Björn Rohles

Björn RohlesBjörn Rohles ist Medienwissenschaftler und arbeitet als Projektmanager für das Netz. Natürlich hat er sein eigenes Blog jorni.de, in dem er seine Gedanken und Entdeckungen zu digitalem Papier bringt.

Björn RohlesSteinmeier-Crowdsourcing: Sieger der User-Stimmen

Wir haben ja schon darüber gebloggt (und die Vor- und Nachteile von Crowdsourcing diskutiert): Frank-Walter Steinmeier, deutscher Außenminister und SPD-Kanzlerkandidat, wollte von der jovoto-Gemeinde ein neues Logo für seinen Wahlkampf. Nun haben die Nutzer abgestimmt und den Gewinner bestimmt: User “Berkeley” erreichte mit seinem Entwurf “Auf Stufe für Stufe” die meisten Nutzerstimmen. Sein Entwurf erinnert an ein “S” (für Steinmeier und SPD), das Layout strebt aufwärts, und die Farbgebung ist schön deutsch. Gewinner-Entwurf der User für Steinmeiers Logo   Das bedeutet nun freilich nicht, dass sein Beitrag neues Logo von Steinmeier wird: es ist bisher lediglich Gewinner der User-Abstimmung. Steinmeier und sein Team entscheiden unabhängig von den User-Stimmen, welches Logo sie einsetzen möchten. Drüben beim Designtagebuch wird aber schon jetzt heftig über die Assoziationen des Entwurfs diskutiert, zwischen dem deutschen Fußballtrikot aus den 90ern und der Waffen-SS.

Björn RohlesSicher ans Ziel mit VerkehrsmittelVergleich

logoWer häufiger eine Reise macht, kennt das Problem, das sich direkt am Anfang stellt: Wie soll ich reisen? Fliegen? Mit der Bahn? Bei irgendwem mitfahren? Da kann die Suche schnell zu einem zeit- und nervenaufreibenden Vergleichen werden. Hier setzt VerkehrsmittelVergleich an: Als unabhängiger Preisvergleichsanbieter möchte der Dienst nicht nur den günstigsten Preis an einer zentralen Stelle heraussuchen, sondern auch mit Angaben zu CO2-Verbrauch und Reisedauer aufwarten. Die Blogpiloten haben den Dienst einem Test unterzogen und beantworten die Frage, ob VerkehrsmittelVergleich wirklich Zeit spart oder eher Zeitverschwendung ist. [Mehr]

Björn RohlesCrowdsourcing: Demokratisierung oder Genickbruch?

Das Superwahljahr 2009 zeigt neue Blüten im Web: Frank-Walter Steinmeier möchte nicht nur deine Stimme für die Wahl, sondern auch deine Logo-Idee für den Wahlkampf. Deshalb betreibt er feinstes Crowdsourcing beim Berliner StartUp Jovoto, und am 17. März soll der Sieger feststehen. Grund genug, dieses Phänomen in diesem meinungsbetonten Beitrag einer gründlichen Überprüfung zu unterziehen. [Mehr]

Björn RohlesLinktipp: Macht mit bei der deutschen Twitterumfrage

twitter-logoNachdem uns das Pew Internet & American Life Project schon mit Informationen über die amerikanischen Twitterer versorgt hat, wird es Zeit für eine Umfrage unter den deutschen Jüngern des Microbloggings. Die webevangelisten laden deshalb alle Twitterer ein, an der deutschen Twitterumfrage teilzunehmen. Verbesserungsvorschläge nehmen die Macher in ihrem Beitrag zur Twitterumfrage entgegen. Das Ausfüllen dauert wenige Minuten, Ergebnisse gibt es dann ab dem 31.3.2009. Wir werden berichten.

