Lars SobirajNetflix: in Deutschland kein Selbstläufer

Heute startet der Video-on-Demand-Anbieter Netflix in Deutschland. Die Markteinführung wird hierzulande als echte Herausforderung angesehen. // von Lars Sobiraj

Netflix (Bild: Taro the Shiba Inu [CC BY 2.0], via Flickr)

Mit rund 50 Millionen Kunden in 40 Ländern ist Netflix der weltgrößte Anbieter für Video-on-Demand-Dienstleistungen (VoD). Ab heute sollen auch bei uns mittelfristig einige Millionen Kunden dazu kommen. Aufgrund der angespannten Wettbewerbslage wird von Unternehmenssprechern ein eher schwieriger Start erwartet. Die Zuschauer werden von der Software an keinem Punkt alleine gelassen. Ständig wird ausgewertet, welches Sehverhalten vorliegt, um den Kunden optimale Vorschläge für weitere Kinofilme und TV-Serien zu machen.

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Katharina BrunnerPodcasts: Immer schön rein in die Nische

Neunetz-Blogger Marcel Weiß gründet Podcast-Netzwerk: "Sie sind ein persönliches Medium" // von Katharina Brunner

My Podcast Set I (Bild: Patrick Breitenbach, [CC BY 2.0], via Flickr)

Wenige Minuten, bevor sich die Tech-Community diese Woche über die chinesische Übersetzerin im Livestream des Apple-Events echauffieren konnte, hat der Blogger Marcel Weiß auf seinem Blog Neunetz.com verkündet: "Ich starte heute ein neues Podcast-Netzwerk". Der Satz stand am Ende einer Lobeshymne auf Podcasts: "Im Grunde verhilft die Mischung aus Podcast und Smartphone dem Talkradioformat zu einem neuen goldenen Zeitalter."

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Merle Miller“Jugend hackt” – Camp für programmierbegeisterte Jugendliche

Für ambitionierte Menschen zwischen 12 und 18 Jahren, für die Programmiersprachen schon ein wichtiger Teil der Freizeit sind, findet dieses Wochenende ein dreitägiges Event in Berlin-Mitte statt. // von Merle Miller

Jugend hackt26 (Bild: Open Knowledge Foundation Deutschland, [CC BY 2.0], via Flickr)

Bei "Jugend hackt" handelt es sich um ein sogenanntes Hackathon, eine Veranstaltung für junge Programmierer und Designer, bei der sie - meistens in einem Team - innerhalb eines begrenzten Zeitraums Ideen für Softwareprojekte entwickeln und umsetzen. Die Jugendlichen können hierbei entweder selbst Projektideen mitbringen oder sich aus einem Pool von offenen Daten inspirieren lassen. Diese werden dieses Jahr aus den Bereichen Gesundheit, Verkehr oder Migration und Asyl bereitgestellt. Ziel der Veranstaltung ist, mithilfe offener Daten gemeinsam Apps, Visualisierungen und Anderes aus den Bereichen Schule und Bildung sowie Freizeit und Umwelt zu erschaffen. Am Ende des Hackathons werden schließlich die Projekte vorgestellt und die spannendsten Ideen prämiert. [Mehr]


Björn RohlesBig Data: Mit Umsicht zum Anticipatory Web

Big Data verspricht treffende Vorhersagen über das zukünftige Verhalten von Nutzern und Käufern. Birgt dies nicht das Risiko, Stereotypen zu zementieren? // von Björn Rohles

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Aus Bewegungsmustern den richtigen Ort für eine neue Filiale erschließen, Vorhersagen über die Veränderungen von Kundenwünschen treffen, auf Knopfdruck das Meinungsbild in der Bevölkerung ermitteln – die Ergebnisse, die sich mit Big Data erzielen lassen, sind beeindruckend und versprechen die Ankunft des Anticipatory Web. Big Data ist jedoch nicht vor Fehlern sicher: Ohne eine repräsentative Datenbasis und kritisches Hinterfragen riskiert sie Stereotypen und unsaubere Antworten.

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Merle MillerJimdo startet Mitte September einen Pop-up-Store in Hamburg

Mit einfachem Klicken und Schieben der Maus können bei Jimdo ohne jegliche Programmierkenntnisse professionelle und moderne Webseiten erstellt werden. Nun eröffnet das Homepagebaukasten-Unternehmen seinen ersten Pop-up-Store in Hamburg. // von Merle Miller

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Zunächst einmal: Was ist eigentlich ein Pop-up-Store? Dabei handelt es sich sozusagen um ein temporäres Geschäft, das irgendwo - häufig in abgelegenen Gebäuden – eröffnet wird und dann nur für kurze Zeit seine Produkte anbietet. Wie die Pop-up-Fenster, die beim Surfen im Web plötzlich an einer der vier Ecken oder inmitten des Bildschirms auftauchen und irgendetwas anpreisen möchten. Nur eben glücklicherweise nicht in aufdringlicher Manier.

