Alle Beiträge zu Menschen

Digitaler Minimalismus: “Mein ganzes Hab und Gut passt in einen Rucksack”

Ein neuer Lebensstil geht in der Internet-Branche um: Menschen verzichten auf (fast) ihr komplettes Eigentum. „Asset-light lifestyle“ nennt Thomas Schranz den Lebensstil, dem er seit Anfang des Jahres folgt. Der Gründer des Wiener Internet-Start-ups Blossom.io hat bis auf MacBook Air, iPhone 5 und einigen Kleidungsstücken allem weltlichem Besitztum entsagt – [...]
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Technik und Gaming fehlen im Unterricht – Farmville statt Fontane

Game Design Open House (adapted) (Image by Vancouver Film School [CC BY 2.0] via Flickr)
Unsere bildungsbürgerliche Elite kann vielleicht Schillers Glocke auswendig runterbeten, versagt aber bei der Unterscheidung von Bits und Bytes. Zeit für einen Besuch bei der Gamescom. So sieht die digitale Wirklichkeit in der Bimbes-Republik aus: Störerhaftung zur Unterbindung von offenen WLAN-Netzen, Leistungsschutzrecht für überforderte Altverleger, taktische Angriffe der Telekom gegen vermeintliche [...]
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Nervige Anrufe von Callcenter-Agenten

Wie leistet man erfolgreich Widerstand gegen Hotline-Terror und wehrt die telefonischen Heizdecken-Verkäufer ab? Eine Anleitung. Nervige Kaltanrufe von Callcenter-Agenten werden stets harmlos eingeleitet: „Hallo Frau/Herr xy, Sie sind jetzt schon seit Jahren ein treuer Kunde unserer Firma. Da haben wir etwas ganz Besonderes für Sie. Wir bieten Ihnen die fantastische Möglichkeit für ein Upgrade Ihres Mobilfunk-Vertrages, damit auch Ihre Familienangehörigen in den Genuss unserer unschlagbaren Flatrate-Preise kommen können.“

