Tobias Schwarz

Tobias SchwarzTobias Schwarz schreibt seit Oktober 2012 für die Netzpiloten. Zuerst als freier Blogger und seit März 2013 als Projektleiter für das Online-Magazin. Neben den Netzpiloten hat er auch auf seinem Blog und den Online-Medien Politik-Digital.de, Carta.info und Netzpolitik.org veröffentlicht. Tobias ist als Isarmatrose auf Twitter, App.net und Facebook sowie Google+ zu finden.

Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 17. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Google News in Spanien, das Urheberrecht, CETA, Netzneutralität in den USA und Daten verabeitender Journalismus. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE NEWS Gigaom: External traffic to Spanish news sites plummets after Google move: Klar wie Kloßbrühe war die Folge des Endes von Google News in Spanien (über die Lars Sobiraj gestern auf Netzpiloten.de berichtete), dass der externe Traffic auf die Seiten der Verlagsprodukte einbrechen würde. Innerhalb weniger Stunden bereits um 10 bis 15 Prozent, wie Chartbeat auf Grundlage von 50 Websites ermittelte. Dafür stieg aber der Anteil des internen Traffic an, der durch Verlinkungen zwischen spanischen Medien entsteht. Es wird spannend zu beobachten sein, ob die Medien sich weiterhin gegenseitig die Leser zu schieben oder weniger auf die direkte Konkurrenz verlinken.

  • URHEBERRECHT I taz: Freihandelsabkommen mit Kanada könnte Urheberrecht zementieren: Nach ACTA hat vor allem das Akronym TTIP eine breite Bekanntheit erlangt, allerings gibt es noch andere vier Buchstaben, die den Freihandel in seiner geplanten Form zu einer Bedrohung für unsere Gesellschaft machen könnten. Wie zum Beispiel CETA, dass geplante Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Kanada. Ähnlich wie schon bei den anderen Vorhaben spielt auch das Urheberrecht eine entscheidende Rolle in dem Vertragswerk. Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen gab deshalb bei dem Völkerrechtsexperten Henning Lahmann von der Unternehmensberatung iRights.lab ein Gutachten in Auftrag, indem Lahmann zu dem Schluss kommt, dass CETA die notwendige Modernisierung des Urheberrechts vereiteln könnte und den Status Quo zementiert.

  • URHEBERRECHT II Julia Reda’s Blog: Mein Bericht zum EU-Urheberrecht: Auf ihrem Blog stellt die Europaabgordnete Julia Reda, die vom EU-Parlament zur Berichterstatterin für die kommende Urheberrechtsreform ernannt wurde, den Fahrplan für die Evaluation vor. Und das übrigens in nicht weniger als sieben verschiedenen Sprachen. Mit ihrem Bericht will die Abgeordnete der Grüne/EFA-Fraktion dazu beitragen, dass mit der Urheberrechtsreform den Zugang zu Wissen und Kultur für alle Menschen verbessert und die nationalen Grenzen in der EU überwunden werden.

  • NETNEUTRALITÄT Ars Technica: “Shadowy” anti-net neutrality group submitted 56.5% of comments to FCC: Erinnern Sie sich, wie die US-Kommunikationsbehörde FCC im Sommer dazu aufforderte, dass man ihr seine Meinung zur Netzneutralität mitteilte? Der britische Comiker machte die Aufforderung und das Thema Netzneutralität einer breiten Masse bekannt, als er darüber in seiner Sendung sprach und seine Zuschauer aufforderte, sich bei der FCC für Netzneutralität auszusprechen. Ähnlichen Einfluss versuchte auch Koch Industries zu nehmen, zweitgrößte nicht börsennotierte Gesellschaft in den USA und die libertär-konservative Tea-Party-Bewegung unterstützende Firma der Koch-Brüder, indem sie eine verdeckte Mail-Kampagne initierten, die für mehr als 56 Prozent der eingegangenen Kommentare verantwortlich war. Natürlich ist Koch Industries gegen die Netzneutralität. Davor unterstützen die übrigens die globale Erwärmung bzw. deren Ursachen leugnende Kampagnen.

  • DATA TO TEXT Golem: Maschinen können keine Krimis schreiben: Im April diesen Jares hat Lars Sobiraj auf Netzpiloten.de über Roboterjournalismus geschrieben und sich dafür auch mit Saim Alkan unterhalten, einen der treibenden Kräfte in Deutschland. Auf Golem findet sich jetzt ein Interview von Christoph Schön mit Alkan, indem er erklärt, wie die automatische Generierung von Texten funktioniert, wohin sich die Technologie entwickeln könnte und warum “Data to Text” die bessere Bezeichnung als Roboterjournalismus ist.

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Tobias SchwarzMDR Info: Warum gehen alle zu Instagram?

MDR Info berichtet über Instagram auf Soundcloud und man lernt dabei etwas über den Nutzen beider sozialer Netzwerke. // von Tobias Schwarz

Der MDR berichtet auf Soundcloud über Instagram

Das erstaunliche Mitgliederwachstum von Instagram setzt Twitter vor allem bei den Werbeeinnahmen zu, wie Jakob Steinschaden gestern auf Netzpiloten.de erklärte. Doch warum ist die von Facebook aufgekaufte Foto-Plattform so beliebt? Reporterin Kathrin Knabe von MDR Info hat sich dieser Frage angenommen und auf Soundcloud darüber berichtet.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 16. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Podcast statt Kirche, die Blogging-Plattform Medium, Filesharing, Gerüchte in Social Media und Kunst auf Instagram. Ergänzungen erwünscht.