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Tobias Gillen“Das Meme Journal” – Journalismus mal anders

Wie bekommt man Nachrichten an den jungen Konsument? Karsten Schmehl und Duygu Gezen haben eine Idee: Das "Meme Journal". // von Tobias Gillen

Memes im Journalismus

Der Journalismus hat ein großes Problem: Die jungen Leute. Denn die sind auf den herkömmlichen Wege, nämlich durch das Kaufen einer Printzeitung am Kiosk, kaum mehr für Nachrichten zu begeistern. Und auch der Altersschnitt der Tagesschau dürften kaum ein anderes Bild zeigen. Grund genug also, sich um die Zukunft von Nachrichten Gedanken zu machen und zu überlegen, wie man junge Menschen für wichtige News begeistern kann.

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Juliane WiedemeierFünf weitere Dinge, die ich an Lokalzeitungen nie verstehen werde

Der Lokaljournalismus in Deutschland scheint seine eigenen Gesetze zu haben, doch nicht alle sind verständlich. // von Juliane Wiedemeier

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Es gibt gute Nachrichten: ich bin diesen Sommer schon wieder quer durch Deutschland gefahren und nicht etwa mit leeren Händen zurück nach Berlin gekehrt, sondern mit fünf weitere Dingen im Gepäck, die ich an Lokalzeitungen nie verstehen werden.

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David Plotz76 Wege, um mit digitalen Medien Geld zu verdienen

Mit dem Medienwandel haben sich auch die Möglichkeiten des Geld verdienen im Journalismus verändert – sie haben sich vervielfacht. // von David Plotz

Wie kann man Geld im Journalismus verdienen?

Auf ziemlich die gleiche Weise, auf die ich meine Großmutter ausfragte, wie sie die Große Depression überlebt hatte, fragte mich kürzlich ein jüngerer Arbeitskollege, wie Journalismus in den 1990ern gewesen ist (wir starteten "Slate" in 1996). Als ich anfing, darüber zu reden, merkte ich, dass sich der Journalismus selbst nicht viel verändert hat – blah blah, Social Media, blah blah, Interaktivitäten, blah blah, Lange Form – aber was sich geändert hat, ist das Geld. Es gab keines. Nun gibt es sehr viel.

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Anna-Maria LandgrafDresdner Startup CoinBau entwickelt Bitcoin-Hardware

Das Dresdner Startup CoinBau setzt auf das "Mining" von Bitcoins. In spätestens zwei Jahren soll das Unternehmen 15 Prozent der weltweit berechneten Bitcoins schürfen. Ein lukratives Vorhaben mit hohem Risiko. // von Anna Maria Landgraf

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Die Herstellung von Bitcoins kostet Energie. Und zwar oft mehr, als die Währung eigentlich wert ist. Ein Minusgeschäft also? Zwar nicht immer, aber immer riskant. Das Dresdner Start Up CoinBau will dem mit ihren hoch entwickelten ASICs entgegen wirken: ein Chip, der doppelt so schnell ist wie der bislang schnellste Hochleistungsrechner. Doch um das zu realisieren, braucht die Firma Geld.

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Tobias SchwarzMehr Qualität statt mehr Abhängigkeit, liebe Medien!

Die Unabhängigkeit gegenüber sozialen Netzwerken wie Facebook wird für Medien immer relevanter, doch das Problem wird noch zu oft verkannt. // von Tobias Schwarz

Medien machen sich zu Abhängig von Facebook & Co.

Das für seine viralen Gerüchte bekannte Blog Gawker hat im Juli eine Erfahrung gemacht, die viele Medien seit Dezember 2013 immer mal wieder durchmachen mussten: Facebook gibt und Facebook nimmt. Letzteres wird schmerzlich gespürt, wenn sich Medien zu abhängig von sozialen Netzwerken machen. Auch wir haben diese Erfahrungen gemacht, allerdings ohne Schaden. In unserer Selbstbetrachtung sehen wir unseren Ruf als Marke für den Hauptgrund der Unabhängigkeit. Eine Lektion für andere Medien?

