Adblocker, Content Marketing, Big Data – alles Symptome der neuen vernetzten Mitmachkultur. Etablierte Medienhäuser mit der alten Denke werden sich ganz warm anziehen müssen. Der Versuch eines Überblicks über die Zukunft der Medien und ihrer ökonomischen Grundlage.
![Time Square (Bild: Sracer357 [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons)](http://www.netzpiloten.de/wp-content/uploads/2013/05/Time-Square-Bild-Sracer357-CC-BY-SA-3.0-via-Wikimedia-Commons.jpg)
Die große Kampagne gegen Adblocker, also Menschen, die Werbung auf Onlinepublikationen per Software automatisch ausblenden weil es sie schlichtweg nervt, war am Ende wohl eher eine Kampagne für das Ausblenden von Werbung, weil es mehr oder weniger dezent einem breitem Publikum vermittelt hat, dass es diese Möglichkeit überhaupt gibt. Jetzt kann man sich darüber lustig machen, oder sich über die Verlage und generell über Werbung echauffieren, man kann aber auch mal versuchen zu verstehen, was da gerade im Umbruch ist und warum sich in letzter Zeit immer wieder solches Verhalten der Verzweiflung anhäufen. Um das zu verstehen muss man zunächst einmal verstehen was das Internet da kulturell eigentlich auf den Kopf gestellt hat.
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Die German Angst vor Dauerüberwachung ist wieder da. Aktuelles Opfer: Google und die neue Datenbrille Glass.
![Google Glass (Bild: Loic Le Meur [CC BY 2.0], via Flickr](http://www.netzpiloten.de/wp-content/uploads/2013/05/Google-Glass-Bild-Loic-Le-Meur-CC-BY-2.0-via-Flickr.jpg)
Noch ist die Datenbrille „Google Glass“ nicht auf dem Markt, da erklingen in Deutschland schon die Alarmglocken. Die staatlichen Datenschützer bringen sich in Position und warnen vor dem sogenannten „Lifelogging“, also dem unbemerkten Aufzeichnen von vertraulichen Gesprächen. Das Rechtssystem sei auf das Ausspähen der Umgebung nicht vorbereitet.
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Es gibt tausende Blogs in Deutschland. Doch leider steht die Vernetzung untereinander hierzulande noch lange nicht so gut wie sie es etwa in Amerika tut. Dort ist das Miteinander viel stärker ausgeprägt, in Deutschland steht häufig noch der Konkurrenzkampf im Vordergrund - wenn auch nur unbewusst.

Jedenfalls ist die Idee einer funktionierenden Blogosphäre nach wie vor ein erstrebenswertes Ziel, die Fortschritte in der jüngsten Vergangenheit sind nicht zu leugnen und man sieht an dem ein oder anderen Beispiel, dass auch Blogs eine für Missstände in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gefährliche Eigendynamik entwickeln können. Das gepaart mit der Viralität über die sozialen Netzwerke kann große Macht bedeuten.
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Eine neue Generation von Startups begreift Journalismus nicht als Produkt, sondern als Prozess. Auf Carta.info erklärt der Journalist Frederik Fischer, was das für den Journalismus bedeutet.
![Startupler (Bild: Heisenberg Media [CC BY 2.0], via Flickr)](http://www.netzpiloten.de/wp-content/uploads/2013/05/Startupler-Bild-Heisenberg-Media-CC-BY-2.0-via-Flickr.jpg)
Etablierte Medien, die die neue Netzwerkstruktur verstehen und sich darauf einlassen, können sich wieder auf ihre Alleinstellungsmerkmale konzentrieren. Voraussetzung: Ein tiefgreifender Mentalitätswechsel der Amateure und Softwareentwickler, als Selbstverständlichkeit in den journalistischen Produktionsprozess integriert.