Björn RohlesMusik im Abo: immer neuer Stoff mit eMusic

Logo von eMusicMusikstores gibt es im Internet wie Sand am Meer. Die meisten kopieren iTunes und bieten Musik als Songs und/oder ganze Alben. Doch es gibt auch innovative Konzepte: eMusic, entstanden 1998, als alles Neue noch mit “e” bezeichnet werden musste, bietet seit 2000 ein Musik-Abo an, dass den Kunden zu einem festgelegten Preis eine Anzahl monatlicher Downloads garantiert. So gibt es 30 Lieder für 13,99 €, 50 für 16,99 € oder 75 für 20,99 €. Wir haben den Veteranen im Markt auf Herz und Nieren getestet. [Mehr]

Björn RohlesStudie: Twitter-Nutzer sind jung, städtisch und mobil

Es war ja nur noch eine Frage der Zeit, bis das renommierte Pew Internet & American Life Project den Mikroblogging-Dienst Twitter entdeckt, und nun ist es geschehen: in der ersten Studie über Twitter und Status Updates haben die Forscher emsig Statistiken über die Twitter-User zusammengetragen. Die meisten Ergebnisse sind dabei nicht überraschend: grafik-pew-twitter-studie
  • Twitter-Nutzer sind tendenziell jung (siehe Grafik), obwohl ihr Durchschnittsalter mit 31 Jahren etwas höher liegt als unter MySpace- (27 Jahre) und Facebooknutzern (26 Jahre).
  • Twitter-Nutzer tendieren dazu, in städtischen Gebieten zu leben und geringere Einkommen zu erzielen als die restliche Internet-Bevölkerung (wohl ihrem geringerem Alter geschuldet).
  • Twitter-Nutzer sind in höhere Zahl dazu bereit, ihr Handy als mobiles Datengerät zu verwenden und dort auch Zeitungen zu lesen.
  • Obwohl Twitter-Nutzer neue Technologien nicht schneller annehmen als andere Internetuser, zeigen sie eine größere Bereitschaft, damit zu kommunizieren und Informationen auszutauschen.
Methodisch bauen die Zahlen auf Telefoninterviews mit 2253 erwachsenen Amerikanern von November bis Dezember 2008. Eine Zusammenfassung des Reports gibt es als PDF. [via arstechnica] Update: Die oben angebotene Grafik war leider missverständlich. Es folgt eine verbesserte Grafik. Vielen Dank an Falk Hedemann für den Hinweis. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen. Grafik zur Pew-Studie

Björn RohlesLinktipp: Twitter zwitschert per SMS auf dein Handy

Letztes Jahr hat Twitter, der noch immer wachsende Microblogging-Spezialist, damit aufgehört, SMS außerhalb der Vereinigten, Kanada (und mit Einschränkungen) dem Vereinigten Königreich zu senden – zu teuer. Jetzt sind die kurzen Nachrichten von Twitter zurück: Twe2 bietet an, Direktnachrichten, @-Replies und Suchen per SMS aufs eigene Handy zu versenden – auch in Deutschland. Einziger Wermutstropfen: Am Ende der Nachricht gibt es in den restlichen Zeichen Werbung. [via readwriteweb] twe2

Björn RohlesFacebook: Nutzungsbedingungen gegen Alzheimer

facebook-logoEs ist schon etwas länger her, dass Facebook seine Nutzungsbedingungen das letzte Mal erneuert hat, und ebenso unbemerkt ist es im Web geblieben. Bis am Sonntag The Consumerist über eine kleine, aber wichtige Änderung postete: Facebook vergisst nun nichts mehr. Vorher stand schön deutlich dabei, dass Facebook alle Daten (mit Ausnahme von Kopien im Archiv) lösche, sobald ein Nutzer seinen Account löscht. Jetzt steht da einfach nichts mehr zum Thema. Was du einmal Facebook gabst, ward auf ewig ihr Besitz. Data is the new money. [via debug]

