Gunnar SohnDigital und Mittelstand – Symbiose gewünscht

Warum wir digital scheitern – Mittelstand und Netzszene im Zustand des gegenseitigen Nichtverstehens! Ein Umdenken ist längst überfällig. // von Gunnar Sohn

Network (adapted) by Claus Rebler (CC BY-SA 2.0) via Flickr

Mehr denn je braucht Deutschland für den neuartigen, disruptiven Wandel von Ökonomie und Gesellschaft den Dialog zwischen Mittelstand und Netzszene. Ein "Weiter so" ist ebenso wenig eine Option wie eine Dialogunfähigkeit zwischen den relevanten Gruppen. Die Wirklichkeit sieht allerdings so aus.

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Julie RotheMobilfunkanbieter greifen Netzneutralität an

Der auf mehr Wettbewerb setzende EU-Kommissar Günther Oettinger und die die Kosten scheuenden Mobilfunkanbieter gefährden die Netzneutralität. // von Julie Rothe

Netzneutralität (Bild: Backbone Campaign [CC BY 2.0] via Flickr)

Mit immer neuen Vorstößen versuchen Mobilfunkanbieter Diensten wie Netflix, Google & Co. für die Nutzung ihrer Infrastruktur an den Kosten des Netzausbaus zu beteiligen. In der Politik gibt es derweil Tendenzen, ein Zwei-Klassen-Internet für bestimmte Bereiche zu ermöglichen und die Netzneutralität zugunsten eines verstärkten Wettbewerbs zu opfern.

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Jan VoßKommt jetzt endlich der europäische digitale Binnenmarkt?

Die Europäische Kommission hat ihre Digitalstrategie für einen digitalen Binnenmarkt vorgestellt – überzeugen tut sie allerdings nicht. // von Jan Voß

Europäische Union (Image: geralt [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Geoblocking, Datenschutz, Urheberrecht. Dies sind nur einige digitale Themen, die die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aktuell beschäftigen. Um auch endlich im digitalen Bereich einen europäischen Binnenmarkt umzusetzen, hat die Europäische Kommission nun ihre lang erwartete Digitalstrategie vorgestellt. Eine Übersicht über die geplanten Initiativen.

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Erik MeyerBürgerschaftliches Empowerment durch digitale Technologie?

Konferenz, Coworking Space und Blog. Eine Initiative in New York will die Zusammenarbeit von Aktivisten, Startups und Staat fördern. // von Dr. Erik Meyer

Building the Business of Civic Tech at Civic Hall, April 2015 (adapted) by Daniel X. O'Neil (CC BY 2.0) via Flickr

Sie sind schon seit Jahren in Sachen Internet und Politik unterwegs, die "Bewegungsunternehmer" Andrew Rasiej und Micah Sifry. Nun haben sie ihre Aktivitäten einem Relaunch unterzogen und agieren unter dem Oberbegriff "Civic Tech". Zu ihren Angeboten gehören neben der etablierten jährlichen Konferenz "Personal Democracy Forum" seit kurzem die Einrichtung "Civic Hall" in Manhattan und das Blog "Civicist".

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Annika KremerNSA-Telefonüberwachung: “Google for Voice”

Dokumente zeigen: die NSA kann Telefonate in durchsuchbaren Text umwandeln. Zeit, uns von "mangelnder technischer Machbarkeit" als Schutz zu verabschieden. // von Annika Kremer

Telefonieren (Bild: Andreas Kollmorgen [CC BY 2.0] via flickr)

Durch NSA-Whistleblower Edward Snowden geleakte Dokumente zeigen, dass die NSA schon seit zehn Jahren gesprochenes Wort – etwa in abgehörten Telefonaten – in durchsuchbaren Text umwandeln kann. Das erleichtert die systematische Massenüberwachung erheblich. Über staatliche Überwachung besorgten Menschen sagt diese Erkenntnis vor allem eines: man sollte sich nie auf eine vermeintlich mangelnde technische Machbarkeit bestimmter Überwachungs-Szenarien verlassen, denn die Geheimdienste und andere Regierungsbehörden sind uns in diesem Spiel um einiges voraus, oft, ohne dass wir es wissen.

