Peter Bihr

Peter BihrPeter Bihr (Projektleitung) hilft als Gründer der Agentur Third Wave Unternehmen, ihre Strategien erfolgreich ins Netz zu übertragen. Über Social Media und digitale Kultur schreibt und twittert Peter auch privat unter TheWavingCat.com.

TechCrunch50: Die wichtigsten Updates auf einen Blick per Aggregator

Peter Bihr: Michael Arrington's TechCrunch50-Konferenz ist eines der wichtigsten Events der Web 2.0-Startupszene. Von heute bis zum 10.September werden sich hier die Firmen der Szene vorstellen und den Launch ihrer Dienste zelebrieren. Natürlich berichtet TechCrunch selbst, aber auch fließen auch außenherum jede Menge Infos, zum Beispiel per Blog, Twitter oder Flickr. Hier den Überblick zu behalten ist nicht ganz einfach. Doch Rettung ist nah: Sean Percival hat den TechCrunch50-Aggregator gebastelt, der die wichtigsten Infos zum Event aus dem Netz zusammenträgt. Blogposts, Friendfeed, Twitter, Fotos, Videos, Diggs, nichts geht hier verloren. TechCrunch50 Aggregator Screenshot Screenshot: Der Techcrunch 50 Aggregator Wem das alles nicht reicht, dem sei der Livestream von der Konferenz ans Herz gelegt. [MEHR]

Netzpolitik: Lobbying für Einsteiger

Peter Bihr: In Brüssel berät das Europäische Parlament am 22.September über das Telekom-Paket, das unter anderem die etwas gruselig-altmodische Three-Strikes-Out-Regelung einführen soll: Wer dreimal beim Download illegaler Inhalte erwischt wird, dem würde der Zugang zum Internet gesperrt. Das kann der richtige Weg nicht sein, hat sich Markus Beckedahl von Netzpolitik.org gedacht und tut es den großen Konzernen dieser Welt nach: Er ist nach Brüssel gefahren, um mit Europaparlamentariern über das Telekom-Paket zu sprechen und sie mit etwas Glück von dem Sinn und Unsinn einiger Punkte des Gesetzespaketes zu überzeugen: Graswurzel-Lobbyismus nennt sich das ganze. Aber wie funktioniert solches Lobbying eigentlich? Ganz einfach, erklärt Markus per Video: Einfach nach Brüssel fahren, Hausausweis für's Parlament besorgen und mit den Abgeordneten sprechen: [MEHR]

KW#34: Das Wichtigste der Woche

Peter Bihr: Was ist diese Woche in der Blogosphäre geschehen? Das Wichtigste der vergangenen Woche auf einen Blick:

Olympia endet, Blogs berichten

Die olympischen Spiele in China enden und waren, so Reporter ohne Grenzen, ein Desaster. Im Gegensatz zu den klassischen Medien konnten einige Blogs berichten, obwohl von China Blogplattformen wie Wordpress regelmäßig gesperrt sind: Boston Globes Big Picture Blog setzt dabei auf Bildschirm-füllende Fotos, Global Voices übersetzt lieber chinesische Blogs.

Abmahnanwälte entdecken eBay

Eine Rechtsanwaltskanzlei bietet ihre Dienste in Sachen Abmahnungen auf eBay an. Law-Blogger Sebastian Wolff-Marting sieht damit durchaus rechtliche Probleme. Mehr Infos auf Blogpiloten.de.

Die Games Convention rockt die Spielewelt

Zum letzten Mal lockt die Games Convention die europäische Spieleszene nach Leipzig. Ehren-Blogpilot Thomas Gigold ist einer der offiziellen Blogger.

CNN bietet Videos für Blogger an,

CNN beweist ein weiteres Mal, dass sie besser als andere Medienhäuser verstehen, sich im Web 2.0 zu bewegen. CNN twittert, fragt Leserreporter, bietet alles auch für's Handy. Seit einigen Tagen nun können Blogger auch die Videos der CNN in ihren Blogposts verwenden, wie bei YouTube einfach per Embed-Code.