Björn Rohlestwestival: Charity meets Twitter

Twitter tritt in die Fußstapfen von Bob Geldofs Live-Aid-Event. Heute Abend lädt die Seite twestival.com Twitter-Communitys in über 175 Städten auf der ganzen Welt ein, um Geld für die Wohltätigkeitsorganisation charity: water zu sammeln und die Gesichter hinter den Avataren zusammenzuführen. Charity: Water bekämpft die Trinkwasserarmut in den ärmsten Ländern der Welt. Aus Deutschland sind Hamburg, Bremen, München, Frankfurt, Hannover, Karlsruhe, Mannheim und Würzburg am Start, Berlin wurde gelöscht. Weiß jemand warum? [Mehr]

Björn RohlesPaypal-Studie: Deutsche verhältnismäßig sicher im Netz unterwegs

Das Internet-Bezahlunternehmen PayPal hat in einer Studie die Internet-Sicherheit der Bevölkerung von sechs Ländern im Vergleich untersucht. Die Länder waren neben den USA und Kanada die vier größten europäischen Nationen Frankreich, Spanien, Großbritannien und Deutschland. Einige zentrale Ergebnisse für Deutschland gibt es hier zusammengesucht, die komplette Studie ist als kostenfreien PDF-Download verfügbar.
  • Deutsche gehen sehr sicher mit ihren Passwörtern um: sie ändern ihre Passwörter verhältnismäßig häufig, wählen am häufigsten sichere Passwörter aus (27 %), geben sie im internationalen Vergleich am seltensten an enge Verwandte weiter (28 %) und schreiben sie sich kaum auf (18 %).
  • Anders sieht es jedoch auch, wenn es um die Frage geht, wie unbekümmert mit der Preisgabe persönlicher Informationen wie Adressen und Telefonnummern auf sozialen Netzwerken umgegangen wird. Hier belegen wir mit 40 % (Telefonnummern) und 30 % (Adresse) den internationalen Spitzenplatz.
  • Diebstahl von Online-Identitäten konzentriert sich noch immer auf den englischsprachigen Raum. In Deutschland haben nur 3 % damit Erfahrungen gemacht, weitere 10 % kennen jemanden, der schon einmal Opfer von ID-Theft wurde. Ähnlich sieht es beim Phishing aus.
Das alles sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass in Bezug auf Internetsicherheit noch viel Aufklärungsarbeit notwendig ist. Denn eine Spitzenplatzierung von Deutschland mit gerade einmal 27 % für sichere Passwörter ist nicht gerade rosig. [via heise]

Björn RohlesJahresrückblick 2008: Web und Fernsehen

Weihnachten 2008. Wie jedes Jahr schneit es in Deutschland. Die weihnachtlich gestimmten Familien versammeln sich vor den heimischen Fernsehgeräten und betrachten das eigens für mehr oder weniger auf sie zugeschnittene Zielgruppen-Programm. Im Internet herrscht indes gähnende Leere. Vergessen sind die Tage, als die ominösen Blogpiloten arrogant den Tod des Fernsehens hinausposaunten. Das Leitmedium hat die besinnlichen Tage fest im Griff. Aber dennoch: das vergangene Jahr hat gezeigt, wie gut sich Internet und Fernsehen vertragen können – und dass WebTV nicht einfach TV im Web ist. [Mehr]

Björn RohlesQipit: Kopiergerät trifft Document Sharing

Logo qipitEs ist ein Allgemeinplatz: die Welt wird zunehmend digital. Zu blöd, dass man manche Dinge immer noch mit der Hand aufschreibt. Zumindest einige von uns. Dabei können solche Notizen so einfach verloren gehen: das Haus brennt ab, man lässt den Block igendwo liegen usw. Wie schön wäre es, sie auch digital zu haben… Glücklicherweise hat der halbwegs moderne Mensch von heute immer eine Digitalkamera in irgendeiner Form dabei. Qipit macht sich das zu Nutze: Fotos von Dokumenten können hochgeladen werden, anschließend macht qipit den Rest. Es analysiert die Dateien, schneidet unnötige Ränder ab, begradigt die Dokumente und setzt sie als einfache Schwarz-Weiß-Umsetzung zum tonerschonenden Ausdrucken oder Faxen um. Eine sehr spezielle Aufgabe mit einem begrenzten Einsatzgebiet. Aber taugt qipit auf diesem begrenzten Gebiet? [Mehr]

Björn RohlesPeoplebrowsr: Wegweiser durch den Twitter-Dschungel?

