Gunnar SohnWarum die Industrie 4.0-Rhetorik nervt

Das Industrie 4.0-Geblubbere suggeriert die heile Welt der guten, alten Exportnation mit Schmieröl und rauchenden Schloten. Wenn es um die vernetzte Ökonomie geht, wimmelt es von Allgemeinplätzen, Phrasen und Floskeln. // von Gunnar Sohn

Digital Rhetoric, Top 50 Words (Image by tengrrl [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Nicht nur Unternehmer sind zunehmend genervt von den liebwertesten “digital-transformatischen” Gichtlingen, die inflationär ihre Netzweisheiten hinausposaunen: “Wir werden mittlerweile fast täglich mit Begriffen wie Industrie 4.0, Big Data, Digitalisierung und Internet der Dinge konfrontiert – ich möchte fast schon sagen: belästigt”, moniert Frank Richter, Vorstandschef der Swiss Global Investment Group bei der Fachtagung “Digitale Ethik” im Kölner Startplatz. Selbsternannte Experten würden sogar schon die exakten Potentiale und die daraus resultierenden Einsparungen kennen, die durch Digitalisierung und Vernetzung entlang der so genannten Wertschöpfungskette erzielt werden. 

[Mehr]


Felicitas HackmannTV Spielfilm: Von Print zu Digital zu Fernsehen

In Zeiten des Medienwandels müssen sich bestehende Formate neuen Technologien anpassen. Nach der App startet TV Spielfilm nun einen Livestream. // von Felicitas Hackmann

TvSpielfilm 200x200 Quelle: Mediadaten TV Spielfilm live

Mit einer Printauflage von über 900.000 Exemplaren, ist die Fernsehprogrammzeitschrift TV Spielfilm immer noch in vielen deutschen Wohnzimmern vertreten. Viele andere nutzen die Smartphone App, die 2011 gelauncht wurde. Jetzt möchte das Verlagshaus Burda einen Schritt weitergehen und auch gleich Livestreaming anbieten: TV Spielfilm live. Die Details dazu stellte Sebastian Spang, Mobile und Digital Projektmanager bei BurdaNews, auf der Interactive Cologne vor.

[Mehr]


Manuel YasliVorteile von SaaS-Online-Trainings für Unternehmen

Die Optimierung von Lernprozessen ist existenziell für Unternehmen – doch das Budget ist begrenzt und die Zeit knapp. // von Manuel Yasli

Image by Pixabay (CC0 Public Domain)

Für viele Unternehmen kommen teure Eigenentwicklungen im E-Learning nicht infrage. Deshalb macht es für diese Firmen Sinn, sich mit der Einführung einer Software als Dienstleistung – also Software-as-a-Service (SaaS) – auseinanderzusetzen. Mit solchen Lösungen können ohne großen Aufwand und mit geringem (Investitions-) Risiko Online-Trainings für Mitarbeiter, Partner und Kunden realisiert werden – und das ohne bestehende Systeme verändern zu müssen.

[Mehr]


Patrick KiurinaSlack: Interne Kommunikation im Wandel

Mit Slack wird die Kommunikation im Team effektiver und trotzdem sorgt der Erfolg der App im erfolgsverwöhnten Silicon Valley für offene Kinnladen. // von Patrick Kiurina

Slack-Logo 200x200 Screenshot

Ob E-Mail, Telefon oder per Skype, die interne Kommunikation in Büros besteht oftmals aus einer Vielzahl an Tools. In der Regel erfüllen diese Dienste auch ihren Zweck, allerdings kann es sich als umständlich gestalten, die verschiedenen Dienste effizient zusammenzuführen. Das Startup Slack aus San Francisco hat sich dieser Aufgabe angenommen und den Versuch gestartet, die verschiedenen Kommunikationsarten und Methoden zusammenzuführen. Rückblickend wahrscheinlich nicht die schlechteste Idee.

[Mehr]


Gunnar SohnOhne Nerds keine digitalen Tipping Points

Der digitale Wandel wird von der Netzgemeinde betrieben. Wertschätzung erfährt diese dafür nicht. Stattdessen belächelt das krawattentragende Establishment die Nerds und zerstört so den Barcamp-Geist. Ein Beitrag zur #KölnerBarcampKontroverse. // von Gunnar Sohn

Me & my PowerBook (Image by: Brian Moore [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Manchmal gibt es Diskussionen und Lebenssituationen, die erzeugen einen Heureka-Moment und man weiß, wo man steht und in welche Richtung es weiter gehen soll. So war es beim fünften Netzökonomie-Campus mit Käsekuchen in Köln, den Mister Unternehmer-Plattform Winfried Felser perfekt organisiert hat. Auch seine Backkünste konnten überzeugen. [Mehr]


Daniel KuhnWas passiert mit meinen Daten wenn ich sterbe?

