Björn Rohles

Björn RohlesBjörn Rohles ist Medienwissenschaftler und arbeitet als Projektmanager für das Netz. Natürlich hat er sein eigenes Blog jorni.de, in dem er seine Gedanken und Entdeckungen zu digitalem Papier bringt.

Elektronischer Polizeistaat: Realität oder heiße Luft?

Björn Rohles: Glaubt man dem 2008er Electronic Police State Report der amerikanischen Firma Cryptohippie, so bewegen sich totalitäre und demokratische Staaten aufeinander zu, wenn es um elektronische Überwachung und Spionage geht. Die Studie wertet 17 Kriterien auf einer Skala von 1 (gut) bis 5 (schlecht) aus, darunter Vorratsdatenspeicherung, die Trennung zwischen Polizei und Geheimdienst, die Häufigkeit, mit der man seinen Ausweis zeigen muss und die Strenge der Kontrollen an den Grenzen. Die Daten stammen von unterschiedlichen unabhängigen Organisationen. Gesetzliche Zensur des Internets und legitimierte Polizeiarbeit würden nicht gewertet werden, so der Report. Die Karte der gefährdeten Länder laut dem Report: Deutschland ist unter den Top 10. Gleichzeitig verschweigt der Report seine Kriterien. [MEHR]

Topliste: deutsche Webdesign-Infos zu HTML und CSS

Björn Rohles: Verloren im Code-Dschungel? Keine Sorge, es gibt Wegweiser! Webdesign ist ein riesiges Feld und für mehr als eine Topliste gut. Deshalb geht es hier erst einmal um allgemeine Infos zu HTML und CSS sowie einigen allgemeinen Qualitätskriterien in deutscher Sprache. Die nächsten Empfehlungen kümmern sich dann um Tools, englischsprachige Infos und mehr. Was vergessen? Ab damit in die Kommentare! [MEHR]

Interview: StudiVZ und die Piratenpartei

Björn Rohles: Als wir vor einigen Tagen von der Öffnung StudiVZs für den Wahlkampf berichteten, haben wir es bereits angedeutet: In der Beschränkung auf im Bundestag vertretene Parteien liegt Sprengstoff. Und so ist es auch gekommen: Mit der Löschung eines Profils der Piratenpartei hat StudiVZ gemäß der eigenen AGBs reagiert. Obwohl AGB-konform, stellt der Schritt doch einige Fragen in den Raum, die es zu beantworten gibt. Wir haben Sebastian Bartsch, Mitglied der Piratenpartei und Profilersteller, zu diesem Thema und den Zielen seiner Partei befragt. Sebastian ist 21 Jahre alt, kommt aus dem Raum München und ist seit gut einem halben Jahr aktiv bei der Piratenpartei. [MEHR]

Linktipps: Wahlgetwitter und Netzzensur-Petition

Björn Rohles: Twitter hat sich als schnelle Informationsmaschine im Netz rasant durchgesetzt und wird nun als Echtzeit-Stimmungsbarometer zur Wahl eingesetzt. Das Wahlgetwitter funktioniert über spezielle Hashtags: #CDU+ für Zustimmung, #CDU- für Ablehnung. Bestnoten erhalten bisher die Grünen, die CDU/CSU scheint im Twitter-Netz derzeit nicht sehr beliebt zu sein. screenshot-wahlgetwitter Wem die Netzzensur gegen den Strich geht, kann seinen Unmut in einer eigens eingerichteten Online-Petition gegen Netzzensur beim Bundestag zum Ausdruck bringen. Sollten sich 50000 Mitzeichner finden, ist der öffentliche Sitzungsausschuss verpflichtet, den Petenten anzuhören. [MEHR]

Wahlkampf in StudiVZ

Björn Rohles: profil_angela-merkel Während man sich in den letzten Tagen kaum in der deutschen Blogosphäre tummeln kann, ohne über politische Beiträge zur Zensursula zu stolpern, wetteifern die Parteien nach wie vor um die Stimmen der Digital Natives. Der neueste Coup: [MEHR]