  • PODCAST Slate: Are Christian podcasts replacing church?: Fast möchte man einen Unterpunkt der berühmten Rule 34 aufmachen, denn es scheint so, dass es, egal welcher christlichen Glaubensauslegung man angehört, es einen passenden Podcast für einen gibt. Im Slate-Special zu Podcasts schreibt Ruth Graham über Podcasts als Teil des Kommunikationsalltag bei US-amerikanischen Christen. Wie schon das Radio, durch das seit den 1920er Jahren Gottesdienste übertragen wurde, werden auch Podcasts nicht für leere Kirchen sorgen, aber es ermöglicht eine Auseinandersetzung mit seinem Glauben durch die unterschiedlichsten Podcasts aus der ganzen Welt.

  • MEDIUM Fortune: Q&A with Evan Williams, co-founder of Medium and Twitter: Ende Oktober hat Dr. Erik Meyer auf Netzpiloten.de die Blogging-Plattform Medium vorgestellt, die nach zwei Jahren inzwischen einen enormen Bedeutungszuwachs erlebt hat. Inzwischen bloggt sogar der US-Präsident Barack Obama nicht mer auf LinkedIn, sondern verkündet neue politische Vorhaben gleich auf Medium. Erin Griffith hat sich mit Twitter- und Medium-Mtgründer Evan Williams getroffen und über sein neuestes Unternehmen gesprochen.

  • FILESHARING Golem: Schließung von Pirate Bay fast ohne Effekt auf Torrentszene: Auf Golem.de bringt Achim Sawall eine klassische “Told You So”-Geschichte: “Die Stilllegung von The Pirate Bay hat fast keine Auswirkungen auf den Tausch von illegalen Filmkopien im Internet.” Auch wenn The Pirate Bay inzwischen alles andere als eine idealistische Gruppe ist, mit der man leicht sympathisieren kann, möchte man sich nur über den weiteren Beweis freuen, dass etwas aus dem Internet nicht durch Repressionen klein zu kriegen ist. Zwar hat die Content-Industrie ihre Angebote in den letzten Jahren gerade aufgrund von Seiten wie The Pirate Bay verbessert, beim Kampf gegen Piraterie opfern sie aber noch zu gerne unsere Freiheit.

  • SOCIAL MEDIA The Conversation: Why rumours about the Sydney siege spread on social media: In der britischen Version des akademischen Medienblogs The Conversation erklärt Alfred Hermida am Beispiel der Geiselnahme in Sydney, warum gerade Gerüchte in den sozialen Medien gut funktionieren. Auch wenn Hermida es nicht explizit anspricht, gerade weil Menschen für Gerüchte via Social Media empfänglich sind, haben Medien eine höhere Verantwortung im Umgang mit Informationen. Aber Klickzahlen wird das nicht bringen und Respekt lässt sich schlecht monetarisieren. Ich bin trotzdem guter Hoffnung.

  • INSTAGRAM Monopol: Gibt es auf Instagram gute Kunst?: Auf Monopol geht Jerry Saltz, Chefkritiker des New Yorker Magazine, der rhetorischen Frage nach, ob es Kunst auf Instagram gibt und präsentiert selbstverständlich im Anschluss einige sehenswerte Künstler, die die von Facebook aufgekaufte Foto-Plattform als Marketing- und Distributionskanal nutzen. Dabei entdeckt er, und das ist wohl der oft unterschätzte Mehrwert von Instagram, vor allem unbekannte Kunst von unbekannten Künstlern. Instagram scheint ein unendlicher tiefer Talentpool für Galeristen, Händler und Kuratoren zu sein, die das aber wohl noch gar nicht wissen.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 15. Dezember

In unseren Lesetipps geht es um Uber, das Urheberrecht beim Selfie eines Affen, Google Loon, Videos auf YouTube und Facebook, sowie Nachtzüge. Ergänzungen erwünscht.

  • UBER The Washington Post: Uber pressures regulators by mobilizing riders and hiring vast lobbying network: Rosalind S. Helderman hat für die Washington Post einen wirklich lesenswerten Artikel über das Lobbing von Uber geschrieben, der ohne Bashing auskommt und sich auf die journalistische Darstellung der Strategie konzentriert. Uber steht in der Debatte oft für Disruption (des Taxi-Gewerbes), selten für Innovation (im Bereich von Same Day Delivery), aber so gut wie nie für einen Modernisierungsfaktor in der Regulierung, die vor 100 Jahren ebenfalls von Lobbyverbänden geschaffen wurden, die jetzt ihre Monopole und Positionen sich auflösen sehen. Dabei nutzt Uber seine Community und zeigt einen weiteren Machtfaktor auf, denn Gestrige haben meist keine Freunde mit Smartphones.