Zeigt man sich interessiert, folgt der Hinweis, dass man jetzt das Gespräch aufzeichnen wolle, um die „Qualität“ der telefonischen Services zu verbessern. Eigentlich geht es um die rechtsverbindliche Zustimmung für eine Vertragsänderung oder einen Neuvertrag. Die Verkaufstricks der Hotline-Agenten Was vom Hotline-Agenten runtergenudelt wird, klingt nicht wie ein Angebot, sondern wie die etwas verklausulierte Zustimmung zu einem Angebot. Stimmt man der Aufzeichnung nicht zu und verlangt ein schriftliches Angebot via E-Mail oder Post, stammelt der Hotline-Fritze dann irgendetwas über die technische Unmöglichkeit, von seinem Arbeitsplatz entsprechende Angebote zu verschicken oder vom bedauerlichen Absturz der firmeneigenen Server. Dümmliche Ausreden, um am Telefon die heißbegehrten Trefferquoten zu erzielen. Ein entsprechendes Telefonat führte meine Frau mit der E-Plus-Tochter Base. Sie stimmte einer Aufzeichnung des Gesprächs natürlich nicht zu – erste Empfehlung. Verlangte ein schriftliches Angebot – zweite Empfehlung. Und legte dann den Hörer auf – dritte Empfehlung. Das Ergebnis veröffentlichte meine Frau auf der Facebook-Seite von Base: „Die Methoden der unerwünschten Anrufe des Base-Callcenters gleichen denen von Drückerkolonnen. Noch ein solcher Anruf und ich kündige alle Verträge bei Base und melde dieses Vorgehen der Bundesnetzagentur.“ Als Antwort faselte ein Base-Mitarbeiter im rabulistischen Ton von einer „proaktiven Kontaktaufnahme“ seiner Firma, der man online widersprechen könne. Aha. Liebwertester Base-Gichtling. Nicht nötig. Deine proaktive Rechtfertigungslyrik kannst Du Dir sonst wo hinstecken. Ein Vertrag kam gar nicht zustande. Wir haben Eure Verkaufstricks durchschaut. Schwarze Schafe an jeder Ecke Der Kommunikationstrainer Markus Euler stellt die berechtigte Frage, wann dieser Schwachsinn endlich aufhört: „Ich weiß, es sind nur die schwarzen Schafe. Aber irgendwie blökt es an jeder Ecke so.“ Die Leierkasten-Truppe im telefonischen Kundendienst spielt schon seit Jahren die gleiche Musik: „Schön, dass ich Sie erreiche“; „Einmaliges Angebot“; „Kann keine Angebote versenden“, „Kann nicht durchstellen“, „Gilt nur heute und für Sie!“. Die Zeiten dieser hyperschwachsinnigen und verlogenen Akquise sollten wirklich der Vergangenheit angehören, fordert der Service-Experte Harald Henn. „Das ist ein unglaubwürdiges Geplappere. Ein guter Verkäufer begleitet den Kunden im Kaufprozess. Kaufen lassen, statt verkaufen.“ So sollte es jedenfalls sein. Abwehr im Social Web Im Social Web funktionieren die Heizdecken-Verkaufstaktiken ohnehin nicht. „Das monotone und gebetsmühlenartige Wiederholen von Verkaufsbotschaften stößt zunehmend auf Abwehrreaktionen; die Wirkung der Werbung lässt generell nach und das aggressive und unerlaubte Eindringen der Verkäufer mittels Callcenter hat der Gesetzgeber mittlerweile kräftig eingeschränkt“, weiß Henn. Es gibt also probate Mittel, sich gegen die Hotline-Drückkolonnen zu wehren. Die vierte Empfehlung funktioniert selbst bei Rufnummern-Unterdrückung: „Die Bundesnetzagentur, die seit 1. September 2009 als Kontroll- und Sanktionsinstanz im Spiel ist, hat perfekte technische Möglichkeiten, auch bei unterdrückter Rufnummer den Anrufer zu identifizieren, wenn der Anrufzeitpunkt einigermaßen eingegrenzt werden kann. Außerdem: Wenn ein Geschäft am Telefon zustande kommt, weiß Tante Erna spätestens nach Zusendung der Vertragsunterlagen und der Rechnung, wer dahinter steckt – und dann erfährt es auch die Bundesnetzagentur“, so der Ratschlag von Rechtsanwalt Michael Siegert, Spezialist für Datenschutz und Direktmarketing, im Interview mit NeueNachricht. Auf der Bundesnetzagentur-Website befinden sich Vordrucke, mit denen die Verbraucher unlauteres Telefonmarketing relativ einfach anzeigen können. Aber nach wie vor gilt für fast alle Netzbetreiber: Der Vertragsabschluss funktioniert ganz easy per Mausklick oder mit einem Hotline-Jawort; Kündigung oder Vertragsänderung ohne Upgrade-Gedöns nur auf handgemeißelter Marmortafel in fünffacher Ausfertigung. Mehr zu Themen des Netzes und dem digitalen Wandel gibt es auch vom European-Kolumnisten Lars Mensel in seinem aktuellen Artikel „Prism und Privatsphäre als Feature„.


Dieser Beitrag ist zuerst erschienen auf The European.

 

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Crowdfunding-Aktion für mehr Wohlstand durch Schwarmintelligenz

Lebenslanges Lernen ist seit Jahren ein gern bemühtes Motto. Durch den digitalen Wandel unserer Gesellschaft wird dies aktueller denn je. Mit ununi.TV gibt es jetzt eine reale Plattform dafür, um Veränderungen mit Wissen zu begegnen. In der Arbeitswelt steigen für jeden die Anforderungen durch die rasanten gesellschaftlichen Veränderungen des digitalen [...]
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Smartphone-Kauf mit gutem Gewissen nicht möglich

Dass die Rohstoffe für unsere alltäglich genutzten elektronischen Gerätschaften wie Smartphones überwiegend unter unmenschlichen Bedingungen zu Tage gefördert werden, ist nicht nur den meisten Konsumenten nicht bekannt, nicht mal die Hersteller selber können die Herkunft nachvollziehen.

