Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 27. Mai

In den Lesetipps geht es um die Datenschutz-Lüge, den Erfinder des Passworts, Internet vs. TV, einen kühnen Plan von Google und Gegenwind für Amazon. Ergänzungen erwünscht.

  • ÜBERWACHUNG Zeit Online: Die Datenschutz-Lüge: Geheimdienste und Sicherheitsbehörden lagern immer mehr Überwachungsmaßnahmen an private Unternehmen aus. In einem Gastbeitrag auf Zeit Online fordert der grüne Politiker Malte Spitz, dass die Politik diese unheilvolle Allianz beenden muss. Längst sind europäische Geheimdienste, also auch "unser" BND, Teil einer globalen Überwachungsmaschinerie. Der von Angela Merkel und Sigmar Gabriel nahezu perfektionierte Populismus ist aber keine angemessene Reaktion auf diesen für eine Demokratie nicht hinnehmbare Situation. Die Bundesregierung sollte einmal wirklich etwas gegen Überwachung tun.
  • PASSWORT Wall Street Journal: Man Behind the First Computer Password: Nach dem Heartbleed-Bug haben sich viele Nutzer mit einem in Zeiten von Social Login fast vergessenen Artefakt des Internets auseinandergesetzt: dem Passwort. Für das Wall Street Journal hat Danny Yadron den Erfinder des ersten Computer-Passworts, Fernando Corbató, interviewt. Corbató schreibt seine Passwörter noch heute auf ein Blatt Papier und erklärt im Interview, warum er das erste Passwort erst erfinden musste.
  • INTERNET VS. TV Forbes: Time Warner CEO Says TV is Taking Over The Web: Der TV-Moderator Fareed Zakaria hatte die undankbare Aufgabe seinen sehr weit über ihn stehenden Vorgesetzten Jeff Bewkes, CEO von Time Warner, zu interviewen. Auf die wohl als nette Steilvorlage gedachte Frage, ob denn nicht das Internet das Fernsehen auffrisst, legte Bewkes eine einem Raketenstart gleichende Antwort vor: Das Fernsehen wird das Internet schlucken. Bewkes begründet diese Aussage dann noch mit einer Argumentation, die Steven Rosenbaum in seinem Forbes-Artikel kommentiert.
  • GOOGLE Go2Android.de: Google plant kostenloses WLAN für Alle: Das Feuilleton hat uns in den letzten Monaten ja sehr intensiv über die uns bedrohenden Denkweisen des Silicon Valley aufgeklärt. Bei Google soll man ja groß denken und das dann mal Zehn oder so multipliziere. Scheinbar hatte jemand mal wieder so eine Idee, denn Stefan Kirchner berichtet auf Go2Android.de, dass Google jetzt plane, nach den Entwicklungsländern und weißen Flecken auf der Internet-Karte auch Industrienationen mit einem kostenlosen WLAN zu versorgen. Was wie die angekündigte Disruption von Mobilfunkanbietern klingt ist vor allem Grundlage für die lukrative Auswertung der absoluten Vernetzung des wohlhabendsten Teil der Welt.
  • AMAZON Frankfurter Rundschau: Brutale Erpressung: Auf der Seite der Frankfurter Rundschau schreibt Jonas Rest über die Praxis von Amazon, Bücher aus dem eigenen Angebot verschwinden zu lassen, um Verlage gefügig zu machen. Nun erwägt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels kartellrechtliche Schritte, denn auch in Europa wendet der US-Internetkonzern diese Taktiken an. Wer Brad Stones "Der Allesverkäufer" gelesen hat wird ahnen, dass Amazon sich hier durchsetzen wird, denn am Ende entscheiden die Kunden und mein letzter Versuch bei einem Verlag direkt ein Buch zu bestellen, zeigte mir einmal mehr auf, warum Amazon gegen jede Moralvorstellung weiterhin erfolgreich sein wird.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 26. Mai

In den Lesetipps geht es um Crowdfunding auf YouTube, den "Bilder-Klau" von WhatsApp, Google und die Deutschen, sowie den Nutzen von Smartphones. Ergänzungen erwünscht.

  • YOUTUBE Gigaom: YouTube wants to take a page from Kickstarter with crowdfunding tools for video producers: Der stete Wandel auf YouTube geht weiter: jetzt will Googles Videoplattform den eigenen Nutzern auch Möglichkeiten des Crowdfunding anbieten. Auf den anderen Crowdfunding-Plattformen sind Videos, meist von YouTube, gang und gäbe. Doch wenn YouTube schon für einen Teil der Kampagnen genutzt wird, warum dann nicht auf für den gesamten Prozess? Mal schauen, was die Nutzer und Nutzerinnen antworten.
  • WHATSAPP Christoph Kappes: Whatsapp braucht Nutzungsrechte, damit Du posten kannst.: In der deutschen Netz-Debatte, stets von Zukunftsangst und gefühlter Ohnmacht gegenüber US-amerikanischen Internet-Unternehmen geführt, bekommt neben Google zur Zeit auch der von Facebook gekaufte Messanger etwas mediale Aufmerksamkeit. Dieser "klaut" nämlich alle unsere im Chat versendeten Bilder. Was bei vielen nur noch Kopfschütteln verursacht, motiviert Christoph Kappes zu einer guten Einordnung des vermeintlichen Problems und der Berichterstattung darüber.
  • GOOGLE I Zeit Online: Sieben Thesen zur Zukunft des Internetkonzerns Google: Auf Zeit Online stellen die beiden Wirtschaftsjournalisten Götz Hamann und Johann Laux sieben Thesen zur Zukunft des Internetkonzerns Google und zur deutschen Netz-Debatte auf. Es sind Thesen, die diskutiert werden können, sicher sogar sollen, aber sie alle sind interessante Gedankenspiele vom jetzigen Status Quo ausgehend.
  • GOOGLE II Spiegel Online: Google und die Deutschen: Die Debatte über die Macht von Google wird oft irrational geführt. Viele Deutsche misstrauen dem Konzern, befürworten gar seine Zerschlagung. Viel sinnvoller wäre es, endlich eine eigene Vision der digitalen Zukunft zu entwickeln, wie der USA-Korrespondent des Spiegel, Thomas Schulz, in seiner wöchentlichen Kolumne schreibt.
  • DIGITALE GESELLSCHAFT Heise Online: Smartphones zerstören dein Leben! Echt jetzt?: Auf Heise.de schreibt der ehemalige c't-Redakteur Clemens Gleich über die beliebten Anti-Smartphone-und-Social-Media-Videos in den sozialen Medien, vor allem auf dem Smartphone. Die Botschaft ist klar: Alles wird besser, sobald du dein Telefon wegschmeißt. Gut, dass das keiner macht, denn es stimmt einfach nicht.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 23. Mai

In unseren Lesetipps geht es um die Überwachung seitens der Regierung, Facebook und Journalismus, Startups und die Europawahl, Digitisation sowie das Internet der Dinge. Ergänzungen erwünscht.

