Selbstinszenierung: Das Bild, das andere von mir haben, in meiner Hand
Man findet ja immer wieder Perlen an den deutschen Hochschulen. Meine neueste Entdeckung darunter: das Point-Magazin der HDM Stuttgart, zuerst gefunden bei den Designern in Action. Diesmal geht es um Selbstinszenierung. Die Selbstdarstellungen von Politikern werden angesprochen, das Internet wird in Form einer Kritik an Google und den Inszenierungen sogenannter “Blogger-Stars” behandelt. Wirklich neue Erkenntnisse oder interessante Gesprächspartner fehlen, aber als Grundlage eignen sich die Texte gut. Witzig außerdem: das fiktive Interview mit Facebooks Like-Button auf Seite 27. Sehr schön ist die visuelle Gestaltung mit vielen Bildern, Collagen und interessanten Effekten wie beispielsweise die Kopierer-Ästhetik bei den Politiker-Bildern.
So richtig cool wäre es jetzt natürlich, wenn die Inhalte auch außerhalb des umständlichen PDF-Formats verfügbar wären, vielleicht gar über RSS.
Bildnachweis: “Self Portrait of a self portrait of a self portrait of a self portrait” von Mrs Logic, Flickr CC BY Nachdem wir vor ein paar Wochen schon Social Commerce definiert und die beiden größten Player Etsy und DaWanda verglichen haben, geht’s jetzt ans Eingemachte. Wir machen unseren eigenen Shop. Ein paar Empfehlungen gegen Stolpersteine – und wenn ihr eigene Empfehlungen habt, meldet euch in den Kommentaren!
Ideen sind das A, gute Präsentation ist das O
Ganz am Anfang steht eine simple Frage: Was verkaufe ich eigentlich? Ein paar Dinge fallen direkt schon mal raus, wenn man die Nutzungsbedingungen anschaut, mit denen viele Social-Commerce-Plattformen aufwarten. Meistens dürfen nur selbstgemachte oder alte Dinge verkauft werden. Als nächste Empfehlung gilt: Erst mal gucken, was man am besten kann und was einem selbst gefällt. Was würde ich kaufen, was würden meine Freunde kaufen? Wird etwas Ähnliches schon verkauft, und wenn ja, zu welchen Preisen und mit welchem Erfolg? Wie kann ich mich davon unterscheiden? Und wenn ihr eine eigene Idee habt, die noch von niemandem realisiert wurde, dann überlegt euch gut, was daran das Besondere ist, das ihr unbedingt hervorheben solltet.
Social Commerce heißt auch, die Produktvielfalt mit dem Erscheinungsbild in Einklang zu bringen
Etsy und DaWanda – die beiden Anbieter stehen für Social Commerce: Während andere nur hier und da Elemente in ihre Shops einfügen, setzen sie voll auf die Kraft des sozialen Kaufens und Verkaufens. Das Konzept ist schnell erklärt: DaWanda und Etsy wollen dem Handwerker oder der Bastlerin von nebenan ihren eigenen Shop geben. Zugelassen sind ausschließlich selbstgemachte Produkte, Materialien oder Dinge aus der guten alten Zeit. Finanzieren tut sich dieser Service zum einen durch die Einstellgebühr: Jeder Verkäufer muss pro eingestelltem Artikel einen Betrag bezahlen. Etsy verlangt derzeit 20 (US-)Cents, DaWanda setzt auf ein abgestuftes System zwischen 10 und 30 (Euro-)Cents. Zum anderen gibt es eine Verkaufsprovision: 3,5 % des Verkaufspreises gehen an Etsy, DaWanda verlangt 5 %. Wer sein Produkt gerne auf der Startseite anpreisen möchte, findet dafür verschiedene weitere Preismodelle.
