Daniel KuhnLivestreaming kann unsere Privatsphäre gefährden

Es scheint so, dass eine sehr teure und seltene Datenbrille mit Kamera eine größere Bedrohung für die Privatsphäre darstellt(e), als allgegenwärtige Smartphones mit den neuen Apps zum Livestreaming. // von Daniel Kuhn

Meerkat App and Periscope App from Helicopter over New York City (Image: Anthony Quintano [CC BY 2.0], via Flickr)

Einst war Google Glass für viele Kritiker der größte Feind der Privatsphäre, da der Träger vermeintlich unbemerkt Fotos und Videos von einem aufnehmen und im Internet veröffentlichen konnte. Dabei kann jeder Smartphone-Besitzer mit den uns allgegenwärtig umgebenden Geräten nicht nur Fotos und Videos von uns aufnehmen und teilen, sondern dank Livestreaming-Apps wie Meerkat und Periscope auch Videos live streamen. Diese Apps scheinen vergleichsweise eine große Bedrohung für die Privatsphäre – umso überraschender, dass dies niemanden zu stören scheint.

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Annika KremerVorratsdatenspeicherung: Gefährliche Eile

Die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung wird weiterhin im Eiltempo voran getrieben – das gibt gleich in mehrerer Hinsicht Anlass zur Besorgnis. // von Annika Kremer

Internetsicherheit (Bild: elhombredenegro [CC BY 2.0] via Flickr)

In rekordverdächtigem Tempo wurde letzte Woche ein Gesetzesentwurf zur Vorratsdatenspeicherung vorgelegt. Alles deutet darauf hin, dass das Gesetz – wie im Vorfeld angekündigt – noch vor der Sommerpause verabschiedet werden soll. Die an den Tag gelegte Eile aber ist riskant und destruktiv. Nicht nur werden so womöglich vermeidbare Fehler in das Gesetz eingebaut, die es noch gefährlicher machen. Schlimmer ist, dass eine öffentliche Diskussion im Keim erstickt wird – ein gefährliches Ausmaß an Unfreiheit und mangelnder Demokratie.

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Daniel KuhnWerden E-Mails durch eine Persönlichkeitsanalyse besser?

Das Startup Crystal behauptet, es kann einem helfen bessere E-Mails zu schreiben, indem aus offenen Daten die Empfänger-Persönlichkeit analysiert wird. // von Daniel Kuhn

Privacy (Foto by: Rob Pongsajapan [CC BY 2.0] via Flickr)

E-Mail wird als Kommunikationsmedium immer wieder totgesagt, oder zumindest einige Probleme attestiert. Alle möglichen Unternehmen haben dies erkannt und wollen dies ändern. Das Startup Crystal gehört auch dazu – ihr Ansatz? E-Mails werden besser, wenn man die Persönlichkeit des Empfängers kennt. Daher werden die offen verfügbaren Informationen aus Social Networks und Blogs über eine Person zusammengetragen, um so mit gezielten Formulierungsvorschlägen E-Mails optimal auf den jeweiligen Empfänger zuschneiden zu können. Doch wann ist persönlich zu persönlich?

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Annika KremerNo-Spy-Abkommen: Wie Deutschlands Regierung die Wähler belog

Die Bundesregierung log Medienberichten zufolge über das No-Spy-Abkommen – das offenbart ein problematisches Verständnis demokratischer Werte. // von Annika Kremer

Bundeskanzleramt (Image: Martin Künzel [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons)

2013 wuchs im Zuge der Snowden-Enthüllungen der Druck auf die Bundesregierung, ein No-Spy-Abkommen mit den USA abzuschließen. Dieses sollte die US-Behörden verpflichten, auf deutschem Hoheitsgebiet nur noch im Rahmen deutscher Gesetze zu agieren. Die Bundesregierung behauptete damals, in Verhandlungen zu stehen, die aber im Januar 2014 für gescheitert erklärt wurden. Das, so belegen aktuelle Recherchen eines Journalisten-Zusammenschlusses, war gelogen. Für die USA stand ein derartiges Abkommen nie zur Debatte. [Mehr]


Jan VoßKommt jetzt endlich der europäische digitale Binnenmarkt?

