Jörg Wittkewitz

Jörg WittkewitzJörg Wittkewitz  (Redaktionsleitung) ist als Freier Autor und Journalist tätig - auch für Radio und Print.

Konferenz: all2gethernow 2010

Jörg Wittkewitz: Als 2009 die popkomm abgesagt wurde, war die Musikbranche etwas stickum. Man munkelte es könne an den bösen p2p-Tauschbörsen im Netz liegen, oder an der schlechten Stimmung wegen der Krise. Die Gerüchte und Mutmaßungen schossen ins Kraut. Die all2gethernow etablierte sich in Berlin aus dem Stand in dieser Nische als Zwitter zwischen Konferenz und barcamp. Heute macht man aus der Not eine Tugend. Offiziell klingt das nun so: Genreübergreifend und auf Augenhöhe sollen möglichst umfassende Perspektiven in die Gespräche über neue Strategien und Geschäftsmodelle der Musikwirtschaft und angrenzender Kultur- und Kreativzweige mit einbezogen werden. Geschäftsführer großer Unterhaltungskonzerne treffen auf Klein- und Mittelständler, Vertreter von traditionellen Verwertungsgesellschaften auf digitale Freigeister, Performer und Produzenten treffen auf interessierte Konsumenten. Der partizipatorische Prinzip des Konferenzformates liefert den Teilnehmern wertvolle neue Inspiration und lädt explizit dazu ein, voneinander zu lernen.

Das Programm Anfang bis Ende nächster Woche gliedert sich in drei Abschnitte:

06.-07.09.2010: #a2n_camp, Kulturbrauerei Hier steht der praxisorientierte, partizipative Dialog über die Zukunft der Musikbranche zwischen allen Beteiligten im Fokus. Es tauschen sich Internationale Player aus: Major CEOs, Indie-Vertreter, Musiker, Manager, Promoter, Hollywood-Sounddesigner, Internet-Unternehmer, Journalisten, GEMA und Creative Commons. 140 Speaker, ca. 80 Sessions Ticktets: 30,00 Euro, http://a-2-n.de/ticket oder an der Tageskasse

08.-09.09.2010: #a2n_congress, Flughafen Tempelhof Aufgebaut als kuratiertes Kongress-Programm steht die Vermittlung von aktuellen Erkenntnissen im Mittelpunkt: Internationale Top Speaker geben Einblicke in Gegenwart und Zukunftsperspektiven der Branche. 90 Speaker, 26 Sessions Zugang nur mit 4-Tage Kombi-Ticket der Berlin Music Week: 236,00 Euro, http://berlin-music-week.de/tickets

10.-11.09.2010: #a2n_forum, Flughafen Tempelhof Die Ergebnisse von #a2n_camp und #a2n_congress werden von sogenannten „Rapporteuren“ zusammengefasst und als Interviewfragen aufbereitet. In öffentlichen Gesprächen mit verschiedenen Künstlern des BERLIN FESTIVAL werden die spannendsten Themen der BERLIN MUSIC WEEK CONFERENCE aus der Sicht der Performer noch einmal durchleuchtet. Zugang mit 4 Tage Kombi-Ticket und Tickets des Berlin Festivals, http://berlin-music-week.de/tickets [MEHR]

Quo Vadis Google?

Jörg Wittkewitz: Google kauft sich Bandbreiten bei Verizon. Mobile Bandbreiten. Was kann das bedeuten? Wer auf seinen Augen und Ohren sitzt, kann nicht die Zeichen der Zeit erkennen. Milliarden zukünftige Webnutzer werden nie einen PC oder ein Laptop benutzen. Außerhalb von Europa und den USA ist das Handy Portmonnaie, Buch, Fernseher und Nabel zur Umwelt. Es werden also über kurz oder lang fast ALL die Webinhalte mobil verschickt, die ein kaufinteressiertes Publikum erreichen wollen und sollen. Wer verkaufen will, wer Werbung machen will, wer umherschweifende Kunden einfangen und binden will, der muss diese Plattform für sich erobern. Klar, dass Google deshalb auch Entwickler für das mobile Gaming einkauft, wie jüngst Social Deck oder Firmen wie Anstro, die mobile soziale Netzwerke entwickeln oder gar Jambol, die ein mobiles Bezahlsystem in petto haben oder eben den Entwicklungschef mobile payment von paypal.