Viele Rohstoffe, die für die Produktion moderner Smartphones benötigt werden, stammen aus Krisenregionen und werden fast ausschließlich unter menschenunwürdigen Bedingungen zu Tage gefördert. Viele Organisationen bemängeln diese Zustände und fordern die Hersteller zum Umdenken auf. Das große Problem ist allerdings, dass die Hersteller selber nicht wissen, wo diese Rohstoffe herkommen und unter welchen Umständen sie aus der Erde geholt werden.

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Digitales Leben 2020: Die Zukunft hat begonnen

Die Zukunft wurde schon immer von Menschen mit Phantasie und Visionen gestaltet, sie ist kein Zufallsprodukt, sondern immer Ergebnis eines Prozesses an dessen Anfang eine Idee stand. Der Grundstein für die nahe Zukunft ist bereits gelegt, doch wie werden wir im Jahr 2020 leben?  1999 fehlte dem visionären Filmemacher Steven Spielberg die Vision. Um Philip K. Dicks Kurzgeschichte „Minority Report“ mit futuristischen Bildern zu füllen, rief der Regisseur deswegen kurzerhand einen illustren Kreis aus Experten zusammen. Die Kommission entwarf eine Zukunft, die so abwegig nicht ist. Kürzlich haben sich Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts ebenfalls die klugen Köpfe darüber zerbrochen, wie die Welt künftig aussehen könnte – im Mittelpunkt steht die Digitalisierung. Laut der neuen Studie werden wir 2020 informierter, vernetzter und nachhaltiger leben. Weiterlesen »

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Angst vor Googles Datenbrille

Die German Angst vor Dauerüberwachung ist wieder da. Aktuelles Opfer: Google und die neue Datenbrille Glass.

Noch ist die Datenbrille „Google Glass“ nicht auf dem Markt, da erklingen in Deutschland schon die Alarmglocken. Die staatlichen Datenschützer bringen sich in Position und warnen vor dem sogenannten „Lifelogging“, also dem unbemerkten Aufzeichnen von vertraulichen Gesprächen. Das Rechtssystem sei auf das Ausspähen der Umgebung nicht vorbereitet.

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Ist es Liebe oder sind das nur Metadaten?

Vergangene Woche präsentierte das Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation erste Zwischenergebnisse einer internationalen Studie über emotionale Bindung zu ″Digitalen Dingen″. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere Metadaten und individuelle Verknüpfungen für die emotionale Bindung an eigene digitale Inhalte relevant sind.

Ein internationales Forschungsteam untersuchte für die Studie 48 jungen Erwachsene in den USA, Südkorea und Spanien im Alter zwischen 25 und 35 Jahren. Dr. John Zimmerman von der Carnegie Mellon University in Pittsburgh und Heather Moore von Vodafone Group Research & Development stellten die Studie vor, die noch mehr Fragen an und über unsere Gesellschaft aufwirft. Werden wir unseren Ebook-Reader bald genauso wertschätzen wie unser liebstes Kinderbuch? Welche Rollen werden Metadaten in Zukunft haben und wollen wir das überhaupt?

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DaWanda unterstützt die Rails Girls Berlin

Zum ersten Geburtstag der Rails Girls Berlin, einer Initiative die junge Frauen an das Programmieren heranführt, steigt DaWanda als langfristiger Partner ein und unterstützt das Projekt sowohl personell als auch finanziell. DaWanda, der Online-Marktplatz für Selbstgemachtes und Unikate, fördert den weiblichen IT-Nachwuchs in Berlin. Die Rails Girls Berlin wurden im [...]
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Was ist ein Twitterator, Thomas Hermanns?

Entertainer, Comedystar und Netzpiloten – Buddy Thomas Hermanns wird erstmals parallel zur TV Ausstrahlung seine Kommentare zum Eurovision Song Contest twittern

thomas_2009

„Ein Twitterator ist ein Moderator, der das Medium Twitter benutzt, in dem er seine Kommentare zum TV Event gleichzeitig tweetet und so den Second Screen unterhaltsam macht. Es ist meine Erfindung und vielleicht irgendwann einmal ein Ausbildungsberuf, der Charme, Schlagfertigkeit und basic social media Kenntnisse verlangt. Nicht zu verwechseln mit Zwitterator, ein Begrff, der einen zweigeschlechtlichen Moderator bezeichnet und nie ein Ausbildungsberuf sein wird.“ (Thomas Hermanns live on Twitter bei den ESC Übertragungen am 14., 16. und 18.Mai jeweils ab 21 Uhr)

