Alle Beiträge zu Markt

Lieferheld, Lieferando & Co.: Die Ökonomie der Online-Lieferdienste

Kitty vegan pizza surprise (and by surprise, I mean anchovies) (adapted) (Image by Lisa Brewster [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Delivery Hero hat für knapp 300 Millionen Euro Pizza.de übernommen: Ein Blick auf die wirtschaftlichen Grundlagen der Online-Lieferdienste. Platz Eins: Delivery Hero. Platz Sechs: Takeaway.com. Als der Blog tech.eu Anfang August eine Rangliste der größten Finanzierungsrunden in Europa dieses Jahres veröffentlichte, waren gleich zwei Plattformen für Online-Lieferdienste vertreten. Verwendet haben beide [...]
Weiterlesen »

Amazon lässt die Muskeln spielen

Etech05: Jeff (adapted) (Image by James Duncan Davidson [CC BY 2.0] via Flickr)
Erst traf es Time Warner und Hachette, Amazon will die Anbieter zu Preisnachlässen zwingen. Nun sind ausgerechnet keine Vorbestellungen mehr von Disney-Neuerscheinungen möglich. Der Marktführer beim Online-Vertrieb von Büchern, E-Books, Musik-CDs und Spielfilmen lässt in den USA erneut seine Muskeln spielen. Fast kein neuer Disney-Titel kann mehr bei Amazon vorbestellt [...]
Weiterlesen »

Werbung im Internet

Die Online-Werber führen einen Krieg gegen die Internet-Nutzer, die sie als reines Klickvieh sehen. Woher kommt der Hass auf die Onlinewerbung, fragt sich Unternehmensberater Nicolas Clasen im brandeins-Streitgespräch mit Stephan Noller, Gründer und Vorstandsvorsitzender des Targeting-Spezialisten Nugg.ad. Die meisten Banner seien hässlich und nervig. Das habe nichts mit der Anmutung einer Print-Anzeige zu tun und auch nicht mit dem Humor eines Werbespots. „Diese Banner sind einfach nur belästigend, weil nicht verstanden wurde, wie Werbung wirkt. Das liegt auch daran, dass die besten Werbeleute immer noch für Print und TV arbeiten.“

Nun gibt es sicherlich auch bei klassischen Werbekampagnen unglaublich viel Schrott. Aber die kleine Spitze gegen die SEO-Targeting-Lead-Mailingattacken-Stalking-Fraktion reichte schon aus, um dem Online-Werber Noller so einiges zu entlocken, was er in Kundengesprächen wohl nicht vom Stapel lässt.

Werbung müsse eigentlich gar keinen Spaß machen: „Die viel größere Aufgabe von Werbung ist, Bedürfnisse zu wecken. Die Leute zu überzeugen und, ja, auch zu nerven„, so das freimütige Bekenntnis des Agenturchefs. Kein Werbetreibender mache sich Illusionen darüber, ob sich ein Nutzer darüber freut, wenn das, was er eigentlich sehen will, unterbrochen wird – und sei die Werbung noch so toll gemacht. Und jetzt kommt der Hammer-Satz, der wohl noch lange die Gemüter erhitzen wird: „In einer Marktwirtschaft ist Werbung nun einmal kein Freund des Konsumenten. Die nüchterne Funktion von Werbung ist es, zu verkaufen. Es gibt in unserer Branche eine Reihe kluger Köpfe, die sagen: ,Wir brauchen Formate, die noch stärker unterbrechen. Nur dann wird es zum Beispiel gelingen, hochwertige redaktionelle Inhalte im Netz über Werbung zu refinanzieren.‘“

