Gunnar SohnVertrauen versus Kontrolle

Wie Excel-Manager die digitale Gegenwart verschlafen. // von Gunnar Sohn

17 (Bild: K D [CC BY 2.0], via Flickr)

Vertrauenskultur scheint in der Wirtschaft nicht hoch im Kurs zu stehen, besonders dann, wenn die eigene Zukunft nicht mehr aus den Erfolgen der Vergangenheit abgeleitet werden kann. Wolf Lotter leitet das in seiner "Brandeins"-Kolumne aus der "Führungskräftebefragung 2014" des Reinhard-Mohn-Instituts der Universität Witten /Herdecke ab.

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Merle Miller“Durchgedreht mit…” – Gina Schad über ihr Crowdfunding-Projekt

Bereits seit Ende August läuft das neue Interview-Projekt "Durchgedreht mit…" unserer Autorin Gina Schad, das mittels Crowdfunding finanziert werden soll und unter anderem Künstler zu einem unverfälschten Gespräch einlädt. // von Merle Miller

Image by José Luis Cortés González

Zusammen mit soilfilms und Carta.info ist Netzpiloten.de Kooperationspartner des Projekts “Durchgedreht mit…” von Gina Schad. Bereits fünf Folgen der Video-Interviewreihe wurden veröffentlicht und können auch auf Netzpiloten.de angeschaut werden. Hinter dem Projekt steckt medienfische, welches Gina Schad als studentisches Projektmodul an der Humboldt-Universität Berlin gestartet hatte, und die Videos werden von der Produktionsfirma Soilfilms fertiggestellt – also ein besonderes Teamprojekt, das nun auf Crowdfunding angewiesen ist, um die erste Staffel zu Ende drehen zu können. In einem ebenso unverfälschten Gespräch verrät uns Gina, welche Themen in den Video-Interviews angesprochen werden, wie die Idee zu der Webserie entstanden ist und was sie von anderen unterscheidet.

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Daniel KuhnMit Google 2.0 will Larry Page Flughäfen und sogar ganze Städte bauen

Suchmaschine, Android und selbstfahrende Autos? Das alles reicht Google-Gründer Larry Page nicht. Er will, dass Google 2.0 auch Flughäfen und ganze Städte baut. // von Daniel Kuhn

Google Logo in Building43 (Bild: Robert Scoble [CC BY 2.0], via Flickr)

Google ist längst aus den Anfangstagen als Suchmaschinenanbieter entwachsen. Natürlich gehört die Suche immer noch zum Kerngeschäft, ist aber nur noch ein Teilbereich dessen. In Versionsnummern ausgedrückt befindet sich Google immer noch in Version 1.x. Doch Mitbegründer Larry Page denkt bereits weit voraus und hat längst Pläne für Google 2.0. Der Konzern soll sich im neu gegründeten Forschungslabor Google Y noch stärker um humanitäre Probleme und mögliche Lösungen konzentrieren.

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Gunnar SohnWas wir heute von Karl Popper lernen können

Viele vermeintlich unumstößliche Wahrheiten basieren bloß auf persönlichen Befindlichkeiten. Ein Plädoyer für mehr Skepsis. // von Gunnar Sohn

Handshake of Etheral Beings (Bild: Kristaps Bergfelds [CC BY 2.0], via Flickr)

"Was für ein Quatsch ist das denn wieder", so konterte vor einigen Monaten der Internet-Unternehmer Ibo Evsan auf Facebook einen "Focus"-Artikel, der behauptet, dass Fleischesser seltener krank seien als Vegetarier.

"Focus/Burda, meine Güte. Seit ich weniger Fleisch esse, bin ich fast gar nicht mehr KRANK. Das kann sogar meine Facebook-Timeline bestätigen. Seit ich keine Milch mehr trinke, bekomme ich kaum noch Ausschlag", so die Behauptung von Evsan.

Hat er damit nun den unumstößlichen Gegenbeweis erbracht? Unterscheidet Evsan zwischen Ursache und Wirkung? Natürlich nicht.

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Gunnar SohnAlltagsrassismus in Deutschland

Nationalismus lehrt dich, stolz auf Dinge zu sein, die du nicht vollbracht hast und Menschen zu hassen, die du nicht kennst. Dem Alltagsrassisten ist das egal. // von Gunnar Sohn

Gegensätze (Bild: David Schiersner, [CC BY 2.0], via Flickr)

Mach eine einwöchige Schiffsreise mit 35 deutschen Touristen und Du erfährst eine Menge über die Komfortzone des Alltagsrassisten. Das klingt jetzt sehr pauschal. Aber meine Erlebnisse an Bord eines inselhüpfenden Dampfers mit Übernachtungsmöglichkeit brachten wie in einem Brennglas Einsichten in die Lebenswelt des moralisch überlegenen Alltagsrassisten, der ohne mit der Wimper zu zucken von Kanaken und Negern redet, die sein deutsches Leben belasten.