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Veränderung durch Digitalisierung der Entwicklung

Unser Kolumnist Nico Lumma hat zum 1. Mai einen Artikel über die Rolle der Digitalisierung der Arbeit geschrieben. Der Autor und Informatiker Joachim Schlosser hat diesen Artikel als Anlass genommen, auch über diese Entwicklung nachzudenken:

Wir befinden uns mitten in einer Zeit des Umbruchs, in der Zeit der Digitalisierung des Lebens. Nico hat in seinem Artikel zum Ersten Mai »Die Rolle des Menschen bei der Digitalisierung der Arbeit« einen Anstoß für mich geliefert, über Entwicklung im Besonderen zu schreiben. Am ersten Mai wird der Arbeiterbewegung gedacht, die 1856 in Australien und 1886 in den USA mit Massenprotesten für bessere Arbeitsbedingungen demonstrierten. Damals waren die Fronten und Forderungen relativ klar: Kürzere Arbeitszeiten und bessere Bezahlung. Dies als Mission gaben sich später ganze Parteien als Programm.

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Bildungsangebote im Web brauchen Breitband

In seiner Kolumne beschäftigt sich Nico Lumma mit dem Medienwandel und Kompetenzen die damit einhergehen. Nicht nur im Beruf, sondern auch in der Schule und Familie.

drosselkom

Der große Aufreger der vergangenen Woche war die Ankündigung der Telekom, nicht nur ihre Flatrates künftig mit einer Volumenbeschränkung zu versehen, sondern auch noch ihre eigenen Dienste gegenüber Diensten der Konkurrenz zu bevorzugen. Argumentativ wollte die Telekom die Aufregung dadurch begrenzen, dass sie a) darauf verwies, dass derzeit nur 3% der Telekom-Kunden die Schwelle von 75 Gigabyte erreichen würden, die zur Drosselung führen würde, und dass b) die Regelung erst ab 2016 eingeführt werden würde.

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NEXT 2013 Berlin: Google Glass und Digitaltrends zum Anfassen

Die letzten zwei Tage waren die Netzpiloten auf der NEXT13 und haben neben Google Glass und den neuesten Digitaltrends viele interessante Eindrücke mitgenommen. Die Trendkonferenz der Digitalwirtschaft, NEXT Berlin, geht nach zwei erfolgreichen Eventtagen zu Ende. Gäste aus der ganzen Welt nahmen an der Veranstaltung im Berliner Congress Center teil. [...]
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Die digitale Stadt – wie sich der Kampf um den urbanen Raum verändert

In der heutigen Zeit sind vor allem die großen Städte Impulsgeber des gesellschaftlichen Wandels. Urbane Räume bilden einen Mikrokosmos, der auf gesellschaftliche Trends erheblich stärker reagiert als ländliche Gebiete.

Die Digitalisierung als ökonomischer und sozialer Paradigmenwechsel wird deshalb im urbanen Raum besonders anschaulich. In Berlin und vielen anderen Städten lässt sich nun beobachten wie die Digitalisierung auch die Politik in den Städten langsam verändert.

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Studie: Medienindustrie profitiert von der Digitalisierung

MADDIDA (Bild: Official US Navy photograph [Public domain], via Wikimedia Commons)
Während Deutschland das Leistungsschutzrecht für Presseverlage durchwinkt, Zeitungen Paywalls zunehmend in Betracht ziehen und die Musikindustrie über dieses böse Internet jammert, stellt Booz & Company im Auftrag von Google die Studie „Digitale Zukunft des Kreativsektors“ vor. Demnach sieht es in Europa gar nicht so schlecht aus, was die Digitalisierung der [...]
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Sind Sie noch mein Freund, Herr Google?

Freunde zu haben bedeutet viel im Leben, doch muss man die Freundschaft pflegen! Google hat sich über die Jahre einen großen Freundeskreis aufgebaut, der mit jeder neuen Innovation weiter wuchs. Doch diese Freundschaften werden zum Teil auf eine harte Probe gestellt.

