Tobias Schwarz

Tobias SchwarzTobias Schwarz schreibt seit Oktober 2012 für die Netzpiloten. Zuerst als freier Blogger und seit März 2013 als Projektleiter für das Online-Magazin. Neben den Netzpiloten hat er auch auf seinem Blog und den Online-Medien Politik-Digital.de, Carta.info und Netzpolitik.org veröffentlicht. Tobias ist als Isarmatrose auf Twitter, App.net und Facebook sowie Google+ zu finden.

Tobias SchwarzMedienethik: Das ethische Probleme mit Daten

Datenschutz statt Journalismus – die versehentlich gesendete dritte Folge der Sendung “Medienethik” diskutierte das ethische Problem von Daten. // von Tobias Schwarz

Medienethik: Alexander Filipovic diskutiert über Datenschutz

Die Vorfreude auf die zweite Folge der Sendung “Medienethik”, in der es um die Frage gehen sollte, “inwiefern der Journalismus einen wichtigen Beitrag zu einer aufgeklärten und demokratischen Gesellschaft leiste“, wurde etwas geschmälert, da ARD Alpha aus Versehen die dritte Folge zeigte. Diese stand der Premiere vergangener Woche aber in nichts nach.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 21. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Blogging, Regeln fürs Home Office, Kritik an Facebook und BuzzFeed, sowie digitale Rechte. Ergänzungen erwünscht.

  • BLOGGING Petapixel: How I Make Money as a Travel Photographer in 2015: Am zweiten Mai-Wochenende bin ich wieder auf meinem liebsten Barcamp: dem MyBlögchen in Chemnitz. Thema der dritte Auflage ist das Blog und der Kommerz. Passend dazu kann ich den Bericht des fotografierenden Reiseblogger Brendan van Son empfehlen, der erklärt, wie es dazu kam, dass er von unterwegs arbeitet und mit seinen Reisefotos Geld verdient.

  • HOME OFFICE Beziehungsweise.de: Homeoffice und Partnerschaft: Noch ist unsere Blogger Business Lounge in Berlin nicht eröffnet (aber bald). Noch arbeite ich vor allem in Coworking Spaces und im Home Office. Genau wie meine Freundin, weshalb wir uns auf bestimmte Regeln einigen mussten, damit das Arbeiten zu Hause klappt. Auf Beziehungsweise.de schreibt Bernd Slaghuis über solche Regeln, von denen wir zu Hause einige selber entwickelt haben und deshalb empfehlen können.

  • FACEBOOK Techdirt: Facebook’s Zuckerberg Thinks Aggressively Violating Net Neutrality Is Fine…If You Just Mean Well: Gestern hat Jakob Steinschaden über die Initiative von Facebook geschrieben, mithilfe des Projekts Internet.org vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer ans Internet anzsuchließen. Was in erster Linier wie ein ehrenwertes Ziel aussieht, verordnet Steinschaden dann zwischen Entwicklungshilfe und digitalen Rassismus. Auf Techdirt.com geht Karl Bode in die gleiche Richtung und erklärt vor allem Facebooks wirtschaftliche Interessen, die konträr zu einem freien und offenen Internet sind.

  • INTERNETRECHT The Conversation: What use would a digital bill of rights be?: Die beiden britischen Wissenschaftler Ansgar Koene und Chris James Carter gehen auf der britischen Seite von The Conversation der Frage nach, was eine “Digital Bill of Rights” nützen würde und vor allem, was sie beinhalten könnte. Denn es gibt sehr viele verschiedene Interessen, manche sind ausgeprägter als andere. Wichtig ist aber vor allem der öffentliche Rückhalt für bestimmte Forderungen.

  • BUZZFEED FAZ: Löschung von Artikeln bei Buzzfeed: BuzzFeed gilt oft als Vorbild, wenn es um Reichweite geht. Scheinbar weiß BuzzFeed, was die Leute lesen wollen. Trotz der mathematischen Analysen glaubt man aber, dass Kritik an den Werbepartnern von BuzzFeed nicht gefragt ist, denn zuletzt wurden öfters Artikel gelöscht, die genau solch kritischen Content enthielten. Die versprochene “strikte und traditionelle Trennung zwischen Werbung und redaktionellen Inhalten” scheint Buzzfeed nicht hinzubekommen, was ein Problem ist. Denn Blogs wie wir leben von der Online-Werbung, schaffen die Trennung, werden aber wegen Medien wie BuzzFeed stets kritisch beurteilt. BuzzFeed reißt Vertrauen ein, den andere Blogs brauchen und verdienen.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 20. April

In unseren Lesetipps geht es heute um das Urheberrecht, Tim Renner im Interview, E-Books, Blogging gegen Islamismus und das Bundesverfassungsgericht. Ergänzungen erwünscht.

