kann sich alle ähnlichen Titel anzeigen lassen. Hier gibt es mitunter mehrere Seiten mit weiteren Ergebnissen, die man sich alle in Ruhe zu Gemüte führen kann.

Für wen ist Mufin gedacht?
Zu allererst für Leute, die von Musik nicht genug bekommen können und gerne neue Interpreten und Bands testen möchten. Und auch für diejenigen, die ihre Plattensammlung bis zum Erbrechen durchgehört haben. Natürlich muss davon nichts zutreffen, man kann auch einfach ohne weiteren Anlass nach neuer Musik suchen, wobei Mufin helfen soll.

Blogpiloten-Urteil:
Die Idee ist sehr gut und setzt sich von der Konkurrenz durchaus ab. Anders als bei last.fm zum Beispiel, werden nicht die Ergebnisse des gleichen Genres angezeigt, sondern des gleichen Klangs. Zu englischen Titeln werden ähnliche deutsche gefunden und Genres spielen nur noch eine sehr untergeordnete Rolle. Die grafische Gestaltung ist ansprechend. Alles ist einfach und übersichtlich designt, und bei vielen Liedern werden auch die Cover neben den Titeln angezeigt. Was die Umsetzung angeht, gibt es ebenfalls nichts zu meckern. Die Vorschau-Lieder sind rasant geladen und die Suche funktioniert auch problemlos. Da es sich hier aber um eine Beta-Version handelt, ist noch nicht alles vollständig und bei diversen Künstlern fehlen noch die Angaben in den Details. Wenn das bald geändert wird, dann könnte Mufin wirklich erfolgreich werden.

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Social Bookmarking 3.0 – Twine verbindet die Interessen

logo.jpgWissen und Interessen vernetzen! – Das amerikanische Unternehmen Radar Networks, Spezialist für das semantische Web, hat sich mit seinem neuen Projekt Twine hohe Ziele gesetzt. Ganz einfach gesagt, ist der Dienst ein Social-Bookmarking-Tool. Nicht so einfach gesagt, steckt natürlich viel mehr dahinter: Twine blickt in die Zukunft und will das klassische Bookmarking mit auf den Weg in ein neues Internetzeitalter nehmen. Schauen wir mal, wie dieser Weg so aussieht. Weiterlesen »

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Gazopa – Suchen bis zum Umfallen

Wer Bilder im Internet sucht, der hat als Möglichkeit eigentlich nur Google. Aber bei der Google-Bildersuchmaschine gibt es des Öfteren nicht die gewünschten Ergebnisse. Abhilfe schafft da ein neuer Service namens Gazopa. Gazopa ist eine Bildersuchmaschine, die eine Vielzahl von Seiten nach dem eigegebenen Suchbegriff durchforstet, u.a. das Social Network MySpace. So soll eine möglichst hohe Trefferanzahl erreicht werden. Der Clou: Gazopa sucht nach ähnlichen Bildern. Weiterlesen »

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Yoono – Leben im Browser

Das Mitmach-Netz wird immer voller. Es gibt inzwischen nicht nur unzählige Plattformen, auf denen wir uns vernetzen, Links zuschicken, zuzwitschern oder Videos und Fotos zeigen können; auch die Angebote, die all diese Dienste zusammenführen wollen, sind nicht mehr zu überschauen. Friendfeedfeed hat diese Entwicklung auf den Punkt gebracht: „Too many social networking aggregators? Aggregate all your social networking aggregator feeds into one aggregated feed of aggregator activity feeds!“

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HelloTxt – Microblogging schnell und einfach

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Spätestens seit Twitter ist Microblogging d e r Trend im Web 2.0. Mittlerweile gibt es unzählige Anbieter von Microblogging-Diensten, die scheinbar jeden Tag um ein paar weitere ausgebaut werden. Wer nur einen oder zwei der Dienste in Verwendung hat, geht Microblogging ganz locker von der Hand. Für Nutzer von mehreren Services wird die Verwendung schnell zum Krampf. Dagegen geht HelloTxt vor, das mehrere Dienste (u.a. Twitter, Facebook, Friendfeed, Tumblr) unter einer Haube vereint und dem Benutzer viel Aufwand erspart. Weiterlesen »

