Gina SchadEla Kagel: “Gemeinschaftlich gestalten statt konsumieren!”

Im Interview mit den Netzpiloten spricht die freie Kuratorin und Produzentin Ela Kagel über ihr Projekt SUPERMARKT und die damit verbundenen Herausforderungen. // von Gina Schad

Ela Kagel (Bild: Andi Weiland-Berliner Gazette [CC BY 2.0], via Flickr)

Auf der ganztägigen Veranstaltung "Komplizen", organisiert vom SUPERMARKT und der Berliner Gazette, sprachen wir mit der freien Kuratorin und Produzentin Ela Kagel über das Projekt SUPERMARKT, das sie vor drei Jahren in Berlin mitbegründet hat. Für sie ist es keineswegs ausgemacht, dass solch ein Projekt zum Selbstläufer wird. Ihrer Ansicht nach bräuchten wir mehr solche Veranstaltungen wie „Komplizen“: Angebote, die Hemmschwellen gegenüber der digitalen Kultur abbauen, und die auch ein heterogenes Publikum ansprechen.

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Lars SobirajAmazon vs. Otto: Wer wird den deutschen Online-Handel beherrschen?

"E-Commerce" ist in Deutschland in aller Munde. Kaum jemand hat noch nicht im  Netz bestellt. Neben dem Onlineriesen Amazon versucht sich seit einiger Zeit auch Otto im Onlinegeschäft und wagt damit den nächsten Schritt. Ein Vergleich. // von Lars Sobiraj

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Die Abkürzung E-Commerce wird seit einiger Zeit von manchen Branchenkennern sarkastisch mit „Evil Commerce“ übersetzt. Ganz von der Hand zu weisen ist der Vorwurf nicht. Der deutsche Online-Handel wirkt bei den vielen Fallstricken eher wie eine Schlangengrube, als ein Marktplatz. Dazu kommt die Dominanz des Branchenriesen Amazon, die auch für OTTO nur schwerlich zu brechen ist. [Mehr]


Katharina BrunnerOldies but Goldies: Warum Newsletter noch lange nicht tot sind

Newsletter führen im Online-Marketing ein Leben im Schatten sozialer Netzwerke. Und doch stapeln sie sich in den Posteingängen. Aus guten Gründen. // von Katharina Brunner

Letters (Bild: Donna Benjamin [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Ja, auch ich habe es schon oft getan: Ohne die E-Mail zu öffnen habe ich wahrscheinlich schon hunderte, vielleicht tausende Newsletter mit einem Mausklick und ohne mit der Wimper zu zucken ins digitale Nirwana geschickt. Newsletter umweht der Hauch des Verruchten, nicht selten landen sie im Spam-Ordner neben dubiosen Angeboten nigerianischer Prinzen. Und doch ist er überall: Kaum ein Magazin, kaum ein Unternehmen bietet nicht die Möglichkeit, die eigene E-Mai-Adresse zu hinterlegen, um dann regelmäßige Updates zu bekommen.

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Tobias Gillen2048 – Erfolgs-App punktet mit offener Lizenz

"2048" rockt momentan die App Stores. Das Spiel punktet hauptsächlich mit einer offenen Lizenz und crowdbasierter Mitarbeit. // von Tobias Gillen

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Das Rechen-Spiel 2048 erinnert an den Kassenschlager Threes. Das Spiel aus der Feder eines 20-Jährigen entstand aber hauptsächlich durch die Mitarbeit der Crowd. Und wird inzwischen vielfach kopiert. Möglich macht das eine offene Lizenz, die die Entwickler für das Spiel gewählt haben.

