RedaktionWie war es in der Poleposition 1998, Peter Kabel?

Die Netzpiloten feiern 15 Jahre Expeditionen in den Cyberspace und fragen prominente Wegbegleiter nach ihrem denkwürdigsten Erlebnis der digitalen Revolution. – Heute den Unternehmer und Professor an der Hochschule für angewandte Wissenschaften  in Hamburg,  Peter Kabel.

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Früher sprach man ja davon, dass sich Internetjahre, wie Hundejahre verhalten und die Zeit einfach siebenfach schneller voran schreitet. Wer wie ich jedes dieser Jahre selbst erlebt hat, hat daher Schwierigkeiten sich für einen Höhepunkt zu entscheiden. Eines meiner Highlights der frühen Internetjahre war sicherlich die Live-Berichterstattung für unseren Kunden BMW von den 24 Rennen in Le Mans in den Jahren 1997 und 1998.

 So wie für die Rennteilnehmer der Wettbewerb in den schwülwarmen Frühsommertagen an der Sarthe eine Herausforderung für Mensch und Maschine ist, war es dies in den Pioniertagen auch für das Kabel New Media Team vor Ort.

Um Internetanschluss zu bekommen musste man unter Tischen des Pressezentrums skeptisch beobachtet von der versammelten Weltpresse nach Telefondosen suchen. Der Anschluss ans Strecken-Informationssystem war nur über einen Hack möglich, das Wort API war noch nicht erfunden und Strecken-Rechner nicht zwingend vernetzt. [Mehr]


Hannes RichterMediathekenumschau vom 21. Oktober

In der Mediathekenumschau heute: Der MDR feiert ein Schlachtfest, Leipzig macht sich und ein politischer Mord, der Italien veränderte. // von Hannes Richter

 

Bildempfangsstörung (Bild Paulae [CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons)

  

Es ist so eine Sache mit den Mediatheken: Für viele Digital Natives sind sie schon Fernsehersatz – alles ist überall abrufbar. Doch nur auf Zeit: Gerade die öffentlich-rechtlichen Programme sind oft nach einer Woche wieder offline. Verlängertes Fernsehen statt digitales Archiv. Bevor sie verschwinden, fischen wir die besten Perlen aus der TV-Flut. [Mehr]


RedaktionWelchem Big Shot hast du die Hand gehalten, Nicole Kidd?

Die Netzpiloten feiern 15 Jahre Expeditionen in den Cyberspace und fragen prominente Wegbegleiter nach ihrem denkwürdigsten Erlebnis der digitalen Revolution. – Heute die Content & Marketing Strategin und Mitgründerin von die-journalisten.de, Nicole Kidd.

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Wow, 15 Jahre! Herzlichen Glückwunsch, liebe Netzpiloten!! Wow, und fast genauso alt ist die Erinnerung an „Zwei Takte mit John.“

Man schreibt das Jahr 1997 als die Computermesse COMDEX in Las Vegas noch die Sirene aller IT-Messen war. Damals schrieb ich als freie Journalistin für diverse deutsche Verlagskunden Kurzzusammenfassungen interessanter Silicon Valley Begegnungen sowie technischer Neuheiten vor allem in den noch embryonischen „e-commerce and e-publishing“ Bereichen. Meine erste Consumer-Computer Messe hatte ich im November 1996 erlebt und ich freute mich schon von irgendeinem Kunden auch dieses Jahr zum Trend-Scouting in ein Menschenbad von knapp 215,000 erwarteten Besuchern sowie 2,100 Ausstellern gesandt zu werden. Der COMDEX Buzz dieses Jahr drehte sich für uns „Bay Area“ Bürger hauptsächlich um einen Keynote-Referenten, genannt John Chambers, der 1995 die Leitung von Cisco Systems übernommen hatte. Zum ersten Mal würde der Leiter eines „internet plumbing“ Unternehmen die Keynote der eher verbraucher-orientierten Fachmesse stemmen. Tage vorher erschien im lokalen San Francisco Chronicle ein Artikel über den eher kamerascheuen John Chambers, der mit seiner tiefsitzenden Furcht vor öffentlichen Ansprachen sowie Bewältigung seiner „milden“ Legasthenie begann.  Ich dachte „Wow, der Mann muss dieser Keynote höchst nervös entgegen sehen.“ [Mehr]


Jakob SteinschadenCirca: Mobile Nachrichten, wie sie gemacht werden sollten

Eine Firma aus San Francisco will mit ihrer App das News-Geschäft für das mobile Zeitalter neu erfinden und stößt mit ihrem Ansatz auf ein reges Interesse. // von Jakob Steinschaden

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Mobile first, touch first, content first: In San Francisco hat sich eine kleine Firma auf Mobile News spezialisiert. Während Zeitungen in Europa meist vom dem Kampf sprechen, die vielen Online-Inhalte auf den kleinen Smartphone-Displays unterzubringen, macht man die Not zur Tugend und schneidert die Nachrichten ganz gezielt auf den schnellen und einfachen Konsum unterwegs zu. Dabei entstehen Funktionen, die sich andere Medien genau ansehen sollten.