  • URHEBERRECHT Priceonomics: Who Owns the Copyright to “Happy Birthday”?: Ich hatte diesen Monat Geburtstag und das englische Lied “Happy Birthday” war wiederum ein Teil dieses Tages. Namen nenne ich jetzt nicht, denn es könnte Abmahnungen von Warner Music für die zum Teil öffentlichen Aufführungen hageln. Für das über 150 Jahre late Lied wurden schon öfters die Schutzfristen verlängert, denn es bringt immer noch viel Geld ein. Besser kann man das Phänomen Copywrong nicht erklären.

  • TIM RENNER FAZ: Wie das Amt die Rebellion organisiert: Hier in Berlin scheint Tim Renner sehr zu polarisieren. Ich kann nicht genau sagen, woran das liegt, aber das ich bisher bei jedem öffentlichen Auftritt als Kulturstaatssekretär von ihm dachte, dass zumindest mal einer in der Politik den digitalen Wandel verstanden hat, kann ein Grund sein. Ich bin sicher nicht immer einer Meinung, aber seine Denkrichtung stimmt. Im Interview mit Claudius Seidl und Mark Siemons geht es mal nicht ums Internet, sondern über Claus Peymann, Chris Dercon, die Simulation und andere Probleme der Verwaltung.

  • E-BOOK t3n: Buchhandel gegen E-Book-Weiterverkauf: Der Buchhandel und seine Lobby streiten vor Gericht über den Weiterverkauf von E-Books. Statt gegen Windmühlen anzurennen, sollte der Handel lieber versuchen an der Weitergabe von E-Books zu partizipieren, meint Jochen G. Fuchs in seinem Kommentar auf t3n.

  • BLOGGING NZZ: Islamismusgefahr in Bangladesh – Bloggen für einen säkularen Staat: Es mag für unsere Demokrtaie sprechen, dass Blogger hierzulande “nur” eine notwendige Erweiterung der Meinungsvielfalt sind und nicht ein wichtiges Korrektiv, das die letzte Linie der Meinungsfreiheit darstellt. In anderen Ländern sieht das anders aus, wie Volker Pabst Dhaka am Beispiel von Bangladesh erklärt. Dort engagieren sich Internetaktivisten für einen säkularen Staat, denn sie sehen in islamistischen Kräften die grösste Gefahr für das Land.

  • BUNDESVERFASSUNGSGERICHT Welt.de: “Karlsruhe nicht der bessere Gesetzgeber”: Es ist eine feststehende Charakteristika der Politik von CDU/CSU (manchmal auch der SPD), dass jegliche Entscheidung vor dem Bundesverfassungsgericht gekippt werden kann. Das führt schon länger zu Groll in der Politik über das Gericht, dass auf die Grundrechte achten soll. Man kann beklagen, dass “Karlsruhe” mehr Politik macht, was so nicht vorgesehen ist, aber man kann sich auch fragen, wieso es wohl stets gegen Grundrechte gerichtete Politik gibt, die diesen Umstand erst möglich und nötig machen.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 17. April

In unseren Lesetipps geht es heute um die Vorratsdatenspeicherung, den Vinyl-Trend, Julian Assange, die Digitalisierung und einen Skandal im Schach. Ergänzungen erwünscht.

  • VORRATSDATENSPEICHERUNG Politik Digital: Aus #VDS wird Höchstspeicherfrist: Das Umbenennen von politischen Themen zur Eroberung der Deutungshoheit ist ein beliebtes Mittel in der Politik. Vor anderthalb Jahren wollte man die Netzpolitik der aktivistischen Szene entreißen und sprache nur noch von Digitapolitik, passend zur Digitalen Agenda. Ähnlich läuft es jetzt mit der anlasslosen Vorratsdatenspeicherung, die jetzt als zwei Wochen kürzer ausfallende Höchstspeicherfrist wieder zurück ist, wie Julie Rothe auf Politik-Digital.de erklärt.

  • VINYL The Conversation: Back on record – the reasons behind vinyl’s unlikely comeback: Trotz engagierter Nutzung digitaler Fortschritte, kaufe ich immer noch Schallplatten. Angefangen hat das vor 12 Jahren mit einem geschenkten Schallplattenspieler, inzwischen scheine ich Teil einer globalen Trendwende zu sein, denn Vinyl ist wieder auf dem Vormarsch. Der Medienwissenschaftler Lee Barron von der Northumbria University in Newcastle erklärt das ungewöhnliche Comeback der Schallplatte.

