Es gibt diese seltsamen Zeitschriften, bei denen man zwischen 5 und 10 Euro bezahlt und auf den ersten Seiten mit nichts als Werbung empfangen wird. Man muss sie durchblättern, um überhaupt auf den ersten redaktionellen Text zu stoßen. Das Faszinierende daran ist, dass diese Hochglanz-Anzeigen anders als sonst nicht stören. Vielmehr sind sie so schön, dass man sie sich herausreißen und an die Wand pinnen möchte.
Am letzten Freitag ist die erste Ausgabe eines neuen Hochglanz-Magazins an die Kioske gekommen. Nachdem man 26 Seiten Anzeigen durchblättert hat, begrüßt einen das Editorial. Dann folgen wieder Anzeigenstrecken, Impressum, Inhaltsverzeichnis, die Autorenübersicht und Anzeigen. Erst auf Seite 57 beginnt das Heft richtig...
Bei einem Hidden Champion steht die öffentliche Aufmerksamkeit in keinem Verhältnis zum Ausmaß der tatsächlichen Erfolgsgeschichte. Ein solcher unterschätzter Gigant ist das ursprünglich deutsche Gayromeo. Es steht auch international gut da, und ist weit über die Grenzen seiner Zielgruppe hinaus bekannt.

Quelle: „Ein Gayromeo für Heteros?“ (Ausschnitt)
In seiner Zielgruppe hat das Portal eine beispiellose Marktdurchdringung. Und Karteileichen sind eher die Ausnahme, das „schwule Einwohnermeldeamt“ wird von den meisten Mitgliedern rege genutzt. Laut einer Marktforschungsstudie aus dem Jahr 2010 liegt die durchschnittliche monatliche Nutzungsdauer bei zwölf Stunden pro Monat – und damit mehr als doppelt so hoch als bei Facebook oder StudiVZ...
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„Business Angels, Copycat, Venture Capital, Exit“ … die Startup-Landschaft hat eine sehr spezielle Logik. Hier treffen naive Gründerträume auf knallharte Verwertungs-Absichten, Gründer müssen Anträge stellen können und es schaffen, Investoren Dollar-Zeichen in die Augen zu projizieren.
Alexander Hüsing beobachtet auf Deutsche-Startups.de seit Jahren die Szene, hat Hypes, Tops und Flops miterlebt. Er gibt Auskunft über Trends und Strukturen des deutschen Startup-Markts.
Yousef Hammoudah von MTV Networks erzählte den Netzpiloten auf der Social Media Week etwas über die Strategie von MTV im Internet - auch angesichts von YouTube und Co...
[MEHR]Konstantin von Notz von den Grünen stand auf der Social Media Week in Berlin für dieses Video den Netzpiloten Frage und Antwort zum Thema Online-Partizipation und geeigneten Themen für diese Form digitaler Teilhabe...
[MEHR]Als ich vor einigen Jahren für eine wichtige Uni-Prüfung lernen musste, habe ich kurzerhand das Programm-Kabel versteckt, um meinen Kopf und mein Zeitbudget vor zu viel Fernseh-Konsum zu schützen. Das Kabel war dann aber so gut versteckt, dass ich es später lange Zeit nicht mehr gefunden habe. Irgendwann habe ich gemerkt, dass Fernsehen doch nicht nur eine Verblödungsmaschine ist, sondern ab und zu ganz nett sein kann. Was tun? Ich habe einen Dienst entdeckt, auf dem zumindest die öffentlich-rechtlichen Sender kostenlos und vollständig gestreamt werden können: Zattoo...
[MEHR]Auf der Social Media Week erklärte Paula Hanneman vom WWF, wie man einen Social Storm im Sinne einer NGO als neuartige Form der Kampagne bzw. des Protests einsetzt oder befördert.
[MEHR]Stefan Mey hat auf der Social Media Week David Noël, den Comunnity Manager von Soundcloud, vor die Kamera geholt und entlockt ihm die Geheimnisse des Musikdienstleisters zum Thema Umgang mit der Community der Nutzer im digitalen Raum.
[MEHR]Ist die Privatsphäre im Netz eine Illusion. Spackeria? Jens Best erklärt gegenüber Netzpiloten-Autor Stefan Mey seine Sicht auf den Themenkomplex Gesellschaft, Menschenbild und Verantwortung...
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Wild, wilder, Wired
Die deutsche Zeitschriften-Landschaft ist im internationalen Vergleich außerordentlich beweglich. Neue Objekte werden gegründet, andere gehen ein, und meistens geschieht das außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung. Doch dann gibt es ab und zu Magazin-Projekte, auf die alle schauen, so als würde sich hier die Zukunft einer ganzen Branche entscheiden. Das Neon war eines und die in Deutschland glücklose Vanity Fair. Jetzt ist es wieder so weit. Eine deutsche Ausgabe des Wired-Magazins wurde aus dem Boden gestampft...
[MEHR]Manch einer wird sich in den letzten Wochen schadenfroh die Hände gerieben haben. Rupert Murdoch, der einflussreichste Medien-Inhaber der Welt, hat eine phänomenale Schlappe hinnehmen müssen. Im Jahr 2005 hatte er das Soziale Netzwerk Myspace für 580 Mio. US-$ gekauft – sechs Jahre später hat er es für in Relation geradezu lächerlich anmutende 35 Mio. wieder verkauft. Wie konnte das passieren?
[MEHR]Mitte August 2011 hat Google das Panda-Update auch für den deutschen Sprachraum eingeführt. Wie bei jedem Update sollen damit die Suchergebnisse besser werden und vor allem Spam und bezahlte Inhalte von den vorderen Trefferplätzen verdrängt werden. Vor der algorithmischen Bestrafung zittern einige Seitenbetreiber, und die Branche der Suchmaschinen-Optimierer grübelt darüber, wie sie reagieren könnten. Marcus Tober, der Gründer und Chef-Technologe (CTO) von Searchmetrics, hat die Auswirkungen des Panda-Updates analysiert. Er spricht unter anderem über die Motive und die Arbeitsweise von Google sowie über Konsequenzen für Seitenbetreiber...
[MEHR]Einige wenige Netz-Ideen krempeln die Gesellschaft um. Wikipedia etwa hat den Umgang mit öffentlichem Wissen verändert. Auch Bitcoin hat das Zeug, viel zu erreichen. Das Open-Source-Projekt hat sich einen großen Brocken vorgenommen, den es reformieren will: das weltweite Währungs- und Finanzsystem. Bitcoins könnten die neue Verkehrswährung im Netz werden.
1 Was leisten Bitcoins?
Bitcoins ermöglichen eine anonyme Transaktion von virtuellem Geld, direkt von Nutzer zu Nutzer. Sie kommen ohne eine vermittelnde Stelle wie PayPal oder ein Kreditkarten-Unternehmen aus, die Gebühren entfallen somit...
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