Anna-Maria LandgrafDas Problem mit Selfies an Gedenkstätten

Wo hört Dummheit auf und wo beginnt Respektlosigkeit? Die heutige Selfie-Kultur provoziert diese Frage – Duckfaces vor der Gaskammer in Auschwitz sind eben nicht ganz unverfänglich. //von Anna Maria Landgraf

SULAWESI or CRESTED BLACK MACAQUE (Macaca nigra).  Sulawesi, Indonesia.

Selfies mit der typischen Instagram-Optik gehören für Jugendliche zum Wochenend-Trip dazu. Das Foto mit der besten Freundin im Hotelzimmer-Spiegel ist schnell gemacht. Zum wahren Kunststück wird es, wenn das Setting eine dunkle Vorgeschichte hat: wie zum Beispiel Auschwitz. Oder das Holocaust-Denkmal in Berlin. Da möglichst elegant den Übergang zwischen Thai-Food-Bildern und Duckface-Selfies zu finden ist nicht ganz einfach. Zugegeben. Aber mit ein wenig Feingefühl ist auch das zu schaffen – einfach das überhebliche Grinsen und die Player-Pose weglassen.

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Anna-Maria LandgrafUber sucht guten PR-Strategen

Uber steht vor großen Herausforderungen. Die Taxibranche ist ein mächtiger Gegner – da sind gute PR-Strategen gefragt, die gegen viele Kritiker ankämpfen müssen. // von Anna Maria Landgraf

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Uber CEO Travis Kalanick sucht derzeit einen renommierten Kommunikations- und PR-Strategen, um den Kampf gegen die große Taxibranche zu gewinnen. Kalanick hat schon mit einigen hochrangigen Vetretern aus der Branche gesprochen – die Suche ist aber noch nicht zu Ende.

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Anna-Maria LandgrafSharing ganz ohne Internet

Das Phänomen der Sharing Economy ist heute sehr verbreitet. Das Internet macht es leichter, Dinge untereinander auszuleihen und ersetzt das dafür nötige Vertrauen mit Kommentarfunktionen. Das Projekt Pumpipumpe baut auf diesen Sharing-Gedanken – jedoch analog. //von Anna Maria Landgraf

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An Stelle von Internetplattformen treten hier Sticker, bedruckt mit Backformen, Hammern oder Schlitten. Der Nutzer klebt sich diese Sticker ganz einfach auf den Briefkasten und zeigt damit seinen Nachbarn, dass er eine Gugelhopfform auszuleihen hat. Oder einen Gameboy. Oder beides.

Wir haben mit Lisa Schmidt, Hub-Managerin von Pumpipumpe in Hamburg, über das Projekt gesprochen, das 2012 von Lisa Ochsenbein, Sabine Hirsig und Ivan Mele ins Leben gerufen wurde. [Mehr]


Anna-Maria LandgrafByliner und das Problem mit Langform-Journalismus im Netz

Das in 2011 gegründete Startup Byliner steckt in der Krise. Ist Langform-Journalismus online nicht tragbar? // von Anna Maria Landgraf

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Byliner bietet den Nutzern ein großes Archiv an Publikationen von renommierten Printmedien wie The New Yorker, The Atlantic oder Outside und zudem noch einen eigenen Pool an originalen Arbeiten von externen Autoren. Die Idee war es, lange journalistische Texte online verfügbar zu machen – gut oder schlecht? Das Scheitern des Unternehmens stellt das nun in Frage.

Laut Laura Hazard Owen von Gigaom.com liegt das Problem bei den zu hohen Erwartungen auf User- und Autorenseite. Die Nutzer sind oft nicht bereit, Geld für Beiträge zu bezahlen – vor allem da es neben Byliner auch einige Seiten gibt, die ähnlichen Content teilweise kostenlos zur Verfügung stellen. Zwei Beispiele dafür sind Longreads und Pocket. Bei den Autoren wiederum ist die Enttäuschung groß, wenn nicht so viel Geld fließt wie erwartet. Tony Horwitz gehört zu der besagten Gruppe verärgerter Autoren. Auf New York Times Online beschrieb er seine negativen Erfahrungen mit Byliner detailliert. Aus seiner Sicht sei ein Grund, weshalb der Boom langsam verschwindet, der, dass die Menschen oft nicht bereit sind, Geld (auch wenn es nur kleine Beträge sind) für längere Geschichten zu zahlen:

"Online journalism pays little or nothing and demands round-the-clock feeds. Very few writers or outlets can chase long investigative stories. [...] One reason ‘Boom’ sank, I suspect, is that there aren’t many people willing to pay even $2.99 to read at length about a trek through the oil patch, no matter how much I sexed it up with cowboys and strippers."