  • ÜBERWACHUNG Süddeutsche.de: Juristen werfen BND Verfassungsbruch vor: Es war eine Ohrfeige für die Bundesregierung, wie Thorsten Denkler auf Sueddeutsche.de schreibt: Im NSA-Untersuchungsausschuss erklärten drei hochrangige Juristen - darunter zwei ehemalige Verfassungsrichter - dass der Bundesnachrichtendienst gegen das Grundgesetz verstoßen. Die bisherige Politik der von Angela Merkel und Sigmar Gabriel geführten Großen Koalition müsste beendet und neue Gesetze gegen Überwachung geschaffen werden.
  • JOURNALISMUS PandoDaily: Facebook’s Product Director rips into the media for “failing journalism.” But whose fault is it, really?: Gestern Abend postete Facebooks Produkt-Direktor Mike Hudack einen epischen Text über den Zustand des Journalismus, den er mit diesem grandiosen Satz begann: "Please allow me to rant for a moment about the state of the media.” Sein Kommentar geht mit traditionellen wie auch neuen Medien gleichermaßen hart ins Gericht, bevor er sich der Rolle der Web-Unternehmen widmet. Hier schafft er es leider nicht, seine Facebook-Brille ganz abzulegen, weshalb David Holmes Auseinandersetzung mit dem Kommentar auf PandoDialy nur zu empfehlen ist. (Allein schon wegen der tollen Illustration von Hallie Bateman.)
  • EUROPAWAHL Philipp Moehring: If you're in startups, go vote.: Auf seinem Blog schreibt der AngelList-Betreiber Philipp Moehring, warum die gestern gestartete Europa-Wahl (Keine Sorge,in Deutschland wird traditionell erst am Sonntag gewählt!) für Startups wichtig ist und fordert alle auf, die irgendwas in Startups zu tun haben, auch wählen zu gehen. Dabei gibt er auch eine kleine Wahlempfehlung ab bzw. empfiehlt keine rechten und nationalen Parteien zu wählen, da diese nur ihre lokalen Märkte im Blick haben. Dem Wahlaufruf kann ich mich nur anschließen, ganz persönlich auch der Ablehnung rechter und nationaler Parteien. Go vote!
  • DIGITISATION CIO.de: McKinsey untersucht die Folgen globaler Digitalisierung: Auf CIO.de stellt Christiane Pütter den McKinsey-Report "Global flows in a digital age" vor, in dem die Unternehmensberatung aufzeigt, wie die Verlagerung von Dingen, Menschen und Prozessen ins Virtuelle funktioniert und was sie bedeutet. Im Report wird das übrigens als Digitisation bezeichnet. Wieder was gelernt.
  • INTERNET DER DINGE ITespresso.de: Intel eröffnet in München erstes Forschungslabor für Internet der Dinge: Intel verstärkt seine Aktivitäten auf dem Gebiet des Internets der Dinge (IoT) und hat in München ein erstes Forschungslabor dazu gegründet, wie Ralph Schneider auf ITespresso.de schreibt. Verschiedene Intel-Abteilungen und Partner sollen hier an Anwendungsszenarien für das Internet der Dinge arbeiten. Weitere derartige Forschungseinrichtungen sollen demnächst in Istanbul, Stockholm und London folgen.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 22. Mai

In unseren Lesetipps geht es um Edward Snowden, ein neue Funktion von Facebook, Mediendisruption, Nutzerrechte bei Messaging-Diensten und Urheberrechtspolitik in den USA. Ergänzungen erwünscht.

  • EDWARD SNOWDEN Cicero Online: Schweden verhindert Snowden-Einladung: Ende Mai findet in Schweden das nächste europäische Treffen von Netzaktivisten statt. Auf dem „Stockholm Internet Forum“ soll es um globale Entwicklung sowie Überwachung gehen. Der wichtigste digitale Bürgerrechtler unserer Zeit ist allerdings unerwünscht. Petra Sorge schreibt auf Cicero.de, dass das schwedische Außenministerium eine Einladung an Edward Snowden und einigen seiner engsten Vertrauten verhinderte.
  • FACEBOOK ReadWrite: Facebook Can Now Spy On Your Surroundings Via Your Phone's Microphone: Auf ReadWrite stellt Selena Gomez ein neues Tool von Facebook vor, mit dem, ähnlich wie bei Shazam, die Umgebung "abgehört" werden kann. Das Smartphone kann dadurch erkennen, welche Sendung man gerade im Fernsehen schaut oder welche Werbung läuft, was Werbetreibenden die Möglichkeit gibt, gezielte Werbung auf das Smartphone zu schicken.
  • MEDIENDISRUPTION Neunetz.com: Heftig.co zeigt wie bedeutungslos Google für heutigen Medienerfolg sein kann: Am Beispiel von Heftig.co, egal wie man zu diesem seltsamen Medium steht, zeigt Marcel Weiss auf, dass Erfolg im Digitalen auch unabhängig von Google und SEO sein kann. In Deutschland behaupten die Presseverlage oft etwas anderes und verweisen auf ihre eigene Abhängigkeit zu ihrem persönlichen Staatsfeind Nr. 1. Wie immens der Erfolg abseits von Google und abseits von klassischen Medienstrukturen sein kann, zeigt Heftig.co (aber auch BuzzFeed) recht eindeutig auf.
  • MESSAGING Handelsblatt: Bild auf WhatsApp & Co. verschickt – Rechte verschenkt: Auf Handelsblatt.com schreiben Katharina Schneider und Jens Hagen über die rechtlichen Gefahren der Nutzung von Messaging-Diensten wie WhatsApp oder WeChat. Diese Dienste sind bei vor allem bei jugendlichen Nutzern beliebt, doch ob jung oder alt, welche Rechte durch die Nutzung abgegeben werden ist den Nutzern selten bekannt.
  • URHEBERRECHT Techdirt: The End Of Maximalist Copyright?: Was politisch gestaltet wurde, kann auch politisch verändert werden. Ein Gedanke des Politikwissenschaftlers Blayne Haggart auf Techdirt, der Hoffnung macht. In den beiden Legislaturperioden der Obama-Regierung wurde durch Einfluss der Unterhaltungsindustrie die extremste Position zum Ausbau des Urheberrechts eingenommen. Doch das Silicon Valley interessiert sich immer mehr für politischen Einfluss und ein Policy-Wechsel könnte laut Haggart bevorstehen.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 21. Mai

In unseren Lesetipps geht es um Fotos vom Medienwandel, wie TTIP & Co. verhandelt werden, die Generation Y, Digitalisierung von Prosa zu Musik und Netflix kommt nach Europa. Ergänzungen erwünscht.