Heute: Blogger-Streik gegen Netzzensur

Björn Rohles: spreeblick Da wo eigentlich ein freies Deutschland sein sollte, ist nur noch schwarz zu sehen. Denn Spreeblick ruft zum Blogger-Streik gegen die heute verabschiedete Netzzensur auf. Macht mit, tragt euch ein, damit die Verantwortlichen sehen, was freie Bürger von ihren Bemühungen halten. Und wenn es beim Ansturm etwas länger dauert, bis die Seite lädt, habt einfach ein wenig Geduld. [MEHR]

Procaster: Mogulus meets Desktop-Application

Björn Rohles: procaster-logoMogulus ist mit einem eigenen Live-Video-Produktions-Tool an den Start gegangen, dass die Erstellung von Live-Sendungen vereinfachen soll: Procaster. Wer bisher Mogulus über das Web genutzt hat, kann jetzt also auch mit einem eigenen Desktop-Client arbeiten. Wer will, kann sich bei Procaster einige sehenswerte Videos anschauen, die die Funktionsweise demonstrieren; oder aber ihr folgt unserem Test unmittelbar nach dem Sprung. [MEHR]

Twitter-Nutzer sind jung, männlich und medienaffin

Björn Rohles: twitter-logo1Vor ein paar Wochen haben wir auf die große deutsche Twitter-Umfrage hingewiesen, jetzt sind die Ergebnisse online. Die wichtigsten Ergebnisse kurz zusammengestellt:
  • Twitter kann noch lange nicht als Massenmedium bezeichnet werden, da sich ein klares Bild des typischen Nutzers zeigt: er ist 32 Jahre alt und hat Abitur (78%). Und ja, ein "er" ist er auch, der Frauenanteil liegt nur bei 25,7%. Einen eigenen Blog betreiben 2/3 der Twitter-Nutzer, meist über Technik, Web 2.0 und Privates.
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Creative Commons auf Flickr tendenziell restriktiv

Björn Rohles: logo_ccNach einer aktuellen Studie von Creative Commons tendieren Flickr-Nutzer dazu, ihren Werken verhältnismäßig restriktive Rechte zuzuteilen. Drei Viertel der Nutzer (76%) schließen kommerzielle Verwendung ihrer Werke aus, bzw. verlangen für diesen Fall persönliche Vereinbarungen. Anders sieht das Bild aus, wenn es um kreative Abwandlungen geht: etwa zwei Drittel (63%) erlauben Bearbeitungen ihrer Bilder. [MEHR]

Steinmeier-Crowdsourcing: Sieger der User-Stimmen

Björn Rohles: Wir haben ja schon darüber gebloggt (und die Vor- und Nachteile von Crowdsourcing diskutiert): Frank-Walter Steinmeier, deutscher Außenminister und SPD-Kanzlerkandidat, wollte von der jovoto-Gemeinde ein neues Logo für seinen Wahlkampf. Nun haben die Nutzer abgestimmt und den Gewinner bestimmt: User "Berkeley" erreichte mit seinem Entwurf "Auf Stufe für Stufe" die meisten Nutzerstimmen. Sein Entwurf erinnert an ein "S" (für Steinmeier und SPD), das Layout strebt aufwärts, und die Farbgebung ist schön deutsch. Gewinner-Entwurf der User für Steinmeiers Logo   Das bedeutet nun freilich nicht, dass sein Beitrag neues Logo von Steinmeier wird: es ist bisher lediglich Gewinner der User-Abstimmung. Steinmeier und sein Team entscheiden unabhängig von den User-Stimmen, welches Logo sie einsetzen möchten. Drüben beim Designtagebuch wird aber schon jetzt heftig über die Assoziationen des Entwurfs diskutiert, zwischen dem deutschen Fußballtrikot aus den 90ern und der Waffen-SS. [MEHR]

Sicher ans Ziel mit VerkehrsmittelVergleich

Björn Rohles: logoWer häufiger eine Reise macht, kennt das Problem, das sich direkt am Anfang stellt: Wie soll ich reisen? Fliegen? Mit der Bahn? Bei irgendwem mitfahren? Da kann die Suche schnell zu einem zeit- und nervenaufreibenden Vergleichen werden. Hier setzt VerkehrsmittelVergleich an: Als unabhängiger Preisvergleichsanbieter möchte der Dienst nicht nur den günstigsten Preis an einer zentralen Stelle heraussuchen, sondern auch mit Angaben zu CO2-Verbrauch und Reisedauer aufwarten. Die Blogpiloten haben den Dienst einem Test unterzogen und beantworten die Frage, ob VerkehrsmittelVergleich wirklich Zeit spart oder eher Zeitverschwendung ist. [MEHR]

Crowdsourcing: Demokratisierung oder Genickbruch?