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Teemischung 2.0 mit AllMyTea

tealogo.pngEs ist soweit: Im schönen Web 2.0 wird das Einkaufen von Cerealien immer individueller gestaltbar. Nach z.B. MyMuesli für den selbst gebastelten Müslimix und Sonntagmorgen, wo man die eigene Kaffeemischung kreiieren kann, gibt es nun mit Allmytea alles, was den Teeliebhaber erfreut. Denn auch hier kann frei aus bestehenden Basiszutaten der eigene Teegeschmack perfekt getroffen werden. Weiterlesen »

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Ping.fm – Die Relaystation im Social-Network-Orbit

pinglogo.pngIm Kern der Web 2.0-Szene hat sich Microblogging spätestens seit Twitter durchgesetzt. Microblogging geht schnell und einfach von der Hand, wird aber genau dann zur Qual, wenn man gleich bei mehreren Microblogging-Diensten einen aktiven Account und eine aktive Community von Freunden hat. Wer gleichzeitig noch ein Blog betreibt und seine Profile in den sozialen Netzwerken bespaßen will, kommt schnell ins Straucheln. Genau hier will ping.fm Abhilfe schaffen. Egal, ob Twitter, Pownce, WordPress-Blog oder Facebook-Profil – ping.fm pingt und kriegt sie alle. Kurzum: Mit Ping.fm lassen sich bequem verschiedene Web 2.0-Plattformen mit Inhalten bespielen.

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want2do: Es gibt viel zu tun

 

Es gibt sogar eine wissenschaftliche Bezeichnung dafür: Prokrastination. Eine Verhaltensbeschreibung für alle, die gerne Aufgaben aufschieben. Schließlich ist doch morgen oder übermorgen oder auch nächste Woche noch ein Tag. Es wäre aber gelacht, wenn es nicht auch im Internet Angebote gäbe, die gegen diese Krankheit ein Rezept bereithalten und auch noch weit über die lästigen Aufgaben hinausblicken. want2do ist eines davon… Weiterlesen »

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Roccatune.com – Zukunftsmusik

„In Zukunft werden die Leute weniger Wert darauf legen, Musik zu besitzen – wichtiger wird der kostenlose Zugang zu Musik sein.“ Sollte Peter Gabriel damit Recht behalten, dürfte Diensten wie Roccatune eine goldene Zukunft bevorstehen. Roccatune ist das erste Musikportal in Europa, das seinen Nutzern einen umfangreichen Musikkatalog kostenlos und legal zum Stream zur Verfügung stellt. Derzeit noch allein in Deutschland nutzbar, kann sich jeder kostenlos bei Roccatune anmelden, in 1,5 Millionen Songs stöbern und sogar ganze Alben in voller Länge anhören.

Rocctune wird bereits von zahlreichen großen und kleinen Labels unterstützt. Viele bekannte Popgrößen wie Coldplay, Robbie Williams, Gorillaz oder Madonna befinden sich bereits im Katalog. Der Dienst wird hierbei komplett über Werbeeinnahmen finanziert, an denen auch die Labels und Künstler selbst partizipieren.

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Tubemogul: Die Videogießkanne!

Um videos viral zu verbreiten macht es Sinn sie an möglichst vielen Worten im Web zu verteilen. YouTube, Sevenload, Vimeo, Viddler, Myspace, Dailymotion… die Liste der Videohosting-Dienste wird nahezu täglich länger, da heißt es dranbleiben oder sich einfach auf 3-4 Dienste beschränken. Wie schön wäre es da, wenn es einen Dienst geben würde, bei dem man siene Videos einmal hochläd und sie dann von dort automatisch in andere Dienste „rübergeschoben“ werden. Warum träumen, wenn es Tubemogul gibt.

