Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 11. Juni

In den Lesetipps geht es um das TransferWise aus London, Krautreporter, Jaron Lanier, Google will mit Nearby mithören und einen Turing-Test schaffenden Bot. Ergänzungen erwünscht.
  • TRANSFERWISE Jakkse: Richard Branson und Peter Thiel investieren in Londoner Start-up TransferWise: Unser Autor Jakob Steinschaden war kürzlich in London und hat bei seiner Erkundung der Londoner Startup-Szene TransferWise entdeckt, ein junges Unternehmen, dass aus dem Stadtteil Shoreditch heraus die Finanzwelt ins Wackeln bringen will. Auf seinem Blog stellt er das Startup näher vor.
  • KRAUTREPORTER JakBlog: Das Scheitern der Krautreporter ist ein Scheitern der Krautreporter: Das (absehbare) Scheitern der Krautreporter ist ein Scheitern der Krautreporter, wie Christian Jakubetz auf seinem Blog zusammenfasst. Das Projekt hätte aus vielen Gründen Erfolg verdient und es bleibt zu hoffen, dass aus Fehlern gelernt und so ein ambitioniertes Projekt zeitnah noch einmal entwickelt wird, aber nach nicht einmal einen Monat gab es selbst in der einzig erreichten Journalismus-Bubble gemischte Gefühle.
  • JARON LANIER Merkur: Der Friedenspreis für Jaron Lanier – und die Missverständnisse, auf denen er beruht: Ergänzend zu Nico Lummas gestriger Kolumne auf Netzpiloten.de sei dieser Beitrag von Florian Cramer zur Verleihung des Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Jaron Lanier empfohlen, in dem Cramer sich mit der Biographie von Lanier auseinandersetzt.
  • NEARBY Golem: Google möchte mit Nearby mithören: Mit dem im Vorfeld bekannt gewordenen Android-Dienst Nearby möchte Google eine einfache Vernetzung von Nutzern und Geräten ermöglichen - dafür aber Mikrofon, WLAN und die Standortdienste automatisch aktivieren. Auf Golem.de erklärt Tobias Költzsch, warum das für den Schutz unserer Privatsphäre problematisch ist.
  • TURING-TEST Zeit Online: Ein Trickser namens Eugene Goostman: Ein Bot, der sich als 13-Jähriger ausgibt, wird gerade als Meilenstein der Künstlichen Intelligenz gefeiert. Doch vielleicht ist das Programm gar nicht so schlau. Auf Zeit Online begründet Eike Kühl die Zweifel an dem Jubel.
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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 10. Juni

In unseren Lesetipps geht es um das Cyberabwehrzentrum, wie Metallica Geld verdient, Google+, #24hPolizei in Berlin und Metadaten auf Twitter. Ergänzungen erwünscht.

  • CYBERABWEHRZENTRUM Golem: Vernichtendes Urteil zum Cyberabwehrzentrum: Das vor drei Jahren gegründete Cyberabwehrzentrum des Bundes sei in seiner jetzigen Konzeption nicht gerechtfertigt: Zu dem Urteil kommt der Bundesrechnungshof in einem vertraulichen Bericht, den Jörg Thoma auf Golem.de vorstellt.
  • MUSIKINDUSTRIE Die Welt: Metallica bietet mehr Cash Metal als Thrash Metal: Musiker verdienen ihr Geld heutzutage vor allem mit Auftritten. Ein Metallica-Konzert zeigt, dass daraus nervige Werbeveranstaltungen geworden sind. Mit Musikern als Verkäufern ihrer Marke, wie Steffen Fründt kritisch auf Welt.de anmerkt.
  • GOOGLE+ ZDNet: Thanks for nothing, jerkface: Einen Monat nach der Entlassung von Vic Gundotra, Erfinder von Google+, hat sich Sergey Brin auf einer Konferenz sehr kritisch über die Entwicklung des sozialen Netzwerks geäußert. Das hat Violet Blue dann doch sehr auf die Palme gebracht und zu einem lesenswerten Rant auf ZDNet veranlasst.
  • #24hPOLIZEI Zeit Online: 24 Stunden Berlin auf Twitter: Am Samstag gab die Berliner Polizei einen Tag und eine Nacht lang Einblick in den Alltag der Beamten. Durch Tweets über die Einsätze soll das Bild der Polizei verbessert werden und Nachwuchs geworben werden. Zeit Online hat das Experiment in einem Storify zusammengefasst.
  • METADATEN WSJ: In a Single Tweet, as Many Pieces of Metadata as There Are Characters: Richtig gute Twitter-Nutzer, den Autor dieser Zeilen eingeschlossen, können in 140 Zeichen jede Menge Informationen packen und trotz der begrenzten Zeichenanzahl via Twitter kommunizieren. Doch die Tweets sagen viel mehr aus, als uns klar ist. Das Startup Elasticsearch hat ermittelt, dass ein Tweet bis zu 150 einzelne Metadaten besitzt.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 6. Juni

In unseren Lesetipps geht es heute um E-Commerce statt Kaufhalle, Amazon, ein EuGH-Urteil zum Urheberrecht, Proteste gegen YouTube und Bitcoin. Ergänzungen erwünscht.