Die Europäische Kommission hat ihre Digitalstrategie für einen digitalen Binnenmarkt vorgestellt – überzeugen tut sie allerdings nicht. // von Jan Voß

Europäische Union (Image: geralt [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Geoblocking, Datenschutz, Urheberrecht. Dies sind nur einige digitale Themen, die die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aktuell beschäftigen. Um auch endlich im digitalen Bereich einen europäischen Binnenmarkt umzusetzen, hat die Europäische Kommission nun ihre lang erwartete Digitalstrategie vorgestellt. Eine Übersicht über die geplanten Initiativen.

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Angela GruberMyPermissions: Ein digitaler Türsteher

Olivier Amar will mit MyPermissions den Nutzern von Apps die Hoheit über ihre Daten zurückgeben und ein bisschen mehr Transparenz herstellen. // von Angela Gruber

Olivier Amar von MyPermissions (Image: Florian Falzeder)

Wer eine App installiert, muss erst einmal eines: Rechte abgeben. Viele Anwendungen wollen Zugriff aufs Telefonbuch, das Mikrofon, die Kamera, den Standort und etliche weitere Daten des Smartphones und seines Besitzers. Die Informationen gehen nicht nur an die Macher der App, sondern oft auch an Dritte, zum Beispiel Werbefirmen. Olivier Amar versucht, dem Nutzer mit seiner Firma MyPermissions die Hoheit über seine Daten wieder zurückzugeben – zumindest so weit das überhaupt möglich ist.

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Annika KremerNSA-Telefonüberwachung: “Google for Voice”

Dokumente zeigen: die NSA kann Telefonate in durchsuchbaren Text umwandeln. Zeit, uns von "mangelnder technischer Machbarkeit" als Schutz zu verabschieden. // von Annika Kremer

Telefonieren (Bild: Andreas Kollmorgen [CC BY 2.0] via flickr)

Durch NSA-Whistleblower Edward Snowden geleakte Dokumente zeigen, dass die NSA schon seit zehn Jahren gesprochenes Wort – etwa in abgehörten Telefonaten – in durchsuchbaren Text umwandeln kann. Das erleichtert die systematische Massenüberwachung erheblich. Über staatliche Überwachung besorgten Menschen sagt diese Erkenntnis vor allem eines: man sollte sich nie auf eine vermeintlich mangelnde technische Machbarkeit bestimmter Überwachungs-Szenarien verlassen, denn die Geheimdienste und andere Regierungsbehörden sind uns in diesem Spiel um einiges voraus, oft, ohne dass wir es wissen.

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Tobias Schwarz“Die Vorratsdatenspeicherung darf nicht erlaubt werden!”

Im Interview spricht die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger über die Pläne von Heiko Maas für eine anlasslose Vorratsdatenspeicherung und kommentiert die aktuelle Kritik am Bundesverfassungsgericht. // von Tobias Schwarz

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat Mitte April seine Pläne zur Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung präsentiert. Die Neuregelung verspricht eine Vorratsdatenspeicherung nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgericht und des Europäischen Gerichtshof. Ob das überhaupt möglich ist, hat Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) im Interview gefragt.

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Annika KremerDie Chancen des Internet oder warum Verzicht keine Lösung ist

Überwachungsgegnern wird mitunter zum Verzicht auf moderne Kommunikation geraten – aber das ist, bei aller Kritik, keine akzeptable Lösung. // von Annika Kremer

No Internet Today (Bild: Marcelo Graciolli [CC BY 2.0] via flickr)

Immer wieder hören Überwachungsgegner – sei es von Gleichgesinnten oder von entnervten politischen Gegnern – den Vorschlag, auf moderne Kommunikation zu verzichten und so den Späh-Exzessen zu entgehen. Für Einzelfälle, in denen es wirklich auf Diskretion ankommt, mag das sinnvoll sein. Eine Dauerlösung ist es aber nicht. Denn trotz seiner Probleme ist das Internet vor allem eines: ein Werkzeug, das uns große Chancen bietet. Deswegen sollten wir es gegen Unfreiheit aller Art verteidigen.