Nudelweisheiten mit Nudelzahlen

In einer Marktwirtschaft ist also die Berieselungswerbung der Feind des Kunden, um irgendetwas anderes damit finanzieren zu können? Der Internetnutzer als ziemlich dümmliches Klickvieh muss einfach verstehen, dass es überhaupt nicht um seine Interessen oder Belange geht. Die klugen Köpfe der Online-Werbung halten uns anscheinend für geistig umnachtete Netzsurfer, die froh sein müssen, überhaupt Angebote im Internet nutzen zu können. Lustig wird es, wenn solche Nervensägen dann auch noch Siegeshymnen über ihre gelungenen Feindattacken anstimmen. Da hat die Agentur von Noller doch die Markteinführung einer Nudelmarke in Dänemark begleitet. Zum Einsatz kamen „gut gemachte“ Banner auf „qualitativ hochwertigen“ Websites. Und das Ergebnis waren Schlangen vor den Supermärkten!!!!!!?

Die Marktforschung habe dann gezeigt, dass Markenbekanntheit, Erinnerungseffekte und Sympathiewerte stark nach oben gegangen seien. Was früher Medizinmänner, Hohepriester und Hofnarren erledigten, scheint heute das Metier von digitalen Nudelverkäufern zu sein. Nudel-Supermarktschlangen sind mir bei meinen samstäglichen Einkäufen bislang nicht untergekommen. Vielleicht besuche ich die falschen Läden. Zudem gibt es in Bonn-Duisdorf keine dänischen Supermärkte. Faszinierend sind immer wieder die zirkusreifen Aufführungen mit „empirischen“ Erhebungen, die sich nur schwer überprüfen lassen.

Auch die Konkurrenz hat gute Nudelwerte

Man könnte die einschlägig bekannten Marktforschungsinstrumente auch als Malen nach Zahlen bezeichnen: In der Werbewirtschaft produzieren Auftraggeber und Auftragnehmer hübsche Datenberge, um die eigene Existenzberechtigung abzusichern. Befragungen von Testteilnehmern, Reichweiten, Werbeträger-Analysen, Monitoring, Targeting und sonstige Zahlenspielchen bringen rein zufällig genau das, was beide Seiten glücklich macht und fette Budgets absichert. Häufig haben die Konkurrenzunternehmen sogar die gleichen Nudelwerte über die Durchschlagskraft von Werbung. Was sich Online und Offline abspielt, ist arrogantes und anmaßendes Vertriebsdenken – ohne Rücksicht auf Verluste. Und die Verluste treten ja schon ein, wenn man sieht, mit welchen Gegenmaßnahmen Internetnutzer reagieren, um den Nervpegel der Online-Werber zu reduzieren.

Wirkung ohne Ruhmsucht

Wir sollten uns generell im Netz-Diskurs von der Sucht nach Aufmerksamkeit verabschieden, um aus dem Erbsenzählermodus rauszukommen. Wie wäre es mit der Kategorie „Wirksamkeit“, die der Philosoph François Jullien in einem Merve-Band so schön ausgebreitet hat? Da könnten Noller und die liebwertesten Gichtlinge seiner Branche dann ein wenig bei Laozi in die Schule gehen und über folgende Sätze sinnieren: „Wer sich erhöht, ist nicht zu sehen. Wer sich selber rühmt, hat kein Verdienst. Wer sich selber verherrlicht, hat keine Dauer.“ Oder anders ausgedrückt: Da die Größe selbstgeschaffen ist, bleibt sie klein. Der Weise ist in der Lage, seine Größe entstehen zu lassen.

Man sollte sich auf die reine Wirkung beschränken – ohne anmaßend zu sein, ohne Ruhmsucht und ohne zu prahlen. „Die Wirkung soll ausschließlich als Resultat der Situation erscheinen und sich in ihrem Zusammenhang abspielen …„, schreibt Jullien. Die Wirkung sollte sich als Resultat ergeben, sie gehört zur Ordnung der Konsequenz und nicht der Planung. Es wäre ja schon ein Schritt nach vorne, den Empfehlungen von Clasen zu folgen: „Ich hätte gerne Werbung, die mich möglichst interessiert, in einer Dosis, die nicht nervt, in einem Format, das ich notfalls ignorieren kann, wenn ich das möchte. Also ein Video, das ich wegklicken kann, und eine Anzeige, die mich nicht beim Lesen eines Artikels stört.