Filmkritik hat Angst vor Bloggern

In der Berliner Zeitung klagt Josef Schnelle, angjähriger Vorsitzender des Verbandes der deutschen Filmkritik, dass Blogs das Ende der Filmkritik einläuten: "Die Internet-Blogs zersetzen das informierte und unabhängige Urteil." Die Perlentaucher wagen zu widersprechen. (via medienlese.com)

Blogschrott wird verkauft

Mit Blogschrott steht ein erfolgreiches deutsches Blog zum Verkauf. Blogschrott, betrieben vom 15 Jahre jungen Yannick Eckl Projektmanager und Schüler, steht derzeit in den deutschen Blogcharts auf Platz 61. Grund: Keine Zeit. Damit dürfte Yannick einer der ersten Blogger sein, die ihr Blog verkaufen. (via Rivva) [MEHR]

Blogschrott.net wird verkauft

Peter Bihr: Mit Blogschrott steht ein erfolgreiches deutsches Blog zum Verkauf. Blogschrott, betrieben vom 15 Jahre jungen Yannick Eckl, seines Zeichens Projektmanager und Schüler, steht derzeit in den deutschen Blogcharts auf Platz 61. Grund: Keine Zeit. Damit dürfte Yannick einer der ersten Blogger hierzulande sein, der ein gut laufendes Blog verkauft. Wir sind gespannt und drücken die Daumen! (via Rivva) [MEHR]

Spamgarden bringt Spam zum blühen

Peter Bihr: Spam ist eine hässliche Angelegenheit, da sind wir uns alle einig. Das heißt aber nicht, dass er nicht zumindest schön aussehen kann. Spamgarden schafft aus unerwünschten Werbenachrichten einen blühenden Baum voll mit V1agra-Angeboten und vermeintlich attraktiven Investitionsmöglichkeiten in afrikanischen Steueroasen: Spamgarden (Screenshot) Screenshot von Spamgarden Gerade haben die belgischen Webdesigner von netlash eine neue Version ihres Wordpress-Plugins Spamgarden herausgebracht. (via the next web) [MEHR]

Abmahnungen kaufen per eBay

Peter Bihr: Abmahnung gefällig? Ein entsprechendes Angebot gibt's derzeit bei eBay. Unter dem Titel Abmahnung eines Konkurrenten wegen Wettbewerbsverstoß bieten Feil Rechtsanwälte ihre Dienste in Sachen Abmahnung an. Falls es sich nicht um einen geschickten Fake handelt, steckt hinter dem Angebot die Rechtsanwaltskanzlei Feil - Domainname: "www.recht-freundlich.de":
Ärgert Sie ein Konkurrent? Wir mahnen Ihren Konkurrenten wegen Verstöße gegen gesetzliche Wettbewerbsregelungen in Ihren Auftrag ab. Sie bieten auf eine berechtigte außergerichtliche wettbewerbsrechtliche Abmahnung. Der in der Auktion genannt Preis ist nur dann an uns zu zahlen, wenn Ihr Anspruch gegen den Konkurrenten auf Freistellung von den gesetzlichen Gebühren (nach Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) der Abmahnung gegen uns beim Konkurrenten gemäß § 12 Abs. 1 Satz 2 UWG uneinbringlich ist.
Was ist davon zu halten? Rechtsanwalt und Law-Blogger Sebastian Wolff-Marting sieht Probleme:
Um genau zu verstehen, was an diesem Angebot problematisch ist, muß man sich zunächst das Schuldverhältnis der im Falle einer berechtigten Abmahnung entstehenden Gebühren vergegenwärtigen. Kostenschuldner des eigenen Anwaltes ist grundsätzlich immer der eigene Mandant. Es gibt von dieser Regel nur eine praktisch bedeutsame Ausnahme[1], die jedoch vorliegend nicht durchgreift. [...] Im Wettbewerbsrecht kommt noch eine weitere Regelung hinzu, nämlich § 8 Abs. 4 UWG. Danach ist die Geltendmachung von Ansprüchen aus dem Wettbewerbsrecht unzulässig, wenn diese mißbräuchlich ist. [...] Von dem Erwerb dieses eBay Artikels kann daher nur dringend abgeraten werden.
Mal von den rechtlichen Details abgesehen: Brauchen wir wirklich Auktionen für Abmahnungen? (via Michael Seidlitz) [MEHR]