Es gibt ein Leben nach dem Tod – zumindest online. Wenn der digitale Nachlass nicht geregelt ist, wird es schwer zu klären, was mit den persönlichen Daten geschieht // von Daniel Kuhn

Tombstone in Jewish cemetery (Bild: Jakub T. Jankiewicz [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Wer wird schon gerne an die eigene Vergänglichkeit erinnert? Dabei ist es in einigen Bereichen eine gute Idee, bestimmte Vorkehrungen für das eigene Ableben zu treffen, denn schließlich kann es einen überraschend jederzeit treffen. Doch während die meisten Menschen zumindest den analogen Nachlass rechtzeitig klären, sieht es digital deutlich schlechter aus. Eine Umfrage des Bitkom hat ergeben, dass nur einer von zehn Befragten bereits seinen digitalen Nachlass geregelt hat. Ein großes Problem, denn die digitale Identität lebt weiter, wenn niemand Zugriff auf die Daten hat.

[Mehr]


Daniel KuhnWas ist Geofencing und warum ist es wichtig?

Das Internet der Dinge ist längst eine uns umgebende Realität. Doch damit die kommenden Milliarden Geräte wissen, wo sie hingehören, ist Geofencing nötig. // von Daniel Kuhn

OpenStreetMap GPS trace density in and near Europe (Image:Eric Fischer [CC BY 2.0], via Flickr)

Das Internet der Dinge ist die wohl größte technische Entwicklung seit dem Internet selbst und deshalb auch eine gewaltige technische Herausforderung. Mehrere Milliarden Geräte umgeben uns bereits und die Zahl steigt stetig an. Wie können wir also die nächsten 10 Milliarden Geräte mit dem Internet verbinden und dafür sorgen, dass sie sicher und zufrieden sind und mit Updates versorgt werden? Die Lösung heißt Geofencing, also das Erstellen von virtuellen Grenzen und Arealen, in denen sich diese "Dinge" aufhalten und gegebenenfalls bewegen können. [Mehr]


Daniel KuhnLivestreaming kann unsere Privatsphäre gefährden

Es scheint so, dass eine sehr teure und seltene Datenbrille mit Kamera eine größere Bedrohung für die Privatsphäre darstellt(e), als allgegenwärtige Smartphones mit den neuen Apps zum Livestreaming. // von Daniel Kuhn

Meerkat App and Periscope App from Helicopter over New York City (Image: Anthony Quintano [CC BY 2.0], via Flickr)

Einst war Google Glass für viele Kritiker der größte Feind der Privatsphäre, da der Träger vermeintlich unbemerkt Fotos und Videos von einem aufnehmen und im Internet veröffentlichen konnte. Dabei kann jeder Smartphone-Besitzer mit den uns allgegenwärtig umgebenden Geräten nicht nur Fotos und Videos von uns aufnehmen und teilen, sondern dank Livestreaming-Apps wie Meerkat und Periscope auch Videos live streamen. Diese Apps scheinen vergleichsweise eine große Bedrohung für die Privatsphäre – umso überraschender, dass dies niemanden zu stören scheint.

[Mehr]


Erik MeyerMedium.com: Blog-Plattform oder soziales Netzwerk?

An einer Einlassung von Medium-CEO Ev Williams hat sich eine (Strategie-)Debatte entzündet, in der es um die zukünftige Ausrichtung des Angebots geht. // von Dr. Erik Meyer

Ist Medium eine Plattform für Blogs oder ein soziales Netzwerk? (Image: Medium.com)

"Medium is not a publishing tool", so statuiert Medium-Mastermind Ev Williams in einem Beitrag auf der bei den "digital influencers" recht beliebten Plattform. Anhaltspunkt für diese Feststellung sind die in letzter Zeit eingeführten Innovationen zur Interaktion mit den dort eingestellten Texten. Beobachter erkennen in den Veränderungen einen veritablen Strategiewechsel, der das Angebot im Kampf um Aufmerksamkeit und Nutzer neu positioniert. Eine andere Ausrichtung ist derweil auch beim Journalismus-Experiment reported.ly zu erkennen, das nun auch eine eigene Website hat.

[Mehr]


Angela GruberDie Klickmaschine

Das israelische Startup Playbuzz produziert virale Inhalte am Fließband und übertrumpft mittlerweile sogar sein großes Vorbild BuzzFeed. // von Angela Gruber

playbuzz 200x200

Welcher französische Revolutionär bist du? Wann wurde deine Seele geboren? Kannst du diese Disney-Tiere an ihrem Schwanz erkennen? Zugegeben: Es sind nicht die drängenden Fragen des Lebens, die auf der Seite von Playbuzz gestellt werden. Dennoch muss man sagen: Etliche Internetnutzer scheinen sich für Antworten auf genau diese Fragen zu interessieren und klicken sich durch die Quizze, Listicles und Umfragen.