Denn es ist vollständig egal, ob das Ding iPad, Wave, Humuqu oder Schikketakka heißen wird, mit dem die Leute zwischen 16 und 66 ständig im Netz ihre Freunde, Kollegen, Nachrichten, Feten, Einkäufe oder Datings koordinieren. Es ist einfach bequem, das Netz dabei zu haben. Jetzt müssten nur noch die Carrier mitspielen, und das unseelige DSL einfach fallen lassen und gleich und vollständig ein 4G oder 5G Netz flächendeckend anbieten, das ungefähr die 5fache Bandbreite von UMTS hat, das reicht vielleicht für grundlegende Anwendungen - wenn es dann auch bis zum platten Land reichen würde. Und wenn Streaming etwas schneller geht wegen der bis dahin ermordeten Netzneutralität, die es ja im mobilen Web eh nie gab, dann werden die Leute sogar verschmerzen, dass ihre E-Mail eine Minute länger dauert als früher. facebook mag sich bald ein dickes Stück vom Google-Kuchen abschneiden, ob sie schnell genug die Basis ins mobile Web finden werden, hängt davon ab, wo sie jetzt ihr neues Geld investieren. Google scheint da etwas profunder zu agieren.

Die Tatsache, dass Google mit Voice und nun VoIP in googlemail sowie den Resten von Wave ebendort ein heißes Enterprise 2.0 und eine potentielle UCC-Plattform in Händen hält, macht die Sache noch mobiler als je. Wer wettet mit mir, dass im Jahr 2012 Android erstmals mehr Entwickler und Nutzer hat als das iOs von Apple? Ich setze eine Flasche Perrier Jouet! Ein Dom Perignon ist mir noch zu unsicher...

Ich fände ja ein freies und netzneutrales mobiles Web mit DSL 32.000 Geschwindigkeit noch besser. Aber das wird dann der Anbieter weltweit und kostenlos umsetzen, der 2020 alle Googles und Apples einfach aufkauft als Reste der verfallenden Webarchäologie des frühen 21. Jahrhunderts.

Bildnachweis: Lars Plougman [MEHR]

Lesetipps für den 1. September

Jörg Wittkewitz:

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START. [MEHR]

P2P University: All you can learn

Jörg Wittkewitz: Wer weiß noch, dass es lange vor social media und web 2.0 Wissensmanagement gab, das exakt das Vollbild der ganzen Definitionen der beiden vorgenannten Begriffe erfüllte. Denn im Intranet von Chevron hatten sich die Mitarbeiter in den Neunzigern eine Kommunkationsplattform erstellt, die sie zur Kommunikation über Zeitzonen und Ländergrenzen hinweg benutzen, u.a auch als Schwarzes Brett für Verkäufe, Suche nach Babysittern oder Anschluß nach einer Versetzung in ein neues Land oder eine neue Stadt. Das Ganze war - Achtung Social Media Berater hergehört - von den Mitarbeitern selbst gestrickt und funktionierte praktisch ohne Wissen und Auftrag der Geschäftsleitung länderübergreifend mit den Mitteln des neuen Mediums Datennetz - in diesem Fall Intranet.

Etwas Ähnliches, Revolutionäres findet aktuell in einem tollen Pilotprojekt wieder statt die Peer 2 Peer University. An der Irvine University, die zur University of California gehört und mit Mitteln der Hewlett und Shuttleworth Foundation beginnt dort das, was seit Jahren keiner mehr zu glauben gewagt hat. Selbstgesteuertes Vermitteln von Wissen parallel bzw. anstatt von akademischen Lehrveranstaltungen - offen für alle.

