Tobias SchwarzVerfassungsrichter Masing kritisiert “Recht auf Vergessen”-Urteil

Der Redaktion von iRights.info liegt ein Papier des Bundesverfassungsrichters Johannes Masing vor, in dem das "Recht auf Vergessen"-Urteil des Europäischen Gerichtshofs fundiert kritisiert wird. // von Tobias Schwarz

Never Forget (Bild: MsSaraKelly [CC BY 2.0], via Flickr)

Richter Johannes Masing ist beim Bundesverfassungsgericht für Verfahren zu Pressefreiheit, Demonstrationsrecht und Datenschutz zuständig. Schon einer Woche nach Verkündung des "Recht auf Vergessen"-Urteil des Europäischen Gerichtshof hat Masing eine kritische Analyse des Urteils erstellt und vertraulich an Politik und Datenschützer verschickt. Auf iRights.info stellt Matthias Spielkamp das immer noch unveröffentlichte Papier genauer vor.

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Daniel KuhnAnonymität in einer Welt mit Big Data ist unmöglich

Die Anonymität, die uns Statistiker und Computerwissenschaftler im Bezug auf Big Data immer wieder versprechen, ist gar nicht möglich. // von Daniel Kuhn

Big Data (Bild: DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) [Public domain], via Wikimedia Commons)

Big Data ist eines der aktuellen Buzzwords. Jeder nutzt es, oftmals ohne es wirklich zu begreifen – kein Wunder, bei der Komplexität des Themas. Also ist die Meinung von Experten gefragt. Diese versprechen uns immer wieder, dass Big Data, wie für Studien und Statistiken genutzt wird, anonym ist. Doch diese Anonymisierungsprozesse sind nicht unumkehrbar und so lassen sich einzelne Personen aus den großen Datensätzen heraus identifizieren.

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Anna-Maria LandgrafNSA-Skandal: Netzgemeinde wehrt sich per Crowdfunding

Der NSA Skandal hat eine Empörungswelle ausgelöst. Alle wollen sichere Daten – doch wie lassen sich persönliche Mails und Internetverläufe vor den Augen der Geheimdienste schützen? // von Anna-Maria Landgraf

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Der Gedanke, dass die NSA den persönlichen Mailverkehr mitlesen kann, ist ziemlich gruselig. Dass alles, was im Netz passiert, gespeichert wird. Kann das richtig sein? Die Initiatoren verschiedener Kampagnen meinen ganz klar: nein – und bieten spezielle Programme an, wie sich jeder vor Spionageübergriffen schützen kann. Wir stellen euch vier Projekte vor, die via Crowdfunding unterstützt werden können. [Mehr]


Oliver BerntDie digitalen Langfinger beim Datenklau

Die Cyber-Kriminalität ist unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Doch machen wir den Langfingern den Datenklau nicht viel zu einfach? // von Oliver Bernt.

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Die Vorstellung, dass die persönlichen Daten durchs Internet schwirren und jedem frei zur Verfügung stehen ist erschreckend. Aber leider auch nicht unüblich. Das Risiko, dass Kriminelle unsere Daten für dunkle Machenschaften missbrauchen, ist hoch wie nie zuvor. Um Herauszufinden, wie es um die eigenen Daten steht, hat das Hasso-Plattner-Instituts der Uni Potsdam ein Programm namens Identity Leak Checker kostenlos online zur Verfügung gestellt. [Mehr]


Lars SobirajBND-Affäre: Nicht das Internet, das Vertrauen ist kaputt!

Die BND-Affäre im James Bond Stil ruft mehr Empörung aus, als es die Snowden-Dokumente getan haben. Kaputt ist aber das Vertrauen in unsere Politiker, nicht in das Internet// von Lars Sobiraj

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Ein mutmaßlicher Doppelagent wurde festgenommen, weil der BND-Mitarbeiter Dokumente des NSA-Ausschusses an die Amerikaner verkauft haben soll. Der 31-Jährige soll bereits seit Ende 2012 für die CIA tätig sein und hat sich den Amerikanern selbst angeboten. Bislang sind nach Medienangaben mindestens 25.000 Euro für seine Dienste geflossen. Der Mann fiel aber erst ein Jahr später auf, weil er sich per E-Mail auch den Russen angeboten hat. [Mehr]