  • MEDIENWANDEL Marcus Schwarze: Von wo das Netz herkommt: Im Frühjahr 2014 reisten zwei Dutzend Journalisten aus Deutschland ins Silicon Valley, um etwas davon zu ergründen, was in dieser Zeit unsere Lebensumstände nachhaltig verändert. Unter dem Hashtag #crusa14 konnte man die Neuland-Entdeckern verfolgen. Marcus Schwarze hat jetzt Fotos vom Trip veröffentlicht und kommentiert.
  • TTIP & Co. Berliner Gazette: Wie mit TTIP und Co. Politik jenseits der Demokratie gemacht wird: Hinter verschlossenen Türen wird eine transatlantische Freihandelszone entworfen. Die Verhandlungsführer sind weder bekannt noch demokratisch legitimiert. Die genauen Vertragstexte, sei es TTIP, CETA, TPP oder TiSA, sind geheim. Ist dieses Verfahren zeitgemäß? Umweltingenieurin und Berliner Gazette-Autorin Tatiana Abarzúa kommentiert.
  • GENERATION Y Politik Digital: Generatin Y – Schöne, neue Arbeitswelt?: Die Arbeitswelt ist im Wandel. Man spricht von einer neuen Generation von Menschen, die flexibel, mobil und selbstbestimmt arbeiten möchte. Die sogenannte „Generation Y“ gilt als innovativ und sinnsuchend, aber auch als verwöhnt und faul. Politik und Wirtschaft passen sich nur langsam diesen neuen Bedürfnissen an, um keine Wähler und Mitarbeiter zu verlieren. Und auch Arbeitnehmer nutzen die neuen Modelle nur zögerlich und arbeiten meist nicht weniger und effizienter – wie es der technologische Fortschritt verheißt – sondern sind überarbeitet bis hin zum Burnout.
  • DIGITALISIERUNG Spiegel Online: TransProse analysiert Stimmung von Text und macht Filmmusik: Werden Filme in Zukunft automatisch durch Software-Tools vertont? Ein Forschungsprojekt hat mit dem Projekt TransProse erste Erfolge erzielt, indem es "Sequenzen von Noten bestimmt, die die emotionale Aktivität von Texten einfangen". Es scheint so, dass rund 100 Jahre nach der Einführung des Tonfilms den Filmorchestern ein nächster Wandel bevorsteht.
  • NETFLIX Netzwertig.com: Netflix plant Debüt in Deutschland, Österreich und der Schweiz für Ende 2014: Dass Netflix im deutschsprachigen Raum starten würde, war ein offenes Geheimnis. Jetzt nennt das Unternehmen erstmals einen Zeitraum: Ende 2014 soll es soweit sein. Für Martin Weigert ein weiterer Schritt des Streaming-Dienstes zu einem globalen Internetgiganten, der schon heute über 48 Millionen zahlende Abonnenten hat.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 20. Mai

In unseren Lesetipps geht es um die geplanten Akquisen von Twitch und Soundcloud, die Deutschen und Google, Framing in der Netzpolitik, sowie die Folgen des Rechts auf Vergessen. Ergänzungen erwünscht.

  • TWITCH NextDraft: Life’s a Twitch: Die interessanteste Akquiseabsicht gestern (zu der Zweitinteressantesten kommen wir im nächsten Lesetipp) war die Meldung, dass YouTube (also Google) Twitch kaufen will. Kaum jemand wird wissen, was Twitch ist, aber bevor die Netzökonomen zu Rate gezogen werden, ist die simple Erklärung von Dave Pell vorzuziehen: "It's the only recent deal my kids care about."
  • SOUNDCLOUD Re/code: Twitter Is Considering a Deal to Buy SoundCloud: Halb Berlin war heute Früh auf den Beinen, denn die nächtliche Meldung, dass Twitter darüber nachdenkt Soundcloud zu kaufen, versetzt viele in helle Aufregung. Doch selbst wenn es zum großen Exit von der Spree ins Silicon Valley kommt, ist die eigentliche Frage, welche Auswirkungen der Deal auf Soundclouds Verhandlungen und Entwicklung gegenüber der Musikindustrie hat und das könnte am Ende weniger gefeiert werden.
  • ZE GERMANS Techdirt: German Official Says It May Be Time To Break Up Google... Just Because: Auch in den USA wurden die Drohungen von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Europapolitiker Martin Schulz vernommen, das US-amerikanische Unternehmen Google zerschlagen zu wollen. Anders als in der deutschen Presse kommt der Blogger Mike Masnick zu dem Fazit, dass die Deutschen keine Ahnung haben, was ihnen genau an Google nicht passt. Sollte Google aber als Reaktion deutsche IP-Adressen blocken, würden vielleicht einige wieder wissen, worum es gehen könnte und wer welche Macht wirklich hat.
  • NETZPOLITIK i heart digital life: Netzpolitik, Mad-Men-Style? Framing und Strategie angesichts der Totalüberwachung: Kathrin Ganz setzt sich kritisch mit der rp14-Rede von Sascha Lobo auseinander und kommt zu dem Fazit, dass die Suche nach der richtigen Sprache wichtig ist, da Sprache aufzeigt, wo die Analyse der Lage zu kurz greift. Dies ersetzt aber nicht die Beschäftigung mit Organisation und Strategie, "und um über Organisation und Strategie zu diskutieren, brauchen wir eine ordentliche Analyse".
  • RECHT AUF VERGESSEN SmartCompany: Why the EU's privacy ruling is the latest legal blow for Google: Auf SmartCompany schreibt die Anwältin Vanessa Emilio über das Google-Urteil des Europäischen Gerichtshof und befürchtet, dass die Auswirkungen weltweit zu spüren sind. Das Urteil bewertet sie als jüngste Zuspitzung des Konflikts zwischen dem Recht auf Vergessen und dem Recht auf Wissen, der noch mehr Zensurgebaren hervorrufen könnte.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 19. Mai