Eigentlich nichts Besonderes. Für die Schreihälse der Online-Werbung wohl eine Zumutung.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf The European.

 

Weiterlesen »

Mit Social Media aus dem (Anzeigen-)Blätterdickicht

paper boy (adapted) (Image by olle svensson [CC BY 2.0] via Flickr)
Totgesagte leben bekanntlich länger. Wie Social Media-Kanäle den kränkelnden Print-Markt wiederbeleben können. Die Printmedien haben die letzten Jahre stark an Einfluss und Vitalität verloren. Die riesige Konkurrenz aus dem Netz und eine veränderte Einstellung der Leserschaft zur Informationsbeschaffung ließen viele bekannte Titel aus den Zeitungsregalen verschwinden. Während die großen Verlage [...]
Weiterlesen »

Uber sucht guten PR-Strategen

Uber steht vor großen Herausforderungen. Die Taxibranche ist ein mächtiger Gegner – da sind gute PR-Strategen gefragt, die gegen viele Kritiker ankämpfen müssen. // von Anna Maria Landgraf Uber CEO Travis Kalanick sucht derzeit einen renommierten Kommunikations- und PR-Strategen, um den Kampf gegen die große Taxibranche zu gewinnen. Kalanick hat [...]
Weiterlesen »

Crowdfunding ist (Zuhause) angekommen

Untitled (adapted) (Image by c_ambler [CC BY 2.0] via Flickr)
Mittlerweile hat sich Crowdfunding zu einer ernstzunehmenden Art der weltweiten Projektfinanzierung entwickelt und viele neue und regionale Crowdfunding-Angebote entstehen. Nordstarter, Mashup-Finance, Crowdnine, Dresdner-Durchstarter, BerlinCrowd. Fünf Crowdfunding und Investing Plattformen die sich auf die Unterstützung regionaler Ideen spezialisiert haben. Selbst Sparkassen bieten nun eine einfache Finanzierungsbeteiligung an der Instandsetzung des maroden [...]
Weiterlesen »

Wenn der Algorithmus den Job vermittelt

Business Baby Pointing (adapted) (Image by Paul Inkles [CC BY 2.0] via Flickr)
Als die Gründer einer Agentur merkten, dass beim Employer Branding und der Personalvermittlung ohne Computerunterstützung kein Wachstum mehr möglich war, starteten sie Talents Connect. Das ist so etwas wie eine Singlebörse für Arbeitnehmer und Unternehmen mit Echtzeitalgorithmus. Als das französische Schlagersternchen France Gall Ende der 60er Jahre sang, dass ihr [...]
Weiterlesen »

Native Advertising: Yahoos Stream Ads auch in Deutschland

Ab sofort bietet Yahoo das Native Advertising-Format Stream Ads auch in Deutschland an. Neuer Zündstoff in der Diskussion um Paid Content? Neben Display- und Search-Advertising bietet Yahoo mit den Stream Ads seinen Werbekunden nun auch in Deutschland ein Natives Advertising-Werbeformat an. Die neuen Stream Ads werden dabei automatisch für Smartphone, Tablet und Desktop optimiert ausgeliefert. Werbekunden solle so laut Yahoo ihre Zielgruppen einfach und effizient über verschiedene Endgeräte hinweg erreichen. Doch den Lesern dürfte nicht immer klar sein, was Werbung und was Content ist.

Yahoo startet Stream Ads in Deutschland

Mit den bereits vergangenen Herbst in den USA gestartetem Native Advertising-Format Stream Ads geht Yahoo den von Marissa Mayer eingeschlagenen Weg in die mobile Zukunft des Unternehmens auch im Werbebereich konsequent weiter. Die Stream Ads werden „nativ direkt und nahtlos in das Content-Umfeld“ auf der Yahoo Startseite eingebaut, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung heute bekannt gab. Desweiteren ist geplant, dass die Werbung auch „in Yahoo Mail und den entsprechenden Apps integriert“ wird. Weitere redaktionelle Umfelder sollen folgen.