  • E-COMMERCE Netzwertig.com: Lebensmitteleinkauf im Internet: Auch wenn deutsche Verbraucher noch immer zögern, werden Supermärkte irgendwann im großen Stil ins Netz ziehen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass sich auch im Lebensmittel-Einzelhandel die “traditionelle” Verdrängung einheimischer Akteure durch Internetgiganten wiederholen könnte, wie Martin Weigert auf Netzwertig.com erklärt.
  • AMAZON PandoDaily: Amazon has opened a physical “store” in SF that doesn’t sell anything physical: In San Francisco hat Amazon einen Laden eröffnet, in dem allerdings keine Waren verkauft werden. Die Riese im E-Commerce hat auch nicht vor, einen physischen Ort mit seinem virtuellen Marktplatz zu verbinden, sondern zeigt interessierten Kunden vor Ort, wie sie einen eigenen Server aufsetzen können. Natürlich bei Amazon. Ob der Shop wie bisher angekündigt nur einen Monat existieren wird oder daraus eine permanente Anlaufstelle für Interessierte wird, steht noch nicht fest.
  • URHEBERRECHT Ars Technica: Web browsing is copyright infringement, publishers argue: Gestern hat der Europäische Gerichtshof mal eine auf Anhieb nachvollziehbare Entscheidung getroffen, aber die Berichterstattung darüber scheint auszubleiben. Zumindest David Kravets schreibt auf Ars Technica darüber, das die Klage der britischen Verwertungsgesellschaft für Presseverlage abgelehnt wurde, dass das Anzeigen von Artikeln auf Displays bereits eine Verletzung von Urheberrechten darstelle. Mit der Klage versuchte die Newspaper Licensing Agency die technologischen Grundlagen des Internets anzugreifen.
  • YOUTUBE Golem.de: Unabhängige Labels protestieren gegen YouTube-Sperre: Es wirkt wie ungleicher Kampf, den die Indie-Labels gerade versuchen gegen YouTube zu kämpfen. Hintergrund sind neue Verträge für einen Streaming-Service, den YouTube demnächst starten will. Die Indie-Labels sind mit den von YouTube angebotenen Konditionen nicht einverstanden und fordern nun, denn von der Plattform verschwinden wollen sie auch nicht, dass die EU-Kommission YouTube untersagen soll, ihre Inhalte zu sperren. Die Musikbranche versucht wieder einmal, sich mit politischer Regulierung an Googles Erfolg beteiligen zu lassen. Innovation ist was anderes.
  • BITCOIN W&V: "Das Bitcoin-Ökosystem hat sich deutlich verbessert": Anfang September findet in Bonn die Konferenz "World Bitcoin Forum 2014" statt. Professionell beschäftigen sich derzeit in Deutschland aber erst wenige mit der Digitalwährung. Über vergangene Skandale, Chancen und künftige Einsatzmöglichkeiten für das Digitalgeld sprach W&V-Autor Franz Scheele mit Bastian Brand, Investment Manager des Pathfinder Crypto-currency Fund (PCF) der Londoner Investment-Firma Pathfinder Capital.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 5. Juni

In den Lesetipps geht es um Überwachung, BuzzFeed auf YouTube, Netzpolitik im TTIP, WhatsApp's Situation und Twitter sucht musikalische Zerstreuung. Ergänzungen erwünscht.

  • ÜBERWACHUNG Berliner Gazette: Post-Snowden: Seitdem mit Hilfe von Edward Snowden Enthüllungen über ein ungeheuerliches Ausmaß von Überwachung veröffentlicht werden, offenbart sich die wohl größte Krise der Demokratie in der Geschichte. Wir müssen eine globale Sicherheitsindustrie zur Kenntnis nehmen – voller Verstrickungen von staatlichen und privat-wirtschaftlichen Interessen, jenseits demokratischer Legitimation und Kontrolle. Doch über ihr Agieren aus der digitalen Deckung heraus und ihren Einfluss auf Individuen und Gesellschaften – darüber haben wir nur Anhaltspunkte. Was tun? Das Dossier POST-SNOWDEN der Berliner Gazette geht dieser Frage nach, im Glauben, dass mehr Aufklärung über diesen Schattenkomplex notwendig ist. Und in der Überzeugung, dass die Stärkung demokratischer Ideen und Praktiken die richtige Antwort auf unsere Krise sind.
  • BUZZFEED Blogrebellen: BuzzFeeds next big thing: Seit nicht einmal drei Jahren ist BuzzFeed auf YouTube aktiv und hat in der Zeit allein mit dem Hauptaccount mit etwa 800 Videos über eine Milliarde Klicks und über zwei Millionen Abonnenten generiert. Bei den Blogrebellen stellt Martin Giesler die BuzzFeed Videos vor, die wieder einmal zeigen, dass BuzzFeed schneller in die Zukunft des Online-Journalismus voranschreitet als andere.
  • TTIP Hyperland: Das Freihandelsabkommen und die Netzpolitik: Das europäisch-amerikanische Freihandelsabkommen TTIP steht vor der Tür – und es wird heiß diskutiert. Doch echte Fakten sind ein wenig rar, es herrschen Gerüchte und Hörensagen vor. Kritiker machen jedoch gegen das Abkommen mobil. Sie befürchten, dass erreichte Schutzstandards auf das jeweils niedrigste Niveau angepasst werden. Auch netzpolitische Themen stehen auf der Agenda, die Christiane Schulzki-Haddouti im Hyperland-Blog des ZDF vorstellt.
  • WHATSAPP CNET: WhatsApp focuses on costs as it prepares to join Facebook: Der Nachrichtendienst Whatsapp wächst scheinbar ohne Ende weiter und stößt dabei immer wieder an seine Grenzen. Doch Facebook scheint nicht zur Hilfe zu eilen, sondern fordert immer mehr Wachstum und neue Funktionen, die den ehemaligen schlanken Messenger fast überfordern. Dieser will deine Kostenbilanz verbessern. Am Mittwoch sprach der Mitgründer Brian Acton über die aktuelle Situation bei WhatsApp.
  • TWITTER Golem.de: Twitter wollte Spotify für 4 Milliarden US-Dollar kaufen: Twitter hat sich neben dem Berliner Startup Soundcloud auch für die Übernahme von Spotify für 4 Milliarden US-Dollar und von Pandora im Wert von 5 Milliarden US-Dollar interessiert. Damit will der Kurznachrichtendienst die Verweildauer der Nutzer erhöhen, wie Achim Sawall auf Golem.de erklärt. Allerdings kam keiner der Deals zustande, weshalb der Microblogging-Dienst wohl weiter nach seinen Nutzern Abwechslung bietenden Diensten suchen wird.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 4. Juni