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Jenny GenzmerCéline Lazorthes: “Wissen kann man sich erarbeiten, Einstellung nicht.”

Social Payment erhält mit Leetchi.com eine ganz neue Bedeutung. Gründerin Céline Lazorthes setzt dabei auf Soziale Netzwerke und Usability. // von Jenny Genzmer

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Céline Lazorthes ist in der französischen Gründerszene nicht unbekannt. 2009 gründete sie das Unternehmen Leetchi.com in Paris, das von verschiedenen Investoren mit insgesamt 6 Millionen Euro unterstützt worden ist. Bis dahin war es für die damals 26 jährige Universitäts-Absolventin ein harter Weg. Auf dem Reeperbahn Festival in Hamburg sprach sie im Interview mit uns über den Wandel von Online-Bezahldiensten, die Versäumnisse von Paypal und die Schwierigkeiten einer jungen Unternehmerin in der Finanzbranche.

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RedaktionWann warst du das letzte Mal perplex, Achim Beißwenger?

Die Netzpiloten feiern 15 Jahre Expeditionen in den Cyberspace und fragen prominente Wegbegleiter nach ihrem denkwürdigsten Erlebnis der digitalen Revolution. – Heute den Gründer der Audiovisual Media Days und Managing Partner von Flying Toaster, Achim Beißwenger.

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Mein beeindruckendster digitaler Moment? Hmm, eine schwierige Frage. Dieser körperliche Speicher, genannt Hirn, will mir auf Anhieb kein brauchbares Ergebnis liefern. OK, dann versuchen wir das anders. Verknüpfen wir einmal Ratio und Emotio – und schon formt sich ein klares Bild. Vor wenigen Monaten bekam ich eine etwas seltsame, kurze Mail: „Schön, dass ich dich im Internet gefunden habe. Ich hoffe, es geht Dir gut.“ Der Name des Absenders sagte mir nichts. Wie sich schnell herausstellen sollte, war es eine ehemalige Freundin von mir. Einige Mails und Wochen später haben wir uns getroffen. Zum ersten Mal, nach 25 Jahren. Für einen Augenblick stand die Welt still. Spätestens als sie mir den Brief zum Lesen gab, den ich damals an sie geschrieben hatte. Das sind die Momente des Lebens. Auch wenn sie manchmal einer digitalen Unterstützung bedürfen. Ich wünsche Euch ab und an Stillstand im Herzen und volle Kraft voraus bei allen digitalen Abenteuern, die es in den nächsten 15 Jahren zu gestalten und zu erleben gilt! Einen anderen nachhaltigen Eindruck hat bei mir wohl mein erster Screensaver - „The Flying Toasters“ von After Dark - hinterlassen.


Daniel KuhnGhost: Bloggen soll wieder einfacher werden

Blogging-Plattformen gibt es viele, doch sind sie oft kompliziert zu nutzen oder anzuwenden. Ghost will Bloggern wieder den Fokus aufs Wesentliche ermöglichen, das Publizieren. // von Daniel Kuhn

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Wordpress, Habari und Tumblr sind nur einige der bekannteren Blogging-Plattformen, die trotz der unterschiedlichen Ausrichtung alle das gleiche Ziel verfolgen - nämlich das Publizieren von Texten im Internet für jedermann so einfach wie möglich zu gestalten. So einfach ist es aber nicht immer und daher hat ein ehemaliger Wordpress-Entwickler Ghost ins Leben gerufen. Die Software ist seit gestern für die Allgemeinheit verfügbar, aber nicht für jedermann nützlich.

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Dr. Carlo PiltzGoogle ändert Nutzungsbedingungen – was es zu beachten gilt

Gestern gab Google bekannt, dass es mit Wirkung zum 11. November 2013 neue Nutzungsbedingungen in all seinen Diensten verwenden wird. // von Dr. Carlo Piltz

Google (Bild Carlos Luna [CC BY 2.0], via Flickr)

Googles Nutzungsbedingungen werden zum 11. November geändert und um sogenannte "geteilte Empfehlungen" erweitert. Diese basieren auf Aktivitäten der Nutzer wie zum Beispiel Bewertungen, "+1s" oder Kommentaren und beinhalten Profilbilder und Klarnamen der Nutzer. Dr. Carlo Piltz erklärt in seinem Blog, was es mit den neuen Nutzungsbedingungen auf sich hat.