Ich bin seit 10 Jahren in dem Bereich Wissensmanagement und eLearning unterwegs und kann nun behaupten, das erste Mal zu sehen, dass sich jemand aufmacht, ein wirklich tragendes und nachhaltiges Konzept auf die Beine zu stellen. Denn alle Seiten bestimmen gemeinsam durch ihre Kooperation, welche Inhalte wie gelehrt und gelernt werden sollen. Das ist insgesamt das erste Mal, dass ich sehe, dass im universitären Umfeld ein tragendes Vorgehensmodell des konstruktivistischen Lernmodells umgesetzt wird.
Hier sind die bisherigen Kurse zu sehen.

Und dies hier wird wohl der am meisten überlaufene Kurs sein:

Open Journalism on the Open Web
Course Details

Hacks/Hackers, Mozilla, the Medill School of Journalism, The Media Consortium, and others are teaming up to develop a solid six-week online curriculum that will benefit both "hacks" and hackers. Each week the course will focus on a different topic, and each week the participants will be joined by a different subject-matter expert from the field of news innovation. The weekly course readings, online participation, and a seminar are expected to require roughly 4-6 hours. [MEHR]

Lesetipps für den 31. August

Jörg Wittkewitz:

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START. [MEHR]

Die ganze Aufregung

Jörg Wittkewitz: Man kann ja nun lange diskutieren, ob ein Gutachten, das einen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Betrieb der AKWs und dem Strompreis herstellt, angesichts der realen Entwicklung der letzten Jahre überhaupt als seriös gelten kann. Aber vielleicht muss denen einfach mal die Preisbildung an der Leipziger EEX-Börse (Europäische Energiebörse) erklären? Denn in der Rückschau ist weder der Strompreis gestiegen, wenn eine hohe Anzahl der AKWs vom Netz war, noch fiel er, wenn sie wieder am Netz waren.

Aber lassen wir uns doch lieber auf das eigentliche Problem ein. Nein, nicht die Tatsache, dass der Steuerzahler bisher 160 Milliarden in die noch nicht final abgeschlossene Ver- und Entsorgung gebuttert hat.

Ich meine den Ernstfall: Ich bin dann für eine Verlängerung, wenn die Betreiber eine Liste mit 15.000 Freiwilligen (Liquidatoren) vorlegen, die monatelang einen Sarkophag bauen. Zusätzlich muss dann natürlich auch noch geklärt sein, wie das technisch abläuft, weil bei der Strahlung natürlich alle modernen chipgesteuerten Technologien nach kurzer Zeit ausfallen. Achja, und sie sollten Rückstellungen bilden, um dann die überlebenden umliegenden Einwohner im Umkreis von 70 km zu entschädigen, dass sie 5000 Jahre lang nicht mehr in der Umgebung leben können, für ihre Häuser etc. Also: Wenn die Betreiber eine Summe von 3 Billionen Euro real bei der EU hinterlegen plus die Liste der Freiwilligen (die alle 10 Jahre aktualisiert werden muss), steht aus meiner Sicht der Verlängerung der Laufzeiten nichts im Wege. Von den Zinsen des Betrages können wir dann auch ganz locker die Endlagerfrage lösen. Die 3 Billionen nehmen die 4 Stromkonzerne übrigens in circa 3,5 Jahren Laufzeitverlängerung ein, wenn sie also 10 Jahre länger liefen, könnten sich die Politiker und die Firmen die restlichen 6,5 Jahre Einnahmen hübsch aufteilen...

P.S.: Ich empfehle einfach mal die Pläne der Betreiber anzusehen, die für einen Ernstfall eintreten. Wer sich das ansieht, der bekommt einen Eindruck davon, in welcher Weise dort vorgesorgt und geplant wird. Dann ist das Flickschustern mit neuen Werkstoffen und Methoden an alten AKWs, bei denen man eh nicht an alle Stellen drankommt, schon fast seriös. [MEHR]

Preferred Blogs: deus ex machina

Jörg Wittkewitz: ἀπὸ μηχανῆς Θεός - apò mēchanḗs theós - heißt der Urspruch, um der Historie die Ehre zu gereichen. Denn da kommt tatsächlich eine Gottheit mithilfe einer Maschine auf die Bühne. Zumindest möchte man mit solch antikem Tand die Fassade des Humanismus exhumieren. Und so bemüht man sich ganz bildungsbürgerlich das Netz und seine Pestbeulen, Eiterpickel und wohlgeratenen Rundungen und Kurven larmoyant zu kommentieren - und das unter dem Dach der FAZ. Dass ich das noch erleben darf.