Mit dem Relaunch der Yahoo-Startseite im letzten Jahr haben wir die optimalen Voraussetzungen für die Einbettung nativer Werbeformate geschaffen. Die Yahoo Stream Ads sind eine zeitgemäße, content-basierte Werbeform, die ganz klar auch der zunehmenden mobilen Internetnutzung Rechnung trägt und unser Vermarktungsportfolio perfekt ergänzt„, kommentiert Steffen Hopf, Managing Director und Country Commercial Director Yahoo Deutschland. Doch was Hopf als „content-basierte Werbeform“ betarchtet, unterscheidet sich im Contentstream kaum noch von redaktionellen Inhalten.

Für Angela Courtin, Präsidentin der Kommunikationsagentur Aegis Media, ist diese Webeform deshalb auch weniger „native“ als vielmehr kontextuell, wie sie gegenüber Digiday klarstellt: „Ich zögere diese Werbeformen als nativ zu bezeichnen; ich denke sie sind kontextuell„, also im Zusammenhang stehend zu den anderen Inhalten auf einer Seite.

Was ist Werbung und was noch Journalismus?

Und das macht den Erfolg von Stream Ads aus. Leser einer Seite klicken häufiger auf die Werbung, wenn sie zwischen den Artikeln im gleichen Design wie die journalistischen Werke dargestellt werden, als auf Bannerwerbung an den Rändern einer Seite. In dieser Erfolgsstrategie liegt aber auch die größte Gefahr für Yahoo. Manche Leser könnten sich getäuscht sehen, wenn ihnen Werbung für Journalismus vorgemacht wird und sollte es Yahoo nicht gelingen, populäre Marken mit kreativer Werbung für dieses Werbeformat zu gewinnen, könnten die Nutzer den Yahoo-Diensten den Rücken kehren. Wir konsumieren zwar immer lieber Werbung, aber dazu muss sie auch unterhaltsam sein.

Für Henrique de Castro, der bis Anfang des Jahres für das Werbegeschäft bei Yahoo zuständig war, muss deshalb auch bei der Industrie ein Umdenken einsetzen. „Die Industrie erkennt jetzt, dass Content und Kontext wichtig sind„. Er bezeichnete das als „Partnerschaft von Display und Native Display„.

Aktuelle Yahoo-Werbewirkungsstudien zeigen, dass Stream Ads bis zu siebenfach höhere Click-Through-Raten als herkömmliche Display-Kampagnen erreichen. Wie zufrieden die Nutzer damit sind und ob sie tatsächlich Werbung sehen wollten, geben die Studien aber nicht bekannt. In Deutschland, in der jegliche Form von Paid Content und Native Advertising oft sehr kritisch gesehen wird, bleibt abzuwarten, ob Yahoo hierzulande auch Erfolg mit diesem Werbeformat haben wird.


 


Weiterlesen »

Amazons Hardware-Strategie: Gib’ ihnen Kindle, verkauf’ Ihnen E-Books

Bei Shell-Tankstellen soll es den Kindle Paperwhite mit einem Rabatt von über 100 Euro geben. Der Kampfpreis steht exemplarisch für Amazons Hardware-Strategie. Auf diversen Schnäppchenjäger-Blogs ist es eine Meldung wert: Im Mai soll es einen Kindle Paperwhite für umgerechnet zehn Tafeln Schokolade gaben. Das Treuepunkteprogramm Clubsmart des Mineralölkonzerns Shell bietet für 999 Punkte das im Moment neueste Modell des E-Book-Readers. Und diese knapp 1000 Punkte bekommen Kunden nicht nur durch tanken, sondern auch indem sie zehn Tafeln Ritter Sport Schokolade kaufen: Einen Kindle für unter 15 Euro. Dieser Kampfpreis zeigt einmal mehr die Strategie Amazons: möglichst viele Kunden gewinnen.