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Merle MillerDr. Jan Kurz über die Probleme der Digitalisierung

Noch bis zum 15.9.2014 läuft der Wettbewerb "Wir versilbern das Netz", initiiert von Dr. Jan Kurz und Dagmar Hirche, um Lösungen für Menschen zu finden, die noch nicht den Weg in die digitale Welt gewagt haben. // von Merle Miller

Jan Kurz, Dagmar Hirche, Maxi Arland

Das Internet wird immer mehr zu einem großen Bestandteil des Alltags und für jeden ist es schon fast selbstverständlich, mindestens ein Smartphone zu besitzen. Leider wird dabei aber gerne vergessen, dass zum Beispiel die Generation 65+ technisch nicht so versiert ist wie die meisten heutzutage und so aufgrund ihres fehlenden Know-Hows stärker von der Außenwelt abgeschirmt wird. Mit Dr. Jan Kurz, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins "Wege aus der Einsamkeit e.V." sprachen wir darüber, was dies für die Gesellschaft bedeutet und wie man insbesondere ältere Menschen bei den Herausforderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, unterstützen kann.

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Tobias GillenSpezielle Top-Level-Domains: Wie .tv-Domains reich machen

Der Boom sogenannter Medien-Domains hat längst begonnen – und spiegelt eine interessante Entwicklung im Internet wider. // von Tobias Gillen

Briefmarke aus Tuvalo mit der eigenen Top-Level-Domain

Amazon kauft Twitch.tv für eine knappe Milliarde US-Dollar ein – und schnappt den Zocker-Streaming-Dienst damit Google vor der Nase weg, die ebenfalls Interesse gehabt haben sollen. Twitch.tv ist ein gutes Beispiel für den Wandel der Medienwelt. Nicht nur, dass inzwischen teils mehr Leute Videos davon schauen, wie andere Leute Spiele spielen als so mancher Fernsehsender zur Primetime Quote hat – nein, auch die Domain steht für eine spannende Entwicklung.

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Merle MillerLaunch der Top-Level-Domain .hamburg am 27.8.

Gestern war der lang herbeigesehnte Tag da: Die Top-Level-Domain .hamburg ging mit großem Getöse online. Damit können nun auch Unternehmen und Bürger der Metropolregion ihrer lokalen Identität Ausdruck verleihen. // von Merle Miller

Domainvergabe (Bild: Merle Miller)

Der Termin für den Launch stand ganz genau fest und wurde in den Wochen zuvor eifrig in etlichen Pressemitteilungen und Einladungen kundgegeben. Am 27. August 2014 um Punkt 11:00 Uhr sollte der offizielle Startschuss für .hamburg (ausgesprochen: Punkt Hamburg) fallen. Und dieser wurde auch von niemand Geringerem als Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz sowie Oliver Süme, dem Geschäftsführer von Hamburg Top-Level-Domain GmbH, die .hamburg betreibt, komplettiert. Die neue Top-Level-Domain soll kurze, prägnante Adressen ermöglichen, so die Auffindbarkeit im World Wide Web steigern und die Identifikation mit der Hansestadt unterstreichen. Zusätzlich wird natürlich auch der Namensraum expandiert, sodass Firmen und Privatpersonen sich bei der Domainregistrierung nicht mehr auf kreative Wortspiele verlassen und sich mit weniger originellen Namen zufrieden geben müssen. [Mehr]


Gunnar SohnWarum ist Unternehmenskommunikation so langweilig?

Immer mehr Firmen setzen auf eigene Blogs. Wenn sie ihren Mitarbeitern aber keinen Spielraum erlauben, lässt das Ergebnis zu wünschen übrig. // von Gunnar Sohn

sweet, sweet honey (Bild: Peter Shanks [CC BY 2.0], via Flickr)

Viele Unternehmen haben heute einen Blog, aber kaum Kommunikation, beklagt der Berater Christian Henne. Gleiches gilt für die Präsenzen auf Facebook oder Google Plus. Abschalten wäre die naheliegende Entscheidung, wenn nicht die meisten Organisationen einen Gesichtsverlust fürchten würden. Man könnte es allerdings auch mit einer anderen Kommunikationskultur versuchen:

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Tobias SchwarzArte+7: Journalismus von morgen – die virtuelle Feder

Eine interessante Dokumentation auf Arte widmet sich dem Medienwandel der Zeitungsbranche und sucht dabei nach dem virtuellen Journalismus von morgen. // von Tobias Schwarz

Zeitung lesen (Bild: Everjean [CC BY 2.0], via Flickr)

In den nächsten sieben Tagen in der Mediathek und am 9. September noch einmal auf Arte im Fernsehen, kann man den sehenswerten Longview von den Autoren Philippe Kieffer, Pierre-Olivier François und Marie-Éve Chamard, quasi das Pendant zum immer beliebter werdenden Longread, noch einmal sehen. Und es lohnt sich, denn dem Autoren-Trio ist ein sehr unterhaltsamer Film gelungen, der erfrischenderweise weder das Alte glorifiziert, noch das Neue diskreditiert.

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