In unseren Lesetipps geht es um Netzneutralität, Pinterest wachsende Bedeutung, den Umbau des Bundesinnenministeriums, eine Debatte um Google und den Messanger AppTalk. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT ReadWrite: Why Net Neutrality Became A Thing For The Internet Generation: Auf ReadWrite schreibt Dan Rowinski über die Bedeutung von Netzneutralität für den jüngeren Teil der Gesellschaft, leider nicht die Gesellschaft mit politischer Relevanz. Sie ist mit einem freien Internet aufgewachsen, das Prinzip Grundannahme jeglichen Denkens. Ein spannender Beitrag zur Debatten in den USA über die neuen Pläne des FCC beim Thema Netzneutralität.
  • PINTEREST NYMag: Pinterest Is Sneaking Up on Twitter and Facebook: In Deutschland beklagt sich der Springer-Verlag und andere gerne über die selbstgewählte Abhängigkeit von Google, während in den USA soziale Plattformen wie Facebook und Twitter mehr Besucher auf die Seiten liefern. Dort mischt jetzt aber auch Pinterest mit und das in einem steil wachsenden Ausmaß, dass besonders Twitter seine Position bei den Medien fürchten muss. Kevin Roose fasst die Entwicklung im New York Magazine zusammen.
  • BUNDESINNENMINISTERIUM Tagesspiegel: Thomas de Maizière baut sein Ministerium um: Im Tagesspiegel schreibt Antje Sirleschtov über die Pläne von Innenminister Thomas de Maizière, sein Haus umzubauen. In einem ersten Schritt im Kampf gegen Cyber-Kriminalität sollen auch die Sicherheitsorgane mit neuen Aufgaben und mehr Personal ausgestattet werden. Stück für Stück wird das Innenministerium zum Ministerium für Spionage, Datenschutz und Überwachung unter einem Dach vereint.
  • GOOGLE SWR2: Wie böse ist Google?: Mal kein Lesetipp, sondern etwas für die Ohren: Im SWR2 Forum diskutiert Radiomoderator Gábor Paál mit Björn Böhning (Leiter der Berliner Senatskanzlei), Götz Hamann (Die Zeit) und Mario Sixtus (Freier Journalist) das Urteil des Europäischen Gerichtshof. Der Titel "Wie böse ist Google?" ist jetzt nicht sehr glücklich formuliert, die Diskussion aber ist gut geführt und interessant.
  • APPTALK Netzwertig.com: Facebook kopiert Berliner Messaging-App Taptalk: Die aus Berlin stammende visuelle Messaging-App Taptalk fällt durch einen besonders simplen Mechanismus zum Versenden von Fotos und Videos auf. Laut Financial Times arbeitet Facebook an einer Anwendung namens Slingshot, die das Prinzip nachahmt. Martin Weigert kommentiert die Meldung und die Pläne von Mark Zuckerberg auf Netzwertig.com.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 16. Mai

In unseren Lesetipps geht es um Amazon und Social Reading, Verschlüsselung in der Kommunikation, Netzneutralität und Netzpolitik bei der Europawahl. Ergänzungen erwünscht.

  • SOCIAL READING Netzwertig.com: Warum Amazon erste Adresse für gemeinsames Lesen sein sollte, es aber nicht ist: Bislang hat Amazon es versäumt, E-Book-Lesern ein komfortables, benutzerfreundliches Netzwerk zum gemeinsamen Lesen anzubieten. Mit der Integration von Goodreads geht es zwar voran, trotzdem gibt es Grund zur Skepsis, wie Martin Weigert auf Netzwertig.com schreibt. Denn die Stärken des Unternehmens liegen nicht im Software- und Interface-Bereich.
  • VERSCHLÜSSELUNG Heise Online: Verschlüsselter Datenverkehr nimmt zu: Laut einer Studie steigt seit Beginn der Enthüllungen des Whistleblowsers Edward Snowden der Anteil an SSL-verschlüsselten Verbindungen im Internet. Die Zunahmen in den USA und Europa unterscheiden sich aber.
  • NETZNEUTRALITÄT I Zeit Online: US-Behörde FCC bereitet Zwei-Klassen-Internet vor: Trotz Proteste von Netzaktivisten forciert die US-Telekommunikationsaufsicht FCC ihre Pläne für kostenpflichtige Überholspuren im Internet. Mit drei zu zwei Stimmen billigte das Entscheidungsgremium der Behörde den Vorschlag von FCC-Chef Tom Wheeler, wonach Internetanbieter künftig bestimmten Datendiensten gegen Aufpreis eine bevorzugte Weiterleitung anbieten können. [Machen Sie sich doch bitte mal die Mühe, und suchen mit einer Suchmaschine Ihrer Wahl, für wen Tom Wheeler zuletzt gearbeitet hat.]
  • NETZNEUTRALITÄT II CNET: ​Comcast vs. Netflix – Is this really about Net neutrality?: Auf CNET gibt Marguerite Reardon einen umfassenden Überblick zum Thema Netzneutralität und den Deal zwischen Comcast und Netflix.
  • NETZPOLITIK Hyperland: Netzpolitik bei der Europawahl: Die netzpolitische Agenda der Parteien wird stark vom Thema Datenschutz dominiert, wie Christiane Schulzki-Haddouti im Hyperland-Blog des ZDF schreibt. Nach dem NSA-Skandal rücken auch die Geheimdienste stärker in den Fokus der Parteipolitik. Ein kurzer Überblick über zentrale Positionen der deutschen Parteien im Europawahlkampf zu Datenschutz, Geheimdienste, Urheberrecht und Breitbandausbau.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 15. Mai

In unseren Lesetipps geht es um Idealismus im Silicon Valley, die Kryptowährung Bitcoin, Datenschutz in TTIP, unsere Gesellschaft und das Internet sowie soziale Netzwerke. Ergänzungen erwünscht.