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Gunnar SohnWohlfühlarbeitsplätze für die industrielle Dressur

Büros sind noch immer Gehäuse der Hörigkeit. Die leeren Hurra-Plattitüden der Top-Manager überdecken nur die Realität einer bürokratischen Mikroherrschaft. // von Gunnar Sohn

L'espace Nouvel (Bild: Jean-Pierre Dalbéra [CC BY 2.0], via Flickr)

Ich sitze im Büro, also bin ich? Diesen Mythos verbreiten vor allem Konzerne mit allerlei Bespaßungsmaßnahmen, um zu kaschieren, dass das Angestelltendasein immer noch in einem "Gehäuse der Hörigkeit" stattfindet, wie es die "Wirtschaftswoche" mit Verweis auf Max Weber beschreibt. Freiheit am Arbeitsplatz sei nur ein anderes Wort für Dressur.

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Anna-Maria LandgrafDresdner Startup CoinBau entwickelt Bitcoin-Hardware

Das Dresdner Startup CoinBau setzt auf das "Mining" von Bitcoins. In spätestens zwei Jahren soll das Unternehmen 15 Prozent der weltweit berechneten Bitcoins schürfen. Ein lukratives Vorhaben mit hohem Risiko. // von Anna Maria Landgraf

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Die Herstellung von Bitcoins kostet Energie. Und zwar oft mehr, als die Währung eigentlich wert ist. Ein Minusgeschäft also? Zwar nicht immer, aber immer riskant. Das Dresdner Start Up CoinBau will dem mit ihren hoch entwickelten ASICs entgegen wirken: ein Chip, der doppelt so schnell ist wie der bislang schnellste Hochleistungsrechner. Doch um das zu realisieren, braucht die Firma Geld.

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Merle MillerDr. Jan Kurz über die Probleme der Digitalisierung

Noch bis zum 15.9.2014 läuft der Wettbewerb "Wir versilbern das Netz", initiiert von Dr. Jan Kurz und Dagmar Hirche, um Lösungen für Menschen zu finden, die noch nicht den Weg in die digitale Welt gewagt haben. // von Merle Miller

Jan Kurz, Dagmar Hirche, Maxi Arland

Das Internet wird immer mehr zu einem großen Bestandteil des Alltags und für jeden ist es schon fast selbstverständlich, mindestens ein Smartphone zu besitzen. Leider wird dabei aber gerne vergessen, dass zum Beispiel die Generation 65+ technisch nicht so versiert ist wie die meisten heutzutage und so aufgrund ihres fehlenden Know-Hows stärker von der Außenwelt abgeschirmt wird. Mit Dr. Jan Kurz, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins "Wege aus der Einsamkeit e.V." sprachen wir darüber, was dies für die Gesellschaft bedeutet und wie man insbesondere ältere Menschen bei den Herausforderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, unterstützen kann.

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Anna-Maria LandgrafDas Problem mit Selfies an Gedenkstätten

Wo hört Dummheit auf und wo beginnt Respektlosigkeit? Die heutige Selfie-Kultur provoziert diese Frage – Duckfaces vor der Gaskammer in Auschwitz sind eben nicht ganz unverfänglich. //von Anna Maria Landgraf

SULAWESI or CRESTED BLACK MACAQUE (Macaca nigra).  Sulawesi, Indonesia.

Selfies mit der typischen Instagram-Optik gehören für Jugendliche zum Wochenend-Trip dazu. Das Foto mit der besten Freundin im Hotelzimmer-Spiegel ist schnell gemacht. Zum wahren Kunststück wird es, wenn das Setting eine dunkle Vorgeschichte hat: wie zum Beispiel Auschwitz. Oder das Holocaust-Denkmal in Berlin. Da möglichst elegant den Übergang zwischen Thai-Food-Bildern und Duckface-Selfies zu finden ist nicht ganz einfach. Zugegeben. Aber mit ein wenig Feingefühl ist auch das zu schaffen – einfach das überhebliche Grinsen und die Player-Pose weglassen.

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Anna-Maria LandgrafUber sucht guten PR-Strategen

Uber steht vor großen Herausforderungen. Die Taxibranche ist ein mächtiger Gegner – da sind gute PR-Strategen gefragt, die gegen viele Kritiker ankämpfen müssen. // von Anna Maria Landgraf

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Uber CEO Travis Kalanick sucht derzeit einen renommierten Kommunikations- und PR-Strategen, um den Kampf gegen die große Taxibranche zu gewinnen. Kalanick hat schon mit einigen hochrangigen Vetretern aus der Branche gesprochen – die Suche ist aber noch nicht zu Ende.

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Anna-Maria LandgrafSharing ganz ohne Internet

Das Phänomen der Sharing Economy ist heute sehr verbreitet. Das Internet macht es leichter, Dinge untereinander auszuleihen und ersetzt das dafür nötige Vertrauen mit Kommentarfunktionen. Das Projekt Pumpipumpe baut auf diesen Sharing-Gedanken – jedoch analog. //von Anna Maria Landgraf

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An Stelle von Internetplattformen treten hier Sticker, bedruckt mit Backformen, Hammern oder Schlitten. Der Nutzer klebt sich diese Sticker ganz einfach auf den Briefkasten und zeigt damit seinen Nachbarn, dass er eine Gugelhopfform auszuleihen hat. Oder einen Gameboy. Oder beides.