  • URHEBERRECHT Techdirt: Photographer Threatens Copyright Experts With His Confused Understanding Of Copyright: Am Samstag bekam ich eine Ausgabe von iRights’ netzpolitischen Jahresrückblick “Das Netz 2014/2015“, in der mich das berühmte Affen-Selfie wieder anschaute. Der Besitzer der Kamera, mit der sich der Affe selber fotografierte, David Slater, beanspruchte das Urheberrecht auf das Foto. Dies führte zwar leider nicht zu einer Diskussion über die sich auflösenden Grenzen zwischen Mensch und Affe, aber über das Urheberrecht. Slater kämpft weiterhin dafür, dass das Bild ihm zugesprochen wird und bekam nun von Sherwin Siy eine alles zusammenfassende Antwort, die Mike Masnick auf Techdirt.com veröffentlicht und kommentiert hat.

  • GOOGLE CNET: Google, France space agency partner up on Project Loon: Eines der interessantesten (und wohl auch sympathischstes) Google-Projekte kommt nach Europa. Die französische Raumfahrtagentur CNES kooperiert mit Google bei Project Loon, den Internet anbietenden Ballons. Google profitiert hierbei von den Erfahrungen der Agentur mit der Ballonfahrt, während Frankreich durch die Ballons sein Internetangebot verbessern könnte. Schon jetzt haben die Ballons mehr als 3 Millionen Kilometer geschafft, dem nächst werden wohl ein paar im französischen Himmel dazu kommen.

  • VIDEO Broadmark: Sind Facebook- und YouTubeaufrufe eine Währung?: In seiner Kolumne auf Broadmark.de zeigt Julian Banse einen interessanten Unterschied zwischen den in Konkurrenz zueinander stehenden Videos von YouTube und Facebook. Beide Plattformen lösen differenzierte Sehgewohnheiten aus, denn Facebook-Nutzer gucken vor allem kürzere Videos, wogegen YouTube-Nutzer längere Videos (zwischen fünf und sieben Minuten) schauen, in denen auch Werbung vor und im Video möglich ist. Facebooks Reichweite scheint größer zu sein, YouTube punktet noch mit dem besseren Umfeld für Werbung.

  • NACHTREISEZUGVERKEHR Skift: End of Berlin-Paris Sleeper Train Signals Last Call for Europe’s Night Trains: “Ich dachte, ich hätte WLAN, aber es war okay.” Mit dieser Einschätzung eines mexikanischen Reisenden endet die letzte Fahrt des Nachtzugs zwischen Berlin und Paris. Und sie offenbart das Problem: die Nachtzüge sind alles andere als modern und deshalb auch nicht sehr beliebt. Doch anstatt zu modernisieren, stellt die Deutsche Bahn die Verbindung jetzt ein, dazu werden weitere Strecken nach Kopenhagen, Amsterdam, Prag und Basel gestrichen. Doch Nachtzüge wären wirtschaftlich sinnvoll und klimapolitisch nachhaltig, wie eine Studie der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen herausfand. Und sie würden auch wieder angenommen werden, wenn sie den Ansprüchen der heutigen Zeit (Strom, WLAN, Rauchverbot) genügen würden.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 5. Dezember

In unseren Lesetipps geht es um die sogenannten Spiegel-Oper, Cybersecurity, das Ende der Netzneutralität, was eine Plattform ist und den Dark Traffic. Ergänzungen erwünscht.

  • SPIEGEL-OPER Newsroom.de: Christian Jakubetz über Wolfgang Büchner, den “Spiegel” und einen bösen Fußtritt als Abschiedsgeschenk: Auf Newsroom.de versucht Christian Jakubetz etwas Ordnung in die “Spiegel-Oper” zu bringen, die seit Monaten das bekannte Printmagazin und seine erfolgreiche Online-Version wie ein lächerlicher Haufen von zerstrittenen Menschen, die was mit Medien machen, aussehen lässt. Warum möchte man da eigentlich noch arbeiten?

  • CYBERSECURITY PandoDaily: The military’s techno-fetishism reaches new heights with Silicon Valley outreach: Die Entwicklung des Silicon Valley war stets durch eine enge Verbindung mit dem US-Militär geprägt. Und das US-amerikanische Verteidigungsministerium will diese Tradition fortführen und noch intensiviere. Zusammen mit der Tech-Industrie soll hier die Zukunft der digitalen Kriegsführung entwickelt werden. Nathaniel Mott schreibt auf PandoDaily über das Regierungsvorhaben.

  • NETZNEUTRALITÄT Zeit Online: Merkel sieht Ende der Netzneutralität: Mit dem verstärkten Interesse von Angela Merkel an Netzpolitik ist die Netzneutralität im Internet gefährdeter als je zuvor. Auf einer Veranstaltung des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation sprach sich die Bundeskanzlerin für die Einführung von Spezialdiensten aus, um Innovationen wie fahrerlose Autos oder die Telemedizin mit entsprechend sicherer Verbindungsqualität zu garantieren. Das kann man auch anders sehen, weshalb die nächsten Monate in der Debatte entscheidend sein werden.

  • PLATTFORM Digiday: The many definitions of the term ‘platform’: Ein oft in Debatten verwendeter Begriff ist “Plattform”. Vor allem traditionelle Medienformen sollen sich durch den digitalen Medienwandel hin zu Plattformen entwickeln. Auf Digiday stellt Lucia Moses die grundlegende Frage, wie eigentlich die Definition des Begriffs ist und hat acht Medienvertreter – von Gawker bis Forbes Media – gefragt. Und siehe da, alle haben sehr unterschiedliche Ansichten, was eine Plattform ist und was sie können muss.

