Björn Rohles ist Medienwissenschaftler und arbeitet als Projektmanager für das Netz. Natürlich hat er sein eigenes Blog jorni.de, in dem er seine Gedanken und Entdeckungen zu digitalem Papier bringt.
Karin Janner kommt ursprünglich aus Wien, lebt und arbeitet nun jedoch als Marketing- und PR-Beraterin in Berlin. Einen besonderen Schwerpunkt hat sie auf Kultur- und Online-Marketing sowie Social Media gelegt. Sie ist einer der führenden Köpfe hinter der stARTconference, die jedes Jahr im Herbst Kulturschaffende und Web 2.0-Interessenten zusammenbringt. Für dieses Jahr hat sie sich eine ungewöhnliche Aktion ausgedacht: Zur Konferenz wird es ein Social-Media-Brettspiel geben, kollaborativ entwickelt und unter Creative Commons gestellt. Wir haben sie befragt, was es damit auf sich hat.
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ZENSURSULA: Weder löschen, noch sperren: Christian Heller vertritt auf Carta die Meinung, dass man in der Netzsperren-Debatte nicht auf quot;Löschen statt sperrenquot; setzen sollte. Der Grund: Sie gefährde die Position, dass man Zensur ablehne.
WIKIS BEIM LERNEN: Wikis and Learning – 60 Resources: Tony Karrer hat 60 Quellen zum Thema quot;Lernen mit Wikisquot; gesammelt. Viel Stoff zu Durchsieben.
JOURNALISMUS: Journalismus Warnhinweise: Robert Harm hat die Warnhinweise für Journalisten von Tom Scott ins Deutsche übertragen.
STREETVIEW: Sie haben Jehova gesagt. Zur Streetview-Debatte.: Mathias Richel vergleicht Streetview mit Jehova und garniert seine Abrechnung mit jedem der Beteiligten mit einem Monthy-Python-Video.
E-MAIL-ABLENKUNG: Kevin Rose – blogg – Email Sucks. 5 Time Saving Tips.: Kevin Rose hat 5 Tipps gegen zu viel Ablenkung durch E-Mails. Am besten gefällt mir der quot;Sent from my iPhonequot;-Tipp: Einfach unter die E-Mail hauen – keiner erwartet eine lange Antwort von einem iPhone.
Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.
In der feinen, aber oft etwas isolierten Netzgemeinde sind Creative Commons schon gut etabliert. Immer wieder stößt man auf Bilder, Videos und Texte, die zur Weitergabe animieren, statt sie zu verdammen. Verlässt man aber diesen Kreis netzaffiner Menschen, sieht es ganz anders aus. Der Grund ist weniger fehlendes Wissen, sondern Angst. Ein paar Gedanken zur Verbesserung und Überzeugungsarbeit – mit Schwerpunkt auf Journalisten, aber auch für andere Bereiche einsetzbar. [Mehr]
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LIZENZEN GEMA-Verwertung vs. CC-Lizenzen: Im Phlow-Magazin gibt es einen spannenden Beitrag dazu, wie sich Creative Commons eigentlich zur Gema verhalten: Was passiert, wenn ein Künstler, der ein Werk als CC lizensiert hat, irgendwann Gema-Mitglied wird?
GESELLSCHAFT Social Web: Wenn individuelle Schicksalsschläge öffentlich werden » netzwertig.com: Martin Weigert macht sich auf Netzwertig Gedanken darüber, wie das Social Web auf unseren Umgang mit Schicksalsschlägen Einfluss nimmt. Ausgangspunkt: wir erfahren viel öfter von den Einschnitten ins Leben von Menschen, die uns gar nicht wirklich nahe stehen.
TECHNOLOGIE Jazz Up Your Posts With Zemanta: Über das semantische Web haben wir hier schon mehrmals geschrieben – jetzt kündigt WordPress.com eine Partnerschaft mit Zemanta an, die semantische Vorschläge ins Backend des Blogsystems bringt. Könnte spannend werden.
DEBATTE UM DAS INTERNET The Web Is Dead. Long Live the Internet | Magazine: Wired setzt immer wieder spannende Akzente in der Diskussion im Netz. Diesmal mit dem Niedergang des Internets, wie wir es kennen, und sein Weg in den Kapitalismus.