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Angriff der Klone – twittern mit kwippy

Was sind die größten Nebenwirkungen von Erfolg? – Die Nachahmer! Microblgging- Dienste à la Twitter schießen zurzeit wie Unkraut aus dem Boden. Einer davon kommt jetzt aus Indien nach Deutschland und nennt sich kwippy. Die Macher versprechen viel; kwippy soll das Bloggen und Netzwerken verändern. Klingt äußerst revolutionär, doch gibt es wirklich so viele Unterschiede zu Twitter? Weiterlesen »

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Delicious und Mister Wong: Social Bookmarking im Vergleich

Der Social-Bookmarking-Dienst Delicious ist seit einigen Tagen in neuer Version verfügbar. In den letzten Tagen hat Blogpilot Björn Rohles den Dienst auf Herz und Nieren untersucht und herausgearbeitet, was die neuen Funktionen bringen.

Doch Delicious ist nicht alleine auf seinem Gebiet: Mister Wong, mit ähnlichen Funktionen, aber auf deutsche Nutzer spezialisiert, ist ein großer Konkurrent. Wer von beiden hat die Nase vorn? Weiterlesen »

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„Und Schnitt!“- 12seconds ist der neue Video Twitter Dienst

Ein Video sagt mehr als 140 Zeichen – wer liest schon Tweets, wir wollen Videos sehen! Aber bitte keine Spielfilmlänge, denn in 12 Sekunden lässt sich alles sagen. 12seconds heißt nämlich der neue Video-Twitter Dienst, der jetzt Bilder statt Worte sprechen lässt. Wer sich fragt, warum das Ganze nur 12 Sekunden dauern soll, bekommt von den Machern der Plattform eine einfache Antwort: „Because anything longer is boring.“


Wie funktioniert 12seconds?

Noch befindet sich 12seconds in einer closed Alpha Testphase und ist nur mit Einladung zugänglich. Für diese kann man sich auch bewerben; das scheint aber im Moment länger zu dauern. Gerüchte um eine sehr, sehr lange Warteliste kursieren bereits. Wenn man die Registrierungshürden überwunden hat, kann es losgehen. Möchte man den Dienst als Mashup mit Twitter nutzen, trägt man einmal seinen Account ein und kann die Videos dann direkt in den Twitter Stream übernehmen.
Die Kurzfilme können entweder per Webcam aufgenommen und hochgeladen werden oder via Handy oder E-Mail geschickt werden. Auch bei 12seconds kann man die Aktivitäten der Nutzer verfolgen oder die eigenen Kontakte direkt aus Twitter importieren. Natürlich fehlt auch eine Kommentarfunktion für alle Videos nicht. Da darf man dann auch endlich mehr als 140 Zeichen zum Besten geben.

 

Für wen ist 12seconds gedacht?

Twitter User vor, bitte! Denn sie sind wohl die erste Zielgruppe von 12seconds. Durch die mögliche Kombination der beiden Dienste, lassen sich Text und Bild ideal verbinden. Die alleinige Nutzung von 12seconds macht zurzeit eher weniger Spaß. Da bleibt abzuwarten, ob sich nach der Testphase eine eigene 12seconds-Community entwickelt, die auch eine Twitter-unabhängige Nutzung interessant macht. Und wer hat schon immer Zeit und Muße ein Video zu drehen – auch wenn es nur 12 Sekunden dauert. Bis die Haare richtig sitzen, schreibt man doch lieber schnell mal eine SMS – ganz ohne Bild. Die Mischung macht es wohl auch hier.

Blogpiloten-Urteil:

12seconds ist nichts für filmische Labertaschen. Hier heißt es kurz und prägnant die Sache auf den Punkt bringen. Wer Twitter nutzt und lieber filmt als schreibt, wird 12seconds lieben. Die Verbindung der beiden Dienste funktioniert trotz Testphase schon recht gut. Webzweipunktnull.de bemängelt jedoch zu Recht, dass die Videotitel keine Sonderzeichen enthalten dürfen. Die aus Twitter bekannte Antwortform „@xy“ ist somit nicht möglich. Darunter leidet die Interaktivität und Übersicht des Dienstes ein wenig. Die Beschränkung auf 12 Sekunden unterscheidet die Plattform in erster Linie von ähnlichen Diensten wie beispielsweise seesmic. Auch wenn dahinter eine witzige Idee steht, wirklich tiefgehende Dinge lassen sich so nicht mitteilen. Aber da man sich Twitter zum Vorbild genommen hat, kann in der Kürze auch bei 12seconds gerade der Erfolg liegen.