Schon die regulären Preise für die Kindle-Geräte sind relativ gering: 129 Euro kostet der Paperwhite. Das Einsteigermodell der vollwertigen Tablets, der Kindle Fire HD, ist für den gleichen Preis zu bekommen. Das Analyse-Institut IHS geht davon aus, dass Amazon den ersten Kindle Fire unter Herstellungskosten verkaufte. 207 US-Dollar sollen Produktion, Lizenzen und Software zusammen kosten, für 199 US-Dollar konnten Kunden das Gerät erwerben. „Wir verkaufen Hardware zu unseren Kosten, wir liegen also am Break-Even„, sagte Amazon-Chef Jeff Bezos im Oktober 2012 der britischen BBC. Eine klare Aussage: Gewinn macht Amazon mit den Geräten nicht.

Amazon kennt das Geschäft mit geringen Margen

Denn egal ob E-Book-Reader oder Tablet: Günstige Hardware soll Kundenwachstum garantieren, auch wenn das Unternehmen zu Beginn sogar draufzahlen muss. Gewinn ist erst mittel- bis langfristig geplant. Wie beim E-Commerce-Bereich hat dieses Geschäft geringe Margen, Geld wird über die Masse gemacht. Und dafür müssen die E-Book-Reader in so viele Taschen wie möglich.

Verkauft werden sollen E-Books, Musik, Filme, Apps – kurz: digitale Güter.

Und damit die Kunden das so viel wie möglich tun, versucht Amazon einen sogenannten Lock-in-Effekt zu generieren: Das Grundprodukt ist günstig, Einnahmen sollen über die Folgekosten für die Kunden gemacht werden. Wer einen Kindle hat, kauft sich sehr wahrscheinlich seine E-Books auch bei Amazon. Indem die Wechselkosten – anderes Gerät, neuer Account, geringeres Angebot bei Konkurrenten – auf ein anderes System möglichst hoch sind, entsteht mit den Kindle-Produkten eine Plattforme mit genau diesem Lock-in-Effekt.

Die hohen Wechselkosten sind die Kehrseite des relativ günstigigen Einstiegspreises. Als Erfinder dieser Strategie gilt der Gründer des Rasiererherstellers Gillette, King C. Gillette. Ihm wird der Spruch “Gib’ ihnen Rasierer, verkauf’ ihnen Klingen” zugeschrieben. Diese Herangehensweise heißt deshalb auch „Razor and Blade“. Auf Amazon gemünzt: Gib’ ihnen Kindle, verkauf’ Ihnen E-Books.

Kindle-Kunden geben mehr Geld bei Amazon aus

Und die Zahlen geben Amazon bisher recht: Die Marktforschungsfirma Consumer Intelligence Research Partners hat im Dezember letzten Jahres die Ausgaben bei Amazon von Kindle-Besitzern und Kunden ohne Kindle verglichen. Das Ergebnis: Kunden mit Kindle geben geschätzt über 440 US-Dollar mehr pro Jahr aus.

Womöglich steht die Aktion, für unter 15 Euro einen Kindle Paperwhite zu bekommen, in Zusammenhang mit dem Nachfolger-Modell des Geräts. Der neue Paperwhite mit dem Namen Kindle Ice Wine soll noch im zweiten Quartal 2014 erscheinen, also spätestens bis zum Mai. Wahrscheinlich zahlt auch Shell trotz der Annahme günstiger Konditionen drauf. Aber Shell will schließlich dasselbe wie Amazon: Mit einem Treue-Programm Kunden an sich binden.