[Mehr]


Kristin NarrDer #ichMOOC – Nichts für die Web-Schickeria

Im Interview erklären Nina Oberländer (Bremer VHS) und Joachim Sucker (VHS Hamburg) den MOOC "Mein digitales Ich". // von Kristin Narr

#ichMOOC: Joachim Sucker und Nina Oberländer (Image: Jöran Muuß-Merholz, CC BY 4.0)

Massive Open Online Courses (MOOC) gewannen in den vergangenen Jahren verhältnismäßig schnell an Fahrt. Große Universitäten führten Kurse mit teilweise hunderten Teilnehmenden durch, erste Wettbewerbe fanden statt und spezielle MOOC-Plattformen wurden entwickelt. Neben den Hochschulen wenden sich zunehmend auch andere Bildungsbereiche dem Format zu. Am 28. Mai 2015 startet der MOOC "Mein digitales Ich" (kurz #ichMOOC genannt). Die Veranstalter sind die Volkshochschule Bremen und Hamburg, gemeinsam mit der Fachhochschule Lübeck. Für Netzpiloten.de sprach Kristin Narr mit den Machern Nina Oberländer (Bremer VHS) und Joachim Sucker (VHS Hamburg).

[Mehr]


Martin LindnerHumboldt, Orwell und die Digitale Bildung

Schulen und das Web: zwei fremde Welten. Kaum bringt die Digitale Agenda da etwas Schwung, schon wird grob unsachlich dazwischengegrätscht. // von Martin Lindner

Kinder bei Verkehrserziehung durch Polizei (Image: Rolf Unterberg/Bundesarchiv [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons)

Zu den schönen kulturellen Errungenschaften, die uns die Blogs im Web neu beschert haben, gehört der Rant: die Schimpftirade als selbstironisches Textformat. Also wie Gernot Hassknecht, nur subtiler. Immer dann, wenn alles zu positiv werden droht und alle sich zu sehr auf die Schulter klopfen, kommt jemand und rantet los, in der Regel ausdrücklich markiert mit der Formel "sorry for the rant".

[Mehr]


Anna-Maria LandgrafWie nutzen Gehörlose das Internet?

Für gehörlose Menschen stellt der Alltag und damit auch die Nutzung vom Internet oft weit größere Probleme da, als lediglich das Verstehen von Podcasts, Videos oder Filmen. // von Anna Maria Landgraf

Masificación de Internet (Foto: Ministerio TIC Colombia [CC BY 2.0] via flickr.com)

Viele Gehörlose haben ein grundlegend anderes Verständnis von der Welt. Es ist schwer, ohne Sprachkonzept visuelle Symbole und Schrift zu erfassen – je nach Erziehung ist dieses Problem mal mehr, mal weniger ausgeprägt. Das übersehen hörende Menschen häufig. Das wirkt sich allerdings auch auf die Aufnahme von Webinhalten auf.  [Mehr]


Anna-Maria LandgrafWie nutzen Blinde das Internet?

Wie nutzt man als Blinder Facebook? Wie schreibt man Mails? Zwar gibt es technische Hilfestellungen – universell nutzbar sind sie aber noch nicht. // von Anna Maria Landgraf

Reading Class (adapted) by Christian Liechti (CC BY 2.0) via Flickr

Blinde und sehbehinderte Menschen haben es besonders schwer, sich im Internet zurecht zu finden. Zwar gibt es zur Verbesserung der Kommunikationssituation im Netz mittlerweile einige technische Hilfestellungen, allerdings sind diese noch nicht umfassend nutzbar. Es muss ein Umdenken auf Seiten der Webanbieter stattfinden. Schwierig wird es, wenn sich vor allem kommerzielle Unternehmen wie Fluganbieter keine Gedanken darüber machen.

[Mehr]


Erik MeyerBürgerschaftliches Empowerment durch digitale Technologie?

Konferenz, Coworking Space und Blog. Eine Initiative in New York will die Zusammenarbeit von Aktivisten, Startups und Staat fördern. // von Dr. Erik Meyer

Building the Business of Civic Tech at Civic Hall, April 2015 (adapted) by Daniel X. O'Neil (CC BY 2.0) via Flickr

Sie sind schon seit Jahren in Sachen Internet und Politik unterwegs, die "Bewegungsunternehmer" Andrew Rasiej und Micah Sifry. Nun haben sie ihre Aktivitäten einem Relaunch unterzogen und agieren unter dem Oberbegriff "Civic Tech". Zu ihren Angeboten gehören neben der etablierten jährlichen Konferenz "Personal Democracy Forum" seit kurzem die Einrichtung "Civic Hall" in Manhattan und das Blog "Civicist".

[Mehr]


[1][2][3][4][5][6][7][8]...[23][24][25]Ältere Beiträge