  • DARK TRAFFIC Fusion: Dark social traffic in the mobile app era: Alexis C. Madrigal schreibt auf Fusion.net über den Traffic auf Websites, dessen Herkunft nicht identifizierbar ist. Er hat dafür den Begriff Dark Traffic geprägt und in seinem Artikel gezeigt, dass dieser Traffic vor allem Facebook von Facebook kommt. Das bedeutet, dass das soziale Netzwerk noch relevanter für die Verbreitung von Medieninhalten ist als das sowieso schon der Fall ist. Das hat laut Madrigal auch viel mit dem mobilen Internet zu tun.

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Tobias SchwarzDrivy startet seinen Carsharing-Dienst in Berlin

Der französische Carsharing-Dienst Drivy ist jetzt auch in Berlin aktiv und vielleicht ein Teil der Zukunft kombinierter Mobilität in der Stadt. // von Tobias Schwarz

Drivy-Gründer Paulin Dementhon und Gero Graf (Bild: Tobias Schwarz, CC BY 4.0)

Seit letzter Woche gibt es mit dem französischen Dienst Drivy einen weiteren Carsharing-Anbieter in Berlin. Wir haben uns mit Gründer Paulin Dementhon (im Bild links) und dem für Deutschland zuständigen Country Manager Gero Graf zum Gespräch getroffen und uns mit ihnen über den neuen Dienst, die Besonderheiten von Berlin und die Share Economy unterhalten.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 4. Dezember

In unseren Lesetipps geht es um die Folgen des Vinyl-Booms, Reddit, Papier fordert Grundrecht für IT-Sicherheit, das Leistungsschutzrecht und Social Media. Ergänzungen erwünscht.

  • VINYL Digital Trends: Vinyl Sales On Pace To Exceed 7 Million, But At What Cost?: Ich habe vor fast 12 Jahren meinen ersten eigenen Schallplattenspieler geschenkt bekommen und das erste Mal seit meiner Kindheit Ende 1980er Jahre wieder Schallplatten gehört. In den letzten Jahren habe ich mir nur noch Schallplatten (und MP3s) statt CDs gekauft und andere taten dies ebenso. Seit Jahren steigen die Verkaufszahlen für Schallplatten, aber ohne Investitionen in die Industrie, wie Keith Nelson Jr. erklärt. Seit Anfang der 1980er wurden keine neuen Schallplattenpressen mehr gebaut. Das oder mein Verkaufsverhalten, muss sich ändern.

  • REDDIT torial Blog: Reddit, die soziale Erbsensuppe: “Reddit ist wie Erbsensuppe” – das ist zwar der ungewöhnlichste Einstieg in einen Erklärartikel und ich kann die optische Kritik, zumindest an der Erbsensuppe, auch nicht nachvollziehen, aber Johannes Wendt erklärt im torial-Blog sehr lesenswert, was es mit diesem besonderen sozialen Netzwerk auf sich hat. Ich nutze es zumindest schon ab und zu für meine Arbeit oder um mich unterhalten zu lassen, aber man spürt, dass sehr viel Potenzial in Reddit steckt. Es lohnt sich nach der Lektüre dieses Artikels vielleicht einmal auf Reddit umzuschauen.

  • ÜBERWACHUNG Golem.de: Papier fordert Grundrecht auf IT-Sicherheit: Auf einer Veranstaltung des Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) machte sich der frühere Präsident des Bundesverfassungsgericht, Hans-Jürgen Papier, für ein Grundrecht auf IT-Sicherheit stark. Er fordert, dass der Staat eine sichere und vertrauenswürdige Kommunikation seiner Bürger garantieren können muss. Auf Golem.de schreibt Friedhelm Greis über den Abend.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Golem.de: Experten zerpflücken das Leistungsschutzrecht: Gestern gab es im Bundestagsausschuss “Digitale Agenda” ein öffentliches Fachgespräch zur Reform des Urheberrechts. Die eingeladenen Sachverständigen aller Fraktionen waren sich einig, dass das umstrittene und nur Schaden anrichtende Leistungsschutzrecht für Presseverlage abgeschafft werden muss. Mal schauen, wie die Abgeordneten der Regierungsparteien damit umgehen. Wie mit der Störerhaftung umgegangen werden soll, beantworteten die Experten dann aber sehr unterschiedlich. Eine spannende Sitzung, die man auch auf Twitter unter dem Hashtag #BTADA ergänzend nachlesen sollte.

