Ein kleiner Denkanstoß zum Wochenende. Wahrscheinlich haben ja weder diejenigen recht, die glauben, dass es ohne Social Media keinen arabischen Frühling gegeben hätte noch diejenigen, die das Gegenteil behaupten. Die Blogger und Aktivisten in den Maghreb-Staaten jedenfalls wissen um die Möglichkeiten seit YouTube, Facebook, Twitter und Blogs - ganz zu schweigen von der niedergeknüppelten iranischen Revolution. Aber wissen wir im ruhigen Europa und den USA um die Möglichkeiten direkter Handlungen trotz, wegen bzw. nach Occupy?
Courtesy by Propaganda Times

Diese Woche war voller konstruktiver Beiträge zur breiten gesellschaftlichen Diskussion des Internet als öffentlichem Raum. Daher hat die CDU einen anerkannten Experten zum Thema gefunden, der die tiefen Gräben zwischen den 50 Millionen Netznutzern und dem Rest der Deutschen zuschüttet. So haben dann Frank Rieger und Lawrence Lessig auf diese goldene Brücke ihre Plüschtiere gelegt und den Flauschstorm genauso behutsam beantwortet.
Außerdem ist plötzlich aufgefallen, dass nicht nur die USA PIPA und SOPA hat sondern wir sogar mit ACTA in der EU ein veritables Geschwisterchen geboren haben, dass den Einen oder die Andere auf die Palme bringen könnte - zumindest wenn man in Polen lebt. Am 11. Februar wird es dann also auch in der BRD losgehen und in vielen Städten werden Hunderte Demonstranten das weitgehend abgenickte Abkommen mit Protest beantworten.
Wie wir alle wissen, wird ab nächsten Dienstag das eBook die Weltherrschaft übernehmen. Zu diesem Zweck hat Amazon eigens ein sogenanntes Social Zepter auf den Markt gebracht, mit dem wir die Kultur regieren können. Böse meinende Zungen nennen es auch eReader oder gar Tablet, in Anlehnung an die alten Schultafeln aus den Erzählungen der Steinzeit-Schüler...
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[MEHR]Dieser kurze Film erklärt, warum und wieso ACTA eine Bedrohung der digitalen Welt ist, die wir in vielen Teilen als lebenswert bezeichnen. Es gibt natürlich weiterhin die Möglichkeit, sich hier gegen ACTA auszusprechen. Aktuell haben das 1,2 Millionen Leute schon getan. Es wird also Zeit, dass Du Dich auch anschließt...
Man muss einschränkend sagen, dass es in ACTA keine schwarzen Listen für Websites gibt und dass das konstante Überwachen nach urheberrechtlich bedenklichem Material seitens der ISP (Dienste-Provider) nicht Teil von ACTA ist. Mehr dazu hier. Trotzdem ist das Video sehenswert...
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Not too many, as it turns out.
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Wenn das Erdöl knapp wird, kann man stattdessen auch Kohlendioxid verwenden, wenn man es eben kann. Wie das geht, wird in dem Film gezeigt.
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Das sind die ultimativen Sätze bei jedem Gespräch in und um die westliche Bay Area (Silicon Valley). Das Video ist übrigens Teil, der im Web mehr als erfolgreichen Vidoereihe "Shit that .... says!" und startete ursprünglich mit einer Aktion namens "Shit That Siri Says".
Kaum ist SOPA/PIPA auf Eis gelegt, um später, wenn alle etwas Anderes fokussieren, wieder aus dem Hut gezaubert zu werden, da kommt die nächste Hiobsbotschaft aus den Staaten: Google zentralisiert alle seine Nutzerdaten. Zumindest hatte man bis dato den Anschein, als wären die Informationen über die Nutzer noch nicht zusammen geführt. Künftig wird jeder Dienst aus Mountain View an das Google Konto fest verdrahtet. Wer glaubt, dass es vorher keine aggregierten Übersichten gab, der wird sich wundern. Denn mithilfe von Cookies und anderen lustigen Trackingvarianten waren und sind die Webservices schon lange in der Lage, Daten zusammenzuführen. Aber im Zeitalter der Personalisierung aller Dienste wird es nun neben den Datenclustern in denen wir als Werbeziele unser digitales Leben verbringen, auch ein nicht-anonymisiertes Leben geben. Der Avatar kriegt Beine, mit denen er aber nicht laufen kann...
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Das Autorenportal Carta soll fortbestehen. Das wird nicht einfach. Aber wir wollen es versuchen.
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Mit Augmented Reality lässt sich die Kluft verringern. Das könnte sogar die Retourenquote reduzieren. Acht sehenswerte Beispiele, wie man dem Kunden die Ware virtuell an die Hand geben kann.
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[MEHR]Seit gestern ist es bekannt, seit heute möglich: das Eingeben eines Spitznamens aka Pseudonyms bei Google+. Bradley Horwitz hat das gestern via Google+ bekannt gegeben. Es müssen bei einer Namensänderung auch alle angeschlossenen Google-Dienste, die auf diesen Namen registriert sind, aktualisiert werden. Zahlen sind im Nickname allerdings nicht erlaubt. Die Namensrichtlinien schränken die Freiheit bei der Wahl des Nickname nicht unerheblich ein.
Die Frage, wie Illegale und Bürger in totalitären Staaten davon profitieren, liegt auf der Hand. Null. Sie müssen sich also weiterhin Fantasienamen einfallen lassen, die es geben könnte. Insofern hat die Klarnamendiskussion nur bis zur kreativen Freiheit der UseNet-Namen gereicht, und auch und gerade dort sind Namen wie p3t3R keine Seltenheit, die jetzt nun eben auch nicht funktionieren wegen der Zahlen. Insgesamt kann man Google also ein Gesprächsbereitschaft und ein minimales Entgegenkommen attestieren. Es gilt weiterhin bei den großen kostenlosen Webdiensten, dass die Kosten für die Nutzer in einem reziproken Verhältnis zum erreichbaren Nutzen stehen. Aber noch scheint das ja egal zu sein. Die Generation, die gar keine Zeitungen und fast kein TV mehr als Informationsmedium nutzt, sondern nur noch auf Facebook und Co. liest, studiert bereits an unseren Universitäten. Es besteht daher jeglicher Anlass, davon auszugehen, dass die Kritik an Google, Facebook und Apple bzw. deren Nachkommen in 10 Jahren völlig verstummt ist. Hoffnung macht etwas Anderes: fast drei Generationen wurden per Happy Meals an Fastfood gewöhnt. Und bei einem vertrauenserweckenden Prozentsatz hält sich der Konsum nach dem Erwachsenwerden in engen Grenzen, weil das Zeug einfach keinen positiven Reiz mehr auslöst.
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