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Tobias SchwarzMedienethik: Das ethische Probleme mit Daten

Datenschutz statt Journalismus – die versehentlich gesendete dritte Folge der Sendung "Medienethik" diskutierte das ethische Problem von Daten. // von Tobias Schwarz

Medienethik: Alexander Filipovic diskutiert über Datenschutz

Die Vorfreude auf die zweite Folge der Sendung "Medienethik", in der es um die Frage gehen sollte, "inwiefern der Journalismus einen wichtigen Beitrag zu einer aufgeklärten und demokratischen Gesellschaft leiste", wurde etwas geschmälert, da ARD Alpha aus Versehen die dritte Folge zeigte. Diese stand der Premiere vergangener Woche aber in nichts nach.

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Annika KremerVerschlüsselung – Aber wer bekommt den Schlüssel?

In den USA ist eine erneute Debatte um Hintertüren in Verschlüsselung entbrannt – trotz technischer Weiterentwicklungen eine gefährlich schlechte Idee. // von Annika Kremer

Schlüssel II (adapted by Susanne Winter (CC BY-SA 2.0) via Flickr

In den USA gibt es derzeit eine neue Diskussion darüber, ob und wie den Ermittlungsbehörden der Zugriff auf verschlüsselte Geräte erlaubt werden soll. Obwohl diese Pläne technische Schutzmaßnahmen – etwa die Verteilung des Schlüssels auf mehrere Parteien – vorsehen, sind sie in technischer wie politischer Hinsicht fragwürdig. Wieder einmal wird Verschlüsselung nur als potentielles Hilfsmittel Krimineller gesehen statt als Mittel zur Demokratisierung sowie zum Schutz wichtiger Infrastrukturen und Geschäftsgeheimnisse.

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Annika KremerVorratsdatenspeicherung: Ein gefährlicher Kompromiss

Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Bundesjustizminister Heiko Maas haben sich in Sachen Vorratsdatenspeicherung geeinigt – kein Grund zur Freude. // von Annika Kremer

Demozug-Fronttransparent by Annika Kremer

Die beiden Minister, die seit Monaten in Verhandlungen über dieses Thema standen, gaben am gestrigen Mittwoch einen Kompromiss bekannt. Dieser sieht vor, Verbindungsdaten künftig zehn Wochen lang zu speichern (mit Ausnahme von Standortdaten, die vier Wochen lang archiviert werden sollen). Auch sonst gibt man sich Mühe, demonstrativ den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zu folgen. Diese Einschränkungen sind besser als nichts. Harmlos machen sie die (in bester Unions-Tradition euphemistisch auch als „Höchstspeicherfrist“ bezeichnete) Datensammlung aber leider keineswegs.

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Annika KremerAmnesty International wird gegen Überwachung aktiv

Die Menschenrechts-Organisation Amnesty International setzt sich gegen Überwachung ein – das unterstreicht die gesellschaftliche Bedeutung des Themas. // von Annika Kremer

#FsA14 - Freiheit statt Angst 036 by Markus Winkler (CC BY-SA 2.0) via Flickr

Amnesty International setzt sich derzeit im Rahmen einer an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gerichteten Petition gegen anlasslose staatliche Massenüberwachung ein. Insbesondere nimmt die Petition auf die Enthüllungen von NSA-Whistleblower Edward Snowden Bezug. Diese Kampagne ist ein lobenswerter und längstens überfälliger Schritt, der die Bedeutung von Überwachung als Menschenrechts-Thema unterstreicht – und hoffentlich dazu beiträgt, den Kampf gegen eben diese Überwachung aus der „Nerd-Ecke“ zu holen.

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Annika KremerWieso Geheimdienste abgeschafft gehören

Die aktuellsten Enthüllungen über BND- und NSA-Überwachung zeigen einmal mehr: Geheimdienste sind im 21. Jahrhundert ein gefährlicher Anachronismus. // von Annika Kremer

Monitoring / Überwachung by Christian Schnettelker (CC BY 2.0) via Flickr

In den letzten Wochen waren wieder einmal mehrere Enthüllungen über die Überwachungs-Aktivitäten westlicher Geheimdienste in den Medien. Der BND, das GCHQ, die NSA, sie alle kooperieren bei der Überwachung unserer Telekommunikation. Allein die Details unterscheiden sich von Fall zu Fall – eines haben diese Fälle gemeinsam: sie zeigen die Drei-Buchstaben-Behörden als lernresistent, verlogen und demokratiefeindlich. Deswegen gehören sie abgeschafft. Das ist kein naives Wunschdenken, sondern unabdingbare Voraussetzung für eine zukunftsfähige Politik.

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