TECHNOLOGIE Alternative Landvermesser – Mapping Aktivismus weltweit: Spannende Geschichte drüben bei KoopTech: In verschiedenen Projekten vermessen User auf der ganzen Welt ihre Umgebung. Landvermessung 2.0 sozusagen. Lesenswert!
APPLE Wifi am Mac – Eine Sache die man erst mal verstehen muss: Man verbindet sich mit einem Netzwerk und die kleine anzeige oben in der Menüleiste zeigt vollen Empfang an. Richtig – Sie zeigt es an aber das war’s dann auch. Denn die Anzeige in der Menüleiste zeigt mit ihren vier Unterteilungen nicht den Status des aktuell verbundenen W-LAN Netzwerkes an, sondern nur, dass der Mac mit einem WiFi Netzwerk verbunden ist.
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Wer in den letzten Tagen im Web unterwegs war, kennt die Diskussionen um den E-Postbrief, einer Art bezahlter E-Mail, die dafür rechtssicher sein soll. Ganz ähnlich soll De-Mail werden, mit der sich rechtsverbindliche Kommunikation am Rechner erledigen lassen soll. Jedenfalls werde ich bei diversen E-Mail-Konten ständig gefragt, ob ich mir nicht schnell einen De-Mail-Namen sichern wolle, schließlich seien ja sonst die Besten weg.
Gegenvorschlag zum schnellen Sichern des Namens: Erst mal hören, was Leute dazu sagen, die sich mit sowas auskennen. Wer das genauso sieht, sollte heute Abend das Chaosradio von 22:00 bis 00:00 auf Fritz hören, bei dem es um E-Postbrief und De-Mail geht. Ab morgen dann als Podcast und Download.
Was ist der größte Nachteil von E-Mails? Wenn ihr mich fragt: die Größe der Anhänge. Irgendwann läuft einfach nichts mehr. Klar gibt es Alternativen: direkte Übertragung per Skype beispielsweise. Das funktioniert sehr gut bei Menschen, die eine gewisse Affinität zum Web haben – und einen Skype-Account. Alle anderen wollen eine gebrannte CD oder – wie gesagt – eine E-Mail.
WeTransfer ist ein Dienst, der die Einfachheit von E-Mails auf große Dateien übertragen möchte. Wir schauen uns den Beta-Dienst an und erklären euch, ob er was taugt. [Mehr]
Nachdem wir euch Technikwürze schon in unsere Topliste von deutschsprachigen Webdesign-Infos gepackt hatten, möchte ich euch die aktuelle Folge noch einmal gesondert ans Herz legen. Marcel Böttcher und Stefan Nitzsche sprechen darin über ihre Selbständigkeit und geben wertvolle Tipps. Thematisch richtet sich der Podcast an Webdesigner und Webentwickler, aber viele angesprochene Aspekte dürften auch für andere Berufsgruppen relevant sein.
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Canvas Cycle: True 8-bit Color Cycling with HTML5: Mal was rein Technisches für Zwischendurch: Ein Künstler und ein Coder haben zusammen animierte 8Bit-Grafiken gebastelt, die nur mit HTML5 und verwandten Techniken realisiert wurden. Beeindruckende Spielerei.
“Verleger-Schreck” Flipboard: Auch auf Tablets gelten Marktdynamiken des Webs: Marcel Weiss analysiert für Neunetz die Konfrontation von Verlegern und Flipboard. Applikationen wie Flipboard, so seine These, greifen ganz normale Vorgänge im Web auf und übertragen sie auf Tablets: Sie nehmen Produzenten die Hoheit darüber, wie ihre Inhalte konsumiert werden. Die Verteilung von Nachrichten ist dadurch nicht mehr zu steuern – Nutzer konsumieren sie so, wie sie es möchten, nicht wie es ihnen vorgeschrieben wird. Eine Eigenschaft, die auf das gepriesene iPad genauso zutrifft wie auf jedes andere webfähige Gerät.
The Afghanistan War Logs – ein Desaster für den Spiegel » F!XMBR: Chris von F!XMBR schaut sich an, wie Spiegel und Guardian mit den Enthüllungen der Afghanistan-Dokumente umgehen. Der Spiegel kommt schlecht weg: Er steht tief im Schatten des Guardian und nutzt seine Möglichkeiten nicht.
Verliert Mark Zuckerberg Facebook?: Ein Vertrag ist aufgetaucht, der Mark Zuckerberg Facebook kosten könnte? Ich glaube es ja immer noch nicht so richtig, aber Thomas Knüwer hat einige interessante Details zusammengetragen.