  • JULIAN ASSANGE Berliner Morgenpost: Wikileaks-Gründer Julian Assange stellt sich der Staatsanwaltschaft: Seit drei Jahren sitzt Wikileaks-Gründer Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London, nach dem Schicksal von Edward Snowden beinahe schon vergessen. Die schwedische Staatsanwaltschaft hat ihn nicht vergessen, gibt aber jetzt ihren Widerstand auf, auf ein Verhör in Schweden zu bestehen, denn einige der Vorwürfe verjähren im August. Spannend, wie sich das entwickeln wird.

  • DIGITALISIERUNG FAZ: Leben und Arbeiten mit dem Internet in Deutschland: In der Frankfurter Allgemeine hat Prof. Dr. Renate Köcher vom Institut für Demoskopie Allensbach einen lesenswerten Denkanstoß über den digitalen Graben in unserer Gesellschaft gegeben. Dieser verläuft allerdings nicht zwischen verschiedenen Altersgruppen, sondern zwischen sozialen Schichten. Nicht alle Menschen profitieren von den durch das Internet ausgelösten gesellschaftlichen und ökonomischen Veränderungsprozessen.

  • SCHACH Techdirt: Chess Grandmaster Exposed As App-Using Cheat: Ich habe Ende der 90er Jahre, als sich auf einmal jeder ein Handy leisten konnte, angefangen Schach zu spielen. Das stellte sich, durch gewisse soziale Normen und kleineren Regeln, als keinerlei Bedrohung für die Integrität des Spiels heraus. Die Geräte verbanden zwar auch von unterwegs Menschen, sie waren aber alles andere als smart. Bei den heutigen Geräten, den Smartphones, sieht das natürlich anders aus und jetzt hat der Sport einen Skandal, der mit einer iPhone-App zu tun hat und gar nicht so klar ist, wie es vielleicht zuerst klingt.

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Tobias SchwarzMedienethik: Unsere Gesellschaft braucht Journalismus

Der Sender ARD Alpha startet eine Sendereihe zum Thema Medienethik – zum Auftakt beschäftigt sich Professor Alexander Filipović mit dem Journalismus. // von Tobias Schwarz

Medienethik: Johannes Grotzky im Gespräch mit Alexander Filipovic

Mit einem eigenen Fernsehformat befasst sich ARD Alpha mit drei relevanten Fragestellungen der Digitalisierung. Moderiert von Professor Alexander Filipović, erster Inhaber des neuen Lehrstuhls “Medienethik” an der Hochschule für Philosophie in München, werden in den 15-minütigen Episoden die Folgen der Digitalisierung für den Journalismus, Datenschutz und Persönlichkeitsrechte, sowie Fernsehunterhaltung behandelt.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 14. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Fotografie, die Zukunft des Journalismus, Datenschutz bei WordPress, Cyberkriminalität und Filesharing. Ergänzungen erwünscht.

  • FOTOGRAFIE PetaPixel: An Interview with Photographer Arne Svenson: Der deutsche Datenschutz-Michel muss jetzt sehr stark sein: ein Gericht hat im August 2013 die Fotos des bekannten Fotografen Arne Svenson, der seine Nachbarn durch ihre Fenster fotografierte, als Kunst eingestuft (der Fall geht gerade in Berufung). Im Interview mit Ken Weingart spricht Svenson über seine voyeuristisch wirkende Fotokunst.

  • JOURNALISMUS OSK-Blog: “Journalisten hängen an Klickzahlen wie Junkies an der Nadel”: Deutschlands erster Social-Media-Redakteur am Newsdesk einer Regionalzeitung, Lars Wienand, erklärt im Interview mit Yannick Schiep für das OSK-Blog, welche Medien es zukünftig schwer haben werden und warum er beispielsweise eigene Magazine für YouTube und Instagram spannend fände.

  • WORDPRESS Tobias Gillens Blog: 6 Praxis-Tipps und Plugins für mehr Datenschutz beim WordPress-Blog: Gestern erklärte Sven Venzke-Caprarese beim Medien-Branchendienst turi2, wie man sein Blog sicherer und vor allem datenschutzkonformer gestalten kann. Tobias Gillen gibt auf seinem Blog sechs Ergänzungen mit den passenden Plugins und Praxis-Tipps zum Text von Venzke-Caprarese, den alle Blogger lesen sollten (beide Texte).

  • CYBERKRIMINALITÄT taz.de: Medien sind hilflos gegen Hacker: Längst sind nicht mehr nur internationale Wirtschaftsunternehmen von Cyberkriminalität bedroht, in den letzten Wochen waren vor allem europäische Medienunternehmen Ziele von Hacker-Angriffen. Eric Bonse zeigt auf taz.de auf, dass sowohl die Unternehmen als auch die Europäische Unternehmen vollkommen unvorbereitet sind, wenn es um derartige Attacken geht. Politikern wie EU-Digitalkommissar Günther Oettinger fällt auf Anhieb auch nur mehr Law-and-Order ein.