  • IDEALISMUS PandoDaily: Netflix and Mozilla show that there’s no room for idealism in modern tech: Gestern Abend verbreitete sich die Meldung, dass Mozilla dem Druck der Industrie nachgibt und ab sofort DRM mit in seinem HTML5-Browser zulässt. Nach dem Netflix einen die Netzneutralität gefährdenden Deal mit Comcast abgeschlossen hat schon der zweite Rückschlag für Menschen, die noch an Idealismus im Silicon Valley geglaubt haben. Nathanial Mott nimmt sich dem Thema lesenswert auf PandoDialy an.
  • BITCOIN W&V: "Bitcoin ist dem derzeitigen Finanzsystem überlegen": Das Aus des Bitcoin-Handelsplatzes Mt. Gox im Februar sorgte für Negativschlagzeilen. Der Wert der Kryptowährung ist seither um die Hälfte gefallen. Was aber mitunter übersehen wird: Nicht die Währung selbst ist das eigentlich Revolutionäre, sondern die ihr zugrunde liegende Technologie. Über die aktuelle Situation sprach W&V-Autor Franz Scheele mit Brian Fabian Crain, der sich in mehreren Bitcoin-Projekten engagiert. So ist er Gründer des Epicenter Bitcoin und der Veranstaltungsreihe Bitcoin Startups Berlin.
  • DATENSCHUTZ Carta: TTIP – Transparenz gewährleisten, Datenschutz sicherstellen: Auf Carta.info schreibt der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar, ob ein zeitgemäßer Datenschutz nach Snowden ein Handelshemmnis darstellt? Geklärt wurde diese Frage bisher nicht, aber der Datenschutz ist ein wichtiger Aspekt im geplanten Freihandelsabkommen TTIP zwischen Europa und den USA.
  • GESELLSCHAFT Berliner Gazette: Unsere gestörte Beziehung zum Internet ist reif für eine Kur: Nach den Enthüllungen um Edward Snowden ist unsere Beziehung zum Internet gestörter denn je. Dennoch, obwohl wir um die Probleme wissen, geben wir weiterhin munter unsere Daten weiter. Kulturwissenschaftlerin und Berliner Gazette-Autorin Mercedes Bunz schlägt eine Kur vor.
  • SOZIALE NETZWERKE NDR.de: Wie sozial ist digital?: Mal ein Hör- statt Lesetipp: Fabienne Hurst geht der Frage nach, wie sozial eigentlich das Digitale ist? Studien wollen belegen, dass Facebook ein Zeitfresser ist, und dass es oberflächlich und einsam macht. Stimmt nicht, meinen andere Medienwissenschaftler.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 14. Mai

In unseren Lesetipps geht es um Google Glass, das undemokratische Verhalten der Bundesregierung, Fernsehen von Amazon, das "Google-Urteil" des EuGH und die Kosten von Journalismus. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE GLASS CNET: Google Glass Explorer program finally opens to public: Google hat in den USA die Beta-Phase des Verkaufs der Google Glass verlängert bzw. an sich beendet und verkauft die Brille jetzt ganz offiziell. Zumindest solange die Vorräte reichen. Damit kann jeder die Glass Explorer Edition für 1.500 US-Dollar kaufen. Zusätzlich zur Meldung zeigt Eric Mack auf CNET noch ein Video, was bis jetzt für Anwendungen für die Brille entwickelt wurden.
  • (UN)DEMOKRATIE Techdirt: German Government Hires DC Law Firm To Threaten Its Own Parliament With Criminal Prosecution For Talking To Snowden: Es ist fast beschämend, dass die deutlichsten Worte zum von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten von einem US-amerikanischen Tech-Blogger kommt und nicht von der deutschen Presse: "German Government Hires DC Law Firm To Threaten Its Own Parliament With Criminal Prosecution For Talking To Snowden". Dieses Gutachten, dass direkt an die Presse und nicht zuerst an die Parlamentarier gegeben wurde, hat wirklich keine andere Funktion als demokratisch legitimierte Volksvertreter einzuschüchtern. Die Bundesregierung von Angela Merkel will damit verhindert werden, dass die Überwachung durch westliche Geheimdienste in Deutschland aufgeklärt wird.
  • AMAZON Fortune Tech: How to make good TV for the web, according to Amazon: Wie macht man eigentlich gutes Fernsehen? Roy Price, Direktor der Amazon Studios, glaubt die Antwort zu kennen und erklärt im Interview mit Fortune-Redakteurin Jessi Hempel, wieso alle Folgen einer Sendung vom Start an verfügbar sind, was eine gute Fernsehsendung kostet und was der Unterschied zwischen guten Fernsehen in der Vergangenheit und heute ausmacht.
  • RECHT AUF VERGESSEN Lummaland: Die Sache mit dem EuGH-Urteil und dem Recht auf Vergessen: Das gestrige Urteil des Europäischen Gerichtshof der EU hat viel Beachtung gefunden. Auch auf Netzpiloten.de fragte sich Dr. Carlo Piltz, ob es nicht übers Ziel hinaus schoss. Auf seinem Blog kommentiert Netzpiloten-Kolumnist Nico Lumma das Urteil und zeigt auf, dass das Urteil für noch mehr Rechtsunsicherheit sorgen wird, denn es sorgt nicht für ein "Recht auf Vergessen", sondern bestenfalls ein trügerisches “Recht auf Verschleiern” und damit ist niemandem geholfen.
  • JOURNALISMUS Rottin' in Denmark: Warum Journalismus teuer ist: Über 900.000 Euro will das Journalismus-Projekt Krautreporter sammeln und seinen Redakteuren ein Monatsgehalt von bis zu 2.500 Euro zahlen. Journalismus ist teuer, dass vergessen wir oft. Auch wenn ich selber diese Gehälter kritisch sehe (da es sich um Zusatzverdienste in Höhe von Monatsgehältern anderer handelt), hilft dieser Text des freien Journalisten Michael Hobbes, den viele als Betreiber des Blogs "Rottin' in Denmark" kennen, einmal in Ruhe über Geld und Leistung im Journalismus nachzudenken. Anhand eines seiner Artikel zeigt er auf, was er für 4.000 Wörter machen muss un wie diese vergütet werden.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 13. Mai

In unseren Lesetipps geht es heute um die Zukunft von Büchern und Bibliotheken, wie die New York Times arbeitet, Fragen an Crowdspondent und Gedanken über das Silicon Valley. Ergänzungen erwünscht.