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Innovation hat viele Antriebskräfte, auf der diesjährigen re:publica hat Tomas Caspers einen dieser Motoren näher vorgestellt, der wohl den wenigsten einfallen dürfte: Barrierefreiheit.
![Screenshot aus der Session von Tomas Caspers (Video: republica 2013 [CC BY-SA 3.0 DE], via YouTube)](http://www.netzpiloten.de/wp-content/uploads/2013/05/screenshot.png)
Angefangen mit der Schreibmaschine, über das Telefon und den Phonographen, sind viele Technologien, die wir heute als selbstverständlich erachten, für Menschen mit körperlichen Einschränkungen entwickelt worden. Diese Technologien sind stets schnell weiterentwickelt worden und schnell von allen Menschen genutzt. Dies sind aber nur einige Beispiele, wie die Suche nach barrierefreien Zugängen für alle Menschen immer wieder als Innovationsquelle für Erfinder fungierte.
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Sascha Lobo sagt, die Netzbewegung muss Angela Merkel überzeugen. Denn: Auch in den nächsten vier Jahren sei mit der Kanzlerin zu rechnen.
![YouTube-Stars (Bild: Tony Sojka I re:publica 2013 [CC BY 2.0], via Flickr)](http://www.netzpiloten.de/wp-content/uploads/2013/05/YouTube-Stars-Bild-Tony-Sojka-I-republica-2013-CC-BY-2.0-via-Flickr.jpg.jpg)
„Spiegel Online“-Autor Sascha Lobo hat sich schweren Herzens mit dem Begriff der Netzgemeinde angefreundet. Es sei wie mit einem dreibeinigen blinden Hund: Irgendwann hat man sich daran gewöhnt. Er beschäftigte sich in seinem knapp einstündigen Überraschungsvortrag auf der Berliner Blogger-Konferenz republica mit dem selbst gegebenen Auftrag.
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Bloß drei Prozent aller Telekom-Kunden seien von der angekündigten Drosselung des Datenvolumens betroffen. Unser Kolumnist glaubt davon kein Wort.
![Telephon-Billet (Bild: Kandschwar [Public domain], via Wikimedia Commons)](http://www.netzpiloten.de/wp-content/uploads/2013/05/Telephon-Billet-Bild-Kandschwar-Public-domain-via-Wikimedia-Commons.gif)
Wie konnten wir Telekom-Vorstandschef René Obermann nur so verkennen. Bei der Erdrosselung des Netzes geht es gar nicht um den schnöden Mammon, sondern um den Antrag auf Mitgliedschaft bei den barmherzigen Samaritern. Das machte der liebwerteste Magenta-Gichtling in einem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler deutlich. Es gehe einzig und allein um eine faire Behandlung der Noch-Kunden des Bonner Konzerns und um preiswerte Angebote.
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Schon seit Längerem wollte Julian Dziki über das semantische Web schreiben, weil er sich damit in seiner Magisterarbeit befasst hat. Jetzt hat er es getan, aber Obacht: Das wird kompliziert, aber es lohnt sich!
![Internet-HTTP (Bild: Rock1997 [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons)](http://www.netzpiloten.de/wp-content/uploads/2013/05/Internet-HTTP-Bild-Rock1997-CC-BY-SA-3.0-via-Wikimedia-Commons.jpg)
Tim Berners-Lee, der Erfinder des Internets und von HTML, verfasste im Jahr 2001 im Scientific American den wegweisenden Artikel ‚The Semantic Web‘, in dem er seine Vision vom Internet der Zukunft skizzierte. 80 % der weltweit verfügbaren Information liegt in unstrukturierter Form vor. Für Menschen haben (zumindest die meisten) Texte eine Bedeutung, für Computer aber nicht. Tim Berners-Lee forderte in seinem Artikel, dass wir Menschen das Internet um die Ebene der Bedeutung (=Semantik) erweitern müssten. Er skizzierte sogenannte Suchagenten, die weit mehr leisten könnten als heutige Suchmaschinen. [Mehr]
Islands Demokratie-Experiment ist gescheitert, wie Julia Solinski auf Politik-Digital.de schreibt. Die Crowdsourcing-Verfassung wird mit dem Regierungswechsel auf Island begraben.
