Katharina BrunnerOldies but Goldies: Warum Newsletter noch lange nicht tot sind

Newsletter führen im Online-Marketing ein Leben im Schatten sozialer Netzwerke. Und doch stapeln sie sich in den Posteingängen. Aus guten Gründen. // von Katharina Brunner

Letters (Bild: Donna Benjamin [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Ja, auch ich habe es schon oft getan: Ohne die E-Mail zu öffnen habe ich wahrscheinlich schon hunderte, vielleicht tausende Newsletter mit einem Mausklick und ohne mit der Wimper zu zucken ins digitale Nirwana geschickt. Newsletter umweht der Hauch des Verruchten, nicht selten landen sie im Spam-Ordner neben dubiosen Angeboten nigerianischer Prinzen. Und doch ist er überall: Kaum ein Magazin, kaum ein Unternehmen bietet nicht die Möglichkeit, die eigene E-Mai-Adresse zu hinterlegen, um dann regelmäßige Updates zu bekommen.

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Tobias SchwarzBuzzFeed kooperiert mit den Geständnis-Sammlern von Whisper

BuzzFeed geht eine Kooperation mit dem auf Anonymität setzenden sozialen Netzwerk Whisper ein, dass die Bilder seiner Mitglieder zur Verfügung stellt. // von Tobias Schwarz

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Mit einer Content-Sharing-Kooperation bekommt das von Jonah Peretti gegründete BuzzFeed Zugang zu den Geständnissen und Fotosl der Nutzer von Whisper, einem sozialen Netzwerk, in dem sich Menschen vermeintlich anonym ihre Geheimnisse verraten. Ein lukrative Deal für beide Websites.

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Gina SchadInterview mit Christian Jakubetz über “Universalcode 2″

Der Journalist Christian Jakubetz spricht im Interview über sein Projekt "Universalcode 2", das er mit Hilfe von Crowdfunding realisieren möchte. // von Gina Schad

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Wie verändert sich der Journalismus unter den neuen Finanzierungs- und Produktionsbedingungen? Mit "Universalcode 2" will Christian Jakubetz Antworten bieten. Dafür sucht er Geld via Crowdfunding – mithilfe von Krautreporter. Gina Schad hat sich mit Christian Jakubetz auf ein Interview getroffen und über das Projekt gesprochen.

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Tobias SchwarzGoogle plant ein YouTube für Kinder

Laut einem Bericht von The Information arbeitet Google an einem YouTube für Kinder – die neue Video-Plattform soll frei von "unangebrachten Inhalten" sein. // von Tobias Schwarz

Children Notebook (Bild: Lucélia Ribeiro [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Momentan diskutiert die deutsche Bundespolitik über den neuen Versuch der Novellierung des Staatsvertrag über den Schutz der Menschenwürde und den Jugendschutz in Rundfunk und Telemedien (kurz: JMStV), nach dem das Gesetzgebungsverfahren im Jahr 2010 gescheitert ist. Im JMStV werden die Jugendmedienschutzbestimmungen geregelt, in Zeiten von Spotify, YouTube & Co. auch auf digitalen Plattformen. Google könnte diesem deutschen Gesetz jetzt vorgreifen, denn laut The Information-Redakteur Amir Efrati plant YouTube eine eigene Plattform für Kinder unter 10 Jahren.

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Daniel KuhnFoursquare weiß, was du gleich essen willst

Der Check-In-Dienst Foursquare will in Zukunft das Nutzerverhalten antizipieren und dem Anwender nicht nur sagen wo er essen soll, sondern auch was. // von Daniel Kuhn

Foursquare (Bild: John Fischer [CC BY 2.0], via Flickr)

Foursquare befindet sich im Umbruch – das Unternehmen will sich schon lange vom reinen Check-In-Service mit Gameification-Modell entfernen und vielmehr die wichtigste Empfehlungs-App auf dem Smartphone sein. Dabei soll anticipatory computing eine Hauptrolle spielen, wie Firmengründer Dennis Crowley gegenüber Read Write Web in einem langen Interview verrät. Die über die Jahre gesammelten Datensätze sollen dabei helfen, im Voraus zu erahnen, was der Nutzer essen oder trinken will.

