"Kinder können grausam sein!" Wer kennt diesen Spruch nicht? Mobbing unter Jugendlichen spielt sich in Zeiten des Mit-Mach-Webs, Online-Communities und user-generated Content längst nicht mehr nur offline ab. Konfliktpotenzial ist überall vorhanden, wo viele unterschiedliche Charaktere aufeinander treffen.
Vor allem an Schulen ist das Konfliktpotenzial hoch, da dort die Halbstarken erst noch lernen müssen mit ihren überschüssigen Energien umzugehen. Doch aus harmlosem Schulhofgeraufe wird inzwischen leider allzuoft bitterer Ernst in Form von Psychoterror, Erpressung, Schlägereien. Medial in Text, Bild und Video festgehalten und online gestellt, nimmt Mobbing eine neue traurige Qualität an. Mit erheblichen Folgen für die Opfer.
von Carlos Villela
Schon als es noch nicht die Möglichkeit der globalen Vernetzung gab, haben sich die Schüler untereinander geneckt. Es gab auch Situationen, die über das Necken hinausgingen. Raufereien, Hänseleien und Streitereien waren auch ohne das Internet auf den Schulhöfen an der Tagesordnung. Mit dem Unterschied, dass die Konflikte sich nur auf einen kleinen Radius beschränkt haben. Seit dem es Online-Portale wie das SchülerVZ gibt, werden die Dispute nun in einer größeren Öffentlichkeit ausgetragen, die die Mobbing-Täter wahrscheinlich in ihrem Vorgehen noch bestärkt.
Doch wer soll eigentlich die Jugendlichen auf den richtigen Weg bringen, für ein soziales Miteinander und gegen Gewalt in jeglicher Form sensibiliseren? Sollen etwa die Lehrer wieder aufklären? Sollten die Eltern, die die Aufsichtspflicht haben, nicht dafür Sorge tragen, was ihre Kinder in der Freizeit anstellen? Fragen über Fragen. Die Antwortstrategie der Akteure ist meist, die Schuld bei den anderen zu suchen (Eltern schieben die Schuld auf die Schule und Lehrer, Lehrer die Schuld auf die Erziehungsberchtigen, Eltern und Lehrer auf die Politik usw. usf.).
Auch in der Blogosphäre der Lehrer werden Gedanken darüber ausgetauscht. Markus Märkl schildert, dass aufgeregte Eltern mit Webausdrucken als "Beweisstücke" für verbale Gewalt zu ihm kommen und diese als Grundlage für eine Schulstrafe heranziehen wollen. Der Grundgedanke der sich anschließenden Diskussion ist immer derselbe. Soll die Schule sich in das Mobbing-Thema via SchülerVZ einmischen oder ist das Sache der Eltern?
Ich glaube, dass diese Debatte eine Endlosdiskussion bleiben wird. Die Schule ist u. a. dazu verpflichtet, die Schüler zu demokratischen, kritischen, aber auch toleranten Menschen zu erziehen. Also können sich die Lehrer nicht dagegen sperren, sondern sind dazu angehalten, dies im Unterricht zu thematisieren. Darüber hinaus ist ja zu erkennen, dass die Opfer nicht nur in dem Schüler-Online-Portal gemobbt werden. Onnlinemobbing hat seine Wurzeln im realen Leben. Die (online-)öffentliche Zurschaustellung potenziert aber das Problem.
von kkelly2007
Es ist also eindeutig: Die Schule muss dieses Thema und vor allem die Konsequenzen mit allen Beteiligten gemeinsam angehen, Dialog suchen und Aufklärung schaffen. Dass hier auch und insbesondere die Eltern gefragt sind ist klar. Auch sie können dazu beitragen, dass es ein friedliches Miteinander gibt. Sie müssten mehr Interesse an den Aktivitäten ihrer Sprösslinge zeigen und sich ebenfalls mit den neuen Medien sowie deren Gefahren befassen. Das erfordert aber radikales Umdenken. Es müsste endlich Schluss damit sein, dass die Akteure die Schuld und Verantwortung jeweils den anderen zuweisen.