![Islandic National Flag [Public domain], via Wikimedia Commons](http://www.netzpiloten.de/wp-content/uploads/2013/05/Islandic-National-Flag-Public-domain-via-Wikimedia-Commons.png)
Mit den Parlamentswahlen am 27. April hat sich der Wind in Island gedreht. Mit dem Regierungswechsel endet auch eines der größten Demokratie-Experimente Europas: Alle Isländer waren aufgefordert, sich mithilfe des Internets an der Gestaltung einer neuen Verfassung zu beteiligen. Wie konnte dieses Projekt trotz zweijähriger Laufzeit und der aktiven Beteiligung von Hunderten Isländern dennoch derartig scheitern?
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Unser Kolumnist Nico Lumma hat zum 1. Mai einen Artikel über die Rolle der Digitalisierung der Arbeit geschrieben. Der Autor und Informatiker Joachim Schlosser hat diesen Artikel als Anlass genommen, auch über diese Entwicklung nachzudenken:
![Computer-Arbeitsplätze (Bild: Vancouver Film School [CC BY 2.0], via Flickr)](http://www.netzpiloten.de/wp-content/uploads/2013/05/Computer-Arbeitsplätze-Bild-Vancouver-Film-School-CC-BY-2.0-via-Flickr.jpg)
Wir befinden uns mitten in einer Zeit des Umbruchs, in der Zeit der Digitalisierung des Lebens. Nico hat in seinem Artikel zum Ersten Mai »Die Rolle des Menschen bei der Digitalisierung der Arbeit« einen Anstoß für mich geliefert, über Entwicklung im Besonderen zu schreiben. Am ersten Mai wird der Arbeiterbewegung gedacht, die 1856 in Australien und 1886 in den USA mit Massenprotesten für bessere Arbeitsbedingungen demonstrierten. Damals waren die Fronten und Forderungen relativ klar: Kürzere Arbeitszeiten und bessere Bezahlung. Dies als Mission gaben sich später ganze Parteien als Programm.
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Mit der Volumenbeschränkung ihrer Datentarife kreiert die Telekom eine künstliche Mangelwirtschaft. Jetzt ist die Bundesregierung gefragt – wir brauchen die staatliche Datenautobahn.
![Drosselkom (Bild: Digitale Gesellschaft [CC BY-SA 2.0])](http://www.netzpiloten.de/wp-content/uploads/2013/04/Drosselkom-Bild-Digitale-Gesellschaft-CC-BY-SA-2.0.jpg)
Vor rund 13 Jahren träumten die Konzerne für Telekommunikation noch vom mobilen Surfen, lokalen Diensten, Navigationssystemen und M-Commerce. Entsprechend euphorisch wurde die Versteigerung der UMTS-Lizenzen für schlappe 50,8 Milliarden Euro abgefeiert. Der Champagner-Laune folgte bald der Katzenjammer. Schon vier Jahre später wurde klar, dass die Netzbetreiber nicht in der Lage waren, die enormen Ausgaben wieder zu Geld zu machen.
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Wie Internet-affin sind die Deutschen? Die Frage klingt simpel, aber ihre Beantwortung ist es nicht. Erhebungen wie die ARD/ZDF-Onlinestudie oder der N(ONLINER) Atlas messen, wer wie lange im Netz surft, sagen jedoch nichts über den Kompetenzstand der Nutzer oder darüber, auf welchen Seiten sie unterwegs sind. Darüber will ab sofort der D21-Digital-Index informieren – ihm zufolge ist Deutschland längst noch nicht komplett digitalisiert.