  • SOCIAL MEDIA The Conversation: Balotelli Instagram blunder shows how badly players need social media support: Gegen Rassismus muss sich der italienische Fußballer Mario Balotelli schon seine ganze Karriere über zur Wehr setzen, wahrscheinlich sogar schon viel länger. Mit der stärkeren Kommunikation von Profi-Sportlern in sozialen Netzwerken wird Rassismus auch hier sichtbarer, was laut dem Journalismus-Dozenten Daniel Kilvington dazu führen muss, dass die Sportverbände ihnen eine Form der Unterstützung in den sozialen Medien gegeben werden muss. Zum einen um das Problem in seiner ganzen Breite zu bekämpfen, zum anderen um Spielern, die vielleicht damit überfordert sind, zu helfen darauf zu reagieren und damit umzugehen.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 3. Dezember

In unseren Lesetipps geht es um das Scheitern bei Google, Cybersecurity in den USA und Nordkorea, Datenschutz und Andrew Sullivan über Native Advertising. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE Brand Eins: Google kann alles. Will alles. Wird alles. Wirklich?: In der November-Ausgabe der Brand Eins haben Steffan Heuer und Thomas Ramge einen sehr lesenswerten Text über das Scheitern bei Google geschrieben. Darin führen sie die vielen Fehlschläge des Unternehmens auf und setzen sie in den Kontext der Gesamtentwicklung des hierzulande als Monopolisten beschimpften Internetunternehmens, dass mehr ist als nur eine Suchmaschine. Fazit ist, besonders im Kontrast zur zu kritisierenden ARD-Dokumentation, dass Google wohl doch nicht die Weltherrschaft an sich reißen wird bzw. dazu überhaupt in der Lage wäre.

  • CYBERSECURITY I The Washington Post: Obama’s pick to lead the Pentagon is big on cybersecurity: Eine vielsagende Personalentscheidung hat der US-Präsident Barack Obama getroffen: Ashton Carter soll das Pentagon leiten. Der Doktor für Theoretische Physik gilt als ausgesprochener Experte für Cybersecurity und hat in den letzten Jahren die bereits bestehenden Programme des US-Militärs mitorganisiert. Seine Ernennung ist ein Zeichen für die stärkere Fokussierung auf den potentiellen Kriegsschauplatz im Netz. Auf der Website der Washington Post stellt Andrea Peterson den neuen Pentagon-Chef näher vor.

  • CYBERSECURITY II Re/code: Here’s What We Know About North Korea’s Cyberwar Army: Und noch ein Lesetipp zum Thema Cybersecurity: Auf recode.net hat Arik Hesseldahl alle bekannten Informationen über nordkoreanische Cyberwar-Armee zusammengetragen. Besonders interessant ist, dass Nordkorea durch seine nahezu nicht existente Internet-Infrastruktur sehr gut vor gegnerischen Cyberwar-Angriffen geschützt ist und seine Angriffe von einem Hotel im chinesischen Shenyang ausführt. Auch der Einsatz von Online-Games wird von Cyberscurity-Experten als “clevere Taktik” bezeichnet.

  • DATENSCHUTZ Stuttgarter Zeitung: Datenschutz als Wettbewerbsnachteil: Ich freue mich ja über jede Veranstaltung außerhalb Berlins, aber das alljährliche Spitzentreffen von Managern und Politikern in Isny habe ich leider verpasst. Dabei haben scheinbar vor Ort EU-Digitalkommissar Günther Oettinger (CDU) und Infrastrukturminister Alexander Dobrindt (CSU) in ihnen wohlgesinnter Runde vor Ort beachtliche Aussagen getroffen. Auf Stuttgarter-Zeitung.de scheibt Joachim Dorfs, dass die beiden Vertreter der Bundesregierung und EU-Kommission vor zu hohen Datenschutzstandards in Deutschland warnen. Deutschland müsse beim Thema Daten an Chancen denken, nicht nur an Risiken.

  • NATIVE ADVERTISING Digiday: Andrew Sullivan on native ads: Brian Braiker hat seinen ehemaligen Digiday-Kollegen Andrew Sullivan interviewt und sich mit dem bekannten Blogger über den Zustand der Medienbranche unterhalten und warum Native Advertising schlimm ist. Seiner Meinung nach ist der Journalismus den Verlockungen bezahlter Inhalte erlegen. Sullivan hat vor ungefähr einem Jahr abonnierbaren Blog gestartet und damit im ersten Jahr mehr als 875.000 US-Dollar eingesammelt.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 2. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um die Google-Doku der ARD, die Generator Hostels, Yelp, Journalismus in der Ich-Form bei der Vice und Ello. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE Berliner Zeitung: ARD-Doku zu Google – High Heels statt Enthüllung: Gestern lief in der ARD eine Dokumentation über die vermeintliche Macht von Google. Sie war lange angekündigt und es entwickelte sich ein regelrechter Hype um den Enthüllungsjournalismus. Das Ergebnis enttäuschte dann durch den Fokus auf nahezu belanglose Aspekte der Debatte um Google anstatt die wichtigen Fragen zu klären und durch Täuschung der Zuschauer. In der Berliner Zeitung hat Jonas Rest eine lesenswerte Kritik der Sendung veröffentlicht. Statt die Sendung in der Mediathek nachzuschauen, empfehle ich eher den Artikel von Steffan Heuer und Thomas Ramge übers Scheitern von Google-Projekten in der November-Ausgabe der Brandeins (noch nicht freigeschaltet).

  • GENERATOR HOSTELS Skift: Generator Hostels on Creating the New Hostel Experience: Seinen Flug und das Hotel per Smartphone zu buchen ist heute schon Realität. Auch vor Ort dann mit dem Smartphone die Rechnung zu bezahlen. Genauso wie das Gemeckere, wenn es kein kostenloses WLAN gibt. Die sogenannten Millennials reisen mit einem gewissen Anspruch an einen modernen Service. Klappt etwas nicht wie gewünscht, wird drüber gebloggt, wie ich am Freitag über meine Hamburger Hotelerfahrungen. Carl Michel, CEO der Generators Hostels, ist sicher dessen bewusst und gibt im Interview Einblick in die zukünftigen Herausforderungen des Hotelgewerbes.