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Cuil gegen Google: das Duell der Suchmaschinen

Seit Jahren schon dominiert Google die Suche im Web. Seit Sonntag Abend hat sich nun ein neuer Konkurrent in die Reihe der Herausforderer gestellt: Cuil. Der Neuling behauptet, mit 120 Milliarden den größten Index aller Suchmaschinen vorweisen zu können. Google schweigt über die Größe seines Indexes, kennt aber angeblich eine Billion (in Zahlen: 1.000.000.000.000) URLs mit unterschiedlichen Inhalten.

Reine Zahlenspiele helfen den Nutzern jedoch nur bedingt weiter: was für ihn zählt, ist die Relevanz der Ergebnisse. Auch hier behauptet Cuil, die Nase vorn zu haben. Ein Beitrag über Cuil in Techcrunch erklärt, wie das funktionieren soll: Man indiziere nicht nur die reinen Schlagwörter, sondern beziehe auch das Verhältnis der Wörter zueinander ein. Dementsprechend organisiere man die Webseiten in Kategorien. So ergäben sich Sinnketten wie „Frankreich – Käse – Wein“. Was ist von diesen Aussagen zu halten?

Wie funktioniert Cuil?

Cuil präsentiert sich im schlichten Look mit einem zentralen Eingabefeld auf schwarzem Grund. Suchergebnisse werden in zwei oder drei Spalten mit Bild präsentiert. Über die Optionen lässt sich eine sichere Suche (Pornografie und andere unerwünschte Ergebnisse werden ausgelassen) und eine Tippfehlerkorrektur an- und abschalten. Sollte ein Begriff mehrere Bedeutungen haben, werden sie in unterschiedlichen Tabs dargestellt.

 

Bei allgemeinen Suchbegriffen wie „Hund“ oder „Auto“ spielt Cuil eine weitere Stärke aus: unter „Explore by Category“ kann man die Cuil-Kategorien durchsuchen.

Der Test: Cuil gegen Google

Es ist äußerst schwierig, zwei Suchmaschinen mit überschaubarem Aufwand zu untersuchen – besonders, wenn man nicht auf die hinter den Ergebnisse stehende Technologie Zugriff hat. Ein solcher Test kann daher nicht mehr als grobe Anhaltspunkte liefern. Im Folgenden wurde nach einigen speziellen und einigen allgemeinen Suchbegriffen gesucht und die Ergebnisse verglichen. Im Gegensatz zum ähnlich angelegten Techcrunch-Test wurde dabei auf deutsche Begriffe gesetzt. Namentlich kamen folgende Begriffe zum Einsatz: „Hund“, „Meilenstein“ und „Arbeit“ (allgemein) sowie „Blogpiloten“ und „Hermeneutik“ (speziell).

Allgemeine Begriffe: In Punkto Anzahl der Suchergebnisse geht die allgemeine Runde 3:0 an Google: der etablierte Suchdienst hat die Nase einfach vorn („Hund“: 39.000.000 gegenüber 8.800.000, „Meilenstein“: 2.350.000 gegenüber 200.000, „Arbeit“: 95.300.000 gegenüber 23.400.000). Relevanz ist schwer zu messen, doch scheint auch hier Google einen Vorsprung zu haben: Google verweist bei „Hund“ auf Wikipedia und spezialisierte Hunde-Seiten, Cuil listet auf der ersten Ergebnisseite keine einzige deutsche Quelle auf – dafür auf der zweiten allerdings mehrmals Informationen zu einer Band namens „Der Hund am Strand“. Dafür punktet der Dienst allerdings mit seiner „Explore by Category“-Funktion und listet übersichtlich deutsche Physiker mit dem Namen „Hund“ auf. Ähnliches bei „Meilenstein“: Google hat Wikipedia und URLs, die das Wort enthalten; Cuil dagegen Pressemitteilungen. Unter den Kategorien führt es die besten Alben von Emmylou Harris als Meilensteine auf – nicht jedoch die anderer Musiker. Und „Arbeit“ lieferte bei Cuil auf der ersten Trefferseite Informationen zum Nazi-Spruch am Eingang der KZs.