  • BÜCHER Gigaom: Apple, Amazon and the uncertain future of the book startup: Laut Laura Hazard Owen wird Self-Publishing ein Markttrend sein, der nie Mainstream wird und auch wieder verschwindet. Deshalb brauch es neuen Startups im Buchhandel und Verlagswesen, doch die werden von Anfang an mit Amazon, Google, Apple & Co. konkurrieren. Man muss nicht der gleichen Meinung wie Owen sein, aber trotzdem ein sehr interessanter Artikel über die Zukunft von Büchern.
  • THE NEW YORK TIMES Nieman Journalism Lab: The tension underlying how the NYTimes.com homepage gets made: Nikki Usher gibt auf dem Blog des Nieman Lab einen interessanten Einblick in die Online-Redaktion der New York Times. Pflichtlektüre für jeden, der sich für den Alltag und die Arbeitsabläufe der Redaktion interessiert.
  • BIBLIOTHEKEN Carta: Das E-Book und das drohende Ende der Stadtbücherei: Öffentliche Leihbibliotheken stehen heute mit dem Buchrücken zur Wand. Kommerzielle Anbieter machen ihnen den Platz streitig. Und die Politiker verweigern den versprochenen Schutz. Länder und Kommunen betrachten ihre öffentlichen Bibliotheken lieber weiterhin als freiwillige Leistungen – abhängig von Konjunkturlage und politischer Gnade. Ein Problem, wie Wolfgang Michal auf Carta schreibt.
  • CROWDSPONDENT Digitale Notizen: Crowdspondent: Steffi Fetz und Lisa Altmeier sind Crowdspondent. Mit dem Kofferwort beschreiben sie ihre ungewöhnliche Kombination von Korrespondenten-Tätigkeit und Leser-Kontakt. Im vergangenen Jahr berichteten sie auf diese Art aus Brasilien, für diesen Sommer haben sie sich eine Deutschland-Reise vorgenommen, die sie nun mit Hilfe ihrer Leser finanzieren wollen. Dirk von Gehlen hat ihnen dazu ein paar Fragen gestellt.
  • SILICON VALLEY Gigaom: Is it really a tech bubble, or is it something else?: Auf Gigaom geht Om Malik dem Gedanken nach, dass das Silicon Valley in einer Tech-Blase gefangen ist, genau wie schon einmal im Jahr 1999. Dabei zeigt er Parallelen zu damals auf, aber auch wesentliche Unterschiede. Ein interessanter Einblick in das Silicon Valley mit einem offenen Fazit: selbst wenn alles krachen geht, dann wird eben von vorne angefangen.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 12. Mai

In unseren Lesetipps geht es heute um Creative Commons, die Digitalisierung des Freistaats Bayern, Digital Natives im Journalismus, Debatte um Datenschutz-Gesetz und Apps zum schneller lesen. Ergänzungen erwünscht.

  • CREATIVE COMMONS creativecommons.org: White House supports CC0 for federal government datasets: Seltener als 2008 tut sich die Obama-Regierung in den USA mit guten Initiativen im Bereich Internet hervor, aber jetzt schlägt das Weiße Haus im sogenannten "U.S. Open Data Action Plan" vor, dass nicht-vertrauliche Regierungsdokumente unter einer Creative Commons als gemeinfrei veröffentlicht werden sollten. Deutschland hinkt, trotz einiger Regierungswebsites unter einer Creative Commons, hier noch weit hinterher.
  • BAYERN eGovernment Computing: Freistaat investiert fast 1,8 Milliarden Euro in den digitalen Aufbruch: Bayerns soll nach dem Willen des Minister­präsidenten Horst Seehofer Leitregion für den digitalen Aufbruch werden. Auf dem IT-Gipfel der bayerischen Staatsregierung wurde nun eine entsprechende Digitalisiserungsstrategie beschlossen, nach der der Freistaat über 1,8 Milliarden Euro in den digitalen Aufbruch investieren möchte.
  • DIGITAL NATIVES Lousy Pennies: Ich dachte, diese Jungjournalisten wären Digital Natives: Auf Lousy Pennies schreibt Karsten Lohmeyer über "Digital Native Journalisten", die für ihn inzwischen zu einer Urban Legend geworden sind. Er zeigt auf, dass es sie, zumindest in der Breite, gar nicht unter den Nachwuchsjournalisten gibt und beendet seinen Artikel mit nützlichen Tipps der Selbstvermarktung.
  • DATENSCHUTZ Heise Online: Bundesregierung will Datenhehlerei mit scharfen Mitteln bekämpfen: Im Bundesrat wird ein Gesetzesentwurf diskutiert, dass den Handel mit gestohlenen Identitäten kriminalisieren soll. Die Große Koalition, im Gegensatz zur schwarz-gelbrn Bundesregierung, die sich gegen die Bezahlung von Straftätern für Steuer-CDs aussprach, begrüßt die aktuelle Version. Datenschützer wie Peter Schaar kritisieren, dass das Gesetz stellenweise zu weit geht. Der Daten-Schwarzmarkt ist seiner Meinung nach in erster Linie ein Problem der Rechtsdurchsetzung.
  • APPS Bold Economy: 1000 Wörter pro Minute: Unsere morgenlichen fünf Lesetipps in unter einer Minute schaffen? Wer das will, sollte sich mit den von Thorsten Schröder auf Bold Economy vorgetellten Apps beschäftigen, die einem beibringen wollen, in Hochgeschwindigkeit über Texte zu fliegen. Das funktioniert sogar – und hat eine beinahe halluzinogene Wirkung, wie Schröder erklärt.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 9. Mai

In unseren Lesetipps geht es um das IT-Projekt Herkules, Netzneutralität, Spenden mit Bitcoins, Programmieren in Kinderzimmern und Edward Snowden soll vorm NSA-Untersuchungsausschuss aussagen. Ergänzungen erwünscht.