![Computer Nutzer (Bild: Ed Yourdon [CC BY-SA 2.0], via Flickr)](http://www.netzpiloten.de/wp-content/uploads/2013/04/Computer-Nutzer-Bild-Ed-Yourdon-CC-BY-SA-2.0-via-Flickr.jpg)
„Ergebnisse in dieser Form hat es noch nie gegeben“, preist Robert A. Wieland den D21-Digital-Index an. Wieland ist Geschäftsführer von TNS Infratest und Vorstandsmitglied der Initiative D21. Auch international sei das ein neuer Ansatz, sagt Hans-Joachim Otto, politischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. Beide beziehen sich auf Aussagen der Studie, die so bisher tatsächlich noch nicht verfügbar waren – weder im N(ONLINER) Atlas, noch in der ebenfalls bekannten ARD/ZDF-Onlinestudie. Diese sind darauf beschränkt, die Zahl der Bürger, die 2012 online waren, nach den üblichen Kriterien wie Alter, Geschlecht, Herkunft und Bildung aufzuschlüsseln. Der D21-Digital-Index erfragt neben dem Zugang auch die Nutzungsart, Offenheit und Kompetenz der deutschen User. Fazit: „Die Mehrheit der Deutschen ist noch nicht in der digitalen Gesellschaft angekommen.“
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Unternehmen müssen sich von ihrem Kampagnen-Denken verabschieden. Die Zeiten sind vorbei, in denen sie einfach ihre Botschaften in die Welt blasen konnten.
![Kiene Werbung (Bild: Stephan Mosel [CC BY 2.0], via Flickr)](http://www.netzpiloten.de/wp-content/uploads/2013/04/Kiene-Werbung-Bild-Stephan-Mosel-CC-BY-2.0-via-Flickr.jpg)
Hat Jonah Peretti die perfekte Formel für virale Reproduktion gefunden? Eine Mem-Maschine auf den Spuren von Richard Dawkins, um Geschichten im Internet nach einem Algorithmus zu verbreiten? 2006 gründete der MIT-Absolvent Peretti mit BuzzFeed einen profanen Aggregator für witzige Tierbildchen und Tratschgeschichten. Mittlerweile liegt die Nutzerzahl bei 40 Millionen. Der Dienst verfügt über einen Chefredakteur und überrascht mit exklusiven Meldungen zu harten politischen Themen. Eine Melange aus ernsthaften Nachrichten und putzigen Katzenvideos.
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Was hat die Apple-Redaktion in dieser Woche ausgewählt? Wir listen alle auserwählten Apps inklusive einer kurzer Beschreibung auf.

Diese Woche mit Foursquare, Fish Out Of Water, Pocket Egg Race und Take It Easy.
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Facebook hat einen Leitfaden für Politiker und Amtsträger veröffentlicht, mit dem diesen Personen der Nutzen und die Vorteile des sozialen Netzwerkes näher gebracht werden soll.
![Facebook Logo (Bild mkhmarketing [CC BY 2.0], via Flickr)](http://www.netzpiloten.de/wp-content/uploads/2013/04/Facebook-Logo-Bild-mkhmarketing-CC-BY-2.0-via-Flickr1.jpg)
Das Unternehmen, aber auch die beteiligten Politiker ernteten teilweise heftige öffentliche Kritik. Erst einmal ist diese Idee positiv aufzunehmen, da sich leider immer noch zu wenige Politiker mit den Möglichkeiten von sozialen Medien, wie z. B. Facebook, aber etwa auch Twitter, auseinandersetzen. Ein solcher Leitfaden könnte daher durchaus auch allgemein positive Wirkung entfalten und öffentliche Amtsträger animieren, den Web 2.0 Kontakt mit den Bürgern zu suchen. Unabhängig von einer rechtlichen Einschätzung, hat etwa kürzlich die Bundeskanzlerin Angela Merkel über ein Google Hangout gezeigt, dass Politik und soziale Medien heutzutage voneinander profitieren können.
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