  • YELP Time.com: Yelp CEO on Why He Turned Down Google: Das Time Magazin hat sich telefonisch mit Yelps CEO und Mitgründer Jeremy Stoppelman unterhalten, der einen interessanten Einblick in seinen bisherigen Werdegang gibt, wie sein Bewerbungsgespräch bei Elom Musk lief und warum er ein Übernahmeangebot von Google ablehnte.

  • VICE American Journalism Review: Vice, and the Trend of First-Person Journalism: In den gestrigen Lesetipps haben wir einen taz-Artikel über die Vice empfohlen, heute gibt es ergänzend dazu einen Artikel von Dustin Levy für die American Journalism Review, in dem ein besonderer Aspekt der Berichterstattung der Vice erklärt wird: der Ich-Journalismus. Die Vice-Autoren zelebrieren Events über die sie dann berichten und stellen sich persönlichen Herausforderungen.

  • ELLO Nieman Journalism Lab: Finance media’s hottest club is Ello: Wir haben das soziale Netzwerk Ello sehr früh getestet und darüber berichtet. Für mich war der Hype schon vorbei, bevor er hierzulande erst los ging. Vielleicht habe ich mich zu früh verabschiedet, denn neben den üblichen Leuten, mit denen ich aber auch schon anderswo vernetzt bin, hat eine Gruppe US-amerikanischer Finanzjournalisten die Plattform für sich entdeckt und eine aktive Untergruppe gegründet.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 1. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Google+, einen Selbstversuch als Uber-Fahrer, Selfies, Internet-Monopole und den Wandel des Vice Magazin. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE+ Medium: Thoughts on Google: Meine Medium-Community herzte das ganze Wochenende über folgenden Text der ehemaligen Google-Mitarbeiters Chris Messina, der sich in seinem Blogeintrag mit dem sozialen Netzwerk Google+ auseinandersetzt. Auch wenn ich sein Urteil, dass Google+ vollkommen überflüssig ist, so nicht teilen unbedingt kann, ist seine Begründung lesenswert, wie auch der Socialmediawatchblog meint: “womöglich der wichtigste Text, der diese Woche über Social Media, digitale Monopole (Stichwort: Facebook), Privacy und informationelle Selbstbestimmung geschrieben wurde”.

  • UBER Jetzt.de: Selbstversuch als Uber-Fahrer in München: Für Jetzt.de hat Jan Stremmel den Selbsttest gemacht und ist eine Nacht als Uber-Fahrer durch München gefahren. Dabei fallen zwei Sachen auf: Zum einen scheint er dabei wirklich viel Spaß gehabt zu haben und viele interessante Leute kennengelernt zu haben, was sich mit meinen Eindruck von den meisten Uber-Fahrern in Berlin deckt. Und zum anderen, dass sich das Geschäft auch in München, wo der festgelegte Kilometerpreis mehr als doppelt so hoch ist wie in Berlin, einfach nicht lohnt. Am Ende zahlt Stremmel für seinen als angenehme Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr wahrgenommenen Dienst noch drauf.

  • SELFIE Quartz: How the selfie is boosting demand for plastic surgery: Auf Quartz setzt sich Hanna Kozlowska mit einer Studie des American Academy of Facial Plastic and Reconstructive Surgery auseinander, demnach ein Drittel der befragten Patienten ihre Schönheitsoperationen zur Verbesserung ihres eigenes Bildes in den sozialen Medien vornahmen lassen. Einerseits lassen Selfies uns sich mehr mit unserem Selbstbild beschäftigen, was sich auch positiv aufs Selbstvertrauen auswirken kann, andererseits ist dieser Trend zur Optimierung, um es diplomatisch auszudrücken, ein wirklich beunruhigendes Zeichen für Narzismus.

  • MONOPOLE The Economist: Everybody wants to rule the world: Der FC Bayern München muss… äh… Google muss zerschlagen werden, denn erfolgreiche Unternehmen auf dem Weg zu Monopolen stellen eine Bedrohung dar. Die Diskussionen der letzten Woche um Googles Marktmacht nahmen immer lächerlichere Züge an und mündeten in einem Antrag des mit der deutschen Zeitungsbranche eng verbundenen Europaabgeordneten, dass derartige Unternehmen, also erfolgreich und nicht aus Europa, zerschlagen werden müssen. Wer sich einmal ernsthafte Gedanken über Internet-Monopole machen will, dem sei dieses Briefing des Economist empfohlen, dass sich auf sehr hohem Niveau mit der Thematik auseinandersetzt.