Das Geschäftsmodell Amazons ist es nicht, als Produzent für Hardware Umsatz zu generieren, sondern es versteht sich als reines Dienstleistungsunternehmen – im Gegensatz zu Apple. Das Augenmerk von Apple liegt – neben digitalen Gütern im App-Store und iTunes – auf Premium-Produkte mit Premium-Preisen. Zum Vergleich: Im Programm von Shell kann man sich auch ein iPad holen. Dafür muss man 44.999 Treuepunkte vorweisen – 44.000 mehr als beim Kindle. Das sind 440 Tafeln Schokolade.


 


Weiterlesen »

ShortRead: Indiegogo eröffnet ein Büro in Berlin

Der US-Crowdfunding-Dienst Indiegogo wird demnächst ein Büro in Berlin eröffnen, von wo sich um das Marketing für den deutschen Markt gekümmert werden soll. // von Tobias Schwarz

Liz Wald

Gegenüber Heise Online hat Liz Wald, zuständig für das internationale Geschäft von Indiegogo, die Eröffnung eines Berliner Büros für den deutschen Markt angekündigt. Das meldet der Nachrichtenticker des Heise-Zeitschriften-Verlags. Das Berliner Büro ist die erste Niederlassung außerhalb der USA, denn bisher kamen nur 30 Prozent der Kampagnen nicht aus den USA. Die laut eigenen Angaben größte Crowdfunding-Plattform hat sich bewusst für Berlin entschieden, wie Wald erklärt: „In Deutschland hat Berlin als Standort die Nase klar vorn„. Damit bekommen Kickstarter und der deutsche Anbieter Startnext namhafte Konkurrenz.

Weiterlesen »

Klassik trifft Tech-Revoluzzer

Technologie (Bild: Gunnar Sohn)
Unser Wirtschaftssystem ist satt. Glücklicherweise gibt es kleine Störenfriede, die den alten Säcken auf die Nerven gehen und sie herausfordern. // von Gunnar Sohn Klassik trifft Tech-Revoluzzer, so habe ich das Konzept der diesjährigen CeBIT auf einen Nenner gebracht, um vom Image einer langweiligen IT-Computermesse herunterzukommen, die seit Jahrzehnten das [...]
Weiterlesen »

Crowdfunding und der Erfolgsdruck

Veronica Mars (adapted) (Image by vagueonthehow [CC BY 2.0] via Flickr)
Projekte, die auf Crowdfunding setzen, sind eine Art Überraschungsei: Erst zahlen, dann auspacken. Wer die Erwartungen nicht erfüllt, der darf sich auf einen Kritikhagel gefasst machen. Eine erfolgreiche Serie zu verfilmen ist kein ungewöhnlicher Vorgang; die Serienfans an der Finanzierung des Films zu beteiligen allerdings schon. Veronica Mars-Produzent Rob Thomas [...]
Weiterlesen »

Content Marketing – Bedrohung oder Chance traditioneller Medien?

content-marketing-word-cloud (adapted) (Image by DigitalRalph [CC BY 2.0] via Flickr)
Immer mehr Marken entdecken das Publizieren für sich und werden Konkurrenten traditioneller Medien, denn Content Marketing wird immer wichtiger, um die eigene Kundschaft zu unterhalten. Content Marketing ist eine Marketing-Technik, mit der Markenunternehmen ihre eigene Kundschaft gezielt und informativ ansprechen können, um von der eigenen Marke zu überzeugen, aber auch [...]
Weiterlesen »

Globaler Erfolg für europäische Startups – Lokalisierung als Sprungbrett

Grundvoraussetzung für internationalen Erfolg ist sprachliche Weitsicht – besonders Startups sollten den Faktor Lokalisierung beachten. // von Helmut Juskewycz Amerikanische Startups haben nach Produktlaunch meist schon einen Milliardenmarkt vor sich ohne eine Sekunde an Mehrsprachigkeit denken zu müssen. Deutsche Startups veröffentlichen ihre Produkte meistens erst auf Englisch (und übersetzen selbst [...]
Weiterlesen »

eBay Kollektionen: Der Marktplatz erhält Schaufenster

Mit der Einführung der sogenannten eBay Kollektionen will das Online-Auktionshaus das Einkaufserlebnis nicht nur inspirativer, sondern auch sozialer gestalten. // von Daniel Kuhn eBay ist längst kein reines Auktionshaus mehr – seit einigen Jahren versucht das Unternehmen den Status als Marktplatz auszubauen. Nun fügt eBay mit den Kollektionen eine neue, [...]
Weiterlesen »