Jetzt, wo das Bildungsbürgertum sozusagen zum neuen Proletariat verkommen ist - im Zeitalter der Vernutzung, die man früher gemeinhin noch als Pragmatismus brandmarken wollte. Aber seit Hilmar Koppers Bürovorsteher Nummer Eins Helmut Schröder die Kreditversicherungen ermöglicht und gewerbesteuerbefreit hatte und noch viele andere herrliche Wohltaten über die privaten Banken ausschüttete, damit sie in ihrem Wahn die öffentlichen Banken aber mal so richtig über den Tisch ziehen konnten, da wurde es im Frankfurter Pförtnerdienst des Marktliberalismus verdächtig laut.

Nun, seit die FAZ bemerken konnte, dass sie sich zu Claqueuren der ewig selben Handvoll Familien mit Einfluß gemacht hatte, entdeckt sie, dass man doch nur mit mehr als 2000 Lesern überleben kann. Und so geriert man sich nun zum postmodernen Erasmus von Frankfurt und spricht täglich das bürgerlich-humanistische Credo. Tja, und einige Geisteswissenschaftler dürfen nun sogar bloggen. Mal sehen, ob die es ohne Antiquitäten und Wochenendtrips nach Meran schaffen, im Haifischbecken der allseits nachlassenden Aufmerksamkeit für das Web zu überleben. Einfach mal hinsurfen und rumlesen. Langatmig, oft mit Halbwissen protzend und immer einen halben Schritt zu hastig, aber gerade deshalb lesenswert. deus ex machina. [MEHR]

Lesetipps für den 30. August

Jörg Wittkewitz:

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

  • PUSH THE BUTTONS Thilo Sarrazin: Deutschland schafft sich ab: So wird Deutschland dumm.: Thilo "BushaltestellenExperte" Sarrazin hat mal wieder ein monokausales Druckwerk für geistig verarmte Stammtischler entbunden und die FAZ spuckt ein bißchen Galle, weil sie sich mental verschaukelt fühlt... Nasowas, da erfüllt einer immer dieselben Klischees und die Medien lassen sich bereitwillig auf ihre Knöpfe drücken. Push the buttons and... push the buttons.
  • ARBEIT 0.2 Forscher untersuchen Auswirkungen eintöniger Arbeit: Fließbandarbeiter altern schneller: Wer viele Jahre stumpfe, eintönige Arbeit am Fließband verrichtet, der altert im Kopf schneller als Kollegen mit abwechslungsreichen Tätigkeiten. Das hat eine Forschergruppe um Prof. Michael Falkenstein vom Institut für Arbeitsphysiologie (IfADo) der Technischen Universität Dortmund jetzt herausgefunden.
  • SENIOREN MANAGEMENT Seth's Blog: Senior management: A forty-year old internet executive who has been running his company for decades misses one new trend after another, because he#039;s still living in 1998. One thing that happens to management when they get senior is that they get stuck. (As we saw with the new professor, senior isn#039;t about old, it#039;s about how long you#039;ve been there).
  • SOCIAL MEDIA Studie: Kunden mit Social Media Aktivitäten von Unternehmen unzufrieden: Wie im echten Leben: Purer Aktionismus statt Diskussion auf Augenhöhe: Drei Viertel der deutschen Web 2.0-Nutzer sind über die Aktivitäten von Unternehmen bei Facebook, Twitter und Co. enttäuscht. 83 Prozent empfinden die Unternehmensaktivitäten sogar als Werbung. Der Grund: Die Unternehmen gehen im sozialen Web zu wenig auf die Bedürfnisse ihrer Kunden ein.
  • SPOT.US & JOURNALISMUS Spot.Us-Gründer David Cohn: „Journalisten sind wie Schiffbrüchige im Meer“ - Spot.Us-Gründer Cohn - FOCUS Online: Im Interview spricht spot.us Gründer D. Cohn über neue Wege für den Journalismus, spendenfinanzierte Recherche, mitarbeitende Leser und - natürlich - Apples iPad.
  • FACEBOOK ÜBERHOLT GOOGLE Facebook to overtake Google in the next 18 months: Google has been around for a little over a decade now, and facebook a little over 6 years (tx jackowayed). Both of these companies have steady growth and seem to find a permanent spot in the lives of the people using them. I think it#039;s fair to say that plenty of people can#039;t imagine going through their (work) day without using a google product, either search, gmail, maps, news or youtube. Facebook has become the most successful social networking site ever.
  • YOUTUBE & MP3 Dirpy - YouTube to Mp3 Converter and YouTube Video Downloader: M;Ach Dir eine mp3 aus nem youtube Video ohne Programm, ohne App, einfach mit eiern Website - ja, so schön ist und war das Web in der Prä-App-Ära
  • INNOVATION McKinsey Quarterly: Innovation and commercialization, 2010: Global Survey -: After coping with the global economic crisis, companies are beginning to aim for growth again. But their approach to managing innovation and the challenges they face haven’t changed. The survey results suggest a few ways to improve.
Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START. [MEHR]