Games Convention Leipzig: morgen geht’s los

Peter Bihr: Morgen startet sie wieder, die wichtigste deutsche Spielemesse. Die Games Convention treibt auch dieses Jahr die Zocker und Gamer Europas nach Leipzig. Die wichtigsten News könnt ihr auf dem offiziellen GC Blog verfolgen, von dort berichten Daniel Große und Ehren-Blogpilot Thomas Gigold. Selbstverständlich wird auch fleißig getwittert. Viel Vergnügen in Leipzig! Welche wichtigen Games-Blogs liest du sonst? Sag's uns in den Kommentaren! [MEHR]

Kurz erklärt: Pl0gbar

Peter Bihr:
Klartext: Was ist ein Plogbar from Blogpiloten on Vimeo. Florian Krakau erklärt, was es mit der pl0gbar auf sich hat. [MEHR]

Peking 2008: Bau dir deine eigene offizielle Website

Peter Bihr: Alle wichtigen Informationen zu den olympischen Spielen in Peking gibt es auf Peking2008.com, der offiziellen Website der Olympiade. Oder etwa doch nicht? Bei näherem Hinsehen zeigt sich, Peking2008.com ist ein Fake, mit den Organisatoren der Olympiade hat sie nichts zu tun. Statt dessen nutzt der Betreiber der Website das Look & Feel der offiziellen Website Beijing2008.cn, um Menschenrechtsverletzungen in China zu kritisieren. Peking2008.com, die nicht ganz offizielle Website der olympischen Spiele Screenshot von Peking2008.com: Tarnt sich als offizielle Olympia-Website, um Menschenrechtsverletzungen in China zu kritisieren Spannend dabei: Nicht nur sieht die Fake-Website tatsächlich höchst offiziös aus. Sie bedient sich auch noch der Dienste der semi-professionellen Serienfälscher von A Fake Is A Fake (AFIAF). Das klingt zunächst schlimmer als es ist, hinter A Fake Is A Fake stecken die Medienkünstler Clemente Pestelli and Gionatan Quintini, die unter dem Namen Les Liens Invisibles mit den "unsichtbaren Links zwischen Infosphäre, neuronalen Synapsen und dem echten Leben" spielen. Derzeit konzentrieren sie sich darauf, die Kluft zwischen der medialen Selbstinszenierung der chinesischen Regierung und der Menschenrechtsverletzungen vor Ort zu konzentrieren. Dabei genügt es den beiden Italienern nicht, eigene Fake-Websites zu erstellen. Mit A Fake Is A Fake stellen sie anderen Aktivisten einen Baukasten zur Verfügung, der das Website-Fälschen einfacher kaum machen könnte. Einfach eine Domain registieren (AFIAF hilft), Theme auswählen (was darf's sein: Beijing2008, New York Times oder doch lieber die Website der Bundeskanzlerin?), per Redaktionssystem entsprechende Inhalte einfüttern, fertig. Eine kurze Einführung gibt's hier, wer Ernst macht findet wertvolle Tipps im Tutorial. Noch nicht überzeugt, warum du einen eigenen Fake ins Netz stellen solltest? Die A Fake Is A Fake gibt die Antwort: "It's radical. It's subversive. It's creative. It's fun (most of the time)." Wenn das keine Argumente sind, was dann? [MEHR]

Dummes Fernsehen, smartes Web!