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RedaktionWas sind deine 5 Lehren aus der New Economy, Christoph Kappes?

Die Netzpiloten feiern 15 Jahre Expeditionen in den Cyberspace und fragen prominente Wegbegleiter nach ihrem denkwürdigsten Erlebnis der digitalen Revolution. – Heute den Geschäftsführer der Fructus GmbH, Christoph Kappes.

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So revolutionär fand ich die Zeit gar nicht. Im Nachhinein sehe ich neben der Partystimmung auch große Angst, etwas zu verpassen, und Angst, nicht mehr "in" zu sein. Das Neue, was sich auftat, war entweder längst da (Links und Scriptsprache aus HyperCard) oder vergleichsweise Schrott (HTML 1.0 im Vergleich zu Postscript), aber die Medien- und Werbemenschen hat es einfach umgehauen, dass nun jeder auf Knopfdruck ihre Texte und Bilder sehen konnte. Dass Zahlenmenschen Internetunternehmen nach Nutzerzahl bezahlten und nicht nach erwartetem Umsatz, hat mich schon damals sehr verblüfft - Perlen haben wenigstens noch einen Handelswert, weil sie hübsch und knapp sind. Unvergessen auch Bankmenschen, die mich mit halbseidenen Methoden an die Börse bringen wollten; ein IPO-Angebot der Gontard- und Metallbank werde ich nie vergessen, sie wollten 30% des Emissionsvolumens für ihre PR-Tochter, und ein Jahr später waren sie pleite. Echte Disruption wie Amazon und Google war gar nicht so das Thema, das Magazin "Gold" von Popnet beschäftigte die Branche mehr. Was ich gelernt habe? Erstens: es ist wichtig, wie die Stadt heißt, in der man sich befindet. Zweitens: Mach nie das, was alle anderen machen. Drittens: Halte Dich von Netzwerkern und Labertaschen fern. Viertens: Was jetzt nicht klappt, kommt anders in zehn Jahren wieder. Fünftens: Veränderung und Krise finden ständig statt - beschäftige Dich mit Geschichte, um Deine Beobachtungen einordnen zu können.


RedaktionWas geht über das digitale Wirtschaftswunder hinaus, Oliver Beste?

Die Netzpiloten feiern 15 Jahre Expeditionen in den Cyberspace und fragen prominente Wegbegleiter nach ihrem denkwürdigsten Erlebnis der digitalen Revolution. – Heute den Geschäftsführer der Playducato GmbH (tollabox.de), Oliver Beste.

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Mich hat die Digitale Revolution durch ihre politische Sprengkraft tief beeindruckt, allen voran die Umstürze der Diktaturen in Nordafrika von Tunesien bis Ägypten. Transparenz kann offenbar politischen Missbrauch eindämmen und Kommunikation ermöglicht Widerstand.


RedaktionWie klickst du dich klüger, Matthias Frings?

Die Netzpiloten feiern 15 Jahre Expeditionen in den Cyberspace und fragen prominente Wegbegleiter nach ihrem denkwürdigsten Erlebnis der digitalen Revolution. – Heute den Journalisten, Moderator und Schriftsteller, Matthias Frings.

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So Naiv: Anfang der Neunziger habe ich gedacht, das mit diesem Internetz musst du nicht mehr lernen. Bis das Zeugs erst mal so richtig ausgereift ist ...

Dann fing ich an Freunde zu nerven, doch bitte mal dieses und jenes für mich nachzuschauen. Irgendwann sagten sie: Würdest du dir bitte selbst eine Kiste zulegen? Danke.

Das habe ich dann auch brav gemacht - und betrachte es nach wie vor als Wunder, dass ich alles recherchieren kann, ohne mir auch nur ein Paar Schuhe anzuziehen. Keine langen Fahrten in Bibliotheken mehr, keine Zettelkästen, keine verzwickten Bibliographien, keine Schließzeit um 18 Uhr. Was für ein Glücksgefühl, in Windeseile Antwort zu erhalten: Woher kommt der Begriff "sich ins Benehmen setzen"? Wie viele Pharaoninnen gab es in Ägypten? Wie viel Aluminium wurden gebraucht, um die Stoffbahnen der Reichstagshüllung damit zu bedampfen? Ein paar Klicks, und schon bin ich klüger: Form der Mitwirkung bei einem Rechtsakt. Fünf. Vier Kilo. Und das immer noch ohne Schuhe an den Füßen.

Manchmal gehe ich trotzdem in Bibliotheken. Weil es da so toll riecht. Aber sonst ...