Doch liefert Cuil nicht nur alle Ergebnisse auf einmal – die Ergebnisse lassen sich über die Tabs einschränken, wenn ein Begriff mehrere Bedeutungen hat. Im Falle von „Hund“ waren diese Bedeutungen noch lückenhaft: „Urlaub mit Hund“, „Bob Hund“ sowie „Wild und Hund“ wurden angeboten. Im Falle von „Arbeit“ erschlossen sich über die Tabs weitere Bedeutungen des Wortes.

Spezielle Begriffe: Auch hier liegt Google vorne, was die Anzahl der Treffer angeht. In Bezug auf die Relevanz geht es diesmal enger zu: beide Dienste finden unseren Blog unter „Blogpiloten“. Google gibt jedoch eine aussagekräftigere Beschreibung, während Cuil oft nur das Schlagwort „Blogpiloten“ bei verschiedenen Diensten listet. „Hermeneutik“ liefert eine Wikipedia-Definition an erster Stelle bei Google, jedoch vorrangig Buchtitel bei Cuil.

An wen richtet sich Cuil?

Der Test macht deutlich: Cuil ist für deutsche Suchbegriffe zur Zeit noch kaum zu gebrauchen. Allerdings sollte fairerweise gesagt werden, dass der Dienst auch noch keine deutsche Seite hat und sich somit folglich vorrangig an den englischsprachigen Raum richtet. Einen Test mit englischen Begriffen hat Techcrunch vorgelegt, doch auch hier lag Google am Ende knapp vorne.

Blogpiloten-Urteil

Dennoch: Cuil ist ein hochinteressanter Dienst. Denn es gilt zwei Dinge zu bedenken:

  1. Cuil ist in englischer Oberfläche und unter amerikanischer Domain: nicht verwunderlich also, dass deutsche Begriffe (noch) keine guten Ergebnisse liefern.
  2. Cuil ist Sonntag Abend gestartet, Google hat jedoch schon mehrere Jahre an seiner Suchengine arbeiten können.

Außerdem sollte bedacht werden, dass Cuil einige hochinteressante Features bietet: über Tabs lassen sich unterschiedlichste Bedeutungen mit einem Klick aufrufen, um die Ergebnisse einzuschränken. Die Kategorien liefern Zusatzinformationen und erlauben die weitere Navigation. So könnte man sich, wie die PC-Welt im Test vormacht, über den Begriff „Caesar“ zum römischen Imperator „Julius Caesar“ (und nicht etwa dem Caesar-Salat) und von dort aus zur römischen Adelsfamilie „Julius“ vorklicken. Cuil könnte also die Möglichkeit bieten, nach Begriffen zu suchen, die man nur mittels einer Assoziation benennen kann, indem man die vielen Ergebnisse vom Anfang immer stärker einschränkt. Dass derartige Features noch nicht bis ins letzte Detail ausgereift sind, sollte man einem Dienst nach so kurzer Bestehenszeit noch zugestehen.

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Telewebber: Das Beste beider Welten?

Wer den Blogpiloten in den letzten Wochen gefolgt ist, konnte den Eindruck gewinnen: du bist entweder mehr Fernsehen oder mehr Web. Beides geht nicht, oder?

Doch, dachten sich wohl die Macher von telewebber.de, dem Dienst, der das Beste aus beiden Welten vereinen will, eben Tele und Web. Blogpilot Björn Rohles hat überprüft, ob diese Liaison gut geht.

Wie funktioniert telewebber.de?

Telewebber kommt mit überraschend wenig Bedienelementen aus: Nach der Anmeldung kann man die Sendung wählen, die man gerade schaut. Dabei ist die Auswahl noch auf die großen Sender beschränkt, was aber gewiss nur vorübergehend der Fall sein wird. Anschließend gelangt man in einen Chat-Raum. Dort kann man dann alles machen, was man auch an privaten Fernsehabenden mit Freunden machen würde: über den Inhalt reden, virtuelle Getränke bereitstellen oder sich mit lustigen Spielchen wie Werbung-Raten vergnügen. Mittels drei Buttons kann man auf die Sendung emotional reagieren („Applaus“, „Witzig“ und „Buh!“) und die Reaktionen auf einer Sendung als Grafik anschauen.