Peter Bihr: TV ist tot, das Internet befreit uns von der Knechtschaft der stumpfen Flimmerkiste! So etwa wurde eins das Ende des Zeitalters der Massenmedien vorhergesehen, und so sagen manche auch heute noch. So gerne ich es würde: Ich kann daran noch nicht so recht glauben. Der Fernseher, Inbegriff passiven Konsums, Verstumpfungsmaschine: Lange vorbei die Zeiten, in denen Fernsehen ein Fenster war in die große, weite Welt, Zugang zu Politik, Wirtschaft, Sport, dem Weltgeschehen eben. Ob Quotendruck oder Verflachung des gesellschaftlichen Diskurses, aus irgendwelchen Gründen scheint das TV heute dümmer - oder vielmehr, als habe es sich nicht im gleichen Tempo weiterentwickelt. Fernsehen hat einen schalen Beigeschmack. [MEHR]

Moli.com: Ein Profil für alle Fälle?

Peter Bihr: MoliWie wichtig ist es, verschiedene Profile auf Social Networks zu pflegen? Sehr wichtig, sagt Judy Balint, Chefin von Moli, eines sozialen Netzwerks für Erwachsene und Unternehmen, das heute in Deutschland ans Netz geht. Datenschützer sind sich einig: Die Art, wie die meisten Nutzer im Netz mit Informationen um sich werfen, kann nicht gesund sein. Trotzdem produzieren viele von uns durchaus bereitwillig eine Datenspur wie eine fünfspurige Autobahn, sei es auf Blogs, Twitter, Flickr oder Friendfeed. Ob das gut oder schlecht ist, sei hier mal hintenangestellt. Sicher ist: Tauchen Partybilder im Netz auf, wird es den meisten Arbeitnehmern eher mulmig. Am Rande des heutigen Deutschen Multimedia Kongesses (DMMK) haben wir mit Moli-Chefin Judy Balint über die Bedeutung von Privacy in Social Networks gesprochen, während sie uns die Website präsentiert hat. [MEHR]

Das neue iPhone: schneller, flacher, billiger

Peter Bihr: Da ist es nun, das neue iPhone, und es enttäuscht nicht. Die einschlägigen Blogs sind sich einig: Apple hat sich die Kritik am ersten iPhone zu Herzen genommen und gewaltig nachgebessert. (Reviews von Engadget, Gizmodo, CrunchGear.) iPhone 3G [MEHR]

Neues iPhone: Details live verfolgen

Peter Bihr: Heute Abend noch enthüllt Apple-Chef Steve Jobs die Details zum neuen iPhone. Während das für den Normalnutzer eher unbedeutend ist, hält die Apple-Fangemeinde (und ein guter Teil der Web 2.0-Community) den Atem an. Wer die Keynote-Rede von Steve Jobs auf der WWDC verfolgen möchte, kann das live tun: MacRumorsLive wird live berichten, auch VentureBeat hat einen einschlägigen Keynote Friendfeed eingerichtet. Um 19 Uhr unserer Zeit geht's los. Die Gerüchteküche brodelt derzeit fröhlich weiter - auch hier hilft ein Blick auf MacRumors. Engadget und Gizmodo berichten natürlich ebenfalls live. Ein paar Fotos des neuen iPhone gibt es natürlich auch jetzt schon auf Flickr. Doch ist hier Vorsicht geboten: Ob die Fotos jeweils echt sind, ist nicht gesagt! [MEHR]

Ein Startup, 60 Sekunden

Peter Bihr: TechCrunch, das amerikanische Topblog zum Thema Web 2.0 und Startups, führt ein neues Videoformat ein: TechCrunch Elevator Pitches gibt Unternehmensgründern die Chance, ihr Projekt im Video vorzustellen - in unter 60 Sekunden. [MEHR]

Wovon Schäuble noch träumt…

Peter Bihr: ...gibt's bei der Telekom schon lange, zeigt uns diese Parodie auf den jüngsten Telekom-Spionageskandal: (via medienlese) [MEHR]