Logo PeoplebrowsrTwitter, je nach Ansicht universalste Kommunikations- und News-Allzweckwaffe oder unsäglicher Zeiträuber, ist vieles – aber nicht gerade praktisch. Ein Beispiel: mal schnell nachgucken, wer meinem Lieblingszwitscherer x (Namen bitte nach eigenem Interesse einfügen) noch so alles folgt. Also anmelden, “View All” klicken, “following_me” klicken, scrollen, aussuchen, “follow” klicken. Nun noch einmal die gleiche Prozedur, um mal schnell nachzugucken, wer meinem Zweitlieblingsfollower y so alles folgt. Also wie ein Wahnsinniger auf den Zurück-Button klicken; dann wieder von vorne: “View all”, “following_me”, scrollen… Anschließend dasselbe auf Flickr? Nope, keine Lust/Zeit/Nerven. Das muss doch einfacher gehen. Peoplebrowsr möchte das Web-2.0-Gezwitschere (und noch einiges mehr) vereinfachen. An einer Stelle einloggen und mit einem Klick folgen, was die Freunde (und alle anderen) gerade so treiben. Dazu werden andere Dienste integriert, um das Web-2.0-Erlebnis perfekt zu machen. Umfangreiche Funktionen sind auch an Bord. Mit solchen Ansprüchen trat Peoplebrowsr  bei der Techcrunch50 an. Nun kann man das selbst ernannte Social Media Visual Dashboard in der Alpha Version testen. [Mehr]

Björn Rohles24 Stunden Live TV Blogging aus Deutschland

Wall of Clocks Blog around the Clock: nächsten Samstag bloggt die deutsche Blogosphäre über das hiesige TV-Programm (Bild: rustman, Flickr Creative Commons) Kommenden Samstag, 14.12.2008, um 18 Uhr startet er: der erste 24 Stunden Live TV Blogging Marathon Deutschlands. Die Macher von nomnomnom starten mit dem “A-Team” und bloggen sich dann einen ganzen Tag lang mehr oder weniger wach durch das deutsche Fernsehprogramm. Mit dabei sind illustre Gäste der deutschen Blogosphäre, und selbstverständlich darf sich der geneigte Leser zuschalten. Der genaue Programmablauf folgt noch.

Björn RohlesWikipedia investiert in Nutzerfreundlichkeit

Wikipedia-LogoWikipedia soll einfacher werden. Die beliebte Web-2.0-Enzyklopädie möchte eine Großspende der Stanton Foundation über 890.000 $ ausschließlich in die Vereinfachung des Benutzerinterfaces investieren. Hintergrund ist, dass die Enzyklopädie zwar häufig genutzt werde, aber nur ein geringer Teil der Nutzer auch aktiv an Beiträgen mitschreibe. Ein Grund könnten die vielen Regeln und technischen Voraussetzungen sein, die zum Verfassen eigener Beiträge notwendig seien. Dadurch könnten technisch weniger affine Menschen von einer Mitarbeit abgeschreckt werden. Bearbeiten-Ansicht in Wikipedia Wikipedias Bearbeiten-Ansicht: auf dem Weg zu größerer Nutzerfreundlichkeit? Das Projekt startet Januar 2009 und soll drei Programmierer, einen Userinterface-Spezialisten und einen Projektmanager finanzieren, die sich ausschließlich mit Verbesserungen der Usability auseinandersetzen werden. Bestandteil des Projekts sind neben technischen Verbesserungen auch ausgedehnte Tests mit Nutzern, um Zugangsbarrieren ausfindig zu machen.[via heise]