Afghanistan: The war logs: Der Guardian hat eine umfassende Dokumentation der geleakten Afghanistan-Dokumente zusammengestellt, mit interaktiver Karte und Download-Möglichkeit.
Is Flipboard Legal?: Joel Johnson mit einer fundierten Analyse der spannenden Frage nach der Legalität von Flipboard.
Das ist ja mal eine coole Idee, die ich da bei Einfach für Alle gefunden hab: ein barrierefreies Musikvideo von Max Heidenfelder. Der Song wird durch verschiedene Stilmittel visualisiert, um ihn für Gehörlose nachvollziehbar zu machen. Neben den Musikern, die Textzeilen in Gebärdensprache formulieren, gibt es Visualisierungen der Instrumente (Soundbars oben) und des Rhythmus (graue Punkte unten). Für die Techies: das Video entstand mit der Canon 7D, also einer digitalen Spiegelreflex.
“Waiting” full accessible music video (official music video for Breitenbach) / barrierefreies Musikvideo from max heidenfelder on Vimeo.
Wer ähnlich wie ich “Tron” als einen seiner liebsten Filme bezeichnet (was die meisten technikverliebten Kinder der 80er tun werden…), ist bestimmt schon ganz gespannt auf den neuen “Tron Legacy“. Daft Punk steuern den Soundtrack bei, den man bei Disney anhören kann – zumindest, sofern man schmerzfrei mit der Seite klar kommt. Ansonsten gibt es sie leichter anhörbar bei The End 107.7. Nach der ganzen Aufregung muss ich sagen, dass ich etwas mehr Daft Punk im Soundtrack erhofft hätte – das ist gute Soundtrack-Arbeit, aber mir fehlt das Besondere der Gruppe. Vielleicht war aber auch nichts anderes zu erwarten. [via Stereogum]
Es gibt Themen im Netz, die sind immer irgendwie präsent und trotzdem schwer zu fassen. Software-Patente gehören dazu. Vor einigen Wochen ist ein englischsprachiger Dokumentarfilm angetreten, das Thema auch Laien näher zu bringen: “Patent Absurdity“, veröffentlicht unter CC BY-ND. Wie jeder gute Dokumentarfilm versucht “Patent Absurdity” nicht, Neutralität vorzugaukeln – hier ist klar, dass man auf Seite der Patente-Gegner ist. Aber worum geht es eigentlich? Ich habe mir für euch den Film angeschaut und meine Eindrücke aufgeschrieben. [Mehr]
Es sind die zwei Bücher, die so ziemlich jeder gelesen haben wird, der irgendwann mal irgendwas mit Anglistik zu tun haben wird: „1984“ und „Brave New World“. Schöne Stücke, beide. Beides Dystopien, die von einer dunklen Zukunft ausgehen, in der Mensch Sein ungleich schwer geworden ist. Doch trotz dieser Gemeinsamkeiten sind es zwei Werke, die man kaum gegeneinander ausspielen kann.
Wenn ihr Angst vorm großen Bruder habt…
Genau das ist jedoch der Eindruck, den man bekommen kann, schaut man sich die politische Diskussion an. Die Überwachungskritiker warnen, dass „1984“ im Jahr 2010 viel näher ist als es 1984 war, wenn Online-Durchsuchung, SWIFT-Abkommen und die sich am Horizont aufbrauende Vorratsdatenspeicherung 2.0 den Bürger gläsern machen. Dem widersprechen die anderen, wie der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU), das wolle ja niemand. [Mehr]
Sind zwar noch 11 Tage Zeit, aber Vormerken und Ideen Sammeln geht schon jetzt: Am 24. Juli 2010 läuft “Life in a Day“, das Projekt von YouTube und Ridley Scott. Einen Tag lang hat die ganze YouTube-Welt Zeit, Videosequenzen aus dem eigenen Leben einzustellen. Regisseur Kevin MacDonald sichtet und kategorisiert das Material, Ridley Scott (Regisseur von “Alien” und “Blade Runner”, Produzent von “Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford”) produziert. Uraufführung des Dokumentarfilms ist im Januar 2011 beim Sundance Filme Festival, anschließend gibt’s ihn auf YouTube zu sehen. [via Fünf Filmfreunde]