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RedaktionWarum muss das Netz frei bleiben, Bastian Unterberg?

Die Netzpiloten feiern 15 Jahre Expeditionen in den Cyberspace und fragen prominente Wegbegleiter nach ihrem denkwürdigsten Erlebnis der digitalen Revolution. – Heute den Gründer & CEO von jovoto.com, Bastian Unterberg.

Bastian_Unterberg_postHerzlichen Glückwunsch zum Jubiläum. Für mich ist es immer wieder beeindruckend zu erleben, dass die digitale Revolution Menschen auf der ganzen Welt dazu befähigt, Ihr Leben selbstbestimmter zu leben, weil Ihnen digitale Geschäftsmodelle dafür die grundlegende Sicherheit bieten. 

Ob dies nun Geschäftsmodelle sind, die ungenutzte Assets nutzbar machen, wie Collaborative Consumption Plattformen, wie AirBnB oder Crowdfunding Plattformen wie Kickstarter, die eigene Herzensprojekte finanzieren – oder ob es Plattformen sind, die Zugang zu neuen Opportunities und Jobs schaffen, wie jovoto. 

Diese Auswirkungen der digitalen Revolution, die auf der ganzen Welt das Leben von Millionen von Menschen nachhaltig verändern sind es, die mich motivierten jovoto zu gründen. Bei jovoto erlebe ich diese Auswirkungen in der Art, dass Menschen ausreichend Vertrauen in Einkommensperspektiven und Netzwerkeffekte unserer Plattform fassen, um endlich die wenig geliebte Anstellung niederzulegen. Die meisten dieser Menschen fühlen sich mit der Entscheidung befreit und sind als Architekt Ihres eigenen Lebens wesentlich zufriedener und vor allem eines: Freier. 

Deshalb ist es so wichtig, dass wir die digitale Revolution schützen. Unser Netz muss frei bleiben! Nur so können Menschen wirklich Vertäuen fassen. Ein kontrolliertes und regulierbares Netz ist ein Unsicherheitsfaktor für jeden Internetunternehmer und für all diejenigen die auf diese digitalen Geschäftsmodelle Ihr Leben aufbauen.


Daniel KuhnPheme: Lügendetektor für Twitter in Arbeit

Ein Team von Wissenschaftlern hat es sich zur Aufgabe gemacht, unter dem Namen Pheme einen Lügendetektor für Twitter zu entwickeln. // von Daniel Kuhn

Fuente de la Fama (Bild: Luis García [CC-BY-SA-3.0-es], via Wikimedia Commons)

Das Internet ist zwar ein unerschöpflicher Quell an Informationen, allerdings ebenso auch voll von Halbwahrheiten, Gerüchten und Lügen, die sich oftmals in Sekundenschnelle wie ein Lauffeuer in der ganzen Welt verbreiten. Zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden ist hier nicht immer ganz einfach. Ein Forschungsprojekt von 5 europäischen Universitäten und 4 Unternehmen, nimmt dieses Problem in Angriff und entwickelt mit Pheme einen Lügendetektor für Twitter.

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RedaktionWelcher Mail-Spoof hat dich umgetrieben, Tilman Baumgärtel?

Die Netzpiloten feiern 15 Jahre Expeditionen in den Cyberspace und fragen prominente Wegbegleiter nach ihrem denkwürdigsten Erlebnis der digitalen Revolution. – Heute den Publizisten und Vertretungsprofessor an der FH Mainz, Dr. Tilman Baumgärtel. 