  • HERKULES Reuters: Regierung nimmt IT-Projekt Herkules in Eigenregie: Das IT-Projekt "Herkules" des Bundesverteidigungsministerium ist erst einmal auf Eis gelegt, wie die Nachrichtenagentur Reuters schreibt. Laut einem vertraulichen Bericht will das Ministerium bis 2016 prüfen, wie die Zukunft des Milliardenprojekts "Herkules" aussehen solle. Die Zusammenarbeit mit Siemens und IBM bei der Bundeswehr-IT wird nach Angaben aus Bundestags-Haushaltskreisen vorerst nicht fortgesetzt.
  • NETZNEUTRALITÄT Netzwertig.com: Das Gerede vom teuren Netzausbau ist vorgeschoben: Telekommunikationskonzerne begründen die Infragestellung der Netzneutralität gerne mit den zu refinanzierenden Ausgaben für den Ausbau ihrer Leitungen, wie Martin Weigert auf Netzwertig.com schreibt. Doch das Instrument zur Kostendeckung existiert bereits: Preis- und Produktdifferenzierung bei Internetzugängen – fairer und cleverer, als die Telekom es plante.
  • BITCOIN CNET: Bitcoin wins US election panel's approval for political donations: In den USA erlebt die Digitalwährung Bitcoins ein Auf und Ab wie Kniebeuge. Trotz turbulenter Monate hat die US-Wahlbehörde die Kryptowährung als Zahlungsmittel anerkannt. Grundsätzlich seien Bitcoins wie "Geld oder etwas Wertvolles" anzusehen, trotzdem gibt es Auflagen bei der Nutzung des Geldes als Spendenmittel.
  • PROGRAMMIEREN Zeit Online: Holt die Hacker-Talente aus den Kinderzimmern: Es machen immer noch viele Leute Abitur, ohne sich jemals mit HTML oder Programmiersprachen auseinandergesetzt zu haben. Kinder, die gerne programmieren, haben es schwer in Deutschland. Die Macher von Jugend hackt wollen das ändern.
 Lisa Altmeier hat sich mit Maria Schröder über die Initiative und Programmieren in deutschen Kinderzimmern unterhalten.
  • NSA-UNTERSUCHUNGSAUSSCHUSS Tagesspiegel: Ausschuss befragt Edward Snowden: Einstimming hat der NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags eine Befragung von Edward Snowden beschlossen. Aber bei der Frage, wo und wie das geschehen soll – ob per Video-Interview aus Moskau oder live in Berlin – darüber konnten sich die Abgeordneten nicht einigen. Auch innerhalb der Großen Koalition besteht darüber Uneinigkeit. Linke und Grüne plädieren für eine Aussage in Berlin und Schutzzusagen an Edward SNowden. Einige Abgeordnete der SPD sehen das genauso, nicht aber die CDU/CSU-Fraktion.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 8. Mai und 5 Lesetipps zur rp14

In unseren Lesetipps geht es heute um die Netzneutralität, den Urknall, Googles Loon-Projekt die Diskussion um die Providerhaftung und die re:publica. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT I Digitale Notizen: Die Sache mit der Netzneutralität: Was ist eigentlich Netzneutralität? Der Video-Blogger Hank von Vlogbrothers bringt das in einem kurzen Dialog mit sich selbst gut und unterhaltsam auf den Punkt. Wer sich bisher vor dieser wichtigen Debatte scheute, findet hier vielleicht einen sehr guten Einstieg in die Materie.
  • NETZNEUTRALITÄT II Ars Technica: Weak net neutrality won’t scare investors away from Internet startups: Auf Ars Technica schreibt Jon Brodkin über einen Aspekt der Auswirkungen des Wegfalls von Netzneutralität auf die Digitalwirtschaft: Geld wird trotzdem fließen. Während davon ausgegangen werden kann, dass es aufgrund der verzerrten Wettbewerbsbedingungen zu einem Einbruch von Innovation kommen wird, werden Investoren seiner Meinung nach weiterhin in Startups investieren.
  • URKNALL CNET: See epic computer sim re-create the universe: Auf CNET schreibt Eric Mack über den Versuch von Physikern, mit Hilfe eines Netzwerks an Supercomputers den Urknall, also die Entstehung unseres Universums, zu simulieren. Damit wollen sie herausfinden, was genau nachdem Urknall passierte.
  • PROJECT LOON Ars Technica: Google will lease its balloon-based wireless network to telcos: Auf der TechCrunch Disrupt berichtet Astro Teller, der Leiter von Googles Ballon-Projekts "Loon" darüber, wie es mit dem Projekt weitergehen soll. Sein Plan ist, die WLAN teilenden Ballons an nationale Telekommunikationsunternehmen zu vermieten und so das Projekt zu finanzieren. Die Unternehmen wiederum hätten die Möglichkeit auch in ländlichen Regionen eine Grundversorgung mit Internet anzubieten.
  • PROVIDERHAFTUNG Musikmarkt: DACH-Forum 2014 – Providerhaftung neu bestimmen?: Auf Musikmarkt.de berichtet Lothar Scholz vom zweiten Tag des von GVU, VAP und SAFE veranstalteten DACH-Forums 2014 zum Urheberrechtsschutz, dass parallel zur Berlin Web Week stattfand. Thema war die Verantwortlichkeit der Internet Service Provider für Rechtsverletzungen im Zentrum der Debatte, allerdings wurde dies ohne einen Host-Provider diskutiert. Die Einseitigkeit der Podien wurde allgemein beklagt. Neu ist bzw. ein alter Hut, die Position von Ansgar Heveling (CDU), der das Thema "Warnhinweise" im Internet scheinbar noch nicht aufgegeben hat.

  • RP14 I Breitband: Hacking in Afrika: Die Berlinerin Victoria Wenzelmann ist Teil eines Teams von Designern und Entwicklern aus Europa, die letzten Herbst einen Roadtrip durch Afrika machten. Im Interview auf der re:publica berichtet sie von Gemeinsamkeiten und Unterschieden europäischer und afrikanischer Hacker.
  • RP14 II Frisch gebloggt: Re:publica 2014 Tag 2 – ein Resumee: Ja ja, die re:publica ist keine Blogger-Konferenz mehr und war es vielleicht auch nie. Schon kapiert. Hier gibt es trotzdem einen lesenswerten Bericht über den zweiten Konferenztag von der Bloggerin Katharina Kokoska.
  • RP14 III Zeit Online: Interessanter Autismus-App vorgestellt: Auf Zeit Online berichtet Angela Gruber über eine App, die Autisten die Kommunikation erleichtern sollen. Die sind aber teuer, weshalb Doreen Kröber zusammen mit ihrem autistischen Sohn eine Alternative entwickelt hat, die sie auf der re:publica vorstellten.
  • RP14 IV stern@re:publica: Google Nest oder: der liebloseste Hoax aller Zeiten: Timo Brücken vom Stern-Team auf der re:publica berichtet von dem gestrigen Hoax auf der Konferenz, der vermeintlichen Ankündigung neuer sozialer Features von Google. War dann aber alles doch nicht so witzig, wie geplant, was bei den meisten Besuchern gar nicht gut ankam.
  • RP14 V Zeit Online: Hier können alle für eine freie Gesellschaft kämpfen: Auf Zeit Online stimmt Kai BIermann ein Loblied auf die re:publica an, zwar eine von vielen Konferenzen zum Internet in Europa, aber eine, die von normalen Menschen für normale Menschen gemacht wird. Das es bei der re:publica um eine Veranstaltung handelt, in der gerade die Zivilgesellschaft selber das Internet und seine Auswirkungen diskutieren kann, macht die Konferenz so wertvoll.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 7. Mai und 5 Lesetipps für den zweiten rp14-Tag