In den Lesetipps geht es um Olaf Scholz über Google, Politico kommt nach Brüssel, Verbraucherschutz, die Polizei auf Twitter und Social Media im Journalismus. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE NDR.de: "Google muss sich seiner Verantwortung stellen": Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat davor gewarnt, in der Auseinandersetzung um die Macht von Google das Kind mit dem Bade auszuschütten und die Diskussion auf ein einziges Unternehmen zu verengen. Vernünftige Worte, die man zuletzt von Politikern selten gehört hat. Die von der FAZ gestartete Kampagne gegen/über Google zeigte schnell Wirkung. Scholz plädiert für angemessene rechtliche Mittel anstatt Regulierung.
  • POLITICO BuzzFeed: Politico's Next Stop Is Brussels, Sources Say: Es ist wohl noch nicht spruchreif, aber Politico plant wohl nach Washington auch aus Brüssel zu berichten. Die Website hat die Berichterstattung in den USA neu geprägt und könnte auch, was deutsche Medien ja bisher vermeiden, mehr über europäische Politik berichten und den Fokus stärker auf Brüssel richten. Das bisher in Washington praktizierte Geschäftsmodell scheint perfekt nach Brüssel zu passen.
  • VERBRAUCHERSCHUTZ iRights.info: "Wir müssen bei jeder Regelung mit bedenken, ob sie auch im digitalen Raum passt": Mit der großen Koalition ist das Thema Verbraucherschutz in das Justizministerium von Heiko Maas gewandert. Die Staatssekretäre Gerd Billen und Ulrich Kelber sprechen im iRights.info-Interview über die Vorhaben im Ministerium, darunter Regelungen zum Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft sowie bei Datenschutz und Datensicherheit.
  • POLIZEI Zeit Online: Berlin verlegt den Polizeifunk zu Twitter: Am Wochenende twittert die Berliner Polizei alle Einsätze in Echtzeit, es ist das erste Experiment dieser Art in Deutschland. Die neue Transparenz könnte Schule machen, wie Jörn Hasselmann auf Zeit Online schreibt. Die Tweets stoßen auf breites Interesse und gerade in politisch heiklen Situationen scheint die Transparenz-Offensive zu funktionieren.
  • JOURNALISMUS AJR.org: Social Media Isn't Optional, It's Mandatory: Zehn Jahre nach der Gründung von Facebook muss es in den Redaktionen immer noch diese Ansage geben: Social Media ist keine Option, sondern Pflicht. Im American Journalism Review schreibt Mary Clare Fischer über die Rolle von Social Media in US-Medien, sowie welche Probleme und Strategien sie haben.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 3. Juni

In den Lesetipps geht es um verhinderte Aufklärung durch die Bundesregierung, Kommentare via Facebook, den Alaska Dispatch, wo Fotos geteilt werden und den Kampf gegen Filesharing. Ergänzungen erwünscht.

  • ÜBERWACHUNG Spiegel Online: Bundesregierung verhindert Aufklärung durch Snowden: In einer neuen Stellungsnahme macht die Bundesregierung klar, dass sie kein Interesse daran hat, dass Edward Snowden in Deutschland vom NSA-Untersuchungsausschuss verhört wird. Die Forderung von Edward Snowdens Anwalt, dass sein Mandant in Deutschland verhört werden soll, lehnt Angela Merkel ab. Es ist blamabel für unsere Demokratie, dass unsere Regierung rein gar nichts gegen die anlasslose Überwachung durch ausländische Geheimdienste von uns allen tut und Aufklärung auch noch aktiv verhindert.
  • KOMMENTARE The Huffington Post: Moving the Conversation to Where You Want to Have It: In einem Blogpost in eigener Sache erklärt der CTO der US-amerikanischen Huffington Post, Otto Toth, dass das Blog seine komplette Kommentarspalte zu Facebook verlagert. Die Artikel können nur noch als Facebook-Kommentar kommentiert werden. Das geht natürlich nur, wenn man ein Konto bei Facebook hat und den Tracker nicht blockiert, was eine problematische Einschränkung der Meinungsfreiheit darstellt, aber auch die enorme Bedeutung von Social Media für US-Medien.
  • ALASKA DISPATCH Vocer: Vom Küchentisch-Blog zum Nachrichtenplatzhirsch: Wie man es im US-Bundesstaat Alaska vom kleinen Blog zum Nachrichtenplatzhirsch mit 30 Mitarbeitern schafft, haben Herausgeberin Alice Rogoff und Chefredakteur Tony Hopfinger vom "Alaska Dispatch" im Interview mit VOCER-Redakteur Jan Ewringmann erzählt. Ein lesenswerter Einblick in die Newsonomics von Journalismus im hohen Norden der USA.
  • MESSENGER Kroker's Look @ IT: WhatsApp überholt bis Jahresende Snapchat als größte Foto-Plattform der Welt: Jahrelang galt Facebook als größte Foto-Plattform im Internet, doch im vergangenen Jahr zeichnete sich schon ein rasanter Bedeutungswandelan, denn binnen zwei Jahren haben es die Messaging-Apps WhatsApp und Snapchat geschafft, das soziale Netzwerk Facebook als wichtigste Foto-Community abzulösen. Bereits im Jahr 2013 wurde Facebook auf die Ränge verwiesen, in diesem Jahr machen die beiden Messenger das Rennen mit großem Abstand zu Facebook untereinander aus.
  • FILESHARING The Guardian: If Google can get rid of personal data, why can't it purge the pirates?: Bei egal was gegen Google ist die Unterhaltungsindustrie, von manchen auch wenig liebevoll Content Mafia genannt, meist nicht weit mit eigenen Forderungen gegen die Suchmaschine. Nach dem viel kritisierten EuGH-Urteil über ein vermeintliches "Recht auf Vergessen", eher ein Recht auf Löschung von Google-Suchergebnissen, fordert nun die britische Musikindustrie, dass Google auch stärker gegen unautorisiertes Filesharing vorgeht. Bereits jetzt zeigt Google viele Links zu Filesharing-Anbietern nicht an, doch das reicht manchen noch nicht.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 2. Juni

