Newsgames? Marcus Bösch über Spiele im Journalismus

Marcus Bösch möchte spielend Journalismus machen. Klingt nach uns, weshalb wir uns mal mit ihm über Newsgames unterhalten mussten. // von Lukas Menzel

Newsgame-Pioneer Marcus Bösch

Da dürfte auch die New York Times erstaunt gewesen sein, als sie feststellte, dass die erfolgreichste Geschichte im Jahr 2013 gar kein Artikel, sondern ein Newsgame war. Nur elf Tage brauchte das interaktive Quiz über Dialekte namens "How Y’all, Youse, and You Guys Talk.”, um zur meistgeschautesten Geschichte der New York Times im Jahr 2013 zu werden. Damit zeigte das Quiz eindrucksvoll, welches Potenzial in Spielen mit journalistischen Inhalten schlummert. Im Gespräch mit dem deutschen Newsgames-Pionier Markus Bösch haben wir uns über das Besondere an Newsgames, die Zukunft dieser und den Newsgames Hackathon unterhalten.

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Katharina GroßeDigitalisierung der Sprache: Thesaurus-Tage und Nasensmileys

Um das Potential der Digitalisierung voll auszuschöpfen, müssen wir lernen, Sprachblasen zu überwinden und Wortbarrieren abzubauen. // von Katharina Große

Word Nerd (Bild: Ryan Hyde [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Lässt das Internet unsere Sprache verkümmern oder erweitert der permanente Stilwechsel unsere Wortgewandtheit? Skeptiker beschreien die linguistische Verflachung, Optimisten die Entstehung einer Weltsprache. Doch trotz globaler Verständigung dank Emojis tendieren wir dazu, Sprachbarrieren zwischen verschiedenen Gruppen zu schaffen. Um diese überwinden zu können, müssen wir uns mit unserer Art zu sprechen und zu schreiben auseinandersetzen.

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Gina SchadJugend hackt! – Jugendliche programmieren die Gesellschaft

Am Wochenende fand in Berlin das 3-tägige Camp "Jugend hackt" statt, bei dem sich 120 Jugendliche aus Europa zum Hacken trafen. // von Gina Schad

Jugend hackt! (Bild: Leonard Wolf [CC BY 3.0], via Flickr).jpg

Nach den Enthüllungen von Edward Snowden ist die digitale Überwachung überall in unseren Köpfen präsent. So fand sich das Thema auch bei der Veranstaltung "Jugend hackt" in Berlin wieder. Das ganze Wochenende gehörte die Bühne den Jugendlichen, am Sonntag wurden deren Projekte erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Das Camp ist ein Gemeinschaftsprojekt von Young Rewired State und der Open Knowledge Foundation Deutschland. Nach der Präsentation der Projekte wurde deutlich: Wir brauchen mehr solcher Veranstaltungen – und nicht nur in Berlin!

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Tobias SchwarzOne Spark: Ideen können Realität werden

Das internationale Crowdfunding-Festival One Spark fand am Samstag in Berlin statt und zeigte das enorme Potenzial der Schwarmfinanzierung auf. // von Tobias Schwarz

Crowdfunding-Festival One Spark in Berlin (Bild: Tobias Schwarz-Netzpiloten, CC BY 4.0)

Am Samstag waren 5000 Menschen bei "One Spark START: Berlin", dem ersten Crowdfunding-Festival das außerhalb der USA stattfand, in und um die Berliner PLATOON KUNSTHALLE mit dabei. 50 kreative Köpfe aus ganz Deutschland, Polen, Schweden, Chile, Italien, Israel und den USA haben sich und ihre Ideen einem bunt-gemixtem Publikum aus Interessierten, Investoren und Neugierigen präsentiert. Wir waren vor Ort dabei.