  • FILESHARING Zeit Online: Mit Popcorn auf den Eisernen Thron: In den letzten Monaten hätte man fast meinen können, dass der Trend zum Streaming und Dienste wie Netflix oder Amazon Prime unautorisiertes Filesharing fast überflüssig macht. Doch der Eindruck täuscht, denn mit Diensten wie Popcorn Time setzt die Szene etablierte Anbieter nur noch stärker unter Druck. Dies liegt vor allem an den Ländersperren, die im Internet immer noch wie ein Anachronismus wirken, wie Eike Kühl auf Zeit Online erklärt.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 8. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Werbung, ein Newsgame von der BBC, Instagram statt Galerien, Propaganda im Internet und Amazon. Ergänzungen erwünscht.

  • WERBUNG PandoDaily: How Mad Men became an accidental allegory for the modern tech world: Auf PandoDialy hat David Holmes eine interessante Theorie veröffentlicht: die TV-Serie “Mad Men” hat sich zufällig zu einer Allegorie auf die moderne Technologie-Branche gewandelt. Denn bei sozialen Netzwerken, dem Medienwandel, das Internet of Things und Messenger-Programmen, geht es immer um Werbung. Und das hassen wir, genauso wie die Protagonisten der Serie.

  • NEWSGAME taz: Syrien-Spiel der BBC über das Leid von Flüchtlingen: Newsgames sind ein spannender Ansatz, um Nachrichten zu vermitteln. Die BBC hat nun ein Computerspiel entwickelt, dass mit einem interaktiven Gamificationansatz auf das Leid syrischer Flüchtlinge aufmerksam machen möchte. Nutzer müssen entscheiden, wie sie fliehen und lernen verschiedene Szenarien als Konsequenz kennen. Doch es gibt auch Kritik an der spielerischen Darstellung des Leids.

  • INSTAGRAM SmartCompany: How Instagram is changing the business of art: Auf SmartCompany erklärt Cara Waters, welche Bedeutung Instagram für die Kunst-Branche haben kann. Die Künstlerin CJ Hendry verzichtet auf Galeristen und nutzt das von Facebook aufgekaufte soziale Foto-Netzwerk, um sich einen eigenen Kundenstamm aufzubauen. Und das mit beeindruckenden Erfolg. Ihre Serie “50 Foods in 50 Days”, für je 50.000 Euro pro Gemälde, war schon nach der Veröffentlichung auf Instagram und noch vor der eigentlichen Ausstellungseröffnung komplett verkauft.

  • PROPAGANDA Welt: Russland bezahlt Trolle für Netz-Propaganda: Ljudmilla Sawtschuk arbeitete zwei Monate in einer Agentur, die im Internet Propaganda im Sinne des russischen Präsidents verbreitet. Die Frau gibt einen interessanten Einblick in die sogenannte “Trollfabrik”, einem Onlinepropagandazentrum, in dem wahrscheinlich inzwischen mehr als 400 Menschen regelmäßig arbeiten und Tagesbefehle umsetzen, wie sie bestimmte politische Ereignisse im Sinne des Kremls kommentieren.

  • AMAZON The Conversation: Amazon Dash is a first step towards an internet of things that is actually useful: In den gestrigen Lesetipps war ein Artikel von Jean-Louis Gassée, der die Pläne von Amazon kommentierte, vollkommen neu zu definieren, was das Internet der Dinge sein wird. Und natürlich diesen Begriff selber zu besetzen. Gordon Fletcher sieht Amazon auf den selben Weg wie Gassée, bewertet die jetzige Position von Amazon aber viel positiver, denn das Unternehmen hat schon viele kleine Schritte gemacht, um das Internet der Zukunft zu entwickeln.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 7. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Amazon, Disruption aus dem Silicon Valley, was Tidal für Streaming bedeutet, Vorratsdatenspeicherung und Medienkritik. Ergänzungen erwünscht.

  • AMAZON Monday Note: The Internet of Amazon Things: Während Facebook versucht das Internet zu werden, arbeitet Amazon daran, dass Internet der Dinge zu werden. Jean-Louis Gassée erklät in seinem Beitrag auf Mondaynote.com, wie Amazon sich als perspektivisch ausgerichteter Vordenker beweist, der den noch nicht festgelegten Bereich des Internet der Dinge für Konsumenten selber definieren möchte. Doch noch hadert auch Amazon mit den Vorstellungen der Kunden.