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Christian HeiseNeuer Schub für die Debatte um freien Zugang zum Internet

Die deutsche Rechtslage verhindert den Ausbau öffentlicher Funknetzwerke. Der Gesetzgeber wollte das ändern, bisher ohne Aussicht auf Erfolg. // von Christian Heise

Freifunk Initiative in Berlin (Image Boris Niehaus [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons)

Laut dem Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. gibt es hierzulande nur zwei frei zugängliche WLAN-Internetzugangspunkte je 10 000 Einwohner; in Schweden sind es zehn, in Südkorea sogar 37. Die Folge: In Deutschland, einem der wenigen Länder weltweit, stagniert die Internetnutzung. "Deutschland fährt bei der Verbreitung von WLAN-Hotspots im internationalen Vergleich derzeit noch mit angezogener Handbremse", fasste der zuständige Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel die Situation kürzlich zusammen. [Mehr]


Tobias Schwarz“Die Vorratsdatenspeicherung darf nicht erlaubt werden!”

Im Interview spricht die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger über die Pläne von Heiko Maas für eine anlasslose Vorratsdatenspeicherung und kommentiert die aktuelle Kritik am Bundesverfassungsgericht. // von Tobias Schwarz

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat Mitte April seine Pläne zur Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung präsentiert. Die Neuregelung verspricht eine Vorratsdatenspeicherung nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgericht und des Europäischen Gerichtshof. Ob das überhaupt möglich ist, hat Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) im Interview gefragt.

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Jakob SteinschadenInternet.org: Zwischen Entwicklungshilfe und digitalem Rassismus

Facebook-Chef Mark Zuckerberg will mit Internet.org immer mehr Entwicklungs- und Schwellenländer mit kostenlosen Web-Diensten versorgen – und stößt dabei auf immer mehr Widerstand. // von Jakob Steinschaden

Mark Zuckerberg auf dem Summit von Internet.org

600 Millionen Menschen in acht Ländern: Die Initiative Internet.org von Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich seit dem Start 2013 zu einem ernstzunehmenden Player entwickelt. Doch weil das Programm armen Menschen nur kostenlosen Zugriff auf ausgewählte Webseiten bietet und nicht auf das gesamte Netz, steht Zuckerberg in der Kritik. Er breche nicht nur die Regeln der Netzneutralität, sondern würde so auch ökonomischen Rassismus befördern und sich und seinen Partnern in die eigene Tasche arbeiten.

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Daniel KuhnEU-Kommission startet Untersuchung gegen Android

Google steht derzeit unter Beschuss von der EU-Kommission. Diese wirft dem Konzern vor, die Marktposition bei der Suche und Android zum eigenen Vorteil ausgenutzt. // von Daniel Kuhn

Teaser & Image “EU commision” (Adapted) by linus_art (CC BY-SA 2.0)

Nach mehrjährigen Ermittlungen hat die EU-Kommission eine formelle Beschwerde gegen Google eingereicht, in dem sie dem Konzern vorwirft, die Suchergebnisse zu verfälschen und die eigenen Dienste zu bevorzugen. Besonders in der Kritik stehen Produktsuchen, bei denen Google die eigenen Shopping-Angebote höher einstuft, als andere Online-Shops. Gleichzeitig steht aber auch Android im Visier der EU-Kommission – hier wird Google vorgeworfen, dass Hersteller, die den Google Play Store auf einem Gerät vorinstallieren wollen, auch andere Google Apps, wie Google Maps oder YouTube installieren müssen, was andere Anbieter benachteiligen könnte.

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Annika KremerVerschlüsselung – Aber wer bekommt den Schlüssel?

In den USA ist eine erneute Debatte um Hintertüren in Verschlüsselung entbrannt – trotz technischer Weiterentwicklungen eine gefährlich schlechte Idee. // von Annika Kremer

Schlüssel II (adapted by Susanne Winter (CC BY-SA 2.0) via Flickr

In den USA gibt es derzeit eine neue Diskussion darüber, ob und wie den Ermittlungsbehörden der Zugriff auf verschlüsselte Geräte erlaubt werden soll. Obwohl diese Pläne technische Schutzmaßnahmen – etwa die Verteilung des Schlüssels auf mehrere Parteien – vorsehen, sind sie in technischer wie politischer Hinsicht fragwürdig. Wieder einmal wird Verschlüsselung nur als potentielles Hilfsmittel Krimineller gesehen statt als Mittel zur Demokratisierung sowie zum Schutz wichtiger Infrastrukturen und Geschäftsgeheimnisse.