Dominik Ruisinger ist ein Freund von Google, doch macht ihn seine Freundschaft zu der kalifornischen Suchmaschine langsam nachdenklich. Zu sehr verwirrt der Kurs von Google, zu sehr schmerzt der Liebesentzug, wenn wieder ein Dienst, der verbindete, verschwunden ist. Ein Brief errötet nicht. Das wusste schon Cicero. Und so scheint es nur das selbstverständlichste Kommunikationsmittel zu sein, einem guten Freund wie Google einen Brief zu schreiben. Dies hat Dominik Ruisinger getan:

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FAQ zur Causa Jürgen Domian und Facebook

Eine große Aufregung hat es in den letzten Tagen um Jürgen Domians Facebook-Auftritt gegeben. Tobias Gillen mit einem FAQ, das die Causa Domian zusammenfasst und weitere Schritte beleuchtet.

Um wen geht es?

Es geht um Jürgen Domian. Der 56-Jährige ist Journalist und Autor und moderiert seit 1995 von Dienstag bis Samstag das Talkradio-Format „Domian“ im Westdeutschen Rundfunk (WDR) und auf der WDR-Jugendwelle 1LIVE. Zudem geht es um Facebook, das größte soziale Netzwerk mit über einer Milliarde Nutzern weltweit, und Domians Fanseite dort. Weiterlesen »

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Erfinder des Barcodes tot: Woodland malte Morsezeichen in den Sand

Heute ist er überall zu finden – Der Strichcode. Nun ist sein Erfinder verstorben.

Erfinder des Barcodes tot: Woodland malte Morsezeichen in den Sand

In Zeiten von E-Commerce, kontaktloser Kartenzahlung oder Handy-Apps vergessen wir meist, welch logistischer Aufwand zur Organisation von Produkten in einem Unternehmen benötigt wird. Eine Lösung, die bis heute bestand hat, erfand der Forscher Norman Joseph Woodland vor über 60 Jahren: Den Barcode.

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KONY 2012 (Web-Kampange gegen Joseph Kony)

kony2012

Joseph Kony ist Anführer der afrikanischen Widerstandsarmee des Herren – genauer der Lord Resistance Army (LRA) – einer Rebellengruppe aus Uganda, die die Bevölkerung in Norduganda, der Zentralafrikanischen Republik, der Demokratischen Republik Kongo sowie des Südsudans terrorisiert. Kony ist für die Verschleppung von Kindern, tausendfachen Morden und Vertreibung ganzer Volksgruppen verantwortlich und lebt derzeit im Untergrund. Dieses Video von dem gemeinnützigen Verein „Invisible Children“ klärt über Kony auf und möchte mit Ihrer Kampagne „KONY 2012“ für eine geschlossene Front gegen den Warlord kämpfen und damit den Druck erhöhen Ihn bis zum Ende des Jahres festzunehmen.

Das Video zeigt zahlreiche Politiker, allen voran auch Barack Obama, die die Kampagne unterstützen und es ist sehr emotional abgehandelt sowie aufwendig produziert. Es schwingt ein wenig Pro-Amerikanismus mit, was das Video in Anbetracht der Umstände, dass die Kolonialpolitik westlicher Großmächte wie Großbritannien und der USA, solche Rebellenarmeen meistens erst entstehen lassen haben, irgendwie skurril wirken lässt. Kritik an den Machern scheint außerdem auch nicht ganz abwegig. Mehr dazu auch auf dem Onlineblog der ZEIT.

Das ganze Video seht Ihr hier:

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Doku: Steve Jobs Biografie in 60 Minuten

Doku: Steve Jobs Biografie in 60 MinutenDie Reihe „60 Minuten“ hat Walter Isaacson, den autorisierten Biografen von Steve Jobs interviewt. Ausgestrahlt wurde dieses zweiteilige Interview gestern Abend auf CBS. Es erscheint somit pünktlich zum Verkaufstart der Biografie in den USA und gibt schon einmal vorab einen Einblick in die Inhalte des Buches. Teil1 und Teil 2 haben wir unten einmal für euch eingebettet. Viel Spaß beim Anschauen.