Tobias GillenInterview mit ICANN-Domain-Chef Akram Atallah

Im Interview spricht ICANN-Domain-Präsident Akram Atallah über den Streit Amazons mit anderen Bewerbern, wirft einen Blick hinter die Kulissen des neuen Programms und verspricht, sich an deutsches Recht zu halten. // von Tobias Gillen

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Unternehmen können sich gegen eine Bewerbungsgebühr von 185.000 US-Dollar dafür bewerben, neue Top-Level-Domains zu erstellen und zu verwalten – heißt: ein Geschäft damit zu betreiben, Domain-Namen wie xyz.book gegen Gebühr zu vermieten. Damit will die Generic Domain Division der Internet-Regulierungsbehörde ICANN nach eigener Aussage der Situation entgegen treten, dass immer weniger kurze und griffige Domainnamen zur Verfügung stehen. Kritiker aber fürchteten Wettbewerbsverzerrung und Verstöße gegen den Datenschutz. Akram Atallah, Präsident der ICANN-Domain-Abteilung, widerspricht im Interview.

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RedaktionDein denkwürdigstes digitales Erlebnis, Matthias Spielkamp?

Die Netzpiloten feiern 15 Jahre Expeditionen in den Cyberspace und fragen prominente Wegbegleiter nach ihrem denkwürdigsten Erlebnis der digitalen Revolution. – Heute den Journalisten, Unternehmer und Urheberrechtsexperten (irights.info),  Matthias Spielkamp.

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Mein denkwürdigstes Erlebnis der digitalen Revolution? Edward Snowden im Interview mit Laura Poitras und Glenn Greenwald in seinem Hotelzimmer in Hong Kong. Diesen jungen Mann zu sehen, der so wohl überlegt, souverän und ruhig darlegt, warum er sich der nahezu uneingeschränkten Macht der NSA - und damit der US-Regierung - widersetzt, hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nicht zuletzt deshalb, weil er sich offenbar wirklich und in aller Konsequenz im Klaren darüber war, dass sein Leben nie wieder so sein würde wie zuvor. [Mehr]


RedaktionWas war das Schönste an der New Economy, Philipp Schroeder?

Die Netzpiloten feiern 15 Jahre Expeditionen in den Cyberspace und fragen prominente Wegbegleiter nach ihrem denkwürdigsten Erlebnis der digitalen Revolution. – Heute den Founding Partner von Active Venture Partners,  Philipp Schroeder.

Philipp_Schroeder_postVor 15 Jahren war ich noch in London und habe dort studiert. Spontan fällt mir hierzu das quietschende Modem ein und das nächtliche Chatten mit meinem Bruder in Gent über Telnet. Danach gründete ich in der Internet Hype Phase, wie so viele andere auch, mit Freunden direkt nach dem Studium mein erstes Unternehmen (VCMORE). Von Tuten und Blasen keine Ahnung und ohne das Geschäftsmodell zu validieren, expandierten wir sofort nach England und Spanien. Während dieser Zeit habe ich die Gründer der Netzpiloten, Cyquest, Clickfish, etc. kennengelernt. 

Was ich am Beeindruckendsten und am Schönsten aus den 15 Jahren finde, ist das unausgesprochene "Wir" Gefühl. Man (die Gründer von damals) sehen sich nur noch selten, aber wenn wir uns spontan treffen und uns in Augen sehen, ist da dieses Gefühl der Verbundenheit. Wir haben alle das Gleiche durchlebt. Das rasante Wachstum, alles ist möglich, der extreme Fall, das Durchhalten, die Auferstehung, das organische Wachstum, der Reifeprozess. Man sieht sich und ohne etwas zu sagen, weiß man: "Das waren Zeiten! Was für ein cooler Teil unseres Lebens"


Tobias SchwarzMedienwandel: Reden wir über Buzzfeed!

Die Schlachten um die Zukunft des Journalismus sind eingebildet. Zwar steht sie noch nicht fest, aber sie wird nicht gewonnen, sondern gemacht werden. // von Tobias Schwarz

Buzzfeed (Bild  Charlie Engman)

Im Medienwandel laufen manche Journalisten zur Höchstform auf, wenn es darum geht, die Krise herbei zu schwören, die ihre ganze Zunft wahrscheinlich weg digitalisieren soll. In dieser Krisenkommunikation liegt die eigentliche Krise, denn anstatt Veränderungen und Möglichkeiten zu beobachten, darüber zu schreiben und auszuprobieren, wird das Ansehen einer ganzen Berufsgruppe durch pessimistische Zukunftssorgen beschädigt. Wer liest auch schon gerne Beiträge von den Verlierern von morgen?

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