 

Neben den kommunikativen Seiten gibt es noch einige weitere hilfreiche Features. So kann sich der Nutzer an eine gewünschte Sendung erinnern lassen oder über verschiedene Statistiken erfahren, was er am meisten geschaut hat. Telewebber vernetzt sich auf Wunsch mit Twitter, um den Freunden mitzuteilen, dass man dort gerade aktiv ist. Außerdem gibt es ein Punktesystem, das sich nach der Aktivität bemisst. Das Erscheinungsbild lässt sich über vorgegebene Designs oder eigene Einstellungen anpassen.

An wen richtet sich Telewebber?

Telewebber ist vollends auf Unterhaltung und Kommunikation ausgelegt. Chats, Bewertungen und kleine Spielchen für zwischendurch prädestinieren den Dienst für Abende, die man gezwungenermaßen alleine vorm TV verbringt, aber eigentlich lieber mit anderen teilen möchte. Telewebber macht das möglich – wenn auch nur virtuell.

Blogpiloten-Urteil

Telewebber setzt auf das Beste beider Welten: die Unterhaltung im Fernsehen und die Kommunikation im Web. Das Interface verhält sich erwartungsgemäß, auch unerfahrene Nutzer finden sich schnell zurecht. Witzige Features wie die Spielchen für zwischendurch bieten einen echten Mehrwert für einsame Fernsehabende. Vermisst wurde eine größere Auswahl an Sendern und eine Empfehlungsfunktion, über die man seine Freunde mittels eines Klicks auf gute Sendungen aufmerksam machen könnte. Zudem wären Beschreibungen zu Sendungen hilfreich, die in Web 2.0-Manier die Nutzer selbst liefern könnten. Spaß macht Telewebber aber auch heute schon.

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Jogli oder die Suche nach neuer Musik

In den letzten Jahren hat sich YouTube zu einer riesigen Musiksammlung entwickelt. Es gibt Millionen von Live-Versionen oder offiziellen Videos verschiedener Künstler. Suchen kann man mittels Künstler- oder Titelname. So richtig komfortabel ist das aber nicht. Eine Lücke, die Jogli füllen möchte: als selbst ernannte Musiksuchmaschine bietet es eine Datenbank mit über 12 Millionen Alben, die man sich kostenlos streamen kann – basierend auf geeigneten YouTube-Einträgen.

Wie funktioniert Jogli?

Um Alben anzuhören, gibt man einfach den Namen des Künstlers in das große Suchfeld ein und wählt das gewünschte Album aus. Nach einem Klick auf „Play“ durchforstet Jogli das YouTube-Archiv und beginnt mit dem Streamen der einzelnen Songs. Häufig handelt es sich um Live-Versionen der Stücke, die jemand online gestellt hat. Jogli kann die Lyrics zum Song anzeigen und nach alternativen Versionen des Songs suchen, sollte die gewählte Version nicht gefallen. Zudem gibt es kurze Reviews zum Album, die der Fachpresse entnommen sind. Am rechten Seitenrand werden ähnliche Alben empfohlen, so dass neue Musik entdeckt werden kann.

 

Wer sich anmeldet, kann eigene Playlists anlegen und mit anderen Nutzern teilen. Außerdem lassen sich Alben in einer Musikbibliothek sammeln, damit man sie später schneller findet.

An wen richtet sich Jogli?

Jogli ist ein hervorragendes Werkzeug, um neue Musik kennenzulernen. Wer sich für ein bestimmtes Album interessiert, kann hier kostenlos und völlig legal reinhören. Es gibt allerdings einige Einschränkungen, die in der Natur der Sache begründet liegen:

  1. Auf YouTube gibt es von vielen Songs ausschließlich Live-Versionen. Man sollte also nicht damit rechnen, die Studio-Versionen zu hören.
  2. Es kann vorkommen, dass nicht alle Songs eines Albums verfügbar sind. In diesem Fall werden die Songs zwar angezeigt, aber nicht gestreamt.
  3. Je unbekannter ein Künstler ist, umso unwahrscheinlicher ist es, ihn in Jogli zu finden. Die Auswahl ist allerdings auch abseits des Pop-Mainstreams enorm, da YouTube von Hörern mit verschiedenen Vorlieben genutzt wird.