In den Lesetipps geht es um Profis auf Airbnb, die aktuellen Generationen, Netzkultur im TV, die Digitalisierung unseres Denkens und Suchmaschinenzensur. Ergänzungen erwünscht.

  • AIRBNB Skift: The Professionalization of Airbnb Hosts: In den Rechtsstreitigkeiten von Airbnb in New York, Berlin und Amsterdam vertritt das Unternehmen meist die Position, dass die bestehenden Gesetze ein disruptives Peer-To-Peer-Geschäftsmodell nicht berücksichtigen, aber das eigentliche Problem sind nicht Menschen, die ab und zu ihre Zimmer oder Wohnung vermieten, sondern die Professionalisierung einiger Airbnb-Mitglieder, die ganze Hotels über die Plattform organisieren.
  • GENERATION X, Y, Z ARTE Future: Generation X, Y, Z und danach?: Digitale Revolution, Umweltprobleme, eine Ökonomie, die umgedacht werden muss: Die heutige Jugend tritt ihr Erwachsenenalter in einer Welt voller Herausforderung an. Aber auch voller Hoffnungen. Was zeichnet die Generationen X, Y und Z aus? Aus welchen Ressourcen können sie schöpfen, um die Welt von morgen zu gestalten? Die Arte-Sendung Square setzt sich mit den mit dem Internet aufgewachsenen Generationen auseinander.
  • NETZKULTUR iRights.info: Geheimwissen um Katzenbilder erreicht die Massenkultur: Auf iRights.info schreibt der Journalist Dirk von Gehlen, dass das Fernsehen und die Werbeindustrie die anarchische Netzkultur der Meme entdeckt haben. Oft bleibt davon nicht viel mehr übrig als das Schielen auf virale Reichweite. Andere aber greifen die Remix- und Memkultur gekonnt auf – und das Fernsehen wird wieder frech.
  • DIGITALISIERUNG The Catjects Project: Wie verändert die Digitalisierung unser Denken und unseren Umgang mit der Welt?: Der an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen lehrende Soziologe Dirk Baecker setzt sich in einem Debattenbeitrag mit der Frage auseinander, wie die Digitalisierung unser Denken und unseren Umgang mit der Welt verändert. Eine seiner Thesen dazu ist, dass wir Skandale brauchen, um die Oberfläche des Wandels zu durchdringen und den Verlust unserer Kontrolle über unsere Daten wieder gewahr zu werden.
  • RECHT AUF VERGESSEN Alvars Blog: Das Recht auf private Suchmaschinenzensur am Beispiel von Bettina Wulff: Auf seinem Blog setzt sich der Netzaktivist Alvar Freude mit dem EuGH-Urteil über das vermeintliche Recht auf Vergessen auseinander und zeigt am Beispiel von Bettina und Christian Wulff auf, was die Leute wohl nicht mehr von Google angezeigt haben möchten. Das wirkt wie ein Recht auf private Suchmaschinenzensur, die noch viele offene Fragen nach sich zieht.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 30. Mai

In den Lesetipps geht es um Social Media für Millionen, digitale Bequemlichkeit, Automatisierung, Kritik am Urheberrecht und Google will europäischer werden. Ergänzungen erwünscht.

  • SOCIAL MEDIA Nieman Journalism Lab: Who’s behind that tweet?: Joseph Lichterman hat für das Nieman Journalism Lab die Social Media-Manager der US-Medien ABC News, AP, CNN, NBC News, The New York Times, USA Today und The Wall Street Journal gefragt, wie sie ihre Social Media-Accounts verwalten. Ein interessanter Einblick von Leuten, die tagtäglich Accounts mit Millionen Followern bespielen.
  • DIGITALE GESELLSCHAFT RP-Online.de: Apps bedrohen die Freiheit im WWW: Das Internet, wie wir es kennen, ist 25 Jahre alt – und vom Aussterben bedroht. Nicht nur durch politische Kontrollwut und den Kampf um "Vorfahrt" für bestimmte Daten. Die größte Gefahr ist unsere eigene Bequemlichkeit, wie Tobias Jochheim in einem äußerst lesenswerten Kommentar auf RP-Online.de schreibt.
  • AUTOMATISIERUNG Netzwertig.com: Die Roboter kommen, doch Politiker sprechen noch immer von Arbeitsplatzschaffung: Das Beförderungs-Startup Uber will auf mittlere Sicht selbstfahrende Autos einsetzen. Amazon verzehnfacht in diesem Jahr die Zahl der Roboter in seinen Versandzentren. Maschinen nehmen Menschen die Arbeit weg – doch Politik und Volkswirtschaft sind überhaupt nicht vorbereitet, wie Martin Weigert auf Netzwertig.com erklärt.
  • URHEBERRECHT Interview mit Cory Doctorow: "Das Urheberrecht ist ein Nährboden für Überwachung": Ein äußerst lesenswertes Interview von Lea Weitekamp mit dem Sci-Fi-Autor Cory Doctorow, in dem der EFF-Aktivist über die Vorteile von Creative Commons für Schriftsteller spricht und wieso die derzeitige Gestaltung des Urheberrechts "ein Nährboden für Überwachung" ist.
  • GOOGLE de lege data: Google setzt EuGH-Entscheidung um und möchte europäischer werden: Nach der EuGH-Entscheidung im Streit zwischen der spanischen Datenschutzbehörde und Google um ein sogenanntes "Recht auf Vergessen werden" im Internet, hat das Unternehmen am Freitag ein Webformular bereitgestellt, durch welches Nutzer nun Löschantrage für Suchergebnisse einreichen können. Dr. Carlo Piltz stellt das Formular auf seinem Blog vor.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 28. Mai