  • VICE taz: Das Magazin “Vice” expandiert: Auf taz.de stellt Fatma Aydemir das wohl zur Zeit rentabelste Magazin vor, dass es gibt: Vice. Ich habe das Magazin seit 2008 nicht mehr aufmerksam gelesen. Davor hat es mich begeistert, schockiert und unterhalten. Im gleichen Jahr fing der damals 23-jährige Tom Littlewood an, dass Magazin zu leiten und grundlegend zu wandeln. In den USA wurden bereits weitere Kanäle wie Vice News aufgemacht, bald gibt es sie auch hierzulande. Vice könnte bald jede Art von Journalismus abbilden, denn für Littlewood macht das Magazin den besonderen Zugang zu Inhalten aus, nicht unbedingt das Thema an sich. Es wird wohl mal Zeit, einen Blick in das Magazin zu werfen.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 26. November

In unseren Lesetipps geht es um Netzneutralität, mobile Fotografie, das Leistungsschutzrecht, festliches Social Media und ein Projekt der hr-Volontäre. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT Deutschlandfunk: Von Datenstaus und Monopolen: Vor dem Provider sind alle Daten gleich – oder nicht? Internetbetreiber wie die Deutsche Telekom möchten mit Online-Diensten kooperieren, um am Geschäft im Internet mitzuverdienen. Aktivisten und Verbraucherschützer warnen vor einem Zwei-Klassen-Internet. In einem hörenswerten (und nachlesbaren) Beitrag hat sich unsere Autorin Jenny Genzmer im Rahmen ihres Volontariats mit der Debatte um Netzneutralität auseinandergesetzt.

  • FOTOGRAFIE LightBox: How Smartphones Have Changed the Way We Experience Photography: Im Lightbox genannten Foto-Blog der New York Times hat Krystal Grow einen lesenswerten Artikel über die Wirkung von Smartphones auf unsere Wahrnehmung von Fotografie geschrieben. Schon immer war Fotografie das Ergebnis der technischen Möglichkeiten und mit den Smartphones hat nun jeder Mensch die Möglichkeit ein Foto zu machen. Und nicht nur eins. In der Masse der so einen Auftrieb erfahrenen Fotografie finden sich neue Kunstwerke wieder, die auf das Teilen der Erfahrung setzen und nicht des Moments, der bei den bisherigen Produktionsmethoden im Vordergrund stand.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Internet-Law: Grüne und Linke fordern Abschaffung des Leistungsschutzrechts für Presseerzeugnisse: Die beiden im Bundestag vertretenden Oppositionsparteien haben gemeinsam einen Gesetzesentwurf auf Abschaffung des von Anfang an viel kritisierten Leistungsschutzrecht für Presseverlage gestellt. Leider trat genau das ein, was Kritiker stets betonten: Google wird die Muskeln spielen lassen, die Presseverlage dann einknicken und am Ende wird das Gesetz vor allem auf Startups eine Innovation verhindernde Wirkung haben. Es wird spannend zu beobachten sein, wie die SPD reagiert. Als Oppositionspartei war sie selbst dagegen, jetzt kann sie den Worten als Regierungspartei auch Taten folgen lassen.

  • SOCIAL MEDIA CNET: Facebook, Twitter ruining Christmas, says bishop: Vor dem von Traditionen geradezu übersprudelnden Weihnachtsfest ist stets eine gute Zeit, einmal in Ruhe über neue Angewohnheiten nachzudenken. Manche kommen dabei zu dem wenig überraschendem Ergebnis, dass diese modernen Medien vielleicht etwas unpersönlich sind. Ein britischer Bischof hat sich deshalb vorgenommen, zur Weihnachtszeit auf die sozialen Netzwerke zu verzichten und liebe 60 handgeschriebene Grußkarten zu versenden. Eine nette Geste, über die man zu Weihnachten nachdenken kann, gleich nachdem man ergründet hat, warum diese nette Idee einen Artikel wert war.

  • NACHTAKTIV Hessischer Rundfunk: 8 mal nacht: Im morgendlichen Krautreporter-Newsletter habe ich die Website “8 mal nacht” der Volontäre des Hessischen Rundfunks gefunden, die acht verschiedene Arten zeigen, wie man die Nacht verbringen kann. Für manche der Nachwuchsjournalisten eine persönliche Grenzerfahrung, sei es beim Telefonsex, der Sauftour oder dem nächtlichen Training im Fitnessstudio. Was an sich ein Übungsprojekt ist, stellt sich zugleich als sehr lesenswertes und schick dargestelltes Rechercheexperiment heraus, dass interessante Einblicke in die hessische Nacht gibt.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 25. November

In unseren Lesetipps geht es um Social Media in der Politik, Community im Journalismus, Datenschutz und Big Data, die Arbeitswelt, sowie Flickr. Ergänzungen erwünscht.

  • SOCIAL MEDIA Tagesspiegel: Die Kommunikation über Soziale Netzwerke steigt: Trotz der jährlichen Empfehlung in den Berichten der amtlichen Datenschützer, auf die Nutzung von Social Media zu verzichten, setzen immer mehr Ministerien auf die Kommunikation in den sozialen Netzwerken, wie Christian Tretbar im Tagesspiegel zeigt. Ob und wie aber kommuniziert wird, hängt von den jeweiligen Hausleitungen ab und nicht in den sozialen Netzwerken zu sein, kann auch eine Form von Medienkompetenz sein, wie ausgerechnet die Bundeskanzlerin zeigt (wobei sie als Person anders als ein Ministerium zu bewerten ist).