11. Berliner Hinterhofgespräch: Bitcoins

Bitcoin, bitcoin coin, physical bitcoin, bitcoin photo (adapted) (Image by Antana [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Im 11. Berliner Hinterhofgespräch von Politik-Digital.de und Netzpiloten geht es um Bitcoins – Community-Währung oder Zahlungsmittel der Zukunft? Als 2008 die Idee einer elektronischen Währung namens „Bitcoin“ vorgestellt wurde, hatte die Finanzkrise noch nicht ganz die globale Öffentlichkeit erreicht. Spätestens seit ihrem vollständigen Ausbruch im Jahr 2009 kommen aber Zentralbanken [...]
Weiterlesen »

ShortRead: Amazon Fresh bald auch in Deutschland?

Amazon Fresh (adapted) (Image by Atomic Taco [CC BY SA], via flickr)
Laut Informationen der BILD-„Zeitung“ plant der US-Versandhändler Amazon auch in Deutschland mit dem Dienst Amazon Fresh frische Lebensmittel online zu verkaufen und auszuliefern. Unter Berufung auf Insiderinformationen meldet die BILD-„Zeitung“, dass der in den USA bereits im Jahr 2007 gestartete Lebensmittel-Lieferservice „Amazon Fresh“ spätestens im September auch in Deutschland aktiv [...]
Weiterlesen »

Inside Bitcoins – Wie steht es um die virtuelle Währung?

Bitcoins (Bild: Antana [CC BY-SA 2.0], via Flickr)
Goldgräberstimmung herrschte auf der „Inside Bitcoins“ Konferenz in Berlin und das trotz einiger Vorkommnisse, die den Bitcoin-Kurs derzeit in den Keller treiben. // von Markus Okur Der Tenor der Teilnehmer der “Inside Bitcoins” Konferenz , die vom 12. bis 13. Februar 2014 in Berlin stattfand, war einhellig: Bitcoins sind das [...]
Weiterlesen »

Interview mit Florian Gmeinwieser über SoLoMo

Marketing setzt auf drei Silben: „SoLoMo“ soll Werbung in die mobile Lebenswelt bringen. Florian Gmeinwieser kennt sich damit aus. // von Katharina Brunner

Nico Lumma

Wenn unser Leben mobil wird, will es auch das Marketing werden. Um sich dafür zu wappnen, baut die Werbeindustrie auf drei Silben wie aus einem Singspiel im Kindergarten. Florian Gmeinwieser, Betriebswirt und Geschäftsleiter der Werbeagentur Serviceplan, wird auf der Local Web Conference zusammen mit Gregor Fellner über „SoLoMo“ sprechen, denn Geocookies und Lokalisierungstechnologien verändern nicht nur Anwendungen, sondern auch das mobile Marketing. Mittels ortsbezogener Angebote, Coupons oder Werbeeinblendungen lässt sich die Kundenbeziehung verbessern. Die Optimierung von Marketingmaßnahmen für die Nutzung auf Smartphones und Tablets mit Berücksichtigung des Ortsbezugs ist heute Pflicht. Bei den Netzpiloten erklärt er einen Tag vor dem Kongress in Nürnberg, was uns bei sozialem, lokalem und mobilem Marketing erwartet.