Die Krise ist real: Byliner galt sonst als Liebling der literarischen Startup Szene, heute ist an Stelle der anfänglichen Euphorie Ernüchterung gewichen. In den letzten Wochen verließen unter anderem CEO John Tayman sowie Co-Gründer Mark Bryant die Firma.


Teaser & Image by Guido van Nipsen (CC BY-SA 2.0)



Anna-Maria LandgrafMobile Payment hat es schwer in Deutschland

Mobile Payment ist weltweit im Kommen. In Deutschland schreitet die Entwicklung nur langsam voran. Zu viel Alleingang seitens der Anbieter, zu wenige Vorteile für die Nutzer. Sind wir noch nicht reif für diese Art von Bezahlsystem? // von Anna Maria Landgraf

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 Beim Thema Mobile Payment blickt kaum noch jemand durch: zu viele Anbieter, zu viele verschiedene Methoden, einfach kein einheitliches Bild. Die Marktakzeptanz ist hierzulande deutlich geringer als in anderen Staaten, was dazu führt, dass Anbieter Deutschland nicht als geeigneten Markt sehen und sich hier mit Innovationen eher zurück halten. Die Bürger sind verunsichert – kaum einer ist über die Möglichkeiten informiert und die Vorteile der vorhandenen Angebote überzeugen nur die wenigsten. [Mehr]


Gunnar SohnNeubau des Festspielhauses in Bonn

Bonn will ein Beethoven-Festspielhaus bauen, im Prozess geht alles schief, was schiefgehen kann. Ein Überblick. // von Gunnar Sohn

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So langsam dämmert es wohl auch den Festspielhaus-Apologeten, dass sie sich von ihren Bilbao-Illusionen in Bonn verabschieden müssen. Man kehrt zu den ursprünglichen Überlegungen zurück und favorisiert das integrative Konzept im Verbund mit der Beethovenhalle, auch wenn Festspielhaus-Freund Wolfgang Grießl Anfang des Jahres davor warnte, nur einen Anbau als eine Art Wurmfortsatz der Beethovenhalle in Erwägung zu ziehen. Wäre das wirklich so falsch? [Mehr]


Tobias SchwarzWordPress sei Dank

WordPress ist die Grundlage einer Community, die sich vielleicht stärker als solche auch wahrnehmen muss. // von Tobias Schwarz

WordPress (Bild: Titanas [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Mitte Juni nahm ich in Hamburg an meinem ersten WordCamp teil und dieses Treffen mit der WordPress-Community offenbarte mir eine bis dahin übersehene Tatsache: Ohne WordPress wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Zeit sich mit diesem wichtigen Teil meines (beruflichen) Lebens auseinanderzusetzen.

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Jakob SteinschadenGeneration Analog: Stößt die Digitalisierung an ihre Grenzen?

Chips und Netz sollen einmal alles durchdringen, heißt es. Doch 2014 mehren sich die Anzeichen für einen Rückbau der Digitalisierung. // von Jakob Steinschaden

Unplugged (Bild: Nomadic Lass [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Bald werden wir alle mit Smartwatches, Datenbrillen oder gar implantierten Chips herumlaufen, jede Sekunde und jeder Schritt unseres Lebens wird in den Clouds der IT-Riesen gespeichert, alles Konsumierbare, vom personalisierten Turnschuh bis zur Pizza aus dem 3D-Drucker, wird irgendwie auch digital sein. Unsere Autos werden ferngesteuert durch die Gegend düsen, Wahlen werden im Netz abgehalten, der Job im Coworking Space via Internetleitung erledigt, und den Sexpartner fürs Wochenende tindern wir uns einfach am Smartphone herbei. Doch derzeit häufen sich die Anzeichen, dass der Höhepunkt der Digitalisierung bald erreicht sein und sich die Technologisierung der Gesellschaft auf ein erträgliches Maß einpendeln könnte.

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Gunnar SohnVon der Sinnsuche eines Militärbündnisses

Eigentlich hätte die NATO nach dem Kalten Krieg aufgelöst werden müssen. Als Relikt alter Denkweisen ist das Bündnis eher eine Gefahr als ein Sicherheitsgarant. // von Gunnar Sohn

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Wer die USA oder NATO kritisiert, wer sich nicht mit der Rolle als Bündnispartner dritter Klasse abgeben will, wer kritisch hinterfragt, warum Deutschland in der NSA-Affäre als nutzloser Vasallen-Staat degradiert wird und gefälligst die Schnauze halten soll, bedient wohl automatisch antiwestliche Ressentiments oder den „deutschen Westekel”, wie es „Spiegel“-Kolumnist Georg Diez ausdrückt. [Mehr]


Tobias Gillen“Wir hoffen, dass Aurela noch eine Weile stabil bleibt”

Mithilfe der Möglichkeiten des Internets sucht Ulf Hundeiker auf eigene Faust nach Spenden für ein krankes Mädchen namens Aurela aus dem Kosovo. // von Tobias Gillen

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Sich um die Probleme dieser Welt zu sorgen ist das eine. Das andere ist, sich dafür einzusetzen, dass sich auch wirklich etwas ändert. Dabei muss man nicht immer die ganze Welt retten, manchmal reicht es schon, wenn man sich kleinere Ziele setzt. Kleiner, aber dafür nicht minder bewundernswert, ist, was Ulf Hundeiker mit seiner Initiative "Aurela darf nicht sterben" seit eineinhalb Jahren umsetzt.