Was lernen wir daraus? Lehrer, Sozialpädagogen und Eltern müssen noch mehr (oder überhaupt erstmal wieder) miteinander kommunizieren und nicht gegeneinander arbeiten. Nur so ist es möglich, für das Thema Mobbing unter Jugendlichen zu sensibilisieren und wie zum Beispiel die Seite Mobbingberatung für Aufklärung und Hilfe zu sorgen. Mobbing ist eben weitaus mehr als kleine Schulhofraufereien.
Am Mittwoch, den 16. April, war Carsten Ulbricht, Rechtsanwalt und Betreiber des rechtzweinull-Blogs, zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital und den Blogpiloten. Er stand Rede und Antwort zu Lizenzrechten von Bildern und Beiträgen, Strafen bei Rechtsverletzungen sowie dem Web2.0-Trend in der Justiz.
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Seit geraumer Zeit entstehen nach dem Motto des Web 2.0 viele Communities für die unterschiedlichsten Zielgruppen. In diesem Zusammenhang scheinen Frauen potenzielle Ansprechpartner zu sein. Im letzten Jahr eroberten viele Netzwerke den Internetmarkt, die speziell für Frauen gegründet wurden. Nun will auch die Entertainment-Community "Erdbeerlounge" durchstarten.
Wie hebt sich diese Community von den anderen ab?
Die kreativen Köpfe haben sich richtig ins Zeug gelegt. Jede Internetnutzerin kann sich, auch als Nichtmitglied, im Magazin über die typisch frauenaffinen Themen informie. Unterteilt ist das Magazin in vier Kategorien:
Wie funktioniert die Erdbeerlounge?
Jedes Mitglied der Community bekommt die Chance, das eigene Profil individuell zu gestalten. Jedes Erdbeermädel kann sich zwischen vier Layouts für sein Portrait entscheiden. Wer gern etwas mehr über sich preisgibt, kann sich mit drei Tags beschreiben, Interviewfragen beantworten und Tops oder Flops angeben. Über die herkömmlichen Kommunikationsfunktionen wie "persönliche Nachrichten" oder "Pinwandeinträge", bietet die Erdbeerlounge den Userinnen ein vielfältiges Angebot, selbst aktiv in der Community mitzuwirken.
Wie diskutieren die Erdbeermädels?
In der Kategorie Erdbeertalk kann man sich in vier Foren über Verschiedenes austauschen. Es gibt den Erdbeertalk, den Beichtstuhl, die Gruppentherapie und die Diskussion zum "Thema des Tages". Spannend sind die Foren Beichtstuhl und Gruppentherapie, da hier die Erdbeermädels anonym über ihre Sorgen und Probleme reden können sowie unvoreingenommene Antworten der Mitglieder erhalten.
Frauen haben aber nicht nur Sorgen und ein hohes Mitteilungsbedürfnis. Nein, auch der Spaß und die Unterhaltung dürfen nicht zu kurz kommen. Die Communitymitglieder können in der Kategorie Unterhaltung bei verschiedenen Modulen verweilen. Es gibt die Möglichkeit, bei der Wahl zwischen Frosch oder Prinz zu entspannen, etwas über seine Persönlichkeit bei dem neuesten Erdbeertest herauszufinden oder eine Partie "Wer ist berühmter" zu spielen.
Blogpiloten-Urteil:
Mich persönlich haben die Features "Steht mir das?" und "Meine Lieblingssachen" begeistert. Die Nutzerinnen bekommen via Votings Feedback von den anderen bzw. können sich über die neuesten Trends austauschen und eine Wunschliste zusammenstellen, die man seinen Freundinnen zugängig machen kann. Vielleicht werden die nächsten Geburtstagswünsche auch wirklich erfüllt?!? Also wenn ihr mich fragt, aus der Perspektive einer Frau erhält die Erdbeerlounge das Prädikat gut. Schaut doch einfach mal vorbei!