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Heute habe ich wieder so eine Email bekommen. Kein Inhalt. Kein Betreff. Kein Absender. Kein Adressat. Trotzdem habe ich sie bekommen, eine Mail ohne Inhalt und ohne Grund. Vor ein paar Monaten hätte ich sie gelöscht, ohne weiter darüber nachzudenken. Ich bekomme jeden Tag so viele Mails. Ich bin froh über jede, auf die ich nicht reagieren muss. Delete-Taste, Fall erledigt.

Seit Edward Snowden uns die Augen dafür geöffnet hat, was für ein Panoptikum das Internet ist, treibt mich so eine Email um. Bedeutet das, dass ich beobachtet werde? Habe ich allein durch den Empfang dieser Mail ein Backdoor zu meinem Computer geöffnet? Einen Trojaner installiert? Wird nun jeder Tastendruck, jede angeguckte Site in irgendwelchen kafkaesken Datenspeichern aufbewahrt, um in Zukunft irgendwann gegen mich verwendet zu werden? Warum gibt es solche Mails überhaupt? [Mehr]


Jakob SteinschadenDas Selfie hat mehr mit Kapitalismus zu tun als mit Narzissmus

Das Smartphone-Selbstporträt, kurz Selfie genannt, ist weniger Ausdruck unserer Selbstverliebtheit als vielmehr Selbstvermarktung in ökonomisch schwierigen Zeiten. // von Jakob Steinschaden

Selfie (Bild: Anke Allaert [CC BY 2.0], via Flickr)

Frontkameras von Smartphones gepaart mit Social-Media-Diensten wie Facebook und seiner Tochter Instagram haben einen Trend ausgelöst, der sogar offiziell im Oxford Dictionary steht und 2013 zum englischen Wort des Jahres gewählt wurde: Selfie. Die Selbstporträts auf Armlänge, die vom Teenager bis zum Hollywoodstar schon viele Millionen Menschen gemacht haben, sind ein Ausdruck des weit verbreiteten Narzissmus, wird oft analysiert. Doch diese Erklärung greift zu kurz. Denn Selfies haben weniger mit Selbstverliebtheit als vielmehr mit Selbstvermarktung zu tun.

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Tobias GillenDer eigene URL-Shortener: Mission failed?

Mitte Januar hat sich Netzpiloten-Autor Tobias Gillen einen eigenen URL-Shortener eingerichtet und hier diskutieren lassen, ob das Sinn macht. Inzwischen weiß er es. // von Tobias Gillen

URL (Bild: Chris Dlugosz [CC BY 2.0], via Flickr)

Links bestimmen unser digitales Leben. Wer keinen Link hat, hat meist nichts zu teilen. Denn hinter all den schönen Sachen in diesem Internet steht immer auch ein Link, so wie hinter diesem Artikel auch. Gekürzte Links mit bit.ly oder goo.gl sieht man tagtäglich viele in den sozialen Netzwerken. Um einen Überblick über seine Links zu bekommen, hat sich unser Autor einen eigenen Shortener für seine Links angelegt und berichtet nun von seinen Erfahrungen und der Frage, ob das Sinn macht oder verzichtbar ist.

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Tobias SchwarzQwant – Eine Alternative zu Google?

Die französische Suchmaschine Qwant startet in Deutschland und verspricht Sicherheit und Anonymität im Digitalen. // von Tobias Schwarz

Qwant Teaser

Die französische Suchmaschine Qwant stellte sich am Dienstag in Berlin vor und lud dazu auch die Netzpiloten ein. Die erste Suchmaschine aus Europa, wie es aus Marketinggründen gerne verkürzt erzählt wird (und vom Moderator ungeprüft übernommen wurde), ist Qwant zwar nicht, aber einer der ersten ernsthaften Versuche, eine europäische Alternative zu Google und Bing zu sein, die auch das Web indexiert.

