Meike LaaffTanz der Moleküle: Forscher tanzen ihre Doktorarbeiten

Es gibt Themen, die sind absolute Kommunikationskiller. „Und, worüber schreibst Du Deine Doktorarbeit?“ ist eine Frage, die ganz sicher jede Unterhaltung beendet: Allein der Name des Titels dauert gefühlte fünf Minuten, ist gespickt von Worthülsen à la „System“, „Prozess“ oder „Funktionsweisen“ - und weil man kein Wort verstanden hat, sagt man schnell „Ah, interessant“ und wechselt dann panisch das Thema. Und doch gibt es auch Möglichkeiten, sein Habil-Thema ansprechend zu vermitteln, auch wenn das Gegenüber kein einziges Wort versteht – zum Beispiel beim „Dance your PhD“-Wettbewerb, der vor einigen Tagen in den USA verliehen wurde. Die Regeln sind einfach: Ohne ein einziges Wort müssen die Bewerber das Thema ihrer Doktorarbeit vortanzen – egal ob als albernen Gruppensquaredance oder in Form eines Waldorfianischen Ausdruckstanzes. Die Rolle von Vitamin D in Betazellen? Menschliches Hämoglobin bei geringen Temperaturen? Nichts, was man nicht locker vortanzen könnte. Die Videos gibt's nach dem Sprung. [Mehr]

Peter BihrWie Microsoft sich die Zukunft vorstellt

Durch und durch futuristisch - wie es sich für eine Softwarefirma gehört - präsentiert Microsoft eine Vision unseres Lebens im Jahr 2019. Im Video des Microsoft Office Labs 2019 ist ein kleiner Querschnitt dieser schönen neuen Welt vorgestellt. <a href="http://video.msn.com/?mkt=en-GB&playlist=videoByUuids:uuids:a517b260-bb6b-48b9-87ac-8e2743a28ec5&showPlaylist=true&from=shared" target="_new" title="Future Vision Montage">Video: Future Vision Montage</a> Eine ausführlichere Erklärung der einzelnen Elemente gibt es in der Präsentation von Stephen Elop, Präsident von Microsoft Business Division. Das Video gibt's drüben bei istartedsomething. Einige Trends sind aber durchaus klar: Smarte Interfaces, ständige Verbindungen zum Netz sowie jede Menge Augmented Reality, sprich: Informationen im Raum, die nur per Hilfsgerät erkennbar sind.

Peter BihrRealitätserweiterung auf dem iPhone

Erweiterte, verbesserte Realität, so in etwa könnte man Augmented Reality übersetzen. Gemeint ist damit ganz konkret, im realen Raum Informationen unterzubringen, die nur mit technischen Hilfsmitteln gesehen werden können. iPhones oder auch das Googlephone G1 sind dazu ganz gut geeignet, wie dieses Video zeigt. Damit lassen sich allerlei spannende Dinge basteln. Eine sehr anschauliche Anwendung sind Reiseführer wie Wikitude. Mehr zum Thema Augmented Reality gibt's bei Wikipedia. (via xonio)

Björn RohlesMusik im Abo: immer neuer Stoff mit eMusic

Logo von eMusicMusikstores gibt es im Internet wie Sand am Meer. Die meisten kopieren iTunes und bieten Musik als Songs und/oder ganze Alben. Doch es gibt auch innovative Konzepte: eMusic, entstanden 1998, als alles Neue noch mit "e" bezeichnet werden musste, bietet seit 2000 ein Musik-Abo an, dass den Kunden zu einem festgelegten Preis eine Anzahl monatlicher Downloads garantiert. So gibt es 30 Lieder für 13,99 €, 50 für 16,99 € oder 75 für 20,99 €. Wir haben den Veteranen im Markt auf Herz und Nieren getestet. [Mehr]


Peter BihrKopimi Station: Oscar-Gewinner auf USB-Stick

Kopimi StationDie Oscar-Gewinner sind bekannt, die Filme werden uns gerade in Deutschland aber noch das ganze Jahr über begleiten. Wer nicht warten will, bis die Filme ins Kino kommen, kann wie schon im letzten Jahr alle Oscar-nominierten Filme aus (hierzulande illegalen) eigens angelegten Filesharing-Sites wie Oscartorrents.com besorgen. Während die Macher hinter einiger dieser Seiten, die schwedische Gruppe Piratebay, sich derzeit vor Gericht (bislang recht erfolgreich) verteidigt, wurden die Filmdownloads durch Oscar-Parties in der echten Welt ergänzt. So gab es weltweit Pirate2Pirate-Partys mit Downloadstationen, von denen einige auch jetzt noch in Betrieb sind. Auch in Berlin gibt (gab?) es mindestens eine dieser sogenannten Pirate2Pirate Kopimi Stationen. Ein kurzes Video folgt nach dem Klick. [Mehr]