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Jakob SteinschadenDas Selfie hat mehr mit Kapitalismus zu tun als mit Narzissmus

Das Smartphone-Selbstporträt, kurz Selfie genannt, ist weniger Ausdruck unserer Selbstverliebtheit als vielmehr Selbstvermarktung in ökonomisch schwierigen Zeiten. // von Jakob Steinschaden

Selfie (Bild: Anke Allaert [CC BY 2.0], via Flickr)

Frontkameras von Smartphones gepaart mit Social-Media-Diensten wie Facebook und seiner Tochter Instagram haben einen Trend ausgelöst, der sogar offiziell im Oxford Dictionary steht und 2013 zum englischen Wort des Jahres gewählt wurde: Selfie. Die Selbstporträts auf Armlänge, die vom Teenager bis zum Hollywoodstar schon viele Millionen Menschen gemacht haben, sind ein Ausdruck des weit verbreiteten Narzissmus, wird oft analysiert. Doch diese Erklärung greift zu kurz. Denn Selfies haben weniger mit Selbstverliebtheit als vielmehr mit Selbstvermarktung zu tun.

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Christina zur NeddenIdentität im Netz: Datenspur, Ego Updates und Selbstoptimierung

Auf der Berliner Netzkultur Konferenz zum Motto "Identity sucks" redete Miriam Meckel über die verschiedenen Ausdrucksformen von Identität im Netz. // von Christina zur Nedden

Miriam Meckel (Bild: Ivar Veermäe/Berliner Festspiele)

Für unsere Identität ist das Internet Glück und Last zugleich. Einerseits kann man mit einem virtuellen Alter Ego oder Pseudonym aus der Gesellschaft ausbrechen. Die digitale Identität wird zur Chance sich in neuen Öffentlichkeiten einzubringen und online neu zu erfinden. Andererseits neigt man im Netz dazu nur Ausschnitte seiner Persönlichkeit öffentlich zu machen. Identität wird zu einer Best-of-Marke seiner Selbst, die nur die Highlights des eigenen Lebens präsentiert. Das Internet und soziale Netzwerke insbesondere drohen somit nicht mehr als Orte der Selbstdarstellung zu sein, die wenig mit der Realität zu tun hat.

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Gunnar SohnKunden-Anarchie gegen schlechten Service

Callcenter grenzen an seelische Grausamkeit. Doch in Zukunft gilt: Wer Service verweigert, wird netzöffentlich abgestraft. // von Gunnar Sohn

Callcenter (Bild: Ramiro Ramirez [CC BY 2.0], via Flickr)

Kunden müssen an Masochismus leiden, wenn eine Umfrage stimmt, die der oberste Callcenter-Verbandsvertreter Manfred Stockmann auf dem Berliner Fachkongress CCW im Hotel Estrel präsentierte (Callcenter will der Veranstalter wohl nicht mehr in den Mund nehmen): Demnach reagiert jeder zweite Kunde, der mit einem Unternehmen unzufrieden ist, dennoch nicht mit Kündigung. Vielleicht mit innerer Kündigung wegen seelischer Grausamkeit, aber er löst seinen Vertrag nicht auf. Vielleicht ist der zerknirschte Kunde ja auch gar nicht gefragt, ob er zu einer Fortsetzung der Geschäftsbeziehung bereit ist (Prinzip: Man soll keine schlafenden Hunde wecken) oder es passiert im Alltag das, was Warteschleifen-Experte Tom König in seinem CCW-Vortrag zum Ausdruck brachte: „Ich bin ein Kunde, holt mich hier raus.“

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Lars SobirajTreiben 3D-Drucker die Kostenlos-Mentalität auf die Spitze?

Das IT-Marktforschungsinstitut Gartner malt ein wahrhaft düsteres Zukunftsbild. Die Einbußen für Rechteinhaber durch 3D-Drucker sollen bis zum Jahr 2018 auf mindestens 100 Milliarden US-Dollar anwachsen. Doch wer wird dafür die Verantwortung tragen? // von Lars Sobiraj

3D Drucker (Bild: Keith Kissel [CC BY 2.0], via Flickr)

Die Analysten des IT-Marktforschungsunternehmens Gartner sagen für die nächsten Jahre ein immenses Anwachsen der Urheberrechtsproblematik voraus.Die massive Verbreitung von 3D-Druckern soll bis zum Jahr 2018 wegen der damit verbundenen Urheberrechtsverletzungen weltweit zu Einbußen von bis zu 100 Milliarden US-Dollar führen. Mithilfe der neuen Technologie ist es schon jetzt für Heimanwender möglich, in den eigenen vier Wänden Gegenstände aus Plastik herzustellen.