Blogpiloten-Urteil

Jogli hat alle Voraussetzungen, um im Web 2.0 zu einem großen Erfolg zu werden: die Bedienung ist kinderleicht und erfordert keine Anmeldung. Wer sich dennoch anmeldet, bekommt eine Auswahl an sinnvollen Funktionen geliefert. Das Angebot an Musik ist groß und gut strukturiert. Zusammenfassend gilt: wer ein Album probehören möchte, sollte Jogli unbedingt ausprobieren.

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Lifestream: zentrale Sammelstelle für Web-Aktivitäten

Das Web kann ganz schön unübersichtlich werden. Da tummelt man sich auf unterschiedlichen Social-Networking-Plattformen und teilt Links, Fotos oder Videos mit seinen Freunden. Auf anderen verfolgt man deren Musikgeschmack, auf wieder anderen werden Nachrichten ausgetauscht. Da fragt man sich schon mal, wo man sich eigentlich zuerst einloggen soll.

Lifestream ist ein Dienst, der diese Frage mit einem einfachen „Nur hier“ beantworten möchte. Dafür sammelt die Seite dann die Aktualisierungen von Freunden und zeigt sie zentral an einer Stelle an. Nun gibt es auch eine deutsche Version. Grund genug, Lifestream einem umfassenden Blogpiloten-Test zu unterziehen.

Wie funktioniert Lifestream?

Lifestream ist momentan noch closed beta: wer sich anmelden möchte, braucht eine Einladung. Doch keine Sorge, einfach weiterlesen. Nach der Anmeldung führt ein Assistent durch den weiteren Prozess. Das erste Aha-Erlebnis stellt sich dabei auch schnell ein: Lifestream verknüpft sich mit unglaublich vielen anderen Diensten. Neben den üblichen Verdächtigen wie Twitter, Last.fm oder del.icio.us überraschen dabei besonders die vielen beliebten Angebote, die man sonst eher selten findet: XING, sevenload und Ebay sind bekannte Beispiele.

 

Anschließend kann man dann nach Freunden suchen und deren Aktualisierungen folgen. Selbstverständlich kann man zu den Inhalten anderer Kommentare abgeben, und eine Desktop-Anwendung bietet Lifestream ebenfalls. Die Netzwerk-Fähigkeiten sind allerdings eingeschränkt: direkte Nachrichten an andere Nutzer lassen sich nicht verschicken.

Für wen ist Lifestream gedacht?

Die Idee von Lifestream ist gut, aber nicht neu: Friendfeed, das ebenfalls schon getestet wurde, besetzt als Platzhirsch ein ähnliches Gebiet. Auch schon von den Blogpiloten unter die Lupe genommen: SecondBrain. Bei solcher Konkurrenz stellt sich natürlich die Frage nach den Vor- und Nachteilen der einzelnen Angebote.

Lifestream punktet im direkten Vergleich mit der Vielzahl der Dienste, auf die es zugreifen kann. Friendfeed erfreut mit Kommunikationsfähigkeiten, die es sogar schon als Twitter-Ersatz ins Gespräch brachten. Außerdem können thematische Räume angelegt werden. SecondBrain legt den Schwerpunkt auf produktive Aspekte und ermöglicht es, unterschiedliche Inhalte in Kollektionen zu organisieren.

Blogpiloten-Urteil

Dienste wie Lifestream sind im Trend, sorgen sie doch für mehr Übersicht im Web. Lifestream befindet sich dabei im Wettstreit mit anderen Diensten, die Ähnliches leisten. Schnelle Integration zusätzlicher Dienste und Features wird den Ausgang dieses Rennens bestimmen. Friendfeed hat gerade im US-Raum einen enormen Vorsprung, doch Lifestream stellt mit seiner Lokalisierung im deutschen Raum eine echte Alternative dar. Besonders die Auswahl an in Deutschland beliebten Diensten könnte hierzulande ein entscheidender Punkt sein.

Die Blogpiloten haben zehn Invites für die closed beta klargemacht. Einfach ausprobieren, welche funktioniert – wer zuerst kommt, ist klar im Vorteil. Meinungen zum Service dann gerne hier in den Kommentaren!

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