Gunnar SohnPodcaster als Entschärfungskommando

Die zunehmende Komplexität der Welt verleitet dazu, Wirklichkeiten zu konstruieren, die auf Vereinfachung und Stereotypisierung beruhen. Skeptisches Denken und Hinterfragen ist daher der nötige Schritt. // von Gunnar Sohn

Breitenbach und Köbel (teaser by Screenshot)

Die Autorin Nadia S. Zaboura hat eine kurze und sehr treffliche Einleitung für das neue Buch “Wie ich wurde, wer ich bin, und was wir einmal sein werden” (Lübbe-Verlag) des Dream-Teams vom Soziopod, dem sozialwissenschaftlichen Podcast von Patrick Breitenbach und Nils Köbel geschrieben: Wir könnten eine so schöne, sinnerfüllte und vernünftige Welt haben, wo sie doch vernetzter, informierter und selbstbestimmter denn je leben darf. Der Mensch sinnt laut Brecht nach freundlichen Formen des Zusammenlebens, erstrebt eine herrschaftsfreie Kommunikation, die nicht in der grauen Habermas-Theorie verharrt, sondern durchdrungen ist von Pluralität, Freiheit und Toleranz. “Doch unsere Zündschnur scheint kurz, unsere Geduld mit uns und mit anderen ein knappes Gut geworden”, so Zaboura.

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Joseph LichtermanRandgruppen bevorzugt: Vice bietet ein bezahltes Stipendium

Vice verkündete vor ein paar Tagen, dass die Firma im Sommer 2016 ein Stipendienprogramm für Studenten von unterrepräsentierten Gruppierungen anbieten wird. // von Joseph Lichterman

Notebook [Teaser: Anka Albrecht [CC BY 2.0], via Flickr)

Über eine Partnerschaft mit dem gemeinnützigen Center for Communication in New York werden im Sommer zwei Studenten für acht Wochen bei Vice arbeiten dürfen. Die teilnehmenden Studenten erhalten ein Stipendium über 5000 US-Dollar und eine Erstattung ihrer Reise- und Wohnkosten. Vice übernimmt zudem die Verwaltungskosten des Center for Communication.

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Jakob SteinschadenNetzneutralität: Indien verbietet Gratis-Internet von Facebook

Rückschlag für Zuckerberg: Sein Gratisprogramm “Free Basics” hätte eigentlich helfen sollen, mehr Inder in das Social Network zu bringen. Das Programm wahrt jedoch nicht die Netzneutralität. // von Jakob Steinschaden

Wifi Router (Teaser: Sunil Soundarapandian [CC BY 2.0], via Flickr).jpg

Eigentlich hätte Mark Zuckerberg Indiens Internetnutzern etwas Gutes tun wollen - mit dem Dienst Free Basics wollte seine Firma Facebook in dem nach China bevölkerungsreichsten Land der Erde ein Bündel an Internet-Diensten kostenlos anbieten. Doch die Telecom Regulatory Authority of India (TRAI) sieht dadurch das Prinzip der Netzneutralität verletzt und dreht Facebook den Saft ab.

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Annika KremerAltermedia-Razzia: Ein wichtiges Signal gegen Hass im Netz

Die Razzia gegen das rechtsextreme Online-Portal Altermedia ist ein wichtiges Signal, denn das Internet ist ein Spiegel der Gesellschaft. // von Annika Kremer

Racismo no (Image by Daniel Lobo [CC BY 2.0] via Flickr)

Gegen das rechtsextreme Internet-Portal Altermedia fand eine bundesweite Polizei-Aktion statt. Zwei Admins des Portals wurden festgenommen, mehrere Wohnungen durchsucht und die umstrittene Plattform verboten. Der Verdacht lautet auf Volksverhetzung. Das entschiedene Vorgehen gegen Altermedia ist in der aktuellen Situation ein wichtiges Signal, das zeigt, dass auch die Meinungsfreiheit keine faschistischen Umtriebe erlaubt – und dass das Internet kein Tummelplatz für all diejenigen sein darf, die in Ruhe menschenfeindliche Ansichten austauschen wollen. [Mehr]


Catharina SiemerFokus auf Nutzen statt Angst – Aufruf zum Perspektivwechsel!