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Tobias Schwarz#SMWHH: Engaging Digital Natives

Wie können Digital Natives zum Engagement bewegen? Auf der Social Media Week Hamburg gab Melanie Gömmel Einblick in die Strategie des WWF Deutschland. // von Tobias Schwarz

Melanie Goemmel (Bild: Tobias Schwarz/Netzpiloten, CC BY 4.0)

In Zeiten digitaler Ablenkungen und Kurzlebigkeiten ist es schwer, Menschen dazu zu bringen, sich zu engagieren. Dazu wächst eine Jugend heran – unpolitisch, konsumgeil und egozentrisch – die sich durch Anwendungen wie Twitter und Snapchat kaum noch länger als wenige Sekunden engagieren. Oder doch nicht? Alles falsche Klischées? Die deutsche Vertretung des World Wide Fund For Nature (WWF) hat eine digitalisierte Jugend entdeckt, die politisch und engagiert ist. Sie müssen nur anders angesprochen werden.

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Jakob SteinschadenWhisper & Secret: Diesen Apps sollen wir unsere Geheimnisse flüstern

Die Smartphone-Apps Whisper und Secret locken Nutzer mit Anonymität, damit diese ihre Geheimnisse veröffentlichen und endlich wieder ehrlich im Netz kommunizieren. Doch wie anonym sind die User wirklich? // von Jakob Steinschaden

Anonymität (Bild: Katharina Schffr [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Vielleicht ist es Facebook, vielleicht ist es die NSA, wahrscheinlich sind es beide zusammen: Angebot als auch Nachfrage nach Privatsphäre und Anonymität berücksichtigenden Internet-Angeboten steigt. Das sind Google-Alternativen wie DuckDuckGo oder Startpage, Verschlüsselungs-Dienste wie PGP oder TOR - oder neuerdings Smartphone-Apps, die den Nutzern Anonymität versprechen, damit sie so offen wie nirgendwo sonst online sprechen können. Die beiden derzeit populärsten sind Secret und Whisper.

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Christina zur NeddenGeert Lovink: Paranoide Kommunikation lähmt unsere Gesellschaft

Im Interview mit den Netzpiloten spricht der Medientheoretiker Geert Lovink über die Veränderungen von Kommunikation im Internet durch Bekanntwerden der Überwachung durch Geheimdienste. // von Christina zur Nedden

Geert Lovink (Bild: Tobias Schwarz/Netzpiloten, CC BY 4.0)

Auf der Konferenz Netzkultur der Berliner Festspiele und der Bundeszentrale für politische Bildung sprachen wir mit dem Medientheoretiker Geert Lovink über den Status der Kommunikation im Internet und sozialer Netzwerke nach den Enthüllungen von Edward Snowden. Der niederländische Medientehoretiker erforscht digitale Gemeinschaften und organisierte Gruppen im Internet. Seiner Meinung nach wird durch die Aufdeckung der Überwachung durch Geheimdienste unser Verhalten im Internet stark verändern.

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Tobias SchwarzShortRead: Digitale Innovation in der Lehre

Ende Januar fand an der Universität Liechtenstein die Abschlusspräsentation eines virtuellen Seminars statt, dass digitale Innovationen untersuchte. // von Tobias Schwarz

Digitale Innovationen in der Lehre

Insgesamt 4 Monate lang, haben an 7 Universitäten mehr als 71 Studierende aus 21 Nationen an 15 Ideen gearbeitet, wie ein Arbeitsplatz der Zukunft aussehen könnte. Darüber informiert die Universität Liechtenstein in einer Pressemitteilung, da auch 19 Studierende des 3. Semesters im Masterstudiengang IT & Business Process Management an dem Seminar teilgenommen haben. Die Ergebnisse zeigen auf, wie Smart Phones, Internet of Things, Voice Recognition, Google Glasses, Gamification, Augmented Reality und Big Data Analytics unsere Welt verändern und wie Organisationen davon profitieren können. Die Studierenden arbeiteten über vier Monate in virtuellen Teams zusammen und nutzten selbst innovative Kollaborationswerkzeuge, wie Skype, Google Hangout, Adobe Connect oder auch konventionelle E-Mails und soziale Netzwerke und trafen sich Ende Januar zur Abschlusspräsentation das erste Mal persönlich – in Liechtenstein. Die interessanten Ergebnisse des Seminars können hier gefunden werden.