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Katharina BrunnerPodcasts: Immer schön rein in die Nische

Neunetz-Blogger Marcel Weiß gründet Podcast-Netzwerk: "Sie sind ein persönliches Medium" // von Katharina Brunner

My Podcast Set I (Bild: Patrick Breitenbach, [CC BY 2.0], via Flickr)

Wenige Minuten, bevor sich die Tech-Community diese Woche über die chinesische Übersetzerin im Livestream des Apple-Events echauffieren konnte, hat der Blogger Marcel Weiß auf seinem Blog Neunetz.com verkündet: "Ich starte heute ein neues Podcast-Netzwerk". Der Satz stand am Ende einer Lobeshymne auf Podcasts: "Im Grunde verhilft die Mischung aus Podcast und Smartphone dem Talkradioformat zu einem neuen goldenen Zeitalter."

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Björn RohlesBig Data: Mit Umsicht zum Anticipatory Web

Big Data verspricht treffende Vorhersagen über das zukünftige Verhalten von Nutzern und Käufern. Birgt dies nicht das Risiko, Stereotypen zu zementieren? // von Björn Rohles

bigdata

Aus Bewegungsmustern den richtigen Ort für eine neue Filiale erschließen, Vorhersagen über die Veränderungen von Kundenwünschen treffen, auf Knopfdruck das Meinungsbild in der Bevölkerung ermitteln – die Ergebnisse, die sich mit Big Data erzielen lassen, sind beeindruckend und versprechen die Ankunft des Anticipatory Web. Big Data ist jedoch nicht vor Fehlern sicher: Ohne eine repräsentative Datenbasis und kritisches Hinterfragen riskiert sie Stereotypen und unsaubere Antworten.

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Gina SchadOne Spark: Welche Rolle spielt Crowdfunding in der Kunst?

Welche Rolle spielt Crowdfunding in der Kunst? Darüber sprachen wir mit One Spark-Jurorin Leah Stuhltrager. // von Gina Schad

Leah Stuhltrager

Am 13. September findet in der Berliner Platoon-Kunsthalle das internationale Crowdfunding-Festival One Spark statt. Die Netzpiloten sind als Medienpartner live vor Ort dabei und berichten, aber bis dahin sprechen wir mit den Experten auf dem Event, welche Rolle Crowdfunding in ihrem Bereich spielt. Leah Stuhltrager ist Mitgründerin von THE WYE, einem besonderen Ort im Berliner Stadtteil Kreuzberg, der Technologie mit Kunst verbindet. Sie wird am One Spark Crowdfunding Festival als Jurorin in der Kategorie "Art" über eingereichte Projekte ihr Urteil fällen. Im Interview spricht sie mit uns über die Rolle von Crowdfunding in der Kunst und das es auch ohne geht.

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Jakob Steinschaden#IceBucketChallenge: The good, the bad, and the ugly

Die #IceBucketChallenge-Kampagne für die ALS Association ist das Internetthema des Sommers und hat enorme Spendengelder für die Bekämpfung einer tödlichen Nervenkrankheit lukriert. Doch wo viel Licht ist, da ist auch Schatten. // von Jakob Steinschaden

John Maino performs the #ALSicebucketchallenge (Image: Rauglothgor [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia)

Diesen Sommer ist die #IcebucketChallenge über uns, ja, wie ein kalter Schwall Wasser gekommen. Prominente, Halbprominente und viele tausende andere Internetnutzer leerten sich Eiswasser über den Kopf, posteten davon ein Video auf den üblichen Social-Media-Plattformen und forderten drei andere User heraus, um auf die unheilbare Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) mit tödlichem Ausgang und deren Bekämpfung durch die ALS Association aufmerksam zu machen. Fantastische 100 Millionen Dollar konnte diese über die Aktion sammeln, die sich im Social Web viral stark verbreitete und schnell von Massenmedien aufgegriffen wurde.