In unseren Lesetipps geht es heute um das Projekt PostEverything, Innovation in Deutschland, E-Commerce im Jahr 2025, Heftig.co und was Robin Chade über Uber denkt. Ergänzungen erwünscht.

  • POSTEVERYTHING The Washington Post: Welcome to PostEverything: Spät wird der vom Schauspieler Patrick Fugit im Film "Almost Famous" dargestellte Charakter des Jungjournalisten William Miller noch zur Inspirationsquelle für den modernen Journalismus. Adam B. Kushner stellt auf der Seite der Washington Post das neue Projekt "PostEverything" vor, mit dem die Hauptstadt-Zeitung auf kreative Art und Weise seinen Platz im Hierarchien auflösenden Medienwandel sucht.
  • INNOVATION Harvard Business Review: Why Germany Dominates the U.S. in Innovation: Im Harvard Business Review schreibt Dan Breznitz, warum Deutschland beim Thema Innovation führend ist – ganz im Gegensatz zu den USA. Klar, Internet ist hier Neuland und auch die digitale Kreativwirtschaft hat bisher kaum Zählbares hervorgebracht, aber beim Thema Erneuerbare Energien, Molekularbiologie und Laser ist Deutschland zur Zeit vor den USA und China. Das deutsche Erfolgsgeheimnis ist aber, dass hier Erfindungen besser adaptiert und zu Geschäftsfeldern entwickelt werden.
  • E-COMMERCE MK-Fokus: Wie wir leben und einkaufen im Jahr 2025: In der Studie "Global E-Tailing 2025" zeigt die Deutsche Post DHL anhand vier Zukunftsszenarien, wie die elektronische Einkaufswelt für Verbraucher und Unternehmen weltweit im Jahr 2025 aussehen könnte. Das Magazin Marketing & Kommunikation stellt diese näher vor.
  • HEFTIG.CO Rhein-Zeitung: Die Viralseiten-Macher und ihr Verhältnis zu Urheberrechten: Seit gestern wissen wir also, wer hinter der sehr viralen Seite heftig.co steckt – Michael Glöß und Peter Schilling. Lars Wienand von der Rein-Zeitung hat gestern noch das Gespräch mit den Machern gesucht und eine interessante Unterhaltung mit Pressesprecher über Viralität, Urheberrechte und journalistischer Verantwortung eines Medium gefunden, dass keinen Journalismus betreibt.
  • UBER Bloomberg: What the Founder of Zipcar Thinks of Uber: Zum Abschluss ein Video anstatt eines Artikels: Robin Chade, Gründerin und Geschäftsführerin von Zipcar und inzwischen auch von Buzzcar, redet im Interview mit Bloomberg's "Street Smart"-Moderatorin Trish Regan über ihre beiden Mobility-Unternehmen und was sie über Uber denkt.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 27. Mai

In den Lesetipps geht es um die Datenschutz-Lüge, den Erfinder des Passworts, Internet vs. TV, einen kühnen Plan von Google und Gegenwind für Amazon. Ergänzungen erwünscht.

  • ÜBERWACHUNG Zeit Online: Die Datenschutz-Lüge: Geheimdienste und Sicherheitsbehörden lagern immer mehr Überwachungsmaßnahmen an private Unternehmen aus. In einem Gastbeitrag auf Zeit Online fordert der grüne Politiker Malte Spitz, dass die Politik diese unheilvolle Allianz beenden muss. Längst sind europäische Geheimdienste, also auch "unser" BND, Teil einer globalen Überwachungsmaschinerie. Der von Angela Merkel und Sigmar Gabriel nahezu perfektionierte Populismus ist aber keine angemessene Reaktion auf diesen für eine Demokratie nicht hinnehmbare Situation. Die Bundesregierung sollte einmal wirklich etwas gegen Überwachung tun.
  • PASSWORT Wall Street Journal: Man Behind the First Computer Password: Nach dem Heartbleed-Bug haben sich viele Nutzer mit einem in Zeiten von Social Login fast vergessenen Artefakt des Internets auseinandergesetzt: dem Passwort. Für das Wall Street Journal hat Danny Yadron den Erfinder des ersten Computer-Passworts, Fernando Corbató, interviewt. Corbató schreibt seine Passwörter noch heute auf ein Blatt Papier und erklärt im Interview, warum er das erste Passwort erst erfinden musste.
  • INTERNET VS. TV Forbes: Time Warner CEO Says TV is Taking Over The Web: Der TV-Moderator Fareed Zakaria hatte die undankbare Aufgabe seinen sehr weit über ihn stehenden Vorgesetzten Jeff Bewkes, CEO von Time Warner, zu interviewen. Auf die wohl als nette Steilvorlage gedachte Frage, ob denn nicht das Internet das Fernsehen auffrisst, legte Bewkes eine einem Raketenstart gleichende Antwort vor: Das Fernsehen wird das Internet schlucken. Bewkes begründet diese Aussage dann noch mit einer Argumentation, die Steven Rosenbaum in seinem Forbes-Artikel kommentiert.
  • GOOGLE Go2Android.de: Google plant kostenloses WLAN für Alle: Das Feuilleton hat uns in den letzten Monaten ja sehr intensiv über die uns bedrohenden Denkweisen des Silicon Valley aufgeklärt. Bei Google soll man ja groß denken und das dann mal Zehn oder so multipliziere. Scheinbar hatte jemand mal wieder so eine Idee, denn Stefan Kirchner berichtet auf Go2Android.de, dass Google jetzt plane, nach den Entwicklungsländern und weißen Flecken auf der Internet-Karte auch Industrienationen mit einem kostenlosen WLAN zu versorgen. Was wie die angekündigte Disruption von Mobilfunkanbietern klingt ist vor allem Grundlage für die lukrative Auswertung der absoluten Vernetzung des wohlhabendsten Teil der Welt.
  • AMAZON Frankfurter Rundschau: Brutale Erpressung: Auf der Seite der Frankfurter Rundschau schreibt Jonas Rest über die Praxis von Amazon, Bücher aus dem eigenen Angebot verschwinden zu lassen, um Verlage gefügig zu machen. Nun erwägt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels kartellrechtliche Schritte, denn auch in Europa wendet der US-Internetkonzern diese Taktiken an. Wer Brad Stones "Der Allesverkäufer" gelesen hat wird ahnen, dass Amazon sich hier durchsetzen wird, denn am Ende entscheiden die Kunden und mein letzter Versuch bei einem Verlag direkt ein Buch zu bestellen, zeigte mir einmal mehr auf, warum Amazon gegen jede Moralvorstellung weiterhin erfolgreich sein wird.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 26. Mai