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Hannes RichterVideokolumne vom 2. März

In der Videokolumne geht es heute um die bedrohte freie Kulturszene in den Innenstädten und animierte Filmkunst, passend zur kommenden Oscar-Nacht. // von Hannes Richter

Bildempfangsstörung (Bild Paulae [CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons)

Schon wieder ein Schwerpunkt beim Film, so kurz nach der Berlinale. Aber immerhin steht die Oscar-Verleihung an und die New York Times hat vorab ein paar schöne Beiträge über das Filmevent des Jahres produziert. Mit ihren traurigen Geschichten und liebenswert depressiven Figuren verzaubert die Zeichnerin Julia Pott Filmfestivals und das Internet. Und Sketche von Cyanide & Hapiness spielen mit den Grenzen des Schwarzen Humors. Los geht es aber mit einem Bericht über die triste Zukunft deutscher Innenstädte.

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Gina SchadFelix Stalder: “Transparenz ist Voraussetzung für soziales Vertrauen”

Im Interview mit den Netzpiloten spricht der Medientheoretiker Felix Stalder über Vor- und Nachteile von Transparenz und die Monopolstellung von sozialen Netzwerken. // von Gina Schad

Felix Stalder (Bild: Tobias Schwarz/Netzpiloten, CC BY 4.0)

Auf der Konferenz "Einbruch der Dunkelheit" sprachen wir mit dem Medientheoretiker und Aktivisten Felix Stalder über Transparenz, Facebook und was die Telekom mit sozialen Netzwerken gemeinsam hat. Für Stadler ist Transparenz vor allem Sichtbarkeit, die einen sehen lässt, wer jemand anderes ist. Das ist die Grundlage von Vertrauen. Trotzdem kann Transparenz uns schaden, zum beispiel wenn wir transparent gemacht werden gegenüber Institutionen und Akteuren, die uns gegenüber eben nicht transparent sind.
Es sollte deshalb politisch erzwungen werden, dass wir mit Freunden bei Facebook auch kommunizieren können, ohne selbst dort angemeldet zu sein.

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Tobias Schwarz#SMWHH: Silke Loers über Vertrieb mit Social Media

Auf der Social Media Week Hamburg klärte Silke Loers über den Einsatz von Social Media im Vertrieb auf. // von Tobias Schwarz

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Im prachtvollen Elbe-Saal der Handelskammer Hamburg redete die Vertriebsberaterin Silke Loers anlässlich der Social Media Week Hamburg über den Einsatz von Social Media im Vertrieb. Noch immer ist das Thema – vor allem bei kleinen und mittelständischen Unternehmen – mit vielen Fragezeichen versehen und noch lange kein Muss. Größere Unternehmen, durch Hilfe von Agenturen, sind da meist weiter, ihnen kann es aber unter Umständen an Authentizität fehlen.

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Tobias Schwarz#SMWHH: “Hamburger Startupkultur. There, I’d said it.”

Auf der Social Media Week Hamburg haben wir Netzpiloten unter dem Titel "Hamburger Startupkultur. There, I'd said it." eine Diskussion über die Startups in Hamburg organisiert. // von Tobias Schwarz

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In Hamburg gründet man wieder. Hier hat man aber auch schon immer gegründet. Doch Hamburg ist nicht in Berlin und fernab der Aufmerksamkeitshysterie um den nächsten Hype haben sich in der Gründerstadt an der Elbe namhafte und interessante Unternehmen gegründet und niedergelassen, die auf ihre ganz eigene Art und Weise Geschäfte betreiben. Steckt dahinter System? Funktionieren hanseatische Tugenden im Digitalen? Wie funktioniert das Startup-Ökosystem Hamburg? Wie tickt die Startupkultur und was denken die Protagonisten der hiesigen digitalen Kreativwirtschaft über sich selbst? In der Diskussion auf der Social Media Week Hamburg mit Ana Cristina Agüero Murillo von Brightup, Adrian Korte von Stuffle, Lars Brücher vom Hamburger Betahaus sowie Sina Gritzuhn von Hamburg Startups haben wir diskutiert, was ein Hamburger Startup heutzutage ausmacht und wieso nicht jeder gleich nach Berlin oder ins Silicon Valley zieht.

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