Anna-Maria LandgrafMobile Payment hat es schwer in Deutschland

Mobile Payment ist weltweit im Kommen. In Deutschland schreitet die Entwicklung nur langsam voran. Zu viel Alleingang seitens der Anbieter, zu wenige Vorteile für die Nutzer. Sind wir noch nicht reif für diese Art von Bezahlsystem? // von Anna Maria Landgraf

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 Beim Thema Mobile Payment blickt kaum noch jemand durch: zu viele Anbieter, zu viele verschiedene Methoden, einfach kein einheitliches Bild. Die Marktakzeptanz ist hierzulande deutlich geringer als in anderen Staaten, was dazu führt, dass Anbieter Deutschland nicht als geeigneten Markt sehen und sich hier mit Innovationen eher zurück halten. Die Bürger sind verunsichert – kaum einer ist über die Möglichkeiten informiert und die Vorteile der vorhandenen Angebote überzeugen nur die wenigsten. [Mehr]


Anna-Maria LandgrafWhisper kooperiert mit dem TV-Startup Fusion

Die Smartphone-App Whisper startet mit ihrer neusten Content-Sharing Kooperation eine Teilhabe am TV-Geschäft – was Fragen der grundsätzlichen Validität von Fusion aufwirft. //von Anna Maria Landgraf

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Whisper dealt mit Geheimnissen. Das muss den Usern bewusst sein, die insgesamt mehr als sechs Milliarden anonyme Nachrichten pro Monat in die Netzwelt verschicken – mit dem Versprechen des App-Betreibers, die Identitäten nicht preiszugegeben. Durch die neuste Kooperation mit dem TV-Broadcast Unternehmen Fusion sind nun einige dieser Nachrichten auch als Stream im Netz zu sehen. [Mehr]


Lars SobirajTutanota: E-Mail-Verschlüsselung einfach und sicher?

Im März dieses Jahres ist mit Tutanota ein neuer Dienst gestartet, der das Verschlüsseln von E-Mails vereinfachen will. Doch ist die Technik wirklich sicher? // von Lars Sobiraj

Verschlüsselung (Bild: Yuri Samoilov [CC BY 2.0], via Flickr)

Dank der Veröffentlichungen von Edward Snowden ist das Interesse vieler deutscher Nutzer an verschlüsselter Kommunikation stark gestiegen. Wer seinem E-Mail-Programm schon einmal selbst das Verschlüsseln “beibringen“ wollte, weiß, wie kompliziert und kräftezehrend dies sein kann. Ein Startup aus Hannover will für Abhilfe sorgen, sogar kostenlos. Doch das Konzept von Tutanota stößt mitunter auf heftige Kritik.

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Franziska KnoblochAbhörsichere Kommunikation

Aufgrund des Abhörskandals haben viele Anbieter Apps entwickelt, die einen besseren Schutz für Telefonie und das Versenden von E-Mails versprechen. // von Franziska Knobloch

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Die Begriffe NSA, Edward Snowden und Abhörskandal sollten mittlerweile jedem Deutschen bekannt sein. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Spähaffäre in den Medien eine große Rolle spielt. Ob Bürger oder Wirtschaftsführer – niemand kann sich mehr sicher sein, nicht abgehört zu werden. Spätestens seit bekannt wurde, wie viele hochrangige Politiker jahrelang ausspioniert wurden, läuteten bei vielen die Alarmglocken. Besonders schnell reagierten Wirtschaftsvertreter, denn nach unabhängigen Schätzungen sollen pro Jahr allein 100 Milliarden Euro Schaden durch Wirtschaftsspionage entstehen. [Mehr]


Ludger SchmitzVom Recht auf Vergessenwerden profitieren die Mächtigen

Ein EuGH-Urteil begrenzt die Freiheit des Internets, und lädt durch schwammige Formulierungen zum Missbrauch von Macht ein. Die Souveränität über persönliche Daten stärkt es nicht. // von Ludger Schmitz

Never Forget (Bild: MsSaraKelly [CC BY 2.0], via Flickr)

Zuerst verstanden viele, auch Medien, die Nachricht als eine gute: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat befunden, dass Suchmaschinen den Nutzern bestimmte Dokumente nicht den Internetsuchern anzeigen dürfen, wenn dort benannte Personen dem widersprechen. Doch nach ein paar Tagen Nachdenken "kommt nun der Kater", meint die "Zeit". Die Nachwirkungen könnten einige Zeit anhalten.