In der Debatte um die Nutzung von Smartphones und digitaler Medien ist ein Wechsel der Perspektive dringend notwendig – der Nutzen muss im Fokus stehen, weniger die Gefahren. // von Catharina Siemer

Medienkompetenz in Aktion (Image: Garry Knight [CC BY 2.0], via Flickr)

Die sich immer schneller entwickelnden Kommunikationstechnologien und die heute erreichte Ausstattung von Jugendlichen mit Smartphones führen zu einer Durchdringung aller Lebensbereiche: 97 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen besitzt ein eigenes Mobiltelefon – bei 88 Prozent ist dies ein Smartphone mit Touchscreen und Internetzugang (JIM-Studie 2014: 7). Mit der Verbreitung von Smartphones geht eine vermehrte Nutzung sozialer Medien einher: Insbesondere Facebook, Instagram, YouNow sowie die Messenger-Dienste Whatsapp und Snapchat schaffen neue Möglichkeiten zur Kommunikation und zur Vernetzung.

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Sabine JankZukunft Partizipation: Museen im Kontext der Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung ist für tiefgreifende Modifizierungen in Wirtschaft und Gesellschaft verantwortlich. Sie ist dabei alles zu verändern, nicht zuletzt uns selbst. // von Sabine Jank

comment@lab (Image: Zenum Berlin)

So geht es auch für Museen und Museumsschaffende nicht mehr um das „Ob“ sondern um das „Wie“. Wie positionieren sich Museen und Museumsschaffende als Vorreiter einer digitalen Öffentlichkeit? Wie gestaltet sich das Museum der Zukunft im progressiven Sinne mit den Menschen? Haben die Kuratoren der Zukunft eine Antwort auf die Frage der gesellschaftlichen Legitimation und den damit verbundenen Mehrwert für die digitale Öffentlichkeit? Brauchen Museen agile Organisationsstrukturen als Motor für offene Innovation und als bereicherndes Gegenstück zur klassischen Hierarchie? Und wie sehen Organisationsstrukturen aus in denen Offenheit und Transparenz zur Grundlage für einen kreativen Austausch zwischen Museumsschaffenden und Besuchern wird?

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Laura SelzDie Daumenkino-App Flip 7: Gewollte Flüchtigkeit zum Anfassen

Die App Flip 7 druckt aus Videos und GIFS nostalgische Daumenkinos. Der Trend zum Analogen wird damit um bewegte Bilder reicher. // von Laura Selz

Flipbook (Image: Flip7)

Unzählige Momente unseres Lebens geistern durchs Netz oder verstauben auf der Festplatte. Eine Masse an Fotos, Selfies, Schnappschüssen. Mit dem Erfolg von Shortvideos ist neuer Content hinzugekommen. Auf Plattformen wie Vine tummeln sich heute etliche Schlittenfahrten, Arschbomben und sonstige Schnipsel unseres Alltags. Bastien Allibert will solche Momente offline bewahren. Nur wie? Die Idee, Fotos zu drucken ist bekannt. Aber ein Video? Die Antwort liefert das Daumenkino.

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Marinela PotorOpenBookCase: Ein Mann, ein Buch, ein Regal

Zum Buch-Tausch ins Netz: Mit einer einer Website, mit der Nutzer auf der ganzen Welt auf einer interaktiven Karte öffentliche Bücherregale finden können. // von Marinela Potor

Teaser 'Screenshot Open Bookcase' by Marinela Potor

Christian Nielebock hat mit OpenBookCase eine Webseite gegründet, mit der Nutzer auf der ganzen Welt auf einer interaktiven Karte öffentliche Bücherregale finden können. Das funktionirt im Prinzip wie eine Tauschbörse, auf der jeder Bücher einfach abgeben, tauschen oder mitnehmen kann.

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Hendrik GeislerZurückgeblättert: Digitale Menschen des Jahres

Das TIME Magazine ernennt Angela Merkel zum Menschen des Jahres 2015. Vor ihr wurden Digitalpioniere ausgezeichnet - und eine Maschine. // von Hendrik Geisler

Trophies (Image by Brad.K [CC BY 2.0] via Flickr)

Seit 1927 zeichnet das Time Magazine Menschen, Personengruppen und sogar Gegenstände aus, die das Weltgeschehen eines Jahres entscheidend beeinflusst haben. Bereits sechs Mal gingen die Auszeichnungen an Personen und einen Gegenstand aus dem Bereich der Digitalisierung. Das 1923 gegründete Magazin trug damit den weltbewegenden Leistungen der Internet- und Digitalpioniere Rechnung. Wer waren die Ausgezeichneten und was machen sie heute?