  • DISRUPTION Süddeutsche.de: Samstagsessay – Die Zerstörer: Zwei der führenden Wirtschaftsjournalisten der Süddeutschen Zeitung veruschen sich in einem Essay mit dem Thema Disruption auseinanderzusetzen. Der Text bringt wenig Neues zum Vorschein (“Alles wird schneller”, “Alles wird brutaler” und “Alles wird vernetzt”), ist aber ein schönes Beispiel dafür, wie der hiesige Journalismus über das Silicon Valley berichtet. Das “Allmachtsdenken” der “Zerstörer” ist eben immer noch ein Thema, mit dem man seine zahlenden Leser ängstigen kann.

  • STREAMING Meshed Society: Tidal means that artists finally acknowledge streaming as the future of music consumption: Mit Tidal haben US-amerikanische Musiker einen eigenen Streaming-Dienst gestartet, den Thomas Vorreyer in seinem Artikel auf Netzpiloten.de als wenig überzeugend beschrieb. Martin Weigert wertet den neuen Service perspektivisch als Zeichen dafür, dass sich Musiker an Streaming als Distributionskanal für Musik gewöhnt haben und in Zukunft stärker darauf setzen werden. Das setzt die Musiklabels unter Druck, denn am Ende muss auch mit Streaming Geld verdient werden.

  • VORRATSDATENSPEICHERUNG taz.de: Gabriel und die Vorratsdatenspeicherung: Der rechtspolitische Korrespondent der taz, Christian Rath, fasst die vergangenen Wochen der von Sigmar Gabriel begonnen Debatte um die Vorratsdatenspeicherung treffend zusammen: “Sobald der SPD-Chef etwas über die von ihm gepushte Vorratsdatenspeicherung sagt, kommt Unfug heraus.” Letzter Fehltritt war die Behauptung von Gabriel, dass die Mordserie der rechtextremistischen NSU-Terroristen mit einer Vorratsdatenspeicherung schneller hätte aufgeklärt werden können. Diese Aussage zeugt von grober Unkenntnis der NSU-Morde und einem nicht auf Fakten basierenden Populismus seitens Gabriel.

  • MEDIENKRITIK Columbia Journalism Review: “A failure that was avoidable”: Vergangenen November berichtete das US-Musikmagazin Rolling Stone über eine angebliche Vergewaltigung einer Frau durch sieben Männer im Haus einer Studentenverbindung an der Universität von Virginia. Der Artikel musste nun zurückgezogen werden, nachdem bereits vor wenigen Wochen eigene Fehler zugegeben wurden. Der jetzt veröffentlichte Untersuchungsbericht der Journalistenschule der Universität Columbia zeigt die vermeidbaren Fehler des Magazins auf.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 2. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Sanktionen gegen Hacker, ein Gespräch über Facebook, Medienkritik, die App Riff und Airbnb auf Kuba. Ergänzungen erwünscht.

  • CYBERKRIMINALITÄT Heise Online: Obama verfügt Sanktionen gegen Hacker: US-Präsident Barack Obama hat mit einem neuen Exekutiverlass das US-Finanzministerium mit neuen Maßnahmen ausgestattet, um gegen die zunehmenden Cyberangriffe vorzugehen. Gezielte Strafmaßnahmen seien für die US-Regierung “ein neues und mächtiges Werkzeug, gegen die Schlimmsten der Schlimmsten vorzugehen”, schrieb Obama in einer Begründung.

  • FACEBOOK Horizont: “Facebook ist der Schminkspiegel des Internets”: Ein interessantes Doppelinterview findet sich beim Horizont: Bärbel Unckrich hat sich mit Nico Westermann von Facebook und Jean-Remy von Matt, Mitgründer von Jung von Matt, über Kreativität und intelligente Algorithmen unterhalten, die exzellentes Storytelling belohnen.

  • MEDIENKRITIK Politik Digital: “Dem Presserat müssten ein paar Zähne wachsen!”: In den vergangenen Tagen wurde vielfach Kritik am Umgang der Medien mit dem Absturz des German Wings-Flugzeugs und an der Berichterstattung über den Co-Piloten laut. Simone Jost-Westendorf von Politik-Digital.de hat mit  dem Leiter der Evangelischen Journalistenschule in Berlin, Oscar Tiefenthal, über seine Einschätzung zu Medienkritik, Pressekodex und die Aufgaben des Presserates gesprochen.

  • RIFF Facebook Newsroom: Make Videos with Friends: Video ist das zur Zeit gefragteste Format im sozialen Internet, zuletzt bauten Facebook und Twitter ihre Fähigkeiten in diesem Bereich aus, den Hype bestimmten Streaming-Apps wie Meerkat oder Periscope. Mit Riff hat Facebook eine neue Video-App vorgestellt, die einen Fokus auf das Thema Kooperation legt. Mehrere Nutzer können zusammen an einem Video arbeiten, in dem jeder einen Clip dazu beisteuert.