Meike LaaffBand zahlt fürs Runterladen ihres Albums

Noch profitabler als geklaut: Wer das neue Album der US-Indie-Band "Officer Roseland" herunterläd, bekommt einen Dollar geschenkt. Mal eine ganz neue Variante, den Marketing-Topf auf den Kopf zu hauen: Auf mystimuluspackage.org kann sich jeder Downloadwillige entscheiden, ob er den Dollar auf sein eigenes Paypal-Konto gutgeschrieben bekommen möchte oder ob er es edel an einen guten Zweck spenden will. Screenshot: Officer Roseland Stellt sich natürlich sofort die Frage, wie schrecklich die Musik von Officer Roseland sein muss, dass geschenkt noch nicht billig genug ist. Zur Beruhigung: Ganz so schlimm ist es nicht. Das Album "Stimulus Package" ist eher harmlos und egal als auffällig furchtbar. [Mehr]

Meike LaaffDatamoshing – Übertragungsfehler wird Videotrend

Musikvideomacher waren ja schon immer die Spielkinder in der Branche. Darum haben sie jetzt, wo man sich ihre Videos sowieso nur noch im Netz anschaut, begonnen, wie mit Pixeln herumzumanschen wie Kinder mit Fingerfarben: "Datamoshing" heißt die krude Optik, die Störungen wie Verpixelungen, Komprimierungsartefakten und Übertragungsfehler zur Kunstform erhebt. Zwei Beispiele folgen nach dem Klick. [Mehr]

Peter BihrRoccatune jetzt als Musik-Widget

Kostenlos und legal Musik gibt es bei Roccatune schon länger. Bislang war das auf die Website roccatune.com beschränkt. Das ändert sich jetzt: Mit dem neuen Roccatune-Widget können Roccatune-Songs auch auf deinem Blog eingebunden werden. Auch hier gilt natürlich: alles völlig kostenlos und legal. Roccatune sagt:
Hier entsteht natürlich ein großer Mehrwert für Eure User, denn jeder Titel kann auch bei Euch in voller Länge abgespielt werden. Mit unseren Content Modulen und unserem Player müsst Ihr keinen Vertrag mit Rechteinhabern (z.B. Labels und Urheber) abschließen. Somit entstehen Euch auch keine Lizenzgebühren, diese übernehmen wir. Konkret bedeutet dies: Wir finanzieren einen Mehrwert für Eure Seiten und Blogs.
Das Widget wird im Blog eingebunden, der Player selbst öffnet sich zunächst aus rechtlichen Gründen in einem neuen Fenster. Wie das Ganze dann in der Praxis aussieht, zeigt @sachark, Pressesprecher von Roccatunes in seinem Blog. Feine Sache!

Peter BihrCopyME bringt Remix-Kultur auf die Bühne

Große Videoprojektionen, eine Band aus fünf mal derselben Frau, Jack Nicholson und jede Menge Blut: In einer Solo-Performance beschäftigt sich Rahel Savoldelli mit den Grenzen von Urheberrecht und der Kultur von Remixing und Mashups. Noch zwei Performances wird es in Berlin im Ballhaus Ost geben, in ein paar Monaten wird das Stück voraussichtlich in Atlanta aufgeführt. Inspiriert ist CopyME deutlich von Werken wie Steal This Film und Good Copy Bad Copy, den Plot erklärt die Darstellerin im Video.
Rahel Savoldelli / CopyME from thewavingcat on Vimeo. Wer sich für Remix-Kultur interessiert, ist in diesem Theaterstück genau richtig. Noch drei Gelegenheiten gibt es, CopyME in Berlin zu sehen. Im Ballhaus Ost am 25., 26. und 27. Februar. Update: CopyME wird nochmal neu aufgelegt mit drei neuen Terminen: 23., 24. und 25. April, Beginn jeweils 20 Uhr im Ballhaus Ost. Am 24. April geht's direkt danach weiter mit OpenEverything und dem Creative Commons Salon.