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Gunnar SohnMit Tricks und Störaktionen gegen NSA

Hasen jagen die NSA-Spähradikalen – warum Netzaktivisten Listkompetenz im Kampf gegen die Totalüberwachung brauchen. // von Gunnar Sohn

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Der NSA-Spähfanatismus hat uns das Netz entrissen und wir tun uns schwer, den Widerstand gegen die verdachtsunabhängige und freiheitsfeindliche Datenspionage zu organisieren. Sascha Lobo und Felix Schwenzel brachten das in ihren Republica-Vorträgen in Berlin selbstkritisch zum Ausdruck. Petitionen, Manifeste und weitere Empört-Euch-Aufrufe werden daran wohl nichts ändern. Trotz der Enthüllungen von Edward Snowden ist es für die Zivilgesellschaft schwierig, das Bedrohungsszenario zu riechen, zu sehen und anzufassen. [Mehr]


Tobias GillenUnabhängige Kommunikation ist schwerer als gedacht

Wie viele E-Mails gehen eigentlich wirklich an Datenkraken? Ein Web-Aktivist hat die Kommunikation nun einmal aufgeschlüsselt. // von Tobias Gillen

Gmail (Bild: Mario Antonio Pena Zapatería [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Wie viel Sinn macht ein auf Privatsphäre und Sicherheit ausgelegter E-Mail-Anbieter, wenn Google und Co. trotzdem den Großteil der Kommunikation bekommen? Dieser Frage ist Benjamin Mako Hill, engagierter Web-Aktivist, in seinem Blog nachgegangen.

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Daniel KuhnBig Data – oder wie eine Schwangere kriminell erschien

Wer sich Big Data entziehen will, braucht sich nur auszuloggen. Ganz so leicht ist es leider nicht, wie Janet Vertesi erfahren musste. // von Daniel Kuhn

Pregnant (Bild: Yasser Alghofily [CC BY 2.0], via Flickr)

Wer nicht will, kann sich bewusst gegen Big Data entscheiden, richtig? Einfach bestimmte Dienste nicht nutzen, es geht doch auch ohne, oder gar zu sicheren Alternativen greifen? So einfach ist es allerdings leider nicht, wie Janet Vertesi erfahren musste, als sie versuchte ihre Schwangerschaft vor der Marketingmaschinerie im Internet geheim zu halten. Nicht nur war dieser Versuch sehr aufwändig, sondern auch mit Schritten verbunden, durch die sie es auf so manche Fahndungsliste geschafft haben dürfte.

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Dr. Carlo PiltzDas Google-Urteil des EuGH – übers Ziel hinaus geschossen?

Mit dem heutigen "Google-Urteil" hat der EuGH (Az. C-131/12) verschiedene wichtige Entscheidungen in Bezug auf die zukünftige Anwendung und Durchsetzung des europäischen Datenschutzrechts getroffen. // von Dr. Carlo Piltz

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Zur Entscheidung lag ihm dabei ein Verfahren zwischen Google und der spanischen Datenschutzbehörde (AEPD) vor. Die von einem spanischen Gericht vorgelegten Fragen betreffen grob folgende Themenkomplexe: 1. den räumlichen Anwendungsbereich der geltenden Datenschutzrichtlinie (DS-RL, RL 95/46/EG, PDF); 2. die Verantwortlichkeit von Suchmaschinenbetreibern für durch sie indexierte Webseiten und darauf befindliche Daten; 3. die Reichweite des Rechts auf Löschung von personenbezogenen Daten.

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Jakob Steinschaden#rp14: Big Data könnte uns den freien Willen wegnehmen

Viktor Mayer-Schönberger von Oxford Internet Institute sieht Big-Data-Vorhersagen als Einschränkung des freien Handelns der Menschen. // von Jakob Steinschaden

Viktor Mayer-Schoenberger (Bild: republica-Gregor Fischer [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Im Nachfeld der Internet-Konferenz re:publica wurde viel darüber diskutiert, ob Sascha Lobos "Rede zur Lage der Nation" gut, ob David Hasselhoffs Werbeauftritt für F-Secure notwendig oder der Google-Hoax der Künstlertruppe Peng! Collective gelungen war. Von den Medien leider ein wenig übersehen wurde dabei der wichtige Vortrag des österreichischen Oxford-Professors Viktor Mayer-Schönberger zu den "ethischen Grenzen von Big Data". Denn Mayer-Schönberger warnte sehr eindringlich vor den Gefahren einer allumfassenden Datenerfassung, die uns künftig einmal die Freiheit nehmen könnte, uns frei zu entscheiden und zu handeln.

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