Screenshot aus der Session von Tomas Caspers (Video: republica 2013 [CC BY-SA 3.0 DE], via YouTube)

Barrierefreiheit als Innovationsbeschleuniger für Technologien

Innovation hat viele Antriebskräfte, auf der diesjährigen re:publica hat Tomas Caspers einen dieser Motoren näher vorgestellt, der wohl den wenigsten einfallen dürfte: Barrierefreiheit.

Geräte auf der rp13 (Bild: Gregor Fischer | republica 2013 [CC BY-SA 2.0], via Flickr

Angefangen mit der Schreibmaschine, über das Telefon und den Phonographen, sind viele Technologien, die wir heute als selbstverständlich erachten, für Menschen mit körperlichen Einschränkungen entwickelt worden. Diese Technologien sind stets schnell weiterentwickelt worden und schnell von allen Menschen genutzt. Dies sind aber nur einige Beispiele, wie die Suche nach barrierefreien Zugängen für alle Menschen immer wieder als Innovationsquelle für Erfinder fungierte.

In seiner Session auf der re:publica hat Tomas Caspers neben der geschichtlichen Entwicklung von Technologien für barrierefreie Nutzung auch gezeigt, wie viele Kernfunktionen aktueller technischer Geräte, wie zum Beispiel Smartphones, in der Barrierefreiheit ihren Ursprung haben – von On Screen-Tastaturen, über Zoom-Funktion, Sprachausgabe und -erkennung oder das Erscheinungsbild bis hin zur Größe der Icons, die auf dem Display zu sehen sind. Es geht also darum, einen einfach Zugang für alle Nutzer, egal ob mit oder ohne Behinderung, gleichermaßen zu gewähren.

Unter diesem Gesichtspunkt ist es auch für App- oder Webentwickler durchaus sinnvoll, aus diesem Bereich Inspiration für Aufbau und Design zu ziehen. Es geht nicht darum eine Webseite oder eine App speziell für ein Gerät mit einer bestimmten Displaygröße zu entwickeln, sondern vielmehr ist es erstrebenswert, ein Design zu schaffen, dass auf allen Geräten und Display-Größen gleichermaßen angezeigt werden kann. Dies wird heutzutage Responsive Design genannt. Der Content sollte am Anfang stehen und das Design daraufhin erarbeitet werden. So einleuchtend dieser Ansatz zunächst auch klingt, wenn man verschiedenste Webseiten, die man täglich besucht, oder Apps, die man regelmäßig benutzt, näher betrachtet, fallen einem sehr viele Beispiele auf, bei denen dieser Ansatz nicht beachtet wurde.


Screenshot by republica 2013 re:publica 2013 (CC BY-SA 3.0)


Image by Gregor Fischer | re:publica 2013 (CC BY-SA 3.0)


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Daniel Kuhn

Daniel Kuhn

ist Wahl-Berliner mit Leib und Seele und arbeitet von dort aus seit 2010 als Tech-Redakteur. Anfangs noch vollkommen Googles Android OS verfallen, geht der Quereinsteiger und notorische Autodidakt immer stärker den Fragen nach, was wir mit den schicken Mobile-Geräten warum anstellen und wie sicher unsere Daten eigentlich sind.

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