In den Lesetipps geht es um Crowdfunding auf YouTube, den "Bilder-Klau" von WhatsApp, Google und die Deutschen, sowie den Nutzen von Smartphones. Ergänzungen erwünscht.

  • YOUTUBE Gigaom: YouTube wants to take a page from Kickstarter with crowdfunding tools for video producers: Der stete Wandel auf YouTube geht weiter: jetzt will Googles Videoplattform den eigenen Nutzern auch Möglichkeiten des Crowdfunding anbieten. Auf den anderen Crowdfunding-Plattformen sind Videos, meist von YouTube, gang und gäbe. Doch wenn YouTube schon für einen Teil der Kampagnen genutzt wird, warum dann nicht auf für den gesamten Prozess? Mal schauen, was die Nutzer und Nutzerinnen antworten.
  • WHATSAPP Christoph Kappes: Whatsapp braucht Nutzungsrechte, damit Du posten kannst.: In der deutschen Netz-Debatte, stets von Zukunftsangst und gefühlter Ohnmacht gegenüber US-amerikanischen Internet-Unternehmen geführt, bekommt neben Google zur Zeit auch der von Facebook gekaufte Messanger etwas mediale Aufmerksamkeit. Dieser "klaut" nämlich alle unsere im Chat versendeten Bilder. Was bei vielen nur noch Kopfschütteln verursacht, motiviert Christoph Kappes zu einer guten Einordnung des vermeintlichen Problems und der Berichterstattung darüber.
  • GOOGLE I Zeit Online: Sieben Thesen zur Zukunft des Internetkonzerns Google: Auf Zeit Online stellen die beiden Wirtschaftsjournalisten Götz Hamann und Johann Laux sieben Thesen zur Zukunft des Internetkonzerns Google und zur deutschen Netz-Debatte auf. Es sind Thesen, die diskutiert werden können, sicher sogar sollen, aber sie alle sind interessante Gedankenspiele vom jetzigen Status Quo ausgehend.
  • GOOGLE II Spiegel Online: Google und die Deutschen: Die Debatte über die Macht von Google wird oft irrational geführt. Viele Deutsche misstrauen dem Konzern, befürworten gar seine Zerschlagung. Viel sinnvoller wäre es, endlich eine eigene Vision der digitalen Zukunft zu entwickeln, wie der USA-Korrespondent des Spiegel, Thomas Schulz, in seiner wöchentlichen Kolumne schreibt.
  • DIGITALE GESELLSCHAFT Heise Online: Smartphones zerstören dein Leben! Echt jetzt?: Auf Heise.de schreibt der ehemalige c't-Redakteur Clemens Gleich über die beliebten Anti-Smartphone-und-Social-Media-Videos in den sozialen Medien, vor allem auf dem Smartphone. Die Botschaft ist klar: Alles wird besser, sobald du dein Telefon wegschmeißt. Gut, dass das keiner macht, denn es stimmt einfach nicht.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 23. Mai

In unseren Lesetipps geht es um die Überwachung seitens der Regierung, Facebook und Journalismus, Startups und die Europawahl, Digitisation sowie das Internet der Dinge. Ergänzungen erwünscht.