  • AIRBNB AP Exclusive: Airbnb to Cuba in major US business expansion: Airbnb scheint zumindest im kleinen Maßstab Weltpolitik machen zu wollen: mit dem geplanten Launch auf Kuba, der von seiten der kubanischen und US-amerikanischen Regierung begrüßt wird, könnte sich das Unternehmertum in dem sich sehr langsam öffnenden Land entwickeln. Zwar werden zuerst nur US-Amerikaner Airbnb auf der sozialistischen Karibik-Insel nutzen können, ein Anfang ist aber gemacht. Praktisches Problem wird nur sein, wie Airbnb-Hosts Buchungen ohne regelmäßigen Internetzugang verwalten, aber es gibt Mittel und Wege, wie Jakob Steinschaden auf Netzpiloten.de erklärt.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 31. März

In unseren Lesetipps geht es heute um einen Google Analytics-Profi aus Hamburg, WLAN im ICE, Lobbyismus, Verschlüsselung und ein neuen Streaming-Dienst. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE ANALYTICS DAA Germany: Der jüngste Google Analytics IQ-Zertifizierte kommt aus Hamburg: Len Focken aus Hamburg ist der weltweit jüngste Google Analytics IQ-Zertifizierte. Der Fünfzehnjährige legte die Prüfung in nur 40 Minuten und mit einem Ergebnis von 92 Prozent ab. Eine großartige Leistung – vor allem im Vergleich zu seinen erwachsenen Mitstreitern, die er in Punkto Geschwindigkeit und Ergebnis hinter sich gelassen hat. DAA-Vorstandsvorsitzender Timm Peters betont die Bedeutung von Digital Analysten für die digitale Welt.

  • WLAN Zeit Online: Der Regionalverkehr bleibt vorerst offline: Als Nutzer des Telekom-Hotspot hatte ich gestern Internetzugang in der zweiten Klasse eines ICE, auch wenn ich mich alle drei Minuten neu einwählen musste. Andere Mitreisende waren zwangsweise offline, denn WLAN gibt es im ICE nur in der ersten Klasse umsonst, wer nicht bei der Telekom ist, muss viel Geld für den Hotspot bezahlen. Das soll sich bald ändern, zumindest im Fernverkehr. Im Nahverkehr dagegen wird sich aber nichts ändern. Am Abend habe ich übrigens erfahren, dass es in der Moskauer Metro ein offene WLAN gratis gibt. Wer will, der kann, so scheint es.

  • LOBBYISMUS Die Welt: Google nimmt stark Einfluss im Weißen Haus: Benedikt Fuest vom Springer-Medium Welt.de nimmt einen Artikel des Wall Street Journal zum Anlass, selber über dein Einfluss von IT-Unternehmen wie Google auf die US-amerikanische Politik zu verweisen. Durch ungefähr 230 Besuche von Google im Weißen Haus nahm das Unternehmen angeblich Einfluss auf alle möglichen Entscheidungen des US-Präsidenten Barack Obama. Das muss nicht immer zum Nachteil der Bürger gewesen sein, ganz bestimmt aber nicht zum Nachteil von Google. Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Artikel über den Einfluss von Springer auf die Bundesregierung, vor allem während der Bruder von Springers Lobbyist Dietrich von Klaeden, Eckart von Klaeden, Staatsminister im Bundeskanzleramt war.

  • VERSCHLÜSSELUNG Heise: Europol-Chef warnt vor Verschlüsselung: Man muss sich die Worte von Rob Wainwright, Leiter der Polizeibehörde Europol, mal wirklich laut aufsagen und gründlich darüber nachdenken. Traditionell sei die Telekommunikation gut überwachbar gewesen, was allein für jeden Menschen mit einem Faible für Grundrechte erschreckend klingen muss. Und seine Kritik an Verschlüsselungsprodukten, die für ihn das derzeit das “größte Problem” sind. Das wirft allein schon die Frage auf, wie gut unsere Daten bei Europol eigentlich gesichert sind, und was die Behörde für Überwachungsinstrumente bereits einsetzt.

  • STREAMING FAZ: Superstar-Allianz im Streaming-Geschäft: Nicht über den Preis, sondern über die Qualität wollen einige US-amerikanische Musiker jetzt den etablierten Streaming-Diensten, die ihnen zu wenig Geld abgeben, den Kampf ansagen. Der Rapper Jay-Z und andere Musiker, wie Rihanna, Madonna und Alicia Keys, haben mit “Tidal” einen eigenen Streaming-Dienst gegründet, der für einige “die Zukunft der Musik” darstellt. Taylor Swift ist übrigens auch für die bereits kritisierten 19,99 US-Dollar pro Monat mit dabei.

