Was ist der größte Nachteil von E-Mails? Wenn ihr mich fragt: die Größe der Anhänge. Irgendwann läuft einfach nichts mehr. Klar gibt es Alternativen: direkte Übertragung per Skype beispielsweise. Das funktioniert sehr gut bei Menschen, die eine gewisse Affinität zum Web haben – und einen Skype-Account. Alle anderen wollen eine gebrannte CD oder – wie gesagt – eine E-Mail.
WeTransfer ist ein Dienst, der die Einfachheit von E-Mails auf große Dateien übertragen möchte. Wir schauen uns den Beta-Dienst an und erklären euch, ob er was taugt.
[MEHR]Es gibt Themen im Netz, die sind immer irgendwie präsent und trotzdem schwer zu fassen. Software-Patente gehören dazu. Vor einigen Wochen ist ein englischsprachiger Dokumentarfilm angetreten, das Thema auch Laien näher zu bringen: "Patent Absurdity", veröffentlicht unter CC BY-ND. Wie jeder gute Dokumentarfilm versucht "Patent Absurdity" nicht, Neutralität vorzugaukeln – hier ist klar, dass man auf Seite der Patente-Gegner ist. Aber worum geht es eigentlich? Ich habe mir für euch den Film angeschaut und meine Eindrücke aufgeschrieben.
[MEHR]Es sind die zwei Bücher, die so ziemlich jeder gelesen haben wird, der irgendwann mal irgendwas mit Anglistik zu tun haben wird: „1984“ und „Brave New World“. Schöne Stücke, beide. Beides Dystopien, die von einer dunklen Zukunft ausgehen, in der Mensch Sein ungleich schwer geworden ist. Doch trotz dieser Gemeinsamkeiten sind es zwei Werke, die man kaum gegeneinander ausspielen kann.

Wenn ihr Angst vorm großen Bruder habt…
Genau das ist jedoch der Eindruck, den man bekommen kann, schaut man sich die politische Diskussion an. Die Überwachungskritiker warnen, dass „1984“ im Jahr 2010 viel näher ist als es 1984 war, wenn Online-Durchsuchung, SWIFT-Abkommen und die sich am Horizont aufbrauende Vorratsdatenspeicherung 2.0 den Bürger gläsern machen. Dem widersprechen die anderen, wie der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU), das wolle ja niemand.
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Selbstinszenierung: Das Bild, das andere von mir haben, in meiner Hand
Man findet ja immer wieder Perlen an den deutschen Hochschulen. Meine neueste Entdeckung darunter: das Point-Magazin der HDM Stuttgart, zuerst gefunden bei den Designern in Action. Diesmal geht es um Selbstinszenierung. Die Selbstdarstellungen von Politikern werden angesprochen, das Internet wird in Form einer Kritik an Google und den Inszenierungen sogenannter "Blogger-Stars" behandelt. Wirklich neue Erkenntnisse oder interessante Gesprächspartner fehlen, aber als Grundlage eignen sich die Texte gut. Witzig außerdem: das fiktive Interview mit Facebooks Like-Button auf Seite 27. Sehr schön ist die visuelle Gestaltung mit vielen Bildern, Collagen und interessanten Effekten wie beispielsweise die Kopierer-Ästhetik bei den Politiker-Bildern.
So richtig cool wäre es jetzt natürlich, wenn die Inhalte auch außerhalb des umständlichen PDF-Formats verfügbar wären, vielleicht gar über RSS.
Bildnachweis: "Self Portrait of a self portrait of a self portrait of a self portrait" von Mrs Logic, Flickr CC BY [MEHR]
Nachdem wir vor ein paar Wochen schon Social Commerce definiert und die beiden größten Player Etsy und DaWanda verglichen haben, geht's jetzt ans Eingemachte. Wir machen unseren eigenen Shop. Ein paar Empfehlungen gegen Stolpersteine – und wenn ihr eigene Empfehlungen habt, meldet euch in den Kommentaren!
Ideen sind das A, gute Präsentation ist das O
Ganz am Anfang steht eine simple Frage: Was verkaufe ich eigentlich? Ein paar Dinge fallen direkt schon mal raus, wenn man die Nutzungsbedingungen anschaut, mit denen viele Social-Commerce-Plattformen aufwarten. Meistens dürfen nur selbstgemachte oder alte Dinge verkauft werden. Als nächste Empfehlung gilt: Erst mal gucken, was man am besten kann und was einem selbst gefällt. Was würde ich kaufen, was würden meine Freunde kaufen? Wird etwas Ähnliches schon verkauft, und wenn ja, zu welchen Preisen und mit welchem Erfolg? Wie kann ich mich davon unterscheiden? Und wenn ihr eine eigene Idee habt, die noch von niemandem realisiert wurde, dann überlegt euch gut, was daran das Besondere ist, das ihr unbedingt hervorheben solltet.
Social Commerce heißt auch, die Produktvielfalt mit dem Erscheinungsbild in Einklang zu bringen
Freie Filme für freie Menschen – so könnte man den Grundgedanken des Open-Source-Film formulieren. Der erste deutsche Open-Source-Film ist das Road-Movie "Route 66" (2004) aus dem Hause VEB-Film, das mit seiner Anspielung auf die "Volkseigenen Betriebe" den Gedanken der Open-Source bereits im Namen trägt. Wir sprechen mit Stefan Kluge, Regisseur und Betreiber des Labels VEB-Films, über seinen Werdegang und den Open-Source-Film. Das Interview steht natürlich unter einer CC BY-SA Lizenz.
Blogpiloten: Du bist eigentlich Informatiker. Wie bist du zum Film gekommen?
Stefan Kluge: Das war eher Zufall. Ich habe schon immer gerne fotografiert und Computerspiele gemacht, dann aber Informatik studiert. Nach dem Studium bin ich in die Staaten gegangen und habe mir dort ein Auto gekauft. Das war ein spektakulärer Oldtimer, ein riesiges schweres Eisenschwein. Und das musste ich wieder zurückbringen, als ich die Staaten verlassen habe – an den, bei dem ich es gekauft hatte. Ich habe zwei Freunde aus Deutschland gebeten, rüberzukommen und den Rückweg zu filmen. Da haben wir dann "Route 66" draus gemacht, mit dem ich in den Film reingestolpert bin. Der Film kam beim Release gut an, und ich bin dabei geblieben.