  • ÜBERWACHUNG Süddeutsche.de: Juristen werfen BND Verfassungsbruch vor: Es war eine Ohrfeige für die Bundesregierung, wie Thorsten Denkler auf Sueddeutsche.de schreibt: Im NSA-Untersuchungsausschuss erklärten drei hochrangige Juristen - darunter zwei ehemalige Verfassungsrichter - dass der Bundesnachrichtendienst gegen das Grundgesetz verstoßen. Die bisherige Politik der von Angela Merkel und Sigmar Gabriel geführten Großen Koalition müsste beendet und neue Gesetze gegen Überwachung geschaffen werden.
  • JOURNALISMUS PandoDaily: Facebook’s Product Director rips into the media for “failing journalism.” But whose fault is it, really?: Gestern Abend postete Facebooks Produkt-Direktor Mike Hudack einen epischen Text über den Zustand des Journalismus, den er mit diesem grandiosen Satz begann: "Please allow me to rant for a moment about the state of the media.” Sein Kommentar geht mit traditionellen wie auch neuen Medien gleichermaßen hart ins Gericht, bevor er sich der Rolle der Web-Unternehmen widmet. Hier schafft er es leider nicht, seine Facebook-Brille ganz abzulegen, weshalb David Holmes Auseinandersetzung mit dem Kommentar auf PandoDialy nur zu empfehlen ist. (Allein schon wegen der tollen Illustration von Hallie Bateman.)
  • EUROPAWAHL Philipp Moehring: If you're in startups, go vote.: Auf seinem Blog schreibt der AngelList-Betreiber Philipp Moehring, warum die gestern gestartete Europa-Wahl (Keine Sorge,in Deutschland wird traditionell erst am Sonntag gewählt!) für Startups wichtig ist und fordert alle auf, die irgendwas in Startups zu tun haben, auch wählen zu gehen. Dabei gibt er auch eine kleine Wahlempfehlung ab bzw. empfiehlt keine rechten und nationalen Parteien zu wählen, da diese nur ihre lokalen Märkte im Blick haben. Dem Wahlaufruf kann ich mich nur anschließen, ganz persönlich auch der Ablehnung rechter und nationaler Parteien. Go vote!
  • DIGITISATION CIO.de: McKinsey untersucht die Folgen globaler Digitalisierung: Auf CIO.de stellt Christiane Pütter den McKinsey-Report "Global flows in a digital age" vor, in dem die Unternehmensberatung aufzeigt, wie die Verlagerung von Dingen, Menschen und Prozessen ins Virtuelle funktioniert und was sie bedeutet. Im Report wird das übrigens als Digitisation bezeichnet. Wieder was gelernt.
  • INTERNET DER DINGE ITespresso.de: Intel eröffnet in München erstes Forschungslabor für Internet der Dinge: Intel verstärkt seine Aktivitäten auf dem Gebiet des Internets der Dinge (IoT) und hat in München ein erstes Forschungslabor dazu gegründet, wie Ralph Schneider auf ITespresso.de schreibt. Verschiedene Intel-Abteilungen und Partner sollen hier an Anwendungsszenarien für das Internet der Dinge arbeiten. Weitere derartige Forschungseinrichtungen sollen demnächst in Istanbul, Stockholm und London folgen.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 22. Mai

In unseren Lesetipps geht es um Edward Snowden, ein neue Funktion von Facebook, Mediendisruption, Nutzerrechte bei Messaging-Diensten und Urheberrechtspolitik in den USA. Ergänzungen erwünscht.

  • EDWARD SNOWDEN Cicero Online: Schweden verhindert Snowden-Einladung: Ende Mai findet in Schweden das nächste europäische Treffen von Netzaktivisten statt. Auf dem „Stockholm Internet Forum“ soll es um globale Entwicklung sowie Überwachung gehen. Der wichtigste digitale Bürgerrechtler unserer Zeit ist allerdings unerwünscht. Petra Sorge schreibt auf Cicero.de, dass das schwedische Außenministerium eine Einladung an Edward Snowden und einigen seiner engsten Vertrauten verhinderte.
  • FACEBOOK ReadWrite: Facebook Can Now Spy On Your Surroundings Via Your Phone's Microphone: Auf ReadWrite stellt Selena Gomez ein neues Tool von Facebook vor, mit dem, ähnlich wie bei Shazam, die Umgebung "abgehört" werden kann. Das Smartphone kann dadurch erkennen, welche Sendung man gerade im Fernsehen schaut oder welche Werbung läuft, was Werbetreibenden die Möglichkeit gibt, gezielte Werbung auf das Smartphone zu schicken.
  • MEDIENDISRUPTION Neunetz.com: Heftig.co zeigt wie bedeutungslos Google für heutigen Medienerfolg sein kann: Am Beispiel von Heftig.co, egal wie man zu diesem seltsamen Medium steht, zeigt Marcel Weiss auf, dass Erfolg im Digitalen auch unabhängig von Google und SEO sein kann. In Deutschland behaupten die Presseverlage oft etwas anderes und verweisen auf ihre eigene Abhängigkeit zu ihrem persönlichen Staatsfeind Nr. 1. Wie immens der Erfolg abseits von Google und abseits von klassischen Medienstrukturen sein kann, zeigt Heftig.co (aber auch BuzzFeed) recht eindeutig auf.
  • MESSAGING Handelsblatt: Bild auf WhatsApp & Co. verschickt – Rechte verschenkt: Auf Handelsblatt.com schreiben Katharina Schneider und Jens Hagen über die rechtlichen Gefahren der Nutzung von Messaging-Diensten wie WhatsApp oder WeChat. Diese Dienste sind bei vor allem bei jugendlichen Nutzern beliebt, doch ob jung oder alt, welche Rechte durch die Nutzung abgegeben werden ist den Nutzern selten bekannt.
  • URHEBERRECHT Techdirt: The End Of Maximalist Copyright?: Was politisch gestaltet wurde, kann auch politisch verändert werden. Ein Gedanke des Politikwissenschaftlers Blayne Haggart auf Techdirt, der Hoffnung macht. In den beiden Legislaturperioden der Obama-Regierung wurde durch Einfluss der Unterhaltungsindustrie die extremste Position zum Ausbau des Urheberrechts eingenommen. Doch das Silicon Valley interessiert sich immer mehr für politischen Einfluss und ein Policy-Wechsel könnte laut Haggart bevorstehen.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 21. Mai

In unseren Lesetipps geht es um Fotos vom Medienwandel, wie TTIP & Co. verhandelt werden, die Generation Y, Digitalisierung von Prosa zu Musik und Netflix kommt nach Europa. Ergänzungen erwünscht.