  • KRAUTREPORTER Zeit Online: “Das Produkt des Journalismus ist die Community”: Auf Zeit Online findet sich ein Interview von David Schmidt mit Jessica Weber und Frederik Fischer von den Krautreportern über das Thema Community. Ein immer wichtiger werdendes Thema im Journalismus, das besonders bei den Kraureportern ausgetestet wird, denn hier haben nur zahlende Abonnenten die Möglichkeit Kommentare zu lesen und zu schreiben. Und auch nur sie werden zu den bisher sehr interessanten Community-Abenden eingeladen, die für mich bisher, trotz der guten Texte, den eigentlichen Mehrwert einer Krautreporter-Mitgliedschaft ausmachen.

  • DATENSCHUTZ Blog von Tabea Wilke: Was ihr wollt: In ihrem Blog kommentiert Tabea Wilke ein Studienergebnis, wonach fast alle Internetnutzer bereit sind, ihre Daten den Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Wilke zeigt auf, dass wenn nicht Big Data das eigentliche Problem ist, also die Erhebung und Verarbeitung von Daten, sondern nur das Geschäft damit, die Unternehmen mit verstärkter Transparenz über den Umgang mit unseren Daten auf die gesellschaftliche Debatte um einen zeitgemäßen Datenschutz antworten müssen. Denn der Zielkonflikt steckt im Bereich Datenschutz und dem Geschäft mit den Daten und weniger unserer Nutzung von datenproduzierenden Diensten.

  • ARBEITSWELT Cicero Online: “Die westliche Unternehmenskultur beruht auf Stress, Schlafentzug und Burnout”: Auf Cicero.de finde sich ein interessantes Interview mit Arianna Huffington. Im Grunde geht es um ihr neues Buch, aber eben auch um das grundlegende Thema, die ihrer Meinung nach falschen Definition von Erfolg in unserer Gesellschaft und die moderne Arbeitswelt. Zwei Bereiche, die sich zumindest in den westlichen Industrienationen ähneln und laut Huffington neu gedacht werden müssen. Huffington erfindet das Rad nicht neu, doch der “Spitzen-Unternehmerin”, wie der Cicero schreibt, lohnt sich immer zuzuhören. Sie benennt interessante Punkte, die diskutiert werden können.

  • FLICKR CNET: Some photographers bristle over Flickr’s selling of photos: Auf CNET schildert Richard Nieva die neueste Kontroverse um Flickr und das mehr Nutzungsfreiheit bietende Lizenzmodell Creative Commons. Flickr hat angefangen, Leinwandkopien von Flickr-Fotos zu verkaufen. Wer sein Foto unter dem klassischen Copyright veröffentlicht hat, bekommt 51 Prozent des Gewinns. Die Fotografen, die ihre Fotos unter Creative Commons der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt haben, bekommen gar nichts. Der Ärger ist vorprogrammiert, hat aber nichts mit Creative Commons zu tun. Die meisten Fotografen haben nämlich gar nichts gegen die rechtskonforme Nutzung von Flickr, sondern hätten sich von Yahoo als Plattformbetreiber nur ein alle Fotografen fairer behandelndes Vorgehen gewünscht. Jetzt wirkt es so, dass die der Gesellschaft Freiheiten einräumenden Fotografen bestraft werden. Nicht von der Gesellschaft, sondern von Yahoo.

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Tobias SchwarzKann man über Europapolitik im Netz kommunizieren?

Zwischen Hashtags und Politik – kann Europapolitik im Netz diskutiert werden? // von Tobias Schwarz

Europapolitik im Netz – Albrecht und Müller diskutieren (Bild:  Jens Schicke)

Im Berliner Informationsbüro des Europäischen Parlaments in Deutschland diskutierten letzte Woche Freitag auf der Veranstaltung “Hashtags & Politics: Europapolitik im Netz diskutieren!” der Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht mit dem Blogger Manuel Müller, moderiert von Martin Fuchs, wie Europakommunikation in digitalen Öffentlichkeiten gelingen kann.

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Tobias SchwarzTipps für Blogger: Quellen für rechtssicher nutzbare Inhalte

Liste von ausgewählten Quellen für rechtssicher zu nutzende Inhalte, die Blogger kennen sollten. // von Tobias Schwarz

Tobias Schwarz gibt auf dem myBlögchen Tipps für Blogger (Bild: Jonas Haller, CC BY 2.0)

Am Wochenende sprach Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz beim Chemnitzer Blogger-Barcamper myBlögchen über Quellen für rechtssicher zu nutzende Inhalte, wie zum Beispiel unter Creative Commons lizenzierte Bilder oder auch YouTube und Soundcloud, um Videos und Podcasts in eigenen Blogbeiträgen embedden zu können. Hier hat er seinen vorgetragenen Tipps für Blogger verbloggt:

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Tobias SchwarzDurchgedreht mit… Jo Schück

In der siebenten Folge von “Durchgedreht mit…” spricht Jo Schick über das lineare Fernsehen, Kulturformate im Internet und seine ganz eigene Durchgedrehtheit:

Die Crowdfunding-Kampagne von “Durchgedreht mit…” auf Startnext.de war leider nicht erfolgreich. Trotzdem wird Gina Schad das Projekt beenden, weshalb Spenden immer noch willkommen sind. Wer auch jetzt noch “Durchgedreht mit…” finanziell unterstützen möchte oder Fragen hat, kann sich bei uns melden, damit wir den Kontakt vermitteln.