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Freie Filme für freie Menschen – so könnte man den Grundgedanken des Open-Source-Film formulieren. Der erste deutsche Open-Source-Film ist das Road-Movie “Route 66″ (2004) aus dem Hause VEB-Film, das mit seiner Anspielung auf die “Volkseigenen Betriebe” den Gedanken der Open-Source bereits im Namen trägt. Wir sprechen mit Stefan Kluge, Regisseur und Betreiber des Labels VEB-Films, über seinen Werdegang und den Open-Source-Film. Das Interview steht natürlich unter einer CC BY-SA Lizenz.
Blogpiloten: Du bist eigentlich Informatiker. Wie bist du zum Film gekommen?
Stefan Kluge: Das war eher Zufall. Ich habe schon immer gerne fotografiert und Computerspiele gemacht, dann aber Informatik studiert. Nach dem Studium bin ich in die Staaten gegangen und habe mir dort ein Auto gekauft. Das war ein spektakulärer Oldtimer, ein riesiges schweres Eisenschwein. Und das musste ich wieder zurückbringen, als ich die Staaten verlassen habe – an den, bei dem ich es gekauft hatte. Ich habe zwei Freunde aus Deutschland gebeten, rüberzukommen und den Rückweg zu filmen. Da haben wir dann “Route 66″ draus gemacht, mit dem ich in den Film reingestolpert bin. Der Film kam beim Release gut an, und ich bin dabei geblieben.
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Alles neu macht der Februar. Der gewählte Zeitpunkt klingt etwas ungewöhnlich (Projekt nicht rechtzeitig zum Jahresende fertig?), doch nun ist sie da: Die neue Image-Kampagne der GEZ, mit neuem Logo und einem offenen Auftreten den Fragen aus der Bevölkerung gegenüber. Das dazugehörige Forum bot – wenn auch nett gedacht – bisher wenig Anlaß zu positiven Berichten. Doch ist das Forum nur einer der Bestandteile der neuen Kampagne: Antworten soll man in den Experten-Chats mit Mitarbeitern der GEZ erhalten. Der erste Expertenabend war gestern – und wusste durchaus angenehm zu überraschen. [Mehr]
Manchmal ist es Zeit für eine Erneuerung von Grund auf. Das jedenfalls ist der Eindruck, den man von den neuen Wegen erhält, die die GEZ nun beschreiten möchte. Dabei geht es jedoch nicht nur um das neue Logo, das nun in runden Formen einen wesentlich freundlicheren Eindruck macht, sondern vor allem um eine neue Image-Offensive. Ein zentraler Bestandteil dabei ist das hauseigene Forum, in dem man sich mit der Öffentlichkeit austauschen möchte. Im Interview mit Michael Friedrichs erläutert GEZ-Chef Hans Buchholz, man wolle damit “kritischen Austausch und die Diskussionen über die GEZ und die Rundfunkgebühren” vorrangig mit einer jungen und internetaffinen Zielgruppe ermöglichen. Gute drei Wochen ist das nun her. Zeit also für eine Analyse des Forums: Erreicht es seine hochgesteckten Ziele? [Mehr] 
Es gibt ja so Gelegenheiten, da fragt man immer seinen Alpha-Nerd. Oder seine Alpha-Nerdin. Der oder die wird’s schon richten, denkt man sich dann. Ganz so einfach ist das aber doch nicht, denn wie erklärt man jemandem übers Telefon, was er wo zu klicken hat, um endlich … (hier bitte ein beliebiges Problem eintragen) zu können?
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Dem Netzbürger konnte man ja eine gewisse Technik-Affinität noch nie absprechen. Für einige Netzbürger gilt das allerdings in besonderer Weise: Sie erstellen jede Woche Podcasts, in denen sie mit anderen über diverse technische Entwicklungen sprechen und so die Grundlage für ein Verständnis bei ihren Hörern legen. Wir haben für euch acht Klassiker der Tech-Podcasts zusammengetragen, die in keinem Feedreader fehlen sollten.
[Mehr] Die Blogpiloten stoßen bei ihren Streifzügen durch’s Netz auf jede Menge spannende Links. Einige besonders lesenswerte stellen wir hier vor.
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