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Jakob SteinschadenOne Spark: Klaus Breyer über Innovation im Crowdfunding

Welche Rolle spielt Innovation beim Crowdfunding? Darüber sprachen wir mit One Spark-Juror Klaus Breyer. // von Jakob Steinschaden

Klaus Breyer

Am 13. September findet in der Berliner Platoon-Kunsthalle das internationale Crowdfunding-Festival One Spark statt. Die Netzpiloten sind als Medienpartner live vor Ort dabei und berichten, aber bis dahin sprechen wir mit den Experten auf dem Event, welche Rolle Crowdfunding in ihrem Bereich spielt. Klaus Breyer ist Gründer und CEO der Berliner Social-Media-Agentur Buddybrand. Er wird am One Spark Crowdfunding Festival als Juror in der Kategorie "Innovation" über eingereichte Projekte sein Urteil fällen. Im Interview spricht er über das wichtigste Crowdfunding-Projekt Deutschlands, den Innovationsdruck auf die Banken und seine eigenen Investments.

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Gunnar SohnDas Potenzial von Google Hangout on Air

Umberto Eco und die Ästhetik des Live-Fernsehens: „Das Senden und Empfangen“ wird noch einmal neu definiert. // von Gunnar Sohn

On Air (Bild: ThomasWanhoff [CC BY 2.0], via Flickr)

Hangout on Air ist ein verkanntes Internetmedium: Schon der Name macht das Format in Deutschland nicht eben für den Alltagsgebrauch tauglich. Was steckt aber wirklich an Potenzial und Möglichkeiten im Medium für die TV-Autonomen? Was braucht es an Technik, Know-how und rechtlichen Voraussetzungen? [Mehr]


Gunnar SohnCanvas-Fingerprinting: Vorgehen gegen Werbetrick

Wie kann man gegen die immer maßlosere Werbung im Netz vorgehen? Ideen liefert ausgerechnet die Fernsehserie "Jackass". // von Gunnar Sohn.

Jackass (Bild: Gage Skidmore [CC BY 2.0], via Flickr)

Die Produzenten von Werbe-Spam ersinnen immer wieder neue Methoden, um uns mit ihren Dünnbrettbohrer-Botschaften im Netz auf Schritt und Tritt zu verfolgen. Dazu zählt etwa das sogenannte "Canvas Fingerprinting". Es ist eine Methode, um Nutzer gegen ihren Willen heimlich aufzuspüren, wenn sie Websites wechseln. [Mehr]


Lars SobirajBoerse.bz: Piraten schießen sich selbst ab

Seit letzter Woche herrscht allseits Rätselraten, warum die Betreiber des größten illegalen Forums Boerse.bz derzeit eigenhändig für ihr vorzeitiges Ende sorgen. // von Lars Sobiraj

Download (Bild: Gerd Altmann [CC0], via pixabay)

Zwischen 8 und 10 Millionen Seitenzugriffe werden bei diesem illegalen Anbieter monatlich generiert, womit man mit der Internetpräsenz der Zeitschrift Stern auf gleicher Höhe liegt. Das sind Zahlen, über die sich die Betreiber seriöser Webseiten freuen würden. Doch die Börse beschäftigt auch Google. Zwischen 500 bis 1300 Suchergebnisse müssen wöchentlich im Auftrag der Rechteinhaber gelöscht werden, damit die Warez nicht mehr im Web auffindbar sind.

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Dirk von GehlenDigital-Skepsis: Echter Rauch ist besser als doofes Internet

In seinem Weblog philosophiert Dirk von Gehlen über die in Deutschland vorherrschende Digital-Skepsis, die es sogar auf die Außenwerbungsflächen geschafft hat. // von Dirk von Gehlen.

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Deutschlands Außenwerbungsflächen werden gerade für eine groß angelegte Kampagne zum Lob des Echten, Wahren und Schönen genutzt. Und das findet sich – daran lassen die unterschiedlichen Motive keinen Zweifel – ausschließlich im Analogen. Es handelt sich um Anzeigen, die darauf hinweisen, dass in diesem modernen “Facebook” auch das Wort “Buch” (Facebook) steckt oder in dem englischen “Wireless” auch das verbindende deutsche “Wir” (Wireless). Ausgedrückt wird dies durch eine schöne Spielerei, die ich erst durchs Digitale (nämlich in Blogs) kennelernte: die Durchstreichung. Wortteile werden durchgestrichen, sie sind so les- und auf schnellst mögliche Art auf eine zweite Ebene übertragbar. Wenn man bei der Freundeszahl 364 die ersten zwei Ziffern streicht, wird die Botschaft schnell klar: In einer Freundschaft zählt nicht die Anzahl, sondern die Intensität. [Mehr]