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Video: Julian Assange at OCT8 Antiwar Mass Assembly

WikiLeaks-Gründer Julian Assange sprach am Samstag auf der Antiwar Demo in London zum 10. Jahrestag des Afghanistan-Krieges. Die Veranstaltung, die auf dem Trafalger Square von der „Stop The War Coaltition“ veranstaltet wurde, war eine unter vielen weltweiten Demonstrationen. Sinn und Zweck des Krieges bleibt für viele nicht nachvollziehbar. Auf der Demo wurde besonders Tony Blair kritisiert, der mit dem Multimillionen-Geschäft am Krieg kräftig mitverdiente.

„There is no enough water on the river Jordan to wash out the bloods from Tony Blair’s Hands“.

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Steve Jobs ist gestorben

Der legendäre Apple-Mitbegründer Steve Jobs war bis vor gut einem Monat noch CEO des Computerherstellers. Präsident Obama stellt ihn in die Reihe der größten Amerikaner. Bill Gates erklärte, er werde ihn vermissen. Das ist nur zu verständlich, waren doch viele Ideen, die Jobs seinerzeit von Xerox Parc übernahm für den ersten Personal Computer, auch Vorbild für Microsofts Windows.

Jobs hatte nach einer lange Durststrecke von Apple 1997 das Ruder wieder übernommen, den Umsatz verzehnfacht und mit seinen Neudefinitionen bestehender Produkte wie iMac, iPod und dem iPhone das Unternehmen aus Cupertino zu einer der wertvollsten börsennotierten Firmen gemacht. Auch die immer lauter werdende Kritik an Jobs Führungststil, dem geschlossenen System, dass Apple rund um seine Computer aufgebaut hatte, kann die eigentliche Leistung von Steve Jobs aus wirtschaftlicher Sicht kaum schmälern.

In Zukunft wird sich zeigen, ob man ein Unternehmen wie Apple nur mit Mut und viel Macht führen kann. Jobs wird sicher auch im Jenseits Bekanntes neu- und umgestalten. Wir wünschen ihm dabei eine ruhige Hand und ewigen Frieden.

Und nach dem Klick ein Video von Jobs‘ berühmter Stanford-Rede:

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Wenig Hoffnung für Steve Jobs

Der Mann, der Apple gegründet und zweimal geboren hatte, ist todkrank. Die Ärzte geben im noch 6 Wochen. Pankreas Krebs. Er war und ist umstritten. Nicht seine Leistung als Visionär wird bezweifelt- die Helmut Schmidt sicherlich dazu veranlasst hätte, ihn schon früher zum Arzt zu schicken. Es war die dogmatische Haltung, die Apple immer wieder verbreitete. Sie führte dazu, dass Applekäufer sich oft als Gemeinschaft fühlten. So wie Fahrer einer Ente 2CV oder Motorradfahrer sich per Geste auf der Straße grüßten, waren Apple-Kunden früher eine Art Sekte der besonderen Marketingbotschaften. Aber auch interne Mitarbeiterstrukturen waren umstritten.

Wenngleich Guy Kawasaki und viele andere Marketingspezialisten an der Werbung herum gestrickt hatten, die wahre Botschaft bestand immer darin, dass alles wie warme Semmel verkauft wurde, was Jobs für wenig Minuten in die Luft hielt. Bis vor ein paar Jahren, war die Hardware sogar wirklich etwas Besonderes.

Die Netzpiloten wünschen Steve Jobs noch eine schöne Zeit im Kreis seiner Familie, seiner engsten Freunde und Verwandten und ein Wunder. Denn ohne ihn würde der digitalen Gemeinde der Adelsstand abhanden kommen…

Nach seiner Leberstransplantation und seinem siebenjährigen Kampf gegen den Krebs gilt Jobs nach Ansicht vieler Ärzte als austherapiert. Wer ihn aktuell gesehen hat, ist bestürzt. Es gibt wenig Hoffnung.

Die Aktionäre von Apple werden sich warm anziehen müssen in den nächsten Monaten. Klingt makaber, aber es wird nicht nur menschlich ein globaler Verlust.

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