Lootogo ist die Klosuche im Internet. Fast 10.000 Schüsseln sind angeblich schon in der Datenbank. Die Grundidee ist schnell erklärt: Standort eingeben (bald auch per Handy), Klo aussuchen, ansteuern, benutzen und dann bewerten. Unser neuer Blogpilot Michael Groß hat die Frühlingsmonate im Silicon Valley verbracht. Ein Besuch bei Google durfte dabei ebenso wenig fehlen wie pinkfarbene Schwäne. Wieso, berichtet er in seiner Google-Reportage...
Google ist Gott. Dein Freund. Dein Feind. Ein Weltverbesserer. Ein Monopolist. Das Zentrum der Wissensgesellschaft. Der Tod des Datenschutzes. Eine der wertvollsten Marken. Böse. Bunt. Genial. Und zu guter letzt auch eine Suchmaschine.
Offene Wünsche soll es bei OpenWishes nicht mehr lange geben. Hier wird wie bei beschenkmich.de die Themen Schenken und Beschenken aufgegriffen. Wer will was haben, was kann man mir schenken und wann haben meine Freunde eigentlich Geburtstag? Viele Fragen, aber auch Antworten. Hier wird geholfen!
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Mein Name ist Martin Riemer, von Hause aus mache ich den Zettelkasten Riemer-O-Rama, home of my personal "Bloggum ergo sum". Ich markiere mich selbst als einen Gewinner der Blogosphäre, da fand ich es mindestens notwendig, mein dort erhaltenes Wissen in einem konzertierten "Sharing und Erkläring" weiterzugeben. So geschah es...
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Am Rande der Re:Publica 2008 haben die Blogpiloten ein Videointerview mit zwei der Organisatoren geführt, nämlich Marcel Kirchner und Thomas Bernhardt vom elearning2null-Blog. Die beiden haben in an der TU Ilmenau studiert und arbeiten dort inzwischen als wissenschaftliche Mitarbeiter. In ihrer Diplomarbeit haben sie ein Modell für das selbstgesteuerte Lernen mit Social Media entworfen. Es geht dabei um "Wikiblog-Caster". Klingt nach "Eierlegendewollmilchsau 2.0", hat aber einen ernsten und innovativen Hintergrund. Was ein Wikiblog-Caster ist und was man sich vom EduCamp erwarten darf, verraten die beiden im Interview.
[Mehr] "Finden Sie die beste Schule für Ihr Kind!"So lautet der Slogan des neuen Dienstes Schulradar von den Machern des umstrittenen spickmich.de-Portals, auf dem Schüler Lehrer bewerten können.
Schulradar bietet Eltern, Schülern, Bildungsverantwortlichen und hoffentlich auch den Schulverantwortlichen vor Ort eine Möglichkeit, nach Schulen zu suchen, die von den Nutzern des Schulradars besonders gut oder eben besonders schlecht bewertet wurden. Ein Button-Up Ranking also das einen ähnlichen Ansatz fährt, wie man es bereits von spickmich oder meinprof kennt.
Ärger dürfte auch hier programmiert sein, da sich garantiert schnell Bedenkenträger melden werden. Mag sein, dass diese Art von Onlinebewertungen einerseits die Realität verzerrt, andererseits hilft sie, eine öffentliche Debatte über Qualität im Bildungssektor in Gang zu setzen. Eine Debatte, die nicht von Bildungspolitikern, ewiggestrigen Schuldienstschiebern oder vermeintlichen Experten dominiert wird, sondern die die Kunden sowie die Erziehungsberechtigten dieser Kunden geführt wird.
Im Endeffekt könnte es doch darum gehen, mal den erhobenen Link: sevenload.com