Nico LummaVon Kartoffelsalat und Servern

In seiner Kolumne beschäftigt sich Nico Lumma mit dem Medienwandel und Kompetenzen die damit einhergehen. Nicht nur im Beruf, sondern auch in der Schule und Familie. Diesmal geht es um Crowdfunding. // von Nico Lumma

 Nico LummaDerzeit sammelt Zack Danger Brown auf Kickstarter Geld ein, um Kartoffelsalat zu machen. Unterstützer können bereits ab 1$ bei dieser Kickstarter Kampagne dabei sein und als Belohnung für ihren Einsatz wird nicht nur ihr Name auf der Website genannt werden, sondern auch laut bei der Herstellung des Kartoffelsalats aufgesagt. Mittlerweile haben mehr als 4600 Leute ihre Unterstützung gezeigt und somit wurde bislang mehr als $57.000 für Kartoffelsalat eingesammelt. Wohlgemerkt nicht für Kartoffelsalat, der danach verpackt und verschickt wird, sondern der einfach nur angemacht wird. Eine Spaßaktion. Aber eine Spaßaktion, die deutlich macht, wie sehr im Mainstream eine Plattform wie Kickstarter mittlerweile angekommen ist und es ermöglicht, dass derartiger Blödsinn funktioniert. Das erinnert sehr an die Phase, als eBay nicht mehr neu war und plötzlich Spaß-Auktionen stattfanden. [Mehr]


Anna-Maria LandgrafByliner und das Problem mit Langform-Journalismus im Netz

Das in 2011 gegründete Startup Byliner steckt in der Krise. Ist Langform-Journalismus online nicht tragbar? // von Anna Maria Landgraf

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Byliner bietet den Nutzern ein großes Archiv an Publikationen von renommierten Printmedien wie The New Yorker, The Atlantic oder Outside und zudem noch einen eigenen Pool an originalen Arbeiten von externen Autoren. Die Idee war es, lange journalistische Texte online verfügbar zu machen – gut oder schlecht? Das Scheitern des Unternehmens stellt das nun in Frage.

Laut Laura Hazard Owen von Gigaom.com liegt das Problem bei den zu hohen Erwartungen auf User- und Autorenseite. Die Nutzer sind oft nicht bereit, Geld für Beiträge zu bezahlen – vor allem da es neben Byliner auch einige Seiten gibt, die ähnlichen Content teilweise kostenlos zur Verfügung stellen. Zwei Beispiele dafür sind Longreads und Pocket. Bei den Autoren wiederum ist die Enttäuschung groß, wenn nicht so viel Geld fließt wie erwartet. Tony Horwitz gehört zu der besagten Gruppe verärgerter Autoren. Auf New York Times Online beschrieb er seine negativen Erfahrungen mit Byliner detailliert. Aus seiner Sicht sei ein Grund, weshalb der Boom langsam verschwindet, der, dass die Menschen oft nicht bereit sind, Geld (auch wenn es nur kleine Beträge sind) für längere Geschichten zu zahlen:

"Online journalism pays little or nothing and demands round-the-clock feeds. Very few writers or outlets can chase long investigative stories. [...] One reason ‘Boom’ sank, I suspect, is that there aren’t many people willing to pay even $2.99 to read at length about a trek through the oil patch, no matter how much I sexed it up with cowboys and strippers."

Die Krise ist real: Byliner galt sonst als Liebling der literarischen Startup Szene, heute ist an Stelle der anfänglichen Euphorie Ernüchterung gewichen. In den letzten Wochen verließen unter anderem CEO John Tayman sowie Co-Gründer Mark Bryant die Firma.


Teaser & Image by Guido van Nipsen (CC BY-SA 2.0)



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