Wir haben mit Lisa Schmidt, Hub-Managerin von Pumpipumpe in Hamburg, über das Projekt gesprochen, das 2012 von Lisa Ochsenbein, Sabine Hirsig und Ivan Mele ins Leben gerufen wurde. [Mehr]


Anna-Maria LandgrafByliner und das Problem mit Langform-Journalismus im Netz

Das in 2011 gegründete Startup Byliner steckt in der Krise. Ist Langform-Journalismus online nicht tragbar? // von Anna Maria Landgraf

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Byliner bietet den Nutzern ein großes Archiv an Publikationen von renommierten Printmedien wie The New Yorker, The Atlantic oder Outside und zudem noch einen eigenen Pool an originalen Arbeiten von externen Autoren. Die Idee war es, lange journalistische Texte online verfügbar zu machen – gut oder schlecht? Das Scheitern des Unternehmens stellt das nun in Frage.

Laut Laura Hazard Owen von Gigaom.com liegt das Problem bei den zu hohen Erwartungen auf User- und Autorenseite. Die Nutzer sind oft nicht bereit, Geld für Beiträge zu bezahlen – vor allem da es neben Byliner auch einige Seiten gibt, die ähnlichen Content teilweise kostenlos zur Verfügung stellen. Zwei Beispiele dafür sind Longreads und Pocket. Bei den Autoren wiederum ist die Enttäuschung groß, wenn nicht so viel Geld fließt wie erwartet. Tony Horwitz gehört zu der besagten Gruppe verärgerter Autoren. Auf New York Times Online beschrieb er seine negativen Erfahrungen mit Byliner detailliert. Aus seiner Sicht sei ein Grund, weshalb der Boom langsam verschwindet, der, dass die Menschen oft nicht bereit sind, Geld (auch wenn es nur kleine Beträge sind) für längere Geschichten zu zahlen:

"Online journalism pays little or nothing and demands round-the-clock feeds. Very few writers or outlets can chase long investigative stories. [...] One reason ‘Boom’ sank, I suspect, is that there aren’t many people willing to pay even $2.99 to read at length about a trek through the oil patch, no matter how much I sexed it up with cowboys and strippers."

Die Krise ist real: Byliner galt sonst als Liebling der literarischen Startup Szene, heute ist an Stelle der anfänglichen Euphorie Ernüchterung gewichen. In den letzten Wochen verließen unter anderem CEO John Tayman sowie Co-Gründer Mark Bryant die Firma.


Teaser & Image by Guido van Nipsen (CC BY-SA 2.0)



Anna-Maria LandgrafMobile Payment hat es schwer in Deutschland

Mobile Payment ist weltweit im Kommen. In Deutschland schreitet die Entwicklung nur langsam voran. Zu viel Alleingang seitens der Anbieter, zu wenige Vorteile für die Nutzer. Sind wir noch nicht reif für diese Art von Bezahlsystem? // von Anna Maria Landgraf

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 Beim Thema Mobile Payment blickt kaum noch jemand durch: zu viele Anbieter, zu viele verschiedene Methoden, einfach kein einheitliches Bild. Die Marktakzeptanz ist hierzulande deutlich geringer als in anderen Staaten, was dazu führt, dass Anbieter Deutschland nicht als geeigneten Markt sehen und sich hier mit Innovationen eher zurück halten. Die Bürger sind verunsichert – kaum einer ist über die Möglichkeiten informiert und die Vorteile der vorhandenen Angebote überzeugen nur die wenigsten. [Mehr]


Gunnar SohnNeubau des Festspielhauses in Bonn

Bonn will ein Beethoven-Festspielhaus bauen, im Prozess geht alles schief, was schiefgehen kann. Ein Überblick. // von Gunnar Sohn

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So langsam dämmert es wohl auch den Festspielhaus-Apologeten, dass sie sich von ihren Bilbao-Illusionen in Bonn verabschieden müssen. Man kehrt zu den ursprünglichen Überlegungen zurück und favorisiert das integrative Konzept im Verbund mit der Beethovenhalle, auch wenn Festspielhaus-Freund Wolfgang Grießl Anfang des Jahres davor warnte, nur einen Anbau als eine Art Wurmfortsatz der Beethovenhalle in Erwägung zu ziehen. Wäre das wirklich so falsch? [Mehr]


Tobias SchwarzWordPress sei Dank

WordPress ist die Grundlage einer Community, die sich vielleicht stärker als solche auch wahrnehmen muss. // von Tobias Schwarz

WordPress (Bild: Titanas [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Mitte Juni nahm ich in Hamburg an meinem ersten WordCamp teil und dieses Treffen mit der WordPress-Community offenbarte mir eine bis dahin übersehene Tatsache: Ohne WordPress wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Zeit sich mit diesem wichtigen Teil meines (beruflichen) Lebens auseinanderzusetzen.

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