Weiterlesen »

Weiterlesen »

E-Commerce: Weltbank investiert in Rocket Internet

Die Weltbank entdeckt den E-Commerce in Entwicklungsländern: mit Lamoda und Dafiti profitieren zwei Firmen des Risikokapitalgebers Rocket Internet der Samwer-Brüder davon. 52 kunterbunte Logos prangen auf der Webseite von Rocket Internet, ein paar von ihnen verdecken auf der Startseite die halbe Erde. Die sogenannten Ventures verkaufen alles von Autos bis Tiernahrung. Unter den vielen auffälligen Logos sind zwei dunkel gehaltene Marken: Lamoda und Dafiti, Kategorie Klamotten. In diese beiden vom Risikokapitalgeber Rocket Internet gegründeten Händler wird die Weltbank investieren. Insgesamt 25 Millionen Euro sollen über die International Finance Corporaton (IFC) die E-Commerce-Unternehmen fließen: „Internetfirmen beschleunigen die Modernisierung der Lieferkette im Handel in Entwicklungsländern, was Konsumausgaben fördert„, heißt es in einer Pressemitteilung des IFC.

Weiterlesen »

Weiterlesen »

ShortRead: Grütters ist für ermäßigte Mehrwertsteuer auf E-Books

Kulturstaatsministerin Monika Grütters will sich dafür einsetzen, dass der reduzierte Mehrwertsteuersatz künftig auch auf E-Books angewandt wird. // von Tobias Schwarz

Monika Grütters

Nach geltendem EU-Recht werden elektronische Bücher, Zeitungen und Zeitschriften als elektronische Dienstleistungen angesehen und müssen mit dem vollen Mehrwertsteuersatz belegt. Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, erklärte dazu in einer Pressemitteilung: „Der reduzierte Mehrwertsteuersatz, der für gedruckte Bücher gilt, muss aus kulturpolitischer Sicht künftig auch auf elektronische Bücher angewandt werden. Nur so können wir im Zeitalter digitaler Technologien die Vielfalt unseres Bücherangebots sichern„. Grütters will sich deshalb innerhalb der Bundesregierung dafür einsetzen, dass das Thema bald auf die EU-Agenda gesetzt wird – ganz im Sinne der Buchhandelsbranche. Die geplante Initiative will sie aber auch nutzen, um sich für die Erhaltung der Buchpreisbindung einzusetzen, wodurch ihrer Meinung nach „die kulturell wichtige Vielfalt der Bücher und Buchhandlungen“ gesichert wird. Doch die 1890 in Deutschland eingeführte Buchpreisbindung wird immer mehr zum Ärgernis, besonders bei Online-Händlern und ihren Kunden. Durch die Preisbindung – die den durch das Internet längst veralteten Auftrag hatte, für eine weite Verbreitung von Information, Bildung und Kunst in Form von Büchern zu sorgen – fehlt es an dringend benötigten Wettbewerbsdruck. Eine Zustand, den zur Zeit besonders der US-amerikanische Online-Händler Amazon zu nutzen weiß und mit weitgehenden Dienstleistungen auch zufriedene Kunden gewinnt.

Weiterlesen »

ShortRead: Online-Händler verzichten auf Retour-Gebühren

Delivery (adapted) (Image by Garry Knight [CC BY 2.0] via Flickr)
Laut einer Meldung der „Welt am Sonntag“ werden auch nach einer Änderung des EU-Rechts die meisten Onlinehändler darauf verzichten, für Retouren von den Kunden eine Gebühr zu verlangen. Ab Juni 2014 erlaubt die neue EU-Verbraucherrechte-Richtlinie, dass Retouren grundsätzlich kostenpflichtig sein können. Die meisten Onlinehändler wollen aber darauf verzichten, Gebühren für [...]
Weiterlesen »

#hydemo: Peerby – das Startup für die Nachbarschaft

Auf der hy! demo präsentierte das Startup Peerby seine Idee der Sharing Economy in Nachbarschaften, in denen sich Menschen nach Dingen fragen, die sie sich ausleihen können. // von Tobias Schwarz Das aus den Niederlanden stammende Startup ermöglicht es Nutzern, innerhalb der Community von Peerby, aktiv nach Gegenständen zu fragen, [...]
Weiterlesen »