  • MEDIENWANDEL Marcus Schwarze: Von wo das Netz herkommt: Im Frühjahr 2014 reisten zwei Dutzend Journalisten aus Deutschland ins Silicon Valley, um etwas davon zu ergründen, was in dieser Zeit unsere Lebensumstände nachhaltig verändert. Unter dem Hashtag #crusa14 konnte man die Neuland-Entdeckern verfolgen. Marcus Schwarze hat jetzt Fotos vom Trip veröffentlicht und kommentiert.
  • TTIP & Co. Berliner Gazette: Wie mit TTIP und Co. Politik jenseits der Demokratie gemacht wird: Hinter verschlossenen Türen wird eine transatlantische Freihandelszone entworfen. Die Verhandlungsführer sind weder bekannt noch demokratisch legitimiert. Die genauen Vertragstexte, sei es TTIP, CETA, TPP oder TiSA, sind geheim. Ist dieses Verfahren zeitgemäß? Umweltingenieurin und Berliner Gazette-Autorin Tatiana Abarzúa kommentiert.
  • GENERATION Y Politik Digital: Generatin Y – Schöne, neue Arbeitswelt?: Die Arbeitswelt ist im Wandel. Man spricht von einer neuen Generation von Menschen, die flexibel, mobil und selbstbestimmt arbeiten möchte. Die sogenannte „Generation Y“ gilt als innovativ und sinnsuchend, aber auch als verwöhnt und faul. Politik und Wirtschaft passen sich nur langsam diesen neuen Bedürfnissen an, um keine Wähler und Mitarbeiter zu verlieren. Und auch Arbeitnehmer nutzen die neuen Modelle nur zögerlich und arbeiten meist nicht weniger und effizienter – wie es der technologische Fortschritt verheißt – sondern sind überarbeitet bis hin zum Burnout.
  • DIGITALISIERUNG Spiegel Online: TransProse analysiert Stimmung von Text und macht Filmmusik: Werden Filme in Zukunft automatisch durch Software-Tools vertont? Ein Forschungsprojekt hat mit dem Projekt TransProse erste Erfolge erzielt, indem es "Sequenzen von Noten bestimmt, die die emotionale Aktivität von Texten einfangen". Es scheint so, dass rund 100 Jahre nach der Einführung des Tonfilms den Filmorchestern ein nächster Wandel bevorsteht.
  • NETFLIX Netzwertig.com: Netflix plant Debüt in Deutschland, Österreich und der Schweiz für Ende 2014: Dass Netflix im deutschsprachigen Raum starten würde, war ein offenes Geheimnis. Jetzt nennt das Unternehmen erstmals einen Zeitraum: Ende 2014 soll es soweit sein. Für Martin Weigert ein weiterer Schritt des Streaming-Dienstes zu einem globalen Internetgiganten, der schon heute über 48 Millionen zahlende Abonnenten hat.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 20. Mai

In unseren Lesetipps geht es um die geplanten Akquisen von Twitch und Soundcloud, die Deutschen und Google, Framing in der Netzpolitik, sowie die Folgen des Rechts auf Vergessen. Ergänzungen erwünscht.

  • TWITCH NextDraft: Life’s a Twitch: Die interessanteste Akquiseabsicht gestern (zu der Zweitinteressantesten kommen wir im nächsten Lesetipp) war die Meldung, dass YouTube (also Google) Twitch kaufen will. Kaum jemand wird wissen, was Twitch ist, aber bevor die Netzökonomen zu Rate gezogen werden, ist die simple Erklärung von Dave Pell vorzuziehen: "It's the only recent deal my kids care about."
  • SOUNDCLOUD Re/code: Twitter Is Considering a Deal to Buy SoundCloud: Halb Berlin war heute Früh auf den Beinen, denn die nächtliche Meldung, dass Twitter darüber nachdenkt Soundcloud zu kaufen, versetzt viele in helle Aufregung. Doch selbst wenn es zum großen Exit von der Spree ins Silicon Valley kommt, ist die eigentliche Frage, welche Auswirkungen der Deal auf Soundclouds Verhandlungen und Entwicklung gegenüber der Musikindustrie hat und das könnte am Ende weniger gefeiert werden.
  • ZE GERMANS Techdirt: German Official Says It May Be Time To Break Up Google... Just Because: Auch in den USA wurden die Drohungen von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Europapolitiker Martin Schulz vernommen, das US-amerikanische Unternehmen Google zerschlagen zu wollen. Anders als in der deutschen Presse kommt der Blogger Mike Masnick zu dem Fazit, dass die Deutschen keine Ahnung haben, was ihnen genau an Google nicht passt. Sollte Google aber als Reaktion deutsche IP-Adressen blocken, würden vielleicht einige wieder wissen, worum es gehen könnte und wer welche Macht wirklich hat.
  • NETZPOLITIK i heart digital life: Netzpolitik, Mad-Men-Style? Framing und Strategie angesichts der Totalüberwachung: Kathrin Ganz setzt sich kritisch mit der rp14-Rede von Sascha Lobo auseinander und kommt zu dem Fazit, dass die Suche nach der richtigen Sprache wichtig ist, da Sprache aufzeigt, wo die Analyse der Lage zu kurz greift. Dies ersetzt aber nicht die Beschäftigung mit Organisation und Strategie, "und um über Organisation und Strategie zu diskutieren, brauchen wir eine ordentliche Analyse".
  • RECHT AUF VERGESSEN SmartCompany: Why the EU's privacy ruling is the latest legal blow for Google: Auf SmartCompany schreibt die Anwältin Vanessa Emilio über das Google-Urteil des Europäischen Gerichtshof und befürchtet, dass die Auswirkungen weltweit zu spüren sind. Das Urteil bewertet sie als jüngste Zuspitzung des Konflikts zwischen dem Recht auf Vergessen und dem Recht auf Wissen, der noch mehr Zensurgebaren hervorrufen könnte.

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