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Miriam Pielhau“4 in 1″ – Miriam Pielhaus neuste Kolumne

"Cloudcuckoohome - Geschichten aus der digitalen Wolke!" Hier resümiert die Netzpiloten Kolumnistin Miriam Pielhau regelmäßig über ihr tagtägliches Leben in der digitalen Welt.

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Miriam Pielhau. Die Schauspielerin, Moderatorin und Autorin resümiert einmal im Monat mit einer eigenen Kolumne auf Netzpiloten.de über ihren digitalisierten Alltag. Unter "Cloudcuckoohome" berichtet sie heute von ihrem Versuch, mehr Ordnung in ihren Arbeitsalltag zu bringen und gleich vier verschiedene Arbeitsaufgaben zu schaffen – mit einer unkonventionellen Lösung: mehr Arbeitsplätze! [Mehr]


Miriam Pielhau„Bist du bei Facebook?“

"Cloudcuckoohome - Geschichten aus der digitalen Wolke!" Hier resümiert die Netzpiloten Kolumnistin Miriam Pielhau regelmäßig über ihr tagtägliches Leben in der digitalen Welt.

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Miriam Pielhau. Die Schauspielerin, Moderatorin und Autorin resümiert einmal im Monat mit einer eigenen Kolumne auf Netzpiloten.de über ihren digitalisierten Alltag.

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Nico LummaKinder lernen Programmieren durchs Anfassen

In seiner Kolumne beschäftigt sich Nico Lumma mit dem Medienwandel und Kompetenzen die damit einhergehen. Nicht nur im Beruf, sondern auch in der Schule und Familie.

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Ich habe mir damals, als wir nix hatten, Programmieren selber beigebracht, auf einem Commodore C64. Dazu habe ich ein, zwei Bücher gelesen, eine C64 Zeitschrift jeden Monat verschlungen und ansonsten viele Zeilen Code von anderen Programmierern gelesen und so versucht, zu verstehen, warum da etwas funktioniert. Ich bin eigentlich nie über write-only Code hinausgekommen, es tat, was es sollte, aber man hat nur schwer verstanden, wieso eigentlich. [Mehr]

Daniel KuhnKontextsensitive Apps – Das Smartphone wird endlich intelligent

Kontextsensitive Apps sollen die Daten der verschiedenen Smartphone-Sensoren künftig stärker vernetzen um dem Nutzer automatisch die richtigen Informationen zu präsentieren. // von Daniel Kuhn

Telephone App (Bild: Per-Olof Forsberg [CC BY 2.0], via Flickr)

Für Smartphones gilt die alte Regel, dass ein Gerät nur so intelligent ist, wie der Nutzer, der es bedient. Gemeine Zeitgenossen könnten nun behaupten, dass der Begriff Smartphone daher oftmals unzutreffend ist. Allerdings nicht mehr lange, denn mit kontextsensitiven Apps bahnt sich eine neue Generation von Anwendungen an, die den Nutzer mit passenden Informationen und Funktionen versorgen, je nachdem wo er gerade ist und was er gerade tut.

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Lars SobirajRTL über Nacht bei Kim Dotcom: Alles MEGA, oder was?

Jenke von Wilmsdorff ist für seine RTL-Sendung nach Neuseeland geflogen und hat bei der Filehosting-Legende Kim Schmitz übernachtet. // von Lars Sobiraj

Kim Schmitz (Bild: Andreas Bohnenstengel [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia)

Bei dem Mann ist wirklich alles gigantisch. Kim Dotcoms Punkte in Flensburg, sein Gewicht, seine Autos, die Villa inklusive Pool und Videospielzimmer und last, baut not least seine Fähigkeit, sich in den Medien in Szene zu setzen. Lars Sobiraj hat sich vorgestern für die Netzpiloten bei RTL die Premiere von „Ich bleibe über Nacht“ mit Jenke von Wilmsdorff angesehen. Im Mittelpunkt der neuen Sendereihe stand der norddeutsche Internet-Unternehmer Kim Schmitz, der sich nun Dotcom nennt.

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