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Tobias Schwarz#EntführungWI: Das Staatstheater bringt Mozarts Oper auf Twitter

Eine Oper im Radio über die auf Twitter gesprochen wird – das Hessische Staatstheater Wiesbaden geht mit Mozarts “Die Entführung aus dem Serail” neue Wege. // von Tobias Schwarz

Hessisches Staatstheater in Wiesbaden (Bild: Jivee Blau [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons)

Morgen Abend feiert die Mozart-Oper “Die Entführung aus dem Serail” Premiere im Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Die zweite Inszenierung des neuen Intendanten Uwe Eric Laufenberg wird live bei Deutschlandradio Kultur übertragen – und mit dem Hashtag #EntführungWI auf Twitter kommentiert.

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Tobias SchwarzDigitales Publishing: Medien mit Vertrauen sind im Vorteil

Interview mit Mitch Green und Klaasjan Tucker von Adobe über die aktuellen Herausforderungen im digitalen Publishing. // von Tobias Schwarz

Mitch Green im Interview mit Tobias Schwarz (Bild: Berti Kolbow-Lehradt/Adobe)

Anfang der Woche fand der diesjährige “Digital Innovators’ Summit” in Berlin statt. Über 600 Besucher diskutierten auf der von den Branchenverbänden FIPP und VDZ organisierten Konferenz über digitale Publishing-Themen. Darunter auch Mitch Green, Adobes Produktchef für die Adobe Digital Publishing Suite, und sein Kollege Klaasjan Tucker, die sich beide mit uns über den Medienwandel und die digitalen Herausforderungen der Verlage unterhielten.

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Tobias SchwarzLernen, Lehren und Managen 2.0 – auf dem Weg zur Schule 2020

Mit dem Konzept “Lernen, Lehren und Managen 2.0″ will Sachsen-Anhalt sein Bildungssystem fit für die digitale Zukunft machen. // von Tobias Schwarz

Schule der Zukunft (Bild: evanst10000 [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Das Bundesland Sachsen-Anhalt möchte mit seinem Bildungskonzept “Lernen, Lehren und Managen 2.0″ die Basis für die Schaffung eines integrierten Wissens-, Informations- und IKT-Management im schulischen Bereich des Landes legen. Auf der CeBIT stellte Frank Bonse vom Finanzministerium des Landes Sachsen-Anhalt das Konzept vor und erklärte es im Interview.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 24. März

In unseren Lesetipps geht es heute um Verifizierung im Journalismus, eine Abmahnung auf Facebook, das Leistungsschutzrecht für Presseverlage, die Vorratsdatenspeicherung und Vine. Ergänzungen erwünscht.

  • JOURNALISMUS FAZ: Als die Bilder lügen lernten: In ihrer Kolumne auf FAZ.net schreibt Constanze Kurz vom Chaos Computer Club über die Lehren aus dem Fall “Varoufake”, der zum einen die skandalisierenden Strategien der Medien offenbarte, aber auch, wie leicht Bilder manipuliert werden können. Die Medien stehen vor der Herausforderung der nahezu zweifelsfreien Verifizierung von Inhalten, wenn sie nicht weiter an Glaubwürdigkeit einbußen wollen.

  • ABMAHNUNG t3n: Facebook-Nutzerin soll 1.000 Euro für geteiltes Foto zahlen: Die bisherigen Meinungen von Juristen zum Thema Teilen von Werken in sozialen Netzwerken waren eigentlich immer klar: das geht mit dem Urheberrecht nicht, trotzdem ist es, vor allem durch den globalen Charakter der sozialen Netzwerke, der Alltag. Bisher ging das auch gut, mit wenigen Ausnahmen auf Twitter. Daniel Hüfner stellt auf t3n einen bisher neuen Fall vor, auch wenn genau so etwas schon lange erwartet wurde, in dem die Inhaberin einer Fahrschule abgemahnt wurde, weil sie einen Bericht der BILD-“Zeitung” geteilt hatte, ohne den Urheber des eingebetteten Vorschaubilds zu nennen.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Horizont: Deutsches Patent- und Markenamt verhandelt über Klage gegen Google: Heute kommt es in München zu einer nichtöffentlichen Verhandlung bei der Schiedsstelle für Urheberrechtsangelegenheiten beim Deutschen Patent- und Markenamt in München, in der es um die Vergütung von Online-Presseausschnitten in Deutschland geht, sprich das Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Die Verhandlung beruht auf einer Klage der Verwertungsgesellschaft VG Media, die auf der Basis des Leistungsschutzrechtes für Presseverlage Geld von Google für die Darstellung Textauszügen verlangt.