Lesetipps für den 27. August

Jörg Wittkewitz:

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

  • FOTO Canon: EOS 60D und neue EF-Objektive : Noch fast 4 Wochen bis zur photokina-Messe: Neben Nikon und Sony enthüllt nun auch Canon das Geheimnis um seine neue Mittelklasse-Spiegelreflex. Die Nachfolgerin der 50D heißt - Trommelwirbel - EOS 60D. Sie übernimmt viele Features der semiprofessionellen 7D. Der Hersteller sieht sie zwischen 7D und der EOS 550D.
  • ERNEUERBARE ENERGIEN Biogas: Geschäft zieht im zweiten Quartal 2010 deutlich an: Der größte deutsche Anlagenbauer im einzigen wirklichen Segment für eine Brückentechnologie in ein neues Energiezeitalter sieht Licht am Horizont - Biogas Rulez!
  • WAS ESSE ICH? What The Fuck Should I Make For Dinner?: Kleiner Tip für Ratlose zum Mittag...
  • ENTERPRISE 2.0 Oscar Berg: The business case for social intranets: As I argued in my previous post quot;Why traditional intranets fail knowledge workersquot; (originally named “Serving the long tail of information needs”) there’s a long tail of information needs to be served within knowledge intensive enterprises, and which can't be served with the use of traditional intranets.
  • JOURNALISMUS Hyperlocals - Die Zukunft des Journalismus?: Durch das Web ist der Mensch in der Lage, in der heutigen Zeit das weltweite Geschehen nach Belieben zu beobachten und zu verfolgen. Tausende Newsseiten informieren zeitnah über besondere, für uns wichtig erscheinende Ereignisse. Doch was passiert wohl gerade in meiner Nachbarschaft? Genau diese Fragen wollen Hyperlocals beantworten.
  • WERBUNG FTD: Macht mal Werbepause!: Versicherungen, was ist nur schiefgelaufen zwischen uns? Habe ich irgendwas getan, dass ihr mich so penetrant mit euren Werbefilmchen traktiert...
  • TOOLS PamFax.com: Faxe versenden und empfangen über SKYPE
  • ENTERPRISE 2.0 The Corporate Hierarchy Dies, Again: Ronald Coase described his 1937 paper on the firm as “much cited, but little used.” He was referring to the academic literature, but these days it seems to apply to the popular press as well. Almost every week brings a new article on the death of the corporate hierarchy: you know, firms only exist to deal with transaction costs, and the Internet has reduced them to almost zero, so who needs firms? This argument shows up again and again. But it’s wrong. (Dank an Martin Koser)
Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START. [MEHR]

Lesetipps für den 26. August

Jörg Wittkewitz:

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

  • SOCIAL MEDIA Social Media in Unternehmen – Eine Frage der Zuständigkeit?: Bei meinen Besuchen bei verschiedenen Konzernen und Unternehmen habe ich festgestellt, dass in den meisten Unternehmen die Zuständigkeit für den Einsatz von Social Media nicht klar geregelt ist. Den meisten Unternehmen ist es nur klar, dass die Zuständigkeit für Social Media „irgendwo beim Marketing“ liegen sollte.
  • SOCIAL MEDIA ? Buzz Kill: Und niemand merkt, dass du verschwunden bist: Leo Laporte (Leoville Blog) hat etwas erlebt, das all sein Denken und Fühlen über “Social Media” über Nacht grundstürzend verändert hat. Er war einer derjenigen, die gerne alles Neue mitmachen und sich bereitwillig auf immer neuen Social-Media-Seiten aktiv einbringen. Er liebte die vielfältigen Vernetzungsmöglichkeiten und glaubte an das “magische Potenzial” der sozialen Medien, die Menschen besser denn je zusammen zu bringen.
  • MOBILE & LOCATION BASED SERVICES Why Recommended Places Are the Next Big Thing in Location: Now that Facebook is doing its best to make location-based services and the idea of a “check-in” mainstream with Facebook Places, the real game in location is shifting elsewhere: such as trying to make sense of all of the location data that users are providing through various services.
  • APPLE & SPYWARE EFF: Steve Jobs Is Watching You: Apple Seeking to Patent Spyware: It looks like Apple, Inc., is exploring a new business opportunity: spyware and what we#039;re calling quot;traitorware.quot; While users were celebrating the new jailbreaking and unlocking exemptions, Apple was quietly preparing to apply for a patent on technology that, among other things, would allow Apple to identify and punish users who take advantage of those exemptions or otherwise tinker with their devices.
Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START. [MEHR]

Just: Words

Jörg Wittkewitz: Schönes Video übrigens... [MEHR]

Lesetipps für den 25. August

Jörg Wittkewitz:

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

  • INNOVATION WSJ: Employees Hold the Key to Innovation: The trick is knowing how to tap into them. One answer: innovation communities.
  • SOCIAL MEDIA FAILS Why social media projects fail – a European perspective: Germany-based Brand Science Institute, a renowned think-tank focused on brand and consumer management, has carried out a fairly extensive study on corporate social media projects over the past 7 months.
  • SOCIAL MEDIA CHANGES Unternehmen fehlen die Strukturen für Social Media: Sogar der FAZ fällt auf, dass Social Media zunächst ein Thema der internen Kommunikation und der Organisationsentwicklung ist und erst im dritten Schritt ein technisches werden kann - sodass genau genommen für Social Media Berater eigentlich nur noch übrig bleibt die Brosamen der Strategieberater, der Organisationsberater und der Change Management Projektleiter aufzulesen und zu inhalieren...
  • VERLAG 3.0 Vom Crowdfunding zum Krautfunding: Deutsche Autoren entdecken die Dankeschön-Ökonomie: Für den Online-Journalismus, aber auch die Blogosphere insgesamt gibt es eine spannende Alternative zwischen Paid Content und kostenlos: das so genannte „Crowdfunding“. Diese Methode verbindet auf intelligente Weise Web 2.0 und Micropayments. Die wachsende Zahl der Crowdfunding-Netzwerke macht die Dankeschön-Ökonomie nicht nur zur Chance für einzelne Autoren, sondern grundsätzlich auch für Verlage.
  • iTV & APPLE vs. MEDIATHEK Why Apple's iTV Will Change Everything: Während hierzulande RTL und ProSieben.Sat1 an einer gemeinsamen Plattform stricken, geht Apple den Weg des quot;Siegersquot; und baut schon wieder eine proprietäre Kiste zusammen... The rumor: Apple will be releasing a revamped/renamed version of their #039;Apple TV#039; set-top box, called #039;iTV#039;. The box will run the Apple iOS (same as the iPhone/iPad), and be priced around $99. Why will this change everything?
  • ELEARNING & SOCIAL MEDIA Aktuelle Studie: Web 2.0 in der beruflichen Weiterbildung: Die Studie mit dem Titel “Der Einsatz von Web 2.0 in der Berufs- und Erwachsenenbildung in Baden-Württemberg” wurde im Rahmen des EU Projekts SVEA – Promoting web 2.0 uptake for organisational and personnel development in VET and adult training erstellt. Eine Zusammenfassung der Studie ist Online verfügbar.
  • JOURNALISMUS This year's advice for journalism students: Don't believe that journalism school will help you prepare for your career. Why? Because your journalism career's already started. The moment you first posted a comment, photo or status update to the Web, you began your work as a journalist...
  • SOCIAL MEDIA MARKETING BVDW Leitfaden „Messbarer Erfolg im Social Media Marketing – 10 Tipps für den Einstieg": Die Fachgruppe Social Media im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. gibt mit dem Leitfaden „Messbarer Erfolg im Social Media Marketing – 10 Tipps für den Einstieg“ Unternehmen, Agenturen und Selbständigen erste Hilfestellungen, worauf im Marketing geachtet werden muss, damit eine Social-Media-Kampagne messbare Erfolge generiert.
Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten "vorgeblättert" START. [MEHR]