In unseren Lesetipps geht es um Google in der Schule, den Erfolg von Musik auf Vinyl, DuckDuckGo vs. Google, die neue Silk Road, die Zukunft des sozialen E-Commerce und die re:publica 2014. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE CNET: Google unveils Classroom, a tool designed to help teachers: Google hat einen interessanten Use Case vorgestellt, wie die Produkte des Suchmaschinenriesens intelligent in der Schule eingesetzt werden können. Mal abgesehen von der Eigenwerbung des Unternehmens für seine Produkte zeigt dieser Fall Möglichkeiten des vernetzten Lernens und der Organisation des Bildungswesen durch digitale Mittel. Und wie viel in diesem Bereich noch nicht getan wurde.
  • MUSIK Ars Technica: Largest vinyl record pressing plant in the US is expanding: Seit Jahren schon steigen die Verkaufszahlen für Vinyl-Schallplatten, wenn auch nur im niedrigen einstelligen Bereich. Doch trotz iTunes, Spotify und AmazonMP3 scheint sich das Geschäft mit den durch digitale Bearbeitung wirklich sehr guten Tonträgern wieder zu lohnen. Die in den USA größte Schallplattenpresse baut aus, denn sie erwarten, dass der Trend noch weiter geht. Interessanterweise hat der Erfolg der Schallplatte etwas mit dem Erfolg digitaler Musik zu tun.
  • SUCHMASCHINE TIME: DuckDuckGo Is About to Become a Far More Powerful Google Alternative: Die vor allem durch ihre sehr nutzerfreundlichen Privatsphäre-Einstellungen bekannte Suchmaschine DuckDuckGo plant die nächste Version der Suchmaschine, mit mehr Funktionen und einem neuen Design. Die meisten dieser Neuerungen verringern den Abstand zum von Google gesetzten Standard erheblich, so dass hier vielleicht die meist nur Datenschutz-Aktivisten bekannte Alternative langsam in den Mainstream vorrücken könnte.
  • SILK ROAD Techdirt: Silk Road 2.0 Now Larger Than Silk Road Ever Was: Wie beim Kampf gegen Napster, als nach der Zerschlagung der Musiktauschbörse lauter neue Dienste entstanden, die den vermeintlichen Pionier ersetzten, ist auch der von den US-Bundesbehörden zerschlagene Online-Marktplatz Silk Road, berühmt für die einen Teil davon ausmachenden Schwarzmarkt-Geschäfte und das hier mit Bitcoins bezahlt werden konnte, inzwischen durch neue Anbieter ersetzt wurden, die noch größer und erfolgreicher sind, als ihr Vorgänger.
  • E-COMMERCE CNET: Why Amazon wants you to use Twitter hashtags to shop: Gestern haben wir in den Lesetipps über die Kooperation von Amazon und Twitter berichtet, die ermöglicht, dass in Tweets gesendete Links zu Produkten auf Amazon direkt in den eigenen Warenkorb wandern können, ohne Twitter zu verlassen. Donna Tam hat sich für CNET dieses neue Feature genauer angesehen und erklärt dir Vorteile für beide Unternehmen und wie wir in Zukunft online einkaufen könnten.

  • RP14 I Zeit Online: Unterwandern gegen Überwachen: Ein paar Online-Petitionen unterzeichnen ist zu wenig: Auf der re:publica rufen Aktivisten zu Unterwanderung der Politik und zur technischen Aufrüstung der Massen auf, wie Eike Kühl auf Zeit Online schreibt. Zusammen mit Sascha Lobos Aufforderung, das System von innen heraus zu verändern, scheint nach den Jahren des Hypes um die Piratenpartei wieder mehr Realitätssinn in die sich politisierende Netzgemeinde zu kommen.
  • RP14 II Heise Online: Asyl for Snowden!: Bei allem Wachstum und der damit einhergehenden Kommerzialisierung der re:publica ist das Wesen der Blogger-Konferenz immer noch erkennbar. Zwei der wichtigsten Themen war die Forderung nach Asyl für Edward Snowden und Solidarität mit in Asien inhaftierten Bloggern, wie Stefan Krempl auf Heise.de schreibt.
  • RP14 III Tagesschau.de: Politik ohne Politiker: Auf Tagesschau.de wundert sich WDR-Reporter Christian Feld, dass es in Zeiten des Europawahlkampfs und politischer Skandale wie der Überwachung so wenig Politiker auf der re:publica gibt. Dabei übersieht er aber, dass die sich hier treffende Zivilgesellschaft politischer wird, ein klarer Fortschritt zu den letzten Jahren.
  • RP14 IV BR.de: #Auftanken, bitte!: Eine Zapfsäule mit USB-Schnittstelle lädt auf der re:publica zum Auftanken ein. Wikimedia kämpft damit für die Verbreitung von öffentlichen Daten. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk erklärt Mathias Schindler die auf Twitter trendende #Datentankstelle.
  • RP14 V Zeit Online: Hauptsache Hasselhoff: Don't believe the hype: David Hasselhoff soll auf der re:publica über digitale Freiheit sprechen. Er redet vor allem über sich selbst und die Mauer. Und am Ende singt er doch. Steffi Dobmeier zeigt in ihrem Artikel, dass wirklich niemand etwas verpasst hat, der nicht auf der re:publica war oder da war, aber nicht zum Vortrag von David Hasselhoff ging. Inhaltlich kam da nämlich überhaupt nichts bei raus.

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