Björn Rohles: Das Superwahljahr 2009 zeigt neue Blüten im Web: Frank-Walter Steinmeier möchte nicht nur deine Stimme für die Wahl, sondern auch deine Logo-Idee für den Wahlkampf. Deshalb betreibt er feinstes Crowdsourcing beim Berliner StartUp Jovoto, und am 17. März soll der Sieger feststehen. Grund genug, dieses Phänomen in diesem meinungsbetonten Beitrag einer gründlichen Überprüfung zu unterziehen. [MEHR]

Linktipp: Macht mit bei der deutschen Twitterumfrage

Björn Rohles: twitter-logoNachdem uns das Pew Internet & American Life Project schon mit Informationen über die amerikanischen Twitterer versorgt hat, wird es Zeit für eine Umfrage unter den deutschen Jüngern des Microbloggings. Die webevangelisten laden deshalb alle Twitterer ein, an der deutschen Twitterumfrage teilzunehmen. Verbesserungsvorschläge nehmen die Macher in ihrem Beitrag zur Twitterumfrage entgegen. Das Ausfüllen dauert wenige Minuten, Ergebnisse gibt es dann ab dem 31.3.2009. Wir werden berichten. [MEHR]

Musik im Abo: immer neuer Stoff mit eMusic

Björn Rohles:

Logo von eMusicMusikstores gibt es im Internet wie Sand am Meer. Die meisten kopieren iTunes und bieten Musik als Songs und/oder ganze Alben. Doch es gibt auch innovative Konzepte: eMusic, entstanden 1998, als alles Neue noch mit "e" bezeichnet werden musste, bietet seit 2000 ein Musik-Abo an, dass den Kunden zu einem festgelegten Preis eine Anzahl monatlicher Downloads garantiert. So gibt es 30 Lieder für 13,99 €, 50 für 16,99 € oder 75 für 20,99 €. Wir haben den Veteranen im Markt auf Herz und Nieren getestet.

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Studie: Twitter-Nutzer sind jung, städtisch und mobil

Björn Rohles: Es war ja nur noch eine Frage der Zeit, bis das renommierte Pew Internet & American Life Project den Mikroblogging-Dienst Twitter entdeckt, und nun ist es geschehen: in der ersten Studie über Twitter und Status Updates haben die Forscher emsig Statistiken über die Twitter-User zusammengetragen. Die meisten Ergebnisse sind dabei nicht überraschend: grafik-pew-twitter-studie
  • Twitter-Nutzer sind tendenziell jung (siehe Grafik), obwohl ihr Durchschnittsalter mit 31 Jahren etwas höher liegt als unter MySpace- (27 Jahre) und Facebooknutzern (26 Jahre).
  • Twitter-Nutzer tendieren dazu, in städtischen Gebieten zu leben und geringere Einkommen zu erzielen als die restliche Internet-Bevölkerung (wohl ihrem geringerem Alter geschuldet).
  • Twitter-Nutzer sind in höhere Zahl dazu bereit, ihr Handy als mobiles Datengerät zu verwenden und dort auch Zeitungen zu lesen.
  • Obwohl Twitter-Nutzer neue Technologien nicht schneller annehmen als andere Internetuser, zeigen sie eine größere Bereitschaft, damit zu kommunizieren und Informationen auszutauschen.
Methodisch bauen die Zahlen auf Telefoninterviews mit 2253 erwachsenen Amerikanern von November bis Dezember 2008. Eine Zusammenfassung des Reports gibt es als PDF. [via arstechnica] Update: Die oben angebotene Grafik war leider missverständlich. Es folgt eine verbesserte Grafik. Vielen Dank an Falk Hedemann für den Hinweis. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen. Grafik zur Pew-Studie [MEHR]