  • VORRATSDATENSPEICHERUNG Zeit Online: Ein fast unmögliches Gesetz: Heiko Maas möchte man in diesen Tagen nicht sein. Er, der sich in den letzten 18 Monaten seit der Bundestagswahl zum Bürgerrechtsgewissen der SPD entwickelte, muss nach der populistischen Hauruck-Aktion seines Parteichefs Sigmar Gabriel nun ein Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung (VDS) schreiben, dass ihm sicher nicht behagt und das doch den Balanceakt schaffen muss, nicht gleich vom Bundesverfassungsgericht nach den zu erwartenden Klagen auseinander genommen zu werden. Nahezu unmöglich, sind doch zum Glück di durch die Verfassung gesetzenden Vorgaben nahezu nicht mit einer VDS in Einklang zu bringen, wie Maas bisher auch seine Ablehnung begründete.

  • VINE Süddeutsche.de: Die Vine-Stars wollen jetzt mehr als sechs Sekunden: In dem zu Twitter gehörenden sozialen Netzwerk Vine ist Logan Paul eine Art Berühmtheit, mehr als sieben Millionen Menschen folgen seinen sechsekündigen Videoclips. Hakan Tanriverdi stellt den Künstler vor, der wie einige andere mit seinen Videos auch Geld vwrdient – fünf- bis sechsstellig pro Kampagne. Doch Vine allein reicht den Künstlern nicht mehr aus. Sie suchen Wege, ihren Erfolg außerhalb der Plattform zu stabilisieren. Paul versucht es mit einer Spiele-App.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 23. März

In unseren Lesetipps geht es heute um deutsche Aufsichtsräte, ein “ebolasicheres” Tablet, Pressefreiheit in der Türkei, Google und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Ergänzungen erwünscht.

  • WIRTSCHAFT Capital: Wo sind die alten Männer für den Aufsichtsrat?: Auch wenn mir noch nicht ganz klar ist, unter welchen Umständen Bernd Ziesemer vom Handelsblatt zu Capital gekommen ist, das Online-Magazin hat mit mir einen neuen Leser gewonnen, denn Ziesemers Kolumnen sind stes lesenswert. So auch sein heutiger Beitrag über Deutschlands Aufsichtsräte, denen nicht nur Frauen fehlen, um die Quote zu erfüllen, sondern auch geeignete Männer für den Vorsitz.

  • EBOLA Heise Online: Freiwillige haben zusammen mit Google ein “ebolasicheres” Tablet entwickelt: Freiwillige haben zusammen mit Google ein Tablet (wahrscheinlich ein Android-Tablet) entwickelt, das auch dass Übergießen mit Chlor aushält. Damit ist es “ebolasicher” und das war auch das Ziel des Projekts. Ärzte, die Ebola-Patienten unterstützen, sollten ein Arbeitsgerät haben, das sich auch mit Schutzhandschuhen bedienen lässt und Wetterbedingungen wie Stürmen sowie großer Feuchtigkeit widerstehen kann.

  • PRESSEFREIHEIT Today’s Zaman: Journalist Kabaş reads ‘manifesto’ on TV ahead of court appearance: Die Journalistin Sedef Kabaş soll in der Türkei für fünf Jahre inhaftiert werden, da sie über Korruption in der Regierung twitterte und wie diese vertuscht werden soll. In einer Fernsehsendung verlas sie jetzt ein Statement zu dem gegen sie angestrengten Gerichtsverfahren, das Today’s Zaman veröffentlicht. Kabaş steht weiterhin hinter ihrem Tweet und wird vor dem Gericht erscheinen.

  • GOOGLE Spiegel Online: Google soll Konkurrenz mit Ausschluss gedroht haben: Angeblich plante die US-Handelsaufsicht FTC (Federal Trade Commission) im Jahr 2012 ein Kartellrechtsverfahren gegen Google, da das Unternehmen seine vermeintliche marktbeherrschende Stellung ausgenutzt haben soll. Woher weiß das von Spiegel Online zitierte Wall Street Journal das? Der niemals veröffentlichte Bericht über das dann doch nicht umgesetzte Vorhaben wurde ausversehen an Journalisten weitergeleitet.

  • RUNDFUNK Carta: Transparenz und Partizipation beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Auf Carta.info wird gerade viel über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk diskutiert, vor allem seine Zukunft. Hanno Beck und Christian Herzog haben sich in ihrem Debattenbeitrag mit dem Thema Pratizipation beschäftigt und argumentieren, dass eine Beteiligung der Zuschauer an der Entscheidung über Formate und Themen dazu beitragen könnte, die Akzeptanzprobleme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu verringern.

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