Studie: Social Media Governance 2010

Jörg Wittkewitz: "Wie Unternehmen, Staat und NGOs die Herausforderungen transparenter Kommunikation im Internet steuern" ist die Studie von Ansgar Zerfaß und Stephan Fink untertitelt. Sie soll einen Einblick geben in den aktuellen Stand der Verbreitung, Bewertung und Nutzung von Social Media in Firmen und Non-Profit-Organisationen. In dem Gemeinschaftsprojekt wurden 1007 Fragebögen ausgewertet von Mitarbeitern der Universität Leipzig, des Magazins Pressesprecher sowie der Fink & Fuchs PR AG.

Vorab sind einige Ergebnisse bemerkenswert: 54 Prozent aller befragten Organisationen nutzen im Moment Social Media für Kommunikationsaufgaben. Allerdings ist die Hälfte (26,2 Prozent) seit weniger als zwölf Monaten aktiv, weitere 22,1 Prozent seit über einem Jahr und nur eine Minderheit von sechs Prozent verfügt über mehr als drei Jahre Praxis. Das ist nicht nur ein Trend. Es zeigt, dass die Sättigung im Umgang mit Social Media schneller stattfinden wird, als viele Auguren noch vor einem Jahr prophezeiten. Die Frage ist, ob es einen klaren Mehrwert gegenüber E-Mail, Foren und Projektplattformen im Intranet gibt oder das Ganze nur ein Experimentierfeld ist, von dem sich die Hälfte nach ein paar Monaten wieder abwendet...

Tools: Die Tools mit der größten Verbreitung sind Videosharing, Microblogging und Blogs. Bei den Social Networks, die bei den Studienautoren Communities heißen (?), liegen acebook, Xing sowie eigene Social Networks im Intra- und Extranet vorne. Die populärsten Anwendungen in PR-Abteilungen sind Facebook-Profile/-Seiten und Twitter-Kanäle. Corporate Blogs und Social Media Newsrooms sind dagegen bislang eine Randerscheinung. Zumindest das Erste liegt an dem enormen Aufwand und den noch immer vielstufigen Freigabprozessen in den Unternehmen, die jede Aktualität im Keim ersticken.

Risiken: Neben mangelnder strategischer Ausrichtung der internen Kommunikation, was seit 20 Jahren ein Manko der Kommunikationsarbeit ist, da sie sehr selten im Verbund mit Organisationentwicklung sowie der Personalentwicklung bzw. einem gerichteten Change Management arbeitet, sind die am häufigsten genannten Risiken von Social Media unter dem Stichwort „Kontrollverlust“ eher verschleiert als benannt. Als größte Chance wird von 82,3 Prozent der Befragten die zusätzliche, schnelle Informationsverbreitung genannt, gefolgt von Verbesserungen bei Service und Kundenbindung (45,7 Prozent) und einer vereinfachten Beobachtung der öffentlichen Meinung (44,0 Prozent). Dabei wird die interne Potenz der neuen Möglichkeiten weitgehend ausgeblendet. das mag an einem Mißtrauen gegenüber demokratischen Verhältnissen und einem Unbehagen am Abbau von Hierarchien innerhalb von Firmen liegen...

Wer mehr lesen will, wird hier in diesem PDF fündig. [MEHR]