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Christoph ZeiherInterview mit Tanja Haeusler: Netzkultur mit ganz viel „Wow!“

Mit der TINCON haben Tanja Haeusler und ihr Mann Johnny die erste Netz-Konferenz für Jugendliche ins Leben gerufen. Was das mit Langeweile, Pilzen und Whatsapp zu tun hat, erklärt sie im Interview. // von Christoph Zeiher

Tanja Haeusler (Image: Tony Sojka [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Nach ihrem Studium der Kunstgeschichte und ihrer Arbeit als Theater- und Filmrequisiteurin entdeckte Tanja Haeusler Ende der 1990er-Jahre ihre Begeisterung für das Internet. Ihren Fokus legt sie dabei auf bildungspolitische Themen. Tanja und Johnny Haeusler betreiben gemeinsam das Weblog Spreeblick, gehören seit 2007 zum Gründungs- und Veranstaltungsteam der Re:publica und haben gemeinsam die TINCON ins Leben gerufen.

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Reynol JuncoWarum Ihre Tochter Minecraft spielen sollte

Kinder dürfen ruhig mal länger vor dem Bildschirm sitzen – zumindest solange sie dabei gegen Geschlechterstereotypen kämpfen. Ein Beitrag über Gender und Programmieren und warum Mädchen Minecraft spielen sollten. // von Reynol Junco

Hersman Girls (Image: Erik Hersman [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons)

Es ist schon lange eine bekannte Tatsache, dass Frauen in den Bereichen Naturwissenschaften, Technologie, Mathematik und Ingenieurwesen unterrepräsentiert sind. Die Statistiken sind geradezu deprimierend. Nur 28 Prozent der Arbeitskräfte in naturwissenschaftlichen und Ingenieursberufen sind weiblich, obwohl die Hälfte der Absolventen an Colleges in den USA junge Frauen sind.

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Hendrik GeislerZurückgeblättert: Abenteuer Computer im Jahr 1995

Wie wurde vor 20 Jahren über das Internet geschrieben? Ein Spiegel Special Heft warf 1995 einen Blick auf Gegenwart und Zukunft der Digitalisierung. // von Hendrik Geisler

1994_1995 Flatland BBS Menu Screen(image by Tim Patterson (CC BY 2.0)via Flickr)

Abenteuer Computer: Elektronik verändert das Leben” hieß das Spiegel Special Heft 3/1995, in dem es um die weltbewegende Gestaltungskraft des Internets ging. In der amüsanten und lehrreichen Lektüre ging es neben technischen Aspekten, dem Kampf der Chip-Hersteller und der Sprache im Netz unter anderem auch um zukünftige digitale Entwicklungen. Dabei gelangen einigen Vordenkern mitunter erstaunlich präzise Vorhersagen. [Mehr]


Maren JentschkeMarch4Me – Pariser demonstrieren virtuell mit

Mit der Webseite March4Me können sich Pariser Aktivisten während der COP21-Konferenz online mobilisieren und mit anderen Demonstranten solidarisieren. // von Maren Jentschke

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Die Webseite “March4Me”, die am 25. November 2015 online ging, erlaubt allen, die aus Sicherheitsgründen zum Auftakt des COP21 nicht auf die Straße gehen können, sich virtuell anderen Demonstranten anzuschließen. Von Berlin, über Kampala, Ottawa bis nach Sydney mobilisieren sich über 57 Demonstrationen weltweit. Per Mausklick kann nun symbolisch mitgelaufen werden.
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Marinela PotorWie eine Webseite zur digitalen Zeitkapsel wird

Die Webseite The History Project fängt vergangene Geschichten mit der heutigen Technik ein und bewahrt sie für die Generation von morgen auf. // von Marinela Potor

Kamera-Fotos(Image by condesign(CC0)via Pixabay)small

Geschichte entsteht aus Geschichten. Die Webseite The History Project versucht genau diese Geschichten mit moderner Technologie einzufangen und als interaktive Geschichte für zukünftige Generationen aufzubewahren und abzubilden. So sollen aus chaotischen Anekdoten und Objekten bedeutungsvolle Erinnerungen werden. [Mehr]


Hendrik GeislerZurückgeblättert: Hass im Internet gibt es nicht erst seit Pegida

Das Säen von Hass im Internet ist keine Erfindung der besorgten Bürger der Gegenwart. Vom Widerstand gegen Hass im Netz berichtete die Zeit bereits 1998 in Ausgabe 52. // von Hendrik Geisler

Gegensätze (Image by David Schiersner [CC BY 2.0] via Flickr)“Wisset, die euch Haß predigen, erlösen euch nicht.” Das Zitat der österreichischen Schriftstellerin Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach stammt aus dem Jahr 1911 und ist doch aktueller denn je. Die Diskussion darüber, wie Hass-Posts in sozialen Netzwerken gehandhabt werden sollen, war in den vergangenen Wochen und Monaten fester Bestandteil deutscher Tagespolitik. Dass die Diskussion um Hass im World Wide Web auch schon vor Pegida und Co. geführt wurde, beweist ein Blick in die Zeit-Ausgabe vom 16. Dezember 1998. [Mehr]


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