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Annika KremerVorratsdatenspeicherung: Ein gefährlicher Kompromiss

Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Bundesjustizminister Heiko Maas haben sich in Sachen Vorratsdatenspeicherung geeinigt – kein Grund zur Freude. // von Annika Kremer

Demozug-Fronttransparent by Annika Kremer

Die beiden Minister, die seit Monaten in Verhandlungen über dieses Thema standen, gaben am gestrigen Mittwoch einen Kompromiss bekannt. Dieser sieht vor, Verbindungsdaten künftig zehn Wochen lang zu speichern (mit Ausnahme von Standortdaten, die vier Wochen lang archiviert werden sollen). Auch sonst gibt man sich Mühe, demonstrativ den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zu folgen. Diese Einschränkungen sind besser als nichts. Harmlos machen sie die (in bester Unions-Tradition euphemistisch auch als „Höchstspeicherfrist“ bezeichnete) Datensammlung aber leider keineswegs.

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Annika KremerAmnesty International wird gegen Überwachung aktiv

Die Menschenrechts-Organisation Amnesty International setzt sich gegen Überwachung ein – das unterstreicht die gesellschaftliche Bedeutung des Themas. // von Annika Kremer

#FsA14 - Freiheit statt Angst 036 by Markus Winkler (CC BY-SA 2.0) via Flickr

Amnesty International setzt sich derzeit im Rahmen einer an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gerichteten Petition gegen anlasslose staatliche Massenüberwachung ein. Insbesondere nimmt die Petition auf die Enthüllungen von NSA-Whistleblower Edward Snowden Bezug. Diese Kampagne ist ein lobenswerter und längstens überfälliger Schritt, der die Bedeutung von Überwachung als Menschenrechts-Thema unterstreicht – und hoffentlich dazu beiträgt, den Kampf gegen eben diese Überwachung aus der „Nerd-Ecke“ zu holen.

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Joe McNameeÜber Ausnahmen und Einschränkungen beim Urheberrecht

In der Debatte um ein neues Urheberrecht in der Europäischen Union zeigt sich, dass die Lobby der Autoren wieder einmal nur Panikmache betreibt. // von Joe McNamee

Copyright (Image: opensource.com [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Das Getöse rund um den nichtlegislativen Bericht des Europäischen Parlaments über das Urheberrecht innerhalb der Direktive der Informationsgesellschaft (auch bekannt als InfoSoc Directive und Directive 2001/29/EC) in Brüssel lässt einen taub werden. Ein Kommittee muss seine Änderungen noch einbringen, dann beträgt die Gesamtzahl der Änderungen bereits 759.

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Andrew ColarikDer ständige Kampf gegen Cyberkriminalität

Cyberkriminalität kostet die Weltwirtschaft schätzungsweise mehr als 400 Miliiarden US-Dollar jährlich, doch in Zukunft wird dieser Wert steigen. // von Nicholas Gilmour und Andrew Colarik

System Lock (Image: Yuri Samoilov [CC BY 2.0], via Flickr)

Am meisten gefährdet ist die Finanzindustrie, denn die hier befindlichen Vermögenswerte sind am einfachsten zu veräußern. Die weltweit vernetzten Bankengruppen halten große Ressourcen dafür bereit, ihre Informationsinfrastruktur zu stärken. Diese beinhaltet Personal und Dienstleistungen, bestimmte Vorgänge und physische Kontrollen. In einem aktuellen Gutachten von IT-Fachleuten aus dem finanziellen Sektor stellte sich heraus, dass sich "nur 16 Prozent vorbereitet fühlten, Angriffe gegen Benutzerkonten abzuwehren".

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Annika KremerIch bin Berufsgeheimnisträgerin – holt mich hier raus!

Die neuen Vorschläge der SPD-Führung zur Vorratsdatenspeicherung sollen Berufsgeheimnisträger schützen, sind aber nur ein Feigenblatt für die Überwacher. // von Annika Kremer

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Einige Befürworter der Vorratsdatenspeicherung aus Reihen der SPD-Führung plädieren derzeit für eine "abgespeckte" Variante der Überwachungsmaßnahme. Unter anderem sollen Berufsgeheimnisträger (also Menschen, die im Beruf private Kommunikation besonders brauchen, darunter Ärzte, Juristen, Geistliche und Journalisten) von der Maßnahme ausgenommen sein. Dieser Plan wirft jedoch mehr Fragen auf, als er beantwortet. Auch verantwortungsbewusste Berufsgeheimnisträger können ihn, wenn sie gründlich über die Folgen nachdenken, nur ablehnen.

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