Image by Universität Liechtenstein



Dirk KrischenowskiHauptstadt-Domain .berlin ab März registrierbar

Im März 2014 geht nach jahrelanger Vorbereitung die .berlin-Domain-Endung an den Start. Damit wird eine neue Ära der intuitiven Adressierung im Internet eröffnet. // von Dirk Kischenowski

Berlin (Bild: Secret Pilgrim [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Lokale Identität im Internet zu schaffen, das hat sich die dotBERLIN GmbH & Co. KG mit der Schaffung der eigenen Domain-Endung .berlin für alle Berliner auf die Fahnen geschrieben. Damit wird eine neue Ära der intuitiven Adressierung im Internet eröffnet. Inhaber von Marken haben Gelegenheit, .berlin-Domains ab dem 14.02.2014 bevorrechtigt zu registrieren. Voraussetzung dafür ist die Hinterlegung der Marken im Trademark Clearinghouse. Im März können dann alle Berlinerinnen und Berliner ihre Wunschdomains registrieren.

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Tobias SchwarzShortRead: Wellcome Library veröffentlicht unter Creative Commons

Die Wellcome Library veröffentlicht mehr als 100.000 Bilder von Manuskripten, Zeichnungen und Fotos aus der eigenen Sammlung unter einer Creative Commons-Lizenz. // von Tobias Schwarz

CC (Bild: Kristina Alexanderson [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Die Wellcome Library, eine von Sir Henry Wellcome angefangene Sammlung zur Dokumentation der Geschichte der Medizin, die nach seinem Tode in eine Forschungsstiftung umgewandelt wurde, hat mehr als 100.000 hochaufgelöste Fotos ihrer historischen Sammlung unter der Creative Commons Namensnennung (CC BY) veröffentlicht. Das bedeutet, dass alle Bilder heruntergeladen und privat sowie kommerziell verwendet werden können, solange die Wellcome Library als Quelle angegeben ist. Simon Chaplin, Leiter der Wellcome Library, sagte dazu: "Die gesamte Kollektion ist eine riesige Dokumentation der menschlichen Kultur und des Versuchs, den Körper, Verstand und unsere Gesundheit durch Kunst und Beobachtung zu verstehen. Als starke Unterstützer von Open Access wollen wir sicher gehen, dass jeder sie ohne Restriktionen frei nutzen kann".


Image by Kristina Alexanderson (CC BY-SA 2.0)



Marco TrovatelloNetlabels: Von Überzeugungstätern, Pandas und schöner Qualität (Teil I)

Engagierte, professionell arbeitende Netlabels und deren Geschichte, Gegenwart und Zukunft – das war das Thema der letzten Episode meiner Kolumne. Heute schauen oder besser hören wir uns einige davon an. // von Marco Trovatello

Netlabel (Bild: James Bastow [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Neben Jamendo, Soundcloud und Bandcamp, auf den Musikerinnen und Musiker ihre Werke selbst veröffentlichen und promoten können, gibt es immer noch – oder immer wieder - zahlreiche Netlabels, die mit viel Liebe zur Musik und zum Detail „handgemachte“ Klänge unters digitale Volk bringen. Sie heißen beispielsweise La bèl, Bad Panda, rec72, Headphonica, ideology und aaahh records und sie verbindet eins: Alle veröffentlichen bemerkenswerte Musik - unter Creative Commons-Lizenzen und meist ohne obligatorisch dafür Geld zu verlangen. Ab sofort werde ich in unregelmäßigen Abständen Netlabels, die aus der Masse herausragen, vorstellen.

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